SANTA INÈS - Passatverlag 1:250, 2022

  • Hallo in die Runde,

    so kam ich dazu die SANTA INÈS zu bauen:

    Die Meldung der Passatverlag gäbe seinen Be- und Vertrieb auf - endgültig - und weil ich über die Qualität seiner Bögen so viel Gutes gelesen hatte, musste ich mir aus dem Sortiment etwas passendes aussuchen. Obwohl ich fast ausschließlich Schiffe aus der Dampfschiffära baue, habe ich mich für die SANTA INÈS entschieden. Ein wunderschönes Kind der 50er mit vielversprechenden Details .......

    So sieht es von außen aus.


    Also bestellt und dann beschlossen, daraus nach 3 Jahren Modellbau mein Gesellenstück zu beginnen.

    2019 habe ich mit der BLEICHEN vom HMV begonnen. Die BLEICHEN ist auch so ein schönes 50er Modell.


           


    Allerdings war ich bereits als Jugendlicher begeisterter "Wilhelmhavener". Und in dieser Tradition ist die Bleichen von mir gebaut worden. (Damals als Jugendlicher möglichst groß für möglichst wenig Taschengeld z.B ESSO DÜSSELDORF)


    Nun aber endlich zur SANTA INÈS:


    Der Bogen machte sofort einen überzeugenden Eindruck. Feine Linien (wenn man auf ihnen schneidet sind sie "weg" und nicht "geteilt"), Bögen zum Verdoppeln beigefügt, Farbige Bögen für alle Teile die grau sind (eine enorme Erleichterung), gute Baubeschreibung mit Bezeichnung des Bauteils (Fußpferd z. B.) und erläuternde Skizzen. Das bekommt man nicht alle Tage also: sofort anfangen.


    Der Stuhl war noch warm vom Bau der ESVAGT DANA


    Ich muss nun dazu sagen, dass ich mit dem Bau bereits Anfang Oktober begonnen habe, weil ich mir vorgenommen hatte, in diesen Bericht meine Erfahrungen als Konsument einzubauen. Dazu wollte ich dann abwägen: bis hierher geht mein Können und ab hier hätte ich gerne doch noch Hilfe vom Konstrukteur.


    Große Hilfe waren und sind nach wie vor die Bauberichte von Lars W. und Helmut B., die in ihren Feinheiten klasse geworden sind. Einen schönen Fotobericht gibt es ebenfalls von Pianist meine ich.


    Im Grunde sind von dieser Überlegung zwei für mich wichtige Komplexe übrig geblieben, die ich im weiteren Text noch beschreibe.

    Einen für einen imaginären Schiffskonstrukteur betreffend die Decks.

    Einen für zukünftige SANTA INÈS Bauer betreffend die Reihenfolge beim Bau der Aufbauten und Decks. Da die Modelle vom Passatverlag nun ausverkauft werden, könnten ja noch andere Modellbauer auf die Idee kommen die SANTA INÈS zu bauenAch - und einen für Klebstoffverwender. Damit geht´s los. Es werden so viele Bauteile gedoppelt, dass ich mir Gedanken gemacht habe, wie dies am sichersten zu managen sei. Ich bin auf Sprühkleber gekommen. Ich habe die blanken Bögen eingesprüht und die vielen - gut gekennzeichneten - Bereiche der Baugruppen darauf geklebt. Wichtig: gut ablüften lassen, denn der Lösungsmittelanteil ist doch erheblich. Es verziehen sich sonst die Bauteile auch noch lange Zeit nach dem Verbauen. "Meine" geschlossenen Ladeluken können ein Lied davo singen und ... ich konnte es nicht mehr beheben. (Fotos kommen noch!) Bei den Spanten ist nix passert.


    Ups, plötzlich ist das Spantengerüst verdoppelt und ausgeschnitten.


    Warum einige Teile nicht "auf sich" nummeriert sind sondern daneben, obwohl ausreichend Platz wäre, weiß sicher niemand. Nach dem Ausschneiden ein kleines Problem - wenn auch nicht unlösbar.


    So sah es nach der Montage aus


    Eine gute Lösung mit den zwei Längsspanten, zumal die Ladeluken 2 und 3 auch geöffnet gebaut werden können. Ich baue inzwischen immer so: die Spanten werden - ohne Laschen - auf der Bodenplatte - nur auf der Bodenplatte - verklebt. So bleibt alles gerade und eben. Erst wenn das Gerüst "fertig" ist, werden die Kreuzungspunkte und Stöße verklebt. Auch dabei bleibt das Gerüst vollständig plan und ich muss keine Angst haben, dass es sich in diesem Stadium verziehen könnte.


    ;) ein kleiner Schlitz zuviel. Hier half ein wenig zusätzlicher Weißleim.


    Hauptdeck? Ein wenig Geduld ;)


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin, moin Dirk,


    das sieht doch schon sehr sauber und solide aus :thumbup: !

    Auch bei den alten Whv`nern war es manchmal sehr hilfreich, die Nummern der Bauteile auf die Bauteile (Rückseite) selbst zu schreiben....das hat sich bewährt und bewahrt den Überblick ;) .


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin Dirk,

    die INÈS hab ich vor vielen Jahren mal von meiner lieben Frau geschenkt bekommen. Irgendwie hab ich mich bislang nur noch nicht getraut...

    Vielleicht inspiriert ja Dein Bericht... ;)

    Gutes Gelingen wünscht

    Fiete

  • Moin Hajo,

    die meisten Teile ergeben sich ja aus der Logik, aber plötzlich habe ich ein Teil in der Hand ohne Nummer und weiß nicht wohin damit. Nicht dramatisch aber immer wieder spannend. Ich versuche weiter sauber zu bleiben. :)

    Moin Fiete,

    Deine Frau hat einen guten Riecher, wie man so schön sagt und ich kann Dir nur raten die Santa Inès anzufangen. Eine Augenweide und wirklich ein gut konstruierter Bogen ;)

    und danke für die vielen Daumen in so kurzer Zeit.


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Hallo,

    versuche mal über Fernleihe oder bei einem Bücherantiquariat von Friedrich Böer : Alles über ein Schiff" zu erstehen. Herder Verlag, Freiburg, 1955 bzw. 1956. Dort wird die Santa Ines sehr genau beschrieben.

    Ulrich

  • Moin Dirk;


    es gibt auch einige Beschreibungen in den üblichen Fachheften wie HANSA; Schiff & Hafen oder die Schiffahrt International.


    Ich schau heute Abend was ich im Fundus habe.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin in die Runde,

    Danke für Begleitung an Shipbuilder und Ulrich. Ich gehe in die Recherche....


    ...wenn ich die Decksmontage geschrieben habe. Der Karton wurde gedoppelt (Sprühkleber Großaktion) und so sind die Decksteile sehr stabil und lassen sich gut händeln.


    Mist. Zwischen Aufbau und Back gab es eine Welle - leider nicht aus Begeisterung sondern wegen Platzmangel. Ich musste einen Entlastungsschnitt durchführen, denn ich konnte beim besten Willen nicht feststellen wo etwas daneben gegangen war. Ein Blick bei den älteren Bauberichten zeigte: mein Fehler. Bei denen war alles takko.

       

    Auch bei anderen Spanten musste das Skalpell her.


    Und plötzlich hat alles wie von alleine gepasst. Zum Glück, denn sonst wäre eine Rettung kaum noch möglich gewesen.


    Auch zum Längsspant passt das Deck.


    Die Decksausschnitte für die Ladeluken 2 + 3 sind vorbereitet.


    Ich habe den Doppelspant mit zwei schwarzen Kästen versehen und mit Schrecken festgestellt was meine Vorbauern alles an Ladung eingeladen haben. Ich habe den Zwischenboden eingezogen und einige Bohlen aufgenommen. Man sieht so, dass es dort in die Tiefe geht und oben drauf passt noch etwas aus dem mitbestellen Bogen "Ladung"

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Weiter geht es mit den Süllrändern der offenen Luken. Diese sind auf grauem Karton gedruckt. Eine hervorragende Idee:Es erübrigt nicht nur das lästige Kantenfärben sondern sie sehen an der Oberfläche auch noch super aus,


    Die Markierungen zum Runden...


    ...müssen vor dem Ausschneiden nach hinten übertragen werden. Sonst sind sie futsch. Der Karton ist nicht sehr dick also vorsichtig dabei, damit es nicht durchdrückt.


    Nun noch das Problem der Süllrandaussteifung. Ich tränke so schmale Bauteile gerne mit Einlassgrund, um sie zu versteifen. Der graue Karton saugt sich richtig voll und....


        

    verfärbt sich. Aber nach dem Trocknen ist alles wieder gut- Puh. Also:


    Durchstechen und rückwärtig mit Einlassgrund einstreichen.


    Beim weiteren Bau sellte sich dies für mich als wichtig heraus, denn die dünne Aussteifung um den Süllrand zu montieren, war für meine pinzettenbewerten Fingerspitzen eine echte Herausforderung. Der Anblick...


    kann sich sehen lassen, auch wenn einige hängende Ladungen offensichtlich schon für Verformungen gesorgt haben, als sie dagegen stießen. :rolleyes: Und das wären der Bauarbeiten :cool:


    Die Vogelschau


    Der teilweise geöffnete Zwischenboden ist hier gut zu erkennen. Mal sehen was später noch an Ladung geliefert wird ;)


    Rundungsmarkierungen sind auch bei den Aufbauten "außerhalb" der Flächen gedruckt. Das hält die Wände frei von unnötigem schwarzen Strichen.


    Nun noch mit einem kleinen Schmunzel:

    Auch die Schotten sind frei von Druck (siehe Foto). Dazu wird bei einem der früheren Bauberichte diskutiert. Ich habe mir nun eine Anordnung der Schließungen "ausgedacht" und deren "Schatten" mit Bleistift draufgezeichnet. :D Oder sind doch die Griffe schwarz? :D Bitte liebe Konstrukteure - wenn´s nicht zu viel Arbeit ist, bitte richtig mit drucken. :cool:


    So, bis demnächst zur Fortsetzung. Achso:


    BLEICHEN und SANTA INÈS im Vergleich


    Grüße aus Hannover, Dirk

  • Moin Dirk;


    Moin Dirk;


    es gibt auch einige Beschreibungen in den üblichen Fachheften wie HANSA; Schiff & Hafen oder die Schiffahrt International.


    Ich schau heute Abend was ich im Fundus habe.

    so in der alten Seekiste Heft 10/ 1953 bin ich fündig geworden.

    Es handelt sich um einen Bericht des damaligen III Offiziers.

    Kommt per PIN. Ich schau mal weiter.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

    Edited once, last by Shipbuilder ().

  • Moin Zusammen;


    ich bin Fundus, den ich habe, fündig geworden.

    Moin Dirk;


    so in der alten Seekiste Heft 10/ 1953 bin ich fündig geworden.

    Es handelt sich um einen Bericht des damaligen III Offiziers.

    Kommt per PIN. Ich schau mal weiter.

    Es gibt noch einen Bericht in Seekiste aus dem Jahre 1951 Heft 04.

    In dem Heft gibt es sogar ein großformatiges Bild der " SANTA URSULA ".


    Sowie ein paar Detaillierte Infos.


    Kommt per PIN.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin in die Runde,

    oftmals ist ja die Montage der Bordwand mit das spannendste während der Montage eines Modells. Da kann doch einiges schiefgehen im wahrsten Sinne des Wortes. Bei der SANTA INÈS setzt sich diese Spannung mit den Wänden des Aufbaus fort. Nahtlos - auch im wahrsten Sinne - denn die hierbei entstehenden Ansichten prägen das Modell zumindest zu 50% - 50% bleiben für Masten und Ladebäume und Deckseinrichtung ;) .


    Aus den anderen Bauberichten geht hervor, dass auch diese Teile des Modells perfekt konstruiert sind und auch so gebaut werden können. Trotzdem möchte ich hier etwas grundsätzlich anmerken. Vielleicht können nachfolgende INÈS-Bauer davon profitieren oder es zumindest als Gedankenanstoß mitnehmen.


    Eine Bordwand ist montiert (es fehlen noch die Bordwandverstärkungen)


    Trotz meiner Welle im Hauptdeck liegen Deck - Spantengerüst - und Bodenplatte auf einer "Länge" und so konnte die Montage der ersten Bordwand problemlos erfolgen. Es war alles passgenau.


    Nach der Montage der Steuerbordwand....


    ... Der Bug ist gut geschlossen. Ups kein Foto vom Heck? Ist jedoch auch gut geworden. Vielleicht sieht man es auf späteren Fotos noch.


    So, nun das Lob auf den Konstrukteur: Die seitliche Aufbauwand mit den Arkaden ist unabhängig von der Bordwand in einzelnen Baugruppen entworfen. Dadurch lassen sich Ungenauigkeiten beim Bau gut ausgleichen und man bekommt keine Beulen oder Wellen aus vorgehenden Bauteilen, wenn alles "glatt" geht. ;)


    Nun zur Bauabfolge bei der ich der Bauanleitung folgte: Zunächst soll das Promenadendeck ausgeschnitten, aber noch nicht montiert werden. Also wurden zunächst die Unterkonstruktionen der Arkaden vorbereitet und montiert.


     

    Das ist eine supergute Basis, um später die Arkadenaufbauwände zu installieren


    Nun gibt die Bauanleitung leider keinen Anhalt, wann denn nun das Promenadendeck montiert werden soll. :S


    Ich sah keinen Anhaltspunkt für die Höhenlage der Arkadenaußenhaut. Also habe ich das Promenadendeck jetzt montiert und mit den Spanten versehen. Auch jetzt war die Höhenlage für die Wandmontage vorne - zumindest für mich - nicht ausreichend bestimmt. Denn nun kam die Wand der Seitenwand.


    Hinten Hui vorne Pfui


    Es schien alles zu passen, aber vorn stimmte die Höhenlage letztlich doch nicht. Vermutlich ein falscher Ansatz am hinteren Schanzkleidende führte dazu, dass die Aufbauwand vorne um die Stärke des verdoppelten Bootsdecks zu tief war. Außerdem war die vordere Kante - trotz dringender Empfehlung in der Bauanleitung - nicht senkrecht geworden.


    :cool: Ich würde beim nächsten Mal anders vorgehen: Nach der Montage der UK der Arkaden kommt wie vorgesehen das Promenadendeck auf die Spanten.


    Ich würde die schraffierte Fläche beim nächsten Mal nicht ausschneiden.


    Danach die Spanten des Promenadendecks, die dann durchgehend wären und die Höhenlage des Decks an der Seite gut stablisieren würden.


    Einbau des Bootsdecks mit schraffierter Fläche (Foto nach weiterem Baufortschritt)


    Erst nach dem Bootsdeck käme dann die Montage der Außenhaut des Aufbaus an die Reihe. Hier könnte nun die Höhenlage des Decks für den genauen Einbau herangezogen werden. Das ginge besonders gut, weil der Konstruteur durchgehend die "offene Flanke" der Decks mit den Aufbauten abschließt und verdeckt - sehr gut gelöst! (Das fehlt mansches Mal bei anderen Modellen). Geringe Korrekturen - die bei der Genauigkeit der Konstruktion eigentlich nicht zu erwarten wären - könnten zwischen Schanzkleid und Arkadenstützen erfolgen.


    Soweit die Theorie einer zweiten Chance bzw. eines Tipps. ;) Vielleicht können Nachbauer was damit anfangen. Ich verweise aber dringend weiterhin auf die Beachtung der Bauberichte von Lars W. und Helmut B. und ...


    nochmal ... Der Bogen ist ein Genuss und jeder Blick auf das Ergebnis erfreut das Herz.


    Zurück in der Realität: Um die Höhenlage von Bootsdeck und Außenwand in Übereinstimmung zu bringen, mussten die Aufbauspanten des Promenadendecks etwas nachgeschnitten werden. Das Bootsdeck ist nun etwas stärker gewölbt. Das "Kuckt sich aber weg". Die nun "auftauchende" Beule habe ich gedrittelt (siehe Foto oben) und danach habe ich mit etwas Nachdruck Außenhaut und Bootsdecks miteinander verleimt. Die Beulen sind im Endergebnis nicht mehr erkennbar - puh.


    Verbindung Aufbaufront und Seitenwand leider mit Knick


    Dadurch , dass vorne die Höhenlage der Seitenwand nicht stimmte, musste ich zwischen Front und Seite vermitteln. Es blieb ein kleiner Knick in der Fensterline - und - damit die Höhelinie nicht noch weiter absinkt - musste ich die Front vorne etwas "liften". Man erkennt es an den Stützen unter der formschönen Rundung. Ich bin echt froh, dass ich das für´s Auge so gut regeln konnte. Im Inneren bleibt die Genugtuung.


    Das war jetzt viel Text und `hätte-hätte´aber es lag mir doch sehr am Herzen. Vielleicht möchte Fiete nun sofort anfangen :D


    Ich bin dann mal (kurz) weg...


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin in die Runde,

    danke für die Anmerkungen und die vielen Daumen. Ein Modell, das bewegt.


    Wie auf dem einen Foto zu sehen ist die Front des Aufbaus bereits montiert. Es bleibt aber noch nachzutragen, dass die Lösung mit den Fensterumrandungen zu den besten Fenstern meiner Flotte geführt hat.


    Die Rahmen in den stark gerundeten bereichen habe ich erst nach dem Vorrunden aufgeleimt. Ich hatte Angst, dass sie sonst abreißen. Die Fensterfolie habe ich in 3er-Gruppen hinterklebt


    Es hat geklappt.


    Aber ein großes Problem waren die "Winddüsen" (was immer das ist). Sie waren für mich ungenügend beschrieben und ich habe die Fummelei nicht richtig hinbekommen. Auch die Bauberichte haben mir nicht weitergeholfen. Aber da...


    kommt ein Skutje zu Besuch und ich bin schon abgelenkt. (Gruß an Robert)


    Die weiteren Aufbaauteile waren auch kein größeres Problem und auch der Schonstein ist ganz manierlich geworden.


    Hier ein Detailfoto mit offenen Oberlichtern und Rettungsfloß


    Eine schöne Ankerwinde, Umlenkrollen und Poller


    Langsam füllen sich die Arbeitsbereiche der Decks mit Maschinen.


    Die Santa Inés war offentsichtlich gut ausgestattet


    mit Lade, und Hangerwinde sowie extra Steuerstand je Landebaum


    Ein gutes Gefühl wenn die weißen Flecken nach und nach verschwinden.... (wer hatte das kürzlich noch geschrieben ;) )


    Soviel für heute. Gruß aus Hannover, Dirk

  • Moin DiHau...

    Deine Fenster faszinieren mich und die Winden sind auch gut geworden.

    Ansonsten gefällt mir der Segler auf Bild 3 sehr gut.

    Was für ein Modell ist das?

    Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • ...ein großes Problem waren die "Winddüsen" (was immer das ist)...

    Moin Dirk,

    die sorgen dafür, dass einem die Mütze nicht vom Kopf fliegt, wenn man auf der Nock steht. An der Unterkante ist die Öffnung breiter als an der Oberkante und das führt zu einem Düseneffekt, die Luft bläst in breiter Front nach oben und direkt dahinter ist es (nahezu ;) ) windstill...



    Beste Grüße

    Fiete

  • Moin Dirk,


    danke für den kleinen Schubser

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Moin Zusammen;

    ein kleiner Nachtrag zu Fiete seinen Beitrag.

    Es war so, wenn die Bleche an Oberkante Schanz angebaut wurden musste das Schanzkleid absolut Beulenfrei sein. Da half auch kein Fluchen und Meckern ....


    Hinzu kam das bei einigen Schiffen die Schanzkleider an der Nock Taschen für die Positionslampen hatten.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin Dirk,
    ja, ich finde auch dass die Fenster hervorragend gelungen sind.
    Magst Du noch kurz beschreiben, wie Du sie hergestellt hast, oder habe ich das überlesen?
    Beste Grüße ebenfalls aus Hannover und weiter so,
    Manfred

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.

  • Die Fensterrahmen sind Bestandteil des zugehörigen Ätzsatzes - also lackieren, vorsichtig und möglichst ohne Grat herauslösen und dann möglichst gerade und sauber um das jeweilige Fenster positionieren und anleimen.......letzteres ist schon eine ziemliche Herausforderung....bei jedem Fenster neu.....schlussendlich nochmal kleinste Farbfehlstellen an den Rahmen austupfen.


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin Manfred, Hajo,

    dem ist nichts hinzuzufügen. Ein Genuss im Ergebnis.


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Hallo Reinhardt,

    ich hatte Deine Frage überlesen:


    Ansonsten gefällt mir der Segler auf Bild 3 sehr gut.

    Was für ein Modell ist das?

    Gruß, Renee

    Das ist ein der Schiffchen vom HMV Clubmodell 2021. Robert baut es gerade und schreibt dazu unter (Woran arbeitest Du gerade o.ä.).


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin Reinhard,


    das ist das Plattbodenschiff CONFIANCE aus dem HMV Clubmodell "aan het Kanaal".


    Meine Anmerkung wäre nur, ob unter Segel nicht die Seitenteile (Kiele) im Wasser sein müssten?

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Moin aus Hamburg,

    (...)

    Meine Anmerkung wäre nur, ob unter Segel nicht die Seitenteile (Kiele) im Wasser sein müssten?

    die Seitenschwerter bieten beim Plattbodenschiff einen Gegendruck unter Wasser zu den hohen Segeln. Sie sind auf Fahrt nur auf der Lee-Seite abgelassen. Das Modellfoto sieht zumindest von Luv gesehen korrekt aus ^^


    Viele Grüße,

    Klaus

    »Das muss das Boot ab können!»

  • Moin Robert,


    es sieht von Lee auch richtig aus. Danke für´s erklären Klaus.


    Die Segel habe ich übrigens ein zweites Mal anfertigen müssen und hatte nur einen Laserdrucker. Daher der leichte Glanz. Ich habe den Karton angefeuchtet und dann gespalten. Mhm naja, für diese Herangehensweise sieht es ganz gut aus.


    Ich bin auf Deinen (Roberts) fertigen Plattboden gespannt. Zeigst Du ihn?


    Gruß aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin in die Runde,


    ich möchte nun ein wenig weiter beschreiben. Ich musste erst etwas weiterbauen, bevor ich ausreichend Ruhe hatte, mich wieder hinzusetzen und zu schreiben. Aber nun los:


    Bei den Rettungsbooten war ich mit den detaillierten Bordwänden nicht zufrieden. Die einfache Variante gefiel mir besser. Ihr könnt es auf noch folgenden Fotos erkennen.


    Die ausgestanzten Rettungsringe sind rückseitig weiß. Das sieht an den feinen Relings nicht gut aus. Also ein wenig


    rouge aufgelegt. Sieht gut aus. Bei der Positionierung habe ich mich an den Bildern der "Verpackung" orientiert.


    Die Detaillierung schreitet weiter fort.


    Ich konnte meine zunächst vorhandene Furcht vor der feinen Detailierung des Bogens langsam abbauen, weil alle Teile passgenau und gut zu bauen sind. ;) Schwimmende Leitergriffe werden montiert, wenn sie nicht mehr beschädigt werden können. ;)


    Ah, genau - hier eins der Rettungsboote. Schön mit den Handleinen, Taljen und Riemen


    Ich stelle mal nicht alle Detailfotos in den Baubericht. Aber nach und nach nähert sich der Zeitpunkt an dem ich nicht mehr an der fast wichtigsten Bauphase vorbeikomme. Masten, Ladepfosten, -bäume und Takelung. Hier einige einleitende Bemerkungen.


    Gründlich rückseitig vorrillen.


    Bei der Herstellung der langen Röhren habe ich mir angewöhnt, so zu bauen, wie ich es als Jugendlicher immer versucht habe, aber mangels Ideen und Geduld(?) nie wirklich gut hinbekommen habe. Jetzt kann ich es und meine Masten und Stenge sind gut geworden.

    Durch das Rillen löst sich die Struktur des Kartons ein wenig und beim späteren Rollen lösen sich die Schichten nun nicht voneinander. Nach dem Rillen (nur) auf Länge schneiden und so vorrollen. Dabei habe ich genug "Material" in den Fingern, um ordentlich hin- und herschieben zu können.


    Dann komplett ausschneiden und endgültig vorrollen. Einen Draht oder anderes passendes hineinschieben - fertig rollen und verkleben. Dann den Draht herausziehen und das Bauteil gut trocknen lassen.


    Vorgerollt (die kleinen Einschübe) und teilweise schon verklebt (Ladebäume)


    Beim Verkleben wird das überschüssige Kartonmaterial vorsichtig in die Röhre gestopft.


    Ein fertiger Ladebaum mit .....


    .... zwei Varianten der Takelung: dünnes Takelgarn in anthrazit und einfaches Nähgarn in grau. Ich stand vor der Wahl. Nachdem ich in den anderen BBen dazu gelesen hatte, habe ich mich dafür entschieden mit dem dünnen "Takelgarn" zu beginnen; im Hinterkopf der Gedanke ggf. doch noch auf das graue Nähgarn zu wechseln. Für ich galt es, die Waage zwischen guter Sichtbarkeit und möglichst geringer Aufdringlichkeit zu finden. Der hohe Anteil an Takelung machte mich vorsichtig.


    Hier sind die beiden Runner an den hintersten Ladewinden vorbereitet.


    Für mich ganz deutlich zu sehen, dass die Fäden doch recht dünn sind. Mhm, naja mal sehen wie es weitergeht...

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • ......


    Die achteren 6 Ladebäume sind fertig getakelt


    Nachdem ich nun den direkten Vergleich habe, muss ich sagen, dass mir das etwas dickere Nähgarn doch besser gefällt. Da es grau ist und nicht schwarz, sieht es für das Modell doch sehr gut aus. Also baue ich so weiter. Leicht mit stark verdünntem Weißleim "gestärktes" graues Nähgarn. Hier noch mal etwas detaillierter im Bild:


                    

    Luke 5 "dünn" getakelt, Luke 4 "dick" und weiter mit Luke 3 mit aufgetoppten Ladebäumen. Diese sind untereinander verbunden, was es bei der Inés wohl nicht gab, und seitwärts mit Geileinen abgespannt. Die Haken der Runner hängen noch "in Bereitschaft" von ihrem Einsatz und müssen noch gesichert werden, damit sich keiner den Schädel einrennt. Nun sind die anderen beiden Bäume in Aktion.


    Nach dem Träumen vielleicht noch ein Blick auf die Details an den Ladebäumen


    Die Öffnungen durch die sich die Takelung ziehen lässt.


    Wenn der Faden durchgezogen ist, wird er mit optimaler Spannung fixiert, um die Rolle herumgeleimt und weiter zum nächsten Block o.ä. gezogen.


    Hier ist die Vorbereitung zum Beladen mit eigenem Geschirr (Luke 3 vorn) zu erkennen


    Besonders durch den Baubericht von Helmut wurde ich angeregt mit der Takelung auch zu supern. Daran zumindest orientiert konnte ich viel lernen und mir ein eigenes Szenario ausdenken.


    Mit einer Schute (Download von Paper Shipwright) gezogen von dem kleinen Hafenschlepper Scheelenkuhlen (HMV) werden große Überseekisten mit Maschinen geliefert und anschließend mittels Ladebäumen geladen.


    Bei schönem Wetter sieht das so aus :cool:


    Kleiner Perspektivwechsel


    Nachdem die Luke 3 mit meinen Fähigkeiten ausgereizt ist, fällt der Blick auf die offene Luke 2 mit der Chance den Schwerlastbaum in Szene zu setzen. Helmut B. hat mir dabei sehr unter die Arme gegriffen. Einige Beschreibungen und ein weiterer Baubericht von ihn von der ISERLOHN mit einer sehr ausführlichen Beschreibung haben sehr gute Möglichkeiten aufgezeigt. Die Lektüre ist jedem Ladebaumtakler zu empfehlten.


    Ich bin dran.... :cool:


    Gruß aus Hannover, Dirk

  • DiHau

    Added the Label Completed
  • Moin in die Runde,


    danke für die vielen Daumen und die rege Begleitung. Ich habe meinen Wunsch erfüllt und vor Weihnachten die Santa Inés fertig gestellt. Dadurch kann ich nun in Ruhe den restlichen Advent genießen und die erhofften (kartonlastigen) Gaben unter dem Weihnachtsbaum erwarten. Ein Träumchen....


    Also gibt es hier den letzten Akt und ein gutes Ende meiner über zweimonatigen Arbeit an diesem Modell.


    Es lässt sich sehr deutlich ein großes "Loch" in der Takelung erkennen


    In einem Text (Danke Helmut) habe ich herausgelesen, dass die Santa Inés gar keinen Schwerlastbaum in der Ausstattungsliste hatte. Lediglich von 3 10 to-Bäumen ist dort u.a. die Rede.


    aus "Schiff und Hafen" 1953 Heft 2


    Zwei sind am achteren Mast für die Luke 4 installiert (zu erkennen an der Talje im Hanger). Bleibt einer nach - dass kann von der Logik her nur der einzelne Baum am 1. Mast sein.

    Gut, wie nun weiter. Es gibt keine Extrawinden für diesen Baum. Also müssen Seile von anderen Bäumen "eingeschoren" werden. Aber welche und wie. Wie wird dann der einzelne Baum seitwärts bewegt.

    Nehmen wir mal an die beiden nächsten Ladewinden werden als Hanger- und Ladewinde eingesetzt. (die zugehörigen Hangerwinden müssen ja die jetzt freien Bäume aufgetoppt halten) In den Hanger muss für den 10 to-Baum sicher eine Talje eingeschoren werden, wie achtern. Vielleicht lässt sich einer der beiden ledigen Bäume für die seitwärtige Bewegung heranziehen, aber wird der dann nicht überlastet, auch mit Preventer, denn die schwere Last würde dann ja am 10 to-Baum hängen und am Baum daneben ....


    Ich will euch nicht mit allen meinen schwierigen Gedanken belasten, aber es hat sicher 3 Tage gedauert, bis ich mich entschieden hatte.


    Die Röhren für die Decksladung wiegen je Stück zum Glüch nur 4,5to.


    Die Beladung erfolgt nun doch über die "normalen" Ladebäume des ersten Mastes. Giertaue und Preventer kann man bei meiner Konstruktion nicht voneinander unterscheiden. Sie sind aber natürlich vorschriftsmäßig im Einsatz.


    So sieht es von Stb-vorn aus. Die Röhre muss noch von Hand gedreht und dann in die Palung gelegt werden. Soweit das Probeladen.


    Für die zweite Luke deutet sich noch eine weitere Aufgabe an. Wohin mit den Lukendeckeln, wenn die Decksladung allen Platz verbraucht?


    Vom Werftbrett gelöst und fertig mit der endgültigen Beladung für die Jungfernfahrt.


    Die Diesellok (ca 80 to Gewicht) wurde landseits mit einem Hafenkran auf die Palung gesetzt. (und verzurrt) Die Deckel der Luke 3 liegen ordentlich seitwärts. Die Deckel der Luke 2 (so sieht meine Lösung der Aufgabe aus) sind auf dem Süll der Luke abgelegt, damit an Deck ausreichend Platz für die Pipeline-Röhren ist. Die Beladung der Luke ist zu diesem Zeitpunkt weitgehend abgeschlossen.


    Nun kann es also zum ersten Fotoshooting gehen. Neutraler Hintergrund und los geht´s:


    Mangels längerer Schute müssen die Röhren auf einer fiktiven Holzmohle vorgehalten werden.


    Da die Schute demnächst entladen ist, bleit die Scheelenkuhlen solange liegen.


    Der Blick aus der Nähe kann das Gewirr der Takelung auch nicht lichten


    auch hier bleibt es unübersichtlich


    und noch das Heck.


    Ich werde mich bemühen in der Galerie etwas bessere Fotos einzustellen. Kann aber ein wenig dauern.


    Mein Resümeé: Ein toller Bogen, der unbedingt gebaut werden sollte. Eine gute Hilfe durch die von mir benutzten Bauberichte und jede Menge Spaß beim Bau.


    Vorweihnachtliche Grüße aus Hannover, Dirk

    Dreemol afsneeden und - jümmers noch to kort

  • Moin Dirk,

    Glückwunsch zur Fertigstellung :thumbup:

    Das ist ein Sptzenmodell geworden. Du musst in den 2 Monaten ja Tag und Nacht gearbeitet haben :D

    Ganz so schnell bin ich mit meiner Santa Ines denn dann doch nicht :whistling: Beim mir sind gerade die Lüfter dran.


    Auch von mir vorweihnachtliche Grüße aus dem hohen Norden

    Olli

  • Toll geworden, Dirk!

    Herzlichen Glückwunsch!


    Ich hatte völlig vergessen, dass die INÈS keinen Schwergutbaum hatte… :huh:

    Fertig: Patrouillenschiff POTSDAM

  • Hi Dirk...

    Ist schon toll geworden Deine Santa-Inès :thumbsup:

    Ist ja auch ein prächtiges Schiff und Dein Modell ein echter Hingucker 8o :thumbup:

    Herzlichen Glückwunsch und Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Hallo Dirk,

    Du hast ein sehr gut gebautes Modell geschaffen! Deine Fotos sind sehr schön gewoden! :thumbsup: :thumbsup: :thumbsup:

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph



    "Der Mensch ist nur da in der vollen Bedeutung des Wortes Mensch wo er spielt und er spielt nur da, wo er Mensch ist."
    Friederich Schiller

  • Moin Dirk,

    Gratulation zu diesem schönen Ergebnis auch von mir - es ist wirklich ein besonders guter Bausatz!


    Viele Grüße, Michael

  • Moin Dirk,

    auch von mir: Gratulation zur Fertigstellung! Ein wahres Schmuckstück :thumbup:

    Denn genieß mal die restliche Vorweihnachtszeit ganz entspannt... ;)

    Beste Grüße

    Fiete