Posts by Hanseatic

    Michael, wo du Recht hast......... vielleicht hellt Imo die Farben noch ein wenig auf. Bedenke aber, je heller desto künstlicher wirkt das Ganze.

    Moin Robi,


    vielleicht ist das ja eine Obsession von mir - aber ich erinnere mich an die "abgesoffene Deckfarbe" der HMV Wappen von Hamburg, die ich mir dann in einen helleren Ton umgefärbt habe/umfärben mußte.


    Ihr werdet das schon regeln ! :thumbup:


    Viele Grüße,

    Michael

    Moin Atze,


    ja - Du hast recht.

    Ich selbst erinnerte mich auch nicht mehr an alle Teile, konnte mich aber erinnern, dass ich das Backdeck nicht noch extra einmal verdoppelt hatte.

    Auf jeden Fall wird so der Bugbereich sehr schön stabil.


    Viele Grüße, Michael

    Moin Atze,

    wenn ich es richtig erinnere, dann wird nur der vordere Bereich vom Backdeck - der Bereich mit dem Ankergerödel - verdoppelt und die Klebekanten 39 b und c verdreifacht.

    Beste Grüße

    Fiete

    Moin Atze

    Fiete hat recht - genauso muss es gemacht werden.


    Viele Grüße,

    Michael

    Moin,


    "Klasse für die Masse" oder Melnikow und das etwas andere Sowjeterbe.

    Rund zehn Jahre ab Mitte der zwanziger Jahre sind in vielen Ländern ästhetisch eine Zeit besonderen Aufbruchs gewesen. Das gilt umso mehr für die UdSSR, wo es reichlich Ideen für nachrevolutionäre Neugestaltungen gab.

    Die sichtbarste städtebauliche Hinterlassenschaft der Sowjetzeit in Moskau sind für uns heute die Bauten aus der Stalinzeit und riesige Plattenbaugebiete.
    Lange, bevor sie entstanden, und noch vor dem Stalinschen Neoklassizismus hinterließ aber auch Konstantin Melnikow (1890 - 1974) Spuren im Stadtbild. Wie viele andere suchte der Architekt in den 1920er und 1930er Jahren nach einer Formensprache für die neue Gesellschaft und entwarf Gebäude mit Charakter. Der "sowjetische Gaudi" geriet aber alsbald ins Abseits, die Obrigkeit warf ihm "bürgerliche Fantastereien" vor. Doch sein Erbe ist bis heute sehenswert.

    Persönlichen Bezug durch eine Moskau-Reise in den späten neunziger Jahren habe ich zum "Dom Melnikowa" das Melnikow als ab 1929 bis zu seinem Tod als Wohn-und Ateliergebäude diente. Wirklich bemerkenswert sind die zwei ineinander gestellten Zylinder und die auffälligen Fenster im Atelierbereich.

    Der Bausatz von gerade mal drei Seiten im Maßstab 1:150 von Oriel macht einen guten Eindruck und es gibt sogar noch einen Lasersatz dazu.





    Viele Grüße,
    Michael

    . Wie viele andere suchte der Architekt in den 1920er und 1930er Jahren nach einer Formensprache für die neue Gesellschaft und entwarf Gebäude mit Charakter. Der "sowjetische Gaudi" geriet alsbald ins Abseits, die Obrigkeit warf ihm "bürgerliche Fantastereien" vor. Doch sein Erbe ist bis heute sehenswert. Am 3. August wäre Konstantin Melnikow 130 Jahre alt geworden.Die sichtbarste städtebauliche Hinterlassenschaft der Sowjetzeit in Moskau sind die Plattenbaugebiete. Lange, bevor sie entstanden, und noch vor dem Stalinschen Neoklassizismus hinterließ aber auch Konstantin Melnikow (1890 - 1974) Spuren im Stadtbild. Wie viele andere suchte der Architekt in den 1920er und 1930er Jahren nach einer Formensprache für die neue Gesellschaft und entwarf Gebäude mit Charakter. Der "sowjetische Gaudi" geriet alsbald ins Abseits, die Obrigkeit warf ihm "bürgerliche Fantastereien" vor. Doch sein Erbe ist bis heute sehenswert. Am 3. August wäre Konstantin Melnikow 130 Jahre alt geworden

    Moin Henning,


    herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung. Wirklich schön geworden!


    Meine Freunde (keine Frau dabei) und ich rätseln schon eine ganze Zeit darüber, weshalb Frachter mit konventionellem Ladegeschirr so selten gebaut werden. Helmuts CAP SAN DIEGO ist das letzte Modell, das ich erinnere, und das ist auch schon zwei Jahre her. Ich habe dafür jetzt ein wenig mehr Verständnis, denn der Bau der alten Frachter enthält mit den Schanzkleid- und Lukensüllstützen, Winden, Pollern und Ladebäumen schon einige Marathons.

    Darf ich ganz unbescheiden daran erinnern, dass ich erst kürzlich die Santa Inés fertiggestellt habe .....;) Die hat glaube ich das Ladegeschirr und die anderen Kleinteile, die Du sonst so vermißt.


    Viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin,


    Dieter, Peter_H, HaJo, Ulrich, Klaus Dieter, Helmut, Peter, Fiete, Robert und Kurt:

    Euch ganz herzlichen Dank für die Glückwunsche und Komplimente zu meinem Bau. Vielen Dank auch für die zahlreichen erhobenen Daumen. Ich freue mich, wenn es nicht nur mir gefällt.


    Dieter: mein "nächstes Model" ist sozusagen der im Sommer anstehende Umzug von New Delhi zurück nach Deutschland. Ich muss mir nämlich überlegen, wie ich meine Schätze so verpacke, dass sie den Umzug hoffentlich heil überstehen. Ich habe zwar schon ein paar Ideen, wie ich meine Sora-Vitrinen als Transortbehältnis verwenden könnte, aber am Ende wird es auf die richtigen Details der Fixierung der Modelle ankommen.


    Auf längere Sicht steht die Fertigstellung meiner bereits zu 75% vollendeten "Wappen von Hamburg" an und außerdem werde ich mir die "Hammonia" vornehmen, deren Rumpf ich auch schon gebaut habe.


    Viele Grüße,

    Michael

    Moin,


    ich bin mit dem Bau meiner Santa Inés fertig und sie darf jetzt Richtung La Plata auf große Fahrt gehen!


    Die Bauzeit betrug insgesamt rund fünf Monate. Die Konstruktion durch Henning finde ich in jeder Hinsicht gelungen und anders als die "Hammonia" ist sie ja auch immer noch beim Passat-Verlag erhältlich.


    Ich persönlich würde mir weitere Vertreter dieser Epoche für meine Werft wünschen auch wenn ich mir darüber im Klaren bin, dass derzeit alle Arten von Arbeitsschiffen mehr en vogue sind.




    Und außerdem finde ich, dass sie sich zusammen mit meiner Hanseatic in der Vitrine sehr gut machen wird :cool:



    Viel Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin,


    @ Ulrich, Dieter, Fiete und Jochen: Euch vielen Dank für die Komplimente

    Ebenso für die erhobenen Daumen aus dem Forum.


    Ich freue mich, wenn es Euch gefällt.


    Fiete: Ich will die Santa Inés auch zusammen mit der Hanseatic in die Vitrine stellen :D.

    Und im Übrigen lass Dich durch meinen Bau bei Deinen Plänen nicht aufhalten.

    Außerdem: wenn alles nach Plan geht, sollte ich innerhalb der kommenden zwei Wochen fertig werden. Du kannst Sie also schon mal aus dem Stapel holen.


    Viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin,


    ich bin ein Stück weitergekommen: der Bau aller Masten ist ein wichtiger Baustein für die Gesamtsilhouette der Santa Inés.

    Auch wieder viele Teile, aber es lohnt sich.


    Außerdem habe ich bereits alle Ladebaumstützen montiert und zum Spaß schon mal zwei Ladebaum für Lucke 4 aufgelegt.


    Ansonsten muß die Endmontage der anderen Ladebäume noch warten - zunächst werde ich mich jetzt den Rettungsbooten widmen.


    Aber seht selbst:



    Viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin,


    Dank für die erhobenen Daumen und Komplimente.


    @Jochen:
    Ich bin auch von dem Bausatz ganz begeistert und die Santa Inés macht ungeachtet des hohen Detaillierungsgrads einfach viel Spaß.

    Du hast ja damals bei Deinem Bau der Santa Inés die Santa Teresa vom Lehrmittelinstitut daneben gestellt. Das war wirklich ein sehr aussagekräftiger Vergleich und eine Demonstration, was heute im Kartonbau alles so möglich ist. Und über die komplexen Modelle von heute bin ich wirklich sehr froh.

    Das Boer-Buch nenne ich natürlich auch mein Eigen!


    Viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin,


    ....schon wieder ein Monat herum!

    Nun sind alle Lüfter und Relingteile und weitere Bauteile auf den Decks montiert. Das hat sich auch wieder kleinteilemäßig summiert und ich bin froh, dass es jetzt durch ist.





    Begonnen habe ich außerdem bereits mit dem Ladegeschirr - die Bäume sind bereits montiert und jetzt kommen die Masten dran.


    Schönen Sontag und Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin Fiete,


    sehr schön - ich habe die "Knotenbleche" bei meiner Hanseatic ebenfalls verbaut und musste wie Du auch ziemlich herumschnitzen. Ob Dreieck offen oder geschlossen ist ziemlich egal. Aber für den Gesamteindruck lohnt es ebenso wie die Metalbänder unterhalb der Türen an den Fenstern des Promenadendecks - hier sind nur die Markierungen am Rumpf völliger Unfug und sie sind auch nicht in ausreichender Zahl vorhanden.


    Viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin,


    Dank für das positive Feedback und die erhobenen Daumen. Es ist wirklich ein schönes Projekt und der Bau macht viel Freude.


    Peter:

    Für mich war die Santa Inés auch schon immer ein besonderes Schiff. Das hat auch damit zu tun, dass ich bereits als Grundschüler in der Kinder-und Jugendabteilung meiner Leihbibliothek in Hamburg auf das Buch "Alles über ein Schiff - Santa Inés und Santa Teresa von Friedrich Boer stieß und damals völlig begeistert von den ganzen Informationen, Fotos und vor allem den Zeichnungen war, die es in dieser Form sonst nirgendwo gab. Vor zehn Jahren habe ich mir das Buch dann auch wegen dieser Erinnerung antiquarisch erworben. Und schöne Schiffsarchitektur wurde mit der Santa Inés ja lange zu einem Markenzeichen der Hamburg-Süd, noch akzentuiert durch schneeweiße Rümpfe und Aufbauten bis zur Cap San Diego-Klasse oder den letzten Kühlschiffen wie der Polar Ecuador etc.in den späten sechziger Jahren.


    @ Andi:

    Mir hat der virtuelle Stammtisch auch sehr gut gefallen - und dann spielen Entfernungen - und in meinem Fall auch der Zeitunterschied von viereinhalb Stunden - eigentlich keine Rolle. Ich freue mich schon auf weitere Treffen.


    Viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin,


    ....wo war ich 2019 stehen geblieben ;)...............aber ok, die Pause war ja nicht ganz unproduktiv mit dem Bau der TS Hamburg und TS Hanseatic!


    Anfang Januar hatte ich mich nun mit Vorsätzen für 2021 aus dem Fenster gelehnt und den Weiterbau meiner Santa Inés angekündigt.


    Gesagt getan und rund 700 Teile weiter: Schornstein, Luken, Ladewinden und Poller sind fertig.



    Der Umstand, dass der Passat-Verlag Luken, Winden und Poller auf grauem Tonkarton gedruckt hat, ist in mehrerer Hinsicht ein Vorteil. Das Material ist zum einen etwas dünner als der sonst verwendete Karton und außerdem wird einem das Kantenfärben erspart. Sonst hätte ich einem Monat definitiv nicht so viel geschafft.






    Im nächsten Bauabschnitt werde ich mich den Details rund um die Aufbauten beschäftigen.

    Ich freue mich auf ein Weniger an Wiederholungen für einzelne Bauteile und außerdem wird die Montage von Reling und Niedergängen auch optisch ganz erfreulich werden.


    Viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

    @Moin,


    ganz herzlichen Dank für die Gratulationen, Lob und die erhobenen Daumen.

    Ich freue mich, wenn die Lady Gefallen gefunden hat.


    Niels: wegen der Hanseatic II - vermutlich wird das nichts werden, denn das ziemlich simple Model der Shalom wäre dann irgendwie nicht in der Liga der Hanseatic und Hamburg.

    Fiete: nichts da mit Baubericht einstampfen! - Du hast keinen Grund tiefzustapeln und außerdem Ulrich hat ganz recht, wenn er deutlich macht, dass ein Baubericht eine ganz andere Sache ist, als Fotos von einem fertigen Model zu zeigen.


    Viele Grüße aus New Delhi

    Michael

    Moin,


    2020 ist ja ein besonderes Jahr. Über Einschränkungen wurde genug gesagt – für mich haben sich aber auch schöne Chancen ergeben! Ich konnte weit mehr Zeit als sonst für meinen Schiffbau freischaufeln. Als ich im Oktober 2019 meine TS Hamburg begann, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich 14 Monate später nicht nur die TS Hamburg sondern auch die TS Hanseatic fertig haben würde.




    Eine TS Hanseatic hatte ich schon mal vor rund zehn Jahren in Genf begonnen (und in den Jahren danach zu 80% fertiggestellt).......sie erlitt leider bei meinen Umzug nach Tokio 2014 eine fette Delle in der Brückenfront und so verblieb sie dann, da ich mich weder aufraffen konnte, sie zu reparieren und fertigzubauen noch sie in der Rundablage zu entsorgen. Nach Fertigstellung der TS Hamburg habe ich den "Havaristen" dann in New Delhi zum ersten Mal aus dem Karton geholt …….. und neben der schneeweißen TS Hamburg sah sie nicht mehr wirklich ansprechend aus – es war dann doch an mehr als bloß der Brückenfront etwas auszusetzen.




    Also alles nochmals von vorne! Der erneute Bau ging gut von der Hand. Rumpf, Aufbauten und die Details sind nicht zu kompliziert, auch weil sich die Gesamtteilezahl in einem noch überschaubaren Maße bewegt. Etwas Vorsicht ist bei der Montage vom Bootsdeck und den dortigen Aufbauwänden angesagt, damit die Markierungen auf dem Deck zu den Vorbauten passen bzw. dass die Markierungen für die Rettungsboote genau mit den entsprechenden Fensterpositionen der Verglasung des Promenadendecks übereinstimmen. Eigene Superungen gab es vor allem im Bereich der Davits, die Piet für meine Begriffe ein wenig zu ärmlich konstruiert hatte - aus meiner Sicht sind jedoch die alternativ erhältlichen Lasercutteile auch nicht wirklich optimal. Was Reling etc. anging, hatte ich das Glück, auf einen Satz Photoätzteile zurückgreifen zu können. Schließlich habe ich der TS Hanseatic ein aufgetopptes Ladegeschirr verpasst mit dem Ziel, den Gesamteindruck dieses Liners spannender zu gestalten. Leider ist die Fotoreferenzlage dazu nicht vollständig erhellend, so dass die Funktion des Ladegeschirrs vermutlich nicht komplett stimmig dargestellt sein dürfte. Um des Gesamteindrucks willen bitte ich das zu entschuldigen.





    Möven - Perspektive





    So kann ich jetzt eine fertige TS Hanseatic mein Eigen nennen und habe außerdem endlich meinen Forumsnamen passend „bewiesen“ ;)

    In diesem Sinne viele Grüße aus New Delhi und eine schöne Vorweihnachtszeit.


    Michael

    Moin,


    @HaJo und Manfred

    Euch schon mal herzlichen Dank für die Erläuterungen.


    Ich selbst habe auch nach weiteren Hinweisen gesucht; ich besitze glücklicherweise aus der Serie "Anatomy of the Ship" den Band über die Queen Mary von Ross Watton.

    Auf den Seiten 116/117 findet man zwei sehr gute Graphiken (Seitenansicht und Ansicht von oben) zum Layout und der Seilführung des Ladegeschirrs.

    Da die Baujahre dieser beiden Schiffe nicht zu weit auseinanderliegen, beide Schiffe auf britischen Werften gebaut wurden, denke ich, dass ich Anleihen an das Layout der Queen Mary machen kann.


    Auch die Queen Mary verfügt im Übrigen über sechs Ladebaüme - der mittlere jeweils kürzer als die äußeren Ladebäume. Wie bei der Hanseatic gibt ebenfalls keine Hangerwinden.

    Zu sehen ist interessanterweise, dass die Hangerseile bei aufgetoppten Ladegeschirr an Deck befestigt waren, wenn sie nicht direkt im Einsatz waren


    Falls das also nicht mit besseren und aussagekräftigere Bilder der Hanseatic untermauert werden kann, werde ich mich vermutlich von diesen Ansichten von der Queen Mary für meine Hanseatic leiten lassen.


    Viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin,


    ich brauche Rat!


    Ich möchte das Ladegeschirr bei meiner TS Hanseatic aufgetoppt zeigen.

    Auf dem Vorschiff sind sechs Ladebäume mit Seilen zu versorgen.


    Frage 1:
    Es gibt vier Ladewinden, die nach dem Studium des Referenzmaterial die vier Hauptladebäume bedienen. Es sind jedoch zwei weitere Ladebäume in der Mitte zwischen diesen Hauptladebäumen vorgesehen.

    Über welche Winden werden sie bedient?


    Frage 2:

    Ich kann keine Hangerwinden sehen - erst in der späteren Karriere sind offensichtlich extra Hangerwinden jeweils an Backbord und Steuerbord zwischen den Seilwinden ergänzt worden wie man auf einem guten Überblick auf Vorderdeck Anfang 1967 sehen kann.


    https://www.schiffbilder.de/12…besichtigung-am-42853.jpg


    Waren die Hangerseile zuvor einfach am Deckshaus an der Wand angeschlagen?


    Ach ja: in der Filmmediathek des NDR gibt es in der Rubrik "Retro" einen schönen Filmbeitrag über die Jungfernfahrt der TS Hanseatic vom Juli 1958.

    https://www.ardmediathek.de/nd…5kZS8zYWRkNjRjZS00MGY3LTQ



    Schon mal vielen Dank und viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin,

    die anderen Inder sind diesmal nicht da - wegen Corona und so.......

    und meine 4 doppelten Café Espresso hatte ich schon lange! Hier ist es schon 11 Uhr!


    Wo ist eigentlich das diesjährige Vortragsprogramm? Man könnte eigentlich so eine Art Webinar einrichten - das wäre bestimmt spannender als viele der Veranstaltungen, mit denen derzeit in meinem Beruf aufgewartet wird.


    Viele Grüße,

    Michael

    Moin,


    ...in New Delhi bin ich ja zeitmäßig schon dreieinhalb Stunden weiter; da will ich schon mal zu dieser gelungenen Konstruktion gratulieren.


    Wie hier schön demonstriert wird, ist es weit mehr als Ersatz. Wie für mich bietet dieses Format vielen anderen, die auch sonst keine Möglichkeit zur Anreise mit ihren Schätzen haben, eine Gelegenheit, unsere Modelle ebenfalls auszustellen.

    Ich glaube für die Zukunft sollten wir schon deshalb diese Rubrik beibehalten und damit die Veranstaltung erweitern und bereichern.

    Und die Photodokumentation für Mannheim 2020 ist damit ja auch schon fast fertig ;)


    Ein schönes Wochenende für uns alle und viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin,

    • Von New Delhi aus möchte ich dieses Jahr das internationale Flair unseres virtuellen Kartonmodelbautreffen stärken, wenn sich schon alle meine Pläne nach Mannheim zu kommen, zerschlagen haben. Aber einen Vorteil habe ich diesmal davon: ich kann meine Modelle hier ausstellen!
    • Ich baue wie viele von uns schon lange Kartonmodelle und war schon immer auf Handelsschiffe spezialisiert. Sicherlich hat es damit zu tun, dass ich aus Hamburg komme und mir der Hafen schon seit Kindertagen immer ein spannender Ort war. Anfang der sechziger Jahre habe ich auch einige Zeit in New York gelebt und die Passagierdampfer an der Westside von Manhattan wie die Bremen, die Cundard Queens , France und United States neben einer Vielzahl von kleineren Nordatlantikdampfern ließen mich damals sehr beeindruckt zurück.
    • Mein Berufsleben bringt regelmäßige Umzüge in andere Länder und Kontinente mit sich. Das hat meiner Freude am Bauen aber keinen Abbruch getan, mich jedoch ein entspanntes Verhältnis zum Besitz fertig gestellter Modelle entwickeln lassen. Abgesehen davon, dass Karton nicht immer in Würde altert, haben Umzüge immer wieder ihren Tribut gefordert. So besitze ich weder Modelle aus Jugendtagen noch kann ich auf eine fertiggestellte Flotte aus mehreren Jahrzehnten Bautätigkeit schauen. Egal!
    • Mein jetziger Dienstposten in New Delhi hat sich als gute Gelegenheit für mehr Kartonbau erweisen. Ungeachtet von Hitze, Monsun und hoher Luftfeuchtigkeit schaufelt ein generell mehr häusliches Leben und die segensreiche Tätigkeit meiner Hausangestellten doch einiges an Extrazeit frei, für die ich mir von Anfang an vorgenommen hatte, sie in meine Kartonwerft zu investieren.
    • Seit Sommer 2017 habe ich hier die Nordstjernen von HMV fertiggestellt – sozusagen zum Aufwärmen, denn der Baubeginn war noch im Hotel, als ich auf die Ankunft meines Containers aus Tokio warten musste. Danach habe ich ein Projekt in Angriff genommen, was mir besonders am Herzen lag: der Parallelbau der Kühlschiffe Sloman Alstertor von HMV und der Pica auf Basis der Pekari von Passat-Verlag. Zum ersten Mal habe ich mich hier auch an Umarbeitungen eines Models am PC herangetraut und für mich viel gelernt. Im letzten halben Jahr war die TS Hamburg von HMV dran, die ich vor kurzem hier in der Galerie vorgestellt hatte. Gewissen sportlichen Ehrgeiz bei diesem Projekt will ich nicht verhehlen, denn ich wollte (mir) beweisen, dass ich die wirklich komplexe Geometrie des Schiffsrumpfs der TS Hamburg ohne Kompromisse hinbekomme.
    • Zu Ostern habe ich die TS Hanseatic angefangen – nicht zum ersten Mal, denn ich hatte ein 2007 oder 2008 begonnenes und zu 80% fertiggestelltes Schiff, dass leider 2014 beim Umzug nach Tokio eine fette Delle in der Brückenfront davon getragen hatte und auch sonst nicht mehr ganz salonfähig war, als ich jetzt nach der Fertigstellung der TS Hamburg einen kritischen Blick auf sie warf. Also jetzt ein neuer Versuch und außerdem gibt es ja eine wisse Verpflichtung für mich, dieses Schiff in meiner Sammlung zu haben, wenn ich hier im Forum unter dem Namen „Hanseatic“ unterwegs bin.


    Uns ein schönes und spannendes Wochenende und viele Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin Fiete,


    ich bewundere Deine Geduld und schön zu sehen, dass es offensichtlich so gut funktioniert. Meine eigenen Versuche fand ich nie so ganz überzeugend.
    Ich habe für meine TS-Hanseatic Neubau daher wie bei der TS Hamburg oder meinen anderen Modellen kurze Streifen aus Aerogrammpapier verwendet, die ich dann auch mit Weißleim verklebe.


    Weiter viel Erfolg und Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin,


    vielen Dank für das verbale Lob und die erhobenen Daumen fürs Gefallen.

    Es hat mich wirklich sehr gefreut und ich hoffe, dass ich mit meinem Bau bzw. den Bildern ggf. Nachbauern Appetit machen kann. Ich finde, es lohnt sich!


    @ Andi: was kommt jetzt?

    Ich habe reichlich Auswahl. Zum einen sollte ich meine aus dem letzten Jahr schon recht fortgeschrittene Wappen von Hamburg fertig stellen,

    und zum anderen könne ich erneut "den Fiete machen" und (auch) die TS Hanseatic bauen. Letztere habe ich schon mal vor zehn Jahren begonnen (und zu 80% fertiggestellt).......leider hat sie durch meinen Umzug nach Tokio 2014 eine fette Delle in der Brückenfront davongetragen. Bislang hatte ich es nicht fertig gebracht sie so schnöde zu entsorgen.

    Nach Fertigstellung der TS Hamburg habe ich den "Havaristen" gestern aus dem Karton geholt und neben der schneeweißen TS Hamburg sieht sie nicht mehr wirklich chic aus.

    Daher wohl nochmals von vorne!


    Viele Grüße aus New Delhi

    Michael

    Moin,


    auch wenn Mannheim abgesagt - und meine geplanten Flüge nach Europa natürlich alle gecancelt sind……hier kann ich aber meinen neusten Bau online zeigen.


    Nach rund sechs Monaten Bauzeit ist meine TS Hamburg jetzt fertig geworden. Was für ein schönes Original und dass Carsten Horn es ermöglicht hat, sie als Model entstehen zu lassen, lohnt sich in jeder Hinsicht!


    Der Baubericht von Fiete bzw. die Galeriebilder von Lars waren mir sehr hilfreich und ich kann jedem Nachbauer deren Lektüre und Betrachtung nur empfehlen. Ich habe auch den Lasercutsatz verwendet. Nach einer farblosen Grundierung wurden die Teile mit einem Pinsel und Acryllack der Fa. Vallejo lackiert. Der Lack ist schön dünnflüssig und deckt gleichzeitig sehr gut.


    Was mir selbst beim Bau besonders aufgefallen ist:


    • Probleme mit einer zu kurzen Außenhaut hatte ich nicht - zum einen hatte ich das Spantengerüst über die Schiffslänge entsprechend knapp geschnitten und zum anderen jeweils an allen drei Rumpfteilen genug Überstände gelassen. Beim Bug habe ich Carsten Horns Rat ignoriert und das unterste Teil bereits eingeklebt bevor ich die verbundenen Teile dann über das Spantengerüst geschoben habe.
    • Störend bzw. schade war ein Druckversatz auf der Rückseite bei den Rumpfteilen. Würde man dort alle Rumpfabschnitte entlang der schwarzen Linien ausschneiden, sind das mittlere Bauteil an Steuerbord und das vordere Bauteil auf Backbord um rd. 1mm nach „oben verrutscht“. Im Baubericht von Fiete kann man das gut sehen, denn dort gibt es eine „kleine Treppe“ beim Wasserpass (zu niedrig im Mittelteil steuerbord) bzw. bei den Fenstern. Ich habe also entsprechend "korrigiert" ausgeschnitten und so ist alles in einer Flucht. Interessanterweise ist bislang niemand darauf eingegangen! Ich glaube nicht, dass das zufällig ist, denn eine Prüfung bei dem zweiten Exemplar, was ich habe, brachte das gleiche Ergebnis. Das ist aus meiner Sicht wirklich schade, denn eigentlich finde ich dieses Merkmal so klasse gedacht. Aber versierte Modellbauer können ja mit solchen Herausforderungen umgehen werden nicht blind drauf los schneiden.
    • Der Schornstein der TS Hamburg ist wirklich ein Schmuckstück - und würde sicherlich ein eigenständiges Model im Maßstab 1:100 verdienen! - Hier habe ich zunächst das Unterteil und den Rauchgasteller zusammengebaut. Danach die drei dickeren Hauptstützen auf die obere Abdeckung des Mantel geklebt. Anschließend Treppe mit Korb sowie die drei kleinen Relingteile montiert. Auf den Teller noch die drei Abgasstutzen gesetzt. Das verhindert, dass die Leiter, die Mantel und Rauchgasteller verbindet, Schaden nimmt, denn diese reicht ja bis zum Rauchgasteller. Danach den Rauchgasteller kopfüber legen und den Mantel anbauen. Erst dann kamen die drei weiteren Verbindungsstücke dran. Die Bauanleitung sieht hier ja die Montage aller Verbindungsstücke auf den Mantel mit Hilfe einer Schablone vor, aber ich hatte einige Zweifel, ob sich der Anbau klebetechnisch dann so gut kontrollieren ließe.
    • Die Originalbauteile für die Davits sind nach meiner Ansicht ziemlich disfunktional, denn der "Schlitten" zwischen den beiden Gestellen könnte so nicht bewegt werden - und außerdem mißfiel mir die "geschlossene Schürze" als Abdeckung. Abhilfe schufen die Lasercutteile, die ich mit einem "Dreifachsatz der für die Davids vorgesehenen Kartonbauteile" beplankt habe. Und noch einen dünnen und schmalen Papierstreifen einmal rund um die bewegliche Teile der Davits.
    • Die Rettungsboote empfand auch ich als herausfordernd. Und die Tenderboote sind leider zu kurz. Anders als Fiete habe ich die beiden Rumpfschalen (h und g) der Rettungsboote an den Mittelspanten (z.B. 346) - zunächst unten und dann jeweils vorne und hinten verklebt. So entstand zunächst die komplette Außenhülle des Boots. Anschließend wurden die inneren Süllborde (i und j) eingeklebt. Es folgte die fertig montierte „Innenschale“ (a-d) die man einfach lose in den Bootskörper einlegt. Obendrauf wird das Bauteil (e) verklebt. Fiete hatte zunächst das Innenleben eingebaut und anschließend die Außenhaut angebracht. Ich hätte das nicht hinbekommen. Die Tenderboote habe ich außerdem noch etwas aufgemotzt.
    • Für die Takelung der Boote habe ich mir wegen der Taurollen für die Manntaue etwas Neues in Form von dünnen Kartonringen statt Garn einfallen lassen. Schwarzer etwas dickerer Karton mit der Punchscrew zweifach ausgestochen: zunächst mit dem Einsatz 1,8mm, danach von der Rückseite mit dem 2,5mm Einsatz. Die Prägung auf der Rückseite vom ersten Ausstechen ist die perfekte Führung für den zweiten Schritt.


    Nun viel Vergnügen mit den Bildern und

    Grüße aus New Delhi,

    Michael

    Moin,
    ein Update zu dem Thema Bänke auf der Wappen von Hamburg:
    in den ersten Dienstjahren waren sie in jedem Fall aus Holz und daher ist auf dem Bogen alles richtig!
    Je nach Können und Gusto darf man sich dann entscheiden, ob man sie wie vorgesehen als Kästen baut oder eine Runde supert und sie schön filigran auf dünne Beine stellt. Ich werde die zweite Version in Angriff nehmen.
    Viele Grüße aus New Delhi,
    Michael

    Moin,


    vielen Dank für die erhobenen Daumen und @ Torsten und Niels für das Lob.
    So ein winziger Kran sieht dann irgendwie sehr unspektakulär aus, wenn er auf dem Deck montiert ist........


    Carsten: die Entschuldigung für die Flösse ist angenommen - aber mach sowas nicht nochmal ;) !




    Nun eine Frage mit Blick auf einen späteren Bauabschnitt:


    Es geht um die Bänke auf der Wappen von Hamburg.
    Der Bogen stellt sie als Holzbänke dar, die wenn man es unbedingt will, nicht als Kasten gebaut werden müssen sondern auf entsprechende dünne Füße zu stellen sind. Das konnte ich schon erfolgreich an einem Probestück testen.
    Kennt irgend jemand Referenzmaterial, auf dem diese Holzvariante dargestellt ist? Ich selbst erinnere mich nämlich nur an orangefarbene solide Bänke in Kastenform, unter deren Sitzflächen die Schwimmwesten untergebracht waren. Das war zumindest um 1970 und danach so.


    Dank und viele Grüße aus New Delhi,
    Michael

    Moin,


    .....wer keine Arbeit hat, macht sich welche.......


    In diesem Fall besteht die Herausforderung in dem Bau der vier kleinen Kräne, die ihren Platz auf dem Bootsdeck finden. Hielt ich die zuvor gebauten Rettungsflösse für ein wenig „unterdetailliert“, brauche ich mir bei diesem Bauabschnitt darüber keine Sorge zu machen, wie man auch schön auf dem Photo sehen kann.


    Kleiner gehen Kreisscheiben kaum mehr und am besten gefiel mir das Teil, wie es bei 227 v zu sehen ist. Ohne das v daneben könnte man es glatt übersehen.
    Also immer mit der Ruhe und flach atmen ;) , was bei der derzeitigen Hitze in New Delhi mit 45 Grad zusätzlich schwierig wird......



    Aber es geht und im Ergebnis hat man einen sehr ansprechenden Kran! Auf Steuerbord habe ich sie fertig.


    Für Nachbauer noch den Tipp. Bei z.B. 227 m ist vorgesehen, das Bauteil zu einem Kasten zu falten. Um bei einem so kleinen Kranausleger saubere Kanten zu erzielen, habe ich mich dafür entschieden, das Teil in vier Streifen aufzuteilen und sie stumpf zusammenzukleben. Außerdem habe ich beim Ober- und Unterteil auf den Ausschnitt vorne verzichtet und es einfach davor abgeschnitten. Das funktioniert wirklich nicht und wenn man nur die Seitenteile des Auslegers etwas überstehen hat, kann man danach die Umlenkrolle 227 r/s und 227 t/u leichter dazwischenschieben.

    Viele Grüße aus New Delhi,
    Michael

    Moin Ulli und Peter,


    herzlichen Glückwunsch auch von mir. Ein wunderschönes Ergebnis, das ich ja fast fertig schon in Mannheim bestaunen durfte.
    Besonderen Dank an Euch auch für die vielen interessanten Recherchen und das Auffinden interessanter Quellen im Internet.
    Z.B. Franz Grasser und seine phänomenalen Photos - in der Deutschen Fotothek präsentiert. Und seit kurzem kann man aus dem Oeuvre seiner Fahrten u.a. auf der Cap Arcona die Aufnahmen ja auch in Buchform erwerben.


    Ich freue mich schon auf Euer nächstes "Großprojekt" ;) :thumbsup:


    Viele Grüße aus New Delhi,
    Michael

    Moin,


    ich habe leider kein einziges Photo, das das Peildeck der Wappen von Hamburg von oben zeigt.


    @ Manfred: Auf Seite 173 des Buchs "TS Hanseatic - die Geschichte einer schönen Hamburgerin" ist aber eine ganz gute Abbildung der Flösse in Farbe.
    Es handelt sich um zwei übereinander gestapelte und durch Eckpfähle gesicherte Flösse.


    Für die Wappen von Hamburg tue ich jetzt mal so, als sei das dort ebenso - wobei ich aber bei diesem Maßstab auf eine Teilung verzichte. Vermutlich müsste ich daher auch bei der Wappen von Hamburg Eckpfähle montieren.


    Falls jemand bessere Infos hat........ dann würde ich mir das nochmals anschauen.


    Viele Grüße aus New Delhi,
    Michael