Posts by modellschiff

    Der Spant von oben.



    Zwei Sptanden befinden sich an ihren Plätzen. Es fehlt noch oben an den "Bügeln am Knick, wo es nschräg nach unten geht, ein Rohr als Distanzhalter. Das wird aus einem 0,5mm Stahltdraht bestehen, das mit Zigarettenpapier ummantelt wird.

    22 Davits dieser Machart fuhr die QE. Also ist allerhand Geduldsarbeit gefragt. Auf eine Takelung der Davits verzichte ich, weil ich dazu keine Unterlagen besitze. Ich könnte noch improvisieren, kostet aber viel Zeit.

    Jetzt kommen die Davits an die Reihe.


    Ein Davit besteht aus mehreren Teilen. Einmal die zweiBügel, die jeweils verdoppelt werden. Dann die Wippe, die in der Mitte angebracht wird. Es folgen die beiden L förmigen Teile und ie Tförmigen Abdeckungen für die Bügel. Die sichelförmigen Teile habe ich aus Kopien ausgeschnitten und werden beiderseits auf dieFührungssichel geklebt.

    Die Fachleute mögen verzeihen, ich kenn die Spezialausdrücke nicht. Dann kommen die selbstangefertigen Distanzstücke für die waagerechten und senkrechten Seiten der Bügel an ihren Platz, darauf der zweite Bügel. Schließlich kommen die L förmigen Wangen an ihren Platz. Zum Schluss werden die Seilrollen am Kopf des Davits angebracht. Wenn der Davits an Ort und Stelle steht, werden die Tförmigen Versteifungen angeklebt.

    Hier der Spant von der Seite.

    Bei den Längsszügen arbeitet man sinngemä. Da diese Relingteile für ein Passagierschiff gedacht sind, habe ich einen etwas dickeren weißen Faden eingefärbt. Die dient als Holzhandlauf.

    Beim Anbringen des verdünnten Weißleims kann das passieren, was man rechts zieht. Die einzelnen Felder sind durch eine Leimfilm geschlossen. Scharfes Pusten hilft dem ab. Manchmal bringt die Adhäsionskraft des Wassers und des Leim die Fäden zusammen. Da spreitzt man sie mit einer Pinzette und pustet. Die Fäden kommen in die alte Lage zurück bzw. kann man etwas nachhelfen.

    Sollt der Faden zu kurz sein, knotet man einfach noch etwas an. Sollte aber beachten, dass der Knoten nicht durch die Löcher im Karton läuft.

     



    Am Ende wird der Faden in einen Schlitz eingeklemmt. Der Faden sollte immer gut stramm geführt werden.

    Führt nach unten und läuft zum gegenüberliegenden Loch und fährt nach oben heraus.


    Dann läuft er durch das erste Loch und geht auf der Rückseite zum danebenliegenden Loch.


    Um die Fäden zu befestigen habe ich Schlitze geschnitten. die Fäden bekommen Am Ende Knoten und werden in die Schlicht geklemmt. durch die Knoten können sie nicht wegrutschen.


    Jetzt kann man spielen: Langes Fädchen, faules Mädche, wie man früher sagte oder kürzere Fäden wählen. Ich bevorzuge Fäden von etwa 1. 5m Länge. Muss aber bei Durchstechen darauf achten, dass der Faden sich nicht vertruddelt und einen Knoten bildet.

    Also: Faden ist eingeklemmt, durch die Nadel geführt und kommt durch das erste Loch.

    Eine Alternative zu lCRelings stellen selbstgemache Faden Relings dar.

    im vorliegenden Fall will ich Relings im Maßstab 1:250 erstellen. Die Höhe der Stützen soll 4,5mm betragen. Insgesamt vier Längszüge soll die Reling bekommen. Die Stützen Abstände variieren bei diversen Schiffen. Es gibt Abstände von 1m, 1,25m und 1,50m, d.h. umgerechnet 4, 5 und 6mm.

    Die Schablone wird auf Millimeterpapier aufgetragen. Dabei werden die 4mm Abstände jeweils auf eine Reihe markiert, die 5mm auf eine eigene und die 6mm wieder auf einer Reihe. Jede Reihe ist zur besseren Übersicht farblich markiert.

    Die Schablone soll auf 1mm Karton geklebt werden.

    Die spätere Reling darf natürlich nicht auf dem Millimeterpapier liegen, weil die Fäden, die mit Weißleim eingestrichen werden, sonst darauf festkleben würden. Also muss hier eine Aussparung erfolgen. Diese Aussparung ist natürlich etwas größer als die eigentliche Reling. Für die Längszüge habe ich Schablonen von Dave Hathaway kopiert und aufgeklebt. Vor dem Ausschneiden habe ich mit einer Nadel, die in einem Holzdübel eingelassen ist, die Durchstechlöcher für die Stützen und die Längsszüge gestochen. Danach schnitt ich das Feld aus. Die Durchstecklöcher sollten sich nicht zu nahe am Rande der Aussparung befinden, damit duch die Spannung, die die Fäden erzeugen, der Karton nicht ausfasert. Ich habe schon früher Fadenrelings hergestellt und gefunden, dass eine Fixierung der Schnittkanten sich gut machen. Deshalb habe ich die Kanten mit Weißleim eingestrichen. Er sperrt den Rand vorm Ausfasern und dient zum Distanzhalten der Fäden auf der Vor- und Rückseite der Relingschablone. Wenn man sich schon die Mühe des Weben macht, dann soll sich der Output auch lohnen. Durch die Aufpufferung der Ränder vorne und rückseitig kann ich auf einen Schlag zwei Relings herstellen.




    Auf dem Bild erkennt man oben eine Vorläuferschablone. Unten links einen für Nidergangreling 45°.

    Hier die Rückseite. Die 5mmAbstandsreihe ist rot markiert. Bei der oberen Schablone habe ich zu nahe am Kartonrand gearbeitet. Der eigentlicheh Rand bog sich zur Mitte durchdurch. Deshalb habe ich einen Verstärkung angeklebt.

    Also mit Nadel und Faden gewoben, was das Zeugt hält. Da die Relings zumindest im Passagierbereich hölzerne Handläufe besaßen, habe ich einen Faden braun eingefärbt.

    Auch die Reling für die Niedergänge werden über einer Schablone gewoben. Das Geflecht wird dann mit verdünntem Weißleim einmal oder mehrmals mit einem feinem Pinsel eingestrichen, damit sichergestellt, dass die Verbindungen gut zusammengeklebt sind.

       




    Die langen Relingsteile neigen zum "Aus-dem-Ruder-zu- laufen". Deshalb sind sie während der Abbindezeit des Klebstoffes mit kleinen Holzstücken beiderseits in Form gehalten.

    Nachdem nun der Rumpf beendet war, sollte der Ausbau kpmmen. So spartanisch wie das Modell aussieht, ist das aber nicht. Viele Lüfter, Poller oder die selbstanzufertigenden Königsrollen sind anzubringen. Eine Reling ist dem Modell nicht beigegeben. Deshalb die Wahl, entweder welche kaufen oder Eigenbau. Bei der letzten Bestellung bei einem bekannten Modellbeschicker habe ich wochenlang auf die Relingsteile gewartet. Außerdem braucht man bei einem so langen Modell viele Platten mit den Relinges. Und das läuft ins Geld.

    Ich besitze eine selbstangefertigte Schablone für Relingsteile 4,5mm hoch und 15cm lang. Mit Stützen in 4mm, 5mm und 6mm Abstand.

    Bevor ich aber mit dem Anbringen der Relingsteile begann, habe ich bei der Ankeranlage die Klüsen an Deck ausgeschnitten.

    Das Rohr kommt in das Loch.




    Die Niedergänge bekamen Stufen nach dem dezenten ;) Hinweis eines niederrheiniischen Modellgurus.




    Die Plätze der Schanzstützen auf dem Vorschoff sind vor dem Ausschneiden mit weichem Bleistift markiert worden. Als Vorbild für dem Umbau diente mir ein Nachfolgerklasser der Kombischiffe, die Hammoninia, die noch in der bautechnischen Tradtion der Hamburgklasse stand.

                                   

    Viel Sorgfalt legte ich auf das Ladegeschirr, was ja den Reiz dieser alten Schiffe ausmacht. Die Ladepfoste sind gerundet und nicht mehr flach. Alle Bäume wurden getakelt.


    Aber: Wer nicht soweit modellieren möchte, kann auch in einer einfacheren Version ein sehr ansprechenden Modell erstellen, so wie es gewünscht wird.

     

    Die Ladeluken habe ich geöffent dargestellt mit eingbauten Decks. Die Relings sind ausgeschnitten. Muss aber nicht sein, weil man heutezutage gelaserte bekommen kann. Im Passagierbereich bekamen die Relings kleinen braunen

    Streifen oben aufgesetzt als hölzernen Handläufe.

     

    Auf die Dauer gesehen gefiel mir diese Bauweise nicht mehr. Ich machte mich nochmals über diesen Klassiker her. Jetzt wieder mit Originalmodellwasserpass und vielen Details, die man aus diversen Quellen wie Bücher oder Internet ziehen kann.

    Besonders wichtig war mir die schwarzen Streifen der Brückenfront zu vermeiden. Dazu habe ich die Linien haarfein auf der Innenseite abgeschnitten. Am besten mit Stahllineal und Abbrechklinge. Beim Zusammenbau erkennt man sie fast nicht mehr.


    Außerdem habe ich den hohen Wasserpass etwas abgeschnitten, weil ein anderer Modellfreund meinte, dier hohr pass sähe unnatürlich aus. Es gibt aber genügend Bilder, die solche Schiffe leer beladen zeigen und damit auch den hohen Wasserpass. Ich habe mich später auf solche Expertenmeinungen nicht mehr so einfach verlassen und meine Recherchen selber angestellt.





    Auf den frühen WHV Modellen gab es noch keine Poller zu bauen. Ich habe sie mit Nägeln imitiert.

    Hallo Sune,

    Dir kann geholfen werden. Die Hamburg, bzw. ihre bis auf den Schornstein identischem Schwestern habe ich mehrmals gebaut. Darunter einmal als erster Versuch von zaghaften Umbauten. So die ersten Bilder einer Schwabenstein. Die Masten und Ladebäume bestehen aus hölzernen Rundstäben. Die Davits sind aus gebogenem Draht. Die Reling habe ich weggelassen, weil einmal in einer Zeitschrift ein angeblicher Modellguru aus Süddeutschland meinte, man sähe die Reling beim Original auf die Entfernung nicht mehr. Deshalb könne man sie weglassen. Ich zeige das Modell trotzdem, weil es der Originalkonstruktion in seiner Einfacheit doch noch nahe kommt.

    Die restlichen Bilder stammen von einem fortgeschrittenerem Modell Hamburg.

    Also zuerst das einfachere Modell.

    @ Helmut

    eigentlich wollte ich es "gemütlicher" angehen. Aber mal sehen, was sich machen lässt. Wochenlamg auf Laserteile will ich nicht mehr warten..

    Weitergeht es mit dem Baubericht. Die Schornsteinen bereiten im Grunde keinen großen Probleme. Formen über die Kante der Glasplatte, Nacharbeit üder Rundstäbe aus Metall. Kantenfärben usw. Die Schornsteinabdeckungen habe ich verdoppelt und die Abzugsrohre eingepasst. Die Abzugsrohre sollen unten mit Kreisen verschlossen werden. Ich habe sie mit einer Platte alle zusammen verklebt.





    Da der Schornstein innen oben einen kleinen Kartonstreifen besitzt, kann man die Abdeckung ganz bequem bis zu dem Rand hochschieben. Von unten habe ich die Klebelaschen mittels meiner Spritze befestigt. Die Typhone sind Spitzen vom Zahnstocher.

    Nach Cai Boje, Schiffbau in Deutschland 1945 - 52, durften in dieser Zeit keine neue Schiffe gebaut , sondern kleinere wieder repariert werden. Man legte das aber auf den Werften seeeeehr weit aus. Plapsig gesagt, wenn nur noch der Vorsteven vorhanden war, baute man das Schiff herum. Es war halt dann eine Wiederherstellung eines Wracks.

    So mag es auch mit der Liselotte Essberger gewesen sein und klärte wohl auch die die Formen, die 20 Jahre vor der Entstehungszeit der jetzigen L. E. modern waren.

    Ulrich

    Von achtern gesehen. großen Heckklüsen habe ich verstärkt, weil sie nur mit einer Lage Karton immer umknickten.



    Man erkennt, dass die Schornsteine Queen doch um einiges kleiner im

    Grundriss gegenüber der Unites States waren. Die Distanz der Abzüge sind aber fast identisch. Ich habe so den leisen Verdacht, dass sich der Planer der Unites States bei den brituschen Kollegen die eine oder anderen Anregunggeholt hat, gerade wenn man die Grundgestaltung der Schornsteinsockel genauer ansieht. Es liegen halt nicht sehr viel Jahre zwischen beiden Schiffen.


    Bei der Probe für den vorderen Sockel ergab sich folgendes Bild: der graue Sockel ist länger als die Markierung an Deck. Außerdem war die Gesamtabwicklung des Deckshauses mit dem braunen Deck einfacher zu gestalten, als ich das Deck von den Seitenwänden abgeschnitten hatte, und zuerst zum Schluss aufsetzte.kartonbau.de/attachment/799482/

    Hier die United States mit der Queen.


    kartonbau.de/attachment/799482/



    Man kann von vorne erkennen. dass die Queen ein Deck höher gebaut war.

    Hier erkennt man die benannte Stelle.



    Der Sockel des hinteren Schornstein wird zuerst provisorisch und zu Prüfzwecken aufgesetzt. Dabei stellte ich fest, die Rückwand mit den Lüftungsgittern unterhalb dieser geknickt sein muss, damit die Wand auf das braunen Deck geklebt werden kann. Die Markierungen der Seitenlaschen an dieser Stelle zeigen das aber nicht.

    Die Brückenfront wird nicht mehr wie bei alten Dampfer mit einer geraden Wand abgeschlossen. Dem Beispiel der Bremen und der Europa folgend sind praktisch windschlüpfrige Zylindersegmente angebaut. Das größte Teil ist verhältnismäßig groß. Auf dessen Deck kommt dann ein kleineres Zylindersegment. In das große habe ich inten eine Innenwandwand in Form des oben auf dem Deck markierten Aufbauverlaufes eingefügt. Damit kann beim Aufkleben des oberen Teiles das Kreissegment des nicht nach unten nachgeben.

         

    Beim Aufsetzen des hier zu sehenden Dacks musste ich feststellen, dass das Deck in seiner Länge gemäß der Markierung der unteren seitlichen Aufbauwände 6mm zu kurz war. Also was tun? Ich habe das Deck kopiert und gemäß den Referenzpunkten wie Aussparungen für die Niedergänge oder Seitenaufbauten angebracht. Nach vorne ergab sich denn eine weiße Leerstelle. Von der Kopie konnte ich dann das fehlende Deckstück ausschneiden und so den weißen Streifen um das Deckshaus verschwinden lassen. Seitlich neben den Niedergängen (dort wo man die geöffente Tür erkennt) half auf das Kopierte Deck aus.

    Die Aufbauten werden praktisch doppelt gebaut. Zuerst kommt ein "Weißgerüst" auf die Decks, dann folgen die bedruckten Aufbauseiten. Beim Aufsetzen der Seitenwände musste ich feststellen: Das weiße Grundgerüst passt in der Länge genau mit der Markierung auf dem Bootsdeck. Beim Ansetzen der bedruckten Seiten aber klaffte zwischen den einzelnen Längsteilen ein kleiner Spalt. Als Referenszpunkt dienten mit die Decks - und Seitenmarkierungen für die Niedergänge.

    Aufbauten wie hier sichtbar, werden oft als unten offenen Körper abgewickelt. Also Deck und die Seitenteile gleich drangelassen und zusammen geklebt. Dann ergibt sich sich aber die Frage, wie drücke ich die unteren Klebelaschen fest. Deshalb habe ich hier einen Schlitz geschnitten, durch den ich mit der gekrägten Pinzeitte den Leimschluss fixieren konnte. Oder aber ich ließ in der Decke ein Loch offen, um von oben an die Laschen zu gelangen.

    Durch das Aufsetzen der Decks und deb Seitenteilverkleidungen ist eine Art Bühne oder ein Balkon entstanden.


    Die Abstände der Querspanten sind bei diesem Modellmaßstab sehr weit. Das daraufliegende Deck kann sich durchbiegen. Deshalb habe ich weitere Querspanten eingebaut. Auch dort, wo die Decksteile zusammengefügt werden, habe ich einen Karton als feste Unterlage eingebaut. Innerhalb der vorgesehenen Aufbauten habe ich Öffnungen geschnitten, damit ich die Klebelaschen für die Aufbauwände besser andrücken kann. Um mehr Stabilität für die Decks zu erreichen, habe ich Kopien gezogen und zuerst aufgebracht und dann das Originaldeck aufgesetzt, das genauso vorbereitet wurde wie das kopierte.

    Hallo,

    Verstärken hängt auch von der Konstruktion des Modells ab. Wenn das Innenleben, spricht : Spanten usw. weit auseinanderliegen, denn verstärke ich ich bei meinem Schiffsmodelle gerne die Schiffsdecks durch Verdoppelungen oder unterfüttere diese mit Längs-, bzw Querstreben. Bevor ich ein Modell anschenide schaue ich mit den bogen sehr genau an und stelle mir in Gedanken vor, wie das gewünschte Bauteil in 3D aussehen wird, ob es z. B. verstärkt werden muss. Wie es im Innenleben des Modell aussieht spielt letztöich keinen rolle, es sei denn,man baut eines, in das man hineinsehen kann. Sehr viele Modelle sind Außensichtmodelle, bei denen die Innenkonstruktion verdeckt ist.

    PS: Die Bemerkung mit dem Sägeblattmesser finde ich überzogen. Manchmal fasert auch ein Karton beim Schneiden mit einer guten Schere.

    Ulrich

    Beim Bauteil 59 müssen und er Deck Verstärkungen angebracht werden, deren innerer Rand zugleich der Stoß für die darunterliegenden Aufbauteile bilden.



    Das hier zu sehende Deck stößt nicht bis zu Spant vor. Die auf diesem Deck befindliche Aufbauwand habe ich mit einem


    Distanzstück fixiert. Auf dem Dreikant erkennt man Verstärkungsstücke.