Posts by Manfred

    Masten


    Moin zusammen,


    bevor es in den Garten geht, schnell noch ein kleines Update:


    Ich habe aus dem gleichen Silberpapier, das ich für die Rettungsboote verwendet hatte, auch die Masten gefertigt. Zunächst der Radarmast, der mit der Aussichtskanzel:rolleyes: bestückt wurde. Im Druck dünnes Schwarz auf Silber war kaum noch zu erkennen und die Fenster schon gar nicht. Daher habe ich im Bereich der Scheibe ein wenig von der Oberfläche abgeschabt, bis der weiße Untergrund sichtbar wurde, der noch mit einem Hauch Blau versehen wurde. Jetzt erkennt man mit ein bisschen gutem Willen die Fenster.

    Darüber drei Radarpodeste, das obere Radar aus weiß bedruckter Folie. Rah und Gaffel bestehen aus Silberpapierröllchen.


    Radarmast


    Desweiteren wurden die Antennenhalterungen an den Schorsteinen gefertigt. Die filigranen Bauteilchen aus Papier herzustellen habe ich mit mäßigem Erfolg versucht und letztlich aus 0,25mm dünnem, gereckten Silberdraht gefertigt. Zunächst ein langes Stück nach Vorlage abwinkeln, dann das kurze Mittelstück einlöten. Zum Schluss vorsichtig in Form biegen und in die vorbereiteten Löcher kleben. Bei der Gelegenheit wurden auch die drei Signalhörner installiert.


    Antennenhalterungen für die Schornsteine


    Dann waren die Ladepfosten dran, die wiederum aus Silberpapierröllchen bestehen, rückwärtig sieben Mal mit der Punze vorgerillt. Ergänzt durch Salinge, die ich entgegen der Bauanleitung aus jeweils nur einem Stück gefertigt habe. Sogar die Decksscheinwerfer habe ich dem Modell nicht erspart, allerdings ohne LED-Bestückung, man möge mir verzeihen:rolleyes:.


    Ladepfosten mit Decksbeleuchtung


    Letztlich kamen die Ladebäume hinzu, die ich als Papierröllchen herzustellen versucht habe, allerdings wiederum mit nur unbefriedigendem Erfolg. Daher habe ich lackierten 0,5-mm-Cu-Draht aus alten Wicklungen gereckt, abgelängt und mit einem Silberlackstift "edding 753 calligraphic paint marker" farblich angepasst. Das Fußende habe ich leicht abgewinkelt, um eine ausreichend große Klebefläche für das verhältnismäßig schwere Bauteil zu erzeugen. Der ungeübte Betrachter möge hier gern auch ein Lümmellagerchen angedeutet interpretieren. Für die Ausrichtung der Ladebäume habe ich aus Abfallkarton eine Lehre gefertigt, damit der Kleber in Ruhe aushärten kann. Mittels einer minimalen Menge Sekundenklebergel habe ich die Klebestellen zusätzlich stabilisiert.


     

    Lehrgerüste für die Ausrichtung der Ladebäume


       

    Nach Trocknung des Sekundenklebers stehen die Bäume wie angeschweißt


    Tuuuuuuuuuut ...



    ... und tschüß



    Sodele, jetzt sind hier in Hannover 35°C erreicht und ich verabschiede mich für die nächsten Tage.

    Morgen fahre ich mit dem Motorrad für einige Tage in meine alte Heimatstadt Stade.



    Betse Grüße,


    Manfred

    Masken, Maulkorb und andere Weltanschauungsfragen:

    Für mich ist dieses unsägliche Thema off-topic und hat mit Kartonbau überhaupt nichts zu tun.
    Als nächstes diskutieren wir hier über Religion? Immer die beste Grundlage für unnütze Streitereien.

    Wer je zur See gefahren ist, weiß was ich meine.


    Beste Grüße,

    Manfred

    Danke HaJo,


    sehe ich auch so. Dabei ist "offen" ja gar nicht offen.


    Nachdem alles fertig war, stach mich der Hafer und ich habe auch mit wirklich offenen Booten experimentiert. Dazu hatte ich von einem Reserveboot den Deckel abgetrennt und beschnitten, die Bootschale innen silber gestrichen sowie die Zwischenräume zwischen den Duchten ausgestanzt und tiefer eingeklebt, was einen noch realisteren Eindruck macht. Es wären nur 24 zusätzliche Schnitte pro Boot nötig gewesen. Wie gesagt, die Boot waren bereits dran.

    Beweis siehe hier:

    Es geht noch realistischer, selbst im Maßstab 1:500

    Die letzten großen Bauteile


    Moinsen zusammen,

    Nun sind auch die charakteristischen Schornsteine mit den Farben der United States Lines an Bord.



    Stellprobe mit offenen Kaminen


    Belastungsprobe mit "Heavy smoke".


    Die Herstellung der Schornsteinkappe war nicht ganz ohne. Die obere Rundung ist nach dem Apfelsinenprinzip abgewickelt und passt nicht hundertprozentig mit dem Deckel zusammen. Zudem ist die obere Abschlussplatte mit einer nur sehr schmalen Klebefläche versehen und bei der Montage findet man wenig Unterstützung. Da fehlt eine innere Aussteifung, anhand derer ein problemloses Aneinanderfügen der beiden großen Bauteile möglich gewesen wäre. Es gibt zwar innere Aussteifungsscheiben, die aber erst nach Montage des oberen Abschlusses in den Mantel eingebaut werden können. Grundsätzlich versehe ich solche Formscheiben mit Hilfe der Lochzange mit kleinen Löchern, damit ich sie, falls sie versehentlich zu tief rutschen, mit einer Häkelnadel wieder korrigieren kann. Entgegen der Bauanleitung habe ich die unteren Scheiben vorab in die Schornsteine eingeklebt und erst dann an Bord gebracht. Mit dem Ergebnist bin ich aber doch so leidlich zufrieden.


     


     

    Wie die Schornsteine doch die Charakteristik eines Schiffes dominieren! Ich finde die Stromlinienform ausgesprochen gelungen.
    Irgendwie sieht man dem Dampfer die hohe Geschwindigkeit sogar ohne Bugwelle bereits an.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Uff,


    alle Bööters an Bord!

    Käme die United States jetzt titanikmäßig einem Eisberg in die Quere, wären wenigsten genug Rettungsboote vorhanden für die rd. 2.000 Passagiere und 1.000 Besatzung.


     


     


     


    Sodele, Feierabend für heute, die Moppedklique ruft ...


    Beste Grüße,


    Manfred

    Finde ich auch, Helmut.


    Im Nachbartrööt wird ja gerade über die Darstellung von Wasseroberfächen diskutiert. Eine große Zahl der Luftfotos zeigt auch große, leicht bewegte Wasseroberflächen, die sozusagen als natürliches Vorbild geeignet sind.

    Beste Grüße,


    Manfred

    Neues aus der Bootsbauwerft


    Moinsen zusammen,


    das Bootsbau-Aluminium ist angekommen und die Bootswerft ist trotz immenser, hitzefreiverdächtigen Temperaturen an die Arbeit gegangen. Bewährt hat sich deren Neuanschaffung einer Stanze, mithilfe derer viel Schneidefummelei vermieden werden konnte.


       

    Erst Pieksen und Rillen, dann Schneiden und Stanzen


    Vergleich: Rückseite(weiß) und Vorderseite(silber)Der Ausdruck auf Silberpapier fällt trotz optimierter Druckereinstellungen recht kontrastarm aus. Beim Ausschneiden müssen sich die Augen ziemlich anstrengen.


    Dann gut vorformen, Kanten versilbern und Deckel drauf


       

    Aus nahezu jedem Betrachtungswinkel ist der Bootskörper gut zu erkennen


    Als nächster Schritt soll die Montage an Bord erfolgen.

    Beste Grüße,

    Manfred


    PS: Verwendet wurde Silberpapier aus einem Heft mit 5 DIN A4 Bögen Gold- und Silberpapier für kreative Weihnachtsbasteleien. Quelle kann ich leider nicht mehr benennen.

    Moin Nils,

    Darstellung von Wasser


    Die von Henning verwendete Seefolie macht mir ebenfalls einen überzeugenden Eindruck.

    Wollte ich mir kürzlch auch besorgen, aber der ansonsten gut sortierte Laden hatte nur die von Noch im Angebot, die aber optisch bei weitem nicht an die Faller-Folie heranreicht.



    Bisher benutzte ich:


    1. Noch-Folie mit mitgelieferter hellbauer Papierunterlage



    2. Acrylglas mit Wellenstruktur aus dem Baumarkt, das ich mit dunkelblauer dc-fix-Folie hinterklebt habe,



    3. Glasscheibe mit Wellenstruktur vom Glaser, das ich rückwärtig mit blauer Farbe gestrichen habe,



    4. Schwarzes Glas, das sich wegen der vornehmen Spiegelung gut als Präsentationshintergrund eignet.

    Einen hochglanzlackierten Flügel kann sich halt nicht jeder leisten(Pianisto wird wissen, was ich meine).


    5. Vor genau 55 Jahren hatte ich ein wenig mit Gips-Seegang experimentiert. Aus der Zeit habe ich noch ein (arg gebeuteltes) Seestück herübergerettet, bestückt mit einer imaginären Begegnung zweier Schiffe aus der Wilhelmshavener Schnellbaubogen-Serie.



    Beste Grüße,


    Manfred

    Moin Robert,


    das Screw Punch nutze ich auch zum Herstellen von Löchern, gelegentlich auch eine schnöde Lochzange. Hatte ich vergessen zu erwähnen, aber mir ging es ja eher um die Darstellung selbst gefertigter Werkzeuge.
    Danke für den schrägen Einsatz, werde ich merken, falls es mal Lüfter zu bauen geben sollte.

    Beste Grüße,


    Manfred

    Moin Jürgen,


    Da ich fast ausschließlich mit Laser-Kopien arbeite, nehme ich das vom Copyshop meines Vertrauens angebotene Material mit seidenmatter, also recht glatter Oberfläche. Dieses Papier (Karton wäre zuviel gesagt) ist trotz hoher Grammatur ziemlich dünn, jedoch etwas widerspenstiger als der übliche Modellbaukarton beim Vorrunden. Ich habe mich aber gut daran gewöhnt.


    Die Grammatur hängt von der Größe der Bauteile und vom Maßstab ab und bewegt sich zwischen 90g (eher selten) über 120/130g (überwiegend) und 160g/m²(manchmal).
    Verdoppeln tue ich nicht, außer wenn der Bogen es vorschreibt.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Moin Jürgen,


    Da ich fast ausschließlich mit Laser-Kopien arbeite, nehme ich das vom Copyshop meines Vertrauens angebotene Material mit seidenmatter Oberfläche.


    Die Grammatur hängt von der Größe der Bauteile und vom Maßstab ab und bewegt sich zwischen 90g (eher selten) über 120/130g (überwiegend) und 160g/m²(manchmal).
    Verdoppeln tue ich nicht, außer wenn der Bogen es vorschreibt.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Moin Ulrich,


    Klaro geht die 30° Klinge auch und ich setze sie auch zu gefühlt 90% aller Schnitte ein. Ich verwende das japanische NT-Messer aus den 80er Jahren, ist ähnlich dem Olfa Gerät und war vermutlich schon vor Olfa auf dem Markt. Klingen habe ich noch für ein zweites Leben.


    Bei sehr kleinen Teilen geht das Stanzen aber wie ich finde, sauberer.


    Beim Schneiden wird ja die Klinge an einem Lineal geführt und über das Papier gezogen und je nach Haltung der Klinge kann es minimale Abweichungen von der Solllinie geben.


    Beim Stanzen hingegen wird die Klinge sauber angesetzt und nach unten durch das Papier gestoßen. Man muss nur das Papier direkt festhalten und nicht Linineal und Papier.

    Ich behaupte ja nicht, dass es anders nicht geht sondern zeige nur, wie ich das mache.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Moin Helmut,


    danke für die Blumen.


    Nun für alle:


    Rasierklingenwerkzeug-Herstellungswerkzeuge


    Die wenigsten Schnitte in unserem Kartonmodellbauer-Handwerk werden noch mit der Schere ausgeführt, für die allermeisten Schnitte kommt nur fast noch das 30°-Messer zur Anwendung. Bei sehr kleinen Bauteilen kommt man mit dem Messerschnitt schnell an Grenzen, da parallel zum Schnitt eine Längskraft ausgeübt wird, was besonders bei nicht mehr neuscharfem Werkzeug zu unbeabsichtigten Ausrissen führen kann. Daher verwende ich zunehmend Stanzwerkzeuge, die ich mir selbst aus Messerklingen herstelle. Als Rohmaterial kommen Teppichmesser und etwas dünnere Schabemesser in Betracht, die aufgrund ihrer Sprödigkeit mit der Kombizange einfach in schmale Klingen gebrochen werden können. Diese Bruchstücke klebe ich nach deren sorgfältiger Entfettung im Acetonbad mit Sekundenkleber oder 2-Epoxy-Kleber in ein 10cm langes Rundholz von 8mm Durchmesser ein, dessen Ende zur Aufnahme der Klinge aufgeschlitzt wurde. Nach Aushärtung kann die Klinge mit der Schleifmaschine auf die gewünschte Breite gebracht werden.


    Meine Stanzmessersammlung


    Diese Stanzmesser sind sehr stabil und können bedarfsweise nachgeschliffen werden. Sie sind allerdings noch recht dick und müssen im Gegensatz zum Scherenschnitt Material verdrängen. Das ist bei der Verwendung einer hauchdünnen Rasierklinge kaum der Fall. Wichtig ist eine etwas weichere Schneidematte als Unterlage, z.B. die graue von Boesner. Die Klinge gleitet fast von selbst durch das Papier.


    Verwendete Werkzeuge: Kombizange, Rundzange, Flachzange

    Verwendete Klingen: Schabeklinge, Teppichmesserklinge, Rasierklinge


    Daher kam ich kürzlich auf die Idee, noch dünneres Material zu verwenden und es lag nahe, dafür ausgediente Rasierklingen zu nehmen, die zwar nicht mehr zur Rasur taugen, aber Papier immer noch hervorragend schneiden. Aus meiner früheren Berufstätigkeit erinnerte ich mich an den Gebrauch von alten Rasierklingen, mittels derer Tuschezeichnungen auf Transparentpapier korrigiert werden konnten, indem die überflüssige trockene Tusche vom Untergrund abgeschabt wurde. Damit die sehr dünne Klinge aufgegriffen werden konnte, bekam sie mittig einen leichten Knick, daher war mir die grundsätzliche Verformbarkeit von Rasierklingen bekannt.


    Das Verformen/Biegen geht zwischen den Fingern, Klinge vorher halbieren, so dass man es nur mit einer Schneide zu tun hat. Bei engeren Bögen kann man die Klinge in eine Rundzange einspannen und mit der Fingerspitze gefühlvoll auf die gewünschte Krümmung bringen. Um einen Bruch der Klinge zu vermeiden, Stück für Stück immer enger biegen.

    Die Breite wird vorher oder hinterher erzeugt, indem man die Klinge in eine scharfkantige Flachzange spannt und durch mehrmaliges Hin-und-Herbiegen einen Ermüdungsbruch herbeiführt. Eventuelle Grate an der Bruchstelle können mit einem petroleumbenetzten Arkansas-Ölstein entfernt werden.


     

    Rasierklingenstanzmesser


    Übrigens eignet sich zum Abstechen der häufig nur papierdick-breiten Schlitze ein weiteres Stanzwerkzeug, nämlich eine 0,4mm-Kanüle aus dem medizinschen Bereich.

    Ausblick: Ich werde weiter mit Rasierklingen experimentieren. Mein Traum wäre, aus vier Rasierklingenbruchstücken ein rechteckiges Fensterausstechwerkzeug zu fertigen.

    Wenn man sich Stanzschnitte an Karton-Faltschachteln mal genauer ansieht, ist da bestimmt noch einiges möglich.


    Natürlich ist eine gewisse Verletzungsgefahr nicht auszuschließen. Da ich jedoch früher mal das ehrbare Handwerk eines Tischlers erlernt habe, ist mir der Umgang mit rasiermesserscharfen Werkzeugen geläufig. Die Schärfe eines Stechbeitels wurde zum Beispiel dadurch getestet, dass man sich ein paar Haare vom Unterarm rasierte.


    Also: Nur Mut zum Experiment. Manchmal hat man Glück und es klappt sogar.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Rettungswesen


    Moinsen zusammen,


    die 500stel Version der United States macht mir zunehmend Spaß!

    Besonders nach der, wie ich finde, gelungenen Aufpeppung der Reling konnte ich mit den einfach gestrickten Rettungsbooten nicht mehr zufrieden sein.
    Im Originalbogen sind die Boote mittels einer Plane dem interessierten Blick des Betrachters entzogen, das geht natürlich gar nicht!


    Farbfotos mit offenen Booten sind rar, aber unter SSUS Conservancy auf twitter.com fand ich eine dieser seltenen Aufnahmen, auf denen die offenen Rettungsboote einigermaßen zu erkennen sind.


     

    Quelle: SSUS Conservancy auf twitter.com



    Ich habe nach dem Einscannen der Vorlage mit meinem Malprogramm paint.net eine Grafik entworfen, die einen Einblick in das offene Boot erlaubt. Durch den Schattenwurf erhält das Modellchen ein gewisse räumliche Tiefe, die in diesem Maßstab recht überzeugend wirkt und somit ausreicht.

    Was dann ebenfalls nicht mehr hinzunehmen war, ist die vereinfachte O-Version des Bootsrumpfes. Durch den dreieckigen Querschnitt sieht der Betrachter bei entsprechendem Blickwinkel praktisch nichts mehr vom Bootskörper und die Rettungsboote wirken seltsam flach. Das musste ich ändern.


    Schon besser, aber noch nicht optimal


    Nach Durchsicht meiner umfangreichen Modellsammlung stieß ich auf geeignet erscheinende Vorlagen, und entwickelte neue Bootsschalen für die United States. Andere Muster mit senkrecht zum Süll verlaufenden Einschnitten habe ich verworfen, weil diese Einschnitte m.E. entweder durch Persenningstrapse oder Sorgleinen verdeckt werden müssten. Gegenüber der Einfach-Variante sind pro Boot vier zusätzliche Schnitte zu machen, das Ergebnis ist aber der Mühe wert. Nachfolgende Skizzen und mehrere Probebauten waren die Grundlage für die Wahl einer geeigneten Abwicklung. Vorlage 2b schied aus, weil sie aus zwei Teilen besteht. Variante 3 hat den völligeren Hauptspant und wurde deswegen gewählt.


    Vorgabe-Maße(1),verschiedene Vorlagen(2a,2b, 2c) und die Auswahl(2c), Umrechnung der Längen-/Breitenverhältnisse(3) und fertiger Entwurf(4)


    Zum gleichmäßigen Ausfüren der Rundschnitte habe ich eine alte Rasierklinge rund gebogen und auf Maß gebracht, mit deren Hilfe ich jetzt saubere, gleichmäßige Stanzungen hinbekomme. Die neue, etwas weichere Schneidematte ist hierfür eine perfekte Unterlage. Geht deutlich leichter und präziser als mit den bisher verwendeten Linolschnittmessern.


    Iteratives Herantasten an die geeignete Form. Im Hintergrund die Linolmesser, in der Mitte die Rasierklingenstanzwerkzeuge.


       

    Stellprobe: Der Vergleich zeigt, dass das offene Boot bereits ein deutlicher optischer Gewinn ist, ganz zu schweigen von dem geänderten Rumpf.


    Sodele, nun muss ich's nur noch machen. Angesichts der bevorstehenden Hitzewelle werde ich mich für einige Tage anderen Beschäftigungen zuwenden, wie zum Beispiel der Gartenpflege, oder Biergarten oder Grillen oder Fahrradfahren oder Motorrad reparieren oder...


    Bis demnächst in diesem Theater und


    mit besten Grüßen,


    Manfred

    Moin Ulrich,


    danke für die Blumen.


    Ja, das 250stel Modell hat ja große leere Flächen, aber in 1:500 relativiert sich das. Da wird es an manchen Stellen recht lebendig.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Moinsen zusammen,


    in der Davit-Abteilung wurde ja bereits fleißig vorgearbeitet und so konnten die 44 Rettungsbootgalgen flott an Bord gebracht werden.

    Vor deren Einbau mussten diese noch auf die Fertigstellung der Reling warten.


     


     


     



    Ich warte jetzt auf die Aluminiumlieferung für die Rettungsboote.


    Beste Grüße,


    Manfred

    N'Abend zusammen,


    etwas später als gedacht, aber nun doch noch der neueste Stand der United States. Wenigstens 1952 war das noch was.


    Geländerbau


    So, nun kann keiner mehr über Bord gehen.

    Die auf weißer Folie ausgedruckte Reling ist dran. Selbst in diesem Minimaßstab sind das geschätzt über drei Meter!


    Aus meiner Sicht ein absoluter Gewinn, der das etwas mühselige Heraustrennen der glatten, schmalen Streifen aus der Folie unbedingt rechtfertigt.


    Im Detail waren noch ein paar Ergänzungen notwendig; so fehlen im Originalbogen den Treppen die Handläufe, die ich aus Reststücken improvisiert habe.
    Nicht perfekt, aber mich freut's. Im Heckbereich gibt es ein paar ärgerliche Fehlstellen, da habe ich vergessen, die Vorlage nachzuarbeiten, also mein Fehler.
    Die sparsame Angabe des Klebers ist eine Herausforderung, die mir nicht immer gelungen ist.


    Aber seht selbst:


     


     


     


     


       


    Gut's Nächtle zusammen und beste Grüße,


    Manfred

    Moin Henning,


    ja, 1:500 ist tatsächlich speziell.
    Die Teile werden bei gleichbbleibender Kartonstärke immer kleiner und Röllchen formen ist fast nicht mehr sauber hinzubekommen; jedenfalls unendlich mühsam bei optisch fast nur noch mit Sehhilfe wahrzunehmenden Bauteilchen. Dennoch lohnt sich die dreidimensionale Ausführung. Im Gegensatz zu lediglich aufgedruckten Winschen u.ä. ist das dann kein "Schnellbau" mehr.
    Die weiß gedruckte Folienreling macht sich übrigens auch gut, zumindest hat dies meiner unmaßgeblichen Meinung nach noch etwas mit Kartonmodellbau zu tun(bedrucktes Material ausschneiden und zusammenkleben).
    Insgesamt gefällt mir dieses Modell ausgesprochen gut. Hätte ich anfangs nicht gedacht.

    Beste Grüße


    Manfred

    Moin Ulrich,

    mein ":thumbup:" bedeutet natürlich nicht, dass mir deine Nachricht inhaltlich gefällt, aber trotzdem danke dafür.
    Auf YouTube gibt es auch eine Menge Filme vom derzeitigen rotten Zustand dies ehemals so eleganten Liners.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Stapelverarbeitung

    Vorbereitung der Davits

    Es sind 44 Schwerkraft-Davits, bestehend aus je zwei Teilen herzustellen. Davitarm und unterer Träger bilden eine Einheit, die aus verdoppeltem Karton hergestellt wird(Gelb). Die Laufbahn wird als darüber gestülpter Streifen(Blau) dargestellt, der mit dem unteren Teil zu einem T-Profil verbunden wird. Dazu muss dieser schmale Streifen in einem Teilbereich geschlitzt werden(Rot). Diese Bauweise trifft man beim überwiegenden Teil der Handelsschiffe aus der Wilhelmshavener Produktion an.



    Gelb: Verdoppeltes Teil, Blau: Einfacher Streifen, Rot: Schlitz



    Fertiger Davit

    Standard-Verdoppelung von Bauteilen

    Das Verdoppeln sollte laut Original Bogen durch Hinterkleben eines Blanko-Kartonteils geschehen. Da man auf Mitte Linie schneiden soll, ist auf der Vorderseite eine feine Umrandung des Bauteils zu sehen, die auf der Rückseite fehlt.


     

    Vorderseite Vorderseite(oben) und Rückseite(unten)

    Verbesserte Verdopplung von Bauteilen

    Ich habe daher die Davits eingescannt, mit einem Bildbearbeitungsprogramm spiegelbildlich kopiert und neu ausgedruckt. Damit die beiden Teile genau übereinander passen, habe ich mit der Kopiernadel vier Passpunkte durchstochen und so die beiden Hälften fixiert. Die solchermaßen fixierten Teile habe ich dan mit einer Art Buchrücken unverschiebbar fixiert und erst dann miteinander mittels Flinker Flasche verklebt. Die fertig ausgestochenen Teile sind nicht mehr als Vorder- oder Rückseite identifizierbar.

     

    Vierundvierzig Davits

    Schlitze herstellen

    Zum Schlitzen der filigranen Schienen habe ich mir ein Werkzeug gebastelt, in dem ich zwei Messerklingen direkt parallel aufeinander geklebt und in einen entsprechend vorbereiteten Holzgriff aus 8mm Rundstab eingesetzt habe. Dieses neue Werkzeug eignet sich auch zum Schlitzen anderer Bauteile wie z.B. Spanten usw. hervorragend. Die Breite des Schlitzes lässt das problemlose und nahezu spielfreie Einführen von verdoppeltem Karton zu. Die Enden werden mit einer 0,6mm Kanüle abgestochen.


     

    Schlitzwerkzeug Abstechwerkzeug


     

    Fertige Schlitze


    Fertige Davits



    Beste Grüße,


    Manfred

    Stückwerk


    Alle Deckshäuser sind bestückt:


    Auf dem Vordeck sind hinzugekommen: 12 Poller, 4 Trossen- oder Verholspills und vier Ladewinschen.
    Die Ladewinschen sind ziemlich vereinfacht, entsprechen aber dem seinerzeitigen Stand des Kartonmodellbaues. Für den Maßstab 1:500 ist das aber m.E. OK.


    Das achtere Deckshaus wurde ergänzt mit 4 Ladewinschen. Dazu ein nicht näher bezeichneter Zylinder, vermutlich das Abgasrohr für den darunter befindlichen Notstromgenerator.


    Bei den Pollern und Winschenspills habe ich etwas "gemogelt": Statt minimalster Kartonröhrchen aus Karton zu formen, habe ich kleine Abschnitte von Elektornik-Kabelisolierungen verwendet. Bei 1:250 hätte ich die vorgegebenen Bauteile verwendet, aber bei 1:500 war das zu aufwändig.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Moinsen zusammen,


    die weißen Flecken werden weniger ...


    ... und die Kleinteile immer kleinteiliger.


    Auf den oberen Decks sind jetzt Lüfter und Schlauchbootstapel hinzugekommen.
    Auf dem Sonnendeck sind die Davitwinschen unter Abdeckplanen versteckt.


    Das hintere Deckshaus auf dem Vorschiff ist mit einem Stapel kleinerer Schlauchboote bestückt.



    Auch das Deckshaus achtern ist schon gut gefüllt.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Kleinkram


    Moinsen zusammen, jetzt gehts ins Kleingemachte:


    100 Dreieckleinchen zur Unterstützung der Promenade geklebt.


     

    Zum Auftragen der minimalen Klebermengen benutze ich eine 2-ml-Spritze mit 0,6mm-Nadel, deren Spitze ich abgeschliffen habe. Damit die Kanüle nicht vom Spritzenkörper rutschen kann, habe ich beide Teile mit einem 3,5mm-Gewinde versehen. Damit die Nadel nicht verklebt, habe ich passende Stopfen aus Gitarrensaiten gefertigt.


    Zwischendurch fiel mir ein Teilchen in die Hände, das sich irgendwo versteckt hatte und ich bemerkte einen Fehler: Das gefundene Lüfterteil gehört an einen Ort, der fälschlicherweise bereits von einem anderen Lüfterteil besetzt war. Das falsche Teil habe ich vorsichtig ablösen können, was dank der Verwendung des verdünnten Klebers ohne Flurschaden möglich war. Nun ist wieder alles richtig belüftet und die Besatzung kann aufatmen.


       

    Dann ging es an die Herstellung der unterschiedlichsten Treppenhäuser und -podestelchen, die wegen der abgeschnittenen Reling stumpf verklebt wurden. Die Winzigkeiten wurden dann an die vorgesehen Stellen auf dem Sonnendeck befestigt.


    Schließlich wurden noch ein paar Lüfter auf dem achteren Winschenhaus installiert.


    Ein entspanntes Wochenende wünscht


    Manfred

    Deckshäuser vorn

     

    Auf dem Vordeck gibt es zwei Deckshäuser: Das vordere beherbergt zahlreiche Lüftereinrichtungen und dient gleichzeitig mit den Seitenflügeln als Wellenbrecher.
    Da hintere enthält die Winschenelektrik und ein Treppenhaus für die Touristenklasse.


     

    Außerdem gibt es zwei Ladeluken: Die hintere ist eine für Gepäck und vordere ermöglicht den Zugang zu den sieben und acht Decks tiefer liegendenen Autogaragen, daher auch die großen Lüfter. Oder dienen die Lüfter dem Luftaustausch für die davor liegenden Mannschaftsunterkünfte?


     

    Jetzt macht sich die verkleinerte Maßstab von 1:500 bemerkbar: Die Schnippselchen, aus denen dreidimensionale Körper werden sollen, werden immer kleiner.
    Material und Mensch kommen jetzt an Grenzen, das Papier beginnt zu spalten und meine Pinzetten werden zu groben Werkzeugen. Auch das Auftragen des Klebers ist jetzt eher Uhrmacherarbeit. Ab jetzt gibt's den Morgenkaffee nur noch koffeinreduziert!


     

    Übrigens kommt beim Herstellen der Kästchen ein selbst gefertigtes Werkzeug zum Einsatz: Aus Bruchstücken alter (Teppichmesser)klingen habe ich kleine Stücke in einen kurzen Rundstab eingeklebt und auf verschiedene Breiten geschliffen. Damit ist es möglich, die Ecken der kleinen Kästchen auf 45° auszustechen und die Seitenteile stumpf zu verkleben.

    Diese Werkzeuge benutze ich auch zum Ausstechen sehr kleiner Ausschnitte.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Es grünt so grün: Deckslandschaften

    Es folgten nach dem Promenadendeck das Sonnendeck. Ein Bootsdeck gibt es auf diesem Schiff nicht; stattdessen aber ein Sonnendeck.


     

    Dann folgt das Sportdeck mit den auf Schiffstauglichkeit reduzierten Tennisplätzen. Das nächste Deck nennt sich bereits Navigation Bridge, was nur eigentlich nur für den vordertsten Bereich zutrifft. Die im Deutschen Peildeck genannte Ebene nennt sich hier vielsagend Top of House.



    Schon in den 60er Jahren fand ich die riesigen Decks zum Teil recht labberig, das gilt besonders für den erhöhten Bereich hinter dem achteren Winschenhaus. Da habe ich zusätzliche Verstärkungsspanten eingezogen, leider ohne Foto. Auch die Wände habe ich wie oben beschrieben aufgedoppelt, um trotz der fehlenden Reling eine saubere Montage hinzubekommen.



    Jetzt fehlen nur noch die Winschenhäuser, dann können die grünen Farbtöpfe wieder ins Schapp.



    Bisher zeigte ich nur gnadenlos geblitzte Handy-Fotos, das letzte mit LED(warm weiß)-Beleuchtung, was für ein Unterschied!


    So, bisher ging's flott, jetzt kommen die Kleinigkeiten ...

    Beste Grüße,


    Manfred

    Geschlossene Gesellschaft


     

    So, nun kann es nicht mehr 'reinregnen, das Sportdeck hat gepasst und ist drauf. Da ich die Reling ja abgeschnitten hatte weil sie später als Folie montiert wird, musste ich eine Lösung finden, damit das Deck bei der Montage nicht zu weit nach unten rutscht und eine minimale Fußreling entsteht. Dazu habe ich von innen eine zweite, etwas niedrigere Wand als Anschlag hinterklebt.

    Außerdem wird der Dampfer wird immer grüner.


     

    Dem Vordeck habe ich ein paar Schanzkleidstützen spendiert, die im Originalbogen nicht vorhanden sind. Diese an sich sehr einfache Maßnahme wertet die Optik ungemein auf. Die leicht konisch nach oben zulaufenden Streifen habe ich etwas länger gelassen als das Schanzkleid hoch ist und nach der Montage mit einem Elektronik-Seitenschneider auf Länge gekürzt.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Die Wanne ist dicht

     



       

    Die Außenhaut ist angebracht, ebenso der formvollendete Achtersteven und der Vorsteven.

    (Makros mit Blitzlicht sind grausam.)
    Passte(fast) alles recht gut, jedenfalls die Steuerbordseite, die bei mir sowieso immer die Schokoladenseite ist.

    An Backbord musste ich einen minimalen Einschnitt vornehmen. So gesehen hätte ich die dreiteiligen Seiten vielleicht doch besser einzeln angebracht.

    Somit bin ich für meinen Teil zufrieden.

    Nicht ganz so zufrieden bin ich mit der Abwicklung des vorderen Teils, der konkav im Spantenriss und konvex im Linienriss ist und somit nicht abwickelbar. Da hätten der Konstruktion ein oder zwei Längsschnitte gutgetan.


    Die Passagiere im Wandelgang können jetzt auch nicht mehr über Bord gehen.

    Das Sportdeck ist nur lose aufgelegt, schau'n mer mal, ob's passt.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Rund achtern!

    In diesem Fall handelt es sich nicht um ein Segelkommando, sondern es geht um's wohlgeformte Hinterteil.

    Auch hier heißt es wieder: Gut vorrunden.

    Das Ausschneiden der nach der Apfelsinenmethode abgewickelten Heckabwicklung gestaltete sich recht zackig. Jeder einzelne Schnitt wurde mindestens vierfach mit einem gut scharfen Messer ohne Druck geführt. Das fertig zugeschnitzte Teil fiel dann nur durch sein Eigengewicht aus dem Rahmen.


       

    Auf einer weichen Unterlage (hier: Mousepad Rückseite) wurde mit einem runden Gegenstand (hier: Teelöffel) mit leichter Übertreibung die Rundung vorgeformt.


     

    Nach dem Kantenfärben (hier: Filzstift) wurden die einzelnen Zacken stumpf miteinander verklebt. Damit ich das filigrane Teil beim Verkleben nicht mit den Fingern festhalten musste, habe ich es überkopf auf einen passenden Rundkörper (hier: Filmdose) gespannt (hier: Haargummi).


    Damit später bei der Montage nichts wieder aufgeht, laminierte ich schmale Streifen aus eingefärbtem Teefilterpapier von hinten auf die Naht, teefilterpapierverstärktes Kleberlaminat sozusagen. Nicht ganz so aufwändig gestaltete sich das Vorformen des Bugteils.


    Nun ist alles für die Montage vorbereitet.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Vorbereitung der Außenhaut

    Immer gut vorrunden lautet die Devise!
    Nach dem Ausschneiden der Außenhaut-Einzelteile stellte ich bei der Passkontrolle eine gute Übereinstimmung der Markierungen fest.

    Die Vorstellung, diese Einzelteile nacheinander am lebenden Objekt mittels Klebelaschen verbinden zu müssen, ließ mich den Entschluss fassen, die jeweils drei Teile vorab miteinander zu verkleben. Die exakte Ausrichtung war möglich, weil die Unterkante des Mittelteils gerade ist und die Nachbarteile einige Zentimeter lang ebenfalls gerade verlaufen. Nun gilt es, diese Riesenteile von 59cm Länge am Spantengerüst zu befestigen.

    Die Ankertaschen vorn wurden zuvor eingearbeitet und die fächerartige Abwicklung des hinteren Teils vorgeformt und stumpf mit meinem verdünnten Standard Alleskleber von Tesa zusammengeklebt.

    Jumbo-Bauteil: 59cm lang, und das im Maßstab 1:500
    Im Original wären das 295 laufende Meter


    Beste Grüße,

    Manfred