Posts by Manfred

    Moinsen zusammen,


    herzliches Dankeschön an Klaus-Dieter, Ulrich und Gustav, sowie an die Knöppskendrücker.


    Ich bin eurem Rat gefolgt und habe mich für die modernere Methode entschieden.

    Dank mehrfacher Referenzpunkte aus der A2- und der A3-Version sollte die richtige Positionierung der Bordwände kein Problem darstellen.


    Zunächst habe ich Vor- und Achterdeck montiert. Etwas knifflig ist das Hochbiegen der Reling, die ja bis auf die sehr schmale Fußreling(Decksaufkantung) abgeschnitten und später durch Folie ersetzt werden soll. Als ich damit fertig war, habe ich mich gefragt, warum das in diesem Maßstab eigentlich Sinn machen soll. Für die richtige Deckshöhe ist dies allerdings ein guter Orientierungspunkt. Anderenfalls hätte ich einen Anschlagwinkel innen an die Wand kleben müssen, damit das Deck bei der Montage nicht zu weit nach unten gerät. Übrigens gefallen mir die dicken Muttern als Montagehilfe immer besser.


    Dann habe ich mir die Hilfskonstruktionen für die Außenhautstöße (X) vorgenommen. Das musste ich gleich zweimal machen, denn im ersten Anlauf hatte ich nicht daran gedacht, dass die Bordwände nicht senkrecht stehen, sondern um den Überstand des Promenadendecks nach innen geneigt sind.


    Im nächsten Schritt wurde das Bootsdeck vorbereitet, die beiden Teile gestoßen, ausgerichtet und verklebt. Den inneren Ausschnitt habe ich mit zusätzlichen Stabilitätslaschen versehen, weil die die Aufbaudecks bei der Montage auf dem Deck angedrückt werden müssen. Vielleicht wäre es schlauer gewesen, die unteren Klebelaschen der Aufbauwände einfach abzuschneiden und diese stumpf auf das Deck zu kleben.

    Das mit gut 320mm Länge ist das Bootsdeck das größte zu verbauende Einzelteil. Ist leider 0,5mm zu lang geraten, was ich darauf zurückführe, dass bei der Verkleinerung von 1:250 auf 1:500 die Kartonstärke nicht mitschrumpft. Dadurch hat die hintere Abschlußwand des Promenadendecks nun eine leichte Neigung nach außen. Bei der Montage halfen wieder einige Mütter mit.


    So, jetzt brauch' ich erstmal etwas Frischluft...


    Beste Grüße,


    Manfred

    Sodele,

    erster Teil der Materialschlacht ist getan.


    Vorab ein kleiner Ausflug in: "Wie mache ich was?"

    Bei der Verkleinerung werden auch die Linien immer dünner und unbebrillt kann ich die Bauteilnummern nicht mehr entziffern.

    Nach einigen unbefriedigenden Versuchen mit Lupenbrillen habe ich jetzt zwei Lesebrillen (1x alt + 1x neu) ineinander verschachtelt und mit einem Abstand von ca. 15cm kann ich auch noch mit dem Cutter arbeiten. Der Vorteil ist, dass die Brillen optisch meinen persönlichen Gegebenheiten angepasst sind.

    Außerdem habe ich mir eine neue, etwas weichere Schneidematte zugelegt, in der die 30° Cuttermesserspitzen nicht mehr abbrechen, was früher bei den harten grünen Matten oft passiert ist. Beim nächsten Schnitt über das stecken gebliebene Metall ist die Klinge dann hin.

    Zum Markieren der rückwärtigen Knicklinien beutze ich eine sehr dünne Kopiernadel aus einem alten Zirkelkasten.
    Das verwendete Stahllineal hat an den Kanten einen feinen Grat, der einen verrutschsicheren Schnitt erlaubt. Außerdem ist es breit genug, um an meinen Wurschtfingern unblutig vorbei zu skalpellieren.
    Die Glasplatte benutze ich als harte Unterlage zum Rillen mit einer selbst in einem kleinen Griff eingeklebten Nähmaschinennadel. Damit wird das Papier fast auf null zusammmengedrückt und der Karton bricht nicht.



    Außerdem verwende auch ich jetzt eine Reihe von M12-Muttern, mithilfe derer die filigranen Bauteile ausgerichtet und beschwert werden können.


    Laut Bauanleitung sollen im nächsten Schritt die Bordwände angebaut werden. Das ist mir eigentlich zu gewagt, weil das Spantengerippe wegen fehlender Diagonalen noch viel zu schlabberig ist. So werde ich wohl entgegen der Bauanleitung zumindest den Bug- und Heckbereich mit einem Deck stabilisieren und erst danach die Außenhaut montieren.


    Unproblematisch ist auch das nicht, denn bei der verlagsseitigen Umgestaltung des Modells von ursprünglich DIN A2 auf DIN A3 haben die Außenhautbauteile andere Stoßkanten bekommen. Ursprünglich sollten die drei Einzelteile vorn beginnend nacheinander angebaut werden. Damit das gelingt, waren die Stoßfugen ursprünglich genau auf eine Spant gelegt, nämlich 10 und 19 (rote Pfeile). Nun aber befinden sich die Stöße genau zwischen zwei Spanten (blaue Pfeile). Da müsste jetzt eine Unterkonstruktion her, um bei der Montage der Einzelteile den nötigen Anpressdruck aufbringen zu können, oder ich müsste die Außenhaut vorher zusammenbauen und dann am Stück montieren.


    Wie würdet ihr vorgehen???


    Ich muss das jetzt erstmal überschlafen.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Moinsen,


    @ Arne: Großes Dankeschön für die Links, die noch nicht alle kannte.
    Der 2. Link von oben (wiki...) gibt die Funktionsweise m.E. am eindeutigsten wieder.


    @ Ulrich: Die Deckel werden auf einer Schiene zu deren etwa mittigen Hochpunkt nach hinten gezogen und laufen auf einem natürlichen Gefälle bis zum Anschlag:
    Im Prinzip wie der Ablaufberg bei der Eisenbahn.


    @ all: Wer sich das mal in 1:1 ansehen möchte, dem sei ein Besuch auf der Cap San Diego empfohlen.
    Abe auch andere, wie z.B. die beiden CSD Modelle von WHV und DomBumagi geben die Situation recht gut wieder.

    Beste Grüße,


    Manfred

    Ja, der Bomber war einer der wenigen Ausflüge in die Plastik-Modellbauwelt.

    Allerdings hat mir das Hantieren mit Lacken mehr Verdruss als Spaß bereitet.

    Das ist bis heute so geblieben.

    Moin Ulrich,


    naja, meine Vitrinen messen 96cm im Lichten.
    Das Modell bietet dem Auge außer seiner imposanten Größe zwar nicht allzuviel Abwechslung,

    aber der neuerliche Bau im verkleinerten Maßstab hat für mich etwas nostalgisch-meditatives.


    Beste Grüße,


    Manfred

    Moinsen zusammen,


    habe heute meine auf 1:500 ausgedruckte "United States" in Angriff genommen.
    Eine Beschreibung des Originals erspare ich mir, wer möchte, findet im Netz zahlreiches Material.
    1964 habe ich das Schiff in Bremerhaven an der Columbus-Kaje gesehen, leider sind die Fotos verschollen.
    Den heutigen Anblick in Philadephia habe ich mir erspart, obwohl ich dazu Gelegenheit gehabt hätte.


    Dieses Wilhelnshavener Modell hatte ich in den späten sechziger Jahren bereits einmal gebaut.

    Anbei ein Foto von meiner Jugendbude in 1968.


    Das Modell hat leider die Jahrzehnte nicht überlebt.

    Das Poster rechts zeigt die United States bei der Begegnung mit der American Challenger, das Plakat der USL habe ich noch retten können.

    Moinsen zusammen,


    nu isse ganz feddich, meine schreibersche Savannah.
    Die auf Folie in Weiß gedruckte Reling ist dran, dazu ein paar Fotos.
    Zusätzlich ein Bild für die Freunde der Anaglyphen (red/cyan).
    Und zum Schluss eine animierte gif-Datei aus dem Rotationsstudio (mal schauen, ob's funzt => ja, geht!).
    Ist nicht alles perfekt, aber mich freut's.


    Beste Grüße,


    Manfred






    Boaa, die Überraschung ist Dir gelungen. Und wieder was gelernt!
    Eine Dockschleusung hatten wir allerdings mit unserm kleinen Bötchen nie nötig.

    Das Rennmodell hatte einen 997-cm³-Motor, dafür keine Bremsen.
    Ob das Original wirklich soviel Chrom hatte, kann ich nicht sagen, zu der Zeit gab es mich noch nicht.
    Aber die alten Harleys, die da auch zu bewundern sind, zeigen ebenfalls viel Chrom und poliertes Alu.

    Moin René,


    datscha 'n Ding!

    Vor ziemlich genau zwei Jahren war ich mit dem Motorrad in den USA unterwegs und habe ich dieses schmucke Teil
    zusammen mit vielen anderen im Motor Cycle Museum in Sturgis, S. Dakota bewundern können. Anbei das Beweisfoto.
    Das Viech hatte 884cm³ und wurde mit 6PS 97km/h schnell.
    Deinen Baubericht werde ich sicher genau verfolgen. Viel Spaß und gutes Gelingen wünscht Dir


    Manfred

    Moin HaJo,


    irgendwie verstehe ich die ganze Aktion nicht: Laserdrucke haben m.W. gegenüber den Tintenpissern doch gerade den großen Vorteil, dass sie UV-beständig(er) sind.
    Zur Überprüfung hatte ich mal zwei Ausdrucke (Laser und Tinte) für ein Jahr unter ein Velux-Fenster geklebt mit eindeutigem Ergebnis zugunsten des Laserdruckes.

    Deswegen verbaue ich (außer sehr selten Originalen) nur noch Laser-Kopien. Warum dann also noch zusätzlich UV-Schutzlack?


    Beste Grüße,


    Manfred

    @Henning:
    Ja, da hast Du recht, das war mir bei Baubeginn 2016 nicht aufgefallen.
    Der tatsächliche Maßstab liegt bei ca. 1:540.
    Hätte gar nicht gedacht, dass ich kleiner als 1:500 bauen kann! ;-)
    Habe mich entschieden, damit leben zu können.

    Fixativ ist kein Produktname, sondern allgemein eine Lösung, die dazu verwendet wird, Farben vor Veränderung, Beschädigung und vor dem Ablösen vom Bildträger zu bewahren, insbesondere bei der Pastellmalerei, Bleistift- und Kohlezeichnungen. Es gibt verschiedene Zusammensetzungen; die von mir verwendete enthält synthetisches Harz, Weingeist und Butanol, ist glasklar und vergibt nicht.

    Der Montagerahmen war in dieser Form naheliegend, weil die weit ausladenden Salinge die gleiche Breite haben. Bei Pfahlmasten mit schmalen Salingen oder Doppelpfosten müsste man das Problem wohl anders lösen.

    @Henning und Ulrich zum Spannrahmen:
    Ja, finde ich auch. Ich habe noch einen weiteren mit 50cm Spannweite.
    Diese Rahmen verwende ich auch, um feines und allerfeinstes Serafil zu versteifen. Somit ist es möglich, Antennen ohne große Spannung anzubringen. Ein realistischer Durchhang ergibt sich durch das Eigengewicht.

    Moinsen zusammen,


    nach längerer Zeit modellbauerischer Abstinenz habe ich nun endlich die vor vielen Jahren begonnene "Savannah" von Schreiber fertiggestellt. Verbaut habe ich anstelle des Originals eine Laserkopie auf 130-Gramm-Papier, deren fast glänzende Oberfläche durchaus reizvoll erscheint.


    Die Savannah beschäftigt mich ja schon lange, wie an anderer Stelle nachzulesen ist und der Maßstab 1:500 reizt mich immer wieder mal zum Bau einfacher kleiner Modelle.

    Die Schreiber'sche Konstruktion aus dem Jahre 1962, dem Jahr der Indienststellung, weist einige Besonderheiten auf, die sich beim Bau als nachteilig herausstellen sollten und Improvisationstalent erfordern. Allgemein sind aber eine fein ausgeführte Zeichnung und gute Passgenauigkeit positiv hervorzuheben. Auch die Farbgestaltung lässt Wünsche offen: Das Deck ist intensiv froschig-grün statt des etwas hellerem Grün mit Blaustich. Die Masten sind braun statt hellgrau und die Rettungsbootpersennige sind gelb statt grau. Dennoch habe ich auf eine Umfärbung verzichtet.


    Dadurch, dass auf ein Spantengerüst im üblichen Sinne verzichtet wurde und dass die Bordwände eine Einheit mit der Bodenplatte bilden, ist ein sauberes Vorformen der Außenhaut UND gleichzeitig eine Ebenheit der Grundplatte nur sehr schwierig zu erreichen. Das Fehlen eines durchgehenden Längsträgers mach sich ebenfalls nachteilig bemerkbar.



    Ganz schön labberig und schwierig zu bändigen


    Zusätzliche Aussteifungen


    Aussteifungen


    Da ich bekanntermaßen kein Freund der aufgedruckten Bretterzaun-Reling bin, musste die Konstruktion durch Klebelaschen ergänzt werden. Dies betrifft insbesondere die Auflage der Aufbaudecks. Sehr hilfreich bei der Montage waren die aufgedoppelten "inneren Anschläge" für die Winschenhäuser und Luken. Auch die Herstellung des oberen Aufbaues aus nur zwei Teilen erforderte einige zusätzlich Laschen, ohne die es mir nicht möglich gewesen wäre, ein halbwegs akzeptables Ergebnis zu erzielen. Einzige Superung ist der Schandeckel als oberer Abschluss des Schanzkleids auf dem Vorschiff.


    Bauteile für Masten


    Eine gewisse Herausforderung stellten auch die futuristischen Masten dar, die ich zu allem Überfluss mit aufgetoppten Ladebäumen darstellen wollte. Zunächst mussten die weniger als einen halben Millimeter schmalen Bauteile aus dem verdoppelten Karton herausgearbeitet und dann zu einem Gittertragwerk zusammengesetzt werden, bevor sie auf die Winschenhäuser montiert und ausgerichtet werden konnten.

    Montagehilfe


     

    Spannrahmen Ausgesteifter Faden


    Dann entwickelte ich eine temporäre Montagehilfe aus L-Trägern, die ich über die Salingnocken legte. Somit konnten die Ladebäume gut ausgerichtet fixiert werden. Da mir das filigrane Rigg in diesem Maßstab nicht machbar schien, habe ich eine sehr vereinfachte Darstellung gewählt. Die Takelung besteht aus Quilting-Garn, das ich zuvor auf einen Spannrahmen mit Fixativ versteift habe.

    Bis auf die Reling, die noch auf Folie kopiert und montiert werden muss, ist das Modell jetzt fertig.


    Insgesamt ist das Modell für den Maßstab recht stimmig geworden

    und ich freue mich, dass ich die "Savannah" trotz einiger Widrigkeiten fertiggestellt habe und meiner Sammlung hinzufügen kann.


    Feddich!



    Beste Grüße,


    Manfred

    Moin Henning,


    die schneeweiße Reling vor dem doch sehr dunklen Hintergrund sieht irgendwie wie ein Fremdkörper aus.
    Der optische "Gewinn" durch die Reling allein rechtfertigt die zusätzlichen Bögen m.E. nicht.


    Eigentlich wollte ich mich ja nicht zur Frage der Relingsdarstelllung äußern, aber aufgrund des offenbar doch vorhandenen Interesses möchte ich folgende grundsätzliche Anregungen für dieses, aber auch für weitere Modelle geben:

    1. Das Modell so emtwickeln, dass die Reling keinen konstruktiven Zweck, z.B. als Klebelasche, erfüllen muss.
    2. Die Reling in der Nähe des dazugehörenden Bauteils drucken. Knicklinie nur außerhalb andeuten, d.h. Handlauf durchgehend, ggf. etwas dicker zeichnen.


    Somit hätte der Modellbauer folgende Wahlmöglichkeiten:


    1. Reling Vorder- und Rückseite zusammenkleben und als "Bretterzaun" montieren, oder

    2. Reeling auf grauem Karton ausdrucken, oder

    3. Reling auf Folie schwarz oder weiß ausdrucken oder kopieren (meine Vorzugsvariante), oder

    4. Reling als Schablone für eigene Konstruktionen aus Draht oder Faden verwenden, oder

    5. Reling einfach weglassen


    Ansonsten gefällt mir Dein Werk, auch wenn der Maßstab eine eigene Nummer ist.

    Beste Grüße,


    Manfred

    Moin Axel,

    hoch spannend und lehrreich, Deine Versuche und vielen Dank dafür.

    Für weitere Versuche möchte ich folgende Anregungen geben:


    1. Fixativ
    Wird für Pastell-, Kohle- und Bleistiftzeichnungen verwendet. Vergilbungsfreie Produkte bevorzugen.
    Ich nehme das Zeug u. a. zum leichten Versteifen des (Serafil)-Takelgarns. Erhältlich im Künstlerbedarf.


    2. Tapetenschutz

    Ein leider bereits verstorbener Freund hatte seine Modellbögen vor der Verarbeitung mit Tapetenschutz auf Acrylbasis

    eingepinselt. Erhältlich in jedem Baumarkt.


    Beste Grüße und viel Erfolg wünscht


    Manfred

    Moin Henning,


    in meiner Kindheit und frühen Jugend war der Anleger Stadersand fast meine zweite Heimat. Aus 1955 gibt es ein Foto, allerdings weiß ich wegen des oben abgeschrägten Schornsteins nicht sicher, ob es die Jan Molsen war.


    1955


    Ein weiteres Foto zeigt eindeutig die Jan Molsen, auf der ich mit meinem jüngeren Bruder 1960 von Stadersand nach Cuxhaven fuhr, meine erste Seereise sozusagen.


    1960


    ich weiß nicht, ob Dir die Bilder großartig weiterhelfen. Auf jeden Fall freue ich mich dass Du Dir dieses Dampferchen wieder vorgenommen hast.


    Beste Grüße und gutes Gelingen


    Manfred