GELI Rekonstruktionen

  • Hallo Walter,

    vielen Dank, dass du dich der "GELIATRIE" so verschrieben hast. Danke dafür, dass du endlich die unschönen Lücken geschlossen hast. Ich für meine Person feiere nächstes Jahr 50 Jahre GELI (Wennn auch mit ansehlichen "zwischenzeitlichen Lücken").

    Wie in meiner Kindheit kommt dank deiner Arbeit immer wieder der "Willhaben-" und der "Musshabengedanke" auf.

    Lieben Gruß

    Heinz

    Der Ausdruck >gute Freunde< sagt alles: dass es auch schlechte gibt.
    (Gerhard Uhlenbruck)

    Edited once, last by alf03 ().

  • Dank euch allen für das Lob. Ich mach halt was ich so kann....:)


    Die letzten Tage hab ich an der Anleitung für die BAE 146 herumgeschraubt.... das wird ein Teilemonster! Is aber den 4 Triebwerken geschuldet, die die Teileanzahl massiv raufschrauben.

  • endlich gelandet ...



    Der Harrier und vor allem die F-14 sind beim ersten Durchsehen nix für Anfänger. Ob ich z.B. den 4-teiligen Lufteinlauf beim Harrier hinkriege (war beim Klagenfurter Prototyp einteilig), wage ich zu bezweifeln. Ich werde es einfach probieren.


    Walter: danke für diese Modelle, auf die ganz viele GELI-Fans so lange gewartet haben.

  • Bei mir sind auch drei Modelle gelandet:


    Zwei davon habe ich vor etwa 35 Jahren schon mal gebaut. Anfangen werde ich wohl mit der Vigilante...


    Beste Grüße

    Alex

  • Irgendwie läufts gerade - oder ungerade :)

    Ich hab mir gedacht, dass die Me 109 eine gründliche Überarbeitung nötig hätte. Der Originalbogen ist schon ein wenig... naja, seltsam. So wirklich passen tut sie nicht, welche Version sie ist, darf jeder selber "entscheiden" und überhaupt.... Aaalter!


    Eigentlich wollte ich nur die Teile anpassen, herrichten usw. aber es war gleich klar, das wird nix mehr in diesem Leben. Ergo - Rhino angeworfen und ein wenig rangeklotzt. Rausgekommen ist ein - für meine Ansprüche - recht passables Modell. Die Detailierung ist eh klar kaum mit Halinski vergleichbar aber es soll ja ein GELI Modell werden. Einzig beim Anstrich hab ich mir gedacht, da muss was Besonderes drauf. Vorgestern hab ich dann zufällig eine Einheit gefunden, die im Norden von Europa stationiert war. Finnland, Norwegen - irgendwo da oben halt. Und die waren ein wenig anders als der übrige Einheitsbrei, den man so kennt.

    Und so schaut das Ganze - vorläufig - aus. Die weißen Linien werden noch mit diversen Unschärfefiltern bearbeitet, damit sie wirklich wie mit der Spühdose aufgetragen aussehen. Wobei - gab es die damals schon? Egal.

    Ich finde, dass die Welt noch mehr 109er braucht. In dem Fall eine F Version :)


    walter

  • Was mir jetzt wieder auffällt, ist, dass die Balkenkreuze auf den Tragflächen und Rumpf verschieden sind. Hatte das irgendeinen Grund?

    Es kann nicht sein, dass man in zwei verschiedenen Städten verschieden lange zum Bahnhof braucht!


    Ich druck dir die Datei aus, scan sie und schick sie dir dann.....

  • Moin, moin Walter,


    grundsätzlich waren Form und Größenverhältnisse der Balkenkreuze für Ober-, Unterseite und den Seiten mit einer entsprechenden Vorschrift geregelt.....für jeden Flugzeugtyp dann noch die genauen Größen.


    Die Form und Größe der Balkenkreuze hat sich ja auf dem Zeitstrahl von vor dem Krieg bis zum Kriegsende nicht unerheblich geändert.......in den letzten Kriegsjahren wurden dann nur noch die Winkel gesetzt (besserer Sichtschutz, Zeitersparnis, aber auch Mangel an Farbe). Es entfielen zuerst die schmalen schwarzen äußeren Begrenzungslinien, dann wurde aus dem schwarzem Kreuz ein dunkelgraues oder auch grünes und schlussendlich blieben nur noch die Winkel übrig in weiß oder schwarz/dunkelgrau. Die Balkenkreuze wurden damit auch den veränderten Tarnanstrichen angepasst um insgesamt bei einem immer größer werdenden Verlust der Luftherrschaft den Sichtschutz zu verbessern - in der Luft, aber auch abgestellt auf dem Platz.


    Wobei eigentlich auf den Flügeloberseiten die Balkenkreuze immer schmaler und damit etwas kleiner waren, wohl aus Sichtschutzgründen von oben. Die Kreuze an den Seiten und an den Flügelunterseiten waren vielfach gleich groß in gleicher "Aufmachung" - bessere Erkennbarkeit, vor allen Dingen von unten auch wegen der eigenen Flak.


    Vieles (Tarnanstriche wie auch Balkenkreuze) wurde aber auch in den aktiven Einheiten vor Ort den Gegebenheiten der jeweiligen "Landschaft" angepasst und damit "umgepönt". Da gab`s eine Menge "künstlerischer" Freiheiten.


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Grüß euch!


    Fortschritte gibts keine zu vermelden, jedoch hab ich eine ziemlich spezielle Frage:


    Welche Schrift wurde für den ALTEN Lufthansa Schriftzug verwendet? Eine hab ich gefunden, die - fast - passt. Clarendon


    Wenn man sie ein wenig staucht und schräg stellt, scheint sie zu passen. Einzig das A stimmt nicht, weil das oben noch eine zusätzliche Serif hat.


    Weiß jemand, welche Schrift damals wirklich verwendet wurde? Im weltweitem Netz bin ich bis jetzt so gut wie überhaupt nicht fündig geworden.

    Vielen Dank

    walter

    Es kann nicht sein, dass man in zwei verschiedenen Städten verschieden lange zum Bahnhof braucht!


    Ich druck dir die Datei aus, scan sie und schick sie dir dann.....

  • Und so schaut das Ganze - vorläufig - aus. Die weißen Linien werden noch mit diversen Unschärfefiltern bearbeitet, damit sie wirklich wie mit der Spühdose aufgetragen aussehen. Wobei - gab es die damals schon? Egal.

    Wenn ich mich recht erinnere* wurde die Wintertarnung mit Pinseln aufgetragen, einfach über das was-auch-immer an Farbe da war drübergepinselt. Da waren keine 2 Maschinen gleich :)


    * "Flugzeuge Classik"

  • @tilman: Die DIN Schrift scheidet völlig aus, schon alleine, weil es eine "Sans Serif" Schrift ist und der alte Lufthansa Serifen hatte und - mit Verlaub - der nicht einmal ansatzweise iiiiirgendwie ähnlich schaut .....


    walter

    Es kann nicht sein, dass man in zwei verschiedenen Städten verschieden lange zum Bahnhof braucht!


    Ich druck dir die Datei aus, scan sie und schick sie dir dann.....

  • Moin Walter,


    die Lufthansa verwendet seit Mitte der 60er die gute alte Helvetica. Dir geht es wahrscheinlich um die Zeit davor – knifflig. Würd mich nicht wundern wenn die Schrift speziell für den Schriftzug auf dem Rumpf entwickelt wurde und garkeine voll ausgebaute Schriftart ist. Das Ähnlichste was ich jetzt finden konnte heißt Skope Italic (Adobe Fonts, MyFonts), aber auch da paßt die Serifenform nicht hundertprozentig.


    Viele Grüße

    Katharina

  • Hallo Walter,


    ich als Spezialist für umständliche Workarounds würde so vorgehen:


    Die Connie von Schreiber kaufen. Die Buchstaben des Textes "Lufthansa" von der Hülle einzeln runterkopieren und daran denken

    das "A" entlang einer Senkrechten spiegeln und skalieren und dann auf die neue Hülle (von welchem Fliegerle eigentlich?) positionieren.

    Herzliche Grüße
    Gerald

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
    I'm walking! @fats_domino

  • @tilman: Die DIN Schrift scheidet völlig aus, schon alleine, weil es eine "Sans Serif" Schrift ist und der alte Lufthansa Serifen hatte und - mit Verlaub - der nicht einmal ansatzweise iiiiirgendwie ähnlich schaut .....

    Sorry, war wohl ein Mißverständnis, ich hatte alte Lufthansa gelesen und dachte an die Lufthansa der 1930er Jahre (Tante Ju usw.).

  • Welche Schrift wurde für den ALTEN Lufthansa Schriftzug verwendet?

    Im Buch Lufthansa + Graphic Design findet sich auf S. 3 folgende Aussage zu dem Thema:

    Quote

    Trotz des inzwischen vereinheitlichten Kranichs, des definierten Namensschriftzugs in der Schriftart Shadow Antiqua und der Parabel (die in der Bemalung der Super Constellation zutage tritt, Anm.), gelingt es kaum, einen einheitlichen und professionellen Auftritt umzusetzen.

    Da geht es freilich vor allem um die Umsetzung der CI im Print, wo der Schriftzug in den allermeisten Fällen nicht kursiv und auch nicht so extrem gesperrt wie in der Bemalung der Flugzeuge verwendet wurde. Trotzdem scheint mir die Schrift Schadow Antiqua - https://www.wfonts.com/font/schadow-antiqua-bq (eine "Shadow" hab ich auf die Schnelle nicht gefunden) ein guter Startpunkt zu sein. Leider aber nur für die allererste Livery, wie sie auf der Super Conny zu finden war.


    Sieht man sich die bereits adaptierte Bemalung bei Vickers Viscount oder B707 an, deutet alles auf die von Katharina ins Spiel gebrachte individuell entwickelte Schrift hin. Bei näherer Betrachtung fallen die etwas dünneren Linien und individuell angepasste Buchstaben (eigenwillig ungleichmäßige Krümmungen beim U, Serife oben beim A, ...) auf. Wenn es Dir um diese Iteration geht, wird womöglich nichts am manuellen Tracen des Schriftzugs vorbeiführen.


    LG, Martin

  • Grüß euch!


    dank euch für eure Bemühungen! Ich hab ja seinerzeit von einem Foto schon den Schriftzug abgezeichnet (geht im Grunde recht flott und einfach, wenn man die ganzen Breiten und Höhen "standartisiert".


    Allerdings hab ich jetzt mit mehr oder weniger Glück und Dusel des Dummen eine Schrift gefunden, die nahezu perfekt passt.

    Alfredo Bold Italic

    Die hat sogar den kleinen Serif beim A


    Als vergleich meine Zeichnung (oben) und das ganze mit Alfredo Bold Italic darunter - ein wenig zusammengestaucht, noch mehr schräg gestellt und zusätzlich mit einer Umrandung versehen (mit Corel kann man Schriften in Objekte umwandeln) Für das "Endprodukt" muss ich alles noch ein wenig genauer anpassen (Zumindest die Abstände)


    Ich denke, damit bin ich ziemlich nah am Original dran

    walter

  • Ja, ich denke auch, dass diese Schrift sehr nah am Original ist. Die Buchstaben etwas schmaler („stauchen“), dann passt es nahezu perfekt.

    Fertig: Patrouillenschiff POTSDAM

  • Neben dem ganzen Lufthansa Dings laufen die Rekonstruktionswerke natürlich weiter. Die 109er is ja schon fertig, ebenso der Draken (wieder im ursprünglichen Schwedischen Livree) und das kleine Ding brauch ich glaub ich nicht näher beschreiben.


    Interessant ist die Geschichte dahinter. Die N3200 wurde in Dünkirchen während der Evakuierung der dort 1940 eingeschlossenen britischen Armee abgeschossen und ziemlich professionell von Air Commodore Geoffrey Stephenson in den Sand gesetzt. Er hat den Absturz weitestgehend unverletzt überstanden, seine Spitfire blieb dort liegen und versank allmählich im Sand. 1986 wurde sie wiedergefunden und ab 2000 in Duxford restauriert. Seit 2014 ist sie wieder flughfähig und wenn ich mich nicht täusche, hab ich sie bei einem meiner Besuche in Duxford schon fliegen gesehen (in einem Monat bin ich wieder dort und da gibts dann weiter Infos oder Fotos oder so). Air Commander Geoffrey Stephenson ist leider 1954 bei einem Flug mit einer F-100 Super Sabre in den USA abgestürzt.


    Mit der neuen GELI Version der Spitfire möchte ich an deren Geschichte erinnern.


    Es ist übrigens eine Spitfire Mk I. Die Unterseite ist recht ungewöhnlich bemalt - schwarz/weiße Tragflächen, die hintere Rumpfunterseite und dast Stück unter dem Motor hat das typische hellgraublau der RAF.

  • Servus Walter,


    ich weiß: "Haaß iss", "Somma iss", Du hast viel mit den Gelis sowie dem Leben allgemein zu tun, abärrrr ... gestatte mir doch bittschön die Frage, was aus der Crusader geworden ist?


    Old Rutz

    Gründungsmitglied der HobbyModel-Gang und Luft46-Gang

  • @rutz: die Crusader steht für den Druck bereit :)

    Es kann nicht sein, dass man in zwei verschiedenen Städten verschieden lange zum Bahnhof braucht!


    Ich druck dir die Datei aus, scan sie und schick sie dir dann.....

  • Grüß euch!


    Irgendwie... hmm.... also.... nach einem kleinen Intermezzo gehts in der GELI Werkstatt wieder ein wenig weiter. Frisch fröhlich is es nicht, eher ein wenig ... sentimental. Weil ich endlich an der Corsair weitermache und die definitiv das letzte Modell von Hrn. Wittrich is. Mehr gibts nicht mehr. Mit der Konstruktion hab ich zwar schon vor einiger Zeit begonnen. Wie schon beim Jaguar, ist hier nur mehr ein Prototypbau vorhanden, deshalb wird alles mehr oder weniger neu gemacht.


    walter

  • Frisch fröhlich is es nicht, eher ein wenig ... sentimental. Weil ich endlich an der Corsair weitermache und die definitiv das letzte Modell von Hrn. Wittrich is. Mehr gibts nicht mehr.

    Servus Walter,


    hast du dich der (fiktiven) MiG 37 schon angenommen? Die ist ja auch im GELIversum vorhanden. 😃


    Die Corsair II schaut sehr super aus! 👌🏼


    Grüße


    Woifi

  • Die MiG 37 gibts leider nicht mehr

    Es kann nicht sein, dass man in zwei verschiedenen Städten verschieden lange zum Bahnhof braucht!


    Ich druck dir die Datei aus, scan sie und schick sie dir dann.....

  • Hallo Geli-Fans,


    die Corsair hat mir immer schon gefallen, sowas wie die amerikanische Fiat G-91, nur bulliger halt und ein Hochdecker, die GPM Variante habe ich schon auf dem Stapel liegen.

    Na da kommt bestimmt die GELI-Variante dazu, denn dann kann man beide die Kleine und den Großen gut mit einander vergleichen.


    Eine G-91 in 1:33 gibt es ja nur von Geli, soweit ich das weiß, was aber nicht viel heißen mag. Die Variant-Variante habe ich auch noch, aber die müßte ich selber anmalen.

    Herzliche Grüße
    Gerald

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
    I'm walking! @fats_domino