Posts by Katharina

    Ein Detail fehlt noch: Der Hof war auf der vierten Seite mit einer Arkade geschlossen, die im Bogen nicht dargestellt ist. Ich habe daher die Bogenreihe aus „Chateau2.pdf“ etwas verzerrt, damit die Arkade aus sieben Bögen besteht und mehrfach ausgedruckt. Zwei Ausdrucke habe ich Rücken an Rücken geklebt und seitlich so lange beschnitten bis es genau zwischen die Seitenflügel passte. Dort habe ich die Arkade stumpf angeleimt.
    Natürlich hätte ich die Bögen auch ausschneiden können, aber dazu war ich zu faul. Außerdem hätte das nicht zum Detaillierungsgrad des restlichen Modells gepasst (Dachgauben!).

    So, fertig ist das Jagdschloss Ludwigs XIII. und damit der Bauzustand von Schloss Versailles im Jahr 1661.
    Die Münze ist ein Stilbruch, ich weiß, aber ich hatte jetzt keinen Louis d’or zur Hand …



    ~~ wird fortgesetzt ~~

    Fehlen noch die vier Ecktürmchen von Bogen 1.
    Keine große Sache: die Dachflächen nacheinander verleimen, zusammen mit der letzten die vier Wände zum Quader schließen und schließlich die Grundfläche umklappen. Auch hier liegt diese auf dem Tisch auf, die richtige Formulierung wäre also: ich richte das Türmchen auf.

    Die Türmchen muss man lose rund um das Schloss aufstellen, eine Grundplatte gibt es nicht. Weil ich nur ungern so einen Haufen „Bauklötzchen“ bei mir herumfliegen habe werde ich mir eine erstellen. Doch dazu später mehr.

    Auf Bogen 2 sind die Teile für die Dreiflügelanlage. Ich verarbeite erst die Außenfassaden mit den Dächern und füge dann die Hoffassaden hinzu. Das entstandene Gebäude schiebe ich auf die Laschen der Grundplatte. Diese liegt dabei auf dem Tisch auf, damit sie unten bündig abschließt.
    Ich war erst ein wenig skeptisch die Grundplatte zum Schluss einzusetzen; aber es funktioniert gut und das Schlösschen steht – nach ein bisschen Anpasserei – gerade und wackelfrei.

    Jetzt kann der Bau des Download-Modells losgehen. Dazu musste ich erst das wirklich nett gemachte Flash-Spiel durchspielen und konnte dann im „Buch“ alle acht PDFs im Zip-Ordner laden. Die Teile für das alte Jagdschloss befinden sich in der Datei „Chateau1.pdf“ und sind dort auf zwei Seiten verteilt. Lassen wir mal den Drucker laufen.

    Aha, sieben Teile in handlicher Größe. Die Binnengrafik ist vorbildlich, leider ziehen sich jedoch fette Knicklinien durch die Teile. Dass diese Unsitte aber auch nicht auszumerzen ist …
    Eine Bauanleitung gibt es gar nicht, nur ein paar allgemeine Bauhinweise (je nachdem in welcher Sprache man das Spiel gespielt hat auf Englisch, Französisch, Spanisch oder Japanisch; bei mir auf Englisch). Als Hilfe beim Bau sind die Klebeflächen durchnumeriert, wobei die Reihenfolge tunlichst ignoriert werden sollte. Ich bin grundsätzlich kein Freund solcher Numerierungen, und wenn sie dann auch noch so unübersichtlich und unhilfreich sind – nee, dann doch lieber eine schöne Anleitungsskizze. Die kleine Ansicht oben im „Pergament“-Feld ist wesentlich nützlicher als all die Zahlen zusammengenommen.

    Ludwig hat nach seinem Besuch in Vaux-le-Vicomte drei bedeutende Künstler angeheuert. Der Auftrag: Er möchte auch ein so schönes Schloss auf dem Land haben. Denn der Louvre, die bisherige Residenz der französischen Könige, liegt mitten im immer hektischer werdenden Paris.
    Praktischerweise besitzt der junge König ein kleines Jagdschloss fünf Leugen (also etwa 20 km) vor der Stadt, das sein Vater und Vorgänger mit der Nummer XIII 1631–34 von Philibert Le Roy hat bauen lassen. Dieses stellte die Erweiterung eines Jagdhauses von 1623 dar, das so klein war, dass man es als „Kartenhaus“ verspottete. Dieses Jagdschloss, eine Dreiflügelanlage mit vier niedrigen Ecktürmen, möchte sich Ludwig ausbauen lassen. Es steht in einem kleinen Weiler namens Versailles.

    Bilder: gemeinfrei, da Schöpfer seit mehr als 70 Jahren tot, Jacques Gomboust / Israel Silvestre; aus Wikimedia Commons.

    Auch hier haben wir wieder eine Postkarte von L’Instant Durable, diesmal 1991 von Jean-Marie Lemaire gezeichnet. Der Begriff Modell ist in diesem Fall vollkommen unangebracht, es handelt sich eher um eine Vedute.


    Der Aufbau ist sehr simpel: das Gartenteil wird mit zwei Einschnitten und drei Knicken zur Bühne geformt – die störende Titelzeile habe ich abgeschnitten – und das Schlossteil an seinen Platz gesetzt. Weil der Leim auf der Beschichtung nicht gut haftet habe ich die oberste Schicht der Klebelaschen entfernt; da ich bei Postkartenmodellen die Knicklinien nicht mit der Nadel rille sondern mit dem Cutter ritze geht das recht einfach vonstatten.


    Fertig ist eine schöne Ansicht des Schlossgartens von Vaux-le-Vicomte.

    Wir befinden uns im Jahr 1661 nach Christus. Ganz Gallien ist von den Röm… Quatsch. Nochmal: Wir befinden uns im Jahr 1661 nach Christus. Ganz Frankreich steht unter der Herrschaft Ludwigs XIV. Wirklich? Nein: Kardinal Mazarin, der seit 1643 für den damals vierjährigen König die Regierungsgeschäfte führt, hört nicht auf dem Monarchen den Thron vorzuwärmen. Doch nun ist es so weit: der Kardinal hat das Zeitliche gesegnet und Ludwig kann als vollwertiger absolutistischer Herrscher die Macht übernehmen.
    Am 17.08. schmeißt sein Finanzminister, Nicolas Fouquet (der bald wegen Veruntreuung von Staatsgeldern verhaftet wird), auf seinem gerade fertiggestellten Schloss Vaux-le-Vicomte eine gewaltige Einweihungsfeier, zur der selbstverständlich auch Ludwig eingeladen ist. Dieser ist von den Socken ob der Schönheit und Pracht der Schlossanlage und stellt den Architekten Louis Le Vau, den Maler und Innenarchitekten Charles Le Brun und den Gartenarchitekten André Le Nôtre, die gemeinsam Vaux-le-Vicomte errichteten, in seine Dienste.


    Bild: gemeinfrei (CC0 1.0), Jebulon; aus Wikimedia Commons

    Hier haben wir unsern Bauherrn, den Sonnenkönig selbst: Seine Allerchristlichste Majestät Ludwig XIV., König von Frankreich und Navarra (*1638, 1715; König ab 1643).

    Das Modell ist eigentlich eine Bastelpostkarte, erschienen 1988 bei L’Instant Durable. Die Figur wurde von Anne-Marie Piaulet gestaltet nach Hyacinthe Rigauds berühmten Portrait von 1701.
    Modellbauerisch keine große Herausforderung: Vorder- und Rückseite mit Fußlaschen, von mir auf ein Stück Finnpappe geleimt. Leider sind die beiden Teile, besonders im Bereich des rechten Arms, nicht hundertprozentig deckungsgleich. Der Stock ist am unteren Ende recht empfindlich geraten und sollte mit Vorsicht behandelt werden.

    (wird laufend ergänzt)


    Ludwig XIV., König von Frankreich.
    Ludwig XIII. , sein Vater und Vorgänger.
    Jean-Baptiste Colbert, Berater des Königs.
    Jules Hardouin-Mansart ------- )
    Louis Le Vau--------------------- > Architekten.
    Philibert Le Roy --------------- )
    Charles Le Brun, Maler und Innenarchitekt.
    Hyacinthe Rigaud, Maler.
    Jean-Baptiste Lully, Komponist.
    André Le Nôtre, Gartenarchitekt.
    Jules Mazarin , Kardinal und regierender Minister.
    Nicolas Fouquet, Finanzminister.

    Französischer Barock ist ja schon was Schönes, besonders im Bereich der Musik, aber auch architektonisch. Deshalb habe ich mich sehr gefreut als ich neulich einen Modellbogen von seinem Hauptwerk entdeckte. Es handelt sich natürlich um das wohl geschichtsträchtigste Schloss Europas, die Residenz zu Versailles.
    Der Bogen ist in ein kleines Computerspiel eingebettet, vorgestellt habe ich ihn bereits hier.
    Diesen Bogen zu bauen habe ich nun vor.
    Da er aber die Möglichkeit liefert sämtliche Bauphasen des Schlosses darzustellen (das wird in besagtem Computerspiel sehr schön vor Augen geführt) möchte ich genau dieses tun. Dieser Baubericht wird also etwas, sagen wir: ungewöhnlich. Ich möchte euch nämlich auf eine kleine Zeitreise einladen, auf der wir zusammen mit Louis XIV die Baufortschritte in Versailles verfolgen werden. Also auf ins 17. Jahrhundert!

    Noch nicht in der richtigen Stimmung? Da lässt sich doch Abhilfe schaffen: Monsieur Savall, spielen Sie auf!
    [video]http://www.youtube.com/watch?v=MoVhEGrLXx0[/video]

    Bild: CC BY-SA 3.0, Adesio2010; aus Wikimedia Commons

    Zum ersten Teil habe ich eine Zwischendecke auserkoren, welche sich oberhalb des fünften Obergeschosses befindet. Im Inneren dieses Teils befindet sich ein weiteres Teil, das erst später benötigt wird. Beim Herausschneiden lasse ich um dieses Teil noch einen kleinen weißen Rand ich weiß selbst nicht, warum.


    Diese Zwischendecke ist nun meine Basis für den Weiterbau. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten: Entweder ich befasse mich erst mit dem Unterbau und baue das Hochhaus also von unten nach oben oder aber ich benutze die Zwischendecke als Grundplatte für den oberen Teil und bringe die Teile des Unterbaus erst später an.

    Die Teile des Modells befinden sich auf zwei auf A3-Format gefalteten A2-Bögen, also vier A3-Bögen. Ihre Anzahl ist recht überschaubar, die Schwierigkeit beim Bau dieses Modells wird wohl in ihrer Größe und der ungewissen Passgenauigkeit bestehen.
    In einer Ecke ist eine kleine Zeichnung der fiktiven Architektur zu sehen, sie ist mit Bernhard Wolf signiert.

    Nachdem ich nun meine Szenerie Empire State Building mit Zeppelin nicht weiterbauen werde, aber trotzdem noch am Wettbewerb teilnehmen möchte, sei dies nun mein neues Wettbewerbsmodell.
    Das Thema lautet ja zwischen den Kriegen 19181938. Da ist es bestimmt interessant, auch einen Bogen aus dieser Zeit zu verbauen.
    Meine Wahl fiel auf einen Bogen von 1932, erschienen im Jos.-Scholz-Verlag; Konstrukteur ist ein gewisser Bernhard Wolf. Betitelt mit Hochhaus weist das Modell trotz der Ähnlichkeit zum Daily News Building in New York (erbaut 192930) kein konkretes Vorbild auf.
    Der Bogen ist vom AGK als Reprint herausgegeben worden, diesen werde ich bauen.

    Hiermit möchte ich bekannt geben, dass ich dieses Projekt auf unbestimmte Zeit einstelle. Seit Ende Februar hat sich hier nichts getan, und für einen Weiterbau innerhalb des Wettbewerbs-Zeitrahmens fehlt mir schlicht die Zeit.
    Das heißt jedoch nicht, dass ich meine Teilnahme am diesjährigen Wettbewerb kündige; ich werde nämlich ein anderes, weniger zeitaufwendiges Modell in Angriff nehmen. Dazu später mehr.


    Liebe Grüße und auf bald


    Felix

    Hallo Christian et al.,


    die Maßstabsangaben bei diesen Burgen sind mit Vorsicht zu genießen. Betrachtet man die Türhöhe, kommt man auf einen Maßstab um 1:2001:250.
    Bezüglich der Farbgebung stimme ich mit euch überein: solche Handcolorierungen sind mir allemal lieber als sterile, lieblos hingeschlurte Computergrafik. Auch wenn hier, wie ich finde, mit dem abgeplatzten Putz etwas übertrieben wurde


    Letztes Jahr habe ich übrigens aus der selben Serie die Burg Stolzeneck gebaut:

    Hallo Thomas,


    auch ich habe diesen Bogen in meiner Sammlung, zusammen mit der Dahenfelder Kirche. Auch in flacher Form machen diese Bögen einen sehr guten Eindruck umso schöner, sie jetzt auch gebaut zu sehen.
    Ich plane schon länger, eines der Modelle selbst in Angriff zu nehmen, habe aber derzeit zu viele andere laufende Projekte. Da wird es wohl noch etwas dauern


    Wie fandest du die etwas eigenwillige Methode, zunächst das Gelände zu bauen und anschießend das Haus dort hinein zu setzen? Ist das gut machbar?


    Gruß


    Felix

    Hallo Christian, Hadu, Stefan und Andy,


    erstmal danke für eure Vorschläge!
    In die beiden Modelle Rohre einzuziehen halte ich bei einem Kartonmodell in Leichtbauweise wie dem Zeppelin für übertrieben.


    Wie wäre es, wenn ich einen Drahtwinkel nehme, der über die gesamte Länge des Zeppelins und die gesamte Höhe des ESB verläuft und dabei durch jeden Spant geführt wird?
    Den Unterbau des ESB möchte ich mit Gewichten ausfüllen, sodass hier Standfestigkeit gewährleistet wird. Die Grundplatte (auch ich dachte hier an MDF) müsste dann nicht weiter behandelt werden, das ESB könnte einfach darauf stehen. Die Platte diente dann lediglich dem optischen Gewichtsausgleich.

    Hallo Hadu,


    das wird, denke ich, das größte Problem. Ich habe mir mal ein paar Gedanken gemacht denn das Konstrukt sollte auch zerlegbar sein, ich wüsste nicht, wo ich den Wolkenkratzer mit abgespreiztem Zeppelin in meiner kleinen Studentenbude deponieren sollte.


    Um meine Überlegungen zu bebildern, habe ich eine Skizze angehängt.
    Der Mast wird mit vier Pappwinkeln abgestützt. Beim Vorbild befinden sich hier die geschwungenen Deko-Elemente, die Winkel lassen sich also gut tarnen.
    Etwas aufwendiger wird die Tarnung einer kleinen Auflagefläche, die ein Verdrehen des Zeppelins um seine Längsachse verhindern soll. Ein Drahtwinkel fixiert die Bugspitze an der Mastspitze.
    Die Hauptlast trägt jedoch ein Faden der im Zeppelin fixiert ist, irgendwann aus ihm austritt, an seiner Oberseite entlang läuft und im ESB verschwindet. Dort soll irgendwie Zug auf ihn ausgeübt werden wie weiß ich noch nicht. Möglicherweise durch eine Winde oder ein frei hängendes Gewicht.


    Mal schauen, vielleicht kann ich die Auflagefläche auch weglassen und den Draht etwas länger ausführen
    Vielleicht kann mir ja jemand ein paar Tipps geben, der sich mit der Materie auskennt ich bin ja nur Kunstgeschichtler und kein Statiker

    Zwischenbericht aus dem Planungsbüro:


    Das Postkartenmodell von Matt Bergstrom im Maßstab 1:4000 welches ich übrigens sehr empfehlen kann als Fingerübung für verregnete Nachmittage habe ich ohne die hässliche Antenne gebaut.
    Mit einem abgewinkelten Stück Draht habe ich die USS Akron (bei meinem Wettbewerbsmodell wirds natürlich der 127 sein) am Landemast verankert. Die Akron ist erhältlich unter
    http://www.buildyourownnewyork.com/ Extra projects. Mein Modellchen habe ich nicht ganz fertiggestellt es geht ja nur ums Prinzip.


    Bei der Gestaltung der Grundplatte habe ich mich sowohl vom New Yorker Stadtplan als auch von Werken Piet Mondrians (18721944) inspirieren lassen. Sie hat eine Fläche von 6x6 cm.


    So ungefähr nur eben zehnmal so groß soll mein diesjähriges Wettbewerbsmodell aussehen.

    Die Spanten 1b (vorne) und 1c (hinten) sollen nun in die Hülle eingebaut werden.
    Dies ist, wie ich feststellen musste, ein höchst kritisches Unterfangen. Denn die Dinger sind beim Einpassen höchst widerspenstig und etwas zu groß geraten, wodurch sie sich teilweise auf scheußliche Weise an der Außenseite abzeichnen. Blöd aber ich ziehe das jetzt durch.


    Damit ist die erste Sektion also fertig. Es fällt auf, dass das Material ein recht großes Gewicht hat. Die durch die Spanten entstandenen Hubbel sind natürlich ärgerlich, aber der herrlich metallische Glanz der Oberfläche macht das wieder wett. Beim Vorbild wars auch nicht besser:


    http://upload.wikimedia.org/wi…_Graf_Zeppelin_LZ_127.jpg

    Der Zeppelin ist aus 18 Sektionen zusammengesetzt, wobei mit der mittleren begonnen wird und dann zunächst die vordere Hälfte gebaut wird.
    Das Hüllenteil für Sektion 1 ist, wie alle anderen auch, auf den berüchtigten folienkaschierten Karton gedruckt. Erfreulicherweise gibt es keine durchgehenden Knicklinien innerhalb des Teils, sondern nur Endmarkierungen zum Anlegen des Lineals.
    Nach einigen Experimenten mit Restkarton habe ich festgestellt, dass der beste Effekt erzielt wird, wenn man diese Linien von der metallenen Oberseite mit dem Cutter leicht ritzt.
    Nach dem Ausschneiden habe ich Ritz für Ritz leicht geknickt. Andere Knicke sind sorgsam zu vermeiden, da sie sich nicht nur nicht entfernen lassen, sondern auf der glänzenden Oberfläche auch noch sehr gut zu sehen sind.

    Viel interessanter ist dagegen die Darstellung eines an der Turmspitze verankerten Luftschiffes, wie von den Planern des Gebäudes ursprünglich vorgesehen (auch wenn es aufgrund der Aufwinde kaum realisierbar ist und vermutlich nur ein PR-Gag war), wie auf dieser zeitgenössischen Montage zu sehen: http://www.flickr.com/photos/l…804484223/in/photostream/


    Deshalb habe ich mir den Schreiber-Bogen des LZ-127 Graf Zeppelin besorgt nicht den großen 1:200er, sondern die maßstäblich passende Metallfolien-Version in 1:400.
    Beide Bögen stammen vom Alten Meister Siegmund, und es scheint sich tatsächlich um die selbe Konstruktion zu handeln. Dies fällt besonders bei der Aufteilung der Hüllensektionen und der Abwicklung der Motorgondeln auf. Selbst die Texte mit Hintergrundinformationen sind identisch.
    Der Schwierigkeitsgrad ist mit der höchsten Stufe angegeben wohl wegen der schweren Verarbeitbarkeit der Folienteile. Ich bin gespannt

    Das Modell


    Der Modellbogen aus der Feder von Przemyslaw Tabernacki erschien 2006 bei Schreiber. Im Maßstab 1:400 erreicht das Modell eine imposante Höhe von 1,13 m. Als kleine Besonderheit lässt sich der Risalit der Hauptfassade entfernen, wodurch der Innenausbau des Foyers sichtbar wird.
    Die Spitze wird mit Antenne dargestellt, mit der das Vorbild sogar auf 443 m kommt. Jedoch wurde sie erst nach dem zweiten Weltkrieg angebracht, weshalb ich sie gemäß der Wettbewerbsbedingungen weglassen werde. Mal ganz davon abgesehen, dass sie potthässlich ist und, wie ich finde, das Gesamtbild des Gebäudes stört.


    Insgesamt wird das Modell vor allem eines: verdammt groß. Aber damit hats sich auch schon, denn außer seiner Größe bietet ein Wolkenkratzer wenig interessantes.
    Deshalb werde ich versuchen, dem Modell ein I-Tüpfelchen aufzusetzen.
    Spontan fällt mir dabei natürlich King Kong ein, wie er an der Spitze des Hochhauses hängt und von Flugzeugen beschossen wird.

    Das Vorbild


    Der Bau des Empire State Buildings an der 5th Avenue in New York City wurde noch vor dem Börsenkrach 1929 geplant und im Januar 1930 begonnen. Damit bildete es einen weiteren Kombattanten im Wettstreit zwischen Bank of Manhattan Company Building (40 Wall Street) und Chrysler Building den es mit 381 gegenüber 283 resp. 319 m Höhe für sich entschied. Bemerkenswert ist die Wahl des Bauplatzes zwischen Lower und Midtown Manhattan, wodurch es nicht von anderen Wolkenkratzern umgeben ist und in der Skyline als einsamer Riese wirkt.


    Das Empire State Building war für viele Jahre der letzte große Wolkenkratzer und wurde erst 1972 vom World Trade Center als weltweit höchstes Gebäude abgelöst.
    Seine erste große Filmrolle hatte es 1933 in King Kong, es folgten viele weitere Filme mit dem bekannten Wolkenkratzer.


    Das Gebäude besteht aus einem Stahlgerüst, welches mit Kalkstein und Granit verkleidet ist. Durch eine hervorragende Logistik konnte es in nur 18 Monaten fertiggestellt werden. Den Bauarbeitern wurde durch die Fotografien von Lewis Hine, die fast ebenso berühmt sind wie das Empire State Building selbst, ein ganz besonderes Denkmal gesetzt.

    Als Architektur-Fan lasse ich mich für den Wettbewerb natürlich in diesem Sektor nieder. Und da meine Vorliebe neben gotischen Kathedralen und Rokokokoko[SIZE=7]ko[/SIZE][SIZE=6]ko[/SIZE]-Schlösschen auch den Bauhaus- und Art-Déco-Bauten der Zwischenkriegszeit gilt, freut mich das diesjährige Wettbewerbsthema besonders.


    Leider ist die Auswahl an Modellbogen zu diesem Gebiet eher ernüchternd, um nicht zu sagen erbärmlich. Besonders schade finde ich, dass ich (Entschuldigung für den Ausdruck) ums Verrecken kein brauchbares Modell des Chrysler Buildings finden konnte. Jaja, ich könnts ja selbst konstruieren, aber dafür fehlt mir die Zeit und, wie ich mich kenne, spätestens nach einem Monat auch die Lust.


    Na gut, dann muss halt das deutlich höhere, nicht minder schöne und vielleicht etwas bekanntere Empire State Building herhalten.

    Hallo René,


    interessantes Thema! Ich werde sicherlich ein Modell finden, mit dem ich teilnehmen kann.


    Jedoch habe ich ein paar Fragen:
    Liegt ein geographischer Rahmen vor, oder ist es auch erlaubt ein Zentralafrikanisches Vorbild umzusetzen (nur so als Beispiel)?
    Was ist mit Vorbildern, die garnicht aus dem geforderten Zeitraum stammen, aber im Zustand der Zwischenkriegszeit dargestellt werden? Dürfte ich beispielsweise ein mittelalterliches Gebäude bauen, welches einen Anbau aufweist, der nur von 1922 bis 1936 existierte?


    Gruß


    Felix