Posts by woody

    Hallo Michael,

    hallo alle zusammen,


    eine MP ist auch nicht so mein Ding, aber auf der anderen Seite baue ich jede Menge Militärmodelle, und wo ist schon der Unterschied zwischen einer MP, einem Jagdbomber und einem Schlachtschiff? Alle 3 Gegenstände dien(t)en der Kriegführung und damit dem Töten. Insofern ist schon meine eigene Einstellung leicht schizophren ...


    Michael:

    Du baust zumindest ein Modell, das man nicht so oft sieht, und die Bilder Deines Baufortschritt verfolge ich definitv mit Interesse - eben weil es mal "was anderes" ist. Also mach weiter, bitte.


    Servus, Woody

    Hallo Gordon,


    ob es die GPM-155 Phantom noch gibt, weiß ich nicht, aber einen Baubericht findest Du im Nachbarforum - dort beschreibt SY 190 den Bau, nachdem er das Modell auf 1:50 herunterskaliert hat. Schaut gut aus!


    Servus, Woody

    Hallo René,


    da ich wie gesagt die GPM-Phantom schon noch auf der Liste habeRené, wären ein paar Erfahrungswerte von Dir nicht schlecht. Hast Du da noch was zum Zeigen, oder erzähl doch mal genau, wo die Probleme liegen. Im Nachbarforum war mal eine Verkleinerung auf 1:50, die recht erfolgreich verlaufen ist, wenn ich mich recht erinnere.


    Bitte mehr Input und vielen Dank schon einmal.


    Servus, Woody

    Hallo Rutz,


    mei, die Neuburger JG-74 sind so knapp 30 km von uns weg, und die F-4 ist immer über uns druber gebraust. Wenn Du das als Kind erlebst, das prägt ... ;)


    Aber die F-4 gefällt mir wirklich gut, neben der Ostarichi Draken, der F-14, der F-18, fast der ganzen Century-Serie usw. Da bleibt noch was zu tun.

    Quote

    faszinierend, wie Du hier die verschiedenen Konatruktionen gekreuzt hast! Z

    Das hat mich einfach mal gereizt, und es hat erstaunlich gut gepasst.


    Servus, Woody

    Also, ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich bekomme bei dem Anblick echt Lust, wieder mal eine F-4 zu bauen ... ;)


    Auswahl wäre ja noch genug da:



    Aber mal ernsthaft: 2 mal möchte ich sie schon noch bauen:

    • ein Mal die GPM F-4E - ich liebe einfach Haifischmäulchen als "Nose Art". Und diese Phantom scheint die Beste zu sein, die man derzeit bekommen kann

    • Und die von Wilhelmshavener, einfach aus purer Nostalgie. Diese Modell habe ich jetzt seit ca. meinem 16. Lebensjahr, und die wird noch angeschnitten! Allerdings wahrscheinlich eingescannt, auf 1:33 vergrößert, veilleicht mit Texturanleihen der Yoav-Phantom versehen (das wird eine üble Arbeit) und gesupert (Düsen und Cockpit der Yoav-Phantom; Fahrwerksschächte wie hier beschrieben usw). Und dann gefällt mir die Bemalung der "Jolly Rogers" auch noch recht gut.


    Mal sehen ...


    Servus, Woody

    Last but not least: Die beiden "Halbschwestern" im direkten Vergleich:


       


       


    Fazit zuletzt: Die Yoav-Phantom ist ein tolles Modell. Vielleicht nicht perfekt, aber mit seinem kostenlosen Download-Modell spielt Yoav definitiv in der Oberliga mit. Wer den Aufwand leichter Verbesserungen nicht scheut und in in der Lage ist, kleinere Probleme zu lösen, wird so richtig belohnt werden. So a la Churchill: Man kann gewinnen, aber erst nach Blut, Schweiss und Tränen ;)


    Ich schätze mal, dass das nicht mein letztes Yoav-Modell gewesen ist.


    @Yoav Hozmi:

    Yoav, I don‘t know if you will ever read these lines, but if so: In spite of some smaller issues this model was a pleasure to build and looks simply awesome. Thanks a lot for sharing your great model with us.

    Ein weiteres Experiment war die die Cockpit-Haube: Auch wenn die Abwicklung von Yoav besser ist, hat mir die Geli-Haube insgesamt gut gefallen und war sauberer zu bauen. Daher habe ich im ersten Schritt die Konstruktionvon Yoav mit der von Geli gekreuzt ... und das ist dabei herausgekommen:


       


    Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht noch ganz gut aussieht - es hat einfach nicht richtig gepasst! Und dann war der Zug der Plastikfolie auch noch zu stark, so dass ich zum ersten Mal eine gekaufte, tiefgezogene Kanzel genommen habe. Herhalten musste dafür das Cockpitdach der F-4J von Halinsky, die man sehr gut an die Yoav-Phantom anpassen konnte:


    Und so in 3-dimensionaler Form:


       


     


    Ich denke, das ist ein ganz brauchbarer Kompromiss: Nicht ganz so aufwändig wie bei GPM, aber passend und insgesamt stimmig für die Yoav-Phantom.


    Auch die Räder habe ich Geli-getuned: Hier habe ich die Reifenwände und die Laufflächen der Geli-Phantom mit den Radscheiben der Yoav-Phantom kombiniert - mir haben die Geli-Reifen einfach besser gefallen und das hat erstaunlich gut gepasst.

    Daneben habe ich dann noch einige Anpassungen und Verbesserungen vorgenommen, die sich gut in die Gesamtkonstruktion integrieren ließen - was bleibt also zu tun?


    Etwas, was mir an der Geli-Phantom sehr gefallen hat, waren die für Geli-Verhältnisse gut modellierten Fahrwerksschächte. Ich wollte auch die Yoav-Phantom mit Fahrwerk bauen, aber es muss bei der Qualität des Modells dann schon mit echten Schächten sein.


    Mein erster Gedanke war: Mal sehen, wie die Geli- und die Yoav-Bauteile zusammenpassen; vielleicht kann man die Geli-Schächte "recyclen". Und schon der erste Versuch im Gimp sah gar nicht schlecht aus:



    Aber dann waren die Geli-Schächte angesichts der Yoav-Textur doch sehr schlicht, daneben waren auch noch kleinere Anpassungen notwendig. Also wieder mal die bewährte Kombination aus Blender und Gimp angeworfen und die Schächte für die Yoav-Phantom neu konstruiert. Die Texturen stammen von der GPM-Phantom F-4F (GPM-155), wobei ich die an die etwas einfachere Konstruktion angepasst habe. Das Ergebnis sieht dann in 2D so aus:


    Bevor Ihr jetzt denkt "der nörgelt ja nur noch": Das war es dann an Kritikpunkten im Großen und Ganzen! Es bleibt noch jede Menge Gutes zu sagen:

    • Die Passgenauigkeit ist insgesamt gut bis sehr gut. Z.B. sind die Lufteinlässe der Phantom immer wieder mein "Angstgegner"; hier war die Geli-Phantom sehr knapp bemessen, die Lufteinlässe der Yoav-Phantom dagegen saßen nach gründlichem Vorformen mit einem "schmatzenden Saugen" sofort perfekt.
    • Bug und Rumpf: keine nennenswerten Probleme
    • Im Heckbereich konnten leichte Ungenauigkeiten mit anzubauenden Platten und Anbauteilen sehr gut kaschiert werden
    • Auch die Tragflachenansätze haben ganz gut gepasst; leichte Ungenauigkeiten konnte mit Anbauteilen ausgeglichen werden. In diesem Bereich fand ich allerdings die Konstruktion der Geli-Phantom etwas besser.
    • Die nach oben gewinkelten Außenflügel: mit ein paar einfachen Details werden die zu einer echten Augenweide;
    • Jede Menge Außenlasten in Form von Tanks und Raketen, die man in verschiedenen Konfigurationen anbringen kann
    • Und immer wieder die geniale Textur, die fast an die von der GPM-Phantom herankommt. Die hat mich schon am ausgedruckten Bogen fasziniert und sieht am fertigen Modell einfach nur gut aus.

    Wo es nochmals ganz schlimm wurde, war das Höhenleitwerk. Entweder habe ich hier die Anleitung komplett falsch verstanden, oder aber die Bauteile sind falsch konstruiert.


    Um es klar zu sagen: Wenn man die Teile so anklebt, wie es vorgesehen ist, kommt ein Leitwerk heraus, das von einer F-86 stammen könnte - aber eben nicht die typisch hängenden Flossen einer F-4!


    Das Höhenleitwerk laut Bauteilen und Anleitung ...


       


    ... und was ich daraus gemacht habe:


       


     


    Fazit: Hier waren die Nacharbeiten erheblich! Auch die Geli-Phantom war an dieser Stelle nicht perfekt, aber schon deutlich leichter zu bauen. Das Ergebnis hat mich zuletzt dann doch einigermaßen überzeugt.

    Ganz krass wurde es dann am hinteren Teil des Rumpfs: Die Anleitung schlägt ernsthaft vor, dem fertig gestellten Rumpf "den Ar... aufzureissen", Papp-Versteifungen einzusetzen und dann wieder zu beplanken ... ?(?(


       


     


    Echt gruselig, oder? Und dabei wirklich unnötig. Es ist gar kein Problem, bei den Segementen die Laschen der Raketenbuchten anzuritzen, die Segmente dann normal fertigzustellen, die Papp-Platten in der Größe passend einzubauen und zuletzt den Rumpf wie gewohnt zusammenzubauen. Wenn dann alles gut getrocknet ist, kann man die Laschen mit einem scharfen Skalpell auftrennen und die Laschen nach innen drücken, um die Raketenbuchten 17E einkleben zu können.

    Ein weiterer Fehler in der Anleitung ist hier zu sehen: Der Spant A reicht von der Flügelwurzel bis zu den nach oben geknickten Flügelenden - ist aber in Teilen der Bauanleitung nicht vorhanden. Ich tippe mal, dass hier verschiedene Prototypen fotografiert wurden:


         


    Klar, das ist nicht wirklich schlimm, macht aber die Interpretation der Anleitung manchmal schwierig, einfach weil man sich nicht immer darauf verlassen kann, sondern stets mit den Bauteilen abchecken muss.

    Jeder, der ein Modell konstruiert, kennt das Gefühl: Es macht Spass, das Modell zu entwickeln und den oder die Prototypen zu bauen; langweilig wird es aber, wenn es dann an die Bauanleitung geht. Und hier geht Yoav einen eigenwilligen und etwas gewöhnungsbedürftigen Weg, indem Bauabschnitte zu einer Art "Diashow von Modellfotos im Toilettenpapierformt" zusammengesetzt sind, teilweise mit Kommentaren und Skizzen ergänzt. An sich keine schlechte Idee, aber schon beim Studium sind mir leichte Unstimmigkeiten aufgefallen.


    Beispiel 1: Fahrwerk und Fahrwerksschächte

    Yoav‘s Modelle scheinen primär für die Darstellung im Flugzusatnd, also mit eingezogenen Fahrwerk vorgesehen zu sein.Dennoch gibt es eine recht schöne Darstellung des Fahrwerks, wobei die Bauanleitung hier nicht konsistent ist:


       



    Tatsächlich ist zumindest bei dem Download von mir KEINE der hier dargestellten Versionen baubar, da weder der angedeutete "gedruckte" noch der "echte" Fahrwerksschacht verfügbar waren.

    Hallo alle miteinander,


    auch wenn es vielleicht etwas langweilig wird: Nach dem Bau der Geli-Phantom habe ich mir die F-4E von Yoav Hozmi einmal näher angeschaut, die mir schon beim Download als zumindest bemerkenswert aufgefallen war.


    Bedingt durch die aktuellen Umstände bleibt am Abend tatsächlich mal etwas mehr Zeit, die man mit Modellbau verbringen kann, so dass ich das Modell zunächst auf Maßstab 1:33 skaliert und dann (noch digital am Computer) den Zusammenbau überprüft habe. Mein relativ schnelles Fazit war:

    • Teilweise deutlich besser detailliert, vor allem im Bereich des Cockpits
    • eine wunderschöne Textur
    • Erster Eindruck: Im Gesamtaufbau ähnlich zur Geli-Phantom - na ja, jeder kann sich mal irren ... ;)

    Begonnen habe ich damit, die in JPEG-Dateien gelieferten Bauteile (ziemlich genau DIN-A4 bei 300 dpi) auf DIN-A3 Bogen neu anzuordnen, ein paar Änderungen mit einzubringen und dann alles mit einer Skalierung von 330 dpi auszudrucken. Dadurch habe ich das Modell vom ursprünglichen Maßstab 1:30 auf 1:33 verkleinert.



    Hallo Axel,


    vielen herzlichen Dank für Deine ausführlichen Tests und das Abschluss-Ergebnis. Mann, Du hast Dir ja eine Riesenarbeit gemacht.


    Eine Frage hätte ich jedoch: Du unterteilst in deinem Abschluss-Fazit die Testsieger in 2 Gruppen - warum ist die SCHMINCKE Universal 50594 für die abschließende Lackierung eines fertigen Modells weniger geeignet als der LUKAS Sprühfilm Matt?


    Servus, Woody

    Hallo Ulrich,


    das hat jetzt mit den Augen nicht soooo viel zu tun! Mein Vater ist Arzt und hat diese Beilagen gesammelt bzw. dann an mich vermacht. Und die Lichtenstein habe ich damals als Kind gebaut; deshalt das Dejavu.


    Servus, Woody

    Hallo Walter,
    bei mir liegt die SR-71 auch noch auf Halde; auch von mir vielen Dank für die Zusatzspanten.
    Das mit dem Papier ist so eine Sache: Ich habe schon bei der F-4 den Verdacht gehabt, dass das Papier zu dünn ist und daher einen Scan verbaut. Der hat einwandfrei funktioniert. Und bei der SR-71 werde ich es wohl genauso machen.


    Auf jeden Fall vielen Dank für Deine Mühen.
    Servus, Woody

    Hallo Marco,


    vielen Dank für Deine Antwort eine Veröffentlichung betreffend. OK, motivierend sieht irgendwie anders aus ... :(


    Aber bist Du mit

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    Ohne Genehmigung vom Verlag darfst Du das Modell leider nicht öffentlich zur Verfügung stellen.

    ganz sicher? Gut, ich darf das Modell nicht "Stardust" nennen und auch keinen Bezug zu Perry Rhodan machen, aber wenn das ein an den WvB-Entwurf angelehntes Design des Raumschiffs "Sternchenstaub" von Kapitän Gerry Wotan ist, das hier kostenlos angeboten wird, was kann der Verlag da dagegenhaben??? ;););)


    Servus, Woody

    Hallo Martin, hallo Marko,


    nochmals, das soll keine Kritik an Eurer Arbeit sein - bitte nicht falsch verstehen. Ich hätte mich aus den genannten Gründen halt über eine "Original"-Stardust mehr gefreut.


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    Die optischen Anleihen an das Space Shuttle waren z.B. gewollt, ...

    Was ich vom Design her nicht nachvollziehen kann (Begründungen siehe vorher im Thread) ...


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    ... auch das Aussehen der Trägerrakete ist direkt so vom Verlag gekommen

    ... womit ich hier wiederrum gut leben kann, da sie sowohl von der "Zeitlinie" her passt als auch mit den Risszeichnungen weitestgehend übereinstimmt.


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    Die Wünsche des Auftraggebers müssen natürlich berücksichtigt werden.

    Ja mei, wer zahlt, schafft an! :D


    Die Äußerung

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    Mir ist egal, was in den Romanen steht,

    finde ich allerdings schon krass, denn wenn das keine Rolle mehr spielt, brauchen wir uns an gar nichts zu halten. Dann ist allerdings auch ein Space-Shuttle-Verschnitt kein Problem mehr.


    In einem Punkt gebe ich Euch allerdings mittlerweile recht: Das "klassische" Stardust-Design hat sich bis jetzt standhaft geweigert, sich sinnvoll auf 1:350 verkleinern zu lassen! ;(?(
    Euer Shuttle-Design macht hier definitiv weniger Probleme.


    Jetzt blase ich mal die Trägerrakete samt Shuttle auf 1:96 auf und schau dann, wie die beiden Raumschiffe auf der Rakete daher kommen.


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    Um so schöner ist es doch, wenn woody nun den Fans noch eine andere Version liefern kann.

    Martin, da wollte ich Dich ohnehin noch fragen, wie der Verlag das sieht. Kannst Du mir da weiterhelfen bzw. kennst Du einen Ansprechpartner, der mir sagen kann, ob ich das Modell kostenlos mit Bezug auf "Perry Rhodan" und "Stardust" freigeben darf ode rnicht?


    Servus, Woody

    Hallo Hadu,


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    Schon mal von den Firmen Strombecker oder Glencoe gehört?


    Yep; ich hab sogar noch einen ungebauten Bausatz des Mondlanders von Glencoe; eindeutig eine Anlehnung an die WvB-Projekte zur Mondlandung von 1952.


    Was Du hier zeigst, ist die Ferry-Rocket, also die bemannte Transportrakete, so wie sie in der Zusammenarbeit Disney / WvB dargestellt wurde. Eben der leicht geänderte / verbesserte Entwurf des Projekts von 1952. Der "round the moon"-Trip sollte jedoch mit einem anderen Schiff, der RM-1, durchgeführt werden; wie im Film dargestellt.


    Aber OK: Als Vorstellung der beiden Perry-Rhodan Autoren 1961, wie die Stardust ausgesehen haben könnte, könnte sie tatsächlich herhalten. Womit wir dann wieder bei der Ausgangsfrage wären: Warum sieht dann die Risszeichnung doch deutlich anders aus??? :D


    Servus, Woody

    Bleibt als einzige Frage: WANN GENAU hat Ingolf Thaler die Rißzeichnung gezeichnet, welche Quellen hatte er zur Verfügung und wie sehr hat er die textuellen Beschreibungen in "Unternehmen Stardust" bei der Zeichnung berücksichtigt. Aber mein Eindruck ist, dass die Rißzeichnung in starker Anlehnung an das WvB-Projekt entstanden ist. Dazu kommt, dass sich der Entwurf evolutionär ganz gut in die Entwicklung der WvB-Projekte beginnend ab 1952 einfügen würde.


    morewings: Ich glaube eigentlich nicht, dass die N1 eine große Rolle bei der Trägerrakete der Stardust gespielt hat. Auch wenn gewisse Ähnlichkeiten existieren, so würde ich eher annehmen, dass die N1-Entwickler Anleihen bei den WvB-Projekten genommen haben; vielleicht aufgrund von ähnlichen Überlegungen, WIE sie die ursprünglich 24, später 30 Triebwerke bündeln sollten. Dagegen sind die Stabilisierungsflächen bei den Trägerraketen von WvB und Stardust ja praktisch eine 1:1-Kopie; und auch die Maße sind ziemlich ähnlich.

    Das Missionsprofil, das in diesem Projekt vorgeschlagen wurde, entsprach 1:1 dem, das auch in "Unternehmen Stardust" beschrieben wurde. Einziger wesentlicher Unterschied: DIe Stardust wäre wegen der Verwendung leistungsstärkerer Atomtriebwerke mit 3 statt mit 5 Stufen ausgekommen:



    Die Ähnlichkeiten im Aufbau der Trägerrakete und des Raumschiffs springen einem aber schon ins Auge:



    Und auch nach der Landung auf dem Mond sind die Ähnlichkeiten augenfällig, wenn man die unterschiedlichen Antriebe (chemisch / atomar) berücksichtigt:



    "Unternehmen Stardust":

    • 4 Teleskop-Beine im Winkel von knapp 45°
    • Landebein 4 wurde beschädigt (S. 25), konnte aber repariert werden
    • mit Großschleuse und Lastenkran / Transport-Korb (S. 30)
    • ausklappbare Leitersprossen entlang der Schiffshülle, die aber wegen der Strahlung des Triebwerks nach der Landung nicht sofort verwendet werden konnten
    • Deltatragflächen (S. 62)


    Und dann noch das Raumschiff selbst:



    Dazu die Beschreibung aus "Unternehmen Stardust" (S. 12):

    • Cockpit/Zentrale - "Dicht unterhalb der scharfen Raketennase" (was immer das heißen soll):
      2 Pilotensitze, dahinter die Sitze für Bordarzt und Navigator (WvB: nur 2 Mann Besatzung)
    • Dahinter ein kleiner Aufenthaltsraum mit Bordküche (WvB: Astrogator-Kabine)
    • Darunter das Nutzlast-Magazin mit Großschleuse und Lastenkran (OK, das fällt bei WvB doch eher klein aus)
    • Danach Tank mit Wasserstoff; darunter Pumpen und Reaktor (WvB: chemisch)
    • Zuletzt Expansionskammer mit Triebwerk


    Wie gesagt: Macht den WvB-Entwurf ein bisschen größer bzw. breiter und ändert den Antrieb ab, und Ihr seht IMHO die Stardust fast 1:1 vor Euch.


    Einziger Design-Unterschied: Der Rumpfbug des WvB-Projekts ist klar strukturiert und ergibt für mich Sinn, während das "Konus-/Zylinder-Geschachtel" von Ingolf Thaler zumindest exotisch aussieht.

    Eine m.E. nach wesentlich bessere Quelle ist allerdings das "Spaceship Handbook" von Jack Hagerty, in dem so ziemlich alle Raumschiff-Designs des 20. Jahrhunderts aufgelistet werden, die sich irgendwie in die Kategorie "Realisierung der Raumfahrt" einordnen lassen. Für Modellbauer im Raumfahrtbereich eine unglaubliche Fundgrube:



    Und zu Beginn der Evolution: Das berühmte v.Braun Projekt aus dem "Colliers Magazine" von 1952:



    ... das im Verlauf der Zusammenarbeit mit den Disney Studios leicht mutierte:



    ... und das um ein "kostengünstigeres" Mondprojekt von 1958 - 1960 erweitert wurde (als Buch und im Readers Digest 1961 publiziert):



    Wenn man sich die Trägerraketen im Verlauf von gerade mal 8 Jahren anschaut, kann man doch eine Menge Ähnlichkeiten entdecken:

    • Glocken- bzw. Konusförmiger Rumpf
    • Der Antrieb wird durch meist zahlreiche, aber eher leistungsschwache Triebwerke realisiert
    • Die Oberstufe, also das eigentliche Raumschiff, ist geflügelt und landet nach dem Wiedereintritt auf Flugzeugart

    Also Ihr könnt einen wirklich kirre machen ... ;)


    Jetzt habe ich "Unternehmen Stardust" (5. Auflage) im Hinblick auf technische Einzelheiten glatt noch mal im Schnelldurchgang quergelesen:


    @Hadu

    Quote

    hatte die Stardust-Trägerrakete in der ersten Stufe 44 konventionelle Triebwerke


    Ganz knapp daneben. Nach Ausführungen von General Pounder auf S. 8 und S. 13 hat die Trägerrakete 42 Großbrennkammern mit chemischem Treibstoff (Brennstoff: N-Triäthyl-Borazan, Oxydator: Salpetersäure); Stufe 2 und 3 (Stardust) haben Atomantrieb mit je einem Plutionium-Reaktor und Wasserstoff als thermischer Stützmasse.


    Shit: Das heißt im Klartext, dass das Modell der Trägerrakete von Martin an dieser Stelle grob vereinfacht wurde; vermutlich wg. der Zielgruppe.


    Quote

    war, so glaube ich "silbern schimmernd" und hatte Bullaugen...


    Die Stelle bzw. eine ähnliche Beschreibung habe ich nicht gefunden; aber silbern schimmern klingt jetzt nicht so unwahrscheinlich. Von Bullaugen war aber ziemlich sicher nicht die Rede.


    Allerdings habe ich noch einen Unterschied gefunden:
    In den Beschreibungen ist beim Antrieb der Stardust von "1 Haupttriebwerk und 4 kleinen, schwenkbaren Steuertriebwerken" die Rede. Das Modell von Martin ist an dieser Stelle relativ zutreffend, während die Risszeichnungen eigentlich nur 2 Steuertriebwerke in den Tragflächen hergeben. Oder sollen hier 2 Triebwerke übereinander liegen (oberhalb und unterhalb der Tragfläche)?


    morewings

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    Beantworten läßt sich diese Frage nach einem Einfluß der N1 auf Stardust nur nach eingehender Geschichtsforschung.


    Dann mach ich mal einen kleinen Anfang:
    Ich habe noch einen Band "Risszeichnungen 2" vom Pabel-Verlag, datiert von 1979. Allerdings waren diese Bände immer Zusammenfassungen, so daß man, wenn man die Spannbreite der Zeichnungen in Betracht zieht, mit Sicherheit Zeichnungen von 8 bis 10 Jahren vor sich hat. Das Vorwort lässt hier leider auch reichlich Interpretationsspielraum.



    Hallo Klaus,


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    das T-Leitwerk und die Flügel liegen sehr nah beieinander - ob das sinnvoll ist ?


    OK, DAS meint Du. Na ja, das gebe ich dann an Wernher weiter - der war wohl maßgeblich beteiligt. ;)


    Aber recht hast Du schon: Das dürfte die hauptsächliche Ähnlichkeit zum Space Shuttle sein - beide fliegen sich wie ein Backstein mit Flügeln ... :D


    Servus, Woody

    Hallo Roman,


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    für mich gibt es auch eine sehr große Ähnlichkeit mit der russischen N1 Rakete.


    Aber das ist wohl eher Zufall; die Ähnlichkeit zum WvB-Projekt ist doch viel deutlicher. OK, man könnte mal schauen, WANN die Risszeichnungen von Ingolf Thaler entstanden sind. Aber dass die N1 hier einen Einfluss hatte, glaube ich nicht wirklich.


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    Liebe Grüße, see ya next year.


    Ich tät mich riesig freuen - wann und wo?


    Servus, Woody

    Hallo Gerald,


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    Werner v. Braun ist für die Realität zuständig und für Science fiction Herr Thaler, und darum geht es, also sich an der Rißzeichnung orientieren.


    Da gebe ich Dir prinzipiell Recht, das Problem ist halt, dass IMHO die Risszeichnungen nicht wirklich konsistent sind und sich das Modell ohne gewisse (massive?!?) Vereinfachungen nicht verkleinern lässt. Schon gar nicht auf 1:350 - insofern hatte Martin wahrscheinlich gar nicht so unrecht, einen Space-Shuttle-Verschnitt zu konstruieren, der sich von der vermutlichen Zielgruppe noch bauen lässt.


    Würde ich dagegen eine gewisse Anpassung in Richtung des WvB-Entwurfs machen, sähe es mit einer Verkleinerung schon deutlich besser aus; vielleicht nicht auf 1:350, aber 1:144 bis 1:250 sollte drin sein.


    Aktuell vergrößere ich die Trägerrakete und das Stardust-Shuttle auf 1:96 - Mein Gott, das sind keine Bauteile mehr, das sind nur noch Riesenlappen, die dabei herauskommen ...


    Quote

    ... gibt es das auch als Download?


    Da muss ich mal schauen, wie das der Pabel-Moewig-Verlag sieht. Eigentlich hatte ich vor, denen das Modell anzubieten, falls die Interesse haben. Falls nicht, hängt es davon ab, ob ich den Namen "Stardust" verwenden darf, falls ich es als Fan-Art zum Download anbiete. Mal sehen ...


    Servus, Woody

    Jetzt würde es mich interessieren, wie Ihr über das Modell denkt - vor allem was den Rumpfbug angeht. Soll ich das so lassen, wie es der Risszeichnung von Ingolf Thaler entspricht, oder soll ich Vereinfachungen vornehmen, die eine stärkere Anlehnung an den Entwurf von Wernher von Braun zur Folge hätten.


    Ein weiteres Problem: Das Modell ist im Maßstab 1:96 und hat eine Länge von knapp 25 cm über alles. Eigentlich hatte ich vor, das Modell so zu verkleinern, dass es zu Martins Trägerrakete passt, die im Maßstab 1:350 gehalten ist. Aber bereits jetzt sind manche Bauteile im Millimeterbereich, so dass eine Verkleinerung ohne Vereinfachungen am Modell nicht möglich ist.


    Also bleibt nur: Das Modell der Trägerrakete auf 1:96 vergrößern, was bei einer aktuellen Auflösung von 600 dpi dann eine Auflösung von 165 dpi zur Folge hätte, was im Bereich "gerade noch akzeptabel" liegen würde. Dafür wäre das Gesamtmodell dann ca. 96 cm hoch und würde gut zu der Saturn V von Revell passen - so als Vergleich zwischen Traum und Wirklichkeit.


    Und jetzt bin ich auf Eure Meinungen gespannt.


    Servus, Woody