Ziemia Szczecińska, 1:200, Orlik

  • Als nächstes Projekt ist der Massengutfrachter "Ziemia Szczecińska" ("Stettiner Land") auf meiner Schneidmatte gelandet. Er wurde 1966 von den Cantierei Riuniti in Triest (gemäss einer andern Quelle den Fincantieri Monfalcone) für die Reederei Polska Zegluga Morska gebaut und war dort bis 1986 in Betrieb.



    Spezifikationen:

    Gesamtlänge: 190,464 m

    Breite: 22.800 m

    Tiefgang: 9.850m

    Bruttotonnage: 16.452 BRT

    Tragfähigkeit: 23.350 DWT


    Viel mehr gibt das Internet nicht her, ausser einem Bericht von Loyds aus dem Jahre 1976 über eine nächtliche Kollision mit dem Frachter "Djerada" in der Strasse von Dover.


    Der Bogen im Format A3 besteht aus einer kurzen Beschreibung und einer Textbauanleitung in Polnisch, die Slawomir in verdankenswerter Weise übersetzt hat. Dazu kommen 7 Seiten Skizzen, 8 Seiten mit Spanten, 2 Seiten dünnes Papier mit den farbigen Laschen für den Rumpf und den Teilen für den Ständer, sowie 12 Seiten mit den Kartonteilen. Total sind es 3'333 Teile, davon 320 Schablonen. Das ergibt eine gute, aber nicht übertriebene Detaillierung


    Die Bauanleitung gefällt mir ausserordentlich gut: gut lesbare Zeichnungen, Schrägansicht, Aufsicht und Seitenriss, rot eingezeichnete Reling und Seile/Taue, exakte Details der Lukendeckel inkl. Seilführung ...


     


    Das Modell kann mit geschlossen oder mit einzelnen oder allen geöffneten Luken gebaut werden.


    Andi

  • Moin Andi,


    ich freue mich dass Du einen Zivilen angeschnitten hast. Wenn es Fragen gibt, dann einfach schreiben. Ich helfe gerne.


    Bei den Luken kann ich aus dem realen Leben sagen, " Finger weg wenn sich die Deckel anfangen zu bewegen."


    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee in die Schweizer Berge

    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

    Edited once, last by Shipbuilder ().

  • Hallo,

    Sehr schön das Sie damit angefangen sind.

    Ich habe vor etwa 5 Jahren damit angefangen. Gebaut habe ich das Spanten Gerüst, die Decken

    und 50% von Aussenseite.

    Jetzt, weil wir doch zu Hause bleiben sollen, habe ich weiter gemacht.

    Rumpf ganz fertig. Deckhaus 50%.

    Und angefangen mit der ersten Lüke. Quarantaine soll noch Wochen dauern !!

    Bis jetzt keine grosse Schwierigkeiten gefunden.


    Gert Vlaanderen

  • Hallo Andi,

    da hast Du ein schönes Modellprojekt, das richtig Spaß macht. Ich hatte die Dame vor einigen Jahren gebaut. Das einzige Problem, auf das ich gestoßen bin, zeigte sich beim Aufsetzen des Deckshauses auf den Rumpf. Bei mir klaffte an der Unterseite des Deckshauses eine Lücke von 2-3mm zum Deck.Ich habe sie mit einem vorgesetzten Streifen kaschiert. Ich kann auch nicht sagen, ob das ein Baufehler von mir oder ein Konstruktionsfehler im Bogen ist.


    Ansonsten ließ sich alles problemlos bauen und paßt gut.

    Viel Vergnügen damit!

    Manfred

  • Hallo Andi,


    da ist auf Deck wieder richtig was los, ich freue mich.


    Gert Vlaanderen Herzlich willkommen bei uns, schön Dich hier zu sehen. Hast Du eine Einschätzung, ob Houten dieses Jahr stattfinden wird?


    Liebe Grüße

    René

    Ein leerer Kopf nickt leichter.

  • Das Spantengerüst

    Danke, Arne, für dein Angebot. Bei Bedarf komme ich sehr gerne darauf zurück.


    Und auch euch, Gert und Manfred, werde ich ungeniert löchern, wenn ich ein Problem habe.


    Bilder, Nils, gibt es hier. Aber einen Baubericht habe ich nicht gefunden. Sonst könnte ich mir ja diesen hier ersparen ;).


    Für die Spanten habe ich wie üblich den LC-Satz verwendet. Die Teile sind dort nicht bezeichnet, aber da die LC-Bögen mit einer kleinen Ausnahme identisch zu den Papierbögen sind, ist die Zuordnung leicht. Es fehlen drei Trennwände für den Laderaum und die Verstärkungen für Haupt-, Back- und Achterdeck. Zum Glück habe ich grossformatige Kartonbögen auf Lager.


    Die Querspanten sind für die geschlossene und die offene Variante separat vorhanden. Den Längsspant und die Stringer muss man entsprechend beschneiden und dabei auch die Schlitze für die Querspanten anpassen.



    1: Schnittmarkierung bei geöffnetem Laderaum

    2: Schnittmarkierung bei teilweise geöffnetem Laderaum

    3: Schnittmarkierung für den Schlitz für den Querspant


    Ich habe mich für die ganz geöffnete Variante entschieden:



    Einigermassen stabil wird das erst, wenn der - rundum verstärkte - Laderaum eingebaut ist.



    Andi

  • Hallo,


    Hast Du eine Einschätzung, ob Houten dieses Jahr stattfinden wird?

    Bis heute ( 06-05-2020 ) gehen wir davon aus das Euro Scale Modelling am 21-ten November statt findet.


    Bei mir klaffte an der Unterseite des Deckshauses eine Lücke von 2-3mm zum Deck.

    Ich bin gerade dran um das Deckhaus drauf zu setzen. Wann ich mit dem Deckhaus angefangen habe hatte ich schon

    bemerkt das es eine Wölbung (??) gibt. Das schaut sich auch wann mann die Deckhaus Wänder aufbaut.

    So ich bin darauf vorbereitet ( hoffe ich jedenfalls)


    Grüsse,


    Gert Vlaanderen

  • Hallo Andi,

    in der alten Version der Forensoftware hatte ich mal Bilder von der gebauten Ziemia eingestellt. Anscheinend sind diese nicht mehr vorhanden.

    Deshalb stelle ich noch einmal ei paar Bilder ein.


    Ich weiß nicht, ob es noch verfügbar ist. Bei Lasermodelle.de (Fey) gab es zur Ziemia die zierliche Decksreling und die Ringe um die Lüfterpfosten als LC-Set.

    Die Seite ist allerdings nicht mehr erreichbar, aber vielleicht kann jemand aus dem Forum weiterhelfen.

    Gruß

    Manfred

  • Danke, Gert und Manfred, für eure Bilder!


    Aktuell bin ich daran, die Rippen in den Laderäumen einzukleben, 142 an der Zahl. Die Hälfte ist geschafft. Fiete würde diese Arbeit wohl "kontemplativ" nennen ;). Ich finde sie eher langweilig.



    Interessant finde ich den Umstand, dass die Rippen innerhalb der Laderäume sind. Ich hätte da glatte Wände erwartet, denn bei Schüttgut sollten Ecken und Winkel unerwünscht sein, da sie die vollständige Leerung und Reinigung erschweren. Und bei Stückgut ist der Raum dazwischen wohl nicht ausnutzbar. Aber notwendig werden sie wohl sein und vielleicht wiegt die zusätzliche Ladekapazität den zusätzlichen Aufwand auf.


    Vielleicht kann Arne etwas dazu sagen?


    Andi

  • hallo Andi,

    Das dürften die Spanten des Rumpfes sein, die Du da siehst und einbaust - es sei denn, du hast einen Doppelhüllen Rumpf.


    Gruß

    Peter

  • Hoi Peter


    Schau dir einmal die Bilder im Beitrag 7 an. Für mich sieht das wie eine Doppelhülle aus. Daher meine Verwirrung.


    Lieben Gruss

    Andi

  • Moin,


    Die Ziemia Szczecińska dürfte wohl nur eine einfache Hülle gehabt haben. Sie wurde bereits 1966 gebaut und selbst bei Tankern hat sich die Doppelhülle ja erst nach dem Unfall der Exxon Valdez im Jahre 1989 durchgesetzt. Für (neue) Massengutschiffen ist eine Doppelhülle sogar erst seit 2006 vorgeschrieben.

    Ich vermute vielmehr, dass der Konstrukteur die Laderäume etwas verkleinert hat, weil das Modell ansonsten vermutlich sehr instabil geworden wäre.


    mfg

    Johannes

  • Moin Zusammen;


    der Erzfrachter wurde als Einhüllenschiff konzipiert.


    Es gab schon zu der Zeit Doppelhüllenschiffe in der Massengutfahrt. Die deutschen Werften waren sogar Weltmeister in der Konstruktion und im Bau dieser Schiffe. Es waren die sogenannten OBO Frachter

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tank-Schüttgutfrachter


    Hier habe ich mal ein Bild vom Schnitt des Laderaumes.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Tank-Schüttgutfrachter

    Wenn man die Seite öffnet dann bitte auf den Reiter Bilder gehen. Dann müsste man den Schnitt sehen.


    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin Andi;


    ich lasse Dir heute Abend, spätestens Morgen Früh eine PIN zukommen.


    Viele Grüße

    Arne

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Danke, Kollegen, für euren Input. Wenn das Schiff nur eine Hülle hatte, was wahrscheinlich scheint, ist wohl die These von dir, Johannes, die richtige.


    Ich bin gespannt, Arne!


    Der Laderaum passt so genau in das Spantengerüst, dass er nur genau senkrecht und ohne Verkanten eingeschoben werden kann. Das wird aber durch die Nase beim Pfeil verhindert. Also habe ich diese abgeschnitten und nach der Montage wieder angeklebt.



    Haupt- und Achterdeck passen einwandfrei. Beim Backdeck sind die querliegenden Nasen um einen Spant verrutscht. Da dort offenes Deck ist, kann man keine Schlitze schneiden, weshalb ich die Nasen einfach abgeschnitten habe. Die Rohre für die Ankerketten sind nicht durchgehend von Deck bis Bordwand konstruiert und enden daher etwas unmotiviert im Nichts.




    Der Spant am vorderen Ende des Hauptdecks ist gleichzeitig die Wand. Im LC-Spantensatz sind folgerichtig auch die Türen und übrigen Markierungen eingraviert. Da der Karton aber leicht gelblich ist, muss die Wand dennoch aus dem Bogen ausgeschnitten werden, damit sie weiss ist. Dies ist übrigens auch der einzige Spant, dessen "gedruckte" Seite zwingend nach hinten schauen muss. Und entgegen dem, was die Bauskizze suggeriert, muss die Verstärkung ebenfalls hinten sein, weil hier das Hauptdeck aufliegt.



    Die Wand 4a für das Deckshaus 4/4a ist minim zu kurz. Das Profil 4 muss entsprechend um ca. 0.5 mm schmaler gemacht werden. Da bei den Flächen, wo etwas aufgeklebt wird, die Umgebungsfarbe konsequent etwas hinein gezogen wurde, fällt die kleine Ungenauigkeit am Schluss nicht auf.



    Die Stützen bestehen aus 1 mm Polystyrolstäbchen.


    Nun ist der Rumpf für die Beplankung bereit.



    Andi




    Die Wand

  • Hallo Andi,

    sieht gut aus was du baust.
    das perfekte Modell für die Küche - Salz, Zucker, Mehl - alles in eigenen Laderäumen. :D

    Gruß
    Peter

  • Hallo,

    Ich sehe an den Bilder das das Hauptdeck schon montiert ist. Inklusive die Öffnungen ( Allen !!)

    Ich habe nur 2 Lüken geöffnet.

    Aber pass auf!!

    Wann Sie dran sind: Für die grosse Lüken gebrauchen Sie dann Teil 23f ( Innenseite) und 23d ( Aussenseite)

    Ich habe diese 2 Teilen zusammen geklebt und dann mal in der Lüke montiert. Hat ziemlich gut geklappt.

    Aber dann folgt Teil 24a. Ein ganz tolles Teil. Etwa 1,5 mm breit soll es rundum die Lükenwand montiert werden.

    Und dann hat es gerade nicht geklappt. Der Lükenwand war etwa 0,5 mm zu gross. Und dann passt Teil 24a gerade nicht mehr!!!

    Die Lösung was Teil 24a in zwei Teilen schneiden und dann rundum verkleben. Das geht. Und am Ende ist das fast nicht mehr zu sehen.


    Grüsse,


    Gert Vlaanderen

  • Super Idee, Peter! Dann noch etwas Wasser dazu, und wenn sich die Trennwände zwischen den Laderäumen aufgelöst haben, entsteht der Kuchen von selbst :D.


    Danke, Gert, für den Tipp. Das ist sehr hilfreich!


    Die Klebelaschen für das Befestigen der Bordwände liegen in genügender Menge und sogar zweifarbig und auf dünnem Papier vor. Sie sind allerdings sehr breit, was das genaue Positionieren nicht einfach macht.



    Beim Unterwasserschiff galt es zu entscheiden, ob ich der Anleitung folgen und es von innen nach aussen montiern soll oder ob ich meine übliche Methode von aussen nach innen anwenden soll. Beides hat Vor- und Nachteile. Beginnt man von innen mit den breiten Stücken, ist die Längsausrichtung gut gewährleistet, dafür muss man allfällige Korrekturen an den geometrisch komplizierten Enden vornehmen. Beginnt man aussen, braucht es bei den schmalen Stücken nur wenig Verkantung, und die Mittellinie fluchtet nicht mehr, was zu unschönen Spalten zwischen den Segmenten führt. Dafür sind Korrekturen am rechteckigen Mittelstück einfach.


    Ich habe zuerst alle Segmente von vorne bis zur Mitte provisorisch befestigt um zu prüfen, ob dann das Mittelstück genau zwischen die entsprechenden Spanten zu liegen kommt. Auch ein Teil des Überwasserschiffes musste herhalten um sicher zu sein, dass ÜWS und UWS nahtlos und ohne Überlappung passen. Beides war positiv.



    Wie man im letzten Bild dieses Beitrages sieht, rühren alle hier sichtbaren Farbunterschiede zwischen den Segmenten daher, dass diese noch nicht ganz plan liegen. Am Schluss sind alle genau gleich, obwohl sie auf zwei verschiedenen Bögen gedruckt sind. Es geht also, auch wenn man das angesichts der osteuropäischen Bögen neueren Datums bezweifelt könnte.


    Ich habe dann in der Mitte begonnen und alles hat sehr gut gepasst. Nur beim Segment 8d sind die beiden sehr dezenten Markierungen der Mittellinie um mehr als 2 mm nach Backbord verschoben. Wenn man das nicht rechtzeitig bemerkt, wird es unschön.


    Wie man im ersten Bild oben sieht, habe ich die beiden vordersten Segmente zuerst zusammengebaut (im Vordergrund rechts), um diese schwierige Naht nicht mit dem ganzen Schiff in der Hand kleben zu müssen.


    Und hier das (beinahe) fertige UWS:



    Das Endstück am Heck fehlt noch. Ich habe beim Ansetzen festgestellt, dass es um gut 2 mm zu schmal ist. (Die beiden Kanten im blauen Rechteck sollten zusammenpassen.) Ich werde aus der Farbreserve ein neues schneiden, aber erst, wenn ich die Bordwände anpassen kann, damit es dann sicher stimmt.



    Andi

  • Hallo Henning


    Grundsätzlich ja. Das Spantengerüst hat auf der Höhe der Farbgrenzen rot-grün und grün-schwarz durchgehende Stringer, sodass man diese durch eine Grundplatte ersetzen und alles darunter weglassen kann. Auch die Bordwand ist an diesen beiden Stellen getrennt. Ich gehe davon aus, dass die Grenze rot-grün in etwa dem unbeladenen Zustand entspricht. Die Freibordmarke liegt auf der Grenze grün-schwarz.


    Die Schlitze in den Spanten müsste man anpassen, was einfach ist. Wenn du die Laderäume offen bauen willst, musst du den Boden entsprechend anheben. Das ist im Bogen nicht vorgesehen, aber wohl keine Schwierigkeit. Die Stabilität könnte etwas leiden, wenn alle Laderäume offen sind. Ev. empfehlen sich dann zusätzliche Stringer im Bereich des Laderaumes. Die Geometrien sind aber einfach (senkrechte Bordwände, fast über die ganze Länge des Laderaumes gleiche Breite).


    Gruss

    Andi