Posts by Andi Rüegg

    Danke für den Ratschlag, Zaphod. Leider gibt es zwei hohe Hürden, die vor diesem Entscheid stehen. Erstens die Frage, wo ich das gut konstruierte Modell hernehmen soll, da ich doch so gerne diese Klopper aus dem Osten baue. Und zweitens meine Sturheit verbunden mit der Tatsache, dass mich die Kiew doch immer wieder reizt.


    Neben dem Ausfüllen der Lücken geht es jetzt auch darum, überall die gerundeten Übergänge von den Bord- und anderen Wänden zu den Decks zu bauen. Dazu gibt es kleine Streifen im Bogen. Diese haben die exakte Breite, die bei einem perfekten Bau gebraucht wird. Da ich diese Präzision kaum irgendwo erreicht habe, will ich die Streifen selber in der jeweils nötigen Breite zuschneiden können. Irgendwie habe ich es fertig gebracht, den grössten Teil der grauen Farbreserve zu verlegen. Aber mit einigen Versuchen habe ich eine passable Näherung auf meinem Drucker fertig gebracht. Das kann auch eine grosse Hilfe sein, wenn ich später allenfalls verkorkste Teile selber ausdrucken muss.



    Damit war es Zeit, das Flugdeck aufzubringen. Leider besteht zwischen den beiden vordersten Teilen ein deutlicher Farbunterschied.



    Weiter geht es dann im August nach den Ferien.


    Andi

    Danke den Daumenhebern!


    Helmut: dein Gefühl teile ich. Aber wundern tut mich das schon lange nicht mehr.


    Ich habe alle Unteransichten unter dem Flugdeck verkleidet und mit ihren Streben versehen. Auf dem Teil 17e gibt es zwar auch Markierungen für Streben, diese sind aber im Bogen nicht vorhanden, also ist Selberschnitzen angesagt. Dann wurden Bug und Heck mit diversen Kleinteilen (Anker, Bug- und Heckzier, Schriftzüge etc.) ergänzt.


      



    Beim Podest L16 darf wieder geschnitzt werden, da die schon bekannten 2-3 mm in der Länge der Aussenhaut fehlen. Da es im Bogen keine Farbreserve in Decksfarbe gibt, habe ich den eingesetzten grauen Steifen an der Hinterkante auch um das Deck weitergezogen.


      


    Weil es bald ansteht und ich es jetzt wissen wollte, habe ich das Flugdeck schon einmal aufgelegt. Die Platten des Spantengerüstes passen, die farbige Verkleidung ist auch hier deutlich zu kurz.



    Nachdem auch diese Fehler beim bereits mehrfach erwähnten russischen Baubericht deutlich sichtbar sind ist klar, dass Spantengerüst und Verkleidung des Rumpfes über der Wasserlinie nicht zusammenpassen. Glaubt man den verschiedenen Quellen zur Länge des Originals, hat das Spantengerüst die richtige Länge und die Verkleidung ist zu kurz.


    Ich bilde mir zwar ein, nicht besonders defätistisch zu sein, aber das Szenario "Übungsabbruch" gewinnt laufend an Attraktivität.


    Andi

    Danke, Arne, Zaphod und den Daumenhebern.


    Unterdessen ist zwar die Backbordseite auch mit den grossen Teilen gepflastert, aber mit der Länge der Bordwandteile ist bei diesem Modell etwas grundsätzlich schief gelaufen. Dass es nicht an mir liegt zeigt sich darin, dass im bereits erwähnten russischen Baubericht genau die gleichen Stellen geflickt sind. Meine Motivation hat dadurch aber doch so gelitten, dass ich mir an den später wenig oder nicht sichtbaren Stellen keine grosse Mühe mehr gebe.


      


      


    Der Bau geht vorläufig weiter in der aus Erfahrung berechtigten Hoffnung, dass am Schluss die vielen Details auf dem Deck die Unzulänglickeiten darunter vergessen lassen. Ich werde jetzt zuerst die Löcher stopfen (kein Spass) und dann die Kleinteile des Rumpfes ergänzen (hoffentlich wieder Spass).


    Andi

    Auf der Steuerbordseite sind die grossen Aussenhautteile angebracht.



    Wie bereits erwähnt sind die Bordwände ca. 3-4 mm zu kurz. Ich habe mich entschieden, die Korrektur im Bereich der Öffnungen für die Beiboote zu machen in der Hoffnung, dass sie hier wegen des niedrigeren und stark gestuften Rumpfes weniger auffallen als in der Mitte oder vorne.



    Der untere Pfeil zeigt den ebenfalls schon erwähnten Fehler beim Teil S18 des UWS. Am vorderen Rand der Beibootnische habe ich bereits ein Stück eingefügt. Da ich im Bogen keine Farbreserve für das ÜWS gefunden habe, habe ich dazu die Rückseite der Teile L12c verwendet. Diese werden später unter dem Überhang des Flugdecks praktisch unsichtbar sein, so dass dort eine Farbabweichung nicht auffallen wird.



    Jetzt folgen die grossen Teile der Backborseite. Die Lücken werden anschliessend zusammen mit den übrigen Kleinteilen am Rumpf geschlossen.


    Andi

    Danke, Helmut, Gustav und euch Daumenhebern.


    Der Bug ist verkleidet. M.E. ist das Teil, in dem sich die Ankertaschen befinden, falsch konstruiert. Und zwar stimmt die Krümmung des Bugs nicht. Dies wird einerseits von oben innen sichtbar, wo eine deutliche Lücke zwischen Mittelspant und Aussenhaut klafft (Pfeil im linken Bild), und andererseits von der Seite, wo das ÜWS mit einem Knick in das UWS übergeht statt mit einer konstanten Rundung (rechter Pfeil im Bild rechts)..


      


    Das führt auch zu einem Spalt zwischen diesem und dem hinten anschliessenden Teil (linker Pfeil im Bild rechts). Um diesen Spalt zu schliessen, müsste das vordere Teil im unteren Bereich deutlich stärker nach vorne innen kippen, was es bei korrekter Krümmung des Buges tun würde.


    Um diesen Fehler zu korrigieren (den übrigens auch das Modell im einzigen mir bekannten Baubericht zeigt) müsste das Teil neu konstruiert werden. M.E. würde aber der unvermeidbare Farbunterschied zum Rest des Rumpfes mehr stören.


    Andi

    Zaphod: das Modell hat, wie die meisten anderen, den einen oder anderen Fehler. Neben dem oben erwähnten weiss ich unterdessen auch, dass Teile der Bordwand rund 5 mm zu kurz sind. Aber das lässt sich alles korrigieren.

    Das Problem der Bierflaschen

    Welche der beiden Bierflaschen ist grösser?



    Häh? Ist der Andi jetzt völlig durch den Wind? Oder verschweigt er uns die anderen 22 Flaschen, die er bereits geleert hat? Und was soll das mit Kartonmodellbau zu tun haben?


    Für euch ist die Antwort auf die erste Frage (und vielleicht auch auf die anderen) schwierig. Für mich ist sie ganz einfach.


    Die linke Flasche ist grösser, und zwar rund einen Zentimeter!


    Bleiben wir zuerst noch beim Bier. Das Schöne ist, dass ich immer die linke grössere Flasche nehmen kann und mein Trinkpartner dennoch zufrieden ist weil er glaubt, beide Flaschen seinen gleich gross :D.


    Dann zum Kartonmodellbau: das weniger Schöne ist, dass ich seit meiner Augenoperation tatsächlich immer die linke Flasche grösser sehe. Bei grossen Modellen, bei denen eine kleine Winkelabweichung am einen Ende am andern Ende grosse Auswirkungen hat, ist das schwierig. Obwohl meine Augen gesagt haben, alles sei gerade, musste ich beim UWS über die Länge zweimal die Ausrichtung korrigieren, was jeweils einseitig zu Spalten von 1-1.5 mm geführt hat. Ich habe mich entschieden, dennoch weiterzubauen und am Schluss die schlimmsten Stellen mit Inserts zu versehen. Erfahrungsgemäss geht das für den Betrachter des fertigen Modells in all den Details unter. Ich werde euch aber diese Stellen im Baubericht vorenthalten und nur Details zeigen, wenn ich sicher bin, das es ein echter Konstruktionsfehler ist, der für Nachbauer relevant ist.


    Den Radom am Bug habe ich zuerst als Ganzes mit Weissleim verklebt und dann über die Spanten gestülpt.



    Dieses Vorgehen wähle ich auch bei den weiteren Teilen des recht stark gegliederten Rumpfes. Dabei gilt es immer abzuwägen, was ich "off ship" verkleben kann, was viel einfacher und sauberer geht und wann das Teil zu unhandlich wird oder eben durch kleine Winkelabweichungen nachher nicht mehr passt. Ich taste mich da heran, indem ich zwei Teile verbinde und dann solange weitere anfüge, als es sinnvoll scheint. Beim ÜWS-Bug sieht es z.B. aktuell so aus:



    Das fertige, aber noch nicht gepatchte UWS:



      


    Andi

    Die ersten Teile der Rumpfverkleidung sind angebracht: Das Heck und das anschliessende Teil des UWS. Schon die trockene Anprobe hat gezeigt, dass die Passung nicht so toll ist. Ich hatte aber keinen Grund, am Spantengerüst zu zweifeln und ein Fehler meinerseits konnte ich auch nicht finden. Im einzigen Baubericht, den ich kenne (in einem russischen Forum) scheint es besser zu passen, aber der Erbauer zeigt sehr wenig Einzelheiten und kommentiert den Bau praktisch nicht. Zudem hat er eine Doppelbeplankung gemacht und dabei vielleicht einiges korrigiert. Eine einigermassen machbare Anpassung der Spanten habe ich nicht gefunden. Also habe ich das Heck angebracht und werde am Schluss entscheiden, ob und wenn ja wo ich Flicken einfügen werde.


      


      


    Die roten Pfeile zeigen, dass die Heckverkleidung ca. 1 mm zu weit hinten sitzt, die blauen, dass sie etwas zu tief liegt.


    Beim Anpassen des nächsten Teils des UWS ist dann mein Glaube an die Richtigkeit der Konstruktion ins Wanken geraten:



    Die Vorderkante des hinteren Teils ist an jeder Seite ca. 2 mm zu lang (Pfeil). Wenn ich die Markierungen für die Wellenhosen in Übereinstimmung bringe, wäre der Überstand in der Mitte beim Kiel. Wenn ich das Teil aber auf die Spanten lege, muss der Überstand aussen an der Wasserlinie sein, weil sich sonst das Teil hinten nicht an das Folgeteil anfügt. Wie man das schlau korrigieren kann, damit es passt und später die Wellenhosen die Markierung schön abdecken, muss ich mir zuerst überlegen.


    Andi

    Philipp: :D


    Danke für die vielen Daumen!


    Nach dem Anbringen der Verstärkungsrippen wurden die Kästen geschlossen. Dabei hat sich gezeigt, dass das Anbringen der Seile an den Davits total für die Katz war, weil man sie überhaupt nicht mehr sieht.


        


    Beim Kasten für die linke Seite muss das weisse Feld (Pfeil) nach vorne geknickt werden (siehe unten).


    Dann werden die Kästen ins Spantengerüst geschoben. Auf der rechten Seite suggerieren die Formen der Spanten m.E., dass der Spant beim Pfeil von links an das Teil Nb56a geklebt werden muss. Dann hat der Kasten aber gerade um diese Spantenbreite keinen Platz. Also habe ich den Querspant dort leicht gekürzt und hinter das Teil Nb56a geklebt. Dann passt der Kasten wie der A... auf den Eimer.


       


    Bei Pfeil im rechten Bild (= linke Schiffseite) sieht man, wieso das weisse Feld umgenickt werden muss.


    Andi

    Die Nischen für die Beiboote sind beinahe fertig. Die durchgehende Plattform auf halber Höhe musste ich leicht einpassen, sonst gab es keine Schwierigkeiten. Die Klapptreppen werden erst eingebaut, wenn die Bordwand fertig ist, weil sonst das Risiko der Beschädigung zu gross ist.


    Wie erwähnt habe ich auf die Seilzüge verzichtet, ausser von der hinteren Umlenkrolle an den Davits zu den vorderen Rollen am Arm. Das daher, weil ich die Davits später mit Seilen einhängen will, und da hätte es seltsam ausgesehen, wenn die Seile nicht von hinten kommen.



      


      


    Nun folgen noch mehr als Hundert Deckenrippen, und dann wird mir die letzte Ausrede abhanden gekommen sein, um die Bordwand vor mir herzuschieben.


    Andi

    @ Helmut: naheliegend, aber diesmal nicht.


    @ Ulli+Peter: schon mal richtig. Und der Strich hat auch seinen Grund. Die Davits 71 haben unten noch drei Stützen, die bei den Davits 72 aufgrund der Bordwandwölbung keinen Platz mehr hatten.



    Ich musste lange suchen, bevor ich diesen Unterschied fand. Wenn man aber aufmerksam ist, kann man die Davits nicht falsch montieren, weil die Markierungen in der Nische den Unterschied auch zeigen.


    Andi

    Die Winden und zwei zusammengeklappte Treppen sind fertig geworden. Ebenso ein paar Teile, die ich als Umlenkungen für die Seile interpretiere, deren aufgedruckte Strukturen mir aber schleierhaft sind.



    Mangels sinnvoller Ideen und weil man am Schluss sowieso kaum etwas sehen wird, habe ich mich entschieden, auf die Seile von den Winden zu den Davits zu verzichten.


    Die Davits sind denn auch die nächste anstehende Baugruppe. Als kleine Beschäftigung bei diesem schlechten Wetter habe ich euch eine kleine Aufgabe: wieso tragen nicht alle 8 Davits die Nummer 71, sondern zwei davon die Nummer 72?


      


    Andi

    Danke, Kollegen, für eure Inputs und die Daumen. Ich denke, dass ich jetzt bez. Dimensionen genügend sicher bin, um eine Vitrine zu bestellen.


    Bei den Bootsnischen habe ich zuerst die beiden Mittelwände vorbereitet:



    Nachdem ich zuerst die Seitenwände verklebt habe, wurden die Mittelwände eingesetzt, anschliessend die Karbäuschen links und rechts:



    Die etwas später einzubauenden Plattformen sind etwas seltsam auf dem Bogen positioniert. Entgegen dem ersten Eindruck gehören die nebeneinander liegenden Teile nicht zueinander. Auf Grund der Form ist aber ein falsches Verkleben ausgeschlossen.



    Andi

    Danke, Bernhard. Allerdings muss ich gestehen, dass ich mit der Darstellung etwas überfordert bin. Ich werde mir etwas Sinnvolles ausdenken oder bei ganz grossen Zweifeln auf die Seile verzichten.


    Da ich ab morgen wieder Pakete in Deutschland abholen darf, möchte ich bei sora die Vitrine für die Kiew bestellen. (Übergrössen werden nicht in die Schweiz geliefert.) Dabei macht mir die korrekte Höhe der Vitrine mangels Seitenansicht etwas Sorge. Und leider finde ich diese Angabe auch nicht im Internet. Um mehr Sicherheit zu gewinnen, habe ich das Gerüst des Aufbaus vorgezogen:


      


    Zwei Bemerkungen dazu:


    Der Mittelspant des Vorbaus hängt nicht mit dem Mittelspant des Hauptbaus zusammen, ragt aber über den Rand der Bodenplatte des Vorbaus hinaus. Damit die Position exakt stimmt empfehle ich, die Teile wie im nachstehenden Bild vorzubereiten und dann sauber anstossend zu verkleben. (Das Ausrichten an den Markierungen für die Querspanten hat bei mir nicht funktioniert, weil sowohl die Doppelstrich-Markierungen als auch die Schlitze in den Spanten zu breit für die vorliegende Kartonstärke sind.)



    Im mittleren Teil gibt es interne Spanten:



    Im hinteren Teil habe ich das Problem, dass die oberen Etagen nach hinten abfallen, deutlich sichtbar an der Lücke beim linken Pfeil. Bei rechten Pfeil sieht man eine Markierung für eine zweite Schicht auf dem Deck, die aber weder in der Anleitung noch im Bogen vorhanden ist. Ob die beiden Probleme zusammenhängen, kann ich aktuell nicht sagen. Ich werde das Gerüst vorläufig so belassen und die nötigen Korrekturen dann anbringen, wenn ich den Aufbau verkleide.



    Andi

    Danke, Kollegen!


    Nein, Zaphod, das weiss ich leider nicht. Auf die weissen senkrechten Streifen kommen noch Rippen. Im Bogen sind sie schwarz und suggerieren Puffer, im folgenden Bild scheinen sie eher aus Metall zu sein.


    Quelle: vfl.ru/fotos/23dbebcc27935838.html


    Für mich sieht es aus, als ob da etwas andocken könnte, aber was das sein könnte, ist mir schleierhaft.


    Da ich gerade dabei bin, die Nischen in der Bordwand zu bauen, habe ich auch die beiden kleinen erledigt. Es dürften die Fallreeps sein. (Die Schotts sind in der Bauanleitung auf der anderen Seite als im Bogen.)



    Zu den grossen Nischen für die Beiboote habe ich eine Frage an euch:


    Wie könnte eine sinnvolle Seilführung von den Winden zu den Davits aussehen?


      


    In der Anleitung gibt es keinerlei Information. Zudem scheint mir, dass die Winden irgendwie in die falsche Richtung gedreht sind. Für Input bin ich dankbar.


    Andi

    Wie gehe ich die Rumpfhülle an?

    Um der Antwort auf diese Frage näher zu kommen, habe ich zuerst alle Teile von UWS und ÜWS ausgeschnitten ausser ein paar Kleinteilen, die für die Passgenauigkeit nicht entscheidend sind.



    Damit konnte ich eine erste trockene Passprobe machen, die gut aussah. Aber aus Erfahrung weiss ich, dass beim Verkleben trotzdem Überraschungen auftauchen (können). Daher ist es wichtig sich zu überlegen, wo man mit der Hülle beginnt und wie man dann vorgeht: von vorn nach hinten, von hinten nach vorn, von den Enden zur Mitte oder von der Mitte zu den Enden? Zum Entscheid sind zwei Aspekte wichtig: wo kann ich am Schluss am einfachsten und/oder unauffälligsten korrigieren, wenn die Länge nicht genau passt und wo habe ich einen guten Fixpunkt für den Start, damit die Hülle nicht als Ganzes gegenüber dem Spantengerüst verschoben ist?


    Hier habe ich entschieden, am Heck zu beginnen und dann bis zum Bug zu arbeiten. Denn einerseits ist das Heck recht kompliziert gegliedert und weit überhängend, was eine Korrektur hier schwierig macht. Andererseits bietet es mit der senkrechten Fläche einen klar definierten Startpunkt. Für den Schluss am Bug und nicht in der Rumpfmitte spricht, dass ich am Bug falls notwendig noch am Spantengerüst schnitzen kann und dass dort die Teile der Hülle weitgehend gerade Schnittkanten haben, was eine allfällige Korrektur vereinfacht.



    Wieder wegen der starken Gliederung am Heck habe ich mich nicht getraut, die Einzelteile auf dem Gerüst zu verkleben, nicht zuletzt wegen der geschlitzten Rundungen. Also habe ich zuerst die kompliziertesten Teile mit Weissleim zusammengefügt.


      


    Die trockene Passprobe auf dem Gerüst ist zufriedenstellend.


      


    Bevor ich mit der definitiven Montage beginne, will ich die beiden Nischen für die Beiboote bauen. Denn ich will die nötigen Anpassungsarbeiten erledigen, ohne dass ich dabei durch die Bordwand behindert werde oder diese versaue.


    Andi

    Das Spantengerüst

    Grundsätzlich passt alles gut und alle Teile sind in meinem Satz vorhanden und beschriftet. Die Nummer Nb49b kommt zweimal vor, und zwar auf zwei verschiedenen Bauteilen. Es ist aber gut ersichtlich, welches wohin gehört.


    Gut überlegen muss man sich, wie man beim Zusammenbau vorgehen will, und zwar aus drei Gründen:


    - erstens ist das Modell sehr lang, und zum Verbinden der einzelnen Längsträgerteile sind keine Laschen vorgesehen. Die kann man zwar selber herstellen, aber wenn man wie üblich zuerst den ganzen Mittelträger baut und die Querspanten einbringt, wird das Ganze so labbrig, das man es nicht sinnvoll handhaben kann. Ich habe daher die einzelnen Segmente des Mittelträgers mit den Querspanten versehen und sie dann mit Hilfe der seitlichen Längsträger verbunden. Da letztere aber unterschiedlich lang und nicht auf beiden Seiten gleich sind, und die Querspanten abwechselnd von oben und von unten in den Mittelträger eingesetzt werden müssen, resultiert ein Puzzle, bei dem man sich gut konzentrieren muss, damit man sich nicht selber den Weiterweg verbaut. Hat man es geschafft, entsteht ein stabiles und gerades Gerüst, auch ohne Klebelaschen.


    - zweitens gibt es mehrere Teile, die als Profilscheibe auf ein anderes geklebt werden müssen. Dabei gibt es einige, die nicht auf der Vorderseite auf die Markierung gehören, sondern an der markierten Stelle auf die Rückseite. Zwei Beispiele:


      


    Wenn man im linken Bild die Profilteile Nb42 auf die Markierung der Teile Nb41 klebt, passt das Teil für die linke Seite nur auf die rechte Seite. Da die beiden Teile nicht gleich sind, geht das nicht. Nb42 gehört also hinter Nb41. Das selbe im rechten Bild, nur habe ich das zu spät gemerkt und musste die Teile wieder trennen.


    - drittens kann man sich auch bei den Zusatzstringern unter dem schrägen Flugdeck den Zugang verbauen, wenn man sich die Reihenfolge nicht überlegt.


    Das Heck ist stark strukturiert, da es hier mehrere übereinander gestapelte Waffenplatformen gibt.


      



    Im ersten Bild sieht man einen Ausschnitt, der vergessen ging und eine falsche Bezeichnung (R statt L).


    Neben den Öffnungen in der Bordwand am Heck gibt es vier weitere. Zwei davon passen zwischen die Spanten und sind daher problemlos. Die beiden grossen, in denen später die Beiboote stehen, müssen aber ins Spantengerüst eingepasst werden. Ich habe daher einen Einschub ausgeschnitten und zur Probe eingeschoben: passt.



    (Allerdings musste ich beim fertigen Gerüst feststellen, dass der Einschub in der Länge nicht zwanglos passt.)


    An der vorderen Ecke des Flugdecks standen bei mir die Spanten über.



    Die Kontrolle mit der Decksplatte ergab, dass die Spanten breiter als diese sind. Also schwupps und weg! Leider ;(.


    Das rechtfertigt einen Einschub: Wie bereits bemerkt ist die Bauanleitung sehr minimal gehalten. An einigen Stellen entspricht die Skizze nicht den Teilen im Bogen. Und Details sind nicht selten nicht separat gezeichnet, sondern befinden sich in einer Skizze für einen späteren Baustand. Besonders vermisse ich einen Seiten- und Aufriss. Also sollte man die ganze Anleitung dauernd präsent haben. Aber wenn man das wie ich nicht mehr schafft, kann es auch einmal daneben gehen.


    Hier habe ich übersehen, dass praktisch alle Deckskanten gerundet sind. Z.T. ist das in den Profilen abgebildet, z. T. schliessen wie hier die Teile nicht bündig ab (siehe nächstes Bild: Pfeil) und die Lücke wird später mit einem gerundeten Streifen verschlossen. Also muss der Querspant breiter sein als die Decksplatte.



    Die Decksplatten sind nur aufgelegt.


    Das fertige Gerüst ohne Deck:


      


    Andi

    Endlich geht es weiter. Zuerst aber vielen Dank euch, denen das gefällt und KaEm und Arne für die Auskunft an Henning.


    Ich war nicht die ganze Zeit untätig. Die Kiew braucht für mich einfach viel mehr Zeit als andere Schiffe, denn der riesige Rumpf ist ziemlich komplex und die Bauanleitung doch recht minimal. Da ich nichts verpassen will und am Schluss auch keine grossen Spalten im Rumpf haben möchte, ist viel Nachdenken und Ausprobieren angesagt


    Zuerst eine Übersicht über die Spanten:



    1: Der Mittelträger und die senkrechten und waagrechten Stringer und darunter das Hauptdeck

    2. Die Querspanten

    3: Die weiteren Teile für die Ausgestaltung des ÜWS

    4: Die Spanten der Insel

    5: Einige weitere Spanten für kleinere Aufbauten


    Und dazu ein ganzer A3-Bogen mit den Spanten der Flieger und Hubis:



    Da wartet schon einmal einiges an Arbeit.


    Andi

    Hallo Kolleginnen und Kollegen


    So etwa hätte mein Tisch ausgesehen. Da ich jeweils lieber andere Modelle betrachte und rumschwatze, als hinter meinem Tisch zu stehen, habe ich ein Stellvertreter-Konterfei

    angebracht. Fragt es was ihr wollt, Antworten kriegt ihr eh keine!


    Mein Tisch zeigt all das, was fertig geworden ist, aber nie gezeigt werden konnte.


    Viel Spass!


    Ich vermisse euch!

    Andi



      



      


      



    Viel Spass!

    Andi

    Ein paar Fortschrite sind endlich zu verzeichnen. Ich habe mich entschieden, den Schornstein nochmals auszudrucken. Er ist leicht dunkler geworden, aber damit kann ich leben.



    Dann habe ich einige Kleinteile angebracht, u.a. die Ofentür, die sich auch öffnen lasst.



      


    Begonnen habe ich mit den grossen Hinterrädern. Die Lauffläche besteht aus sechs Lagen Papier. Diese zuerst als Streifen aufeinander zu kleben und das Ganz dann zu runden und zu verkleben funktioniert m.E. wegen der grossen entstehenden Scherkräfte nicht bzw. führt zu Runzeln. Wenn man die Ringe aber einzeln sauber verklebt, lassen sie sich so exakt ineinander schieben, dass sie nicht einmal verklebt werden müssen.



    Ich habe die Nähte der einzelnen Ringe versetzt, damit der Ring schön rund wird und darauf geachtet, dass die Nähte des äussersten und innersten Ringes um 180° versetzt sind. Dann kann man die Räder so einbauen, dass beide Nähte nach unten schauen und damit unsichtbar sind.


    Die Radscheiben sind leicht gewölbt. Beim Zusammenbau ist darauf zu achten, dass die Nähte der Innen- und Aussenseite gegeneinander versetzt sind, damit sich die Markierungen für den Exzenter decken.



    Dann werden die Scheiben in die Ringe eingesetzt. Dabei ist wiederum darauf zu achten, dass die Ausrichtung zu den 6 Schrauben auf dem äusseren Umfang stimmt und dass die Lage der Exzenter relativ zu den Nähten der Ringe richtig ist, damit letztere dann wirklich nach unten schauen. Dies ist bei beiden Rädern unterschiedlich und kann aus den Seitenansichten in der Anleitung entnommen werden.


      


    Irgendwann wird es hier wieder weitergehen.


    Andi

    Hoffentlich sind die Rubelchen nicht ausgegangen (Scherz) .

    Nein, aber aktuell läuft es eher harzig. Es ist die interessante Zeit, in der man jeden Tag entscheiden kann, ob man nochmals die Schneeschuhe anzieht oder durch die Frühlingslandschaft wandert. Und das alles innerhalb ca. einer Stunde Fahrzeit. Das muss ausgenutzt werden.


      


    Ein bisschen weiter ging es trotzdem. Das Spantengerüst besteht aus 4 Hauptteilen. Bevor man die zusammenbaut empfiehlt es sich, die Einbauten am Heck zu machen, bevor man sich mit dem ganzen Ungetüm herumschlagen muss.


      


      


    Beim Anbringen der Verstärkungen der Seitenwände ist Vorsicht geboten. Ich habe den Eindruck, dass einige Teile falsch beschriftet sind (L und R vertauscht). Aber weil ich zuerst einen dummen Fehler gemacht habe, kann ich das nicht mehr mit Sicherheit sagen.


    Die Ständer für die Seilrollen habe ich aus Tonkarton gelasert und verdoppelt. Damit erreiche ich ziemlich gut die geforderte Dicke. Auf das Aufwickeln von "Seilen" habe ich verzichtet, da man die Rollen in Kürze eh nicht mehr sieht.


    Für die Achsen für die kleinen Handräder gibt es Kartonteile, die aufzurollen sind. Da die Kartondicke aber schon ungefähr dem Achsdurchmesser entspricht, habe ich nur einen ganz dünnen Streifen abgeschnitten, rundum bemalt und als Achse aufgestellt.


    An den Decken und den Seitenwänden gibt es Markierungen für Träger, die aber im Bogen nicht vorhanden sind. Damit es nicht so kahl aussieht, habe ich die selber hergestellt. Die äusseren Enden werde ich wahrscheinlich später noch stutzen, wenn ich sicher bin, wie dort die Bordwand ausschaut.



    Dann wird das Sandwich geschlossen. Ich habe Ober- und Unterteil nicht verklebt, damit beide auf jeden Fall hinten sauber am Querspant anliegen. Um das Einschieben zu erleichtern, habe ich die Schlitze am Längspant leicht angeschrägt.



    Damit ist die ganze Pracht weitgehend verschwunden und die Baugruppe fertig.



    Andi