Posts by Pappi

    Na ja, ganz so einfach ist es nicht, wenn es realistisch aussehen soll.

    Als da sind die Lichtstimmung, die Lichtverteilung, der Schattenwurf, der Stil des Hintergrundes und die Perspektive.

    Modell und Hintergrund müssen dieselbe Perspektive besitzen und die Größenverhältnisse vom Hauptobjekt zu den Hintergrundobjekten muß logisch erscheinen. Erst wenn das paßt, ist es sinnvoll, sich Gedanken über die richtige Lichtführung zu machen.


    Es ist wie überall: Gute Ergebnisse sind nur mit viel Arbeit/Aufwand erzielbar. Es sei denn, man schraubt seine Ansprüche herunter. Der Traum von der eierlegenden Wollmilchsau wird immer ein Traum bleiben.


    Da würde ich doch lieber einen komplett neutralen Hintergrund nehmen, um auf das Modell zu konzentrieren. Ein Modellfoto mit glaubwürdiger Umgebung ist einfach ein Riesenaufwand, von Glückstreffern mal abgesehen.

    Meine beiden Beispiele sind solche aus meiner Sicht recht gut gelungenen Glückstreffer, wobei die Hintergründe die Sache stark vereinfacht haben.

     

    Täräääää! Fertig! :D

    Allerdings mit einer kleinen Vereinfachung, da es mir nicht gelungen ist, die backbordseitige Antenne vom hinteren Mast zum Schornstein zu bauen. Sie müsste, grob gesagt, die Form einer stilisierten Fischreuse haben, also zwei Ringe die über die Distanz von ca. 60mm durch zwei Drähte/Faden zu verbinden wären und das Ganze dann zwischen den Antennenendpunkten aufgehängt. Ich bin gescheitert damit.


    Aber hier nun einige Bilder vom fertigen Modell.

    Der Endspurt naht!

    Der hintere Mast besitzt eine spezielle Antennenkonstruktion, die Einiges an Nerven kostet.


    Dies ist der zweite, erfolgreiche Bauanlauf nach 2,5 Tagen Geduldsprobe. Der Rohbau, die fertige Antenne

    und montiert:

    Bei der Gelegenheit fanden auch die letzten noch verbliebenen vier Deckslampen ihren Platz am vorderen Mast.


    Bis auf die Antriebseinheit und die Flaggenstöcke sind alle Teile montiert. Zur Fertigstellung fehlt dann die Takelage ;( und das Anbringen aller noch fehlenden Relingsabschnitte.

    Bevor es tatsächlich an die Davids geht, dafür musste ich mir noch ein bißchen Mut anpumpen, kommen zwei Gestelle mit Rettungsinseln an ihre Plätze. Aber nun endlich zu den Davids.

    Es sind schon ein paar Teile und es ist auch etwas Drahtbastelei angesagt. Bei den Füßchen der Davids ist folgendes zu beachten:

    Die Drahtteile bestehen aus 0,5er Draht, der Hauptarm der Davids aus verdoppeltem Karton, was bei der Kartonstärke 0,4 mm ergibt. Verwendet man jedoch wie in meinem Fall für den Hauptarm das LC-Teil, hat man eine Dicke von 0,5 mm. Die Grundplatte ist nur minimal breiter als 1,5 mm. Das bedingt, daß man die Markierungen auf der Grundplatte bei Nutzung des LC-Teiles ignorieren muß, weil es dann nicht mehr paßt. Hier kann man nur nach Sicht kleben, damit es einigermaßen mit der Grundplatte in Verbindung steht. Die Montage ist ein nettes Geduldsspiel, da viele Teile quasi gleichzeitig angebracht werden müssen, damit es in etwa paßt. So richtig zum Anfassen ist da nix.

    Ein montiertes Davidpaar ergibt dann dieses Bild: Jetzt fehlt noch die Farbe, dann kann das Ganze an Deck und die Boote drauf.

    Ein kleines Schmankerl ist die Rohrleitung, die sich fast über das gesamt Hauptdeck zieht. Ich nehme an, sie dient dazu, Fische von der hinteren Fangstation nach vorn zum Sortier- und Verarbeitungsbereich zu pumpen. Hoffentlich kommen da die Fische nicht schon gleich als Fischpaste an.

    Damit ich das Rohr mit meinen Fähigkeiten/Möglichkeiten formen konnte, habe ich die langen Abschnitte einfach in 4-5cm lange Sektionen zertrennt und nach dem Formen wieder zusammengesetzt, was man auf dem Bild noch erkennen kann.

    Vollständig installiert sieht es dann so aus: Hier noch ein paar Detailbilder vom Bereich der vorderen Fangstation:


    Beim Bau der Rettungsboote bin ich etwas ins Schwitzen gekommen. Das Teil für den Rumpf sieht aus, als ob es ziemlich falsch wäre. Stimmt aber nicht! Im Heckbereich der Boote ist ein Übergang konvex-konkav-konvex zu formen.

    Jetzt ist für mich der Zeitpunkt gekommen, den Aufbau endgültig auf dem Rumpf zu montieren, damit ich die Bootslager mit den Davids bauen kann. Solange kann ich noch das Vervollständigen der Masten mit ihrem Antennenzoo hinausschieben.

    Wie ja schon erwähnt, gehen die Arbeiten langsamer voran, da viele Details zu installieren sind. Immerhin ist der Aufbau soweit fortgeschritten, daß das Peildeck und das Brückendeck vollständig bestückt ist. Die noch offene Baustelle am Aufbau ist der Bereich der Rettungsboote.

    Die Teile werden kleiner und kleiner und damit wächst die Gefahr des Flurschadens. Diesmal gab es Erhellendes mit den restlichen 29 Deckstrahlern.

    Davon sind 21 Stück am Aufbau zu montieren

    und die Fischsortieranlage bekommt eine Erleuchtung. Ein Schutzgitter darf auch nicht fehlen.

    Ein bißchen kann ich mich noch mit sonstigen Kleinteilen beschäftigen, aber der Schreckensbau der Masten mit ihrem Antennenzoo rückt unerbittlich näher.

    ...und weiter gehts mit der Kleinarbeit!

    Die Schüttluken auf dem Hauptdeck sind eigentlich keine große Sache, wenn da nur nicht die kleinen Schutzgitter drum herum wären.

      Die brauchen schon etwas Geduld und Spuke. Ich habe sie nicht aus Draht gebaut


    sondern die Teile aus einem umgewidmeten LC-Relingsabschnitt gewonnen. Als "Entspannung" kam danach ein Großmodul, der Radarmast.


        Ein interessantes Detail ist die Handkurbel an der Rückseite. Ob damit wohl die Radargeräte angetrieben werden? :huh:

    Momentan schreitet der Bau etwas langsam voran. Das liegt nicht daran, daß es zu kompliziert wäre, mir kommt einfach immer wieder etwas dazwischen.

    Trotzdem habe ich mal wieder einen der wenigen Farbtupfer fertiggestellen können: Der Deckskran. Es sind außerdem auch verschiedene kleinere Details auf dem Deck hinzugekommen.


    Für die Seilrollen gibt es im LC-Satz alternative Teile, die ein Aussticheln und Verdoppeln ersparen sollen. ABER! Der Karton hat eine Stärke von 0,2mm, verdoppelt also 0,4mm, die LC-Teile eine Stärke von 0,5mm. Das macht eine Menge aus, wenn wie beim Kran mehrere Rollenpakete aufeinander gesetzt werden.

    Da bleibt mir nur ein Zitat aus meiner früheren, aktiven Zeit wenn IBM-Leute im Haus waren. Auf technische Fragen antworteten sie stets: "It depends" oder "Its up to the user" (Bei kaufmännischen Fragen kamen immer sehr klare Ansagen).

    Deshalb gilt auch für den Bau: LC-Teile benutzten oder nicht benutzen? (... so ein Käse, schon wieder ein klassisches Zitat...): It depends!

    Die große Leere an Deck füllt sich, die Back ist fast vollständig bestückt.

    Am Wochenende habe ich die Ankerwinde fertiggestellt

    und montiert.


    Auch hier ist es mir wieder so ergangen, wie bei 90% aller Ankerwinden; sie werden zu breit. In den Konstruktionen sind die endgültigen Papierdicken nicht korrekt berücksichtigt bzw. Bauungenauigkeiten lassen Dickentoleranzen so addieren, daß der Windenteil breiter wird als die Grundplatte vorgibt.

    Bei dieser Winde habe ich schon die 0,5mm starke Distanzscheibe (Teil 56g) unter den Kettenauflagen weggelassen, sowie den zentralen Getriebekasten nicht geknickt und verklebt, sondern die Seiten von der Deckfläche getrennt und einzeln verklebt. Es ist schon ein erheblicher Dickenunterschied, ob man die Seitenwände unter die Deckplatte klebt oder die Deckplatte an die Seiten. Bei letzterem wird das Ganze schon mal um die doppelte Kartonstärke breiter; wird es wie vorgesehen geknickt und verklebt, wird es auch irgendwie breiter. Obwohl ich die Seitenwände unter die Deckfläche geklebt habe, wurde die komplette Windeneinheit breiter als die Grundplatte.

    ...gemeint waren "NEUN kleine Winden" (Teilenummer 63).

    Die sind jetzt auch endlich fertig bis auf ein paar farbliche Nachbesserungen. Wegen der Größe der Winden habe ich mir gedacht, daß das keine Winden für Netze sondern für Taue sind. Montieren werde ich sie erst viel später auf dem Hauptdeck und der Back, da sie noch zu stark flurschadengefährdet sind. Die arbeiten schreiten immer langsamer voran, da die Details kleiner werden und mehr Geduld und Spucke brauchen.

    Der vordere Arbeitsbereich ist bis auf Geländer und Relings fertig. Die Fischsortieranlage ist vollständig und die ersten Lampen sind angebracht.

    Von den Lampen gibt es insgesamt 32 Stück am Schiff. Sie sind aus 80g Papier zu bauen, was eine etwas heikle Angelegenheit darstellt. Ein etwas schweres Papier würde die Sache eventuell erleichtern.

    Hallo Dieter,

    es kommen ja noch neu kleine Winden, bei denen wahrscheinlich das Teenetz doch zu massiv wird. Ich nehme an, daß das auch Netzwinden sind. Hier kann ich mir vorstellen, daß ein zerschnippelter, nicht zu feinmaschiger Nylonstrumpf eine bessere Wirkung hat. Aber das dauert noch ein Weilchen, bis ich zu den Winden komme. ;)

    Gruß

    Manfred

    Die Großbauteile sind weitestgehend durch, jetzt beginnt die Detailierungsphase.

    Außerdem ist mir in der Küche ein mir passend erscheinendes Material für die Netzdarstellung auf den großen Netzwinden über den Weg gelaufen:

    Ein gebrauchtes Teenetz! Weiterhin wirken in dieser Szene mit:

    Die Fischsortieranlage im vorderen Schiffsbereich, ein Spülrohr, sowie zwei Handseilwinden.

    Damit hat der Arbeitsbereich im Vorschiff diesen Stand erreicht (Die "Großteile" sind noch nicht fest montiert, da noch ein paar Geländer, Handläufe und Treppen fehlen.):

    Die Bugschanz ist inzwischen auch montiert.

    Quadratisch, praktisch,......

    Nein, ich will keine Schleichwerbung machen, aber in gewisser Weise trifft das auch auf die Morjana zu. Praktisch keine geschwungenen Linien, nur gerade Kanten, wenn ich mal einige Bereich am Rumpf elegant ausklammere. Man könnte fast auf die Idee kommen, daß sich heutige Architekten mit ihrem Schachtel-Design für Wohnhäuser hier haben inspirieren lassen. ^^


    Der Aufbau (Teilegruppe 24-36) besticht durch seine klare Eleganz.


    Die Fischstäbchenyacht hat jetzt die Hauptelemente ihrer Silhoulette bekommen.

    Der Rumpf ist fertiggestellt, allerdings nur zufriedenstellend. Für mögliche Nachbauer hier ein paar Anmerkungen:

    • Bei der Baureihenfolge ist es wahrscheinlich besser, sich an die Nummerierung zu halten. D.h.: Erst kommen die Decks drauf bevor der Rumpf geschlossen wird, zuerst wird der Überwasserrumpf geschlossen, dann kommt der Unterwasserrumpf dran.
    • Beim Hauptdeck ist zu beachten, daß nur der vordere Abschnitt (Teil 8) einen Deckssprung hat und den auch nur in den Randbereichen zur Reling hin. Da das Deck mit 1mm Pappe zu verstärken ist, wird es schwierig, die zarte Krümmung in die dicke Pappe zu bekommen. Sie muß da sein, sonst paßt die Höhenlage der Deckskanten nicht zum Unterwasserrumpf. Um das hinzubekommen, sollte vielleicht erst die Verstärkungspappe an den Rändern durch leichtes Anfeuchten vorgeformt werden, dann montiert und erst danach das Deck aufgezogen.
    • Der vorderste Punkt der Back (Teil 7) muß unbedingt bündig mit dem Mittelspant abschliessen, sonst wird der Rumpf zu lang (siehe mein Beispiel) Dabei ergibt sich allerdings das Problem, daß die Wand unter der Hinterkante der Back (Teil 3) zu weit vorn zu sitzen scheint. Probieren ist angesagt.
    • Wenn die Decks 100% sitzen, hat man die Höhenreferenz für die Bordwand, die mit der Unterkante exakt mittig auf dem Stringer der Wasserlinie enden muß.
    • Damit ist die saubere Referenz für die Unterwasserteile gegeben.

    Mein Ansatz, den Unterwasserrumpf erst mit 80g Papier zu verkleiden, war vielleicht nicht das Gelbe vom Ei. Ich habe zwar schöne Klebeflächen bekommen, aber dafür die exakte Positioniermöglichkeit auf den Spanten verloren.

    Insgesamt ist mein Eindruck, daß die Rumpfteile exakt passen, wenn man entsprechend baut.


    Hier mein Versuch, das Problem am Bug zu kaschieren: Und hier der gesamte Rumpf:

    Mit dem Rumpf ist ein Stückchen weiter gegangen.

    Das Hauptdeck (Teile 8, 8a) ist mit 1mm Pappe zu verstärken. Der LC-Satz bietet die dafür nötigen Teile. Dabei ist zu beachten, daß vor dem Aufbau mittschiffs das Deck zum Bug hin mit einer Schräge ansteigt. Die Verstärkung muß hier in drei Abschnitte aufgetrennt werden, um die Knickstellen zu realisieren.

    Die Bordwandteile des Überwasserrumpfes sind fertiggestellt. Eine erste provisorische Anprobe zeigt, daß keine Überlappung von der Bordwand mit den Unterwasserteilen vorgesehen ist. Es ist eine bündige Kontaktlinie zwischen den beiden Bereichen vorgesehen. Das erfordert eine Arbeitsgenauigkeit im Bereich unterhalb von 0,5mm. Nicht ganz einfach und von mir garantiert nicht erreicht. Der Tag der Wahrheit kommt dann demnächst beim Verkleben der Bordwand. :wacko:


    Noch eine Anmerkung zur Baureihenfolge:

    Nimmt man die Nummerierung der Teile als Reihenfolge, käme nach den Decks (Teile 1-8) erst die Überwasserbordwand (Teile 9-12) an die Reihe. Der Unterwasserrumpf wird mit den Teilen 13 - 21 geschlossen, Teil 22 ist die Antriebseinheit. In dieser Reihenfolge hätte man, den exakten Bau vorausgesetzt, durch die Überwasserbordwand die definierte Lage der Ansetzkanten für die Unterwasserteile. In meiner Reihenfolge braucht man nur exakt mittig auf dem 1mm starken Stringer der Wasserlinie ansetzen.

    Nichts leichter als das! ;(

    Hallo Dieter,

    da muß ich mir ja richtig Mühe geben. ;)

    Wie bereits erwähnt, müssen vor dem Schließen des Rumpfes das Modul im Heck installiert werden und anschließend das Hauptdeck und die Back.

    Im Heckmodul sind als Details eine große Netzwinde (Teil 48) und ein ?Spülrohr? (Teil 50) in installieren. Dann kommt noch eine Treppe (Teil 27) als Zugang vom Hauptdeck dazu.

    Für die großen Netzwinden gibt es ein paar LC-Teile (mittig oben rechts). Die Antriebsmotoren sind aus schwarzem 80g Papier zu wickeln (Teile 48l, unten Mitte). Der LC-Satz ist eine 1:1 Kopie der Kartonteile, d.h. die Trommelstützen sind auch als LC-Version zum Verdoppeln vorgesehen. Das wird mir im Vergleich zur Kartonstärke doch zu massiv, weshalb ich darauf verzichte. Das Wickeln der Antriebmotoren war ein Desaster; viel zu popelig für mich und sah schrecklich aus. Deshalb bestehen die Motoren jetzt aus einem Abschnitt eines Schaschlikspießes und eines Zahnstochers. Auch finde ich schwarze Motoren sehr exotisch.

    So sieht dann meine Version aus: Für das Spülrohr (Teil 50) muß improvisiert werden. Die Tür an der Backbordseite von Innenwand 5 ist zu weit vom Durchgang entfernt, sodaß das orginale L-förmige Spülrohr nicht einzubauen ist:  

    (Die Teile sind mit Ausnahme des Spülrohres noch nicht fest montiert, die Winde läßt sich einsetzen, wenn das Hauptdeck drauf ist.)

    Für den Einbau der Treppe muß der Ausschnitt im Hauptdeck noch angepaßt werden. Auch habe ich die Wangen der Treppe nicht wie vorgesehen verdoppelt, da sie mir sonst zu breit wird. Die außenliegende Netzführung (Baugruppe 49) kommt erst dran wenn der Heckspiegel verbaut ist.

    Außerdem fehlen mir noch sowohl eine Idee als auch Material für ein aufgewickeltes Netz.

    Meine Angst- / Respektnummer, die Rumpfverkleidung:


    Der erste Versuch muß sitzen! Na ja, man kann ja vorher inoffiziell mal ein bißchen probieren. Das sah bei mir so aus, daß ich die Teile für den Unterwasserrumpf auf 80g Papier gedruckt und damit eine Schicht als Genrealprobe verklebt habe. Das Ergebnis sah so aus: Zwar relativ passig, aber vielleicht etwas zu optimistisch, will sagen, zu knapp ausgeschnitten. Die fast 1mm breiten Spalten zum großen Mittelteil treiben den Schweiß! Falls die Teile, die formmäßig gut passen, eine Idee zu kurz sind, muß ich da etwas tricksen/korrigieren. Als Farbe für die Kanten und sonstige weiße Flecken paßt fast exakt der Farbton Laubgrün der Faber Castell Stifte (Nein, ich will keine Schleichwerbung machen, ich habe die Dinger halt). Begonnen mit dem Verkleiden habe ich mit dem großen Mittelteil (Teil 17), welches ich in Längsachse mit einem ca. 0,5mm weißen Rand ausgeschnitten habe. Dann ging es Richtung Bug weiter, wobei alle weiteren Abschnitte ebenso mit einem weißen, aber schmaleren Rand ausgeschnitten wurden. Bei den vorletzten Abschnitten musste ich die Kanten in Längsrichtung minimal mit einer Nagelfeile nachkürzen.

    Das Endergebnis ist zufriedenstellend. Und hier noch der Bugbereich und die Zone am Heck:


    Habe ich doch mal wieder etwas dazugelernt! Die Unterschicht aus 80g Papier gibt eine hervorragende Kontrollmöglichkeit, ob die Teile in ihrer Gesamtheit passen und ich bekomme eine super Klebeauflage für die endgültige Schicht. Ich weiß, für euch alte Hasen ist das kalter Kaffee. aber man wird alt wie 'n Haus, man lernt nie aus!

    Ich habe ein Faible für ausgefallene Modelle / Exoten, noch dazu wenn sie sehr preisgünstig sind.

    So bin ich schon vor langer Zeit auf den Bausatz der Morjana von Dom Bumagi gestoßen.

    Da ich faul bin, habe ich mir auch den LC-Satz dazu gekauft, der neben dem umfangreichen Spantengerüst auch eine Platine mit ein paar Kleinteilen enthält.

    ( Das ist nicht der vollständige Satz; ich habe schon die Platinen für das Spantengerüst ausgeschlachtet.). Der Bausatz enthält etwas mehr als eine Seite Beschreibung natürlich in Kyrillisch und acht Seiten mit 3d-Abbildungen als Bauanleitung. Natürlich findet man dort nicht alle nötigen Informationen für jeden Winkel des Schiffes, man muß mal wieder selber denken beim Bauen. Schadet ja nichts!

    Das Spantengerüst macht aufgrund der vielen Spanten einen stabilen Eindruck. Allerdings sind ein paar Korrekturen beim Zusammenstecken nötig.

    Am Heck bei den Spanten 18 und 19 müssen die Schlitze am Stringer V2 etwa 1-2mm weiter ausgeschnitten werden, damit es paßt. Die Stringer V4 und V5 sind im LC-Satz nicht in ihre Backbord- und Steuerbordhälften getrennt. Da sowohl im Heckbereich als auch im Vorschiff Asymmetrien vorliegen, müssen diese Stringer mit der Schrift zum Kiel eingebaut werden. Sonst paßt es halt nicht. Eine weitere, marginale Korrektur ist bei Spant 4 nötig. Der obere Abschnitt ist symmetrisch, er muß aber asymmetrisch sein, wie die Aussparung in Stringer V4 zeigt.

    Kein Problem, läßt sich kürzen. Nimmt man die Teilenummerierung als Baureihenfolge, sollen erst die Decks montiert werden, bevor es an die Rumpfverkleidung geht. Besonders der Heckbereich enthält etliche Details. Der sollte weitgehend fertiggestellt werden, bevor das Hauptdeck dran ist.

    Die Baden ist schon eine gewaltige Geduldsprobe. Ich glaube, wenn ich mir den Baufortschritt so ansehe und die beachtliche Feinarbeit betrachte, wird meine Baden wohl noch eine Weile ruhen müssen, bevor der nötige Mut für die Schere angesammelt ist.

    Ich werde wohl noch eine Weile staunen dürfen.


    Viel Erfolg weiterhin!

    Manfred

    Da es roko-Kartonmodellbau leider nicht mehr gibt, dort gab es das P&D Set, und mein Exemplar an einigen, gängigen Durchmessern total ausgelutscht ist, brauche ich Ersatz.

    Speziell geht es um die Durchmesser unter 2mm, ab 2mm hilft mir die Lochzange als praktisches Werkzeug.


    Wer kann mir weiterhelfen?

    Die Ankerthematik ist jetzt auch abgeschlossen. Für die Abweiser habe ich die Teile aus dem LC-Satz verwendet. Sie sind zwar sehr dünn, lassen sich dafür aber mit ausreichend Geduld leicht verarbeiten. Die Teile aus verschieden starkem Rundmaterial wie vorgegeben zu bauen, ist mir eine Nummer zu groß. Noch ein Hinweis zu den Befestigungsblechen der zylindrischen ?Fender?: Im Bogen fehlen von den grauen Blechen 12 Stück! Also rechtzeitig kopieren, damit genügend Teile beim Bau vorhanden sind. Für die Ankerketten habe ich die Kleinstkette von Sämann (Kettenglieder der Länge 2,3mm; Artikel 7007) verwendet, die mir gefühlsmäßig die passende Größe zu den Ankern liefert.



    Die Schrauben waren die letzten Teile vor der Fertigstellung. Vorher mußte noch der Mast installiert werden, dem ich zusätzlich ein Stückchen Reling, eine Leiter und ein Radargerät verpaßt habe. Damit ist es geschafft!!!!


    Insgesamt ein anspruchsvolles und spannendes Modell trotz etlicher Vereinfachungen, die der Ursprungsversion 1:400 geschuldet sind. Jetzt bekommt endlich die Willift Eagle, wie ursprünglich gedacht, ein ordentliches Ladegut (demnächst in der Galerie).

    Intermezzo


    Die Baustelle Ankerwinden hat vorübergehend die Aufmerksamkeit verloren. Der neue Schnellbus kam mal eben vorbei. Schichtwechsel!

    Ein paar Worte zum Bau des Hubschraubers:

    Der originale Druck mit 80g Papier erscheint mir für das Formen des Bauteile zu schwierig, weshalb ich eine Kopie des Bogens auf 130g Papier gedruckt habe. Zusätzlich habe ich zwei Innenspanten zum Erhöhen der Stabilität auf eine Dicke von 0,5mm gebracht und das Fahrgestell deutlich verstärkt, insbesondere die Räder. Der Hubschrauber besteht aus relativ wenigen Teilen, trotzdem brauchte ich schon fast zwei Tage für den Bau. Die Fenster auszustechen habe ich mir nicht zugetraut, da es mir speziell an der Pilotenkanzel zu diffizil erscheint. Ansonsten paßt alles relativ gut mit Ausnahme des Heckteiles, dessen Anschluß an den Hauptteil des Rumpfes einiges zu groß ist. Meine Einfachlösung: Ich habe ihn mehr oder weniger aufgesteckt, wie die nächsten zwei Bilder zeigen. Ich habe Glück gehabt, durch etliche Materialverstärkungen zufällig gerade so erreichen konnte, daß der Hubschrauber auch tatsächlich auf dem Fahrgestell steht und nicht die Nase hebt. Nachbauer sollten sicherheitshalber in der Nase und/oder der Pilotenkanzel einige Klebstofftropfen als Gewicht unterbringen, was ich vergaß.

    Das Thema Ankerwinschen!

    Da denkt man sich in so, die Ankerwinschen seien ja nicht so das große Problem. Sie werden wohl relativ schnell fertig sein. Denkste!

    Sobald die Komponenten fertig sind und es an das Montieren gehen soll, zeigt sich, daß die reine Aufskalierung von 1:400 nach 1:250 ein sichtbares Problem erzeugt hat. Die Positionen, an denen die Komponenten positioniert werden sollen, passen nicht. Ich vermute, daß durch das lineare Aufskalieren die vergrößerte Papierstärke nicht nachträglich den Tatsachen wieder angepaßt wurde. Die Markierungen sind viel zu weit auseinander. Da hilft nur eine Zensur mit Pinsel und Farbe. Als Nächstes zeigt sich, daß die Plattformen unterhalb der Winschen die Ankerketten nicht berücksichtigen. Auch hier ist wieder freie Improvisation gefragt, um die gedachte Funktion zu ermöglichen. Meine Plattformen versuchen, das zu tun. Ein weiteres Manko ist das Fehlen der Stützbleche unterhalb der Winschplattformen. Die Markierungen für die Montage sind zwar vorhanden, es fehlen die Teile. Kein Problem, 16 Dreiecke sind schnell gebastelt. Die Positionen der Winschen werden dann etwa dieses Bild ergeben (noch sind nicht alle Details montiert):