Posts by Pappi

    Da es roko-Kartonmodellbau leider nicht mehr gibt, dort gab es das P&D Set, und mein Exemplar an einigen, gängigen Durchmessern total ausgelutscht ist, brauche ich Ersatz.

    Speziell geht es um die Durchmesser unter 2mm, ab 2mm hilft mir die Lochzange als praktisches Werkzeug.


    Wer kann mir weiterhelfen?

    Die Ankerthematik ist jetzt auch abgeschlossen. Für die Abweiser habe ich die Teile aus dem LC-Satz verwendet. Sie sind zwar sehr dünn, lassen sich dafür aber mit ausreichend Geduld leicht verarbeiten. Die Teile aus verschieden starkem Rundmaterial wie vorgegeben zu bauen, ist mir eine Nummer zu groß. Noch ein Hinweis zu den Befestigungsblechen der zylindrischen ?Fender?: Im Bogen fehlen von den grauen Blechen 12 Stück! Also rechtzeitig kopieren, damit genügend Teile beim Bau vorhanden sind. Für die Ankerketten habe ich die Kleinstkette von Sämann (Kettenglieder der Länge 2,3mm; Artikel 7007) verwendet, die mir gefühlsmäßig die passende Größe zu den Ankern liefert.



    Die Schrauben waren die letzten Teile vor der Fertigstellung. Vorher mußte noch der Mast installiert werden, dem ich zusätzlich ein Stückchen Reling, eine Leiter und ein Radargerät verpaßt habe. Damit ist es geschafft!!!!


    Insgesamt ein anspruchsvolles und spannendes Modell trotz etlicher Vereinfachungen, die der Ursprungsversion 1:400 geschuldet sind. Jetzt bekommt endlich die Willift Eagle, wie ursprünglich gedacht, ein ordentliches Ladegut (demnächst in der Galerie).

    Intermezzo


    Die Baustelle Ankerwinden hat vorübergehend die Aufmerksamkeit verloren. Der neue Schnellbus kam mal eben vorbei. Schichtwechsel!

    Ein paar Worte zum Bau des Hubschraubers:

    Der originale Druck mit 80g Papier erscheint mir für das Formen des Bauteile zu schwierig, weshalb ich eine Kopie des Bogens auf 130g Papier gedruckt habe. Zusätzlich habe ich zwei Innenspanten zum Erhöhen der Stabilität auf eine Dicke von 0,5mm gebracht und das Fahrgestell deutlich verstärkt, insbesondere die Räder. Der Hubschrauber besteht aus relativ wenigen Teilen, trotzdem brauchte ich schon fast zwei Tage für den Bau. Die Fenster auszustechen habe ich mir nicht zugetraut, da es mir speziell an der Pilotenkanzel zu diffizil erscheint. Ansonsten paßt alles relativ gut mit Ausnahme des Heckteiles, dessen Anschluß an den Hauptteil des Rumpfes einiges zu groß ist. Meine Einfachlösung: Ich habe ihn mehr oder weniger aufgesteckt, wie die nächsten zwei Bilder zeigen. Ich habe Glück gehabt, durch etliche Materialverstärkungen zufällig gerade so erreichen konnte, daß der Hubschrauber auch tatsächlich auf dem Fahrgestell steht und nicht die Nase hebt. Nachbauer sollten sicherheitshalber in der Nase und/oder der Pilotenkanzel einige Klebstofftropfen als Gewicht unterbringen, was ich vergaß.

    Das Thema Ankerwinschen!

    Da denkt man sich in so, die Ankerwinschen seien ja nicht so das große Problem. Sie werden wohl relativ schnell fertig sein. Denkste!

    Sobald die Komponenten fertig sind und es an das Montieren gehen soll, zeigt sich, daß die reine Aufskalierung von 1:400 nach 1:250 ein sichtbares Problem erzeugt hat. Die Positionen, an denen die Komponenten positioniert werden sollen, passen nicht. Ich vermute, daß durch das lineare Aufskalieren die vergrößerte Papierstärke nicht nachträglich den Tatsachen wieder angepaßt wurde. Die Markierungen sind viel zu weit auseinander. Da hilft nur eine Zensur mit Pinsel und Farbe. Als Nächstes zeigt sich, daß die Plattformen unterhalb der Winschen die Ankerketten nicht berücksichtigen. Auch hier ist wieder freie Improvisation gefragt, um die gedachte Funktion zu ermöglichen. Meine Plattformen versuchen, das zu tun. Ein weiteres Manko ist das Fehlen der Stützbleche unterhalb der Winschplattformen. Die Markierungen für die Montage sind zwar vorhanden, es fehlen die Teile. Kein Problem, 16 Dreiecke sind schnell gebastelt. Die Positionen der Winschen werden dann etwa dieses Bild ergeben (noch sind nicht alle Details montiert):

    Die Stationen für die vier Freifallboote sind, wie bereits Wolfgang in seinem Baubericht ausführlich beschrieben hat, ein sperriges Modul. Die Teile des LC-Satzes sind sehr empfindlich (beim Maßstab 1:250 in 0,5mm Karton) und müssen quasi freischwebend montiert werden. Das ganze Gebilde hat erst einigermaßen Stabilität (..wenn man es nicht anfaßt...), wenn alles außer den Booten montiert ist. Die Baureihenfolge muß man sich selbst überlegen.

    Ich möchte auf die Montage dieser Baugruppe ausführlicher eingehen, obwohl dies bereits von Wolfgang geschah. Aber viele Wege führen nach Rom und Nachbauer bekommen damit weitere Ideen möglicher Wege. Die Bauanleitung und die Schablone der selbst zu ergänzenden Teile (liefert der LC-Satz) geben diese Informationen: Die Schablone (rechtes Bild) zeigt die Ansicht von außen Richtung Plattform. Das Problem ist, jedes Teil ist anders geformt und in seiner Lage erst eindeutig in zusammengebautem Zustand definiert. Ich habe mit der Montage begonnen bei der Diagonalstrebe 516, die das Teil AZ unterstützt. Geklebt habe ich alles mit Alleskleber, um genügend Zeit zum Nachjustieren zu haben. Ist die Diagonalstrebe ausgehärtet, gibt es für AZ schon mal zwei Klebepunkte. Die Horizontalstreben BA sind 30 mm lang, damit kann ich auch die zweite Diagonalstrebe 516 im richtigen Abstand montieren. Bevor ich nun AZ aufsetze, klebe ich eine Strebe BA senkrecht auf das Teil AZ am Winkel, unter dem eine Diagonalstrebe ansetzen soll. Nach dem Aushärten wird AZ montiert. Jetzt gibt es für AX insgesamt drei Fixierpunkte. Punkt 1 durch AX, Punkt2 Auflage von AX auf der hinteren Diagonalstrebe und Punkt 3 als Verbindung mit BA. Bevor AX montiert wird, klebe ich Strebe BB (Länge 25 mm) senkrecht auf.

    Ist AX montiert und ausgehärtet, ergibt sich die genaue Lage von AY und es stehen drei Klebepunkte zur Verfügung (2x an AY, 1x an BB).

    Das Ergebis sieht dann so aus: Eine Stabilisierung von AY ergibt sich erst, wenn die Winschplattform 521-524 montiert ist. Alles sollte sauber zueinander ausgerichtet sein. Meine Versuche haben nur so ein "Im Großen und Ganzen" ergeben.

    Im fertigen Zustand ergibt sich dieses Bild: (bugseitig) ,

    (achtern) Der Maßstab 1:250 bietet sich an, mehr Details (nach freier Inspiration) zu verbauen. Allerdings habe ich dafür keine ausreichenden Informationen gefunden, Bilder im Internet geben nichts her. Mir ist beispielsweise schleierhaft, warum die beiden Winschen einer Station 90grad zueinander stehen und wie sie in Verbindung mit den Booten funktionieren sollen. So habe ich mich auf ein paar Relings und Leitern nach bestem Wissen und Gewissen beschränkt. Das hat auch schon ausreichend genervt.

    Nu isses fertig und weiter gehts an anderer Stelle.

    Hallo Thorsten,

    ich muß mit "Hochdruck" fertigstellen, damit ich endlich mein ursprüngliches Ziel mit der Bredford erreiche: Ich will sie auf dem Transportschiff Willift Eagle ordentlich fotografieren können. Bis dahin habe ich noch etwas Klebstoff zu verschmieren. Aber es geht voran, das aktuell gewittrige Wetter fördert den Bauwillen.:)

    Schönen Gruß

    Manfred

    Das Wetter wurde besser, was in der letzten Zeit dazu führte, der Werft häufiger mal den Rücken zu kehren. Noch dazu stellten sich die Kräne als eine für mich ziemlich widerspenstige Baugruppe heraus, was auch zu dem schleppenden Baufortschritt beitrug.


    Die Kräne haben es in sich mit den filigranen Gebilden und den vielen Plattformen. Dann ist die dargestellte Detailtiefe, bedingt durch den ursprünglichen Maßstab 1:400, an einigen Stellen etwas reduziert bzw. vereinfacht. Um diese Lücken etwas zu füllen, bietet der Kranhersteller Liebherr unter der Rubrik: Maritime Krane> Offshore Krane> BOS Board Offshore Cranes eine gute Inspirationshilfe. Dort zeigen die Abbildungen des Typs BOS 2600 eine gute Übersicht über das Kranhaus, obwohl dieser Typ wesentlich leistungsstärker ( max. 100t Hebekraft) als der des Modells (knapp 50t Hebekraft, kann man am Ausleger des Modells ablesen) ist. Auch ist die Seilführung am Ende der Ausleger im Modell nicht ausgeführt. Dafür liefert das Titelblatt des LC-Sets die nötigen Details, um diese im Eigenbau nachzuempfinden.


    Das fertige Ergebnis zeigen die Bilder, aufgenommen vom Hubschrauberanflug und während einer anschließenden Inspektionsfahrt um die Bohrinsel mit einer Barkasse.


    Nach dem Erlebnis mit den Kränen will ich nicht so vermessen sein zu sagen, daß jetzt "nur noch etwas Kleinkram" bis zur Fertigstellung folgt. Die letzten "paar" Teile sollte ich schon ernst nehmen!

    Das Modul Landeplattform ist abgeschlossen!

    Hier der Blick auf die Backbordseite mit dem Zugang der First Class zum Gate (Kennzeichen: Breite Treppe und Aussichtsplattform)

    und hier der Zugang der Touristenklasse und der Lieferanteneingang (Kennzeichen: Enge Gänge, lange Wege): Die Nummer der frei hängenden, schrägen Abstützung am LC-Teil löst sich von selbst, wenn man sie einfach abtrennt und etwas zurücksetzt. Da hatte der Konstrukteur der LC-Platine kein große Lust auf Individualität und deshalb den Längsträger von Steuerbord einfach verdoppelt. Ist ja kein Problem!

    Bei der Ansicht von unten, steuerbords fällt auf, daß die Landeplattform am Modell gegenüber dem Original in Längsrichtung gespiegelt ist und dadurch der Zugang von der Hinterseite deutlich einfacher wird. Beim Original ist der Zugang hingegen an der Vorderseite und damit bekommt der im Modell seltsam unmotiviert unter der Landeplattform hängende Steg seinen Sinn. Er ist Teil des recht komplizierten Treppen- und Plattformgebildes an der Frontseite. Na ja, auch Songs werden immer mehr gecovered.:whistling:


    Jetzt fehlen für das fertige Modell als "Großmodule" nur noch die beiden großen Kräne und dann folgt abschließend ein bißchen "Kleinkram" .

    Hallo Lars,

    heb' ihn dir für die 4.Welle nach der Sommerreisewelle auf. Dann gibt es bestimmt wieder genügend Zeit und Muße....

    Ich habe noch nie so schnell gebaut wie dieses Jahr. Mit der Duilio einen für meine Verhältnisse zähen Brocken fertiggestellt, zwischendrin ein Tankschiff von Papershipwright und jetzt die Bredford, die sich zügig der Fertigstellung nähert.


    Gruß

    Manfred

    Jetzt geht 's der Landeplattform an die Stützen.


    Die Baustelle ist mit der Installation der Aggregate unter der Plattform vorbereitet.

    Die Plattform baue ich kombiniert aus den gedruckten und den LC-Teilen. Für das Fangnetz am Plattformrand, es soll schließlich wirklich ein Netz sein, musste ein Teesieb aus Kunststoff für € 1,95 dran glauben. Die Netzteile sind hier schon verklebt, aber noch nicht beschnitten, den Rest rechts oben vom LC-Material verwende ich, um die Innenfläche aufzufüttern, damit das Oberteil eine flächige, durchgehende Klebefläche bekommt. Das Siebmaterial hat etwa dieselbe Dicke wie der Karton.

    Für die tragende Fachwerkstruktur unter der Plattform benutze ich nur die LC-Teile, die, da sie nur die halbe Dicke der zu verdoppelnden Kartonteile hat, entsprechend filigran und sehr empfindlich sind. Nur die Längsträger, auf denen später die Plattform ruht, habe ich mit Karton verstärkt. Hier die Unterseite der Plattform Richtung "Bug" gesehen (Steuerbord ist links) und hier die Ansicht Richtung Heck: Sehr hilfreich beim Bau war natürlich der Vorbericht von Wolfgang, was mich mich zu bedächtigerem, überlegterem Bauen veranlaßte und rechtzeitig auf kritische Stellen aufmerksam machte. Z.B.: Die Träger der beiden Plattformen:

    Die Träger der Steuerbordplattform dürfen nur 10mm auskragen, dann paßt die Länge. Auch die Kontaktpunkte auf den Unterzügen stimmen. Da die Unterzüge asymmetrisch sind, habe ich einen Träger so gekürzt, daß er auf dem Fachwerkknoten des Unterzuges endet. Auch die Träger der Heckplattform passen, wenn man die Bauzeichnung nur symbolisch interpretiert und nicht für diesen Fall als exakte Positionieranleitung (bei der Bauanleitung muß man immer prüfen, ob sie für einen Arbeitsschritt nur symbolisch gemeint ist oder exakt den Sollzustand beschreibt). Die provisorische Stellprobe auf dem Aufbau zeigt, es paßt bis auf die schräge Abstützung backbords. Fortsetzung folgt!:cool:

    Der Bauerngarten oder (am Modell) das Bohrstangenlager.

    Eine weitere große Fläche des Bebauungsplanes ist erschlossen und bebaut. Was den Bau an sich betrifft, hat Wolfgang schon alles Nötige in seinem Bericht gesagt, deshalb hier nur ein paar Bilder der "Großversion".


    Als nächste große Fläche steht demnächst die Hubschrauberplattform an.

    Inzwischen bin ich im Bereich der Fragezeichen in Wolfgangs Baubericht, den "Bermuda-Dreiecken" angelangt. Die Mysterien der Kabelführungen (Teile 359, 360 = "rechte Arbeitsplattform", Teile 362, 363 = "linke Arbeitsplattform"). Die Teile 359 und 362 sind klar, sie verlaufen jeweils längsseits unter den Gangways.

    Undefiniert nach Bauskizze sind die Teile 360 (das lange Teil links) und 363 (das kürzere, deutlich breitere Teil rechts):

    Teil 360 hat Knickmarkierungen. Mit ein bißchen Suchen paßt das Teil an die Vorderseite der rechten Arbeitsplattform.

    Das bestätigte auch eine Anfrage an das hilfsbereite JSC-Team, das mir freundlicherweise ein Bild ihres Kontrollbaues von dieser Stelle geschickt hat. Nach dieser Analogie müsste Teil 363 auf der Vorderseite der linken Arbeitsplattform montiert werden. Die Länge des Teiles paßt analog, aber die ungewöhnliche Höhe ergibt für mich keine Logik. Das Teil würde exakt bis an die Unterseite der ersten Aufbauplattform reichen. Damit hingen aber Bereiche dieser Kabelführung in der Luft. Ich hoffe hier noch auf ein aufklärendes Bild von JSC.

    Der Bohrturm ist fertig.

    Ich habe, solange der Mast noch nicht geschlossen ist, alle Einzelteile vorbereitet. Hier z.B.: die große Arbeitsplattform

    der Rohbau der Turmspitze mit weiteren, ergänzenden Teilen Bis auf die Umlenkrolle rechts vorn habe ich alle übrigen Teile im noch offenen Gittermast installiert. Die Turmspitze wird als letztes aufgesetzt. Ist der Gittermast geschlossen, fallen zwei kleinere Fehler auf:

    1. Im oberen Turmdrittel ist eine größere Plattform anzubauen. Aber die Auflagen am Gittermast passen dafür nicht. Die Plattform sollte auf den rot markierten Querstreben aufliegen. Die linke Strebe an der Rückseite des Mastes (Teil 418) sitzt aber nicht auf derselben Höhe wie die Strebe an der Vorderseite des Mastes. Es braucht links eine Querstrebe, die etwas tiefer die Knoten der Diagonalstreben miteinander verbindet.

    2. Laut Zeichnung soll die Bedienkanzel an der unteren Horizontalstrebe befestigt werden. Damit wäre aber die Tür auf der Rückseite der Kanzel unsinnig, weshalb ich sie an die parallel darüberliegende Strebe moniert habe. Ist der Mast geschlossen, braucht es noch einige Geduld, bis alle Leitern und Plattformen installiert sind. Nachdem das abgeschlossen war, habe ich den Kopf mit den ?Schwingungsdämpfern? und der Umlenkrolle vervollständigt und aufgesetzt. Damit ist der Bohrturm fertig.

    Eine erfreuliche Nachricht: Der Unterlieferant für den Bohrturm hat angekündigt, daß er schon vorzeitig liefern kann und bereits das Logistikunternehmen beauftragt hat. Die Lieferung soll angeblich schon in der kommenden Woche stattfinden.

    Eine intensive Recherche auf marinetraffic.com hat bestätigt, daß der Transport unterwegs ist: (Legende: Schubschiff von HMV, Ponton von Papershipwright, SMPTs (Self-Propelled-Modular Transporters) von JSC, Wasser vom Baumarkt^^)


    Nun mal ernsthaft!

    Für die Gitterkonstruktion des Bohrturmes sind die Teile im LC-Set enthalten. Die Dicke des Materials von 0,25mm ist identisch mit der Dicke des Kartons. Das wird besonders bei der Größe eine sehr filigrane Sache. Aber man hat bei gleicher Feinheit als Vorteil die Alternative zwischen ausgesticheltem Karton und LC-Teilen und damit immer noch einen Ersatzmast, falls beim Bau einer Variante ein gravierender Flurschaden passieren sollte. 0,25mm Materialstärke beim Modell würde in Realität 62,5mm Materialstärke bedeuten, was ich bei einem Gittermast für recht satt halte.

    Da der Bohrturm eine Menge Ausstattung im Inneren hat, will ich diese erst komplett installieren, bevor ich den Mast mit der vierten Seite schließe. Die Ausstattungsteile in einen schon geschlossenen Mast hineinzubugsieren erscheint mir doch zu riskant. Ich hoffe, daß ich mir damit den weiteren Bau nicht doch unnötig erschwere. Man wird sehen!

    Zwischenbericht:


    In diesem Abschnitt geht es ausschließlich um den Unterbau des Bohrturmes, der zwei Gestelle mit Nitrogentanks, sechs Hubkompensationseinrichtungen und zahlreiche Wartungsplattformen, Stege und Treppen als Zugänge zu diesen Einrichtungen bekommt. Da ich bei der Montage der Kompensationseinrichtungen nicht exakt auf die Winkellage zu den Aufnehmern geachtet habe (eine Skizze der richtigen Lage ist in der Bauanleitung!), mußte ich bei den Treppen und Relings der Plattformen teilweise tricksen, um alles zusammenzubringen. Hinzu kommt, daß der Unterbau des Bohrturmes nur sehr sparsame oder keine Innenversteifungen hat bei relativ großen Kartonflächen. Das äussert sich in Wölbungen bzw. einer konsequenten Hartnäckigkeit gegen meine Versuches des Ausrichtens. So bekommen manche Plattformen eine etwas "dynamische" Aufhängung.

    Überhaupt wird das Modell bei meinen Fähigkeiten mehr ein Anschauungsobjekt des Prinzips Bohrinsel denn ein Präzisionsmodell. Aber faszinierend und spannend ist es trotzdem!!


    Für den Radardome achtern habe ich nicht auf das Teil aus dem Bausatz zurückgegriffen sondern eine 8mm Holzkugel verwendet. Die ist garantiert kugelförmig. Die blauen Nitrogentanks am Bohrturm entstanden aus Abschnitten von Schaschlikspießen.


    Nach der Bauanleitung würden als nächstes die Ausstattung des Bohrstangenlagers (die große Freifläche achtern) und die Installation der Hubschrauberplattform über dem Aufbau folgen. Von dieser Reihenfolge weiche ich lieber ab und baue schön von der Mitte nach außen. Ich brauche noch freie Flächen zum Hantieren.

    Damit wäre als nächste Großbaugruppe der Bohrturm an der Reihe sowie umgebende Hilfseinrichtungen. Es ist auch jetzt schon immer schwieriger, beim Positionieren in der Mitte Flurschäden weiter außen zu vermeiden. Die Plattformfläche ist doch relativ groß.

    Hallo Reinhard,

    es kommt natürlich darauf an, wo dein Schwerpunkt liegt. Wenn du den Anspruch der möglichst hohen Modelltreue hast, wird die Sache schwierig. Wenn man mehr mit dem Spaß- und Neugierfaktor unterwegs ist, dann ist der Bauauftrag keine Frage. So habe ich die Freiheit zu überlegen, was könnte wahrscheinlich/sinnvoll/realistisch sein.

    Das schlagende Argument für mich: Es gibt kein alternatives, ausgefeilteres Modellangebot einer Bohrinsel. Und selbst zu konstruieren liegt mir nicht.


    Also ran an die Pappe!


    Schönen Gruß

    Manfred

    Das Bebauungsgebiet steuerbords neben den Aufbauten ist inklusive der Kommandobrücke inzwischen fertiggestellt.

    Zum Bau ist nicht viel zu sagen, da Wolfgang in seinem Bericht über die Version in 1:400 schon ausführlich die Details beschrieben hat.

    In der großen Version des Modells bringen die vielen gelben Relings auf den unterschiedlichen Ebenen einen besonderen farblichen Akzent und sie stellen oft hohe Anforderungen an die Fingerfertigkeit, da etliche verwinkelte, bereits überbaute Ecken nicht so einfach erreichbar sind, um ein Stückchen Reling zu plazieren. Man weiß oft erst im weiteren Baufortschritt, wo ein Gang oder Steg weiterführt und wo eine Reling hingehören müsste.


    Die Bilder des Originals zeigen alle nur die Dackelperspektive, ich habe nichts gefunden, was mir genauere Erkenntnis über das Geschehen an Deck gibt.

    Der Bau des verschachtelten Aufbaues läßt es als sinnvoll erscheinen, aufgrund der vielen Überkragungen auch möglichst alle Details wie Treppen und Relings anzubringen. Die Größe und Sperrigkeit des Modells erschwert es doch zu sehr, das erst im fortgeschrittenen Baustadium zu machen. Das Stichwort Reling hat mich die Bilder des Originals noch einmal genauer betrachten lassen. Die Relings sind gelb! Ein schöner Farbkontrast zum Signalorange, nur leider hatte ich das Treppengebilde innen (s. oben) in grau angelegt. Das konnte ich nur teilweise gelb nachfärben, da nicht mehr alle Geländer vernünftig mit Pinsel und Farbe erreichbar sind.


    Den Aufbau habe ich komplett als eigenen Modul fertiggestellt, damit es sich leichter damit hantieren läßt. Jede Ebene wird möglichst komplettiert,

    bevor die nächste aufgesetzt wird.

    Mir ist auch hier wieder aufgefallen, daß Markierungen für Bauteile immer mal wieder nicht passen bzw. die maßliche Treffgenauigkeit über mehrere Ebenen nicht paßt. Ich bin mir nicht klar, ob es durch ungenaues Bauen meinerseits entsteht oder von Unsauberkeiten in der Modellkonstruktion herrührt. Ich denke, beides trifft zu.

    ABER! Trotzdem ist die Bohrinsel ein Leckerbissen, u.a. wegen der knalligen Farbgebung.

    Hier das Aufbaumodul, wie ich es fertiggestellt habe:

    Und hier auf der Plattform montiert:

    Hier mal ein Beispiel, was mir der Maßstab 1:250 bei dem Modell ermöglicht (Der eine oder andere kann das sicherlich auch im Maßstab 1:400).

    Die Baugruppe 169-171 ist eine Plattform mit mehreren Ebenen. Ein Ausschnitt aus der Bauanleitung mit der Ansicht des Unterbaues vom Bohrturm zeigt die Plattform links vorn): Die vorbereitete Basis sieht bei mir dann so aus:

    Die weiße Fläche ist ein Hilfsunterlage, um die kurzen Treppen vorzumontieren.

    Am Modell bekommt die Gruppe dann noch zwei weitere Treppen. Da die Bohrinsel sehr verschachtelt ist, braucht es sehr viele Treppen, Plattformen und Stege, um die Höhenunterschiede zu überwinden. Das zieht sich und stärkt die Nerven. :cool:

    Je schöner und wärmer das Wetter wird, desto langsamer geht es voran, aber es geht voran.

    Die Bestückung der Plattformoberseite beginnt mit dem blumenkohlartigen Unterbau des Bohrturmes. Man kommt sich vor wie mit einem Lego-Baukasten, ein Klötzchen wird an das andere geklebt.

    Soweit es mir machbar erscheint, habe ich die Baugruppe unabhängig von der Plattform gebaut. Das verhindert Bauschäden.

    Ab diesem Bauzustand habe ich den Unterbau montiert, da jetzt immer mehr Elemente kommen, die zusätzlich eine Verbindung mit der Plattform haben.

    Die Erfahrung hat dann gezeigt, daß man, bevor das Ganze montiert wird, noch einiges vorziehen und anbauen könnte (Teile 160 - 168, verschiedene Erker und die Steuerkanzel des Bohrturmes). Das wäre auch für ein leichteres Handhaben zu empfehlen.

    Den aktuellen Bauzustand zeigen die folgenden Bilder. Der weitere Bau wird sich noch einige Zeit im "Lego"-Universum tummeln.


    Und beim Fotografieren tauchen doch immer wieder Ecken auf, die noch Farbe vertragen.:whistling:

    Heute nur ein kleiner Fortschritt, der die Teile 127-139 beinhaltet, welche die Umfassung der Bohrinsel bilden. Sind diese montiert, ist der grün markierte, umlaufende Gang geschlossen und die Eckpfeiler abgedeckt. Die Abdeckungen der Längsseiten besitzen bei den inneren Aussparungen recht große Toleranzen, sprich Lücken. Mein Montagekriterium war, die Eckpfeiler sauber abzudecken und den grünen Umgang passig anzuschließen.

    Beides ist möglich, aber dafür gibt es an den Aufbauecken vorn und hinten Lücken. Und natürlich bei diesem Maßstab:

    Jede Treppe soll ihre Stufen bekommen! So allmählich bin ich gezwungen, bei jedem Hantieren immer erst einmal vorsichtig zu schauen, wo die Finger ohne Flurschaden greifen können. Das wird mit dem weiteren Baufortschritt noch ein heftiger Eiertanz werden ( Es kommt ja auch Ostern!).

    Endlich! Die Unterseite ist fertig nach einer Menge Improvisation.

    Wie man oben an dem letzten Bild sieht, endet der Steg für die Leiter im Nirwana. Auch bei seitlichem Betrachten der Plattform sieht man die unmotiviert darunter hängenden Stegstückchen, welche der Bogen mitliefert, ohne irgendwie sinnvolle Anbindung. Unter der Plattform müßte es eigentlich ein vollständiges Wegenetz von Stegen geben, damit wenigstens die angedeuteten Teile sinnvolle Anschlüsse haben. Also mache ich den Scheuer!


    Die äußeren Plattformen zwischen den Diagonalstreben habe ich wieder entfernt und verlängert, um sie tiefer zu setzen und ihnen eine ordentliche Reling zu geben. Und sie werden Anschlüsse an ein Stegenetz bekommen. Die längste "Hauptstraße" wird gut 20cm lang, weshalb eine andere Vorrichtung zum Einsatz kommt beim Fixieren der Aufhängungen.

    Dieses Bild zeigt die beiden Hauptstraßen:


    Solange die Plattform nicht auf dem Rücken liegt und man die Unterseite im Detail studiert, fallen auch die teilweise etwas unsauberen Anschlußstellen zwischen den Stegsegmenten nicht so auf. Die schon vorhandenen Diagonal- und Horizontalstreben haben das Montieren heftig erschwert. Immerhin bin ich ohne Flurschaden durchgekommen.


    Bei der Treppe zum Schwimmkörper war die Fummelei fürchterlich. Ich habe sie auch nur "frei nach..." gebaut, eine Zwischenetage fehlt, da meine Treppen steiler sind, als im Bogen vorgegeben. Natürlich sollte in dem Riesenmaßstab alles Treppenstufen und ordentliche Geländer bekommen. Würde man die Treppe rechtzeitig vor Anbau der Verstrebungen und der Schwimmkörper installieren, wäre sie auch besser ausrichtbar. Ich konnte in meinem Bauzustand überhaupt froh sein, irgendwie noch ranzukommen. Manchmal hat die Suche nach der richtigen Handhaltung, der Pinzettenrichtung und der richtigen Zugangsseite wesentlich länger gedauert, als das Vorbereiten einer Treppenetage.


    Die Treppe ist jgeschafft, die Schwimmkörper sind montiert, ich kann die Oberseite der Plattform in Angriff nehmen.:D

    Noch will ich etwas detaillierter über den Baufortschritt berichten, da ich mich dank des Maßstabes 1:250 leichter in Details verlieren kann, als es Wolfgang gezeigt hat.

    Für die Aufhängung der Plattformen habe ich 0,5mm Kunststoffstäbe verwendet. Außerdem kam beim Verteilen der Aufhängungen eine spezielle Vorrichtung zum Einsatz: Das sind die Teile (102 - 107), welche der Bogen für die Laufstege vorsieht:

    Wobei ich anmerken muß, daß nur ein Exemplar des L-förmigen Steges vorgesehen ist. Ich habe ein zweites Exemplar gebaut, da, wie oben erwähnt, die Bogenvorlage bei dieser Teilegruppe inkonsistent ist.

    Es fällt auf, daß die Leiter (Teil 105), welche von der Plattform am Pfeiler nach unten geht, im Nirwana endet. ?( Zitat aus der Politik: "Das geht aber gar nicht!!!!" Ein Bild des Originals (siehe weiter oben) zeigt, daß die Leitern über mehrere Plattformen bis zu den Schwimmkörpern führen. Mit diesen nachempfundenen Teilen kommt also auch etwas ähnliches an das Modell:

    Dann hat das Ganze schon mehr Hand und Fuß. Übrigens sieht man hier schon deutlich, wie empfindlich der Bau jetzt schon ist. Falls man ungewollt an die Senkkörper an den äusseren Pfeilern kommt, knicken die Ecken sofort leicht nach innen. Durch wiederholt notwendiges Ausbeulen zeichnen sich inzwischen schon Knickstellen an den abgeschrägten Ecken ab.;( Eigentlich kann man in diesem Baustadium die Bohrplattform nur an den mittleren Pfeilern ohne allzu große Gefahr hantieren.


    Die Unterseite ist noch lange nicht fertig, es stehen noch eine Menge Spinnenbeine, Treppchen und freie Nachempfindungen an.

    Noch ein paar weitere Anmerkungen zur Bestückung der Unterseite der Bohrinsel:

    Die Teile 111 (Oberseite) und 112 (Unterseite), hier aus dem LC-Satz gebaut, werden insgesamt 2x benötigt. Gedruckt sind aber nur die Teile für ein Exemplar, während der LC-Satz korrekt die Teile für beide Exemplare enthält.

    Die Baugruppe 102-105 (105 ist eine Leiter, hier nicht abgebildet) ist ein ziemliches Durcheinander. Bei all diesen Plattformen/ Laufstegen ist (fast) immer die Ober- und die Unterseite gedruckt. Jede Seite hat (normalerweise) eine andere Nummer. Aber Teil 104 nicht; wie man sieht, sollen aber zwei Exemplare gebaut werden. An den Pfeilern an der Vorderseite der Bohrinsel sind auch sowohl an Steuer- als auch Backbord Markierungen für die Montage aufgedruckt. Aber der Laufsteg (102, 103) ist nur für ein Exemplar vorhanden.

    Immerhin sind Ober- und Unterseite wie bisher meist mit unterschiedlichen Teilenummern bezeichnet.

    Es macht den Eindruck, daß die Ausstattung der Bohrinselunterseite im Modell etwas stiefmütterlich konstruiert ist. Laufstege unterhalb der Bohrinsel sind nur sporadisch angedeutet. Ich bin mir aber ziemlich sicher, daß das Original ein recht komplexes Netz von Laufstegen besitzt. Leider habe ich dafür bisher keine Informationen gefunden.

    So gibt es beispielsweise die Baugruppe 113 bis 123, welche eine Treppenkonstruktion für den Zugang zu einem Schwimmkörper liefert. Auch diese ist nur für ein Exemplar vorhanden. Das halte ich aber für unlogisch, denn auch der zweite Schwimmkörper braucht eine Zugangsmöglichkeit; auf beiden Schwimmkörpern befinden sich Poller.

    Bevor ich weitere Ergebnisse präsentieren kann, noch ein paar Anmerkungen zu der Unterseite der Bohrinsel:

    Bei diesem Bild des Originals kann man sehen, daß die Plattform am Bug zwischen den Diagonalstreben deutlich tiefer sitzen muß als im Modell. Außerdem ist ein hängender Steg als Zugang erkennbar: Also Plattform wieder abnehmen, ein angepasstes Exemplar konstruieren und in der richtigen Höhe wieder montieren. Dazu kommt noch der Zugangssteg, der im Modell nicht existiert.:wacko::evil:

    Überhaupt fehlen an der Unterseite der Bohrinsel Teile im Modellbogen. Dazu dann im weiteren Bericht mehr.

    Das filigrane Geschäft beginnt mit Macht!

    Unter der Plattform hängen, scheinbar unmotivert, an jeder Schrägstrebe Plattformen. Ich kann mir nur vorstellen, daß dies Inspektionsplattformen für die Wiederlager der Schrägstreben an der Unterseite der Bohrinsel sein sollen. In der der Anleitung laufen sie nur als "Equipment under platform". Irgendeine Darstellung der Zugangsmöglichkeiten sind am Modell nicht vorgesehen und auch nicht zu erkennen.


    Da ich ja im "Riesenmaßstab" 1:250 baue, kann die Gitterstruktur mit dem darunterliegenden Versteifungsfachwerk nicht einfach nur aufgedruckt dargestellt werden. Aber falls mein Verfeinerungsansatz nichts so richtig wird, er verschwindet ja später unter dem Tisch / der Bohrinsel. Es ist mein Testprojekt, ob ich alle freischwebenden Plattformen so werde bauen können.


    Die Teile 100 und 101 stellen die Ober- und Unterseite der Plattform an den Streben der äußeren Pfeiler dar. Als Gittermaterial verwende ich LC-Grätings, das Versteifungsfachwerk wird aus 130g Papier ausgestochen und untergeklebt. Im Bild sieht man im Prinzip die Arbeitsschritte bzw. die verwendeten Teile.

    Hier sind alle vorbereiteten Plattformen zu sehen: Oben und unten sind jeweils die Plattformen der äußeren Pfeiler, in der Mitte die der mittleren. Diese müssen später stumpf aneinandergeklebt werden. Hört sich zwar leicht an, ist aber wegen der schon vorhandenen Verstrebungen ein elendes Gefummel.

    Hier ist die hinterste Plattform im Rohbau probeweise aufgelegt: Wenn Arbeits- oder Inspektionsplattform, dann Reling!

    Weil der Abstand bis zur Unterseite der Bohrinsel sehr gering ausfällt, gibt es nur eine in der Höhe halbierte Reling. Den fertigen Zustand zeigen dann diese Ansichten (es fehlt noch etwas das waagerechte Ausrichten):

    Allmählich wird der Bau empfindlich. Man muß jetzt sehr aufpassen, wo und wie man ihn anfasst, um ihn neu zu positionieren ohne Flurschaden anzurichten. Das Stabilste sind die mittleren Pfeiler, die Senkkästen darf man praktisch nicht berühren, sonst knicken sie sofort nach innen.

    Das war bisher nur die Lockerungsübung für den Filigrankram, der noch unter die Bohrinsel kommt.

    ...und weiter geht 's.

    Jetzt konnten die "großen" Strukturen unterhalb der Plattform fertiggestellt werden.

    Dummerweise habe ich mich mal wieder vom Bauschwung mitreißen lassen und gebaut, was das Zeug hält. Formal korrekt: Nach der Reihenfolge der Bauanleitung. Es geht um die horizontalen Verstrebungen. Da in der Version 1:250 die Teile der Verstrebungen auf den dicken Karton gedruckt sind, habe ich alle zu rundenden Teile auf 130g Papier gedruckt und die zu rollenden Teile auf 80g Papier. So ließ sich das einigermaßen bewältigen. Beim Wickeln habe ich als temporären Kern eine Stricknadel verwendet und die Strebe nach Augenmaß auf den gewünschten Enddurchmesser gebracht. Die Stricknadel wurde aus der fertigen Strebe wieder entfernt. Da die Säulen noch relativ beweglich sind, habe ich die Bohrinsel wieder auf ihre Schwimmer gestellt, ausgerichtet und beschwert. So kann ich bei der Montage der Horizontalstreben sehen, ob ich die Säulen möglicherweise etwas auseinander drücke. Das ist das Ergebnis (Hier allerdings auch schon mit den Senkkästen (Caissons), dazu später mehr):

    Jetzt konnten die Versteifungen der Unterseite dran kommen. Zu meinem Glück baue ich die große Version der Bohrinsel. Die horizontalen Streben sind heftig im Weg beim Montieren der Versteifungen. Es ging, aber geschwitzt habe ich schon! Hätte ich doch immer mal wieder einen Blick auf Wolfgangs Baubericht geworfen! Also für Nachbauer zum Mitschreiben:


    Reihenfolge der Plattformunterseite:

    Empfehlung: Alleskleber verwenden, da man noch Zeit genug hat für nachträgliche Justierungen.

    1. Schwimmkörper bauen, um sie als Justierschablone immer wieder untersetzen zu können.

    2. Mittlere Säulen und Vertikalstreben fertigstellen und montieren. Anhand der Schwimmkörper die Lage justieren.

    3. Äußere Säulen und Vertikalstreben fertigstellen und montieren.

    4. Alle Versteifungsrippen einbauen.

    5. Eventuell hier schon Feinteile wie Plattformen und Treppen für die Unterseite montieren (Teilegruppen 96 - 123; habe ich noch nicht erledigt).

    6. Horizontalstreben montieren und justieren.

    7. Senkkörper (Caissons) montieren.


    Die Ansicht auf die Stirnseite. Wie im richtigen Leben! :cool:

    Jetzt könnten die Schwimmkörper montiert werden, da die Oberseite noch relativ eben ist und gut beschwert werden kann beim Aushärten des Klebers.


    Anmerkungen zu den Senkkästen: Die Teilebezeichnungen haben die Angaben RA, RF, LA und LF. A= Aft, F= Front, R=Steuerbord, L=Backbord.

    So habe ich die Teile montiert. ?(8| Leider völlig falsch! Die Bezeichnungen stimmen nicht.

    An diesen beiden Bilder läßt sich die richtige Einbaulage der Teile rekonstuieren:

    Grundsätzlich: Die Einkerbungen zeigen nach außen, aber wer ist vorn und wer hinten? Wie man sieht, hat das Original an den hinteren Senkkästen jeweils Backbord und Steuerbord Ausleger bzw. die Lager dafür. Also müssen die Senkkästen, die in dem Bereich Montagemarkierungen aufweisen nach hinten kommen.


    Hier die Ansicht der Steuerbordseite:

    Damit ergibt sich für die Teilebezeichnungen folgendes:

    RF ist eigentlich RA

    RA ist LA

    LA ist LF

    LF ist RF

    .....hatten wir doch gerade!


    Jein!

    Wolfgang hatte erst vor kurzem seinen grandiosen Baubericht über die Bredford Dolphin abgeschlossen, aber er baute den Bogen in 1:400.

    Das hat mich angespornt, endlich meine Bohrinsel anzufangen, bei der es sich um die aufskalierte Version vin 1:250 handelt.

    Ich will hier nicht jeden Papierschnipsel beschreiben, sondern einen "Schnelldurchgang" machen (was die Beschreibung betrifft, nicht den Bau) und dabei sowohl versuchen, die Unterschiede zur Version 1:400 aufzuzeigen, als auch die mir möglichen Verfeinerungen.


    Die Version 1:250 ist auf A3-Bögen gedruckt mit der bei JSC üblichen sehr feinen Auflösung. Es ist ein sehr schwerer und steifer Karton mit einer Dicke von 0,25 mm. Das gibt Stabilität, aber auch Probleme bei Teilen, die zu Runden oder sogar zu Rollen sind. Dazu später mehr.


    Die Baureihenfolge ist identisch mit der kleineren Version; Es beginnt also mit dem Frühstücksbrett, der eigentlichen Plattformbasis. (manche Teile sind schon vorbereitet und bisher nur aufgelegt.) Für das Kantenfärben und Ausbessern der signalroten Teile ist der Farbton Kadmiumrot Hell aus der Albrecht Dürer Serie von Faber-Castell ideal. Ein Farbunterschied ist kaum festzustellen.

    "Natürlich" werden bei dem Riesenmaßstab von 1:250 alle Fenster "verglast" und Tür und Tor aufgedoppelt. Dafür muß man sich allerdings alle Türen / Tore rauskopieren und neu drucken. Bis zu diesem Baufortschritt hat man eher das Gefühl von Lego in der frühen Form: Ein Klötzchen am anderen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich auch die aufgedruckten Rohrleitungen plastisch ausführe.


    Sehr schnell geht es an die Säulen unter der Plattform und es tritt der erste Schweiß auf die Stirn.

    Die Säulen lassen sich noch relativ einfach aus dem dicken Karton formen. Aber alle Spalte und Toleranzen sind durch das Aufskalieren auch entsprechend vergrößert worden. Die Führungsteile in den Säulen lassen viel Spiel übrig, was dann eine saubere Verbindung zwischen dem zylindrischen Teil und dem Fuß sehr erschwert. Mir ist die Verbindung jedenfalls nicht befriedigend gelungen. Das Mikadospiel bzw. die Streben zum Stabilisieren der Säulen sind geschickterweise auch auf dem "Panzer"karton gedruckt. Null Chance, das eng zu rollen. Es setzten die ersten Fluchtaktivitäten ein; ich habe einige Teile im Bau schon mal vorgezogen bzw. vorbereitet, wie zum Beispiel die Schwimmkörper.

    Mein erster Versuch mit den Streben war der Druck eines Scans auf einem 130g Papier, was sich aber auch nicht (von mir) ordentlich rollen ließ. Also bin ich reumütig auf 80g Papier umgestiegen und habe in zwölf Versuchen meine acht benötigten Mikadostäbe gefertigt. Der resultierende Durchmesser ist etwas dünner geworden als vom Konstrukteur vorgesehen, aber besser ging es nicht. Auch ist es sehr schwierig, exakt gerade zu rollen, um die Abschrägungen an den Enden in derselben Ausrichtung zu bekommen. Es gibt ordentlich klaffende Spalte an den Übergängen zu den Säulen (ein Problem, das auch Wolfgang bei seinem Bau hatte). Das läßt sich aber kaschieren: Mit Klebstoff auffüllen und färben. Was die Spalte betrifft: Hier kann man bei den äußeren Säulen sehr gut sehen, wie es mir nicht gelungen ist, saubere Anschlüsse zwischen dem zylindrischen Teil und dem Fuß herzustellen. Das hoffe ich noch etwas kaschieren zu können.

    Zusammengefaßt: Die Unterseite der Bohrplattform ist immens schwierig, da viele Teile mit großzügigen Toleranzen in räumlich verschiedenen Richtungen eigentlich gleichzeitig montiert und ausgerichtet werden müssten.


    Die inneren Säulen sind jetzt schon montiert, für die äußeren Säulen habe ich erst eine Stellprobe gemacht.


    Wenn erst einmal alle Säulenverstrebungen montiert sind (die Schwimmer sind eigentlich erst für später vorgesehen), bekommt die Plattform ihre Versteifungsrippen an der Unterseite. Wolfgang hatte das Problem, die farbigen Rückseiten mit einem 80g Papier unterkleben zu müssen und dadurch starken Verzug zu bekommen. In meiner Bauversion ist für die farbige Rückseite Material derselben Stärke wie die Vorderseite vorgesehen. Und da ich außerdem große Flächen ungern verklebe, habe ich die Baugruppen voneinander getrennt und einzeln aufgeklebt. Damit bleibt das Ganze relativ eben.