Autotransporter Elbe Highway; 1:250 JSC

  • Ich weiß, ich weiß, dies ist nicht der erste Baubericht der Elbe Highway, aber der erste über die auf 1:250 aufskalierte Version von JSC. Deshalb werde ich mich auf die Eigenheiten der 1:250er Version beschränken.

    Dieses Bügeleisen oder Vogonenraumschiff reizt mich schon lange, es wartet auch schon lange in meinem Bestand "noch zu bauen". In Cuxhaven wurde ich häufig durch die Anwesenheit des Originals animiert, doch endlich einmal anzufangen. Nun ist das Messer gewetzt!


    Für eine einfach nur aufskalierte Version wird sie von JSC zu einem ambitionierten Preis angeboten, was mich aber nicht davon abhielt, das Teil zu kaufen mit der Begründung "will haben".

    Zum Konkreten: Wie alle aufskalierten Modelle ist es nur von 1:400 auf 1:250 aufgeblasen worden, ohne die Anforderungen des größeren Maßstabes konstruktiv zu berücksichtigen (so scheint es zumindest). Entsprechend luftig und flexibel ist das Spanengerüst (im Vordergrund liegt die Goliath als Größenreferenz). Auch die Passgenauigkeit ist großzügig bemessen, da Maßabweichungen linear aufskaliert sind. Die Version 1:250 ist eben stärker hinterlüftet. :whistling: Da es jedoch nicht mein erstes aufskaliertes Modell ist, sondern ich bereits die Wilift Eagle und die Bredford Dolphin (schöne Modelle!!) erfolgreich zu Ende gebracht habe, bin ich noch zuversichtlich. Vorausgesetzt, ich schaffe die große Hürde einer einwandfreien Bordwand, schließlich besteht die Elbe Highway fast nur aus Bordwand.

    Hier ist das Spantengerüst bereits vollständig, das Wetterdeck gibt dem Ganzen etwas mehr Stabilität.

    Immer wieder faszinierend bei JSC ist der überaus feine Druck, selbst kleinste Schriften lassen sich noch lesen.Türen, Klappen und sonstige Details werden aufgedoppelt, wofür jedoch ein extra Scan erforderlich ist. Der Originalbogen enthält dafür keine Teile. (Ansicht des achterlichen Aufbaues vom Heck aus) Die Garageneinfahrt mit den zwei Toren wird als separates Modul zusammengesetzt und am Heck dann montiert. Die aufgedruckten Durchbrüche an den seitlichen Einbauten in der Einfahrt habe ich geöffnet, der Hintergrund wurde deshalb getönt.

    Ich verwende nur einen Teil der üppig vorgesehenen Klebelaschen. Die Laschen zum Boden habe ich abgetrennt und als Anschläge für stumpfes Verkleben der Seitenteile genutzt.

    Ich verwende nicht alle der üppig vorgesehenen Klebelaschen. Die Laschen zum Boden habe ich abgetrennt und als Anschläge für stumpfes Verkleben der Seitenteile genutzt.

    Und hier noch ein Beispiel für den superfeinen Druck:

  • Moin Manfred,


    die ELBE HIGHWAY in 1:250 ist so ein Zukunftswunsch von mir, passend zu meiner Einfahrt Kaiserschleuse Bremerhaven. Und ob man sie nun schön findet oder nicht: Autotransporter sind für diverse moderne Seehäfen prägend.


    Ich bin gespnnt, wie Du die skalierte Version umsetzt. Was Deine Verfeinerungen, Durchbrüche etc. angeht, hatte ich mir das auch so vorgenommen. Der Baubericht ist für mich also in mehrfacher Hinsicht interessant.


    Ich wünsche viel Erfolg!

    Nach 99 von 100 Stufen bin ich völlig fertig... Ich glaube, ich kehre besser um!


    Viele Grüße, Nils

  • Es geht schon weiter. Die Kassette mit der Garageneinfahrt ist montiert. Die Zwischendecke habe ich verdoppelt, damit sie steifer wird.

    Die Heckverkleidung kann jetzt beginnen.   Sie besteht aus den Teilen 31-38 (Teil 36 ist in diesem Ausschnitt nicht dabei). Wie man sieht, sind die Öffnungen für die Festmacherpositionen nur aufgedruckt. Ich will sie öffnen. Allerdings fehlen mir Informationen, wie es dahinter aussieht. Stehen dort Winschen oder Spills, wie sieht es mit Pollern aus. Solange ich keine anderen Informationen habe, gehe ich von einer "frei nach" Möblierung aus. Die Rollerführungen in der Bordwand habe ich noch von der Wilift Eagle übrig.

    Für die Installation der Festmachergarnitur braucht es zwei kleine Balkons, die sich glücklicherweise bequem auf dem Dach der Garageneinfahrt (Teil 29) aufstellen lassen. In den Teilen 34 und 35 werden die Öffnungen ausgestichelt und bei 31, 32 und 33 braucht es Aussparungen. Hier sind im Bild schon die Teile 32 und 35 partiell auf Teil 31 montiert.

    Zur Probe werden die Teile mal provisorisch angesetzt. Um das Ganze auszuprobieren und anzupassen, habe ich hier mit Teilen aus einem Scan gearbeitet. Wenn alles zu passen scheint, geht es an das Original. Am Heck sieht es schon mal ganz positiv aus; ob mir die gleiche Operation auch am Bug gelingen wird, ist noch offen.

  • Hallo Wolfgang,

    ich weiß! :cool: Wie bei der Bredford Dolphin bin ich froh, deinen Baubericht als Leitfaden nutzen zu können!


    Unterfeuer: Danke Nils! Noch ist das Wetter schlecht genug, daß es relativ zügig vorangehen kann.

    Gruß

    Manfred

  • irgendwann in grauer Vorzeit hatte ich mich mal an die 250er Version gewagt, letztendlich bin ich an der Bordwand im Bugbereich gescheitert, hatte hässliche Dellen. Ich drück dir die Daumen, das du es deutlich besser und ohne Kinken hinbekommst.


    LG

    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.


    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.


    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • ....und weiter geht 's, aber nicht so schnell.


    Die Verkleidung der Garageneinfahrt am Heck war bisher nur ein Maßnehmen mit kopierten Teilen, um einerseits die Paßform abzuschätzen und andererseits zu probieren, ob das Öffnen der Festmachereinrichtungen machbar ist. Das Thema ist noch nicht gegessen, denn es hängt davon ab, ob mir das auch am Bug gelingt, wo es deutlich aufwändiger wird.

    Überhaupt die Bordwand!!! Ausreichend vorgewarnt wegen der heiklen Bordwand will ich erst einmal mit einem Prototypen eine Anprobe machen. Dazu drucke ich mir die Bordwandteile auf deutlich dünneres 130g Papier, bevor ich mit den Originalen des Bausatzes fortfahre. Grundsätzlichlich will ich die Verbindungsstreifen der Bordwandteile nur auf 80g Papier gedruckt verwenden. die Originale tragen mir zu stark auf.

    Bei den Hauptteilen (hier am Beispiel der Backbordseite) Nr. 45 und Nr. 50 hat das Teil 45 eine "Reservelänge" zum Anpassen, was ich in dem konkreten Fall für unangebracht halte. Denn sowohl das Teil 45 als auch das Teil 50 haben an ihrer Kante zum Wetterdeck feste Referenzpunkte, nämlich die Außenabdeckungen der Lüftergruppen (Teile 60 ff.). Da gibt es nix anzupassen. Damit Teil 45 und 50 richtig sitzen, habe ich Teil 45 um 8,5mm gekürzt. Damit könnten beide verbunden und als ein Teil mit Referenzbezügen montiert werden. Soweit die Theorie an der Seite. Dieses Anmessen ist auch bei den übrigen Teilen, im wesentlichen für den Bugbereich erforderlich. Dies sind die Teile 39 bis 44, welche ich auch in der Prototypenversion vorbaue und anmesse. Dabei zeigt sich auch, ob die Festmacherbereiche geöffnet werden können und wo genau sie in Bezug auf das Gerippe sitzen.


    Überhaupt "Gerippe"! Wie zu erwarten ist die aufskalierte Version ausgesprochen kompromißbereit. Einmal anfassen und schon ist sie weg. Da hilft (hoffentlich) nur versteifen, versteifen,......, was das Zeug hält. Hier der Bugbereich. Die horizontalen Elemente im Bug sind mit 1,5mm starker Pappe verdoppelt. Ansonsten habe ich überall Winkel und Längsträger eingezogen, wo das Gerippe zu flexibel reagiert. Der Bürzel am Heck hat auch eine Versteifungspappe bekommen. Damit macht das Gesamtgebilde schon einen stabileren Eindruck. Ich hoffe das hilft.


    Demnächst gehts weiter.

  • Seeehr langsam geht es weiter.

    Aber ich habe den Eindruck, erst einmal eine Prototypenbordwand zu installieren, ist hilfreich. Man merkt dabei, wo sich die kritischen Stellen befinden, wie eine praktikable Montagereihenfolge der Teile aussehen kann und ob wahrscheinlich alles passen könnte. Bei der endgültigen Bordwand werde ich auf jeden Fall den Originalkarton des Bogens verwenden, da seine Steifigkeit als notwendige Stabilisierung erforderlich ist. Nur bei den Verbindungsstreifen bleibe ich bei einer Kopie auf 80g Papier.

    Und hier noch die Übersicht der übrigen Bordwandteile. Beim Testbau hat sich herausgestellt, daß die vorher durch Anhalten ermittelte Kürzung von Teil 45 mit 8,5mm zu viel ist. Jetzt bin ich bei 7-7,2mm. Eine kritische Stelle bei Teil 44 habe ich gefunden. Der leichte Knick kurz vor den Enden liegt etwa 1mm zu weit zum Heck, wenn die aufgedruckten Öffnungen von Teil 45 mit deren Fortsetzungen auf Teil 44 korrespondieren sollen. Eigentlich gehört dieser Knick genau an die senkrechte Knicklinie auf Teil 45. Das sollte aber kaschierbar sein.


    So komme ich zu diesem Montageablauf:

    Begonnen wird vom Heck mit den Teilen 50R und L. Sie werden jedoch nur im hinteren Bereich verklebt, da an der Kontaktlinie zu den Teilen 45 (Rest der seitlichen Bordwand) noch das exakte Maß zum Einkürzen von Teil 45 zu bestimmen ist. Dazu wird Teil 45 unter Teil 50 geschoben, die Kante von Teil 50 ergibt die Markierung für das Kürzen. Erst danach wird die Verbindunglasche (Teil 47) untergeklebt, der Rest von Teil 50 fixiert und die Teile 45 werden mit Bezug zu ihren Markierungspunkten zum Wetterdeck verklebt. Am Bug ergibt sich dann dieses Bild (Hier beim Prototyp nur grob fixiert):

    Für die jetzt noch offenen Bereiche der Bordwand erstelle ich aus den übrigen Teilen ( Teil 39 mit den Verbindungsstreifen 40 und 43, Teile 41R und L und Teil 44) eine Gesamtbaugruppe:  


    Die Verbingungsstreifen 49a (sie werden in der Mitte geteilt) und 49bR und L sind jeweils schon an den Teilen 45R und L angebracht. Doch bevor es ans Eingemachte geht, muß ich mir noch den Hintergrund für die jetzt vorhandenen Öffnungen basteln.

  • Hallo Pappi


    Ich verfolge Deinen Baubericht! Bei mir liegt das Schiffchen schon lange auf Lager und will auch mal gebaut werden


    Gruß aus Heidelberg


    Hardie

  • Es wäre hilfreich für mich, von der versammelten Kompetenz Vorschläge zu bekommen, wie die Bestückung hinter den Öffnungen üblicherweise gemacht wird. Poller, Umlenkrollen, Winschen.....


    Oder vielleicht weiß jemand sogar, was sich auf der Elbe Highway dort befindet.


    Schönen Gruß

    Manfred

  • Moin Manfred,


    dahinter verbirgt sich ja quasi das Backdeck, also würde ich mal vermuten das es da auch so ähnlich aussieht, wie bei anderen Schiffen der Größe. Ich hab mal ein Bild rausgesucht, basierend auf einer groben Messung anhand der Reling sollte das Schiff auch etwa die Größe der ELBE HIGHWAY haben (Breite EH 26,4m; meine Schätzung 25,6m):


    SteKrueBe, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons


    Die Platzierung der Winden und Poller müsstest du dann natürlich entsprechend der Öffnungen anpassen.


    mfg

    Johannes

  • Moin Manfred,


    erstmal danke für die ausführliche Berichterstattung. Das hilft allen, die das Modell auch bauen möchten, sicher weiter.


    Ich habe vor Jahren eine Fotoserie der ELBE HIGHWAY im Osthafen Bremerhaven gemacht. Die Perspektive hat allerdings keine Bilder der Back zugelassen und sie ist gegenüber dem Modell bereits deutlich veränder, u.a. am Schornstein. Vielleicht schaffe ich es am Wochenende, eine Fotostrecke einzustellen.


    Viele Grüße

    Nils

    Nach 99 von 100 Stufen bin ich völlig fertig... Ich glaube, ich kehre besser um!


    Viele Grüße, Nils

  • Schon mal allen DANKE, die mir bereits Hinweise gegeben haben.


    Inzwischen habe ich "Plattformen" für die weißen Flecken "geschnitzt. Am Heck ist das sehr einfach, da die Decke der Garageneinfahrt die richtige Höhe besitzt. Auf diese habe ich graues Papier in derselben Form geklebt. Dieselbe Farbe wird für den Hintergrundstreifen verwendet.

    Achtung! Der graue Boden über der backbordseitigen Garageneinfahrt hat 5mm Überhang. Richtung Bug hat der Boden 5-6mm tiefe Auskragungen unter dem Maschinenhausblock.

    Viel wilder sieht es im Bereich vom Bug aus. Hier ist eine Massierung von Öffnungen vorhanden. Es bleibt nur, die "wenigen" Stellen des Spantengerüstes auszukammern. Dafür mußte ich eine Menge Verstärkungen aus 2mm Pappe anbringen und dann eine Art Plattform in der Bugrundung schaffen. Mit präziser Konstruktion hat das nichts zu tun. Es scheint zu passen und das wüste Design verschwindet später hinter der Bordwand. Allerdings ist die immer noch drohende Rundablage erst beseitigt, wenn die nun folgende, endgültige Bordwand einigermaßen ordentlich montiert ist.


    Jetzt geht es ans Eingemachte!

  • Bauj. 2005


    Moin Zusammen;


    als Tip kann ich einmal die Bilder, die auf Ship Spotting sind


    ELBE HIGHWAY - IMO 9316282 - ShipSpotting.com - Ship Photos, Information, Videos and Ship Tracker


    die Bilder auf Marine Traffic sind:


    ELBE HIGHWAY (MMSI: 311995000) Ship Photos | AIS Marine Traffic immerhin ca. 300 Bilder zeigen.


    Dann die Homepage der Reederei:


    KESS Bremen – Flexible vessels for cars and High & Heavy (kline.de)


    So, nun geht es ins Detail, es kann sein das es eine Baubeschreibung und einen Seitenriss in der Schiff & Hafen gibt. Aber das bedeutet erst einmal suchen. Ich komme erst Ende des Monats in eine Bibliothek, die mir bei der Such weiterhelfen kann.


    Aber bis dahin wird Pappi wohl seinen Neubau abgeschlossen haben.


    Dann blieben nur die alten Ausgaben der " Auf Kurs "


    Eine weitere Möglichkeit wäre die HANSA.


    Die letzte Möglichkeit die ich dann noch sehe sind DSM Bremerhaven und das Tamm Museum.

    Viele Grüße vom Rande der dänischen Südsee

    Arne



    als Langläufer:

    Helgen 1 einen 299 BRT Kümo kurz vor dem Stapellauf, vom Reeder zurückgestellt
    Helgen 1a einen AHTS in Arbeit.
    Helgen 2 einen 1599 BRT Mehrzweckfrachter in Arbeit, wird auf Wunsch der Reederei umgebaut

  • Moin Manfred,

    das sieht ja "toll" aus, der Bugbereich!

    Ich weiß, daß meine Art und Weise auf wenig Gegenliebe stößt, aber ich leime ALLE Außenhautteile, nachdem ich vorher geformt und eingepaßt habe, zusammen. Da können ganz schöne Flatschen zusammenkommen, z.B. bei der Meck Pomm 1,40m. Und dann fange ich am komplizierten Schiffsende ( meistens Bug) an zu verleimen. Meistens von unten (Wasserlinie), 3-4 cm-weise, Wasserlinie, dann Oberdeck usw. Nur notfalls Spanten kleben, gibt nur Beulen im Rumpf ( Spanten sind bei mir "nebensächlich", sie dienen nur für die Deckshöhen und Vorformen der Außenhaut). Und immer wieder kontrollieren, ob die Wasserlinie noch eben ist!!!!! Im gelben Forum haben Schlaumeier geschrieben, daß das nicht funktioniert. Die gegenteiligen Beweise stehen bei mir in den Vitrinen.

    Für mich sind schiere Rümpfe das A&O des Modellbaus.

    Bin gespannt wie Du vorgehen wirst, viel Spaß

    Ralph

  • Viel wilder sieht es im Bereich vom Bug aus.

    Das sieht ja wirklich verwirrend aus. Ich drücke die Daumen, dass die Montage der Bordwände klappt!

    Nach 99 von 100 Stufen bin ich völlig fertig... Ich glaube, ich kehre besser um!


    Viele Grüße, Nils

  • Und nochmals: Vielen Dank an alle für die vielen Hinweise und Tips!!!!

    Die Bilder auf Marinetraffic bzw. Shopspotting geben für diese Fragestellung leider nicht so viel her, da sie logischerweise alle aus der Dackelperspektive aufgenommen wurden. Aber einen Fehler haben die Bilder aufgedeckt. Im Bereich vom Heck über dem Warnsymbol für Querstrahlruder ist ein kleiner Kreuzpoller in die Bordwand eingelassen. So etwas gibt es auch weiter zum Bug hin (unter dem zweiten "S" des Reedereinamens auf der Steuerbordseite), ist aber im Druck nicht vorhanden. Das läßt sich aber leicht ergänzen.


    Stephan: Einen weißen Hintergrund für die Durchbrüche am Bug kann ich immer noch machen. Das entscheide ich, wenn ich das Heck bestückt habe und die Wirkung sehe.


    @Arne: Danke für den zusätzlichen Anstoß, die Richtigen zu fragen. Ich habe an die Marketing-Abteilung der Kess-Reederei mit der Bitte um Hilfe geschrieben. Mal schauen, was passiert.


    @Ralph: Deinen Vorschlag aufgreifend habe ich bei der Prototypenbordwand (130er Karton) die Bugbaugruppe (s. oben) mit den Seitenteilen 45L und R zu einer großeren Gruppe verbunden. Es macht den Eindruck, als ob es gut paßt. Am Bug liegt es richtig an und mit dem nötigen Nachdruck stimmen auch die seitlichen Referenzpunkte auf dem Wetterdeck mit den Teilen 45 überein. Die Spannung sind gering genug, um die Grupppe vernünftig montieren zu können. Es macht zumindest den Eindruck. Aus meiner Sicht der einzige kritsche Punkt ist hier an dieser Kontaktstelle: Die Enden von Teil 44 müssen da minimal nachgearbeitet werden, damit ein besserer Kontakt zu der Unterkante von Teil 45 im Bereich vom Knick möglich ist.


    Ansonsten bin ich optimistisch, dann die endgültige Bordwand hinzubekommen. Wenn die dann nicht paßt, habe eindeutig ich es versemmelt!


    Aber jetzt gibt es eine kleine Werftpause, ich will mal abwarten, was als Antwort der Kess-Reederei kommt. Ich kann ja inzwischen schon mal die Steuererklärung 2022 anfangen. :wacko:

  • Moin Pappi,

    sehr schön! Vergiß nachher nicht, alle Kanten vorher zu färben. Im vollen Eifer besteht die Gefahr, daß man das vergißt. ist mir auch schon passiert.

    Bin gespannt, ob bei dem dickeren JSC-Karton auch die letzten Unebenheiten verschwinden.

    Viel "Spaß" beim Vorbereiten der Steuerklärung!

    Ralph

  • Soo sehr reizt das mit de Steuererklärung nun doch nicht, weshalb ich die Montage der Heckverkleidung vorziehe. Die Teile waren schon vorbereitet und, keine Sorge Ralph, die Kanten werden gefärbt. :cool:

    Als Farbe eignet sich für meine Version ganz hervorragend Scharlachrot tief (Faber Castell, Albrecht Dürer, Nr. 219). Es geht auch Scharlachrot (Nr. 118); der Farbton ist einen Tick zu hell, was aber nur unter starkem Licht in einem bestimmten Winkel erkennbar ist.


    Dem Heckspiegel will ich paar mehr Worte widmen:

    Das ist beispielhaft ein Teil des Innenlebens auf der Backbordseite.   Die Rolleröffnungen habe ich hinterklebt.

    Da Wolfgang in seinem ausführlichen Baubericht der 1:400 Version der Elbe Highway, sie ist übrigens gerade wieder auf dem Weg nach Emden, von Genauigkeitsproblemen bei der Verkleidung des Entenbürzels berichtet hat, will ich dies hier ausführlicher beschreiben.

    Das Bild zeigt oben die Version des Originalteiles im Bogen. Die interessanten Stellen sind markiert.

    In der Mitte ist mein Prototypenteil abgebildet, mit dem ich Maß genommen habe.

    Die mittlere Zunge ist ca. 1mm zu breit, das wiederum fehlt in dem Spalt zu dem schrägen Bereich. Wie man sieht habe ich von der mittleren Zunge einen entsprechenden Streifen abgetrennt und dem Spalt rechts daneben zugeschlagen.

    Die untere Abbildung zeigt das zu montierende, angepaßte Originalteil. An den gelben Markierungen habe ich die Klebelaschen entfernt, das geht mit stumpf Ankleben einfacher. Ein weiterer Versatz tritt dann noch links außen an der schmalen Lasche auf. Dazu später mehr.

    Mit dem Montieren habe ich im schrägen Bereich begonnen, anschließend unterhalb der Backbordausfahrt.

    Die Öffnungen rechts und links der mittleren Lasche lassen sich einfach schließen; rechts mit einem vorgesehenen Teil

    und links ein maßgeschneidertes.

    Es bleibt noch die kleine Lasche backbords. Sie ist etwa 1mm zu schmal und sitzt auch um dieses Maß zu weit rechts. Wenn der Heckbereich der Bordwand montiert ist, will ich die Lasche abtrennen und bündig mit der Bordwand verkleben. Die dann größere Lücke rechts wird mit einer entsprechend aufgedoppelten Abdeckung von der Seite geschlossen. Die Garagenausfahrten werden später mit den Rampen in Reiseposition abgedeckt.


    Soweit bis heute.

  • Das sieht doch schon sehr gut aus! Klasse!

    Dabei entsteht bei mir immer wieder die Frage: Wurde wieder einmal nicht Kontrollgebaut?

    Oder wurdest Du, Manfred; vergattert das zu tun?

    Dein Baubericht macht mich lecker, mir diesen Pott auch zuzulegen ( mein Stapel ist ja nur ca 1m hoch, hab die Übersicht sowieso verloren ).

    Gruß

    Ralph

  • Hallo Ralph,

    keine Sorge, ich mache keinen Kontrollbau sondern schnipple so vor mich hin. ^^


    Übrigens hat die Reederei überaus rasch geantwortet und mir freundlicherweise die nötigen Informationen für die undefinierten Bereiche geschickt. Man merkt, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Ich hatte mir schon mal auf Vorrat Winschen gebaut als Kopien der Versionen auf der Lady Clarissa (auch ein Modell von JSC, das Original von derselben Werft gebaut wie die Elbe Highway) und sie sehen genauso aus wie die Winschen der Elbe Highway. Sooo ein Zufall aber auch!


    Theoretisch könnte ich mich jetzt auch um den "luftigen" Schornstein des Modells drücken, indem ich ihn stattdessen mit dem aktuellen geschlossenen Klotz mit integriertem Scrubber ausstatte. Mal schauen!


    Derzeit bereite ich die richtigen Bordwandteile vor. Dies ist das Heckteil der Backbordseite (Teil 50L). Die Details sind eigene Ergänzungen. Die Rollenführungen sind Reste vom Modell Wiilift Eagle (auch JSC), welches dafür Laserteile hatte. Die Nische für den kleinen Kreuzpoller ist selbst gebastelt. Hier im Bild der vordere Bordwandteil, die Abdeckung der Nische fehlt noch. Diese Nische ist im Modell vergessen worden. Ihre Position läßt sich aber leicht aus vorhandenen Bildern beispielsweise auf Marinetraffic.com ableiten. Soweit für heute.

  • Hallo Manfred,


    Nimm bloß nicht den modernen Klotz von Schornstein, die filigrane Version macht doch gerade den Reiz dieses Schiffes aus.

    Und Klötze bauen kann jeder... ;)


    Gruß

    Wolfgang

  • Das kann ich nur unterstreichen: Das Schiff hat mit dem Klotz optisch nicht gewonnen.

    Nach 99 von 100 Stufen bin ich völlig fertig... Ich glaube, ich kehre besser um!


    Viele Grüße, Nils

  • Die Bordwand ist vorbereitet und wartet auf die Montage. Beim vorderen Teil ist es aus meiner Sicht ratsam, sich an die Reihenfolge der Bauanleitung zu halten und erst alle Teile miteinander zu verbinden.

    Ein erstes Maßnehmen mit dem Modul stimmt optimistisch, die Referenzpunkte zum Wetterdeck (Deck 9) sind erreichbar. Die Montage will ich später wie folgt machen:

    Zuerst den Bugbereich nur bis zu den Referenzpunkten (hintere Ecke des Rechteckes auf der Bordwand) mit dem Deck 9 verkleben. Dann folgen beiden hinteren Bordwandteile, die vorläufig nur im hinteren Drittel verklebt werden. Sie überdecken an den Seiten das Bugteil und geben damit die Referenzlinie für das Kürzen des vorderen Teiles. Ist dieses gekürzt, können die hinteren Abschnitte auf der ganzen Länge mit dem Wetterdeck verbunden werden, anschließend passiert dasselbe mit dem vorderen Teil, der, bei sauberem Schnitt, auch bündig mit den Heckabschnitten verklebt wird. Die Bordwand ist jetzt auf voller Länge mit dem Deck 9 verbunden. Alle noch freien Bereiche werden dann nur dort, wo sie spannungsfrei am Gerüst und an der Bodenplatte anliegen, verklebt. Jetzt bleibt nur noch, das Heck zu schließen. Soweit die Theorie, denn vorher geht es noch an die Festmacherbereiche.

          Die Lage dieser Bereiche auf Deck 6 liegt bei Maßstab 1:250 genau 29,72mm unter dem Deck 9. Mit diesen Planinformationen ist es möglich, die Zonen ordentlich auszustatten, bevor sie dann hinter der Bordwand verschwinden. Das wird spannend!

  • Moin Manfred,


    die Bordwände sehen so aus, als würden sie selbst ohne das Innenleben die Form sehr gut wiedergeben.


    Da müssten sie eigentlich auch sitzen :thumbup:

    Nach 99 von 100 Stufen bin ich völlig fertig... Ich glaube, ich kehre besser um!


    Viele Grüße, Nils

  • ?( Bei der Beschäftigung mit dem Innenleben am Heck habe ich festgestellt, daß an der Backbordseite (Teil 50L) hinter der Öffnung über dem Schiffsnamen noch eine zweite Öffnung im Bogen fehlt. Diese habe ich freihändig ergänzt. Ansonsten braucht es jetzt 10 Poller, zwei Ankerwinden, vier verschiedene Winschen und neun Spills oder Umlenkrollen. Um die Teile unterzubringen, muß der Raum am Heck (leicht zu machen) und am Bug (schwieriger) vorher noch umgestaltet werden.

  • Theoretisch könnte ich mich jetzt auch um den "luftigen" Schornstein des Modells drücken, indem ich ihn stattdessen mit dem aktuellen geschlossenen Klotz mit integriertem Scrubber ausstatte.

    NEEIIIIN!

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.

  • Jetzt ist der Moment der Wahrheit gekommen, mein ursprünglicher Optimismus hat sich auf ein kleines, mickriges Sparflämmchen reduziert. :S

    Zum Baustatus: Das Heck ist komplett bestückt, die Heckbordwände im hinteren Drittel montiert und der Heckspiegel ist geschlossen. ABER alle Ungenauigkeiten beim Zusammenbau des sehr flexiblen Innengerüstes wirken sich jetzt aus. In meiner Sturm- und Drangphase zum Anfang des Baues bin ich wohl zu ambitioniert vorgegangen. Sicherer ist es wohl, jeden Spant einzeln zu verkleben, auszurichten und zu warten, bis der Kleber 100% ausgehärtet ist. Die Gefahr, etwas schief zu montieren, ist extrem hoch!!!

    Der Heckspiegel ist zwar geschlossen, aber an der linken unteren Ecke musste ich recht massiv Lücken und Spannungen überbrücken, sodaß es in der Detailansicht doch etwas verbeult aussieht. (Ausrede: Da wurde mal etwas zu schwungvoll angelegt.). Ähnlich problematisch sieht es bei der Fortsetzung von Deck 9 aus, das die Garageneinfahrt von oben abdeckt. Einerseits steht das Aufbauteil (Spant 4) leicht nach vorn geneigt (selber schuld!), die komplexe Form der Rückwand beweist Eigensinnigkeit und das Teil 36 zum Schließen des Decks hat recht großzügige Toleranzen, es ist zu klein. Alles zusammen benötigt ein ziemliches Improvisieren an den Anlagekanten. Besonders heftig war es in der rechten Ecke der schrägen Garageneinfahrt, wo ich die Ecke wieder teilweise aufschneiden mußte, um dann den entstandenen Spalt mit Kleber zu verspachteln und zu übermalen (noch offen). Ein kleiner Trost: Wenn man weder mit der Nase noch mit dem Makroobjektiv herangeht, fallen die beschriebenen Problemzonen am Heck nicht so sehr auf. Das Thema ist noch nicht abgeschlossen, der vordere Rumpfbereich droht noch.

    Wie zu erwarten, ist vom Innenausbau nicht mehr viel zu sehen. Immerhin, ich weiß, da ist etwas.


    Bevor der restliche Rumpf geschlossen werden kann, steht der Innenausbau im Bugbereich an. Na ja!

  • Moin Pappi,

    nu jammer man nich rum. Den Umfall kriegst Du bestimmt noch ausgebügelt!

    Sch . . . auf die Spanten, hauptsache drumherum ist alles schick, alles, was man draußen sieht.

    Ich glaube, wenn ich wieder genug zwischen Daumen und Zeigefinger hab, werde ich mir den Pott noch zulegen.

    Da gibt es wieder Chance auf einen großen Rumpf und wenig Superungs-Pulkram (keine Flak, keine 1000 Rettungsboote, keine riesen Takelage mit Ladebäumen !!!!! ).

    Gruß

    Ralph

  • Endlich ist es geschafft, ich konnte den Rumpf fertigstellen.

    Aber vorher noch etwas zu den Einbauten am Bug. Nach dem "Grundriß (1:250) konnte ich den benötigten Platz schaffen. Wie man vielleicht sehen kann, habe ich alles bis zum Spant 12 entfernt und auch das reicht nicht ganz. Deshalb wurden die Ankerwinden etwa 5mm nach vorn gesetzt (das ist im Bild vom Grundriß bereits geschehen). In modifizierter Version stammen die Winschen und Umlenkrollen von der JSC Lady Clarissa und die Ankerwinden von der HMV Seatrout (freier Download hier im Forum). Damit ergibt sich diese Möblierung: Im Bug installiert entsteht dieses Bild:

    Soweit ganz nett, aber das ist etwa so, als ob sich jemand ein schickes Auto kauft, dieses in eine Garage stellt und das Tor verschweißt, um es dann durch die Lüftungsschlitze in der dunklen Garage zu betrachten.

    Ein bißchen Spinnerei muß schließlich sein. Mehr dazu in der nächsten Folge.

  • Fortsetzung

    Erstens kommt es, zweitens anders als man drittens denkt! Ich wollte das Einkürzen des vorderen Bordwandteiles machen, indem ich es unter den schon fixierten Heckabschnitt schiebe und an dessen Vorderkante abmarkiere. Pustekuchen! Die Nische für die Gangway verhindert das zuverlässig. Also mußte ich das anders machen (fummeln), was ziemlich mühsam war. Aber es ist erreicht!

    Ansonsten paßte die gesamte Bordwand, die Referenezpunkte sind erreichbar. Es stellte sich nur eine "kleine" Unzulänglichkeit heraus. Im Bugbereich saß die Außenhaut etwas zu tief, beim Versuch, das durch Drücken zu korrigieren, ergab Spannungen und damit Faltenbildung. Das Ende vom Lied ist, daß ich das oberste Band vorn mittig am Bug noch einmal aufgetrennt habe, um die Spannungen zu reduzieren. Das Ergebnis ist ......... etwas unbefriedigend. Durch das viele Hantieren habe ich mir auch etliche Schmutzflecken auf der Bordwand produziert. Das Spantengerüst ist ein sehr labberiger Vogel. Das sauber hinzubekommen ist mir zumindest nicht gut genug gelungen.


    Jetzt aber genug mit dem Selbstmitleid, so sieht es aus: Das Teil 58 (schräge Abdeckung oben auf dem Bug) mußte ich überarbeiten und etwas vergrößern, damit es alles überdeckt. Der Anschluß nach unten produziert eine kleine Stufe. Die Bordwand ist nur im Heckbereich an der Bodenplatte fixiert, zum Bug hin kaum, das das nicht spannungsfrei geht.

    Was unter dem Teppich ist, geht keinen etwas an.

    Der Angstgegner Bordwand ist damit durch. Ab jetzt wird es einfach?..... ?(

  • Schwesterschiff Baltic Ace ist hier zulande ein nationale bekantheit (JSC hat auch ein version von das gleiche schiff ) weil es vor der kuste Zeelands am 5 dezember 2012 in collission kam mit containerschiff Corvus J und sank. 11 manschaften sind ertrunken. Extra Schwierig war das das schiff gesunken war exact auf der grenze von Niederland und Belgien womit ein zusammenarbeit notwendig war die es vorher noch nie gegeben hatte. der ergebnis war das der baltic ace ende 2015 gehoben und abgewrackt ist

    [Blocked Image: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f7/Baltic_Ace_2007-09-09_%282%29.jpg]


    Hierunter verschiedene bilder von der bergung in 2015


    [Blocked Image: https://deltares-deltares-p01-website.s3.eu-central-1.amazonaws.com/app/uploads/2016/12/Marine-Salvige-BALTIC_ACE_-735x414.jpg]

    [Blocked Image: https://www.carblogger.nl/wp-content/uploads/2016/02/baltic-ace-1200x700.jpg]

    Baltic ace war mit 1417 nagelneue mitsubishi's von Ostende unterwegs zu Kotka in Finland