Posts by Konpass

    Zu den markantesten Details der LICHTENFELS zählen die Winden, die den 140 t Schwergutbaum bedienen. Vier Stück stehen davon auf dem achteren Windenhaus, obwohl es nur einen Schwergutbaum gibt. Die vielen Winden erklären sich einmal dadurch, dass der Schwergutbaum durchgeschwenkt werden kann. Er kann sowohl Luke 2, als auch Luke 3 bedienen. Zum anderen wird beim Stülcken-Geschirr der Baum von zwei Hangern gehalten. Bemerkenswert ist auch, dass die Podeste, auf denen die vier Winden stehen, um den selben Winkel geschwenkt wurden wie die Ladepfosten.


    Wenn man genau hinschaut, erkennt man, dass auf dem geneigten Windenpodest zwei Winden stehen. Die große Winde ist sicherlich der Runner für den 140 t Baum, die kleinere Winde könnte eine der Hanger-Winden für den 140 t Baum sein. Vermutlich bedienen sie aber auch die vier 3 bzw. 5 t Bäume, die an den schrägen Pfosten angeschlagen sind.


       


    Ich setze ja darauf, dass einer von euch genau weiß, was hier Sache ist.

    Nach dem Kurzzeit-Job in einer Landmaschinenfabrik bin ich jetzt wieder auf der Werft. Gestern und heute habe ich 31 Details gebaut, und zwar Poller, Königsroller, Backskisten, Verholwinschen und Lüfter. Die verteilen sich allerdings über das ganze Schiff, so dass man kaum den gewünschten Eindruck einer Verdichtung hat.


       


       

    Hallo Modellbaugemeinde !


    Aus Solidarität mit den viel bescholtenen Bauern habe ich einen Mähdrescher gebaut. Es ist ein CLAAS lexion 480, Vierseitenansichten und viele Fotos gibt es im Netz.


       


    Damit der Mähdrescher zu den Feldern kommt, kann er sein Schneidwerk abkoppeln und es auf einem Anhänger hinter sich herziehen.



    Bei der Getreideernte sieht man den Mähdrescher oft im Verbund mit einem Traktor und einem Erntewagen fahren.



    Ich hoffe, euch gefällt mein Abstecher in die Landwirtschaft.


    Henning

    Bei den vielen standardisierten Bauteilen habe ich ja gedacht, dass die beiden Windenhäuser mit den Schwerlastpfosten baugleich sind.


    Denkste !


    Die Windenhäuser sind unterschiedlich lang, die Pfosten unterschiedlich im Querschnitt und das vordere Windenhaus hat eine steilere Längsneigung als das achtere. Das war auch bei der Konstruktion der Pfosten zu beachten, sonst würden sie in der Seitenansicht nicht senkrecht stehen.


     

    So, Spaß vorbei ! Heute habe ich mich an das zweite Wahrzeichen dieses Schiffstyps gemacht, die V-förmig angeordneten Schwerlastpfosten. (Das erste Wahrzeichen ist der Brückenaufbau auf der Back.) Um die Stülckenpfosten herum habe ich das Windenhaus gebaut, das allerdings noch nicht ganz fertig ist. Außerdem ist Luke 3 fertig geworden.


       

    Heute habe ich das vordere Deckshaus gebaut, in dem die Offiziersunterkünfte und die Kommandobrücke untergebracht sind. Ich als Brückenfront-Fetischist habe natürlich großen Wert auf die Brückenfenster gelegt. Beim WHV-Modell sind sie rechteckig, in den Plänen und auch in Wirklichkeit haben sie das typisch skandinavische Format (Ober- und Unterkante kreissegmentförmig ausgerundet). Genauer nachgeschaut habe ich auch, ob der Übergang von der Brückenfront zum Peildeck-Schanzkleid ausgerundet oder geknickt ist. Das 1: 100 Modell von Hänschen zeigt einen ausgerundeten Übergang. Pläne und Fotos zeigen aber, dass der Übergang geknickt ist.


    Beim Abgleich mit dem Modell von Hänschen ist mir aber ein Fehler aufgefallen, der mir unterlaufen ist: Bei der LICHTENFELS ist die Brückenfront auf dem mittleren Deck durchgezogen bis zur Achterkante der Brückennock, bei mir nur bis zum vorderen Ende der Aufbauwand. Versehentlich habe ich mich an der Seitenansicht der LIEBENFELS orientiert.


       


     

    Mit den Aufbauwänden des Panoramadecks, auf dem wiederum Mannschaftsünterkünfte, sowie ein Speiseraum und ein Rauchersalon für die Offiziere untergebracht sind, und dem abschließenden Bootsdeck ist der Rohbau des achteren Deckshauses fertig. Unangenehm für mich war die Passungenauigkeit der Planvorlage. Zwei der drei Holzdecks landeten zunächst im Papierkorb, weil sie nicht auf die darunterliegenden Aufbauwände passten. Ich will mich aber nicht beschweren, sondern mich auf die nächste Baugruppe, den vorderen Aufbau freuen.


    Ausnahmsweise gibt es heute einmal eine Baufortschrittsanzeige zur Mittagszeit. Ich habe nämlich das Spantgerüst und die Aufbauwände des sog. Aufbaudecks fertiggestellt. Auch hier sind Mannschaftskabinen und achtern ein Aufenthaltsraum untergebracht. Schließlich kam das Panoramadeck oben drauf.


       


    Man beachte beim ersten Foto den Streiflichteinfall. Das Heck sieht so absolut sexy aus, nicht ? Mit Streiflicht lassen sich die besten Modelle fotografisch ruinieren.

    Nee, Ulli, mit dem Zeitgeschmack kann ich dir nicht zustimmen. Die Farben festzulegen war ein undankbarer Job, weil man einerseits die große HKS-Palette mit vielen, vielen Brauntönen hatte, man aus Kostengründen aber maximal zwei Brauntöne verwenden durfte. Selbst ein Aufhellen war aufwendig, weil es einen eigenen offset-Vorgang nach sich zog. Womit du aber Recht haben könntest, ist, dass viele Druckerzeugnisse aus damaliger Zeit farblich etwas ärmlich waren.


    auch euch schönen Abend

    Henning

    Das mit den Farben, das war 1992 nicht so einfach. Farben kosteten beim Druck mit HKS-Farben viel Geld, weil jede weitere Farbe einen weiteren Druckvorgang zur Folge hatte. Außerdem musste der Konstrukteur darauf achten, dass die Farben auf möglichst wenige Bögen konzentriert werden. Heute ist das mit dem Vierfarbdruck (CMYK) kein Problem mehr.

    Weitergemacht habe ich mit dem ersten Aufbaudeck des achteren Deckshauses. Da Arne mir den Generalplan aus der Zeitschrift "Schiff und Hafen" zukommen ließ, kann ich euch auch sagen, wie dieses Deck genutzt wurde. Es diente den Mannschaftsunterkünften, achtern war die Küche und die Mannschaftsmesse. Bevor das Deck aufgesetzt werden konnte, mussten Poller, Schlauchspinde und die Schanzkleidversätze für die Gangways gebaut werden.


       

    Ist es nicht ein fantastisches Bild, wenn alle Schanzkleidstützen, Speigattengitter und Schandeckel fertig sind ? Ich fürchte nur, die Lukensülls wollen ähnlich bespielt werden.


     





    Die Empfehlung von Helmut, Nils und Ulrich, auf das Wappen zu verzichten, werte ich als Kompliment für meinen Reparaturversuch und werde sie befolgen.

    Beim Anbringen der Bordwände habe ich den Fehler gemacht, dass ich erst die drei Bordwandabschnitte zusammengeklebt habe (um saubere Klebenähte hinzubekommen). Bei flachen und langen Borwänden führt das aber zu einem geometrischen Problem. Die Bordwand an der vorderen Klebenaht ist nur 17mm hoch, die Bugspitze aber 17 cm entfernt. Wenn der Schnitt an der Klebenaht nur 0,2mm ungenau ist, dann dreht sich die Bugspitze um 2mm aus der Sollposition heraus. Bei mir hatte das zur Folge, dass meine Bordwandzugabe nicht ausreichte und ich eine schöne Hasenscharte bekam. Ich habe das, wie das 3.Foto zeigt, notdürftig repariert. Um den Schaden weiter zu kaschieren, bekommt meine LICHTENFELS ein Bremer Bugwappen verpasst, obwohl es beim Original nicht so war.



       


    Die Gitter hinter den Speigatten achtern sind Relings-Ätzteile.

    Die aus dem Harhaus-Plan abgegriffene Grundplatte und das Hauptdeck habe ich zum Vergleich einmal über den WHV-Bogen gelegt. Während die Grundplatten weitgehend übereinstimmen, ergibt sich eine größere Abweichung beim Hauptdeck. Es ist im Bereich des achteren Deckhauses deutlich schlanker geschnitten als das WHV- Modell. Ich glaube aber nicht, dass das später noch auffällt.


    Die Bordwandabwicklung habe ich zur Abwechslung mal wieder nach der Butterbrotpapier-Methode gemacht. Sie hat den Vorteil, dass sie mit größeren Spantabständen fertig wird als die Abwicklung nach der Dreiecksmethode, die in Krümmungsbereichen möglichst enge Spantabstände braucht.


    Etwas ambitionierter als das WHV-Modell sind die Texturen für die Amings und die Freibormarke. Die Lenzpforten und Leinenklüsen im Schanzkleid habe ich ausgeschnitten.


       

    Hallo Modellbaugemeinde !


    Das dritte Modell nach einem Harhaus-Plan wird der Schwergutfrachter LICHTENFELS, den viele von uns sicher schon mal als Wilhelmshavener Modell gebaut haben. Der damalige Bogen war ein frühes Modell und entsprechend einfach. Nachdem Hännschen die tolle Fotoserie von seinem 1:100-Modell eingestellt hat, stand dieses Schiff auch auf meiner to-do-Liste.


    Die LICHTENFELS war das erste von 8 Schwesterschiffen der DDG Hansa, die zwischen 1954 und 1956 bei Stülcken in Hamburg und AG Weser in Bremen gebaut wurden. Die Schiffe hatten mit den V-förmigen Ladepfosten und dem sehr weit vorn platzierten Brückenaufbau einen sehr hohen Wiedererkennungwert. Das ungewöhnliche Aussehen hat ihnen den Spitznamen "Picasso-Schiffe" eingebracht.


    Quelle: Wikipedia


    Die LICHTENFELS war gut 140 m lang, knapp 18 m breit, mit 6.800 BRT vermessen und knapp 16 kn schnell. Ihr Ladegeschirr konnte 140t schwere Kollis bewegen.


    Abweichend vom WHV-Modell werde ich mein Modell mit grauem Rumpf bauen.


    Angefangen bin ich auch schon. Das Modell hat drei Längsträger. Die große Luke zwischen den Schwergutbäumen will ich geöffnet darstellen. Die rechteckigen Decksöffnungen mache ich, damit das sich das Deck besser dem Sprung und der Bucht anpasst.


     


    Ich hoffe, dass einige von euch mich bei meiner Reise in meine Bastelvergangenheit begleiten.


    Henning

    Hallo Modellbaugemeinde !


    Nachdem ich bei meinem letzten Modell vom Dampfeisbrecher WAL so begeistert von dem im Netz präsentierten Bauplan von Harhaus war, habe ich doch gleich einmal geschaut, was es da denn noch für Baupläne gibt. Und siehe da: Es gibt ein schönes Binnenschiff namens PANTHER. Ich habe 5 Binnenschiffe verschiedener Verlage gebaut, aber noch keines selbst konstruiert. Also habe ich dieses Modell in Angriff genommen. Im Original ist PANTHER 67 m lang. Wichtig war mir, die große Luke zu öffnen und Ladung darzustellen.


       


     



       



    Gefällt euch die PANTHER ?


    Henning

    Nach dem Bau des Vormastes und des Radarmastes und ein paar Restarbeiten ist mein Dampfeisbrecher WAL jetzt fertig geworden. Ich finde, es ist ein Schiff mit sehr ausgewogenen Proportionen. Aus der Vogel- nee Möwenperspektive ist das Modell schöner anzuschauen als das Original aus der Sicht des Besuchers an der Kaje.


     


     


     



    Ich bedanke mich für euer Interesse und euren Zuspruch.


    Henning