Posts by Konpass

    So, liebe Modellbaufreunde !


    Nachdem ich noch den letzten Waggon und Imo´s KRULLEBOL gebaut habe, ist mein Diorama jetzt fertig. Ich hoffe, es gefällt euch ! Hier einige Fotos.



    Während ich bei meinen Schiffs- und Fahrzeugmodellen schon auf Originaltreue achte, ist das Diorama ein Sammelsurium verschiedener maritimer Motive. Die Häuserzeile ist aus Greetsiel, das Schöpfwerk aus Brake, das Hafenhaus aus Neuharlingersiel, das Molenfeuer steht in grün-weiß in Travemünde. Auch die Schiffe sind aus aller Herrenhäfen. Wie bei Modelleisenbahnen ist auch dieses Diorama stark verkürzt. So ist z.B. nicht vorstellbar, dass die Fähre im Hafenbecken nicht wenden kann. Die Inselbahn Spiekeroog habe ich als Museumsbahn gerettet und umfunktioniert in einen Shuttle zwischen dem binnendeichs gelegenen Großparkplatz und dem Fähranleger.


    Ich bedanke mich sehr für euer großes Interesse und euren regen Zuspruch.


    Henning

    Die drei Neuerungen konnte ich alle auf einem Foto festhalten: Ein zweiter Personenwaggon für die Inselbahn, Koffercontainer und an jedem zweiten Lampenmast ein Rettungsring.




    Die Kofferlogistik bewerkstelligt die Spiekerooger Fährreederei seit den 60-er Jahren mithilfe von Behältern, die verhindern, dass man das Gepäck mit an Bord nehmen muss, bzw. früher in die Inselbahn. Man stellt die Koffer vor der Abfahrt in einen dieser silbernen Container, die mit dem Bordkran an und von Bord geholt werden.

    Die Hafenbauarbeiten sind beendet. Auf der Ostseite sind die Dalben dazugekommen, daran befestigt die Beleuchtungsmasten. Die Höhe der Dalben ist übrigens so bemessen, dass Kutter bei Sturmflut nicht auf die Kaje gesetzt werden können. Auch die Poller und die Schwimmstege sind installiert.


         


    Ich weiß noch nicht, was ich mit der dreieckigen Fläche nördlich der Häuserzeile anfangen soll. Als ich noch Stadtplaner war, hat das für die Bewirtschaftung und Bauunterhaltung von Verkehrsflächen zuständige Amt für Straßen- und Brückenbau von mir immer verlangt, solche Zwickel zu vermeiden. Wie die am Ende genutzt werden, sagten die Straßenbauer, darauf hat man keinen Einfluß, sie machen Ärger und kosten viel Geld. Unerwünschte Nutzungen waren: Denkmal, Kunstwerk, Brunnen, Kombination aus allen drei. Es sind aber auch profane und einträgliche Nutzungen wie Werbeanlage, Info-Pavillion oder Fischbude denkbar. Was mein ihr, was soll aus dieser Fläche werden ? Ihr seht, ein Stadtplaner nimmt Bürgerbeteiligung ernst !

    Nachdem Eimerkettenbagger BREMERHAVEN (siehe Fotoreportage von Nils zur Rückkehr der POLARSTERN) den Sielhafen auf die gewünschte Wassertiefe gebracht hat, konnte der Kleiboden für den Deichbau auf dem Seeweg herbeigebracht werden.


       


    Neu ist auch das Schöpfwerk neben dem Siel, das ich Imo´s Anregung verdanke.



    Für die Binnenländer noch einmal zum Thema Siel und Schöpfwerk:


    Die Nordseeküsten-Bewohner haben Deiche gebaut um dem salzhaltigen Wattenmeer landwirtschaftliche Nutzflächen abzugewinnen. Die Binnendeichsflächen mussten aber vom Regenwasser entwässert werden. Dazu wurden Durchlässe angelegt, die man Siele nennt. Die Siele haben ein Tor, dass bei hohen Wasserständen in der Nordsee geschlossen ist um das Salzwasser aus den Binnendeichsflächen herauszuhalten. Bei niedrigen Wasserständen wird das Sieltor geöffnet, so dass die Binnendeichsflächen entwässert werden können. Dabei entsteht eine Strömung, die man Sielzug nennt. Dieser Sielzug sorgt dafür, dass vor dem Siel der Schlick (abgesetzte Schwebstoffe) fortgespült wird. Dadurch hat man den Nebeneffekt, dass man vor den Sielen Häfen für die Fischerei und für den Fährverkehr anlegen konnte.


    Die Schöpfwerke treten in Aktion bei den bei uns typischen Westwetterlagen mit viel Wind und Regen. Dabei reichen die Sielzugzeiten nicht aus, so dass das Regenwasser zusätzlich über den Deich geschöpft werden muss. Der ursprüngliche Antrieb von Schöpfwerken waren Windmühlen, heute sind es Motoren.

    Hallo Modellbaufreunde !


    Ich möchte mein DIN A4-Greetsiel-Diorama erweitern. Sechs Liegeplätze für Kutter in Zweierpäckchen sind mir zu wenig.



    Ich möchte in meinem ostfriesischen Sielhafen auch Sportboote (u.a. den Krullebol), eine Inselfähre und den Inselversorger LEYSAND anlegen lassen. Das wird ungefähr zur vierfachen Fläche führen. Wie bei meinem Schleusendiorama sind die Ausmaße durch die Wasserfolie von Faller ( 52x26cm) begrenzt.


    Angefangen bin ich mit der Verlängerung der Kaje für den Sportboothafen.


       


    Vielleich habt ihr ja Lust, mir bei den Bauarbeiten zuzuschauen.


    Henning

    Hallo Modellbaufreunde !


    Jetzt ist meine ITALIA fertig ! Ich glaube, es ist nicht unbedingt ein Allerweltsmodell, nicht nur weil ich es selbst gezeichnet habe. Gegenüber den Wilhelmshavener Schnellbaubögen, die ja auch im Maßstab 1:500 gehalten sind, habe ich in der Detaillierung eine ordentliche Schippe draufgelegt. Das ist, wie Manfred schon mit der UNITED STATES gezeigt hat, manchmal mühevoll, vor allem in der Wiederholung, aber durchaus möglich. Der Detailfreak wird natürlich vieles vermissen, z.B. filigranere Winden oder exakte Verzurrung der Boote, aber ich finde, dass sich dieses Modell in diesem kleinen Maßstab durchaus sehen lassen kann.


    Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit und euren Zuspruch, obwohl das Original kaum jemand persönlich bekannt ist.


    Henning


       



         


    Wenn man so viele Boote zu bauen hat, sollte man sich genau überlegen, welchen Aufwand man treibt. Ich habe für 6 Boote nur eine halbe Stunde gebraucht. Erst einmal besteht das Boot nur aus zwei Teilen, Rumpf und Persenning. Bei den beiden Rumpfhälften habe ich nur die vier Enden an den Steven vorgerundet und diese dann mit Bindan (ohne Lasche) zusammengeklebt, darüber die Persenning geklebt und solange befummelt, bis Rumpf und Persenning zusammenpassten.


       

    Ich habe heute damit angefangen, die Orgie von Lüftungsanlagen auf dem Brückendeck nachzubauen. Wie schon gesagt, gibt es in diesem Bereich die größten Informationslücken. Der Generalplan mit Seitenansicht und Draufsicht reicht nicht aus, weil die Teile sich in der Seitenansicht gegenseitig verdecken und weil ich zu wenig verwendbare Detailfotos habe. Es kommt hinzu, dass die ITALIA sich in diesem Bereich doch deutlich von der KUNGSHOLM unterscheidet.


       

    Diese ollen Passagierschiffe sind etwas zum Austoben für Freunde des Rettungsboots- und des Lüfterbaus. Da ich nicht bis vier, sondern nur bis zwei zählen kann, fehlt noch die zweite Etage der vorderen Rettungsbootstationen. Aus Selbsüberschätzung habe ich die ersten kleinen Lüfter noch versucht, aus Karton zu bauen, habe dann aber -wie bereits bei der TITANIC- umgestellt auf ca. 1,5mm starke, lackierte Kabelisolierungen, die man sehr schön mit der Rasierklinge zurecht schneiden kann.


       



    Auf dem achteren C-Deck fehlten nur die Bänke und die Reling.


    Hajo, viel Dank für deine sehr interessante Reihenfolge der Hellingsbelegung bei Blohm&Voss.


    Heute habe ich angefangen, das Backdeck auszurüsten. An Bord gekommen sind Lukendeckel, Niedergangshaus, Wellenbrecher, Poller, Königsroller, Verholwinschen und Ladepfosten. Ankerwinde, Ladewinden, Niedergänge, Ladebäume und Anker fehlen noch.


       

    Brücke und Schornsteine sind noch nicht drauf, aber die zweite Bordwand, die Aufbaufronten, die Deckskanten und zwei weitere Aufbauten.



    Das Deckshaus achtern beeinhaltet das Bordhospital. Ich vermute, dass man aus Quarantänegründen solch einen exponierten Standort für das Hospital gewählt hat.



    Ob der Aufbau auf dem Bootsdeck wirklich gelb war, dafür leg ich meine Hand nicht ins Feuer. Aber das einzige Farbfoto von diesem Bereich sagt gelb. Ich kann aber nicht sagen, von welchem Bauzustand dieses Foto geschossen wurde.