Posts by Konpass

    Weiter geht es mit der Ausrüstung des Hauptdecks. Auch hier wird es durch die Überbauung wieder eine Sichteinschränkung geben. Ähnlich wie bei der 125-Fregattenklasse sind die Kontrollboote samt Davits in Kammern eingebaut, die bei den Küstenschutzschiffen allerdings nicht zu verschließen sind. Der Davit könnte Hardie bekannt vorkommen.


         

    Zum Schluss der Ausrüstungsarbeiten auf dem Hauptdeck kam noch ein Stützengerüst dazu und dann das Einsatzboot, das ich nahezu unverändert von der 125-Fregatte (nicht Korvette) übernommen habe. Das zweite Einsatzboot ist gerade unterwegs.


        


    Dann macht man den Flugdeck-Deckel drauf - und von der Arbeit der letzten drei Tage ist fast nichts mehr zu sehen.


       

    Bordwände:


    Ihr seht es vielleicht so wie ich: Die Bordwände sind bei Schiffsmodellen aus Karton so etwas wie die Meisterstücke. Wenn die Bordwände halbwegs gelungen sind, wird man mit einem riesigen Baufortschritt belohnt. Was vorher nur ein Gerüst war, hat jetzt Kontur, Form und Farbe.

    Die Küstenwachboote der Bundespolizei haben übrigens eine neue Farbe bekommen. Sie sind jetzt Kobalt-blau, die Zollboote übrigens auch.


    Die Zusammenstellung mit der Fregatte BRAUNSCHWEIG zeigt zwei Schiffe mit fast identischen Abmessungen. Da hat Nils recht.


    Moin Günter !


    Auch von mir herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung der WESTERWALD. Ganz herzlichen Dank auch für deine Anerkennung der Konstruktion, zu der auch Robi als Konrollbauer sehr stark beigertragen hat. Wie es von einem alten Hasen wie dir zu erwarten war, bist du ja sehr ordentlich mit dem Bogen zurecht gekommen. Das war insofern nicht überraschend, als viele Details nicht zum ersten mal zum Einsatz gekommen sind. Neuland waren für mich als Konstrukteur die abgerundeten Deckskanten, die seinerzeit bei den Originalen eingeführt wurden, um ein kontaminiertes Deck so schnell wie möglich reinigen zu können, die aber auch für die Modelloptik eine ganz große Rolle spielen. Denn diese Rundung ist immer ein Lichtkante. Natürlich achte ich sehr darauf, wie diese Rundung bei den Modellen aussieht. Ich war mit dem Ergebnis nicht immer zufrieden. Deshalb mal eine ehrliche Fragen an dich: Bist du mit den abgerundeten Deckskanten zufrieden, oder hättest du es besser gefunden, wenn darauf wie bei den WHV-Modellen verzichtet worden wäre ?


    Ich wünsche dir viel Freude bei deinen weiteren Projekten.


    Henning


    PS.: Die Platine habe ich selbst gemacht.

    Hallo Modellbaufreunde !


    Ich habe mit dem Bau der neuen POTSDAM-Klasse lange gewartet, weil ich immer noch gehofft hatte, dass ich irgendwie an einen Generalplan oder an ein general arrangement herankommen würde, so wie die Bauwerft Fassmer ihn bisher immer auf ihrer Homepage veröffentlicht hat. Aber dieses mal haben sie es nicht gemacht, auch auf Nachfrage nicht. Möglicherweise unterliegen die Pläne der Geheimhaltung, weil die POTSDAM-Klasse entwickelt wurde aus einem Patroler (OPV 80) für die chilenische Marine.


    Dankenswerterweise hat Jo Frerichs mir viele Fotos zur Verfügung gestellt, so dass ich dann doch den Mut gefunden habe, daraus ein Modell zu entwickeln. Was es von Fassmer gibt, das sind eine Seitenansichtsskizze und eine Draufsicht.



    Das Spantgerüst hat im Vorschiff zwei Stringer. Am Heck sind zwei Heckaufschleppen für "Sturmboote".




    Ich hoffe, den einen oder anderen von euch könnte mein Bau-und Konstruktionsbericht interessieren.


    Henning

    Ulrich, als ich den Bogen sah, habe ich mir gleich gesagt, dass ich das Modell so nicht baue.


    Was ich heute gebaut habe, das ist der Kompass, die Posis, eine Leiter zum Peildeck, die Masten mit Takelung und Flaggen, außerdem noch ein paar Bänke.



    Um das Modell fertig zu stellen, muss ich auf die vierzügige Musikdampfer-Reling warten. Es fehlen auch noch acht Bänke.

    Ich freue mich ja, dass Jochen und Mathias die modernisierte Version auch viel attraktiver finden als die Ursprungsversion. Meistens sind Umbauten ja Verunstaltungen.


    Heute habe ich einen Lüfter, zwei Rettungsringe, vier Bänke, vor allem aber die beiden Boote samt Davits und Bootswinden gebaut. Ursprünglich waren vier Boote an Bord. Die Davits sind auch deutlich verändert worden.


    Hallo Jürgen !


    Ich hatte einen Klassenkameraden aus Flintbek. Liegt die Eider-Quelle nicht ganz in der Nähe von Flintbek, oder verwechsele ich das ? Als ich 16 war, hatten alle meine Klassenkameraden ein Moped. Der Mercedes unter den Mopeds war damals die Kreidler Florett. Wer weniger Wert auf Speed und mehr Wert auf Kult legte, fuhr die 50 ccm- Vespa. Mir blieb beides verschlossen. Bevor mein Vater ein Auto hatte, war er Mororrad gefahren. Damit hatte er einmal einen Unfall, was zur Folge hatte, dass er es mir verboten hatte, selbst Moped zu fahren. Ich habe deshalb auch viele Stunden meiner Jugend als Sozius auf dem Moppett verbracht.


    Henning

    Hallo Modellbaufreunde !


    Mein nächstes Projekt führt mich wieder tief in meine Kindheitserinnerungen. Meine Geburtsstadt Neumünster in Schleswig-Holstein liegt zwar im Binnenland, aber da mein Vater berufsbedingt früh ein Auto hatte und er auch schiffsbegeistert war, fuhren wir öfter einmal nach Breiholz am NOK, nach Kiel oder auch nach Hamburg. Jährliches Highlight für mich war aber der Pfingstbesuch bei Tante Paula und Onkel Willi in Cuxhaven. Schon auf der Überfahrt von Glücksstadt nach Wischhafen begegneten wir den beiden Helgoland-Schiffen BUNTE KUH und WAPPEN VON HAMBURG. Am Pfingstsonntag zuckelte regelmäßig die JAN MOLSEN von Hamburg nach Cuxhaven.


    Umso mehr habe ich mich 1999 gefreut, als Piet einen Modellbaubogen von der JAN MOLSEN gezeichnet hat. Allerdings hat er sie so gemacht, wie sie 1925 in ihrem Ursprungszustand war - mit grünem Rumpf und gelben Aufbauten. Die JAN MOLSEN meiner Kindheit war aber schneeweiß mit einer grünen Bauchbinde, sie war auch deutlich umgebaut und modernisiert.

    Dieses Modell will ich jetzt bauen und euch davon berichten.


    Das Spantgerüst konnte ich zu 100% übernehmen.

    Auf dem achteren Hauptdeck müssen einige Details untergebracht werden, bevor dieser Teil überbaut wird.

    Das Brücken- und Bootsdeck konnte ich geometrisch auch übernehmen, allerdings ist dieses Deck nach dem Umbau begehbar und hat auch viele Bänke bekommen. Deshalb habe ich neue Signaturen u.a. mit einer Beplankung gezeichnet.

    Die Bordwände haben neue, größere Fenster bekommen. Das Hinterkleben der Fensterunterteilungen ist eine schöne Fleißarbeit, sieht aber im Modell gut aus.

    Da ich in diesem Forum nicht der einzige alte Sack bin, der sich an dieses Schiff erinnern kann, hoffe ich ja auf euer Interesse. Vielleicht kann der eine oder andere auch noch Fotos aus dem alten Familienalbum beitragen, denn das Fotoangebot von der JAN MOLSEN im Netz ist nicht gerade prall.


    Henning

    Fertigstellung



    Zum Abschluss kamen die Hydraulikkräne von Palfinger an Bord, die ich unverändert von der MARIA S. MERIAN übernommen habe und der Mast, der leider ganz anders gebaut wurde, als aus dem Generalplan ersichtlich. Außerdem war auch noch Pulkram einzubauen: Heckflaggenstock, Lichtmast am Heck, Rettungsringe, Feuerlöschkästen, Radom, IMO-Schilder, Lüfterkasten und Backskiste hinter der Kommandobrücke und auf dem Peildeck Scheinwerfer, Positionslichter und Schwanenhalslüfter.


    Damit ist mein SWATH WESER fertig. Viele von euch haben sicher gedacht "Was wird das denn schon wieder für ein Unschiff ?" Ich bin selbst erstaunt darüber, was die WESER für ein attraktives Modell geworden ist.



    Ich hänge noch zwei Bilder dran mit seinem kleinen SWATH-Kumpel GRODEN und mit seinem Vorgänger GOTTHILF HAGEN.



    Ich bedanke mich auch dieses mal für euer Interesse und euren regen Zuspruch.


    Henning

    Versetzboote


    Es ist schon lange her, dass ich für die Bootsrümpfe nicht auf eine vorhandene Konstruktion zurückgreifen konnte, die ich dann skaliert, gestreckt, oder auch verkürzt habe. Die modernen Hurtigruten-Schiffe hatten Großrettungsboote und Tender, die noch nicht auf meiner Festplatte waren. Die Versetzboote des Lotsenstationsschiffs haben einen ungewöhnlichen Rumpf französischer Bauart. Der Wulstbug fängt deutlich oberhalb der Wasserlinie an. Lars hat ein sehr schönes Modell von dem Versetzboot FRYA gezeichnet, das auch diese ungewöhnliche Rumpfform hat.


    Ich habe deshalb ein Spantgerüst mit Deck, Mittelträger, Spanten und zwei Stringern gezeichnet und 2,5-fach vergrößert gebaut. An diesem Spantgerüst habe ich die dreiteilige Bordwand mit Transparentpapier abgewickelt.


    Die gezeichneten Bordwände habe ich dann wieder auf 40% verkleinert. Die Versetzboote sind geometrisch sehr kompliziert, so dass ich sie erheblich vereinfachen musste um sie noch bauen können. Ich hoffe ihr erkennt sie trotzdem wieder.


    Bevor ich das erste Versetzboot in den Davit einklinken konnte, musste ich zunächst die Relings auf das A-Deck setzen.



    Nachdem ich die Rettungsinseln, die großen Schwanenhalslüfter, die Anschlüsse für Ver- und Entsorgungsleitungen, die Niedergänge, Umlenkrollen und Klüsen eingebaut habe, ist das Hauptdeck fertig ausgerüstet. Nils hat recht, man ist erstaunt, wieviele Details auf der Plattform sind. Ich habe sie durchgezählt: es sind 96 Objekte auf dem Hauptdeck. Das Modell macht dadurch einen sehr differenzierten Eindruck. Wenn man das Original anschaut, macht sich das Gefühl breit, das Schiff sei ziemlich einfach und grobschlächtig. Normalerweise kann man auch nicht auf das Hauptdeck hinaufschauen.

    Moin Günter !


    Es gibt vier SWATH-Lotsenstationsschiffe. Vorläufer war die 2000 gebaute ELBE (l = 49,81m), die später in HANSE umbenannt wurde. Ihr folgte ab 2010 eine Dreierserie, zu der ELBE, WESER und die belgische WANDELAAR (l = 60,82m) gehören. Die HANSE ist heute das Ersatzschiff für ELBE und WESER. Die beiden Zollkreuzer HELGOLAND und BORKUM sind etwas kleiner (l = 49,35m), waren aber mit 20kn deutlich schneller als die 13 kn langsamen Lotsenstationsschiffe.


    Gruß

    Henning

    Heute sind für das Hauptdeck Ätzteile für Relings und eine Leiter an Bord gekommen. Die Niedergänge aus der Saemannschen Standardplatine sind für das erste Aufbaudeck leider zu kurz. Die muss ich also selbst anfertigen. Auf dem Achterdeck sind Winschen, Leinenkörbe und Leinentrommeln dazugekommen.

    Das Deckshaus des neuen Lotsenstationsschiffes ist nicht das Komplizierteste, das mir in meiner Modellbauer-Laufbahn untergekommen ist. Man könnte es auch für eine Asylbewerber-Unterkunft oder für ein Baubüro auf einer Großbaustelle halten. Im Erdgeschoss sind die Küche und die Messen für Lotsen und Besatzungsmitglieder, im ersten Stock sind die Lotsenkammern, im Zweiten die Besatzungsunterkünfte.

    Ich habe jetzt auch den zweiten Überwasser-Rumpf fertiggestellt. Zusammen mit dem ersten wurde er unter das Hauptdeck geklebt. In den beiden "Verbindungskästen" sind vorn Sauna, Fitness-Raum und Notgenerator untergebracht, achtern Werkstatt und Maschinen-Kontrollraum.

    Der Vergleich mit Vorgänger GOTTHILF HAGEN zeigt, dass der SWATH nur etwas länger ist, dafür aber mehr als doppelt so breit.