Eisenbahn-Diorama auf Basis von Ray Morris' Modellen / Download / ohne Maßstab

  • Hallo zusammen,


    plötzlich gab es dann doch mal die kleine Wandvitrine in dem schwedischen Möbelhaus und dann erinnert man sich der wunderschönen freien Downloads von Ray Morris und von Toni Mauricio und schon fügt es sich irgendwie zu einer Idee zusammen... "Evening Star" fährt an einer Fabrik vorbei, "Terrier" rangiert vor einem Stellwerk - fertig ist ein apparter Wandschmuck. Außerdem ist es bestimmt eine nette Übung und Einstimmung für das Hafendiorama.


    Wen es auch gepackt hat, der sei nochmal auf die Links verwiesen:


    Wegen der Bahnmodelle: http://www.trspartan.freeserve.co.uk/card_models.htm


    Und die Fabrik gibt es hier: http://perso.wanadoo.es/toni_mauricio/


    Gleich vorweg: Ich staune immer wieder, mit welchem Tempo einige hier arbeiten. Da kann ich leider nicht mithalten und will schon jetzt um Geduld bitten.


    Bis denne,


    Marc

  • Und bei Toni Mauricio gibt es noch mehr zu bestaunen:


    Unimog, Jeep, Kuebelwagen, Werk aus den Gruenderzeiten,usw.


    Herzlichen Dank fuer den Link, Marc

  • Na auf dieses Eisenbahn-Diorama freue ich mich aber!

    Mit freundlichen Grüssen aus Zwenkau (Sachsen)


    Uwe Jäger
    _________________
    in Arbeit:


    - Bauten aus Karton f. Spur 0e Schmalspuranlage
    - Burg Karlstein aus dem Betaxa-Verlag (muss warten!)
    - in Absicht Luftschiff "Graf Zeppelin" von Schreiber
    __________________________________________


    Feststellung: Hat man mehr als 2 Kartonmodellbaubögen im Vorrat, ist die Auswahl doch schon nicht mehr so einfach!

  • Rahmen und Umlauf sind erstmal fertig, Seitenteile des Fahrgestells schonmal ausgeschnitten, Kessel ebenso.


    Bei den Seiten des Umlaufs hab ich "gemogelt" und Klebelaschen hinzugefügt, die man hinterher eh nicht sehen wird. Aber die 7 cm langen und 1 mm breiten Teile auf Kante kleben traute ich mir nun wirklich nicht zu.


    Kanten male ich übrigens mit Stabilo Pen 68 nach, Grün 43 und Rot 48 passen ganz gut, Schwarz ja eh.

  • ... nee, mein Fehler: Ray Morris' Fahrzeuge stehen in 1:175 kostenfrei zur Verfügung, die Fabrik von Toni Mauricio soll 1:165 sein, summa sumarum, Pi mal Daumen: Spur N

  • Zwischendurch brauchte ich mal nach dem nervigen Räderausschneiden ein Erfolgserlebnis und hab mich mal an den offenen Güterwagen gemacht. Um den Eindruck zu erwecken, daß die "Evening Star" einen Ganzzug mit einer Länge bis weit nach außerhalb des Dioramas zieht, werden wohl doch vier, fünf Wagen fällig werden.


    Und wer wissen will, was der Kleine geladen hat, guckt mal hier:


    Karton-Gleis in 1:45

  • Ah Esspressokaffee oder sind es Zuckerrüben,Schotter,Kartoffeln,Schrott,(Melonen,grins),oder einfach nur brauner Kaffeesatz?
    Mach weiter und lass dich nicht von dummen Fragen abschrecken!
    Spass muss sein
    Gruss
    Forscher

    Der Weg ist das Ziel ! Aber Wege können auch beschwerlich sein!

  • Vormogeln,


    na, endlich mal ein Wort, das in Nederlands und Deutsch gleich geschrieben wird und auch noch das Gleiche bedeutet!!


    ;-)))


    Gruß,
    Franz

  • Pleuel und Kuppelstangen sind montiert, Rahmen ist fertig, die Pufferbohle hab ich anscheinend zu detailiert ausgeschnitten, jetzt hängen die Seitenteile des Umlaufs in der Luft :-(


    Steuerung kommt erst dran, wenn die Aufbauten im wesentlichen fertig sind und man nicht mehr am Fahrgestell festhalten muß.

  • Leider nicht Franz,


    Vormogeln - voorkruipen


    aber es gibt:


    Boot -boot


    und sehr viele Ortsnahmen, z.B.:


    Workum
    Walsum
    Soest (aber klingt anders)


    und fast gleich, zwei Orte in der Naehe von Enschede:


    Haaksbergen und Boekelo (Museumseisenbahn!)


    in Deutschland auch zwei Orte, auch nebeneinander:


    Hasbergen und Bokeloh


    groetjes, Gert

  • Der vermurkste Umlauf hat mich doch gefuchst, zumal bei der Evening Star die Windleitbleche dicht am Kessel liegen und somit nicht zur Tarnung der Spalte dienen könnten. Also nochmal mit aller Geduld ran, jede Klebung artig bis zur Aushärtung ruhen lassen, dann wurd's schon besser.


    Nebenbei fiel noch der Tender an. Kohle: mit schwarzer Tinte betröpfelter Kaffeesatz.


    Die Brutalität der Makroaufnahmen läßt mich doch fragen, ob ich mir nicht doch lieber das Kantenfärben mit Aquarellstiften angewöhnen soll... Aber in normaler Entfernung sieht alles fein aus.

  • Auch beim Stehkessel schien es mir ratsam, drei Klebelaschen zu ergänzen: Die beiden seitlichen sorgen für satten Kontakt zum Umlauf, die obere soll die Ebene zwischen den seitlichen Rundungen des Stekessels stabilisieren und den Kontakt zum Führerhaus sichern.


    Die beiden Spitzen - im Bild oben - sollen sich nach dem Zusammenbau mit dem Kessel um die Unterseite desselben zwischen die Umlaufflanken schmiegen und werden leicht vorgerundet. Das wird noch spaßig...

  • Unsere heutige Lektion der beliebten Serie "Aus Fehlern anderer lernen" lautet:


    Die Aufbauten beim Führerhaus beginnend aufkleben! Dann guckt man nicht so dusselig wie ich vorhin, wenn nämlich die angeschrägten Seiten des Führerhauses nicht auf den Umlauf passen wollen...


    Also: Stehkessel wieder vorsichtig abgerupft und einen guten Millimeter kürzen...


    Kleiner Trost: Die Steuerung sieht ganz manierlich aus.

  • "Dieses ist vollendet nun, Julchen kann was anders tun."


    Okay, die Pufferproblematik ist noch nicht geklärt, aber ansonsten ist die Hübsche erstmal fertig.


    Immer noch unentschieden ist, ob ich die "Evening Star" einen aus den runterladbaren 3. Klasse-Wagen gebildeten Schnellzug (nicht standesgemäß) oder einen aus den OGs (zu niedlich) gebildeten Güterzug ziehen lasse.


    Werd mich wohl erstmal an das Fabrik-Relief machen.

  • Ausgeschnittene Fenster und gähnende Leere dahinter - das geht natürlich nicht!


    Hoffentlich geht das, was mir so vorschwant. Denn die Außenhaut besteht aus einem Teil und soll nach Ray Morris' Willen von zwei stabilen Spanten im Innern zu ihrem und zu des Modellbauers Glück gezwungen werden. Ob sechs Abteil- und vier Toilettenwände dasselbe erzielen, bleibt abzuwarten...

  • Die Abteilwände wurden an der Oberseite leicht mit Plastikkleber bestrichen, um sie etwas widerstandsfähiger gegen mechanische Belastung zu machen. Die Farben ändern sich dann zwar beängstigend, finden mit dem Trocknen aber wieder nahezu zum Ursprungston zurück. Letztlich war das aber gar nicht nötig, denn es paßte alles prima ohne Knirschen.


    Damit die Dachrundung oberhalb der Fenster beginnt, zwang ich den Karton zwischen Fleischspieß und Lineal. Das ging überraschend gut. Der für britische Personenwagen typischen Taillenknick fehlt auf den Bildern noch.


    Dann können jetzt ja die Glaser kommen.

  • Danke für die Vorschußblumen, Knooty, doch ich seh mich noch nicht am Ziel...


    Im Schlechten steckt oft das Gute und so brachten mich die zersprayten aber dafür UV-beständigen Fensterbänder auf die Idee, beim Remake die BR-typischen Oberlichter einzukratzen.


    Die Wagenstirnseiten ("Bulkheads"...) hab ich in der Porzellankiste Mutters Sinne mit drei zusätzlichen Klebelaschen versehen - ich bin einfach kein Kantenkleber...

  • Es hat mich wirklich einige Tage Bedenkzeit gekostet, bis ich meinte, der Moment zum Einkleben der Stirnseiten sei gekommen. Trotz (Wegen?) meiner zusätzlichen drei Klebelaschen eine nervige Sache, die nicht ganz befriedigend endete... Vorher noch aus Butterbrotpapier eine Milchverglasung für die WC-Fenster erstellt.


    Was nun folgt, heißt im Automobilbau "Hochzeit".


    Ray Morris nennt mit den Worten "It makes up OK but in future no doubt some improvements will come about!" den Schnellzugwagen einen Prototypen. Was das Untergestell betrifft, sollten die Unterzüge dringend in derselben Ausrichtung wie die anderen Fahrgestellteile auf dem Bogen positioniert werden, denn trotz einer Anpreßdauer von einer Nacht zeigt das Fahrgestell - wie ich annehme wegen der unterschiedlichen Laufrichtung der Teile - schon jetzt einen leichten Buckel. Ob dieser nach dem Zusammenkleben dem stabilen Wagenkasten unterlegen sein wird, bleibt abzuwarten...

  • Wegen der Verzugsproblematik hab ich dann fix eine Hilfsvorrichtung gestrickt, um Aufbau und Boden zusammenpressen zu können. Das sieht zwar - von Gummibändern versprach ich mir nicht den nötigen Druck - brutal aus, war mir dann aber ein für einige Stunden erträglicherer Anblick als ein auf Ewigkeiten sich vom Wagenkasten lösendes Fahrgestell.


    Freilich treibt mich jetzt die Neugier ob des Ergebnisses, doch Geduld...

  • Mit der Fabrik komm ich nicht weiter. Ich wollte das Hauptgebäude als Relief für den Hintergrund haben, aber die Pfeiler* (?) fehlen just bei den Seitenteilen. Toni Mauricio wollte eben die Giebel jeweils nur zweidimensional gestalten, da würden die Pfeiler* die Optik stören.


    Macht nichts, es gibt ja noch eine schöne Brücke, dann kommt eben die dran und mit der Fabrik laß ich mir für das nächste Diorama was einfallen.


    Wem die Brücke gefällt, guckt hier:


    Eisenbahnbrücke


    Sie ist etwas einfach gestaltet, für etwas mehr Plastizität waren daher bis zu drei Ausdrucke notwendig. Außerdem fand ich das Blau etwas sehr blau und hab einfach auf Graustufen-Druck umgestellt. Die Gleise freilich wieder farbig. Ausdruck in halber Größe kommt prima hin.



    * Jesses, wie heißen denn bei Gründerzeitbauten die massiv betonten Eckelemente, komm nicht drauf...

  • Die Brücke wird vier Lagen stark, um die Knotenbleche außen- und innenseitig herauszuarbeiten und der Brücke etwas mehr Plastizität zu geben. Dadurch können zudem die wenig eleganten Laschen an den Streben wegfallen, die eine Materialstärke suggerieren sollen.


    Also erst Rahmenbleche mit Knoten ausschneiden und dann das entsprechende Teil nochmal dahinter geklebt.


    Innenseitig wird es genauso gemacht. Die Teile an der Oberkante unterhalb der Falz-, hier: Schnittlinie ausschneiden, dann die gedoppelten Innenteile gegen die gedoppelten Außenteile kleben.

  • Beim Ausschneiden erschien es mir - nachdem es fast fertig war *grins* - sinnvoller, erst die graden Schnitte (rote Kreise) hintereinander weg zu machen und erst dann die Dreiecke an den Ecken (blaue Kreise) mit der Klinge auszustanzen.


    Grund: Trotz der vier Lagen wird die Brücke beim Schneiden immer labiler. Verbleiben die Dreiecke bis zum Schluß, können sie die beim Schneiden unvermeidlichen Zugkräfte abfangen. Das Ausstanzen mit dem Skalpell geht hinterher zack-zack-zack und alles purzelt fein heraus.

  • Hallo Marc,


    Erstmal: =D>! Den Waggon mit Inneneinrichtung auszustatten, und das in dem Maßstab: Repekt!


    Zu den Pfeilern: Meinst du "Pilaster"?


    Gruß,
    Felix

    Einer achts,
    ein andrer betrachts,
    der dritte verlachts,
    was machts.


    Inschrift am Wernigeröder Rathaus

  • Danke, danke...


    Das Stilelement, dessen Fachbegriff mir nicht einfallen will, ist auf dem Bild umzeichnet. Pilaster klingt schon mal irgendwie bekannt... Man sieht auch, daß es bei Toni Mauricios Fabrik nur giebelseitig dargestellt ist, während es leider längsseitig fehlt. Just die Längsseiten hätte ich aber gern als Hintergrund gehabt.


    Sei es drum.


    Die Brücke ist noch lääängst nicht fertig, aber so für einen ersten Eindruck, die Sonne lachte grad herein, war der blaue Papierbogen fix hervorgeholt.

  • Ja, doch, das ist ein Pilaster.

    Einer achts,
    ein andrer betrachts,
    der dritte verlachts,
    was machts.


    Inschrift am Wernigeröder Rathaus

  • Beim Unterteil bestehen reichliche Austobmöglichkeiten für Detailverliebte (alle Teile für mehr Plastizität doppeln!):


    Erst das Basisteil mit den Längs- und den Querträgern ausschneiden, dann die Längsträgerunterseiten mit den (freilich nicht gedoppelten) Klebelaschen, es folgen die Längsträgeroberseiten und die Gleisauflage. Das Gleis wird schließlich in die (verdreifachten!) Schwellen zerschnitten - viel Spaß beim Kantenfärben... Die Schienen werden anders dargestellt werden, dazu später.


    Die unpassenden Restaufdrucke des Gleises stören nach dem Zusammenbau nicht, da ja just dort das Gleis aufgeklebt werden wird.

  • So, die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Tröpfchen...


    Vorher beim Schneiden bitte beachten: Erst die Schwellenlängsseiten mit nicht zu langen Schnitten schneiden, dann mit frischer Klinge kühn längs den Schwellenquerseiten. Grund: Sind die einzelnen Schnitte zu lang, biegen sich die Schwellen leicht mit und fransen u. U. sogar am Rand aus.


    Und wer vor dem Schneiden die Rückseite mit braunem Filzer anmalt, macht sich nicht unnötig Arbeit wie der Autor dieser Zeilen...


    Zwischendurch und möglichst vor dem Wegwerfen der Schwellenzwischenräume immer wieder nachzählen: Es müssen 50 Schwellen sein - fünfzig.


    Auf zum lustigen Kantenfärben und Rückseitenanmalen!