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Zaphod

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Montag, 9. Januar 2006, 20:31

[Fertig] Kyushu-J7W1-Shinden, Orlik, 1:33

Hallo,


hier der Baubericht der Shinden zusammen mit einigen Photos vom fertigen Modell. Leider habe ich keine Digi-Cam, so dass ich die Modelle in der Regel nur fertig ablichten kann.
Der Baubericht ist wegen seiner reinen Textform wohl nur für die Kollegen interessant, die konkret am Modell sitzen.

Zaphod

Kyushu J7W1 „Shinden”

Japanische Luftwaffe (1945)
Maßstab: 1:33
Hersteller: Orlik
Konstrukteur: Fuczek
Teile: 353
Bauzeit: 23.9. bis 30.11. 2005


Allgemeine Anmerkungen
· die Detaillierung ist ausgesprochen gut
· die Farbgebung leidet darunter, dass die verschiedenen Bögen unterschiedliche Nuancen des dunkelgrünen Grundtons bieten, was dem Modell optisch erheblich schadet. Außerdem war auf einem Boden der Druck um 1/3mm verrutscht, so dass einige grüne Teile am Rand einen hellgelben Steifen von dieser Dicke erhielten, der bei näherer Betrachtung optisch störend wirkt
· irritierend ist die Nummerierung. Durchgehend wird beim Rumpf eine Profilscheibe Nr X in ein Rumpfsegment Y geschoben, so dass man immer wieder überprüfen muss, was da wirklich zueinandergehört. Hier wäre eine klassische Nummerierung nach dem Prinzip eine Baugruppe = eine Nummer sehr zu empfehlen
· der Karton ist etwas fest. Dies bereitet leichte Probleme beim Ritzen. Der Karton bricht aber nicht, so dass eine glatte Verarbeitung stets gewährleistet ist.
· versehentlich übergequollener Klebstoff lässt sich vom Karton restlos entfernen, wenn dies sofort geschieht. Gut bewährt hat sich ein Zahnstocher mit einem Tropfen einige Tage alten UHUs an der Spitze. Das UHU muss getrocknet, aber noch nicht hart sein. Man kann es dann quasi wie einen Radiergummi verwenden.
· sehr zu loben ist die durchgehende Colorierung des Rumpfes, das erspart -insbesondere beim Anpassen der Flügel- den Zwang, nicht exakt eingehaltene Begrenzungslinien nachzufärben. Allerdings hätte der Rumpfbauch dann durchgehend hellgrau gefärbt werden sollen.
· bei der Cockpit-Sektion und den Rudern vorne blieben -trotz Anleitung in Bild und Text- etliche Fragen offen, die dank der freundlichen Hilfe von Herrn Wojcik von WWW.KARTONMODELLBAU.COM geklärt werden konnten.



I. Teile 1-20 (Cockpit-Sektion) (60 Teile)
· die vordere Scheibe 1 ist deutlich zu groß für Teil 20. Entweder eine um ca. 5% verkleinerte Fassung verwenden oder mit Schleifpapier bearbeiten, bis Teil 20 sich glatt um Teil 1 legen lässt. Bei Teil 22 besteht dasselbe Problem. Wohlgemerkt. die Teile 20 und 26 passen exakt zusammen, es sind die Profilscheiben, die zu groß sind.
· Teil 1d sollte auseinandergeschnitten werden, an Knicken ist bei der Dicke nicht zu denken. Wenn Teil 18 durch eine Metallstange ersetzt wird, gewinnt man hier Papier in Originalfarbe, das verwendet werden kann um die Kante zu überkleben.
· da das detaillierte Instrumentenbrett in doppelter Dicke erscheint, ist es sinnvoll auch Teil 14 (einfache Version) zu verdoppeln
· Die Anbringung der Teile 2b und 2d ist aus der Anleitung nicht ersichtlich. Die Teile 2b bilden die Sockel für den Pilotensessel (hohes Ende nach vorne). auf den Teilen 2 sind an der oberen Kante bei genauem Hinsehen Markierungen für 2b zu erkennen. 2d ist die Basis für die Fußpedale für die Querruder (Teil 10). Es wird auf die dünnen weißen Striche der Teile 2 geklebt.
· Teil 3 montieren, bevor die Stange „wz1“ montiert wird.
· die weißen Platzhalterstriche für die Teile 4 müssen in der Mitte gefärbt werden, da hier die Einschnitte in den Teilen 4 vorhanden sind.
· Teil 6 sollte in drei Teile (Seiten und Mittelstreifen) zerschnitten werden, so fällt die Montage leichter.
· die Zahl „7“ fehlt in Rys 3, das Teil wird direkt vor Teil 6 montiert.
· Teil 8b auf Abfallkarton verdoppeln und rückseitig schwärzen. Das Verdoppeln von zwei Rädern führt schon bei kleinsten Abweichungen zu Weißstellen.
· die Teile 10b (Bügel der Fußsteuerung) müssen nicht rückseitig verdoppelt werden, dies bereitet Probleme, wenn die Teile gefaltet werden sollen. Auf der Rückseite schwärzen und jeweils nur die Hälfte verwenden.
· die runden Deckel zu den Teilen 11 und 13 passen nicht bündig in diese. Sie können entfallen, die Teilgruppen 11 und 13 können auch stumpf aufgeklebt werden.
· Die Konstruktion des Steuerknüppels ist problematisch, da sich das nach Anleitung geformte Teil kaum noch entsprechend knicken lässt. Durch Draht ersetzen und oben und unten mit dünnen Papierstreifen von Teil 12 umwickeln.
· innere und äußere Sitzschale passen schlecht aneinander, die innere Schale ist an den Seiten deutlich zu groß
· Teil 18 ist die auf Rys 3 irrtümlich als „1f“ gekennzeichnete schwarze Stange. Das Teil kann gut durch eine gefärbte Metallstange ersetzt werden.
· Teile 19 und 20 verbinden. Dann Teil 20 unten beginnend bis zur Höhe des Cockpiteinschnitts ankleben. Anschließend das halbrunde Teil 19a anbringen und trocknen lassen. Danach Teil 19/20 fertig montieren und zum Abschluss die Teile 19b anbringen.
· Teil 21 (Visier) sollte erst in der Endmontage angebracht werden.


II. Teile 22- 34 (Vordere Rumpf-Sektion) (32 Teile)
· beim Bau des Modells in fliegender Position entfallen hier zahlreiche Teile. Wichtig ist es auf einen glatten Einbau der Fahrwerksklappe (70) für das Bugrad zu achten
· Teil 22 muss auf 95% verkleinert werden, damit Teil 26 passt.
· die Scheine 22b ist zu groß, um vorne in 27 eingepasst werden zu können. Auf ca. 95% verkleinern
· bei geschlossenem Fahrwerk können die Teile 22c und 22d entfallen
· die Teile 27 und 29 passen nicht aneinander, 29 ist gut 1mm zu kurz, die Markierungen für die Flossen 56/57 kommen überhaupt nicht hin, auch das Lager, das aus den Teilen 22e-g für Stange wz5 gebildet wird, passt in keinster Weise
· wem es doch gelingt, hier ein Lager zu konstruieren ein Tipp: die Stange 5wz nur einschieben.
· bei den Teilen 27 und 29 ist jeweils zuerst die vorne abschließende Scheibe (22b, 28) anzubringen, bevor die Lager für die Bordkanonen montiert werden
· Die vier Teile, die die Lager für die Bordkanonen bilden, sollten innen mit Klebelaschen aus dünnem Papier fixiert werden
· Die Bordkanonen passen nur dann wenn man sie extrem eng wickelt. Wer Bordkanonen mit Öffnung will, sollte die Teile deutlich kürten und um einen Draht von ca. 0,7mm Durchmesser wickeln.
· Die Klappen des Bugradschachtes müssen getrimmt werden (wahlweise geht das auch bei den Teilen 26 und 27, dies ist aber aufwendiger und riskanter)
· Die Profilscheiben 28, 30 und 32 sind etwas zu groß und müssen nachgeschliffen werden


III. Teile 35-47 (Hintere Rumpf-Sektion) (35 Teile)
· auch hier fortlaufend die Passgenauigkeit der Profilscheiben prüfen
· Teile 39L und 39P müssen angepasst und ggf. geschliffen werden, bis ein glattes Aufliegen von 40 gewährleistet ist.
· Die Teile 39a bis 39c sollten soweit möglich mit Klebelaschen an Teil 35 befestigt werden.
· Teile 39d passen in der Länge nicht auf 39b. Maßgeblich ist hier die Anzeichnung vorn am Rumpf, wo 39d einen Knick macht. Legt man hier bündig auf, so ergibt sich hinten eine Fehlstelle von ca. 4mm. Glücklicherweise wird diese von 40 weitgehend verdeckt. Nachfärben in Dunkelgrün schadet dennoch nicht.
· Teil 40 muss rückseitig schwarz gefärbt werden. Vor der Montage anpassen und ggf. leicht trimmen.
· Teil 41 lässt sich leichter verbauen, wenn es in zwei Teile geschnitten wird. Dieses Teil passt allerdings in keinster Weise, der vordere Teil steht links und rechts je 3 mm über, wenn die vordere Kante bündig auf 35b aufgelegt wird. Das hintere Teil lässt sich in keinster Weise glatt an das vordere anbringen. Seine Kante muss einen vollkommen anderen Verlauf nehmen, damit es hinkommt, das Trimmen bewirkt aber wiederum, dass das Teil die weiße Vorzeichnung hinten nicht mehr vollkommen abdeckt. Bilder vom Weißbau zeigen, dass für diese Bauteile ursprünglich eine deutlich andere Lösung vorgesehen war. Mutmaßlich wurde hier für die Endfassung nicht sauber umkonstruiert.
· bei den Segmenten 42 bis 47 sollte immer probiert werden, ob die Profilscheiben glatt passen. M.E. sind sie durchgehend etwas zu groß und müssen abgeschliffen werden.


IV. Teile 48-53 (Propeller) (37 + 12 Teile)
Propeller
· Die Anleitung hier ist nicht ausreichend, da sie nur das fertige Teil zeigt und im Text nicht beschreibt, wie die Bauschritte erfolgen.
· Teil 48 wird von 48a (Farbe innen) umschlossen und laut Abb.24 direkt auf 46 geklebt. Teil 46 lässt jegliche Markierung für 48 vermissen. Als Notbehelf bei beiden Teilen den Mittelpunkt des aufgezeichneten Kreises bestimmen und zur Deckung bringen. Obwohl es zunächst nicht so aussieht, passt sich diese Sektion hervorragend Teil 47 an, so dass der Rumpf hinten glatt schließt.
· 50b wird mit 50 und 50a geschlossen (Beide Teile vor der Montage leicht durchnadeln, damit sie nachher den Propeller glatt aufnehmen). 50a sollte im Braunton der Propellerhaube gefärbt werden.
· 50c verkleben und gut durchtrocknen lassen, dann Boden und die Seiten leicht mit Klebstoff bestreichen und montieren. Die Teile passen sehr gut zwischen 47 und 50b, fast könnte man auf den Klebstoff verzichten. Die weißen Rechtecke auf 48 sollten allerdings an beiden Seiten schwarz gefärbt werden um Blitzer zu verhindern, falls 50c hier und da nicht 100%ig deckt.
· 51 entgegen der Angaben auf dem Baubogen ebenfalls mit 0,5mm Karton verstärken und leicht durchnadeln. Aus 52 die Löcher ausstechen (besser noch: mit einer Nadel in den 6 Löchern mittig ein kleines Loch bohren und mit einem Zahnstocher erweitern, so wird der Abfallkarton nach innen geschoben und bildet eine zusätzliche Klebefläche für die Zapfen der Propellerblätter), das Teil mit Klebelasche schließen, gut trocknen lassen und anschließend über 51 schieben und verkleben. Dabei darauf achten, dass die bedruckte Seite von 51 innen in 52 ist.
· Sehr hilfreich ist der eingezeichnete innere Ring bei 51. Auf ihn einen passend zurechtgeschnittenen und zum Kreis gebogenen Kartonstreifen aufsetzen. Dessen Höhe muss so bemessen sein, dass später Teil 51b von oben noch glatt in 52 eingelassen werden kann. Dieser innere Ring dient nun als Wiederlager für die Zapfen der Propellerblätter.
· Jeweils bei den 6 Löchern ein kleines Stück Karton auf 51 kleben, so dass der Zapfen der Propellerblätter auf diesem aufruht.
· Die Zapfen der Propellerblätter nach altbewährtem Muster aus einem passend zurechtgeschnittenen und vorne abgeflachten Stück Zahnstocher schneiden und in eine Hälfte der Propellerblätter einkleben. Überstand durch Einschieben in 52 genau anpassen, das erspart späteres Kürzen. Die Teile 53a entfallen ebenso wie 51a.
· Propellerblätter schließen, gut trocknen lassen und dann in 52 einkleben (alle in einem Arbeitsgang, damit erforderliche Ausrichtungen vorgenommen werden können. Auf keinen Fall jetzt schon den Deckel 51b aufkleben. Der Propeller wird als (fast -die Antennen sollten den Abschluss bilden) letztes Teil montiert. Die Nadel zur drehbaren Lagerung des Propellers lässt sich so optimal verankern, weil man direkt von oben Druck auf den Nadelkopf (und nicht auf den gesamten Propeller) ausübt. Nadelkopf nach Montage gut verkleben und trocknen lassen. Erst danach 51b einlassen und Sektion 52a-c aufkleben.
· unten in 52a sollte eine weitere Scheibe 51b eingelassen werden. Zwischen 52a und 52b empfiehlt sich eine Klebelasche anzubringen.


V. Teile 54-55 (Verkleidungen) (20 Teile)
· Auch hier geht aus der Anleitung nicht genau hervor, wie die insgesamt 8 Teile 54c bzw. 54d geformt und angebracht werden. Leider konnte ich keine Originalphotos auftreiben, die hier weiterhelfen.
· Zwei deutliche Abweichungen sind mir im Vergleich zu Photos vom Original aufgefallen:
· die auf dem Teilen 54L bzw. 54R vorne sitzenden Teile 54bL bzw. 54bR gab es anscheinend nicht
· die Teile 54L und 54R öffnen sich nicht nur nach hinten, sondern auch nach vorne. Die Teile müssen dementsprechend innen komplett geschwärzt werden
· Teile 54b und 55 erst nach den Flügeln montieren
»Zaphod« hat folgende Bilder angehängt:
  • kyushu-j7w1-shinden-02a.jpg
  • Kyushu-J7W1-Shinden-08a.jpg
  • Kyushu-J7W1-Shinden-16a.jpg
  • Kyushu-J7W1-Shinden-13a.jpg
  • Kyushu-J7W1-Shinden-03a.jpg

Zaphod

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Montag, 9. Januar 2006, 20:36

RE: Kyushu-J7W1-Shinden

und der Rest vom Baubericht ...


VI. Teile 56 - 67 (Tragflächen und Ruder) (141 Teile)

Ruder vorne (56-57) (2x 10 + 1 = 21 Teile)
· Teile nach den Tragflächen montieren
· wenn die detaillierte Ausführung gewählt wird, schließen die Teile 57RL hinten nicht. Es bleibt die Kante von 56 sichtbar. Hier empfiehlt es sich von 57 an einer Seite 1,5mm weniger abzuschneiden, dieser Überstand zu ritzen und nach hinten zu knicken, so dass ein Abschluss geschaffen wird.
· die kleinen rechteckigen Markierungen auf 57 unten ausstechen. Teile 57c so ausschneiden, dass sie einen Zapfen erhalten, an dem sie später in der Endmontage unten in die Teile 57 eingeschoben werden können. Auf verdoppeltem grauen Reservekarton vier kleine tropfenförmige Teile ausstechen, die unter 57c geklebt werden, Die Drahtschablone halte ich für zu dünn, ihren Knick konnte ich an Photos vom Original nicht entdecken, allerdings sind diese kleinen Teile auf den Photos auch schlecht auszumachen.
· Entweder klebt man die Ruder einfach fest, oder man muss als wz 5 einen gut biegsamen Kupferdraht nehmen, den man durch die Löcher im Rumpf fädelt und direkt beim Austritt so biegt, dass die Ruder die gleiche Höhe erhalten. Die Fehlkonstruktion der entsprechenden Rumpfsektion lässt die Löcher nämlich auf unterschiedlicher Höhe erscheinen.

Gerüst der Tragflächen (58-59) (2x19 = 34 Teile)
· soweit erforderlich mit Laschen verstärken
· Teile 58/59g anschrägen

Tragflächen (60-63, 72b, 74) (2x15 = 30 Teile)
· gute Passgenauigkeit, allerdings hätte man die Tragflächen auch in einem Stück fertigen können, die Teile 60 und 61 werden zudem stumpf aufeinandergeklebt, keinerlei Zapfen. Soweit es hier zu Ungenauigkeiten kommt, sollten diese nach Möglichkeit nach hinten geschoben werden, da hier später die Seitenruder alles kaschieren.
· die Radabdeckungen lassen sich glatt in die Lücke kleben. Damit ausreichend Klebefläche vorhanden ist, von einer Fotokopie das entsprechende Teil ausschneiden und hinterkleben. Ränder des hinterklebten Teils grau färben, desgleichen die -recht breite- Ritze zwischen 72b und 74
· die Höhenruder können ohne größeren Aufwand wie angegeben beweglich gemacht werden. Das System, den Draht in voller Länge eng mit einer Papierummantelung zu umgeben, verleiht diesem die erforderliche Schwergängigkeit.

Seitenruder (64-67) (2x 28 = 56 Teile)
· das sich öffnende „V“ in den Teilen 65RL hat gut 1mm Spiel beim Anpassen an die Tragfläche. Um den Seitenrudern mehr Halt zu geben, sollte das „V“ so ausgeschnitten werden, dass auf beiden Seiten ein schmaler Streifen Abfallkarton stehen bleibt. Dieser muss vorne eingefärbt werden.
· Teil 64a kann nach der Verstärkung nicht mehr wie angegeben geknickt werden. Anpassen und an den entsprechenden Stellen in insgesamt 4 Segmente zerlegen.
· die Räder 65d wurden hergestellt, indem Photokopien in 3%-Schritten von 101 bis 119% gefertigt, ausgeschnitten und aufeinandergeklebt wurden. Das Ganze wurde verschliffen und schwarz bemalt
· Teil 66 (Einlage für 67) sollte nur auf normalen Bastelkarton aufgeklebt werden.
· die rote Beschriftung an den Teilen 67 ist -wie Originalphotos zeigen- unten und außen
· Teile 67 und Räder erst anbringen, nachdem die Seitenruder montiert wurden


VII. Teile 21, 75-79 (Visier, Cockpithaube, Antennen, Pitot-Rohr) (16 Teile)
· innere und äußere Sektion der Cockpithaube auf dünnen Papier zu drucken, ist keine glückliche Lösung, wenn selbstgeschnittene Plastikkanzeln zum Einsatz kommen sollen. Der Vorzug liegt demgegenüber darin, dass das biegsame Papier leichter an den Plastikteilen festzukleben ist, da man es jeweils leicht und ohne es zu beschädigen, zum sektionsweisen Auftrag des Klebers stark zurückbiegen kann. Für das vordere Teil der Haube empfiehlt es sich das Plastik in drei Teile zu schneiden (L-Mitte-R).
· Das vordere und das mittlere Teil der Haube passen ausgesprochen schlecht aneinander. Zum einen bleibt reichlich schwarzes Feld sichtbar, wenn das vordere Teil so weit nach hinten versetzt wird, dass es Kontakt mit dem Mittelteil hat und zum anderen klafft unten auf beiden Seiten ein sich nach hinten erweiternder Spalt.
· Rückseite der Cockpitteile mit der jeweils anderen Farbe (graugrün / dunkelgrün) bemalen um Blitzer zu vermeiden




und noch ein paar Bilder
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  • Kyushu-J7W1-Shinden-04a.jpg
  • Kyushu-J7W1-Shinden-05a.jpg
  • Kyushu-J7W1-Shinden-26a.jpg

René Pinos

3,1415926535....

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Registrierungsdatum: 6. November 2005

Beruf: Indschinör

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Dienstag, 10. Januar 2006, 00:08

Hallo Zaphod,

eine wunderschön gebaute Kyushu J7W1 „Shinden”. Großes Kompliment und auch danke für die gute Baubeschreibung, steht ganz oben auf meiner Wunschliste und wird mir eine Hilfe sein.

Ich habe einmal daran gedacht dieses Flugzeug in 1:6 mit 22 cm3 mit RC zu bauen, hatte aber nur einen Bausatz in 1:48 von Hasegawa, der auch in der Form und Farbgebung dem Orlik Bausatz entspricht.

Ich hatte einmal über diese Maschine gelesen und da stand, daß zwei Exemplare noch 1945 nach USA transportiert wurden und heute bei der Smithonian Institution eingelagert sind. Im Februar 1988, noch ohne Internet, habe ich mich per Brief an die SI gewandt, ob es irgendwelche Unterlagen über die beiden Exemplare, die im Besitz der SI sind, erhältlich sind. Nach wenigen Wochen erhielt ich Probekopien sowie eine Preisliste und bestellte per Money Order für 15 USD alle erhältlichen Unterlagen.

Mitte April 1988 war ich dann im Besitz eines ca. 60 seitigen Handbuches das eigentlich keine Fragen offen ließ. Gebaut habe ich das Ding aus Zeitmangel bis heute nicht.

Trotzdem und glaube es mir, quält mich bis heute folgende Frage.

Alle verfügbaren Modelle und auch keines der Originalfotos, die ich kenne, haben den eigentümlichen Knick an der Unterseite des vorderen Rumpfes, vor dem Fahrwerk, wie es im Handbuch ausschließlich gezeigt wird. Ich vermute es handelt sich lediglich um frühe Bauzeichnungen die nicht mit den beiden Originale übereinstimmen.

Das Handbuch bezieht sich auf eine Spezifikation von "Sisei-Shinden, Keikaku-Setsumeisho. Kyushu Hikoki Kabushikikaisha, 7. Aug. 1944 (1 Jahr vor Kriegsende) und wurde durch die AAF im Juni 1946 übersetzt.

Viele Details der Shinden fanden sich in der Curtiss XP-55 wieder, die aber schlechter als der damalige Maßstab, die P-51 Mustang war.

Eine Frage sei erlaubt: Wo ist das Fahrwerk ?

Im ausgefahrenen Zustand steht es sehr hochbeinig da, bedingt durch den Heckpropeller mit 6 Blättern und einem Durchmesser von 3,4 Meter. Das Hauptfahwerk hat im Original ca. 2 Meter Länge.

Ich weiß noch mehr über dieses elegante Flugzeug, es war übrigens von Anfang an als Jet geplant. Die Bauart mit den Lufthutzen seitlich am Rumpf, verraten es.

Ich hoffe es interessiert Dich mein geschichtlicher Exkurs und immer weiter so.

Viele Grüße
René (Harrier) oder doch vielleich "Shinden" ??

PS.

Greift die Shinden da etwa eine B-24 Liberator von unten an ?
»René Pinos« hat folgende Bilder angehängt:
  • J7W-14s.jpg
  • COVER.jpg
  • RUMPF.jpg
  • RUMPF1.jpg
Die Phönizier haben das Geld erfunden, aber warum so wenig? (Johann Nestroy)

4

Dienstag, 10. Januar 2006, 01:21

Rene, an den Angriff auf die B-24 hab ich auch als erstes denken müssen ;-)

Zaphod,

einer Frage muß ich aber auch nachgehen: Was ist mit dem Fahrwerk? Bei einem Flieger mit 353 Teilen sollte das doch kein Luxus sein! Ansonsten schön gebaut, aber ich glaube im Bereich der Cockpithaume Probleme erkannt zu haben (3. Bild) - ich muß aber auch sagen, es war mir zu spät, jetzt den Baubericht durchzulesen und mit der Nummerierung der Teile kann ich mangels Bausatz auch nix anfangen. Wer den aber hat, der ist mit diesem Bericht SUPER bedient!

Besonders gut gefällt mir an diesem Modell, daß das Hauptfahrwerk anch vorne gewinkelt ist und an der Unterseite der Seitenruder Räder montiert sind, um zum Einen den maximalen Anstellwinkel bei Start und Landung zu gewährleisten und andererseits doch den Propeller schützen. Mich aundert allerdings, daß der Flieger die Stützräder im Flug nicht einzieht! Der aerodynamische Einfluß muß ja gewaltig sein (noch dazu, wo es 2 Räder sind)!!!

Maly hat der Shinden übrigens einen ähnlich alten Bogen wie meiner Pogo (1960) gewidmet.

Bin schon gespannt, mehr von Dir zu sehen!

Beste Grüße, Rutz

PS.: Das mit Druckporpeller und Jettriebwerk hat übrigens auch SAAB gemacht, mit der J21/ J21R, indem ein DB 605 gegen ein de Havilland Goblin-Triebwerk ausgetauscht wurde! Siehe hier (ist zwar azf Französisch, aber es geht mir mehr um die Bilder; sollte wer was daraus wissen wollen, kann ich auch gerne was übersetzen).
Gründungsmitglied der HobbyModel-Gang und Luft46-Gang

GreMir

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5

Dienstag, 10. Januar 2006, 04:11

This is one beautiful plane.
I especially like how the models are displayed :)
Michael Krol
www.gremirmodels.com

Zaphod

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6

Dienstag, 10. Januar 2006, 14:34

Hallo,

zunächst vielen Dank an alle für das Lob (erröt).

@Harrier
Die von dir beigefügten Zeichnungen sind erstaunlich, ich hätte nie dedacht, dass die drüben so einen tollen Service haben!
Die Shinden habe ich wegen ihrer ungewöhnlichen Form gebaut. Im Internet konnte mn einiges an Material finden. Dummerweise habe ich mir da nur Bilder geruntergeladen und die Adressen nicht vermerkt, denn auf einer Seite gab es die Möglichkeit, einen kurzen Film von einem Testflug einer Shinden herunterzuladen (bei meinem alten Modem wäre das aber eine Qual geworden).
Bilder gibt es erstaunlich viele.

@rutzes
Beim Cockpit gab es Probleme. Das vordere und das mittlere Teil der Haube passten schlecht aneinander..
Das eingezogene Fahrwerk hat zwei Gründe,einmal fand ich bei diesem Flieger die Form im Flug sehr viel eleganter. Das sehr langbeinige Fahrwerk nimmt der Maschine m.E. viel von seiner Schönheit.
Zu anderen leide ich -wie Viele von uns- unter akutem Platzmangel (wir haben Etagenwohnung, also nix mit Keller oder Dachboden, das Wohnzimmer ist für Papiermodelle gesperrt,bleibt nur mein Zimmer.). Daher habe ich mich schon länger entschlossen die Flieger mit eingezogenem Fahrwerk zu bauen und aufzuhängen.

Bis dann

Zaphod

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Zaphod« (10. Januar 2006, 14:37)


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