Posts by Zaphod

    Hallo Maxim,


    was die 10cm Geschütze angeht, zeigen die Pläne, dass deren Rohre jeweils ein Stück vor den Flaggstöcken enden:


     


    Der Sockel fällt ziemlich massiv aus, hier wäre zu überprüfen, ob die kleine Fassung vom Modell hinkommt.



    Hier einmal der Vergleich Modell und Plan für die 13,8er


     

    Beim Modell muss man daran denken, dass unten noch der Verkleidungsstreifen hinkommt. Aber oben scheint wirklich deutlich zu viel Luft zu sein.

    Auch Geschütze sind parallel entstanden und genau da ergibt sich ein großes Problem:


    Schon beim Bau kamen mir die 13,8cm Geschütze seltsam klein vor, die Rohre - gerade noch so zu rollen, die Gesamtgröße wenig beeindruckend z.B. gegenüber den 4,7cm Schnellfeuergeschützen.


    Eine Stellprobe auf der Massena zeigt: 13,8cm Lavoisier = 10cm Massena



    An Bug und Heck aufgestellt, wirken die 13,8cm Geschütze allerdings tatsächlich zu groß:


       



    Wenn ich allerdings die 10cm Geschütze der Lavoisier mit einer Kopie der von der Massena vergleiche, fällt der Größenunterschied sofort ins Auge:

     



    Im Vergleich von Original und Modell wirkten die 13,8cm Geschütze wie folgt:


       


    Man beachte beim Original das nur minimal über die Kante des Schwalbennestes nach Achtern herausragende Geschützrohr. Der Schild des Geschützes stößt fast an den Träger über ihm.


    Vergleicht man nun, sieht man, dass die Länge des Geschützrohrs wohl hinkommt -über die Frage des richtigen Durchmessers erlaube ich mir anhand dieser Bilder kein Urteil-, dass aber der Schild deutlich kleiner wirkt, da ist viel Luft nach oben (was natürlich auch daran liegen kann, dass der Träger beim Modell schmaler sein könnte).


    Ganz links übrigens ist beim Original ein kleiner geschwungener Sprung der Deckskante zu sehen, der bei Modell fehlt.

    Außerdem wird der Träger von 7-8 dreieckigen Konsolen gestützt.

    Und schließlich scheint man beim Original keinesweg durchblicken zu können, bei starker Vergrößerung würde ich da sogar auf Wände tippen.



    Was sollte jetzt geschehen?


    ganz neue, größere 13,8er bauen (wieviel größer?)


    13,8er mit größerem Schild neu bauen?


    die jetzigen 13,8 als 10er verwenden?


    leicht (wieviel?) verkleinerte 13,8er als 10er verwenden?


    Fragen über Fragen

    Teil 85a (kleine Anker (2x + = Teile)


    Anker: 2x +5 = 10


    Befestigungen:??


    Die beiden kleinen Anker fehlen im Bogen, es fanden die kleinen Anker der Chanzy Verwendung. Anders als die großen Anker hatten diese einen beweglichen Ankerstock, der in Ruhelage längs gestreckt nach unten zeigte und dabei den Anker ein gutes Stück überragte. Das andere Ende des Ankerstocks war um 90° gebogen und ging oben durch ein Loch im Ankerschaft. Eine
    Verdickung an seinem Ende verhinderte ein Durchrutschen des Ankerstocks.




    Es gab Befestigungen (aber eher keine Kettenenden), deren Art und Positionierung sich aus den mir vorliegenden Fotos leider nicht präzise entnehmen lässt:


    Wohl zwei Klammern oben und vielleicht eine dritte fast am Ende des Schafts




    Sehr scharfes Foto, leider ungünstige Perspektive (dafür perfektes BIld von diesem Rettungsgerät mit den drei baumelnden Rettungsringen):

    Teil 85 (Anker (3x +10 = 30 Teile)

    • Anker: 3x+6 = 18
    • Befestigung der Anker: 3x+4 = 12


    Zur Erinnerung, so sollten sie aussehen (allerdings in Schwarz):




    • Die „großen“ Anker sind viel zu schmächtig und somit unbrauchbar. Sie wurden durch die Anker der Chanzy ersetzt, die allerdings auf 90 % verkleinert und in der Länge außerdem um knapp 2mm gekürzt werden. Zum Glück lag mir ein sehr scharfes Foto vor, dem man die Länge der Anker gut entnehmen konnte.

       

    Die Originale - zu dünn Oben von der Chanzy - gutes Profil, aber zu lang


    Gekürzt und auf gut 1mm Stärke gebracht:



    • Die dreieckigen Teile, die an die Spitzen der Anker kommen, sind Auflagen, d.h. sie müssen innen auf die seitlichen Ausformungen der Anker geklebt werden. Fotos vom Original legen nahe, dass sie ziemlich dünn waren.
    • Die Ankerstöcke waren m.E. statisch. Sie sind insgesamt 1,4cm lang. Gefertigt wurden sie aus 0,5mm Polysterolstäbchen, auf deren Enden die runden Verdickungen mit Weißleim aufgetropft wurden.

    Die aufgetropften Enden am Ankerstock trocknen:


    Fertig - bis auf die Ketten:


     


    Der hintere Anker an Steuerbord wies keinen Ankerstock auf.


    • War der Anker nicht mit der Ankerkette verbunden, so wies sein Kopf ein bis zu knapp halber Länge des Ankers herunterragendes Kettenende auf, das an einer massiven Öse befestigt war, die ganz oben durch den Ankerstock ging.

      



    Befestigung

    • Die Anker ruhten auf einer auf der Bordwand angebrachten T-förmigen Auflage. Sind die Anker allerdings an ihrem Platz, ist diese praktisch unsichtbar, ich werde deshalb wohl eher auf sie verzichten.


    • Die jeweils vorderen Anker, die noch im Bereich der Back an der Außenhaut befestigt waren, wiesen vier Halterungen auf: Zwei mittig unter dem Anker, eine einem Fußpeerd ähnelnde Klammer sowie eine schmale Klammer.


    Angebracht werden die Anker und ihre Befestugungen erst in der Endmontage. Zum einen müssen die Ankerstöcke durch die Reling gesteckt werden -und diese montiere ich lieben auch erst sehr spät- und zum anderen könnten sie nur allzu leicht wieder abgerissen werden.


    So bleibt noch Bedenkzeit, ob ich die T-förmigen Unterlagen anbringe.

    Teil 83 (4 + 24 = 28 Teile)


    Es hat gedauert, viele kleine Baugruppen waren und sind noch zu bewältigen und parallel zu den Ankerkränen und Ankern

    sind die Beiboote entstanden.



    Die Ankerkräne müssen erheblich umkonstruiert werden, wenn sie dem Original nahekommen sollen. Einfach die Teile 83 aufeinander zu kleben, würde einen viel zu schmalen Ankerkran ergeben. Außerdem hatten die Kräne innen und außen ein Blech aufgenietet, das ihnen ein H-förmiges Profil verleiht.


    Hier die Teile des Bogens. Die Rolle auf dem Rücken musste auch abgetrennt werden.


    Der erste Schritt ist geschafft. Vielleicht sollten die zusätzlichen Bleche nicht so weit vorstehen:




    Die Kabelführung muss wie folgt verlaufen: ein Kabel von der Rolle am Ende des Krans zur Rolle auf dessen Rücken und von da nahezu senkrecht in den Kran. Die Querschnitte in den Plänen zeigen dies übrigens deutlich, das Kabel läuft im Inneren des Krans ein Deck tiefer, wo seine Motorwinde steht.



    Von der Rolle am Ende des Krans laufen zwei Kabel zu einer schwarzen Rolle. Wenn ich es richtig ausmachen kann, hatte diese drei Streben, außerdem in der unteren Hälfte ein T-förmiges Band.

    An dieser schwarzen Rolle war wiederum ein großer, spitz zulaufender Haken befestigt, mit der Anker oder die Ankerkette ausgesetzt wurde.


    Hier noch einmal das beste Foto eines der Ankerkräne:



    Für die schwarze Rolle fand sich ein passendes Saemannsches Ätzteil und der Haken entstand aus einer ausgedruckten und passend verkleinerten Kopie der Planzeichnungen, die auf zwei Schichten Bastelkarton geklebt wurde.


    So sieht dass das Resultat aus:


     

    Hallo Wiwo,


    meinen Glückwunsch zur Fertigstellung dieses einzigartigen Vogels.


    Beim Betrachten kann ich mich nicht festlegen was ich am meisten bewundere, das perfekt ausbalancierte höchst filigrane Höhen- und Seitenruder, den schick gesuperten Motor oder die ebenfalls ausgesprochen filigrane Verbindung zwischen unterer und oberere Tragfläche inklusive der umfangreichen Verspannung.


    Ja, das ist ein Blickfang, wie man ihn selten sieht, ein Modell von Museumsqualität !


    VG


    Zaphod

    Hallo Wiwo,


    vielen Dank für die Erklärung !


    Das Ergebnis überzeugt, die Fäden sind alle perfekt gespannt und die Streben sehen ausgezeichnet aus. Vor allem die Ballung am Flügelende stelle ich mir äußerst schwer zu montieren vor.


    VG


    Zaphod

    Hallo Wiwo,


    das sieht astrein aus !


    Wie hast Du die Fäden an der oberen Tragfläche befestigt, bevor Du die nach unten gespannt hast?


    Im Hintergrund noch LA vs SF bevor die 49ers den turnaround schafften.


    VG

    Zaphod

    Hallo Wiwo,


    ein großartiges Ergebnis, von Dir wie gewohnt gekonnt und mit viel Liebe zum Detail umgesetzt.


    Die Britannia neben der Hohenzollern, das möchte ich einmal sehen.

    VG

    Zaphod

    PS

    Jetzt weiß ich, warum die drei Masten braucht - sonst könnte man nicht alle unverzichtbaren Flaggen zeigen.

    Zu den kleinen Ankern sind die Bilder spärlicher, aber immerhin, Einiges lässt sich sagen:


    Hier gibt es den beweglichen Ankerstock, er ragt unten ein gutes Stück über den Anker hinaus

    Und auch die Platzierung ist gut ersichtlich: Zwischen der 4. und 5. Luke vom 13,8er Schwalbennest aus gezählt, ziemlich mittig der Wante des achteren Mastes

    Außerdem kann man klar erkennen, dass die Spitzen AUF den Auslegern sitzen, nicht unter diesen


    Hier kann man gut erkennen, in welcher Höhe der Anker fixiert ist.


    Und hier kann man m.E. oben den 90°-Knick im Ankerstock sehen

    Auch die Spitzen werden in ihrer Form recht gut sichtbar.



    Damit sollte sich etwas anfangen lassen, wahrscheinlich ist es sinnvoll, die Anker erst nach der Montage der Reling anzubringen.

    Der nächste Schritt vor dem sich ein Blick in Fotos und Pläne empfiehlt, sind Ankerkräne und Anker.


    Der Bogen bietet hier sehr schlichte Teile:


     



    Hier Teile von Orels "Lavoisier" und der Chanzy:





    Nun zum Original, zuerst ein Ausschnitt aus einem ausgezeichneten Foto von der Galilee, das Renaud mir kürzlich zusandte:

    Die großen Anker vorne hatten ihre Ruheposition an der Bordwand, hier an Steuerbord ganz am Ende der Back:


    M.E. kommen hier am ehsten die Anker von der Chanzy hin, beim Orel-Modell sind die Ausleger zu kurz und die vom Original sind zu schmächtig.

    Der Anker selbst wird mit zwei Bügeln an der Bordwand fixiert - vielleicht lässt sich der größere mit einem Steigeisen simulieren, der kleinere eher mit dünnem Draht, ggf. zur Verankerung winzige Löcher in die Bordwand bohren.

    Der Ankerstock ist noch die starre alte Sorte, er ist nicht an einem Ende gebogen, so dass man ihn beiklappen kann, deswegen sitzt der Anker ja auch in dieser Position: Der Ankerstock muss auf dem Backdeck aufliegen können (1A Stolperfalle)

    Auch ist der Ankerstock von ordentlicher Dichte, 0,5mm Draht dürften es auf jeden Fall sein und an seinen Enden werden die Knubbel mit Weißleim aufgetropft werden müssen.

    Oben aus der Öse des Ankers kommt ein kurzes Stück Ankerkette, hier wurde wohl die eigentliche Ankerkette angeschäkelt.

    Auffallend ist moch die Ankerkette, die aus der vorderen Ankerklüse kommt. An Steuerbord hatten lavoisier und Galilee nur einen Anker. Auf dem Foto verschwindet die Kette im Wasser, eine Festmachtonne ist nicht zu sehen.


    Legt das erste Foto nahe, dass der Anker weiß sein soll, so zeigt gleich das nächste, dass Schwarz auch eine Option ist:


    Optisch bietet dieses Bild sonst kaum neue Erkenntnisse, außer dass die Spitzen an den Auslegern des Ankers recht lang waren.

    Erkennbar auch die Gatling auf der Back.


    Der Blick nach Backbord:

    Zwei Anker, der vordere in exakt derselben Position wie an Steuerbord, der hintere dagegen in Relation zum Deck deutlich höher hängend. Bei diesem kann ich den Ankerstock nicht ausmachen, er scheint zu fehlen.





    Nun zu den Ankerkränen:


    Ein sehr brauchbarer Ausschnitt aus einem ausgesprochen scharfen Foto.


    Sichtbar werden:

    1) Das Rad mit den kreuzförmigen Streben, an dem der monströse Haken hängt, mit dem der Anker gefasst wurde. Ersteres lässt sich sicher aus einem Laserteil nachbilden, letzterer wohl am besten aus Draht.

    2) Der eigentliche Kran bestand nicht nur aus dem gebogenen Teil, sondern hatte um 90° versetzt sich verjüngende Profile innen und außen

    3) Um den Haken in der gewünschten Ruheposition zu halten, wurde einfach ein Kabel mehrfach um die Rolle auf dem Kran geschlungen

    4) Das Kabel des Krans verscheindet knapp hinter der umwickelten Rolle im Kran, der selber ein recht mächtiges Profil hat.


    Das folgende Bild klärt dann die vorletzte Frage zu den Ankerkränen:



    Die Rolle auf dem Ankerkran ist recht schmal. Wenn man genau hinsieht erkennt man auch hier, dass das Kabel direkt hinter der Rolle im Kran verschwindet.


    Und der -leider nicht sehr gute- Ausschnitt aus einer Planzeichnung zeigt das Ganze im Querschnitt:


    Diese trägt auch etwas zur letzten offenen Frage bei, dem Sockel des Ankerkrans, offensichtlich eine Art Kragen auf einer kleinen Plattform - nicht leicht nachzubilden, zumal der Kran ja einen rechteckigen und keinen runden Grundriss hat.


    Was jetzt noch zu klären bleibt: Wieso sind keine kleinen Anker beigegeben? Bei Modell von Orel sind es deren zwei, die hinten außenbords in Höhe der Poller hängen.

    Was fehlt noch?


    Knapp hinter der Brücke befanden sich zwei Winden, die im Bogen fehlen. Das Modell von Orel hat sie, doch die fallen schlicht aus. Stattdessen wurde zu Teil 125 der 1/250 Chanzy gegriffen, dessen Detaillierung mich allerdings an die Grenze meiner Möglichkeiten führte (und bei so einem schwarzen Teil kann man die ganze Herrlichkeit auch nur erahnen)


    Hier zunächst nur das Bild aus der Ableitung der Chanzy:



    In den nächsten Schritten folgt noch ein Lüfter auf der Back (Teil 82), dann die Ankerkräne (Teil 83), zu denen es einige sehr gute Fotoausschnitte vom Original gibt und anschließend die Anker selber (Teil 85) - eines vorweg, die Anker des Bogens sind mir viel zu schmal.


    Die Silhouette der Lavoisier wird dann mit den oberen Teilen der Schornsteine (Teile 87 und 88) sowie den Masten (Teile 89-91) komplettiert, bevor dann Beiboote mit Davids und die Geschütze die letzten großen Baugruppen bilden.

    Zum Kompass noch einige Bilder aus der Entstehung:

     



    Die doch recht schlichte Ankerwinde wurde durch das Teil der Chanzy ersetzt.

     


    Einige abschließende Bilder der fertigen Brücke:


     



     



     


    Die Ankerwinde vielleicht etwas zu groß und nicht ganz gerade geworden, insgesamt aber bin ich mit der Baustufe recht zufrieden.

    Jetzt kam die Brück auf den Lüfter 70 und dann ging es an die Stützen:

       


    Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich noch nicht für die Verstrebungen unter der Brücke entschieden, ansonsten hätten diese auf jeden Fall vorgezogen werden müssen.


    Nun war es Zeit für die beiden Niedergänge zur Brücke. Sie mussten recht schmal ausfallen, weil der Montagepunkt oben entsprechend schmal ist. Die Seitenwangen entstanden aus passend abgelängten HMV-Lasercuts, aus denen die Durchzüge entfernt wurden.

     


    Jetzt erst kamen die vier Lochbleche ins Spiel, die vom Orelmodell übernommen wurden. Sie reichen nicht bis an den Rand der Brücke, da ich aber nicht genau ersehen konnte, wie sie verliefen, habe ich es dabei belassen. Die Positionierung war gelinde gesagt kniffelig, Stützen und Niedergang hätten nicht vorher montiert werden dürfen.

       

    Ersten Bild: gelochte Bleche und seitliche Stützen. Die Position erfolgte gemäß Tigers Vorschlag.


    So sieht es dann mit allen Stützen und Niedergängen sowie Lüftern und der Ankerwinde aus, an der Seite das Positionslicht, oben thront der Kompass, dessen goldener Kopf aufgetropft wurde:

     

    Außerdem sind noch vier Kästen teilweise unbekannter Funktion zu erstellen:


    Ihre Position: hinter und neben dem vorderen Schornstein:


    Die quadratischen Kästen waren wohl Staukästen, jedenfalls weisen sie beim Orelmodell Türen auf.


    Die Kästen an der Seite sind an ihrer unteren kante zu hoch. Sie mussten wieder geöffnet und unten um ca. 1mm beschnitten werden.

       


    Am Ende Deckel drauf:

     

    Bevor aber die Brücke montiert werden kann, muss der sonst nicht mehr zugängliche Doppelniedergang fertiggestellt werden:


    Hier sind schon die beiden Niedergänge montiert. In der Grabbelkiste fanden sich noch Relingstücke mit breiter Kante:


       



    Die Reling abgeschlossen:


    Und dann noch das Gerüst für die Persenning, für das wieder eine Kopie eines Teils der Chanzy herhalten musste:

       



    Und so sieht es mit aufgelegter Brücke aus:

    Die Reling mit braunem Geländer und außen einer Persenning (Zigarettenpapier eingefärbt):

     


     



    Und montiert:


       


    Die Reling um den Kompaß oben auf dem Brückenhaus wurde aus einem Lasercutteil rund und geschlossen ausgeführt, dies entspricht den meisten Fotografien vom Original. Hier ist sie nur aufgelegt, sie sollte ganz zum Schluss montiert werden.

    Teile 68-81 (Brücke und umgebende Kleinteile (45 + 84 = 129 Teile)


    Nach den vielen Vorüberlegungen nun zur Brücke.


    Stabilisierung

    Um eine stabilere Verklebung mit dem Deck bzw. der Brücke (71) zu gewährleisten, wurden in die Teile 70, 73 und 75 Profile eingeklebt.

      


    Unterschiede zum Original

    Der Panzerstand (73) wies nicht 3 lange Sehschlitze auf, sondern viele kleine, ggf. sogar rundum. Aus Stabilitätsgründen habe ich hier keine Änderung vorgenommen


        



    Fotos vom Original zeigen m.E. dass der Panzerstand 73 und der Steuerstand 74 miteinander verbunden waren. Auf jeden Fall macht der schmale Spalt, den das Modell aufweist, keinen Sinn.


    Es gelang ein entsprechender Umbau, der dem Original einigermaßen nahe kommt.


     




    Hallo Daniel,


    eine große Klippe gekonnt umschifft ! Die Cowling kann sich sehen lassen.


    Die MG-Kanäle sind auch vorperforiert schwer exakt zu schneiden:



    Die Zylinder habe ich bei meiner Halinski-Zero (die weiße) als schwer zu formen empfunden.


        

    Naja, sieht man nachher zum Glück kaum.



    Interessant, dass bei deiner Zero der Kühler oben eingefügt war, bei meiner klebte er unten an der Cowling - da haben die Japaner seinerzeit von Modell zu Modell kleine Verbesserungen vorgenommen.




    VG


    Zaphod

    Hallo Axel,


    zunächst herzlichen Glückwunsch ! Du hast aus dem alten Bogen ein optisch ansprechendes Ergebnis herausgeholt !


    Meine 1990er / frühe 00er Erfahrungen mit Flugzeugmodellen polnischer Provenienz waren ähnlich: Black Widow, Go-229 und B-24 = reihenweise auch basale Konstruktionsfehler, Segment-an-Segment-Bauweise mit in der Regel unrunden Übergängen, grobe Sprünge bei der Linienführung zwischen den Segmenten, rätselhafte Anleitungen (der Kinnturm der B-24 - ein Mysterium) und Cockpitsegmente, die fast prinzipiell nicht zusammenpassten. Da habe ich Improvisieren gelernt, ähnlich wie Du es beschreibst (hatte leider seinerzeit den Weißleim noch nicht entdeckt). Profilteile musste ich oft zwischen 90 und 105% skaliert kopieren, um Passendes zu bekommen. Bei der B-24 hat sich das massiv auf die Motivation ausgewirkt, ein gutes halbes Jahr habe ich an der herumgewerkelt.


    Aber: Fertig sahen und sehen die Flieger gut aus (Ausnahme: eine frühe Val von GPM, die wurde dann von mir und Sohnemann abgeschossen), leider verblassen manche Farben (Rot !) sehr stark.


    Und außerdem gab es dazwischen echte Highlights: Betty und HE-111von GPM (Grzelczak) passten prima, die erste ME-109E von Halinski auch und die zivile Vickers Vimy (Konstrukteur Oles) hatte zwar primitivste Farben (schreiend gelb), war aber ohne Weiteres hinzubekommen.


    Nach 2000 konnte man bald auf immer detailliertere und sauber konstruierte Halinskis zurückgreifen, die Flieger von MM sind m.W. trotz geringer Detaillierung seit den späten 1990er Jahren passgenau gewesen (vor allem wenn der Konstrukteur Mistewicz war), Orlik alldings setzte die Tradition der Seuchenvögel mit manchem Modell fort.


    Bei Schiffen waren meine Erfahrungen übrigens ähnlich. Nach der SMS Scharnhorst war ich mit JSC prinzipiell fertig, zum Glück dann doh noch die Wien versucht und dann deren KuK-Modelle gebaut, mit denen man gut fertig werden konnte.


    Bei Deiner Kate fiel mir noch eine Sache auf:

    Kann es sein, dass die Segmente aus der schwarzen Scheibe beim Motor nicht ausgeschnitten werden sollten? Dann hätte man hier die Halbzylinder draufkleben können - übrigens eine Konstuktionsidee, mit der man einen plastischen Motor ziemlich gut simulieren kann, m.E. sogar besser, als 300-500 Teile in einen Motor zu versenken, von denen man nachher die allermeisten nicht mehr sehen kann.



    Vielen Dank für Deinen anregenden Baubericht !

    Zaphod

    Noch einmal zu Frage der Stützbalken und Lochbleche im Bereich der Brücke.


    Fotos helfen leider nicht weiter, die meisten sind hier verschattet.


    Was sagen die Pläne?


    Stützbalken an den Ecken des Lüfters - leider nicht zu erkennen, ob sie im rechten Winkel oder im Winkel von 45° vom Lüfter abstehen:


    Die schmale Linie im Übergang zum Lüfter würde ich so deuten, dass hier ein weiteres Blech im rechten Winkel an der Stütze befestigt ist, so dass eine T-Form entsteht. Würde sich allerdings optisch merkwürdig machen, da dieses Blech dann an mindestens einer Seite des Lüfters überstehen müsste


    Noch einmal zum Vergleich das beste Foto:



    Könnte es sein, dass in der hinteren Ecke vom Lüfter zwei Stützen angebracht waren, die im rechten Winkel zueinander stehen?


    Nächste Planskizze:


    Das sieht mehr nach einer Stütze vorne und einer Konsole hinten aus - aber die Zeichnungen müssen nicht zu 100% stimmen. Mir sind bislang schon einige Abweichungen zwoschen den Plänen und den fertigen Schiffen aufgefallen.




    Dritte Zeichnung:


    Keine Stützen erkennbar, dagegen die Lochbleche - aber es bleibt unklar, wie diese verliefen.




    Vierte Zeichnung (Blick vom Heck):



    Das sieht auch wieder nur nach Konsolen aus, keine Hinweise auf die Lochbleche.



    Wie soll man das umsetzen?


    Die Lochbleche lasse ich wohl weg. Es ist nicht festzulegen, wo sie unter der Brücke verliefen. Das Modell von Orel sieht sie in Verlängerung des Lüfters, d.h. sie beginnen jeweils in einer seiner Ecken und verlaufen parallel zur Schiffsachse.

    Wenn dem so wäre, würden sie mit den Köpfen der Stützen kollidieren, wenn es zwei Stützen in jeder Ecke gäbe.

    Vereinbar wären Lochbleche und Stützen nur, wenn es nur vier Stützen gäbe, die jeweils nach außen zeigten.


    Wie man sieht, ist auch die Frage der Stützen nicht eindeutig zu klären. Auch hier wäre das Weglassen zu erwägen.