Posts by Axel Huppers

    Die Nr. 24, MOLOTOV „UV-Varnish matt“, überraschte dann wieder angenehm. Zuerst einmal war der Druck in der Dose nicht so hoch, als dass Bogen oder Teile davon hätten wegfliegen können. Dazu war diese Dose mit einem besonders raffinierten Sprühknopf ausgestattet: Der austretende Strahl wurde zu einer regelrecht flachen Sprühnebelwand geformt. Dadurch gibt es auch nur eine Bewegung, wie man sprühen kann, von rechts nach links oder umgekehrt. Ein Sprühen von oben nach unten oder wildes herumnebeln werden dadurch verhindert, der Benutzer wird sozusagen geradezu genötigt, die optimale Sprühhaltung einzunehmen. Sehr gelungen! Der Trocknungsprozess fand sehr schnell statt, und die Geruchsentwicklung war erträglich gering.


    Bei den ersten Durchgängen bekam ich dann jedoch einen Schrecken! Enorme Ausblühungen! Doch nach dem zweiten Sprühdurchgang verschwanden diese Ausblühungen sowohl auf dem Tintenstrahler- als auch dem Offsetdruck wieder vollständig. Sowohl bei den Offsetdrucken als auch den Tintenstrahlerausdrucken wurde nichts angelöst, und es bildete sich eine feine, jedoch auch zu sehende und natürlich zu erfühlende Oberfläche. Dieses Material entspricht am ehesten noch dem alten MARABU „UV-Lack Matt“, wie ich ihn von vor einigen Jahren her kannte.


    Der Belastungstest brachte dann jedoch eine Enttäuschung: Feuchtigkeit und wasserbasierende Klebstoffe ließen sich leicht entfernen und hinterließen keine Spuren. Doch UHU "Kraft" und UHU "Flinke Flasche" zerstörten die Oberfläche und hinterließen hässliche Flecken.


    Fazit: Als Abschlusslackierung für denjenigen Modellbauer geeignet, der sein Modell nicht vor dem Zusammenbau sondern erst nach der Fertigstellung lackieren möchte und die wahre Alternative zu dem MARABU UV-Matt.


      


      

    Weiter geht´s mit Sprühdose Nr. 23, im Fazit auch ein Irrläufer. Von der Firma GOLDEN ARTISTS COLORS „Matt Archival Firnis“. Die ersten Versuche auf den Offsetdrucken sahen noch ganz vielversprechend aus. Doch bei dem Bogen mit dem blauen Bugattirumpf, meinem Tintenstrahlstandarttestbogen, offenbarte sich dann der unangenehme Effekt: es kam zu Ausblühungen über die gesamte Fläche des Bogens. Dazu stank dieses Material erbärmlich, und die Trockenzeit war sehr lang. Und ein letztes Manko war der hohe Druck, unter welchem der Sprühstrahl austrat. Was zu klein und zu leicht ist, wird davongeblasen! Daher leider nicht als brauchbar eingestuft.


      


      

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    Meine Güte, Axel, bei Dir zuhause muss es ja inzwischen fast wie in einem Malergeschäft aussehen!

    Klasse, welche Arbeit Du Dir machst, von der wir gegebenenfalls alle profitieren können.

    Hallo Helmut,


    stimmt, ich schwimme geradezu in Sprühdosen. Allerdings wird es auch Zeit, zu einem finalen Resultat zu kommen. Ich selber habe durch diese ganzen Experimente jetzt folgendes gelernt: Da sind die "Fixative", die für unsere Zwecke kaum etwas taugen. Marco Scheloske hat es in seinem Beitrag ja so schön beschrieben:

    Quote

    Ein Fixativ kann nicht wie gewünscht funktionieren. Ein Fixativ ist dazu gedacht, ein trocken aufgebrachtes Pigment, wie z.B. bei Bleistiftzeichnungen, trockenen Aquarellstiftzeichnungen, Pastellkreidezeichnungen etc., anzufeuchten und leicht anzulösen, so dass es in den Maluntergrund einziehen kann und nicht nur auf dessen Oberfläche liegt. Nach dem Wegschlagen in den Untergrund (im Gegensatz zu Lack SOLL ein Fixativ in den Untergrund möglichst komplett einziehen) haftet es besser und ist dadurch abriebfester.

    Dazu gibt es auch einen Beitrag bei wikipedia:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Fixativ


    Und dann sind da allerdings noch die "Firnisse", sie arbeiten wohl nach einem ganz anderen Prinzip. Und hier haben sich einige Kandidaten gefunden, die gar nicht so schlechte Resultate brachten.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Firnis


    Vielleicht werde ich diese Testreihe irgendwann noch einmal um diverse Firnis-Sprühdosen erweitern. Im Moment jedoch schwindet deutlich meine Lust dazu... ^^

    Hallo!


    Die nächsten Testkandidaten waren:

    • 20. SENNELIER Latour
    • 21. LASCAUX Fixative
    • 22. SENNELIER D´Artigny

    Und leider mit leichten Varianten immer die gleichen Probleme: die ersten Schichten wurden vollständig absorbiert, erzeugten jedoch keinen festen Film und keine stabile Oberfläche. Erst nach viel und dauerhaften Sprühen entstand ein leicht fleckiger Lackfilm, der jedoch den Karton wellte und dennoch feuchtigkeitsempfindlich blieb. Rieb ich dann gründlich über die feuchte Stelle, löste sich die Farbe sowohl bei den Offset- als auch den Tintenstrahlerausdrucken wieder ab.


      





    Also, es ist schon fast so, wie Marco es in einem Beitrag weiter oben beschrieb: Fixative sind für unsere Zwecke grundsätzlich wohl eher nicht geeignet. Oder nur als Basis, um mit einer zweiten wirklichen Lackdose noch einmal nachzuarbeiten.


    Schade!


    Frohe Pfingsten.


    Axel

    Weiter mit Sprühdose Nr. 18, von der Firma TALES „Konzentriertes Fixativ 064“. Und direkt im Anschluss Nr. 19 von der Firma DELACROIX „Fixative“. Leider zeigte beide Fixative die Reaktionen, die schon öfter zuvor bei anderen Produkten aufgetreten waren: die ersten Schichten wurden vollständig absorbiert, erzeugten jedoch keinen festen Film und keine stabile Oberfläche. Erst nach viel und dauerhaften Sprühen entstand ein Lackfilm, der jedoch den Karton wellte und dennoch feuchtigkeitsempfindlich blieb. Leider also beide ungeeignet.



      


      

    Die nächste Sprühdose, somit Testkandidat Nr. 17: MARABU „Fixativ“. Nach den starken Geruchsbelästigungen der zuvor getesteten Sprühdosen fast eine Wohltat. Leider jedoch ohne beeindruckende Ergebnisse. Es dauerte viele intensive Sprühgänge, bis sich mal eine gewisse Sättigung von Karton einstellte. Dabei entstand dann leider auch eine deutliche Wellung des Modellbaubogens und die Oberfläche wurde mit einem leicht glänzenden Film überzogen. Zur Imitation eines Hochglanzlackes vielleicht noch bedingt geeignet. Ein weiteres Manko war auch der sehr hohe Verbrauch: um einen A4-Modellbaubogen sättigend zu behandeln verbrauchte ich mehr als die Hälfte eine Dose.


      

    Weiter geht’s bei „Sprüh mal mit“, wir kommen nun zum nächsten Schritt…


    Nun habe ich drei Sprühdosen von der Firma „Schmincke“ in rascher Reihenfolge unter die Lupe genommen. Es handelte sich um;

    • Schmincke Matt Firnis mit der Endnummer 584
    • Schmincke Neutral Film mit der Endnummer 410
    • Schmincke Universal Firnis mit der Endnummer 594

    Alle diese Sprühdosen brachten ein überraschend gutes Ergebnis. Sie waren leicht zu handhaben, hatten keinen zu hohen Druck und selbst wenn man wenig zimperlich in kurzen Abständen eine große Menge auftrug wurde alles aufgenommen und die Oberfläche blieb matt. Wohl zeigte sich bei „Schmincke Matt Firnis 584“ und „Schmincke Neutral 410“ dann der Effekt, das dünner Karton begann, transparent zu werden. Doch es entstanden keine Flecken oder Ausblühungen.


    Am besten aus diesem Trio schnitt „Schmincke Universal Firnis 594“ ab. Es entstand eine optisch nicht zu erkennende, aber noch zu erfühlende Lackoberfläche. Der Karton blieb geschmeidig, nichts wellte sich und es entstanden keine Ausblühungen oder Flecken. Auch wurde recht dünner Karton nicht etwas transparenter wie bei den beiden anderen Sorten. Also eigentlich das fast perfekte Resultat. Die so behandelten Bogen waren resistent, Klebstoffe ließen sich wieder entfernen, Aquarellstifte wieder abwischen. Ich konnte bequem mit einem feuchten Tuch über die Bogen wischen, kein Abrieb trübte mehr das Bild. Wohl ist bei der Verarbeitung darauf zu achten, dass in den Sprühdurchgängen nicht zu viel mit einem Schlag aufgetragen wird. Dann weicht der Karton nämlich vollständig durch und es kann zur Folge haben, dass er sich beim Trockenen mit dem ebenfalls benetzten Untergrund verklebt.


    Doch wo Licht ist, ist leider auch Schatten. Und in diesen Fällen die Geruchsbelastung und die lange Trockenzeit. Es dauerte leider bis zu fünf Stunden (!), ehe die Lackschichten vollständig aufgetrocknet waren. Und leider stanken alle drei Lacke erbärmlich. Durch die lange Trockenzeit war auch die Geruchsbelastung dementsprechend lang. Nun stand mir zum Glück für die Lackierarbeiten eine verwaiste Autolackierhalle zur Verfügung. Ich stelle es mir persönlich jedoch ausgesprochen schwierig vor, mit diesen Sprühdosen in einem Mehrfamilienhaus im Keller zu arbeiten. Anschließend hätte man in der Nachbarschaft sicherlich viele Freunde…


    Fazit: „Schmincke Universal Firnis“ mit der Endnummer 594 hat bislang von allen getesteten Dosen das beste Ergebnis geliefert.


      


      


      

    Läßt sich nach der Behandlung der Bogen noch mit was anderem als Lösungsmittelkleber kleben?

    Hallo,


    im Grunde kann weiterhin mit allen bekannten Klebstoffen gearbeitet werden. Allerdings bleibt die Festigkeit dabei etwas auf der Strecke, da nun die Klebstoffe nicht mehr wie gewohnt in die Poren des Kartons einziehen können. Somit erreicht man nur noch oberflächliche Verbindungen. Da Kartonmodelle eigentlich aber keinen großen Belastungen ausgesetzt werden sollten meiner persönlichen Meinung nach verschmerzbar.


    Man könnte dies sogar als Vorteil deuten: Hat man sich geirrt, können geklebte Verbindungen leichter wieder gelöst werden, und die gedruckten Oberflächen werden beim Lösen nicht so sehr in Mitleidenschaft gezogen.


    Wer jedoch stabile Verbindungen wie aus dem Holzmodellbau mit Leim anstrebt sollte seine Modellbaubogen vor dem Bau besser nicht lackieren.

    Hallo Andreas,


    für deine Vorgehensweise ist dieser Lack ideal. Und es stimmt, die Farben werden etwas brillanter und kräftiger. Ein sehr angenehmer Effekt! Wer sein fertiges Modell einfach nur leicht schützen möchte ist mit dem "Sprühfilm" von LUKAS sicher sehr gut bedient.


    Mein Ziel ist es jedoch, vor dem Bau auf dem Modellbaubogen eine Oberfläche zu erzeugen die den Bogen resistent macht gegen Feuchtigkeit, Schmutz, diverse Klebstoffe und ausgerutsche Aquarellfarbe. Dazu soll der Bogen dann jedoch eine Oberfläche behalten, die eine fast normale Verarbeitung wie bei einem unbehandelten Bogen möglicht macht. Man soll die Lackschicht fühlen, jedoch nicht sehen können.


    Gewissermaßen eine eierlegende Wollmilchsau. Doch es scheint, dieser Spagat ist nicht unmöglich. Die gerade von mir in die Mangel genommenen weiteren Sprühdosen von "Schmincke" versprechen in eine gute Richtung zu gehen. Und ich hoffe, in nicht zu ferner Zukunft dazu hier etwas schreiben zu können.


    Viele Grüße


    Axel

    Und weiter geht es hier mit Nr. 13, dem „Sprühfilm“ aus dem Hause LUKAS. Das Ergebnis überzeugte auch nicht so recht. Zwar bildete sich nach drei intensiven Sprühgängen eine resistente Oberfläche, beständig gegen Klebstoffe, Feuchtigkeit und Farben, doch war diese sehr rau. Insgesamt erzielte ich dreimal diesen Effekt sowohl auf Offset- als auch Tintenstrahlerausdrucken. Erklären konnte ich mir dieses Phänomen der rauen Oberfläche nicht. Möglicherweise hätten weitere Sprühdurchgänge wieder eine glatte Oberfläche erzeugt. Dann wäre jedoch wahrscheinlich eine solch dicke Lackschicht entstanden, dass die Verarbeitung des Kartonbogens unmöglich geworden wäre. Theoretisch denkbar wäre, zuerst nur mit den wenigen Sprühdurchgängen zu arbeiten, das Modell dann zu bauen, und anschließend das fertig gebaute Modell noch so lange zu lackieren, bis wieder eine glatte Oberfläche entstanden sein könnte. Diesen Test werde ich mir aber hier ersparen. Für mich persönlich ist „Sprühfilm“ von LUKAS kein optimales Produkt.



      

    Hallo,


    nachdem Jürgen Henry den Bilderreigen schon mit vielen Detailfotos von Modellen eröffnet hat möchte ich nun nur noch einige wenige Fotos beisteuern, die einen Überblick über die Ausstellungsräume geben.


    schnecke: Uwe, wie viele Leute in die Räume dürfen kann ich nicht sagen. Es ist eine Einbahnstraße eingerichtet worden, so dass die Besucher sich nicht zu oft entgegengekommen sollten. Innerhalb der Räume besteht Maskenpflicht. Dazu die üblichen Abstandsregeln.


    Viele Grüße


    Axel


      

    Da ich aber nun mal die weiteren Sprühdosen gekauft habe gehen die Experimente auch erst mal weiter. Auch wenn ich schon jetzt eine sehr brauchbare Lösung gefunden zu haben glaube. Die Testkandidaten Nr. 11 und 12 waren Fixative von „Gerstaecker“ und „Caran D’Ache“. Beide beeindruckten mich nicht wirklich, sondern zeigten die üblichen Verhaltensweisen: Trug man sie zu dick auf, lösten sie die Offsetdrucke an, und selbst nach drei Sprühlagen blieb die Oberfläche empfindlich gegen Feuchtigkeit und dementsprechende Klebstoffe. Also keine besonders positiven Effekte.


      


      


    Hallo,


    dann möchte ich meine Ausführungen hier mal fortsetzen. Wie weiter oben erwähnt wollte ich mit dem „Schmincke Aquarell – Fixativ“ mit der Endnummer 403 noch weitere Versuche machen. Wie schon ausgeführt, wurde der Offsetdruck auf recht dünnem Papier schön versiegelt und war resistent. Der Tintenstrahlerdruck bedurfte allerdings zwei Sprühlagen mehr, vermutlich, weil der Karton dicker war. Danach war auch er versiegelt und resistent gegen Klebstoffe, Wasser und Aquarellstifte. Allerdings gefiel mir die Oberfläche nun nicht so recht, es waren leichte Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Als sei der Lack ungleichmäßig verteilt worden. Und dann kam ich auf die Idee und zog noch einmal eine Schicht „Marabu UV Schutz Matt“ über. Das Ergebnis hat mich begeistert: Es entstand eine absolut matte, sämtliche Unschönheiten ausgleichende Schicht, die nur erfühlt, jedoch nicht gesehen werden konnte. Mein Fazit: bei einem der nächsten Bauten werde ich mal versuchen, mit dieser Konstellation praktisch zu arbeiten.

    Hallo!

    Gestern war ich noch einmal im Museum und habe mir den Aufbau der Ausstellung angeschaut. Es nimmt Formen an! Aller Voraussicht nach werde ich am Sonntag Vormittag im Museum vor Ort sein um direkt Bilder zu erstellen.

    Inzwischen gibt es auch Infomaterial und Poster. Leider waren die Flyer schon entworfen, als die Corona - Pandemie begann, über uns hinweg zu ziehen. Die dort gelisteten Termine sind also bis zum 30.6. ohnehin erst mal hinfällig, und danach muss man schauen.

    Viele Grüße

    Axel



      

    Guten Morgen


    Auf dem "Sammelfoto" sind nur jene Sprühdosen, die ich noch nicht verwendet habe, also ungenutzt in der Warteschlange harren.


    Demnach ist "Schmincke" Nr 403 nicht dabei, da im vorherigen Beitrag schon teilweise erprobt und separat abgebildet. ;)


    Viele Grüße


    Axel

    Hallo!


    So, nun geht es hier weiter. Es hat ein wenig länger gedauert.


    Marco: Vielen Dank für deine Ausführungen. Witziger weise zeigte genau Testkandidat Nr. 10 die von mir gewünschten Eigenschaften, und es ist auch ein Fixativ!


    Es handelt sich hier um das nächste Produkt aus dem Hause "Schmincke", das "Aquarell - Fixativ" mit der Endnummer 403. Zuerst einmal erprobte ich die Dose an einem Offsetdruck, und hier war ich angenehm überrascht: Der Druck wurde nicht angelöst, der recht dünne Karton wellte sich nicht. Ich trug dann mehrere Lagen auf, und ab der dritten Lage stellte sich dann eine Sättigung des Kartons ein. Nach der vierten Sprühschicht blieb ein dünner, eher erahnbarer Film auf der Oberfläche.


    Dann der Belastungstest: ein Klecks UHU-Kraft, ein Klecks UHU-Flinke Flasche, ein Klecks Kittifix, etwas Bemalung mit Aquarellstiften. Und zu meiner großen Freude, es ließ sich ALLES rückstandslos entfernen! Die Oberfläche des Offsetdrucks war richtiggehend versiegelt.


    Der anschließende Versuch auf einem Tintenstrahlerausdruck ergab, dass hier vier Lagen Sprühschicht nicht ausreichen. Der Karton für meinen Drucker ist etwas dicker, und nach der vierten Schicht war zwar eine Unempfindlichkeit gegenüber lösungsmittelhaltigen Klebstoffen gegeben, Feuchtigkeit drang jedoch immer noch in beschränktem Maße ein. Ich werde die Versuche mit diesem Lack noch etwas ausweiten.


    Ursprünglich war natürlich auch ein Rahmenprogramm mit Vorführtagen und Workshops geplant. Dies kann verständlicherweise durch die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nun nicht angeboten werden. Auch die aufwändig gestaltete Einladung mit diesbezüglichen Terminen konnte daher nicht verschickt werden.


    Aus der Hand von Hans Loh entstand immerhin ein Modellbaubogen des Gebäudes der „Zeche Nachtigall“. Dieser Modellbaubogen steht während der Ausstellung kostenlos allen interessierten Besucher in gedruckter Form zwecks Mitnahme zur Verfügung. An dieser Stelle präsentiere ich den Bogen in schwacher Auflösung, um dem Urheberrecht Genüge zu tun.


    Ich hoffe sehr, dass die Ausstellung trotz der vielen Einschränkungen zahlreiche Besucher anlockt, und hoffe, bald auch Bilder nachreichen zu können.


    Bitte beachten: Führungen und Events finden aktuell nicht statt, eine feierliche Eröffnung der Ausstellung wird es auch nicht geben. Ferner muss bitte eine Maske mitgebracht werden, die Maskenpflicht gilt auch für das Areal des Museums.


    Axel


      

    Schon 2012 nahm ich zu der Museumsleitung Kontakt auf. Dr. Michael Peters, Museumsleiter des Standortes, stand der von mir angeregten Möglichkeit einer Sonderausstellung über Kartonmodellbau wohlwollend gegenüber. Dabei verfügte Dr. Michael Peters durchaus schon über Erfahrungen auf dem Gebiet: 1991 war er als Volontär für die Veröffentlichung des Modellbaubogens des Motorgüterschiffes „Franz-Christian“ aus der Hand von Hartmut Scholz im LWL-Industriemuseum Standort „Schiffshebewerk Henrichenburg“ verantwortlich. Auch war er in dieser Zeit Teilnehmer vom „Internationalen Kartonmodellbauertreffen“ in Bremerhaven.


    In Zusammenarbeit mit befreundeten Modellbauern aus der Region entstanden seit Januar 2019 konkrete Pläne zur Gestaltung einer Ausstellung in Witten. Man sieht, man braucht bei solchen Projekten einen langen Atem und viel Geduld. Dauerte es in Henrichenburg seinerzeit 20 Jahre bis zur Umsetzung einer Ausstellung, so waren es in Witten nun lediglich acht Jahre von der ersten Kontaktaufnahme bis hin zur Realisation.


    Hier noch ein paar Infos über das Museum allgemein:


    https://www.lwl.org/industriem…tandorte/zeche-nachtigall

    Hallo Kartonmodellbaufreunde!


    In den vergangenen Wochen sind viele Veranstaltungen abgesagt worden. So konnten weder die „INTERMODELLBAU“ in Dortmund noch das „Internationale Kartonmodellbauertreffen“ in Mannheim stattfinden. Und auch so manch andere Veranstaltung regionaler Art fiel den Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Krise zum Opfer.


    Umso mehr freut es mich auf eine Veranstaltung hinweisen zu können, die nun aufgrund der aktuellen gesetzlichen Lockerungen doch stattfinden kann, wenn auch nicht in dem Umfang wie zuerst geplant.


    Vom 17.5. bis zum 3.10.2020 findet im LWL-Industriemuseum in Witten, in der „Zeche Nachtigall“, die Ausstellung „Papierwelten - Kartonmodellbau gestern und heute“ statt.


    Über die Ausstellung kann hier etwas erfahren werden:


    https://www.museum.de/event/pa…dellbau-gestern-und-heute


    https://www.lwl.org/industriem…htigall/sonderausstellung

    Interessant, ich habe gerade diesen Beitrag entdeckt, der seinerzeit wohl keine Beachtung fand: Marabu Mattlack neue Rezeptur?


    Das Thema, ob und wie die bisher getesteten Lacke auf Digitaldrucke reagieren könnten habe ich noch nicht erfasst, und werde es im Zuge der Experimente leider nicht realisieren können.


    Aber auch dieser Aspekt sollte im Hinterkopf bewahrt werden.


    Jetzt erst mal wieder eine Pause.


    Viele Grüße


    Axel

    Versuch Nr. 9 war dann das erste „Schmincke“ – Produkt. Hierbei muss erwähnt werden, dass es von „Schmincke“ verschiedene Lacke in Sprühdosen gibt. Hier erst einmal mit der Nr. 50401 „Universal-Fixativ“. Das Ergebnis brachte keine besonderen Erkenntnisse. Wie schon bei manch anderem getesteten Fixativ wurde der Lack auch nach der dritten Schicht noch vom Karton absorbiert. Die Oberfläche blieb auch hier dennoch empfindlich gegen Feuchtigkeit und Abrieb. Ich verzichtete auf umfangreiche weitere Tests, da sich dieser Lack nicht positiv von den zuvor getesteten Sprühdosen der anderen Kandidaten abhob. Der Sprühstrahl war recht heftig und der Druckstoß nicht angenehm zu verarbeiten.



    So liebe Kartonklebekünstler, jetzt geht es weiter mit „Jugend forscht“. Der nächste Lack in der Testreihe, Kandidat Nr. 8, war von der Firma „Hahnemühle“. Hierbei fiel mir die angenehme Verteilung des Lackes auf, ein feiner Sprühnebel ohne viel Druck verließ die Sprühdose, sehr angenehm zu verarbeiten. Allerdings zeigte er bei starkem Auftrag auch wieder die Neigung, Offsetdrucke anzulösen. Dann begann ich jedoch, die Sprühnebel sehr fein und in mehreren Schichten mit längeren Trocknungsphasen aufzutragen, und so ließen sich auch die Offsetdrucke bequem lackieren. Allerdings blieb auch nach dreimaligen Auftrag die Oberfläche feuchtigkeitsempfindlich und war nicht gegen Abrieb geschützt. Ich griff dann die Idee der zwei-Stufen Lösung wieder auf und lackierte mit „MARABU UV-Lack Matt“ nach. Das Ergebnis war für mich sehr zufriedenstellend, es bildet sich eine dünne, feste Schicht an der Oberfläche, die sehr resistent war. Ich lackierte dann einen Tintenstrahlerausdruck in diesem Verfahren, dieser grüne „Opel Kadett B“ soll in nächster Zeit ohnehin mal auf meiner Schneidmatte enden. Beim aktiven Bau, mit knicken und runden, wird die Lackkonstellation noch beweisen müssen, ob sie die Erwartungen erfüllt. Aktuell ist das Resultat die am besten zu scheinende Lösung.


      


      


    Hallo,


    vielen Dank für die anregenden Antworten.


    fuchsjos, vielen Dank für die Warnung. Allerdings habe ich mir schon zwei Dosen von dem "Schmincke" - Zeug gekauft. Mal schauen, ob er für irgendwas brauchbar ist. Ich hoffe, die Testreihe bald fortsetzen zu können.


    @Seppi, der Tipp ist gut, ich habe mir den "Zapon" - Lack jetzt auch bestellt und werde ihn demnächst mal erproben.


    Ulrich, vor vielen Jahren entstanden manchmal bei MARABU Ausblühungen, die konnte man durch neuerliches Überlackieren verschwinden lassen. Die Ausblühungen der letzten Jahre scheinen aber andere Ursachen zu haben, ich verweise hier auf die Korrespondenz mit MARABU und deren Versuche in meinem ersten Beitrag.


    jupp, Fingernagellack, nicht uninteressant, aber den gibt es wohl leider nicht in der Sprühdose. ;)


    Viele Grüße


    Axel

    Die drei Lacke „„GHIANT Fix Basic“, „GHIANT Fix Concetratet“ und "JAXELL Universal Fixativ“ hatten irgendwie dieselben Eigenschaften gezeigt: sie absorbierten die ersten Lackschichten vollständig, erzeugten jedoch keinen festen Film und keine stabile Oberfläche. Doch dann kam ich auf eine Idee: vielleicht konnten sie ja das Ausblühen von MARABU verhindern? Der zu Beginn im ersten Bericht erwähnte Modellbaufreund vertrat die These, dass der von „Marabu UV-Lack“ hervorgerufene weiße Niederschlag eine Folge der Reaktion mit Kobalt sein könnte. Denn das Problem tritt in erster Linie bei Farben auf, in denen irgendwie Blau vorkommt, welches auf Kobaltbasis hergestellt wird. Meine Idee war daher, vielleicht schieben sich die oben erwähnten Lacke zwischen die Ausdrucke mit dem Kobalthaltigen Blau und dem „Marabu UV-Lack“.


    Ich lackierte also drei identische Ausdrucke gründlich mit dem jeweiligen Lack zweimal und zog dann noch einmal eine Schicht „MARABU UV-Lack Matt“ darüber. Und hier zeigten sich dann völlig verschiedene Reaktionen: "JAXELL Universal Fixativ“ blühte extrem aus, der Bogen war unbrauchbar. Bei „GHIANT Fix Basic“ zeigte sich nur an einigen weißen Stellen ein leichter, weißer Niederschlag. Doch die freudigste Überraschung: bei „GHIANT Fix Cocentratet“ bildete sich durch den nachträglich aufgetragenen „MARABU UV-Lack Matt“ eine feine, dünne, elastische Oberfläche. Nun war dieser Bogen resistent gegen Abrieb und Feuchtigkeit, nichts blühte mehr aus, kein weißer Niederschlag mehr. Vielleicht der Ansatz, eine zwei-Stufen Lösung?


      


      


      

    Hallo Ulrich,


    vielen Dank für die Antwort. Mal schauen, ob ich auch dieses Produkt einmal in meine Tests einbeziehen kann.


    So, jetzt geht es hier weiter.


    Der nächste Kandidat: "JAXELL Universal Fixativ", Versuch 7. Hier zeigte sich das selbe Verhalten wie bei den Versuchen 5 und 6 mit „GHIANT Fix Basic“ / „GHIANT Fix Concentratet“. Wahrscheinlich basieren sie auf der selben Rezeptur und chemischen Zusammensetzung. Besonders bedenklich auch hier die Eigenart, bei intensiverem Auftrag die Farbe von Offsetdrucken anzulösen.


      

    Guten Morgen!


    Ich bin überrascht, wie viel Resonanz meine Beiträge erfahren. Herzlichen Dank dazu an alle Schreiber!


    Und ich finde es sehr interessant zu erfahren, dass noch mehr von Euch diese Probleme mit dem UV-Lack von MARABU hatten, der ja lange Zeit wohl doch als DER Referenzlack in unserem Hobby galt. Immerhin liegt dazu sogar ein offizielles Statement von MARABU vor.

    Die Lacke von LUKAS kommen auch noch dran. Ebenso wie jene von SCHMINCKE.


    Ulrich, wie heißt der Lack denn genau, den du verwendest? Dann werde ich ihn vielleicht in meine Testreihe mit einbeziehen.


    Marco, deine Ausführungen sind hochinteressant. Wenn zuviel Mattierungsmittel in eine Produktionscharge gemengt wird weil die Rezeptur geändert wurde hat man natürlich verloren...;(


    Wobei natürlich auch noch die Frage ist, inwieweit es sich bei den jeweiligen "Markenfirmen" überhaupt noch um selbständig hergestellte Produktlinien handelt. Merke: die gemengte Brühe aus dem großen Bottich lässt sich bequem in viele kleine Dosen mit verschiedenen Etiketten abfüllen... :rolleyes:


    Viele Grüße


    Axel

    Die Versuche 5 und 6 fanden mit weiteren Lacken der Firma GHIANT statt: Einmal dem „GHIANT Fix Basic“ und dem „GHIANT Fix Cocentratet“. Leider konnten mich beide Lacke nicht überzeugen. Sie wurden zwar beim ersten Auftragen sehr gut vom Karton absorbiert und verschwanden nahezu vollständig im Karton. Leider erzeugten sie aber auch keinen Schutz: Die Oberfläche blieb empfindlich, Abrieb des Druckes war möglich. Flüssigkeitstropfen konnten immer noch in den Karton eindringen. Erst beim Auftragen einer zweiten Schicht erzeugte „GHIANT Fix Cocentratet“ einen fleckigen Überzug. Daher war eine dritte Schicht erforderlich, um wieder eine durchgängige, nunmehr glänzende Oberfläche zu erzeugen. Doch dadurch war ein extrem hoher Verbrauch eingetreten. Der Einsatz dieser Sorte ist für mich persönlich rein wirtschaftlich nicht vertretbar. „GHIANT Fix Basic“ wurde selbst in der dritten Lage noch nahezu aufgenommen und dennoch blieb der Karton und der Druck empfindlich. Am problematischsten erwiesen sich dann noch Versuche auf Offsetdrucken: Hier wurde die Druckfarbe sogar angelöst, und Schlierenbildung im Druck war zu erkennen.


    Fazit: Beide Lacke leider für mich und meine persönlichen Zielvorstellungen nicht wirklich brauchbar!


    Bis zum nächsten Versuch wird wohl nun etwas Zeit vergehen, ich bitte interessierte Leser um Geduld.

    Testkandidat Nr. 4 war wieder von der Firma GHIANT, diesmal unter der Bezeichnung „Inkjet Fix“. Hier sah das Resultat folgendermaßen aus: Eine erste aufgetragene Schicht wurde restlos vom Karton absorbiert, der Karton war immer noch empfindlich. Eine zweite Schicht erzeugte einen fleckigen Überzug. Daher war eine dritte Schicht erforderlich, um wieder eine durchgängige, nunmehr glänzende Oberfläche zu erzeugen. Als Folge davon entstand eine sehr stabile, harte, jeglichen Abrieb verhindernde Oberfläche. Leider auch recht spröde.


    Getestet habe ich dann wieder an einem alten Modellbaubogen aus dem Comicheft YPS von etwa 1978, diesmal der „Curtiss N 9“. Auch dieses Modell wollte ich als kleine Fingerübung für zwischendurch bauen. Diesmal brauchte ich die Teile nicht auf Karton zu verstärken, die Stabilität durch den Lack war mehr als ausreichend.


    Fazit: Der Karton wird zu hart und verliert an Geschmeidigkeit. Somit leider auch nicht wirklich brauchbar.

    Aus Anlass dieser Erfahrung kam ich nun auf die Idee, mit verschiedenen Lacken zu experimentieren. Als erster Aspirant ging ein wasserbasierender Lack von der Fa. GHIANT an den Start. Getestet habe ich an einem alten Modellbaubogen aus dem Comicheft YPS von etwa 1978, einer „Ansaldo A.1 Ballila“. Dieses Modell wollte ich ohnehin als kleine Fingerübung für zwischendurch bauen.


    Fazit: Der Lack wellte den Karton stark. Auch bügeln bei niedriger Temperatur half nicht wirklich. Lediglich durch massives Verstärken aller Teile mit Finnpappe gelang es mir wieder, ebene Flächen bei den Bauteilen zu erzielen. Dazu kam, die Lackschicht reagierte auf den von mir bevorzugten Klebstoff Typ UHU-Kraft mit ihrer Auflösung. Meiner Meinung nach für Kartonmodellbaubogen leider völlig ungeeignet, eher etwas für Puzzles oder Kunstdrucke auf festem Untergrund. Einziger Vorteil: Zu Ausblühungen kam es definitiv nicht.

    Hallo Kartonmodellbaufreunde


    In diesem und den folgenden Beiträgen möchte ich einige Erfahrungen zum Überlackieren mit Klarlack zum Besten geben. Dazu muss ich erst einmal erläutern, dass ich meine Modelle gerne mit Schutzlack überziehe. Ausgelöst wurde dies durch meinen ersten Tintenstrahldrucker von 1998, dessen Farbe sich bei Feuchtigkeit noch gerne ablöste. Um den Druck zu fixieren überzog ich die Ausdrucke mit dem matten UV-Lack von MARABU. Die daraus resultierende Stabilität und Festigkeit der Oberfläche brachte mich dazu, auch offsetgedruckte Modellbaubogen mit Klarlack zu überziehen.


    Jahrelang war ich mit dem matten UV-Lack von MARABU sehr zufrieden. 2017 bekam ich dann jedoch Probleme, als sich auf grünen und blauen Flächen meiner Tintenstrahlerausdrucke erstmals weiße Ausblühungen ergaben. Ich nahm daher Kontakt mit MARABU auf und schilderte meine Probleme. Dort war man sehr freundlich und erbat Referenzproben der Ausdrucke und die betreffende Sprühdose. Nach einigen Wochen erhielt ich dann die Antwort: Auch im Labor bei MARABU zeigte die von mir mit eingeschickte Dose auf den ebenfalls von mir eingeschickten Ausdrucken die Probleme. Die Referenzprobe aus dem Labor selber zeigte diese Schwierigkeiten jedoch nicht. Erklären konnten mir die freundlichen Mitarbeiter von MARABU dieses Problem / Phänomen jedoch leider nicht. Ich erhielt als Entschädigung eine neue Sprühdose UV-Lack matt, die jedoch bei Versuchen die gleichen Schwierigkeiten verursachte.


    Zuerst dachte ich auch, dieses Phänomen sei nur auf meinen jetzigen Tintenstrahldrucker von HP und die verwendeten Originalpatronen zurückzuführen. Inzwischen hatte ich jedoch von einem befreundeten Kartonmodellbauer aus der Nachbarschaft erfahren, dass dieses Phänomen auch bei ihm und Offsetdrucken auftrat.


    Fazit: Scheinbar wurde in der Serienfertigung der MARABU-Sprühdosen etwas an der Rezeptur geändert, was bei den Analysen zur Freigabe der Produktion nicht in die Prüfkriterien einging. Und wahrscheinlich auch nicht bei allen Farben der diversen Druckarten und Hersteller zu Problemen führt.

    Hallo Kartonmodellbaufreunde!


    Um ca. 2003 herum hatte ich Kontakt zu Michael Lodd, der seinerzeit unter dem Namen "KartonModellWerft Wilhelmshaven KMW²" Modellbaubogen u.a. von kleineren Einheiten der Kriegsmarine veröffentlichte.


    Leider verlor ich dann das Interesse an diesen Modellbaubogen, und da die Firma später annulliert wurde, auch den Kontakt.


    Nun reizt mich der Gedanke, das Schaffen dieses Herren einmal zu dokumentieren. Hat vielleicht jemand einen Anhaltspunkt, wie und wo Michael Lodd erreicht werden könnte?


    Viele Grüße


    Axel