Posts by Axel Huppers

    Hallo Kartonmodellbaufreunde,


    nach Klärung der rechtlichen Fragen sind auf der Homepage des AGK nunmehr auch die kleinen Rettungskreuzer wieder verfügbar. Hierzu in Auszügen das Schreiben der DGzRS:


    Sehr geehrter Herr Rathert,


    wir nehmen Bezug auf Ihr Schreiben vom 10. März 2021, mit dem Sie uns um die Genehmigung zur Verwendung unseres Logos auf Kartonmodellbauunterlagen bitten, die Sie zum Herunterladen im Internet bereitstellen möchten. Konkret geht es Ihnen um zwei Modellbaubögen vereinfachter Seenotrettungskreuzer, deren Design sich grob an unsere Rettungseinheiten anlehnt.


    Wir haben uns Ihre Modellbaubögen aufmerksam angesehen. Zu einem an unsere Rettungseinheiten angelehnten Modell – insoweit folgen wir Ihrer Argumentation – gehören das Hansekreuz und der SAR-Schriftzug. Mit der Verwendung des Hansekreuzes und des SAR-Schriftzugs (der in Ihrer Version ohnehin nicht dem Original entspricht – gleiches gilt für die Dienstflagge), sind wir am Modell selbst einverstanden.


    Gern folgen wir Ihrem Vorschlag, den Zusatz aufzunehmen „Mit freundlicher Genehmigung der DGzRS“. Wir bitten zusätzlich um Ergänzung dahingehend, dass es sich nicht um Modelle realer Rettungseinheiten handelt, da sich das Aussehen ja doch erheblich von unseren Fahrzeugen unterscheidet. Wir bitten um folgende Zusatzformulierung: „Dieses Modell hat kein reales Vorbild. Das vereinfachte Design ist angelehnt an die Rettungseinheiten der DGzRS.“

    Viele Grüße


    Axel


    Besonders interessant, in dem Museum gibt es auch eigene Modellbaubogen. Schon um 1986 wurden einfache Modelle für Kinder konzipiert. Ohne direkten Maßstab, zum Ausmalen. Leider wurden wohl nicht alle Modelle die sich hier in der mittleren Vitrinenebene zeigen wirklich realisiert. Verfügbar waren aktuell das Rathaus und Teile der Stadtmauer mit Türmen, wie in der untersten Vitrinenebene zu sehen.


    Noch steht auf der Homepage des Museums zwar kein offizieller Termin für das Ende der Ausstellung, doch die Museumsleiterin wollte bis Ende April die Kartonmodelle im Museum den Besuchern zugänglich machen.


    Viele Grüße


    Axel


     


     

    Es beschränkte sich auf Architektur aus handelsüblichen „Schreiber“ – Modellbaubogen. Nun ist die Qualität vielleicht für Expertenaugen nicht überbordend und man entdeckt überall kleine Schwächen, doch nach meiner persönlichen Meinung wird hier gerade dem Wiedereinsteiger suggeriert: schau an, so könnte ich es auch machen, diese Qualität traue ich mir auch bei aufwändigeren Projekten zu! Meiner persönlichen Ansicht nach hat solch eine Ausstellung nämlich auch nicht die Aufgabe, hochkritische Experten zu positiven Rezensionen in Fachkreisen zu veranlassen. Sondern dem eher unbeleckten Laien die Möglichkeiten unseres Hobbys zu suggerieren. Bliebe noch anzumerken, dass der Erbauer aller Modelle, Willy Kebben aus Attendorn, satte 90 Lenze jung ist!


     


     

    Hallo,


    nachdem die Möglichkeit dazu wieder bestand habe ich dann am vergangene Donnerstag flugs der Ausstellung einen Besuch abgestattet. Man war sehr erfreut, einen Besucher zu haben, der bewusst wegen der Sonderausstellung angereist war. Die Museumsleiterin spendierte mir dann sogar eine persönliche gut 45-minütige Führung durch das ganze Museum! Die Modelle waren sehr locker aufgebaut, gut beschriftet und mit Hintergrundinformationen versehen.


     


     


    Hallo Axel, hast du schon mal an Buchschutzfolie gedacht?

    Gruß

    Walter

    Hallo Walter,


    vielen Dank für den Tipp! Da werde ich mich mal informieren, möglicherweise etwas bestellen, und dann mal ausprobieren.



    Hallo Renee,


    danke für die Lorbeeren. Ja, du hast recht, an der Front hätte man noch etwas machen können. Aber es bleibt ja immer das Problem, wo fängt man an, wo hört man auf? Sonst findet man immer was neues und wird nie fertig...;)




    Moin Axel!

    Auch von mir herzlichen Glückwunsch zu Deinem schicken Fließheck hier! Ich mag ja bei den ollen Opeln den eher krawalligen Look, den der neue Mokka wieder aufgreift, aber "gediegen" steht dem kleinen hier auch sehr gut, Deine Mühe, ihn zu "zähmen", haben sich da wirklich gelohnt! Für weitere Verkleinerungen kann man dann ja auch Volkers Adventskalender 2020 zu Rate ziehen, vom 10. bis 12. waren da ja auch sehr hübsche Autos enthalten...

    Wie schätzt Du eigentlich die Qualität der Scans auf den MM-CDs ein? Ich liebäugele da auch mit der einen oder anderen Scheibe, aber ich arbeite lieber mit InkScape als GIMP und bin dann für scharfe Scans mit hoher dpi-Zahl als Ausgangsmaterial sehr dankbar...

    Viele Grüße

    Heiner

    Hallo Heiner,


    die Scans auf dem MM-CDs sind aus heutiger Sicht sehr dürftig. Der Opel Kadett war mit 270 dpi gescannt. Gerade noch ausreichend um in einem einfachen Bildbearbeitungsprogramm etwas mit den Farben zu spielen.


    Viele Grüße


    Axel

    Vor der Montage der Räder habe ich die Karosserie noch einmal lackiert. Hintergrund diesmal, ich wollte die eingefärbten Schnittkanten sichern und die Farbe fixieren, mit welcher ich Unregelmäßigen z.B. im Bereich der Windschutzscheibe korrigiert hatte. Zudem wollte ich einen leichten seidenmatten Effekt erzeugen, weil er nach meiner persönlichen Meinung besser zu diesem Modell passt.


    Ich möchte an dieser Stelle nicht verschweigen, dass ein erster Versuch voll danebenging und ich gezwungen war, die Karosserie noch einmal neu zu bauen. Der erste Versuch fand mit Lack von MOLOTOV statt. Was zuerst sehr hübsch aussah entwickelte sich zum Fiasko, die zwei Lacksorten, zuerst SCHMINCKE, dann MOLOTOV, hafteten nicht wirklich aneinander und der zuletzt aufgetragene Lack platzte wieder ab. Das ist halt der Unterschied, wenn man in Versuchen einfach nur einen planen Bogen lackiert und später in der Praxis stattdessen ein zu formendes Objekt. So kam im zweiten Versuch wieder MARABU zum Einsatz. Hier war das Ergebnis durchaus zufriedenstellend. Wenn man zuvor mit SCHMINCKE vorlackiert hat, unterbleibt auch jede Form des Ausblühens. Was ich allerdings noch etwas besser ausarbeiten muss, ist der Schutz der Verglasung. Wie ich vorher schrieb, habe ich die ausgeschnittenen Fensterflächen aufbewahrt. Ich klebte diese dann auf Maskierfolie wie sie im Airbrush geläufig ist. Das Gebilde wurde ausgeschnitten, die Schutzfolie der Maskierfolie entfernt und sorgfältig in die Scheibe wieder eingepasst. Kleiner Haken hierbei, das Gebilde aus Folie, Klebstoff und Karton wollte sich nicht überall wieder in die gewünschte Form bringen lassen. Besonders bei der gewölbten Windschutzscheibe wollte die Maskierfolie in der Nähe der Kanten nicht wie gewünscht haften. Als Folge davon drangen kleinste Sprühnebelmengen in die Spalten und legten sich auf die Fensterfolie. Nun, kein Beinbruch, aber ärgerlich. Und ein Grund wie gesagt, noch einmal darüber nachzudenken, wie die Technik noch verfeinert werden könnte.


    Worüber ich mir nun noch Gedanken machen muss, wie setzte ich dieses Fahrzeug in einem kleinen Diorama in Szene. Noch fehlt mir aber dazu die zündende Idee. Damit bin ich mit meinen Ausführungen am Ende und hoffe, der kleine blaue Flitzer gefällt hier der geneigten Leserschaft.


    Viele Grüße


    Axel


     


     


    Es fehlten also noch die Räder. Die vom Originalbogen wollte ich nicht nehmen. Ich suchte und wurde bei dem Modellbaubogen des „Borgward Isabella“ fündig, der inzwischen auf der Homepage vom „Arbeitskreis Geschichte des Kartonmodellbaus e.V.“ (AGK) kostenlos als Download zur Verfügung steht. Zumindest konnte ich daraus die Flanken und die Lauffläche entnehmen. Bezüglich der Radkappen ging die Suche aber noch weiter. Ich wurde dann wieder bei dem alten Werbebogen des „Opel Kadett B“ von 1965 fündig, der seinerzeit als Werbemodell bei OPEL erschienen war. Auf diesem Bogen sind diese Radkappen mit den Seitenflächen noch als Einheit dargestellt.


    Zuerst entstanden die Reifenflanken, dann klebte ich diese auf verstärken Karton. Die Seitenflächen der Räder des alten Werbebogens von 1965 eigneten sich dafür ideal. Durch die Ringe ließen sich die Achslöcher hervorragend zentrieren. Vorgesehen war nämlich auch, die Räder drehbar zu lagern, daher die Löcher für Radachsen aus Holz. Aus einem weiteren Ausdruck entnahm ich nur die Radkappen und klebte sie auf die Außenseite. Somit war das Führungsloch verborgen. Die stabilisierten Flanken wurden sodann stumpf in die Reifenlaufflächen eingesetzt. Diese musste ich übrigens noch einmal leicht vergrößert auf 103% ausdrucken, da sie etwas zu kurz konstruiert waren.


    Leider habe ich vergessen, Fotos von der Achsführung zu machen. Diese entstand aus gerollten Papierstreifen, welche dann in die kleinen quadratischen Kästchen eingesetzt wurden die auf den vorherigen Bildern zum Bau der Bodenplatte vorne und hinten zu sehen sind. In der Originalanleitung von 1972 war vorgesehen, sie mit Kartonstreifen zu füllen und dann die Räder mittels Stecknadeln zu befestigen. Interessante Methode.


     


     


    Die Inneneinrichtung passte perfekt in die Karosserie. Allerdings, perfekt passen bedeutete auch, da war kein Quäntchen Luft, Reserve oder Spiel! Ich war am Ziehen und am Drücken, und schließlich hatte ich alles stabil vereinigt. Nun folgten die Kleinteile, die dem Auto quasi das Gesicht gaben. Die Stoßstangen mit ihren Hörnern. Die Nummernschilder. Der Außenspiegel und die Türgriffe. Zusätzlich noch ein Auspuffrohr (Danke Ralf für den Hinweis in deinem Baubericht!) und ein Paar Scheibenwischer, entnommen dem alten Werbebogen des „Opel Kadett B“ von 1965.


    Und wer sich nun wundert, warum auf einigen Fotos dieser Kleinteile so seltsame Stippen zu sehen sind, dies hat mit der zweiten Lackschicht zu tun die ich zum Zeitpunkt der Fotos schon aufgetragen hatte. Total glücklich war ich mit dem Ergebnis auch nicht so wirklich, da gilt es noch weiter zu experimentieren. Dazu werde ich zum Schluss noch ein paar Worte verlieren.


     


     


    Und nun kam wieder ein Abschnitt, wo ich etwas herumexperimentiert habe. Das Fahrzeug hatte ja eine sehr schöne markante Wulst, einen regelrechten Knick, der sich auf die ganze Länge erstreckte. Nun fand ich einige Bilder von gebauten Modellen immer ein wenig merkwürdig, auch jenen im Originalbogen. Und war zu dem Schluss gekommen, dass es wohl dran lag, dass sich dieser Knick bei fertigen Modellen wieder durchbog. Auch bei meinem Modell wollte der Knick in der Mitte nicht in seiner Form bleiben. An Front und Heck wurde er in seine Form gezwungen. Nachdem ich zuerst mit einem dünnen Kartonstreifen experimentiert hatte, benutzte ich schließlich Federstahldraht von 2 mm Durchmesser. Dieser wurde passend abgelängt und auf der ganzen Linie von innen genau auf dem Knick eingeklebt.


    Die Innenverkleidung, entnommen einem anderen Modellbaubogen und umgefärbt, wurde auf ca. 0,8 mm Kartonstärke gebracht und von innen gegengeklebt. Der Federstahl passt genau in den Spalt dazwischen. Nun konnte sich nichts mehr eindrücken.


    Zur weiteren Stabilisierung klebte ich vorne und hinten je noch Finnpappe von 0,8 mm ein. Damit wollte ich verhindern, dass es irgendwann Dellen gibt. Und der Dachhimmel gefiel mir auch nicht so wirklich. Im Original war er nicht in der Farbe der Karosserie, außerdem sah man hier die Laschen. Also nahm ich etwas beigen Karton, schnitt ihn passend zu, und schon hatte ich einen passenden Dachhimmel. Und da ich schon einmal dabei war, spendierte ich dem Fahrzeug auch noch einen Innenspiegel. Übrigens: ein Accessoire, was gerne und oft bei Automodellbaubogen vergessen zu werden scheint.


     


     


    Die Windschutzscheibe bildete den Abschluss der Karosserie und war schwierig einzusetzen. Denn sowohl die Laschen an Motorhaube und Dach als auch die dünnen Stege der Windschutzscheibe waren nicht leicht zu einer stabilen Verbindung zu formen. Und alles wurde zum Schutz der Fensterfolie vor aggressiven Lösungsmitteln von Klebstoffen nur mit KITTIFIX geklebt! Wohl habe ich auch vorsichtig mit Aquarellstiften nachgearbeitet.


    Nun ja, wer genau hinschaut, kann es auch sehen…


     


     


    Auf die Bauteile der Karosserie habe ich mich gefreut. Ich fand es einfach bemerkenswert, wie schon vor gut 50 Jahren die recht anspruchsvolle Linienführung eines solchen Fließheckfahrzeuges ohne Rechnerunterstützung entworfen werden konnte. Gleichzeitig hatte ich aber auch Bammel, ob es mir sauber gelingen würde. Zuerst einmal schnitt ich die Fensterflächen aus. Die ausgeschnittenen Kartonteile bewahrte ich sorgfältig auf. Sie sollten später bei der finalen Lackierung noch als Abdeckschablone zum Einsatz kommen.


    Im nächsten Schritt wurden die Karosserieteile ausgeschnitten und nun wurde die Fensterfolie aufgeklebt Diese Fensterfolie besteht aus Overheadprojektorfolie von 0,08 mm Stärke. Verklebt habe ich mit Weißleim von KITTIFIX. Die Klebewirkung auch zwischen Kunststofffolie und lackierten Bauteilen war enorm! Ich war selber überrascht, wie stabil die Folie mit dem Karton verbunden war.


    Die Passgenauigkeit war ausgezeichnet, und die weiter oben beschriebene Methode auch die Rückseite schon beim Drucken komplett einzufärben bewährte sich hier. Ich hatte wirklich Spaß daran zu sehen, wie sich die Karosserie allmählich schloss.


     


     


    Es folgten die einzelnen Vordersitze und das Lenkrad, dazu Kleinkram wie die Pedalen. Später wird man davon leider nicht mehr viel sehen. Hier bei der Inneneinrichtung fand ich dann auch den ersten größeren Fehler: die Markierung für die Lenksäule sitzt auf dem Armaturenbrett zu weit in der Mitte. Würde man sie an der vorgesehenen Stelle verkleben, würden Lenksäule und Sitz nicht in einer Flucht sein.


    Zum Glück bemerkte ich es rechtzeitig und konnte sie wieder ablösen und korrigieren. Als kleine Verfeinerung druckte ich den Bogen noch einmal aus, schnitt die Fußmatten aus und klebte sie auf. So wirkte es etwas plastischer. Bedauerlich, auch davon sah man später nicht mehr viel.


     


     


    Im ersten Schritt entstand die Basis, die Bodenplatte. Hierzu wurden vier Längsträger erstellt, rückseitig gegeneinander geklebt und dann mit Ober- und Unterseite ummantelt. Auf dieser stabilen Basis konnte dann die hintere Rücksitzbank aufgeklebt werden. Die schwarze Ablage verstärkte ich mit Finnpappe von 0,8 mm. Mit der Handbremse und dem Schalthebel kamen die ersten Kleinteile ins Spiel.


    Die Passgenauigkeit konnte als gut bezeichnet werden. Sicher würde aus heutiger Sicht von vielen Modellbauern mehr Detaillierung erwünscht werden. Ich persönlich jedoch schätze diese gewisse Schlichtheit vergangener Zeiten und sie ist es auch, die mich immer wieder zu solch alten Konstruktionen hinzieht. So habe ich in recht kurzer Zeit mit wenig Aufwand ein ansprechendes Teil verbaut, und die Funktion und Ästhetik des Vorbildes bleibt gewahrt.


     


     


    Ausgedruckt habe ich mir die Bogen dann auf Karton von „Avery Zweckform“ von 190 g/m². Die Rückseite habe ich dann auch bedruckt. Damit hatte ich von Anfang an die Gewähr, dass der Innenraum die gleiche Farbe aufweist wie die Karosserie außen.


    Leider hat „Avery Zweckform“ die Fertigung und den Vertrieb dieses Kartons mit der Nummer 2584 inzwischen eingestellt. Er hatte eine sehr schöne glatte, geweißte Druckseite, auf welcher die Farben besonders brillant zur Geltung kamen und wo keine Poren oder Fasern zu sehen waren. Ausgehend von meinen seinerzeitigen Versuchen mit Lacken ( Versuche mit diversen Klarlacken ) versuchte ich nun, die „Forschungen“ von der Theorie in die Praxis zu übertragen. Dazu verwendete ich von der Fa. SCHMINCKE in einem ersten Schritt den Lack mit der Nummer 50594, siehe das Bild.


    Wie zurecht bezüglich meiner damaligen Versuche in einem kürzlich geschriebenen Beitrag hier im Forum angemerkt wurde, ließen sich die seinerzeitigen Tests auf Offsetdrucken nicht einfach auf Tintenstrahlerausdrucke übertragen. Dies fand nun statt. Und ich wurde positiv überrascht, der Lack zog vollständig ein und die Farben blieben völlig unbehelligt. Nichts verlief, vergilbte und es bildete sich auch kein weißer Niederschlag. Allerdings habe ich diesen Lack von SCHMINCKE nur als erste Stufe eingesetzt. Nach dem Bau überzog ich die Teile noch einmal mit Klarlack. Denn zum Abschluss wollte ich noch einen anderen Effekt erzielen. Dazu im letzten Beitrag mehr.


    Hintergrund dieser ersten Lackschicht: der Lack von SCHMINCKE ist hervorragend um die Bogen und Teile während des Baus zu schützen. Man kann Klebstoffreste problemlos wieder entfernen, auch Feuchtigkeit weist er ab. Nichts passiert also, wenn Wasserflecken auf den behandelten Bogen kommen. Man wischt ab, und alles ist wieder gut. Selbst abgerutschte und verschmierte Schnittkantenfarbe ist kein Problem mehr. Trotzdem haften die Klebstoffe gut und die Verbindung aller Bauteile ist stabil. Selbst wasserdünnter Leim entwickelt eine ausgezeichnete Festigkeit.


     

    Zuerst einmal missfiel mir die Farbe und die viele Werbung. Mir schwebte eher so ein typisches Alltagsfahrzeug vor, wie es seinerzeit auf den Straßen präsent war, kein aufgemotztes Rallyefahrzeug. Bei Recherchen im Netz stieß ich wiederrum bei Wikipedia auf sehr schöne Bilder eines gepflegten Oldtimers, scheinbar anlässlich eines Oldtimertreffens fotografiert. So in der Art wollte ich mein Modell gestalten. Dazu kam eine Verkleinerung auf 1:25, meinem bevorzugten Maßstab was Fahrzeuge angeht.


    Ich schnappte mir die Dateien von der alten CD und begann, sie mit Hilfe des Bildbearbeitungsprogramms GIMP umzufärben. Die Karosserie wurde blau, die Werbung verschwand. Einige der Linienkonturen wie z.B. von der Kofferraumhaube zog ich nach, um sie zu akzentuieren. Ferner entfernte ich vom Bogen all jene Teile, die ich ohnehin nicht verwenden wollte, wie den Gepäckträger. Schaffte Platz, sparte später Druckertinte und erleichterte die Orientierung.


    All dies war meine erste konkrete Arbeit mit GIMP, und ich muss sagen, ich bin mit der Verwendung dieses Programms gut klargekommen. Aber ich muss auch immer noch viel lernen. Aus einem nie veröffentlichten Modellbaubogen eines „Opel Kadett C“ zweckentfremdete ich die Innenverkleidungen. Auch dazu gab mir der Baubericht von „Ralf S.“ schon im Vorfeld einen guten Tipp, denn damit galt es sich auch zu beschäftigen.


    Die Idee mit den akzentuierenden grauen Streifen genau an der Wulst in der Karosserie entnahm ich einem alten Modellbaubogen eines „Opel Kadett B“ als Limousine, 1965 als Werbung im Auftrag für Opel von JFS erstellt, Konstrukteur Hubert Siegmund. Der Gute wusste schon, wie man visuelle Effekte einsetzt!


     


     


    Hallo Kartonmodellbaufreunde,


    In dem nachfolgenden Baubericht will ich mein neuestes Werk vorstellen, einen „Opel Kadett B“ in 1:25.

    Im Original handelt es sich hierbei um einen alten Modellbaubogen von „Mały Modelarz“ von 1972, der seinerzeit in 1:17 veröffentlicht wurde. Der Originalbogen zeigte das Fahrzeug in einer Rallyeversion. Von diesem Originalmodellbaubogen und der Anleitung präsentiere ich hier nur einen Teil, so kann keiner das Modell aus den hier wiedergegebenen Bildern bauen. Ich hoffe, somit dem Kopierschutz genüge getan zu haben. Über das Original verliere ich auch keine weiteren Worte, das kann Wikipedia besser: https://de.wikipedia.org/wiki/Opel_Kadett_B#


    Hier im Forum existiert zu diesem Modell in Originalfarbe und –größe des seinerzeitigen Bogens übrigens schon ein sehr schöner Baubericht: Opel Kadett B Coupe Rallye LS - Maly Modelarz 1972 - 1/17 [Fertig]


    Etwa um das Jahr 1998 herum hatte „Mały Modelarz“ komplette Jahrgänge auf CD veröffentlicht, so dass ich schon seinerzeit in den Besitz von Dateien kam, ohne den Originalbogen mühsam scannen zu müssen. Dazu kam der oben erwähnte Baubericht von „Ralf S.“, der mir wichtige Tipps und Anregungen bei der Umsetzung gab. Die Idee, dieses Modell umzufärben und zu skalieren kam mir schon zu der Zeit vor dem Jahr 2000 das erste Mal…


       


     

    Guten Abend,


    wie sicher schon bemerkt wurde, wurde der Link aus der ersten Nachricht durch Helmut entfernt. Dies geschah, weil sich in einem der Bogen auf der Homepage des AGK rechtliche Ungereimtheiten im Bezug auf die Benutzung von geschützten Zeichen ergaben.


    Vorerst wurde dieser Bogen daher von der Seite des AGK entfernt. Tja, auch dort ist man halt vor solchen juristischen Fallstricken nicht immer gewappnet.


    Nun kann der Link hier wieder eingestellt werden: https://www.kartonmodellbau.or…r-schiffsmodelle.shtml.de


    Möglicherweise werden diese Bogen nach Klärung der Rechtslage und einer Modifikation auch wieder eingestellt.


    Viele Grüße


    Axel

    Hallo ihr Kartonverbiegekünstler!


    Lange genug hat uns CORONA ja sämtliche Veranstaltungen vermiest. Nun dürfen zum Glück seit Montag die Museen unter strengen Auflagen auch wieder öffnen.


    Ich möchte die Gelegenheit nutzen, hier auf eine Ausstellung mit Kartonmodellen im "Südsauerlandmuseum" aufmerksam zu machen:


    https://www.suedsauerlandmuseum.de/aktuell/


    https://www.suedsauerlandmuseu…kunst-im-kartonmodellbau/


    Eigentlich wäre die Ausstellung am 14. Februar schon zu Ende gewesen. Wie mir die Museumsleiterin Frau Löcken jedoch in einem Telefonat erläuterte, wird die Ausstellung nun terminlich nach hinten geschoben damit wenigstens einige Besucher die Ausstellung überhaupt besuchen können. Dies wurde auf der Homepage des Museum noch nicht eingepflegt.


    Da der Interessent sich ohnehin vorher im Museum anmelden sollte bietet dies natürlich die Gelegenheit, sich nach aktuellen Details zu der Laufzeit der Ausstellung zu erkundigen.


    Viele Grüße


    Axel

    Hallo Kartonmodellbaufreunde,


    auf der Homepage vom "Arbeitskreis Geschichte des Kartonmodellbaus e.V." (AGK) sind nun einige recht einfache Modellbaubogen für Einsteiger verfügbar:


    https:/...


    Link aus urheberrechtlichen Gründen gelöscht. Helmut


    Damit kann man Einsteiger hervorragend an unser Hobby heranführen.


    Viele Grüße


    Axel

    Hallo und Moin,


    und wieder grabe ich dieses alte Thema aus.


    Ich habe inzwischen erhebliche Platzprobleme und muss mich von manch alten Dingen trennen. Schweren Herzens habe ich beschlossen, dazu gehört auch diese "Gatling Gun".


    Wenn jemand also dieses Modell haben möchte, oder Jemanden oder eine Institution kennt der dieses Modell gerne haben möchte, dann bitte melden.


    Viele Grüße


    Axel

    Hallo und guten Morgen,


    der Konstrukteur Thomas Vetter ist meines Wissens nach Angehöriger der Polizei von Duisburg, Polizeipräsidium Duisburg (PP Duisburg). Genauer gesagt "Zentrales Kriminalkommissariat" (ZZK) der Wasserschutzpolizei (WSP). Den Modellbaubogen gibt es seit 2013, und seinerzeit war der gute Mann wohl im Range "Kriminalhauptkommissar" (KHK).


    Viele Grüße


    Axel

    Hallo Kartonmodellbaufreunde,

    ihr konntet es euch sicher denken: die beliebte Ausstellung ZAMMA vom SMC Oberhausen, über Jahre hinweg der Auftakt zur Modellbausaison und Gegenstand vieler Berichte, wird 2021 nicht stattfinden.

    Auch hier hat die Convid-19 - Pandemie alle Möglichkeiten vereitelt.

    Dieses Jahr war die ZAMMA noch eine der wenigen Veranstaltungen die stattfinden konnte, da im Januar. Bevor unsere modellbauerischen Geselligkeitstreffen gleich wo und wann ein Opfer des verzweifelten Kampfes gegen die Ansteckungszahlen wurden.

    Bleibt also nur die Hoffnung, in 2022 wieder dort weitermachen zu können.

    Viele Grüße

    Axel

    Hallo Kartonmodellbaufreunde

    Die Ausstellung in Witten ist nunmehr leider Geschichte. Nachdem das Museum am 2.11. in den Lockdown gehen musste beschloss die Museumsleitung, die ursprünglich bis zum 22.12.2020 geplante Verlängerung fallen zu lassen.

    Inzwischen sind wohl alle Modelle wieder von ihren Leihgebern abgeholt worden.

    Mir bleibt hier also nur noch, mich bei allen Aktiven herzlich zu bedanken. Unter solch chaotischen Bedingungen habe ich auch noch nie eine Ausstellung mitgeplant und betreut.

    Aktuell ist keine direkte neue Ausstellung in einem Museum hier in der Region um Ruhrgebiet und Niederrhein geplant. Wir haben zwar die Fühler wieder ausgestreckt, können jedoch aktuell nichts vermelden.

    Viele Grüße

    Axel

    Hallo Wolfgang,


    dann hast du ja einen richtigen Schatz aufgetan.


    Also, ich würde sagen: scannen, bauen und beschreiben!


    Viele Grüße


    Axel

    Hallo,


    ich habe gerade einmal in den Unterlagen des AGK geschaut, in Heft 2 von "Zur Geschichte des Kartonmodellbaus". Dort ist auf Seite 58 zu diesen Bogen leider auch nicht viel vermerkt außer das der Erscheinungstermin im Jahr 1925 vermutet wird. Karl-Harro Reimers, seinerzeit Verfasser der Liste mit Einblicken in das Schreiber-Museum in Esslingen, konnte dort wohl leider auch keine detaillierten Aufzeichnungen ausfindig machen.


    Viele Grüße


    Axel

    Hallo und Grüß Gott!


    Der erste Veranstaltungstag ist vorbei. Hier ein paar Impressionen, ohne Wertung und Anspruch auf Vollständigkeit.


    Leider waren die Besucherzahlen heute noch nicht zu hoch, so blieb viel Zeit für Fachsimpelei und somit auch für intensive Gespräche mit erfahrenen Kartonmodellbauern unter den Besuchern.


    Viele Grüße


    Axel


      


      


      

    Hallo Kartonmodellbaufreunde,


    nun schubse ich dieses Thema auch wieder nach oben.


    Ich möchte noch einmal auf die Aktionstage am 3. und 4.10.2020 im Museum aufmerksam machen. An diesen beiden Tagen werden je sechs Kartonmodellbauer aus den Reihen der Aussteller ihre Künste vorführen. Meine Wenigkeit wird auch zugegen sein, allerdings beschäftige ich mich dann mit Infomaterial und der Verteilung einfacher Modellbaubogen für Einsteiger. Und spiele den Beobachter und Analysten... :cool:


    Geplant ist auch, am 3.10. ein Preisausschreiben zu starten. Die sechs Preise in Form von Modellbaubogen habe ich zur Verfügung gestellt, sie stammen aus dem Nachlass von Thomas Reys, welcher vor zwei Jahren unerwartet verstarb. Welche Modellbaubogen es sind werde ich hier noch nicht verraten, sie werden laut Plan an den Tagen in einer Vitrine ausgelegt werden. Es sind jedenfalls hochwertige Sammelstücke dabei.


    Und bitte wundert euch nun nicht, das Museum hat es immer noch nicht geschafft, die erforderliche Ankündigung auf ihre eigene Homepage zu bringen. Genauso wie die Verlängerung der Ausstellung bis zum 22.12.2020 dort noch nicht thematisiert wurde. Es ist manchmal einfach nur ein Elend. ^^


    Viele Grüße


    Axel

    Servus!


    Oh ja, dieser Effekt ist mir leider viel zu gut vertraut. :cursing:


    Händlern kann man meiner Meinung nach eigentlich nicht die Schuld dafür geben. Besser dem Hersteller direkt die Problematik schildern.


    Vielleicht analysiert man dort dann mal die wirklichen Ursachen. Anstatt wie mir damals inhaltlich quasi mitzuteilen:

    Interessantes Problem, ihre Sprühdose hat es, das bestätigen wir Ihnen. Unsere Labor-Referenzproben aber nicht. Und wir haben keine Ahnung, warum. Sie bekommen eine Sprühdose als Ersatz...


    Viele Grüße


    Axel

    Hallo zusammen,

    ich habe einige Neuigkeiten bezüglich der Ausstellung: Da wäre einmal, sie wird aufgrund des Erfolges bis zum 22.12.2020 verlängert!

    Und dann: Am 3. und 4. Oktober 2020 finden zwei Aktionstage statt. Einige der Aussteller werden an diesen Tagen während der üblichen Öffnungszeiten vor Ort sein und Modellbau praktisch vorführen. Natürlich unter Einhaltung der Convid-19 - Schutzauflagen!

    Bitte wundert euch nicht, noch wurden die Daten auf der Homepage des Museums lwl.org/industriemuseum/stando…ausstellung/papierwelten/ diesbezüglich nicht geändert.

    Vielleicht wenigstens eine Gelegenheit, sich auf dem recht weitläufigen Museumsgelände doch endlich mal wieder zu treffen, zu klönen und Anregungen auszutauschen. Ein offizielles Modellbauertreffen können wir natürlich daraus nun nicht ableiten.

    Viele Grüße

    Axel

    Hallo Kartonmodellbaufreunde,

    ich schiebe die Info über diese Ausstellung noch einmal nach oben. Heute war ich im Museum und hatte ein längeres Gespräch mit der Museumsführung. Die Ausstellung wird sehr gut angenommen, und die erste Auflage des Modellbaubogens von dem Zechengebäude von 500 Exemplaren war nun nach sechs Wochen vollständig verteilt. Ich wurde jedoch Zeuge, wie just heute die nächste Auflage von nun 1000 Stück angeliefert wurde!

    Dazu möchte ich euch einen sehr gut geschriebenen Zeitungsartikel nicht vorenthalten:



    Viele Grüße

    Axel

    Hallo Renee,


    meines Wissens nach war Jürgen-Henry Schindowski dort. Nach der Rundmail von Cindy Kramer habe ich mir ihr telefoniert, und während des Telefonates hat sich Jürgen wohl gemeldet. Wir werden bestimmt noch von Cindy Kramer dazu etwas bekommen.


    So, wieder zum Schiffchen. Dank eines Mitgliedes aus den Reihen des AGK hat sich auch schon die Herkunft des Bogens klären lassen. Es handelt sich wohl um einen Modellbaubogen aus dem Hause "Julius Bagel", dazu hier:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Bagel


    https://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Bagel_junior


    https://www.kartonmodellbau.or…8-Verlag%20Julius%20Bagel


    Das würde sowohl die Bezeichnung "JBM" erklären, auch das System der Bogennummern mit Punkten taucht dort auf.


    Viele Grüße


    Axel

    Hallo Ulrich,

    ja dieses Modell hat eine sehr große Ähnlichkeit zu jenem von J.F. Schreiber. Daher kann man es wohl auch in die gleiche zeitliche Epoche einordnen. Selbst das Original-Bogenformat von J.F. Schreiber und der Maßstab sind sich ähnlich. Im Nachbarforum hat ein Modellbaukollege diesen Bogen verbaut:


    http://www.die-kartonmodellbau…ie-modelle-zu-den-heften/

    Interessant ist halt, der Schreiber-Bogen wird gemäß den Unterlagen im Schreiber-Museum in Esslingen auf das Jahr 1914 datiert. Siehe dazu Heft 2 vom "Arbeitskreis Geschichte des Kartonmodellbaus", Seite 64. Diese Korrektur der Daten im Vergleich zu Heft 1 gehen auf die seinerzeitigen Forschungen von Karl-Harro Reimers zurück. Nur schaffte man es seinerzeit bei Schreiber, sich auf zwei Bogen zu beschränken. Das hier vorliegende Modell brauchte die doppelte Bogenanzahl!

    Meine Mutmaßungen über den Erscheinungszeitraum resultieren daher, das der J.F. Schreiber-Bogen von nachgewiesen 1914 mit Frakturschrift entstand, während der hier vorliegende Bogen kurze Texte in Antiquaschrift enthält. Allerdings gibt es dazu keine klare Linie, siehe hier:


    de.wikipedia.org/wiki/Antiqua-Fraktur-Streit


    Viele Grüße


    Axel

    Die Endmontage der vorbereiteten Teile bereitete dann keine Probleme mehr. Bei den Türen zum Salon entschied ich mich dafür, sie leicht geöffnet darzustellen. Bei der Betrachtung des fertigen Modells kamen mir einige Ideen was man noch machen könnte. Bei solch einer Konstruktion könnte man auch seinen Spieltrieb ausleben. Schwimmen würde das Teil bei passender Behandlung sicher auch noch.


      


      


    Und so wühlte ich in der berühmt-berüchtigten Restekiste und förderte zwei Biegefiguren aus seligen Zeiten der Firma GRAUPNER zu Tage. Und da die beiden dargestellten Damen sich sehr schön auf dem fertigen Modell machten wurden sie angeheuert.


      


      


    Damit wäre das Modell fertig. Möglicherweise ergibt sich ja in nicht allzu ferner Zukunft die Gelegenheit, diesen Bogen via Download den Modellbauern zur Verfügung zu stellen. Wenn es dazu kommen sollte, werde ich es an dieser Stelle verlauten lassen.


    Viele Grüße


    Axel

    Und dann war es soweit, der Salon wurde eingesetzt und verklebt. Fast Maßarbeit, saß, passte, hatte kaum Luft und wackelte nicht. Allerdings reichte der Boden des Salons nicht bis auf die Höhe der Böden von Vor- und Achterschiff hinunter. Dort gab es jeweils einen kleinen Versatz. Aus Restematerial, dazu hatte ich mir auch den Bogen immerhin in weiser Vorahnung zweimal ausgedruckt, fertigte ich Übergänge an. Es sah dann fast aus wie gewollt, ich war sehr zufrieden. Verdünnter Weissleim wurde nun in alle Fugen und Ritzen gefüllt, und wenn notwendig die nun verschlossenen kleinen Spalten mit Aquarellfarbe retuschiert. Und wieder hieß es nun Geduld bewahren und das Gebilde trocknen lassen. Übrigens hatte ich auch inzwischen den Ständer gemäß Anleitung erstellt. Obwohl mir die Holzstäbe mit 20 mm Durchmesser vielleicht doch etwas zu wuchtig geraten waren. Etwas schmaler hätte es auch getan…


        


    In der Zwischenzeit habe ich dann das Dach mit dem Oberlicht und das Gedöns für den Unterwasserbereich vorbereitet. Als Welle benutzte ich einen Holzstab, ebenso Zahnstocher für Ruderkoker und Flaggenstock. Gewiss hätte man hier noch andere, hochwertig-edlere Materialien z.B. aus Messing verwenden können. Mir ging es aber auch darum, mit einfachsten Mitteln das Modell zu erstellen. Und natürlich hätte ich hier auch meinem Spieltrieb folgen und etliche Teile beweglich lagernd einbauen können. Aber auch darauf habe ich verzichtet. Ich glaube, der Einbau eines Gummimotors war damals durchaus auch noch eine Option. Allerdings wurde nirgendwo auf dem Bogen darauf hingewiesen.


      


    Irgendwie musste ich nun immer an die „Lausbubengeschichten“ von Ludwig Thoma denken, wo das Schiff „Preußen“ des vornehmen Knaben aus Berlin auf dem Teich in die Luft gesprengt worden war. Ja, man hat manchmal schon seltsame Assoziationen im Kopf!

    Nun kam der Salon an die Reihe, die Kajüte für die feinen Herrschaften. Zuerst einmal verstärkte ich die beiden Stirnseiten wieder mit Finnpappe, irgendwie logisch. Die Passgenauigkeit der jeweiligen beiden Fensterhälften ließ ein wenig zu wünschen übrig. Vor dem Einkleben der Fensterfolie musste ich daher beide Seiten sorgfältig aufeinander anpassen. Als Fensterfolie verwendete ich übrigens Folie von Overheadprojektoren, in diesem Falle mit einer Stärke von 0,08 mm. Dann schnitt ich die Längsseiten exakt auf die nötige Breite zu, damit sie später in den Rumpf eingesetzt werden konnten. Ich hatte Glück und musste nur schmale Streifen von etwa 0,5 mm abtrennen. Die Längsseiten wurden mit den Stirnseiten dann stumpf verklebt, dank der Verstärkung mit der Finnpappe gab es genug Auflagefläche.


      


    Anschließend setzte ich in der Nähe des Dachs eine zusätzliche Verstärkung in Form eines Streifens Finnpappe ein, damit das Teil sich nicht durchbiegen konnte. Die Sitzfläche und der Boden sind verständlicherweise ebenfalls massiv verstärkt. Und immer wieder machte ich zwischendurch Passproben, ob sich das Teil später gut in die vorbereitete Aufnahmestelle einfügen würde. Ich war zufrieden und konnte es kaum noch erwarten um den fast fertigen Salon einzusetzen. Aber erst einmal musste alles sorgfältig trocknen.


      

    Hallo


    Vielleicht hat der eine oder andere Modellbaufreund bei diesem Wetter Lust, die Sonderausstellung in Witten zu besuchen. Ich hätte da noch ein paar neue Links mit vielen schicken Bildern zum Appetit anregen:


    https://www.lwl.org/industriem…ausstellung/papierwelten/


    https://www.lwl.org/pressemitt…itteilung.php?urlID=50664


    https://www.kdwupper.de/ausstellung-papierwelten.html


    Viele Grüße


    Axel