This website uses cookies. By continuing to use our site you declare your agreement. More Information

Dear visitor, welcome to Kartonbau.de - Alles rund um Papiermodelle, Kartonmodellbau und Bastelbogen. If this is your first visit here, please read the Help. It explains in detail how this page works. To use all features of this page, you should consider registering. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

alf03

Beginner

  • "alf03" is male
  • "alf03" started this thread

Posts: 175

Date of registration: May 17th 2018

Occupation: Kältetechniker, Elektrotechniker

  • Send private message

1

Sunday, October 14th 2018, 6:57am

Geli Nr. 28 Focke Wulf FW189

Hallo Freunde,
Ein etwas aufwändigeres Modell von Geli die FW 189 möchte ich nun vorstellen.
Ich habe dieses Modell im Original schon Anfang der 90er gebaut. Dieses Modell wurde von meiner herzallerliebsten Ehefrau als unnötiger Staubfänger :evil: bezeichnet und mit einem Räumungsbescheid belegt

Najaaaa, allein 19 Arbeitsstunden für das Cockpit einfach einzustampfen war absolut nicht in meinem Sinne. So fand die alte Lady Asyl im Luftfahrtmuseum Graz Thalerhof, wo sie noch heute ausgestellt ist

Die Zeiten haben sich geändert und nun habe ich ausreichend Platz im Arbeitszimmer, also musste auch die FW 189 irgendwann wieder herbei!
Den Originalbogen anzuschneiden würde ich als Sakrileg betrachten und als Geli Classic Modell war die Fw 189 zum Zeitpunkt des Neubaues (2013) noch nicht verfügbar. Also kam nur ein Scan in Frage.

In Anbetracht des Zustandes des Bogens, von dem der Scan gemacht wurde entschied ich mich, den Bogen analog zu meinen Umfärbearbeiten abzuzeichnen. Mir gefällt dieses Modell einfach zu gut, um die Unreinheiten in Kauf zu nehmen, die beim Druck durch die wohl schon sehr abgenutzten Druckplatten zustande kamen.

Begonnen wird mit den Teilen 2 und 3. Für einen ungeduldigen Menschen wie ich es einer bin sind die Vielen Fensterchen eine Herausforderung an das Nervenkostüm. Da sollte man sich wirklich nicht zum Hudeln verleiten lassen. Trotzdem hat mir die Gier nach Fortschritt eins reingewürgt, denn....

...die Pilotensitze sind um einiges leichter einbaubar, wenn man die beiden Teile nicht gleich zusammenfügt


Na gut....der Einbau der Sitze wird erschwert, aber nicht unmöglich dadurch Bauanleitung befolgen ist halt doch nicht ganz falsch.....

Diesmal habe ich die Bögen gleich einer Volllackierung unterzogen. Der Zusammenbau der dadurch steifer gewordenen Teile ist einfacher als ein Lackieren der Kanzel im Nachhinein.


Die Rückseite des Bogens mit den Cockpitteilen habe ich auch durch den Drucker gejagt, so erspare ich mir das Anmalen der Innenseite


Die Spanten sind mir nicht stabil genug, daher habe ich sie in Superkleber ertränkt und mit zusätzlich gedruckten Teilen überzogen.


Die Cockpitteile passen nicht ganz perfekt zusammen, ein Nachbessern mit Acrylfarbe wird das aber kaschieren


Nun werden die Sitze gefertigt


Probesitzen..die Besatzung muss natürlich auch noch etwas Farbe bekommen


Die Ausbeute bisher


Ich habe keine Ahnung, was das nun wirklich ist. Ich tippe mal auf Einhausung für die Kameras im Heck


Jetzt sind nur mehr die beiden Vordersitze anzufertigen und die Piloten anzupinseln, dann kann das Cockpit zusammengebaut werden.

Die Pilotensitze brauchen auch ihre Zeit, denn die langen Papierstrecken erfordern zwischendurch Trockenpausen....


…Aber auch die werden irgendwann fertig


Nein...die
Bürschchen sitzen nicht in fälschlicher Weise am Donnerbalken :D , am Hinterteil aufgespießt lassen sie sich leichter bemalen und zum Trocknen deponieren.


Jedenfalls wird hier meine Scheue vor Plastikmodellen deutlich sichtbar….
Ganz Ehrlich…..wer so pinselt, sollte das wirklich bleiben lassen

Der Franz (Betreiber von sc2web.net) hat mich davon überzeugt, die Liege für den Fotografen auch zu besetzten.
Meine aus zahntechnischem Kunststoff gegossenen Piloten lassen sich aber
nicht strecken, also musste ich aus Fimo ein "Mantschgerl" wutzeln.

und da liegt Rudi der Fotograf nun.....




Auch der (Gott sei Dank) unbewaffnete MG-Schütze Peter und die Piloten Mathias und Rene haben Platz genommen...


Die armen Burschen werden für die nächsten Jahre im Cockpit eingesperrt bleiben :D


Die Montage der Spanten für die Tragflächen gingen sich gerade noch aus, dann war Augenpflege angesagt...


Das Modell könnte sich zum "Weggucker" entwickeln
tja freunde..die erste Panne ließ zwar auf sich warten, aber sie kam
dafür beim Anbauen der Tragflächenmitte umso deutlicher ans Tageslicht :(( .
Ich habe die Verglasung mit einer weicheren Folie an Teil 2 begonnen. Das Zeug bindet nicht mit dem Kleber , die Folie löste sich von den Streben und ich hatte meine liebe Mühe, die Delle wieder halbwegs auszuziehen.

Daher eine generelle Warnung:
Nehmtlieber Overheadfolie oder Clear Binding Covers (vom Pagro-Diskont), da
haftet der UHU wesentlich besser!
Vermeidet die klarsichtigen Aktenhüllen des obengenannten Diskonters oder probiert aus, ob der Kleber noch hält, wenn er trocken ist!

Diese Panne fotografisch zu dokumentieren ist sinnlos, am Bild sieht man das nicht so recht.

Ich stelle es daher schematisch dar


Naja..imschlimmsten Fall versuche ich, das Teil neu einzupassen. Eine ähnliche
Reparatur habe ich ja schon beim Westland Whirlwind gemacht. Wenn´s in
die Hose geht, dann bedeutet das Rundordner und Neubeginn


Schnittstelle ist so gewählt, dass am Ende möglichst wenig von der
Reparatur zu bemerken ist, genau an den Ansätzen der senkrechten
Fensterstreben.

Als Erstes wurde das beschädigte Teil herausgeschnitten und ein Stück Overheadfolie genau zugeschnitten.

An den Kleberspuren erkennt man gut, dass der Kleber zur Folie so gut wie keine Bindung einging


Die Folie ist eingepasst


Das fehlende Teil habe ich aus einem Ersatzbogen ausgeschnitten


Nun das Trumm mit Vorsicht wieder an die Verglasung geleimt


Steuerbordseitig ist es recht gut gelungen...


An der Backbordseite hat es dann aber ein bisschen an Strebenlänge gefehlt X(


Um Vom Makel der Backbordseite den Blick abzulenken, spendierte ich dem Bordschützen Peter eine MG - Atrappe :D

Ich habe nirgendwo ein Bild von der Fw 189 gefunden, wo dieses MG fehlt. Also habe ich es ausserplanmäßig dazugemurkst...


Dasalles sieht jetzt in den Nahaufnahmen wesentlich schlimmer aus, als es
ist. Aber die Distanz erweist sich wieder mal als guter Freund

Die FW189 nimmt langsam Flugzeugform an.

Die Tragflächen.....


...und die ersten Rumpfteile sind vorbereitet


eigenartigerweise schlüpfen die Spanten am hinteren Ende wieder heraus, obwohl sie ganz
Gelilike in der Mitte der
Lasche sitzen sollten


Die Fehlgrößen haben Ihre Ursache nicht beim Konstrukteur, sondern bei mir.
Ich trenne die Zeichnungen für Kartonspanten und Farbteile immer in eigenständige Dateien, da die Spanten zu dick werden, wenn man sie auch auf 160g-Papier
druckt. Bei einem Einzelspant fällt das nicht sonderlich ins Gewicht aber wenn man Kartonteile stapeln muss (z.B. Fahrwerksbeine) wird das Gebilde zu dick und die Ummantelung passt dann nicht mehr.
Naja...da habe ich bei den Farbteilen wohl vergessen, bei der Anpassung der Seitengröße die Option "keine" zu setzen und schon waren die Farbteile ein Quentchen kleiner

Na Gut. .dann eben nicht 1:33,3 sondern halt 1:32,9 oder so

vorfertigen der Motorgondeln....


...und deren Anbau


Durch die vollständige Lackierung der Teile verzögert sich das Arbeitstempo, weil das Papier nicht mehr saugfähig ist. Der Kleber trocknet daher wesentlich langsamer. Das macht fallweise auch ein Fixieren der angebauten Teile empfehlenswert.

Wer sitzt schon gerne...


...bis auf das Zusammenhalten der Teile untätig herum?


Während der Trockenzeit konnte locker das Leitwerk vorbereitet und danach verbaut werden


Auch für die Propeller und die oberen Abdeckungen war während des Trocknens Zeit zur Vorbereitung und somit ist das Grundmodell fertig


Jetzt noch drauf Warten, dass das passende Wetter und Freizeit zusammenfallen, um ein paar Fotos im Flug zusammenzutricksen, dann geht es an den Fahrwerksbau


So...jetzt noch zwei Bilder:

ein fast nicht geschummeltes......


und ein ordentlich geschummeltes :D



Jetzt kann ich getrost mit dem Fahrwerk beginnen.

Wie fast immer bei Geli eine relativ einfache Sache




Jetzt geht das auch als Standmodell durch :D


Langsam wird´s eng an der Zimmerdecke


Das Original Gelimodell der FW189 ist inzwischen von Waltair (Walter Schweiger) restauriert worden und in neuem Glanze wieder im Handel erhältlich. Bei Interesse bitte hier entlang


Liebe Grüße,
Heinz
Der Ausdruck >gute Freunde< sagt alles: dass es auch schlechte gibt.
(Gerhard Uhlenbruck)

This post has been edited 2 times, last edit by "alf03" (Oct 15th 2018, 11:27am)


2 registered users thanked already.

Users who thanked for this post:

ju52-menden (14.10.2018), Horst_DH (15.10.2018)

Social bookmarks