Posts by Lorenz

    ... und der Rest der 15 Seiten:



    Das zweitletze Bild zeigt die Teile der Lok, wenn ich das richtig interpetiere. Diesen Teilen werde ich mich also als erstes widmen.


    Mehr als das kann ich auch gar noch nicht zeigen. Jetzt werde ich mich erstmal für die Messe Friedrichshafen nächste Woche vorbereiten, den Bogen richtig anschneiden kann ich vermutlich erst danach.


    LG Lorenz

    Hallo allerseits


    Normalerweise packe ich immer den ganzen Bogentitel in den Titel des Threads, dieser hier lautet aber "Pociąg wąskotorowy kolei wilanowskiej z przelomu XIX/XX wieku", zu deutsch "Schmalspurzug der Wilanów-Bahn aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert". Also ganz spannend, aber der Lesbarkeit nicht gerade zuträglich. Und was ich jetzt eigentlich genau baue, kann man daraus auch nicht herauslesen, es sei denn vielleich, man ist gerade experte der Geschichte Warschaus.


    Aber ein ganzer Schmalspurzug ist wirklich im Bogen:

    - Dampflokomotive Bn2t, hergestellt von "Max Orenstein" in Schlachtensee im Jahr 1894

    - 2 Stück Winter-Personenwagen, mit Heizung und Beleuchtung (also beim Vorbild), hergestellt von "Orenstein & Koppel" in Schlachtensee im Jahr 1895

    - 2 Stück Güterwagen 5,7t (ein gedeckter und ein Kohlewagen), hergestellt in der Fabrik "Władysław Gostyński" in Warschau im Jahr 1904



    Naja, der soll es auf jeden Fall werden. Mit der Bogenwal tat ich mich etwas schwer. Ich habe, wenn überhaupt, nur ein sehr oberflächliches Interesse am Thema des Wettbewerbs. Hier habe ich dann aber doch etwas gefunden, was etwas Begeisterung in mir Wecken konnte. Erstmal finde ich die Zeitperiode (Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert) sehr spannend, dann dürfte das Fertige Modell ein toller Anblick sein, knuffig, knallbunt und mit ca. 1m Länge, und der Detaillierungsgrad erscheint mir genau richtig für mich, nicht zu viel, nicht zu wenig.


    Im Bogen habe ich etwas über 1700 Teile gezählt. Wenn ich mal grob überschlage, was ich sonst so pro Woche an Teilen schaffe, reicht die Zeit vorne und hinten nicht. Aber das schöne ist, ich kann einfach mal mit der Lok anfangen und dann schauen, ob die Zeit noch für die Wagen reicht, und wenn ja, wie viele.


    Der Bogen ist grösstenteils von Jan Kołodziej (hui?) konstruiert, bei der Lok hat Adrian Wandtke (pfui?) mitgewirkt. Ich bin ja mal gespannt was da auf mich zukommt. Die Anleitung wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas mager, die Modellfotos im Inneren stimmen mich aber positiv. Zusätzlich zu den skizzen, sind noch 1,5 Seiten Polnischer Textanleitung dabei.


    Der Bogen selbst besteht aus 15 Stück A3-Bögen mit Teilen. "Moderne Computergrafik mit frischer Farbgebung" würde es wohl ganz gut treffen :D

    Hier eine Übersicht über die Bögen:



    ...

    Danke Chris :thumbsup:


    Als nächstes war das Seitenruder dran. Die Klappen kann man entweder gedruckt lassen, oder plastisch darstellen, eigentlich sogar beweglich machen. Ich versuche mich an letzterem.


    Bei Zusammenbau habe ich gepennt. Ich habe fleissig alles verklebt, beim Versuch das ganze über den vorhandenen Spant zu schieben wollte es aber rein physikalisch nicht mehr so recht aufgehen...


    Also habe ich den Spant kurzerhand etwas frisiert. Ist auch so alles robust genug! Die Klappe wäre wie gesagt theoretisch beweglich. Sie passt aber mit 0 Spiel in die Aussparung, also habe ich sie doch gleich fest verklebt. Damit rumspielen würde ich eh nicht.


    Für die Sidepods ist ein komplettes Spantengerüst vorgesehen. Das habe ich aber später wieder zertrennt und nur jeweils die vordersten und hintersten vertikalen Spanten benutzt.


    An die Baureihenfolge habe ich mich etwas herangetastet. Erst nach und nach habe ich verstanden, was der Konstrukteur sich hier gedacht hat.


    Aber gedacht hat er sich was und so fügt sich wieder alles wunderbar aneinander. Das Spantengerüst habe ich wie gesagt teilweise weggelassen. Es ist mir auch so alles stabil genug und ich hatte sorgen, dass es mir plötzlich im Weg sein würde.


    Ich dachte ich mach den Flieger noch fertig, bevor ich beim KBW mitmische. Teilemässig bin ich aber hier erst etwa in der Hälfte angelangt und ich fürchte, dass mir andererorts die Zeit ausgehen würde, also lege ich bei dieser Baustelle jetzt eine Pause ein!


    LG Lorenz

    Hallo


    Das ist eine sehr erschütternde Nachricht. Ich konnte Michael bei verschiedenen Treffen als unheimlich aufgestellten Menschen kennen lernen. Seine positive Sicht auf die Dinge und seine lebensfrohe Art, werden mir lange in Erinnerung bleiben.


    Mein tiefstes Beileid,

    Lorenz

    Nachtrag:

    Das Bild, das Dieter gepostet hat, stammt wohl aus dem Buch "Der Böhmerwald" von Josef Wenzig, aus dem Jahr 1860 (danke Reverse Image Search).

    Weil durch das Alter der Kopierschutz verfallen ist, kann das Buch kostenlos in digitaler Form bei Archive.org gelesen werden. Das auch mal als allgemeiner Tipp, falls jemand mal alte Literatur sucht.

    Bei dem Foto im Bogen (rechts), das auf 1880-82 datiert ist fehlt die Treppe bereits.

    Im Buch steht zur Kirche zwar nur eine oberflächliche Beschreibung, die ist aber trotzdem schön:

    "Von äußerst ausfallender Gestalt, die nicht leicht anderswo vorkommen mag, ist die Kirche. Sie ist in der Form eines Sternes gebaut, sehr niedrig und wird von einer ungeheueren Kuppel bedeckt, sodaß sich diese wie ein Riesenkopf auf einem Zwergleibe ausnimmt. Das Innere befriedigt duch den Eindruck sorgsamster Reinlichkeit."


    :D


    LG Lorenz

    Hier ging's ein bisschen weiter.


    Im Rumpf sollen Spanten für eine Steckverbindung der Flügel eingeklebt werden. Die Markierungen dafür sind an zwei verschiedenen Stellen. Wenn man den Flügelspant dranhält, sieht man aber, welche die richtigen sind (die in der Horizontalen).


    Und so kann es dann verklebt werden.


    Die nächsten zwei Hüllensegmente hab ich diesmal vor dem Anbau zusammengeklebt, damit die Naht schöner wird. Wer genau hinschaut, sieht, dass die händische Beschriftung der kleinen Anbauteile einmal "L" und einmal "R" lautet, obwohl beide auf der rechten Seite sind. Die Markierungen habe ich von den Bauteilnamen übernommen, ich bin mir also relativ sicher, dass die gerundeten Einbuchtungen im Bogen (Teil 35aL / 35aR) seitenverkehrt beschriftet ist. Hier also aufpassen!

    Die Spalte für die Flügelspanten habe ich erst am Schluss ganz aufgeschnitten, was das verkleben einfacher macht.

    Alles fügt sich fast von alleine ein, auch die Einbuchtungen für das Fahrwerk. Lasercut und ausgeschnittene Teile in Symbiose :love:


    Der hintere Stutzen des Triebwerks wird stumpf aufgeklebt, muss also möglichst gut vorgeformt werden. Es lief nicht ganz reibungslos, eine Klebestelle musste ich noch einmal ganz auftrennen weil ein deutlicher Spalt zu sehen war.

    Die Passgenauigkeit ist eigentlich ziemlich gut, verzeiht einem aber keine Ungenauigkeiten. Also für mich ziemlich herausfordernd das alles, aber so soll es ja sein.


    Hier noch einmal die aktuelle Gesamtansicht, jetzt geht es ans Seitenruder.


    LG Lorenz

    Mensch, da steige ich beim Forumstrend Flugzeugbau ein und plötzlich bauen alle Eisenbahn! Also jetzt muss ich mich aber spurten, sonst ist der Zug für den KBW abgefahren.


    Also schleunigst das Skelett einpacken! mit der Front wird angefangen, das Näsle hab ich schonmal vorweggebaut.


    Auf die Stelle hinter dem Cockpit hatte ich schon hingewiesen, jetzt wo ich die Verkleidung mal dranhalten konnte, zeigt sich auch, wo der Fehler ist.


    Also kommt wieder die Rasierklinge zum Einsatz und der Deckel wird etwas tiefergelegt. Und schon passt alles vorzüglich. Naja, etwas Spielraum bleibt seitlich, aber das deckt hoffentlich die Haube nachher ab.


    Die Innenwände im Cockpit bekommen noch einige Details, die ich im Voraus eingeklebt habe.

    Da wo der Zahnstocher drinsteckt, darf aber kein Kleber hin, damit die Klebelaschen vom hinteren Segment dazwischen eigefädelt werden können.


    So wird sich dann nach vorne gearbeitet, auf der Unterseite befinden sich zwei Lufteinlässe.

    Die Spitze werde ich erst später verkleben. Erstens ist das Modell schon nicht mehr so handlich und ich würde die Nase sicher früher oder später beim Hantieren eindrücken, zweitens bleibt so noch eine Stelle offen, wo ich Gewichte unterbringen kann, solle es denn nötig sein.


    Die Passgenauigkeit ist weiterhin super, ganz spaltfrei konnte ich die Segmente aber leider trotzdem nicht befestigen. Die Baureihenfolge verhindert, dass man beim Zusammenbau von der Innenseite Gegendruck geben kann. Und da die Klebelaschen aus 80g-Papier sind, kann man da auch keinen Widerstand erwarten.

    Jetzt geht es nach dem gleichen Schema an den Hinterteil des Rumpfes.


    LG Lorenz

    Hallo Wolfgang


    Für die "Z-Biegung" kannst du die (Rück-)Seite der Biegehilfe benutzen, etwa so:

    Ob das wirklich besser funktioniert, als von Hand, wie du es gemacht hast, ist aber fraglich.


    Ansonsten: sehr schöner Baubericht, freut mich immer, wenn es hier weitergeht!


    LG Lorenz

    Mensch, das ist wirklich interessant Johannes Gründling . Da hast du mich direkt überzeugt, 45° noch einmal eine Chance zu geben, ich habe nämlich anfangs viel zu viele davon gekauft. Und wenn es immer noch nichts ist, kenne ich jetzt jemanden, dem ich sie geben kann :thumbsup:

    Ich benutze statt Olfa, NT Cutter. einfach weil für mich einfacher zu beschaffen. An der Qualität habe ich rein gar nichts auszusetzen, ich behaupte das Ding hält ein Leben lang.

    Die sind ebenfalls made in Japan, und ich denke es gibt keine Spürbaren Unterschiede zwischen NT Cutter und Olfa, habe aber nicht beides ausprobiert!



    Ich benutze den AD-2P (oben) für und den D-400 (unten) je nach Lust und Laune. Letzteren vor allem für runde Schnitte, da man ihn einfach zwischen den Fingern drehen kann.


    45°-Klingen haben für unsere Zwecke keine Vorteile gegenüber den 30°-Klingen, behaupte ich. Ausser bei besonders garstiger Graupappe, da verschwindet die äusserste Spitze der 30°-Klingen bei mir gerne mal in der Schneidematte.


    Ob Olfa, NT Cutter oder vergleichbares, die "Investition" ist es auf alle fälle wert.

    Danke Chris und Wanni :thumbsup:


    Also so ein Halinksi-Cockpit hat ja auch absolut seine Reize, finde ich, aber da würde ich vermutlich einen Monat lang dran sitzen. Insofern finde ich es auch völlig in Ordnung, wenn nicht alle Modelle versuchen, das zu imitieren.


    Es geht an die Fahrwerkschächte, im gleichen Stil. Es ist als gefalzte "Wanne" konstruiert, deren Flächen sind aber alle deckungsgleich mit den Spanten, das würde also nicht passen. Ich habe es in einzelteile zertrennt und verkleinert wo nötig.


    Das gleiche bei den Hinteren Fahrwerkschächten.


    Auch hier wieder, einfache, aber wirkungsvolle Konstruktion. Die Spanten habe ich mit weisser Acrylfarbe angemalt, damit es nicht so schäbig wirkt. Einseitig wird ein Kasten und ein Zylinder (Tankstutzen?) eingebaut.


    Noch ein ENTSCHEIDENDES Detail, das ich mittlerweile festgestellt habe: Das Flugzeug wurde erst 1962 in F-11 Tiger umbenannt, wo es schon nicht mehr im Dienst war. Die Navy-Version die ich gerade baue stammt aber vom Ende der 50er-Jahre. Genaugenommen wird das hier also eine F11F-1 Tiger.


    Nochmal die aktuelle Gesamtasicht.


    LG Lorenz

    Hallo nochmal,


    ja Chris, die F-11 ist eher ein Underdog, hat also nicht Legendenstatus, aber dafür einen Sympathiebonus :)


    Ich folge bei der Baureihenfolge bisher einfach der Bauanleitung. Die gibt jetzt erste Details am Spantengerüst vor. Als erstes wird das Triebwerk ausgeschmückt.


    Hier ein kleiner Makel im Bogen: ein runder Spant mit zwei abgeflachten Segmenten wird über den Auspuff gesteckt. Für die untere Stelle (Blau) ist vom Bogen her eine Aussparung in der Röhre, bei der Oberkante (Rot) kommt wieder die Rasierklinge zum Einsatz. Dann wird alles ins Spantengerüst eingebaut.


    Das Cockpit ist relativ einfach gehalten. Die zwei seitlichen Griffe des Sitzes sind im Lasercutsatz enthalten, müssen also nur angemalt werden.


    Den etwas eigenartigen Steuerknüppel habe ich aus Polystyrol, statt Draht hergestellt, er entspricht aber trotzdem der Schablone im Bogen.


    Bezüglich Passgenauigkeit holpert es ein wenig. Der untere der zwei horizontalen Spanten über den Pedalen war z.B. zu breit und mit der Abdeckung hinter dem Sitz stimmt auch etwas nicht:

    Bisher alles nichts schlimmes, aber ich bin ja wirklich gespannt, wie gut nachher die Hülle um den Rumpf passt.


    Jetzt heisst es aber erstmal fröhlich weiter schnippeln, im Zweifelsfall muss ich sonst halt Hand anlegen :thumbsup:


    LG Lorenz

    Hallöchen


    Die Flugzeugabteilung ist hier aktuell ziemlich aktiv und da es mich schon länger juckt, mal etwas in 1:33 zu bauen, habe ich jetzt dem Drang nachgegeben. Ausgesucht habe ich einen Bogen, der mir vom Detaillierungsgrad genau richtig erschien, gebaut wird mit allen verfügbaren Komfortoptionen.

    Das Vorbild,

    die Grumman F-11 Tiger, hatte nach ihrer Einführung 1956 nur eine kurze Militärkarriere von vier Jahren, bevor sie wegen Triebwerksproblemen ausgemustert, und von der überlegenen F-8 Crusader ersetzt wurde. Von Flugschulen und den "Blue Angels" wurde sie noch bis in die späten 60er-Jahre eingesetzt.

    Grumman versuchte auch, die Luftwaffen von Deutschland, Japan und Kanada von dem Kampfjet zu überzeugen, die entschieden sich aber schlussendlich für die F-104 Starfighter.


    Der Bogen

    ist nicht übermässig detailliert. Die Basics, wie Cockpit, Fahrwerkschächte und separate Ruder, sind aber dabei. Ich habe 586 Teile (inkl. 131 Spantenteilen und 24 Schablonenteilen) gezählt, die meisten der Teile sind gefühlt im Fahrwerk. Der Bausatz umfasst 3 Seiten A3 auf 180g/m² und 2 Seiten A3 auf 80g/m². Der Lasercutsatz ist aus 1mm "Nudelkarton" bzw. teilweise etwas festerem 0.5mm-Karton.

    Die Konstruktion stammt von Krzysztof Wagner, über den ich noch nicht viel weiss, ausser dass er wohl leider schon verstorben ist.


    Den Anfang

    macht erstmal das Spantengerüst. Durch den LC-Satz ist dieser Teil im Bogen zwar eigentlich obsolet, einige Hinweise befinden sich aber trotzdem noch darin, z.B. zu den optionalen Rudern und Kanten, die geschliffen werden sollen. Mit einer Rasierklinge gind das Zuspitzen aber schneller, einfacher und Atemwegschonender, als mit Schleifpapier.

    Dank dem Lasercut hat man ziemlich schnell ein Ergebnis. Ganz ungewohnt für mich, gleich zu Anfang die Dimensionen des Modells zu sehen.


    Beim Vorderen Bereich gibt es erste Kartonteile, die später "sichtbar" bleiben.

    Damit ist das Grundgerüst des Rumpfes schon fertig. Der Längsspant ist interessant und sollte Verwindung im Rumpf vorbeugen. Wie genau das ganze später mit den Rumpfsegmenten zusammenpasst wird sich zeigen. Mein Ersteindruck ist aber sehr positiv. Bis auf eine verrutsche Klebemarkierung passt alles wirklich absolut genau. Karton- und Papierstärke scheint ersteinmal berücksichtigt worden zu sein.


    Liebe Grüsse

    Lorenz

    Das hört man doch sehr gerne Andreas, und ja, Ich kann das so unterschreiben ^^


    Folgende Teile aus Karton sind übriggeblieben: Terrain und die Turmspitzen.


    Für die Turmspitzen habe ich mir 3D-gedrucktes Zubehör gegönnt, das man beim Verlag aus Tschechien bestellen kann. Es war für mich nicht richtig vorstellbar, wie filigran so etwas wirklich sein kann, also wollte ich das mal ausprobieren.

    Zum Einkaufserlebnis beim Verlag (modely-vystrihovanky.cz) kann ich auch nur positives sagen. Alles war professionell und sauber verpackt, hilfsbereit und schnell abgewickelt. Es waren einige fehldrucke von 3D-Kreuzen beigelegt, damit man das Bearbeiten und bemalen der Teile üben kann.

    Die Halterung der gedruckten Teile dient gleichzeitig als Deckel der Verpackung. Die Stützen werden abgetrennt, so kann man die Teile bepinseln, bevor sie ganz vom Sockel getrennt werden. Wie man sehen kann, die Teile sind wirklich sehr filigran.


    Das Terrain habe ich aus Isolation geschnitzt, mit Modellbaumörtel geglättet, bemalt und zuletzt begrünt.


    Das sieht vielleicht nach einer kurzen Angelegenheit aus, der Prozess hat aber bei mir mehrere Monate in Anspruch genommen :D

    Irgendwie muss ich mir bei so etwas immer einen Ruck geben, bevor etwas passiert. Dann rutscht es aber und es ist relativ schnell erledigt.


    Für den gepflasterten Weg zum Eingang habe ich mich an anderer Stelle des Verlagsportfolios bedient und als kleinen Farbtupfer noch ein wenig Zubehör aus Karton improvisiert.


    Den Sockel des Modells habe ich mit schwarzem Tonkarton verkleidet und zu guter Letzt noch den Umschlag zerlegt und in Teilen unter das Modell geklebt.


    Damit ist das Modell abgeschlossen! Ein schlichter aber schöner Bogen von einem interessanten Vorbild. Der eigentliche Grund das Modell zu bauen, war, wie eingangs erwähnt, die Umgebungsgestaltung zu üben. Nachdem ich mich dann endlich überwunden hatte, war das ein befriedigender Prozess und so ein bisschen grün drumherum macht halt schon einen ganz anderen Eindruck, als eine gedruckte Rasenfläche, finde ich.

    Die Zwiebel deckt nur einen Bruchteil des Grundrisses ab, der Rest wird von einem sehr facettenreichen Dach bedeckt. Das besteht nur aus drei Teilen, hat aber mindestens 1000 (eintausend) Knicke.

    Noch ein letzter Blick unter das Dach, bevor alles vereint wird.


    Das Dach muss, wie oben zu sehen, um den Sockel des Zwiebeldachs geklebt werden. Wer die Kirche nachbaut, sollte unbedingt darauf achten, das Dach so eng anliegend wie Möglich um den Sockel zu kleben. Es ist genau konstruiert, leider aber mit 0 Spiel. Klebelaschen tragen allerdings auf. Es ist das gleiche Problem wie mit den umlaufenden Simsen bei Modellen von Ondrej Hejl. Vermeidbar, aber man muss es früh genug erkennen.

    Bei mir war das umlaufende Dach durch diesen Umstand minimal zu kurz, weshalb kleine Spalten zum "Verbindungsdreieck" entstehen (siehe rechtes Bild). Das bleibt aber zum Glück kaum sichtbar, ich hätte es selbst schon wieder vergessen, wenn ich nicht darüber schreiben würde.


    Über dem Eingang prangt ein (Glocken?)Türmchen mit einem weiteren Zwiebeldach. Hier weicht die Kirche doch noch von der schlichten Bauweise ab und es dürfen einige gedoppelte Zierelemente verbaut werden.

    Das Ziffernblatt sollte man vermutlich nicht verdoppeln, obwohl der Bogen das eindeutig so vorgibt. So wird es als separates Teil vorbereitet, nur um dann wieder mit der Fassade zu verschmelzen. Sieht trotzdem gut aus, das nur als weiterer Hinweis für Nachbauer :D


    Für das Dach des Turms gehe ich gleich vor wie beim Hauptdach. Ich war allerdings erstaunt, wie viel schwieriger das kleine Dach zu bauen war!


    Dann war der Kartonteil des Modells fast fertig und erstmal lange Pause. Vorteil dieses Bauberichts ist, dass ich im gleichen Tempo weitermachen kann, also bis in Kürze :)


    Liebe Grüsse

    Lorenz

    Das Kirchenschiff wird um kleinere Anbauten erweitert. Der Eingangsbereich ist maximal zurückgesetzt. Einige Details für die Optik, wie Gesims und Fensterbänke...


    ... lassen das ganze schon langsam Form annehmen. Auf Verstärkung der Wände habe ich diesmal komplett verzichtet. Weil alles so verwinkelt ist, wird es in sich schon stabil genug.


    Dann ging es an das Herzstück des Modells, das Riesige Zwiebeldach. Es gibt einen Spantensatz für das Modell, der Schablonen zum Vorformen der Dachteile beinhaltet. Da man sich die nur direkt beim Verlag aus Tschechien bestellen kann, habe ich aus dem Vorschaubild eine Schablone nachgezeichnet. Ziemlich bequem, der Verlag kam dann aber trotzdem noch auf seine Kosten, dazu später mehr.

    Nundenn, so werden die einzelteile Vorgeformt und um hinterklebte Laschen ergänzt.


    In Zweierpotenzen werden die Einzelteile zusammengeklebt und am Sockel-Zwölfeck befestigt.

    Da die Konstruktion absolut fehlerfrei ist, schmiegt sich alles nur so aneinander. Die einzelnen Ziegelreihen helfen immens beim Ausrichten und es wird alles fast von alleine schön gerade.


    Liebe Grüsse
    Lorenz

    Hallo allerseits


    Ich melde mich mit einem weiteren Baubericht, es juckte mich nach einer Kirche und ich brauchte ein Versuchsobjekt für den Gartenbau, bevor ich da bei meiner blauen Kirche irgendwelche vermeidbaren Fehler mache. So habe ich mir dann diesen Bogen ausgesucht, die Kirche mit ihrem auffälligen Zwiebeldach war genau das richtige.


    Kurz vorweg: das Modell ist schon fixfertig. Ich wollte nicht zu viele angefangene Bauberichte haben, also hab ich ganz still und heimlich gebaut. Ursprünglich wollte ich auch die blaue Kirche vorher noch abschliessen, aber jetzt bin ich doch des Wartens müde :D . Deshalb also jetzt dieser nachgereichte Baubericht.


    Foto: wikimedia

    Das Vorbild liegt in luftigen 820 m ü. M. im tschechischen Železná Ruda (deutscher Name: Markt Eisenstein), einem der Tourismus- und Wintersport-Zentren des Böhmerwaldes, direkt an der Grenze zu Bayern. Der Begleittext des Bogens, (hier übrigens neben Tschechisch auch auf Deutsch!) gibt zum Bauwerk eine kleine Einführung. Kurz zusammengefasst:

    Die Kirche wurde in den Jahren 1727 - 1732 erbaut. Der Sternförmige Grundriss, ist symbolisch wohl der Jungfrau Maria gewidmet, die schon in antiken Schriften oft mit einem Stern verglichen wurde. Aus praktischen Gründen ist der Sechszackige Stern abgeändert, sodass die Grundform von aussen betrachtet eher als Kreis wahrgenommen wird, was von dem runden Zwiebeldach noch unterstrichen wird. Die eigentliche Bauausführung der Kirche ist ziemlich anspruchslos wodurch sie aber umso malerischer wirkt.


    Der Bogen ist konstruiert von Milan Bartoš, Druck und Papier, wie von diesem Verlag gewohnt, in toller Qualität. Mit 140 Teilen auf drei Seiten ist es kein kompliziertes Modell, aber durch das ungewöhnliche Vorbild trotzdem reizvoll.


    Die Fenster können auf Wunsch als aufgedruckt belassen werden, aber das kommt natürlich nicht in Frage. So werden die Wände vorbereitet und mit Laschen unter eine Formgebende Rippe geklebt.



    Das soll es für heute gewesen sein.

    Bis die Tage und Liebe Grüsse

    Lorenz

    Hallöchen


    Es hat etwas länger gedauert, als geplant, aber das Modell konnte ich jetzt fertig bauen.

    Das Fahrwerk besteht aus etwas mehr Teilen, als ich es von dieser Art von Modellen bisher gewohnt war. Zur stabilisierung habe ich 0,4mm, bzw. 0,2mm Kupferdraht verwendet.

    Einfach nur verklebt, würde das ganze nicht das Gewicht des Flugzeugs halten. Jeweils ein Tröpfchen Sekundenkleber an den Kontaktpunkten stabilisiert alles zwar, es ist aber immernoch mit Vorsicht zu behandeln.


    Was dann noch fehlte war Kleinkram wie die Bewaffnung, Antennen und... ja was ist das eigentlich vor der Cockpithaube für ein Rohr? Eine Pitotröhre ist ja schon am Flügel, also wird es teil der Zieloptik sein?

    Auf jeden Fall war es das damit. Ein paar Fotos zum Abschluss:


    Die Cowling, bzw der Motor ist auch beim Vorbild um 3° nach links geknickt, um dem Drehmoment entgegenzuwirken.



    Alle "Röhren" sind aus Papier mit einem Kern aus Draht gerollt. Die sahen wegen des empfindlichen Drucks und auch wegen meiner Fähigkeiten allesamt sehr durchgekaut aus. Mit einem Lackstift bemalt, fällt das ganze aber zum Glück nicht mehr auf.


    Schlussfazit:


    Also ein kompletter Fehlschlag ist der Bogen nicht. Es war alles passgenau, bis auf die Cowling, wie im vorherigen Beitrag beschrieben. Allerdings vermute ich, dass der Bogen auf einem 1:33 Modell basiert, und zur Vereinfachung einfach Dinge wie Fahrwerkschacht, Ruder und Motor entfernt wurden. Andere Kleinteile sind dann wieder so klein, dass sie etwas aus der Reihe tanzen. Irgendwie will sich so kein richtig stimmiges Gesamtbild ergeben - zumindest beim Bau.

    Dieser Umstand, und vor allem die eigenwille Druckqualität haben dem Bauspass für mich einen Dämpfer verpasst, da mochte ich andere 1:50-Pacinsky-Modelle bisher lieber. Trotzdem bin ich ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Das Cockpit war ein interessanter Versuch, und die "Verglasung" wertet das ganze schön auf, finde ich.

    Es wird auf jeden Fall nicht mein letzter 1:50-Flieger gewesen sein, nach diesen wechselhaften Details habe ich aber irgendwie Lust auf "was richtiges" in 1:33 bekommen. Mal schauen wohin die Reise noch so führt.


    Jetzt nochmal danke für die Aufmerksamkeit und die vielen Daumen!


    Liebe Grüsse

    Lorenz

    Es geht langsam weiter, dieses "Zwischendurchmodell" hat es dann doch in sich. Ist natürlich auch selbsverschuldet :D


    Die Verglasung habe ich aus irgendeinem Folienrest hergestellt. Die Folie kann man mit Hitze ganz gut in Form bringen. Weil die Scheibe klein genug ist, reichte die Flamme einer Kerze.

    zwei Fehlversuche später (im Bild), war dann das Ergebnis (nicht im Bild) gut genug.


    Zur Abwechslung habe ich noch Cowling und Probeller gebaut, dann alles montiert. Neu dazugekommen sind auch die Kehlbleche zwischen Rumpf und Flügel.

    Es sei angemerkt, dass die Kehlbleche zeitlich vor dem Motor angebracht werden. Die Cowling passt zuerst wunderbar über das Modell. Die Kehlbleche verstärken den Rumpf aber in der Höhe, sodass ich erstmal mit der Rasierklinge wieder Platz machen musste. Das sieht man in Bild Nr. 25, mittig an der Flügelvorderkante.


    Was jetzt noch kommt, befindet sich fast alles auf der Unterseite des Modells. Unter der Cowling fehlte noch der Lufteinlass/Auspuff. Die Flügel kriegen einen Radiator und zwei Beulen für die Maschinengewehre. Am Leitwerk komme ich mit den Verstrebungen an meine Grenzen. Ich sag mal es hat einen Grund, dass ich nur eine Seite zeige :D


    Die "Fahrwerkschächte" sehen aktuell noch etwas doof aus, jetzt geht es aber an das Fahrwerk selber, was die schwarzen Flatschen hoffentlich noch etwas verschleiern wird.


    Schritt 1 zum Fahrwerk, Reifen schleifen.


    bis demnächst


    Liebe Grüsse

    Lorenz

    Also was mir regelrecht die Augen geöffnet hat, war dieses fast 27 Minuten lange Video über's Schneiden von Papier und Karton (kein Witz). Es wurde vor einiger Zeit schon mal hier im Forum geteilt, daher kenne ich es. Der Teil über Rundungen fängt bei 1 Minute und 27 Sekunden an.


    Zusammengefasst: Alles mit dem Cuttermesser, wenig Kraft, viel Ruhe, je grösser der Radius, desto flacher wird die Klinge gehalten. Und natürlich Übung, wie Helmut schon sagt.

    Ob und wie weit man das übernehmen möchte, muss natürlich jeder selbst herausfinden, aber es zeigt doch sehr anschaulich auf, was möglich ist.


    LG Lorenz

    Hallo nochmal


    So, der Pilot kann einsteigen.

    Ich hatte alles im Inneren auf 80g-Papier ausgedruckt, das hat aufgrund der Grösse auch gereicht. Die Innenhaut musste ich noch zuschneiden und das Armaturenbrett konnte ich nur noch mit Knicken einbauen. Ansonsten merkt man der Konstruktion eigentlich nicht an, dass sie runterskaliert wurde. Schön ist das ganze bei genauerer Betrachtung nicht mehr, war doch schon ein ziemliches Gewurstel und Gekleister. Aber es muss ja zum Glück nur als Hintergrundkulisse dienen.


    Die kleinsten Details wie Schubhebel und Pedale habe ich weggelassen, Steuerknüppel und Zieloptik lagen noch drin.

    Der Spalt zwischen dem Hinteren Teil der Kanzel und dem Rumpf ist in echt auch noch sichtbar, wird hier aber durch die dunklen Schatten ziemlich hervorgehoben. Die Spanten darunter hatte ich zwar schon verkleinert, es hätte aber offensichtlich noch ein paar Zehntel mehr vertragen.


    Jetzt geht es an den Grund für die ganze Inneneinrichtung, die Verglasung wird nochmal spannend


    Liebe Grüsse

    Lorenz

    Es geht weiter mit den Flügeln


    Der Teilehaufen, der sich da vor einem offenbart, verursacht erstmal Kopfkratzen. Nach etwas probieren und hinhalten wird dann klar, dass ein Flügel jeweils aus den drei grössten Teilen besteht, die Streifen sind Klebelaschen für die Verbindungen. Dadurch ergibt sich dann die Ausbeulung in der Tragfläche, in der das eingefahrene Fahrwerk Platz finden würde. Hier, wie bei diesen Modellen üblich, nicht mit ausgebildetem Fahrwerkschacht.


    Das ganze passt wunderbar um das Spantengerüst, so wird alles verklebt und unter die Kabine gesetzt.


    Nun möchte ich mich dem Cockpit zuwenden. Die (undurchsichtige) Kanzel des fliegers wäre laut Teilenummern schon lange verbaut. Irgendwie hat es mich aber doch gejuckt, das Ding zu verglasen. Besonders weil die Haubenform auch ohne Tiefziehen annehmlich aussehen dürfte.

    Im Bogen ist, wie gesagt, keine Inneneinrichtung mit dabei, so ganz ohne wäre doof, auch mit umfärben der weissen Flächen. Erst wollte ich etwas ganz rudimentär improvisieren, dann kam mir aber die Idee, mal auf ecardmodels zu schauen. Einen kurzen E-Shopping-Ausflug später konnte ich mir dann das passende Cockpit (auch von Marek Pacinsky) von 1:33 auf 1:50 runterskalieren.

    Ein kurzer vergleich der beiden Bögen zeigt: es handelt sich wirklich um exakt die gleiche Grundkonstruktion, nur dass beim 1:50-Modell vieles, innen und aussen, stark vereinfacht wurde.

    Aber auch das Cockpit in 1:33 ist nicht übermässig detailliert, perfekt zum skalieren.


    Jetzt geht es also darum, das ganze (eigentlich viel zu spät) Irgendwie in das Modell reinzuoperieren. To be continued...


    Liebe Grüsse

    Lorenz

    Hallöchen,


    Ich starte hier mal einen Baubericht.

    Die 1:50-Flieger von Marek Pacinsky eignen sich wunderbar als Zwischendurchmodelle, finde ich. Deshalb habe ich die 4 Stück, die ich schon gebaut habe, wenig bis gar nicht dokumentiert. Die gröbsten Lernerfahrungen habe ich hinter mir, so werden es mittlerweile keine totalen Bananen mehr. Die Kniffe der Modelle kenne ich so langsam, also kann ich dazu ein bisschen was erläutern. Ausserdem ist es höchste Zeit, dass der Name Pacinsky in diesem Forum mal etwas reingewaschen wird (ich hoffe der Schuss geht nicht nach hinten los :D)


    Ausgesucht habe ich mir einen kleinen Franzosen, hauptsächlich wegen der Bemalung, da wurde ich in Mannheim etwas angefixt. Spanten werden gleich auf 0.5mm Finnpappe verstärkt.


    Die Druckqualität bei den WIR-Modellen scheint mir ein bisschen willkürlich zu sein. Manche sind leicht glänzender Digitaldruck (?), andere wiederum scheinbar Offsetdruck.

    Bei diesem Modell glänzt es vor sich hin. Das ist zwar im Endprodukt ganz schick, aber besonders bei Falzen und Schnittkanten bröselt es leider gerne ein bisschen. Dafür ist der Druck ziemlich Robust, was Begrapschen und Feuchtigkeit betrifft. Ich habe mich mittlerweile damit abgefunden und nehme es, wie es kommt.


    Den Anfang mach der Rumpf rund um's Cockpit. Eine Inneneinrichtung ist zwar nicht vorgesehen, aber die Option wird einem gelassen, was ich ganz nett finde.

    Was auffällt, sind wie gesagt die Schnittkanten, wo die Farbe sich gerne mal verabschiedet. Mit Aquarellfarben kann es ein bisschen versteckt werden, den Glanzgrad kriegt man aber natürlich so nicht hin. Also nicht zu genau gucken.


    Der Rumpf wird nach hinten Segment für Segment verlängert. Die Modelle dieses Verlags sind alle als "Spant-auf-Spant" konstruiert.

    Nach ein paar Fehlschlägen, Spalten und Absätzen in Rümpfen bin ich jetzt bei folgender Baureihenfolge angekommen:

    - Rumpfsegment runden und mit Klebestreifen schliessen

    - Hinteren Spant (meist nach zurechtschleifen) einkleben

    - Vorderen Spant an die Rückseite des vorherigen Segments kleben (auch hier vorher zurechtgeschliffen)

    - Segment über diesen Spant verkleben

    Das hat bei diesem Modell ganz gut geklappt, weil man so fast schon eine Klebelasche hat, und kann in aller Ruhe trocken anpassen kann.


    Weiter in Brienz:

    Das Leitwerk wird vorbereitet, und zusammengesteckt. Bei den Vorderkanten der Flügelprofile bricht die Farbe auch schnell, das macht aber der Aquarellkasten fast komplett unsichtbar.


    Die Kehlbleche bereiten mir immer Kopfzerbrechen. Mein Vorstellungsvermögen reicht einfach nicht aus um sie gut vorzuformen. Und die zweidimensionalen Seiten- und Grundrisse der Anleitung helfen da nur wenig. Also gehe ich anders vor.

    Das Papier bei diesem Bogen löst sich leider schnell in Schichten auf, besonders bei engen Rundungen. Das hat aber den grossen Vorteil, dass man die Papierstärke ohne viel Mühe quasi frei wählen kann. Danach können die Kehlbleche mit nur wenig Vorformen am Werkstück eingepasst werden. Vom Ergebnis war ich doch positiv überrascht. Es ist trotz gefühlter Murkserei doch ganz sauber geworden. Für die Zukunft möchte ich es aber anders machen. Vielleicht eine Kopie wie oben anpassen, damit ich eine Vorlage zum vorformen habe.


    Für das Spantengerüst der Flügel hat es noch gereicht, dann war Brienz auch schon vorbei.


    Soweit der Aktuelle Stand.


    Liebe Grüsse

    Lorenz

    Hallo,

    ich war "nur" für zwei Tage da, es war aber trotzdem ein wunderbares Wochenende. Die Örtlichkeit - sowohl innen, als auch aussen - ist einfach einzigartig. Dazu noch gute Gesellschaft und Besucher die abwechslungsreicher nicht sein könnten.


    Noch ein paar Eindrücke von mir:


    Der Bastelplatz. Mit direkter Aussicht auf den Brienzersee.


    Das Abendessen (15 Minuten mit dem Auto entfernt):


    Hoher Besuch (kein Kartonmodell):


    Selbst am Bahnhof bei der Heimfahrt sieht es noch beihnahe lächerlich schön aus:


    Ich habe aber nicht nur Ferienfotos, es wurde auch gebastelt. Ein Baubericht kommt gleich:


    Liebe Grüsse,

    Lorenz

    ....


    Das Modell ist von einer weiteren Schutzmauer umgeben. Die habe ich mit 1mm Graukarton verstärkt, einerseits, für die Stabilität, andererseits, damit die Rückseite nicht strahlend weiss leuchtet.


    Damit nicht nur lauter Einzelteile bleiben, wurde das ganze auf 2mm Graukarton als Grundplatte geklebt.

    Auf Färben der Grundplatte und Mauerinnenseite verzichte ich. Einerseits aus Zeitgründen, andererseits würde das meiner Meinung nach aber auch die Vorgaben übersteigen. So ist doch der Zweck des Baus hauptsächlich zu Dokumentationszwecken.


    Und damit ist das Modell fertig!


    Drei Teile wurde nicht verwendet. Vom Konstrukteur sind zwei Stützen vorgesehen, die Innen unter die Decke der Festung geklebt werden sollen. Durch die Verstärkung der Decke, ist das bei mir nicht nötig.

    Das dritte Teil wäre ein Innenboden für das Eingangstor. Man hätte hier den innenliegenden Torbogen ausschneiden können, der ist im Modell nur eine schwarze Fläche. Den Zweck des Teils habe ich aber zu spät verstanden, so bleibt der Boden leider unbenutzt.

    Da das äussere Tor aber so oder so verschlossen bleibt, dieses Detail also kaum sichtbar wäre, ist das nur ein kleiner Wermutstropfen.


    Die Passgenauigkeit des Bogens ist - bis auf die oben erwähnte Stellen - besser, als ich erwartet hatte. Kleine Ungenauigkeiten gibt es zwar hier und da, die können aber mit etwas Drücken und Ziehen überbrückt werden. Ich finde das Modell hat durchaus seinen Charme.


    Zum Abschluss noch die Gesamtansichten:



    in diesem Sinne, bis später :)


    Liebe Grüsse

    Lorenz

    Und gleich weiter. Das Modell ist jetzt fertig, auf den allerletzten Drücker :S


    Die Bastille braucht noch einen Zugang, sonst wird das nichts mit dem Stürmen. Der Bogen bietet dafür Rampe, Brücke, und Tor.


    Dazwischen liegen aber noch zwei Reihen von Zugbrücken. Auf obiger Modellzeichnung werden die von Seilen/Ketten gehalten, ich habe mir also die Freiheit genommen, die auch im Modell darzustellen.


    Für die Halterungen werden gedoppelte Teile vorgesehen, erfahrenen Modellbauern wird auffallen, dass mit der Anzahl der gespiegelten Teile etwas nicht ganz stimmt :D

    Eines davon habe ich also verkehrt herum auf sein Gegenstück geklebt und passend eingefärbt.


    Die Brücke zum Haupttor wollte ich nicht ganz runterlassen, nicht dass in Mannheim noch eine Revolution startet. Damit die Seile trotzdem unter Spannung stehen, habe ich sie unter Last mit Sekundenkleber aushärten lassen.


    ....

    .....


    Die seitlichen Türme gaben doch einiges zu tun, dahingehend hatte ich das Modell deutlich unterschätzt. Es werden vier 3/4-Türme und vier halbe Türme vorbereitet.


    Bis dahin ist noch alles recht passgenau, beim befestigen der Türme am "Rumpf" wird es dann aber unschön. Die Auskragung der Burgmauer ist zu gross für die Rücksprünge in den Türmen.

    Um die klaffenden Löcher zu kompensieren, habe ich mir erlaubt, die weissen Innenseite der Burgzinnen einzufärben.


    Jetzt erstmal für morgen meine sieben Sachen Packen, dann geht es weiter.


    Bis dahin, Liebe Grüsse

    Lorenz

    Hallihallo


    Viel später, als gewollt, aber jetzt habe ich auch noch zu berichten. Ganz fertig bin ich noch nicht, aber die letzten Teile sollten vor Abfahrt nach Mannheim noch zu schaffen sein.


    Zum Modell: ich habe den Bogen der Bastille in Paris ausgesucht, im Zustand von 1789. Im Sommer des selben Jahres wurde sie im "Sturm auf die Bastille" zerstört, woraufhin die französische Revolution folgte.


    Der Bogen hält sich nur sehr grob ans Vorbild. Wenn man die Skizze auf dem Bogen mit Zeichnungen vom Vorbild vergleicht, fallen sofort grobe Unterschiede auf.

    Quelle Bild 2: wikimedia.org

    Quelle Bild 3: wikimedia.org


    Die Markantesten Abweichungen zum Vorbild: Das Modell hat keine runden Türme. Der Hauptkörper des Modells hat einen rechteckigen Grundriss. Und das Modell hat keinen Innenhof.


    Den Bogen habe ich in A3, auf 200g/m2 Papier ausdrucken lassen. Damit der Bogen auf selbigem im ganzen Platz hat, habe ich ihn auf 80% seiner originalen Grösse geschrumpft, dank den abfotografierten Linealen ist das gut nachweisbar.

    Das habe ich im Vorfeld mit Dieter Nievergelt so besprochen. Da die Proportionen die gleichen bleiben und die originalen Abmessungen errechnet werden können, ist das kein Problem.


    Also zum Bau. Die letzten Tage habe ich mit dem Hauptteil des Modells zugebracht. Den Anfang machen die vier Seitenwände und das "Dach".


    Die Wände werden verklebt, dann soll das Dach drauf. Zum einfacheren Zusammenbauen und für die Stabilität, habe ich dem Dach noch einen Unterboden aus Graupappe spendiert.

    Die Dame im Copyshop die Bögen versehentlich zuerst Schwarz-Weiss ausgedruckt, also konnte ich einfach aus diesen Fehldrucken einen "Spant" machen. Sehr zuvorkommend.


    ....

    Hallo Achim


    Kann sich absolut sehen lassen, dein Einstiegsmodell! Ein Einwurf bezüglich Grundplatte, weil das sicher nicht die letzte gewesen sein wird: wenn du statt Weissleim, den durchsichtigen, lösungsmittelbasierten Klebstoff nimmst, müsste nachträgliches Glätten eigentlich nicht mehr nötig sein. Auch dann aber am besten unter gleichmässiger Last von Büchern o.Ä. trocknen lassen und nicht "feststreichen", sonst hat man nachher doch wieder eine Banane.


    Liebe Grüsse

    Lorenz

    Ja Harald, das hat dann meinem Enthusiasmus für Schrumpfschläuche doch einen Dämpfer verpasst :D

    Danke aber für die Aufklärung. Ist zwar erstmal etwas mehr Aufwand, aber das Ergebnis spricht wie gesagt für sich!

    Vielleicht komme ich darauf zurück, wenn auch nicht in naher Zukunft.


    Du kannst sehr gerne beim nächsten Flieger Fotos vom Prozess machen, das ist sicher nicht nur für mich spannend!


    Liebe Grüsse, Lorenz

    Hallo Christoph,

    das ist eine gute Idee, mit etwas Bearbeitung liesse sich da sicher etwas basteln, was dem "Vyskovsky-Stil" treu bleibt. Gerade habe ich schon den nächsten Bogen angeschnitten (Baubericht folgt), aber vielleicht juckt es mich nochmal in den Fingern. Das Buch habe ich ja im Regal.

    Besonders der alte Friedhof der Prager Klausen-Synagoge ist mir im Kopf geblieben, nur so als eventuelle Inspiration:

    Quelle: Wikimedia



    Hallo Harald,

    danke! Ja, die Dachrinnen sind original aus dem Bogen, einfach aus zwei Schichten Karton. Optisch aber stimmig, das fand ich auch :)


    Liebe Grüsse

    Lorenz