Posts by Lorenz

    Es war einmal vor sehr langer Zeit...

    ... ein frischer Bogen, angeschnitten voller Eifer. Einige Tage basteln im Höhenflug, Fortschritt mit ungeahntem Tempo. Das (unter anderem) hat dann vermutlich zum plötzlichen Überdruss geführt und ich mochte der Schneidematte einige Monate lang gar keine Beachtung mehr schenken.

    Langsam aber sicher kommt jetzt aber wieder Bastellust auf, und ich muss erstmal schauen, wo ich hier verblieben bin. Es folgt also eine Bestandsaufnahme, bevor es dann hier in regelmässigeren Schritten weiter geht.
    Bis zum Wettbewerbsende bleiben noch rund zweieinhalb Monate. Das ist sportlich, aber ich hoffe, dass ich bis dahin etwas vorzeigbares hinkriege.

    Angefangen hatte ich noch vor Friedrichshafen, Ende Oktober 2025:

    Schon bei den ersten Teilen des Bogens stimmt etwas nicht; die Ober- und Unterseite der Grundplatte sind nicht deckungsgleich. Anhand des 1:1 Seitenrisses in der Anleitung und der Länge der Längsträger bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die kürzere der beiden Platten die richtige ist. Die zwei losen Streifen in Bild zwei sind das, was zu viel war.

    Nächste Passprobleme gab es beim Wassertank. Bei der konkaven Oberseite war die Abwicklung zu kurz, weshalb ich mir die aus Restkarton selber bemalt und zugeschnitten habe. Das wird nacher durch den Dampfkessel verdeckt, muss also nicht perfekt sein.

    Die 4 Räder sind im vergleich zu anderen Modellen nicht aufwändig, es hat aber dennoch gereicht, um mich für die Tage auf der Messe in Friedrichshafen zu beschäftigen.

    Das letzte was ich mir hinterlassen hatte, ist ein Haufen Einzelteile, die auf den Zusammenbau warten.

    In naher Zukunft wird also daraus das Getriebe (?) entstehen, zuerst muss ich mich aber noch ernstlich mit dem Thema Nieten auseinandersetzen. Neues Lochwerkzeug ist angeschafft, womit ich jetzt einige Möglichkeiten habe, passende Kreise herzustellen. Vom Ergebnis wird berichtet.

    LG, Lorenz

    ... und noch weitere Bilder

    Die Kirche wollte ich jetzt schon lange bauen, einfach weil ich die Proportionen so schön finde - irgendwie knuffig ^^
    Die 65 Teile schienen mir übersichtlich genug für ein Zwischendurchmodell, und dass ich mir mal die 3-D-Kreuze dafür bestellt hatte war ein weiterer Grund für den Bau.
    Der Aufwand war dann doch grösser als erwartet, weil trotz der augenscheinlichen Schlichtheit des Bogens die eine oder andere Herausforderung dabei ist. Alle Hürden überwunden, wird man aber mit einem hübschen kleinen Kirchlein belohnt :thumbsup:

    LG, Lorenz

    Danke René, Lars und Dieter :)

    Jetzt der Endspurt, zuerst die kleinen Dachgauben. Hier empfiehlt es sich eindeutig, die Klebelaschen abzuschneiden.

    Die Kreuze sind wie bei meiner letzten Kirche 3-D-Gedruckt aus Tschechien. Das hintere Kreuz ist recht einfach gehalten, das Hauptkreuz ist allerdings so filigran, dass es mir schon beim Heraustrennen aus den Stützen vom Druck zerbröselt ist. Ich habe es wieder zusammengeklebt, aber wie neu sieht es nicht mehr aus.

    Rechts sieht man, wie es eigentlich aussehen sollte. Die Stützen innerhalb des Kreuzes habe ich mich nicht getraut zu entfernen. Falls ich nochmal was beim Verlag bestelle, kommt das Set noch einmal in den Warenkorb. Bei einem Preis von umgerechnet ca. 2.70€ lässt sich das verkraften.

    Nur mit der Grundplatte sah mir das Modell dann zu "leicht" aus, also habe ich noch einen Sockel dazugebaut. Einmal kurz ein CAD-Programm bemüht und das Ergebnis mit schwarzem Tonkarton verkleidet...

    ... und fertig!

    ...

    Als nächstes wurde ersteinmal alles bisher vorbereitete auf die Grundplatte geklebt:

    Auch das nächste Dach hat wieder einen 2mm hohen Sockel, weshalb sich eine gleich hohe Graupappe-Füllung anbietet.

    Das kleine Dach der Apsis dürfte nicht gross der Rede wert sein, dachte ich. Das war dann aber so ein Krampf, dass ich mir nichtmal sicher bin, dass bei der Konstruktion alles stimmt.
    Als ich das Dach zuerst mit der Wand verkleben wollte, hat es nicht ganz zur Apsis geschlossen, und wenn ich es zuerst mit der Apsis verklebt habe, stimmte es überhaupt nicht mit der Markierung an der Wand überein. So habe ich es dann zwei mal wieder gelöst und neu verklebt, und schlussendlich einen Zwischenweg genommen.

    Das hat dann seine Spuren hinterlassen, aber zum Glück an einer unauffälligen Stelle (Spitze). Die Rundung des Daches ist schön geworden. Wenn die in die Hose gegangen wäre, hätte mich das mehr geärgert.

    Das kleine "Vordach" um den Turm ist als Einteiler gedacht. Weil auch hier wieder eine 2mm-Kante ist, habe ich es auseinandergenommen und nach und nach mit Füllung verklebt. So hat man auch mehr Kontrolle über die Länge der Teile und nicht im Nachhinein unerwünschte Spalte in den Ecken.


    Jetzt fehlt nicht mehr viel, und die Kirche ist fertig.

    LG, Lorenz

    Eine Anmerkung zu dem Thema:

    Positiv finde ich in diesem Zusammenhang, dass man beim Betrachten der Bilder an dem Punkt herauskommt, an dem man den Viewer schließt und nicht wie vorher, dort wo man den Viewer geöffnet hat.:thumbsup:

    Das finde ich Grundsätzlich auch gut. Hinderlich dabei ist aber, dass man im Viewer vom neuesten Bild zum ältesten Bild springt. Also muss man wieder ein Bild zurück, weil man sonst beim Schliessen des Viewers, am Anfang der Seite, und somit völlig desorientert ist.
    Ich versuche mich jetzt seit dem Update daran zu gewöhnen, aber ich finde das nach wie vor echt umständlich.
    Also ich persönlich wäre sehr dankbar, wenn im Viewer beim neuesten Bild schluss ist! Lässt sich da vielleicht was machen?

    LG, Lorenz

    Hallo mal wieder,

    nachdem bei mir jetzt lange andere Interessen Vorrang hatten, soll es jetzt hier aber auch wieder weitergehen!

    Wie es oft so ist beim Hejl, findet man bei einem erstmal unscheinbaren Modell trotzdem die eine oder andere überraschende Ecke. In diesem Fall ist es der Türrahmen der seitlichen Türe:

    Ich dachte, ich probiere es mit allen Klebelaschen, wie vom Bogen gedacht. Das nächste Mal wird bei so etwas aber ganz sicher stumpf geklebt. Ich habe das Gefühl, hier kann man noch so sorgfältig arbeiten, die vielen überlappenden Schichten Klebelaschen sorgen einfach dafür das es nicht ganz Verzugsfrei geht.
    So wurde es geometrisch nicht ganz befriedigend, was dann die Lust zum weiterbauen ehrlich gesagt erstmal etwas gebremst hat.

    Irgendwann war dann Gras über die Sache gewachsen und ich konnte mich der Apsis widmen :D

    Auch hier wieder, hier und da etwas Graukarton (0,5mm) für dei Stabilität.

    Das Dach ist auch interessant gemacht. Der "Sockel" ist exakt 2mm hoch, also habe ich ihn mit entsprechender Pappe gefüllt, was den Zusammenbau sehr erleichtert.

    Ein liebliches Dächlein, erinnert irgendwie an einen kindlichen Hexenhut finde ich :D

    Jetzt bleibt schon gar nicht mehr viel, eigentlich nur das Hauptdach und einige Details. Es wird also langsam Zeit, das ganze auf die Grundplatte zu kleben.

    Bis dann, LG
    Lorenz

    Hallo

    Erstmal danke an Johannes Gründlingfür die Zangengeburt von Forenupdate, die Arbeit hat sich aber gelohnt! Dank deinen Regelmässigen Updates haben wir glaube ich alle volles Verständnis für die Verzögerung. Dafür haben wir jetzt alles neu, besonders den Darkmode empfinde ich als angenehm.

    Ein Wewehchen habe ich aber. Mein Lesezeichen für's Forum ist die Ansicht "Ungelesene Beiträge". Mit Klick auf den Titel des Themas war man hier immer gleich beim ersten neuen/ungelesenen Beitrag. Jetzt führt er zu Beitrag #1 des Themas. Stattdessen kann man jetzt mit dem Pfeil rechts des Titels, zum ersten neuen Beitrag springen, passt mir auch.

    Mein Problem ist, dass dieser Pfeil auf dem (bzw. meinem) Handy nur in der Horizontalen Ansicht sichtbar ist, somit ist das Forum für mich auf dem Handy gerade nur umständlich brauchbar:

    Wenn stattdessen der Forentitel wieder zum neuesten Beitrag führen würde, wäre das Problem gelöst. Daher die herzlichste Bitte an Johannes: kannst Du das ändern?

    Falls nicht: Ich glaube, vor 2-3 Jahren war es schon mal so, wie es jetzt ist, also werde ich mich wohl murrend daran gewöhnen können.

    Liebe Grüsse
    Lorenz

    Hallo zusammen :)

    Am vergangenen Samstag fand im Restaurant Hohenegg am Bodensee wieder unser kleines jährliches Treffen statt. Es war wie immer eine gesellige Runde mit Angenehmen und anregenden gesprächen. Dieses Treffen bietet durch seinen kleinen und fokussierten Rahmen immer wieder einen schönen Kontrast zu den "grossen", wie Mannheim oder Friedrichshafen, finde Ich. Und so bin ich dann am Abend zufrieden (und um zwei Bögen reicher :rolleyes: ) wieder Zuhause angekommen.

    Den Versand der Einladungen habe Ich seit diesem Jahr übernommen. Hier im Forum vorher auch noch eine Ankündigung zu posten habe ich leider versäumt, so möchte ich doch zumindest in Form von Fotos schon mal ein bisschen Werbung für's nächste Jahr machen. Mir hat die Zeit nicht ganz für die ganze Runde mit Fotos gereicht, also ist jeder eingeladen hier noch zu ergänzen.

    Die Bilder sind in willkürlicher Reihenfolge, aber immer nach Aussteller gruppiert

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    Hallo allerseits

    Ich habe zwar aktuell schon mehrere Baustellen offen, gerade steht mir der Sinn leider trotzdem nach einem Kirchlein.

    Obwohl ich jetzt also meine Chancen weiter verringere, für den 17. KBW irgendetwas vorzeigbares produzieren zu können, habe ich diesen kleinen Bogen angeschnitten.

    Der Umfang hält sich in Grenzen, trotzdem ist der Aufwand natürlich nicht zu unterschätzen.

    Angefangen wird mit dem Turm, die Wände verstärke ich mit 0.5mm Graupappe.

    Die Zierelemente um die Fenster habe ich noch einmal um eine Papierstärke verdoppelt. Da das Papier des Bogens doch ziemlich dünn ist, geht sonst die Wirkung verloren, denke ich.

    Es folgt der kleine Vorbau, der der Kirche ihre markante Form gibt.

    Eigentlich wird der mit normalen Klebelaschen in den Turm geklebt, wegen der Verstärkung muss ich aber separate Laschen hinterkleben. Das hat aber auch Vorteile, weil Herr Hejl nämlich bei seinen Konstruktionen übergeht, dass nicht hinterklebte Klebelaschen auch auftragen und so passprobleme entstehen. Da er das konsequent so macht, kann man es aber umgehen.

    Bauabschnitt 1 ist damit auch schon erledigt.

    Liebe Grüsse

    Lorenz

    Danke Peter und Dieter :)

    Eine hab ich noch:

    Foto: chuchelna.cz

    Diese Kapelle hatte ich wegen ihrer schönen Backsteinoptik schon lange anvisiert. Und weil ich gerade dran war habe ich die auch noch gebaut. Diesmal hat es für ein Foto vom Bau gereicht, trotzdem fast schon peinlich, das als Baubericht aufzuführen :D

    Man kann trotzdem erkennen, was wohin gehört. Das Kreuz ist wie beim Vorbild um ca. 45° gegen den Urzeigersinn gedreht, was es damit wohl auf sich hat?

    Damit sind jetzt 6 der 12 Kapellen gebaut. Man sollte meinen, es ist immer das Gleiche, aber bisher hatte noch jede Kapelle ihren eigenen Kniff. Und die aufwendigsten Kapellen kommen erst noch!

    Liebe Grüsse
    Lorenz

    Hallo alle

    Nach längerer Modellbauabstinenz habe ich mal wieder etwas vorzuzeigen! Eine weitere Kapelle. Das Modell entstand auf verschiedenen Messen und Treffen.

    Foto: Wikimedia

    Fotos vom Bau habe ich leider nicht gemacht, ich behaupte aber, der Aufbau ist ziemlich selbsterklärend. Das einzige, was eher ungewöhnlich ist, ist das Glockentürmchen, das von unten unters Dach geklebt ist.

    Trotz der Einfachheit finde ich die Dachabschlüsse und den Glockenstuhl herzallerliebst :love:

    Liebe Grüsse

    Lorenz

    Hallo Roni,

    vor genau der Situation stand ich auch schon bei dem Konstrukteur. Allein durch Betrachten der obigen Teile kann ich dir da auch nicht helfen, aber ich behaupte am Modell sind Klebemarkierungen, die nicht als solche gekennzeichnet sind. Man muss sie nur identifizieren, die Teile hinhalten, probieren, und irgendwann ergibt sich ein Bild.

    Hier als Beispiel, auch von Marek Pacinsky:

    Die Kehlbleche bereiten mir immer Kopfzerbrechen. Mein Vorstellungsvermögen reicht einfach nicht aus um sie gut vorzuformen. Und die zweidimensionalen Seiten- und Grundrisse der Anleitung helfen da nur wenig. Also gehe ich anders vor.

    Das Papier bei diesem Bogen löst sich leider schnell in Schichten auf, besonders bei engen Rundungen. Das hat aber den grossen Vorteil, dass man die Papierstärke ohne viel Mühe quasi frei wählen kann. Danach können die Kehlbleche mit nur wenig Vorformen am Werkstück eingepasst werden.

    Vielleicht hilft dir das weiter

    LG Lorenz

    Hallo allerseits

    Normalerweise packe ich immer den ganzen Bogentitel in den Titel des Threads, dieser hier lautet aber "Pociąg wąskotorowy kolei wilanowskiej z przelomu XIX/XX wieku", zu deutsch "Schmalspurzug der Wilanów-Bahn aus der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert". Also ganz spannend, aber der Lesbarkeit nicht gerade zuträglich. Und was ich jetzt eigentlich genau baue, kann man daraus auch nicht herauslesen, es sei denn vielleich, man ist gerade experte der Geschichte Warschaus.

    Aber ein ganzer Schmalspurzug ist wirklich im Bogen:

    - Dampflokomotive Bn2t, hergestellt von "Max Orenstein" in Schlachtensee im Jahr 1894

    - 2 Stück Winter-Personenwagen, mit Heizung und Beleuchtung (also beim Vorbild), hergestellt von "Orenstein & Koppel" in Schlachtensee im Jahr 1895

    - 2 Stück Güterwagen 5,7t (ein gedeckter und ein Kohlewagen), hergestellt in der Fabrik "Władysław Gostyński" in Warschau im Jahr 1904

    Naja, der soll es auf jeden Fall werden. Mit der Bogenwal tat ich mich etwas schwer. Ich habe, wenn überhaupt, nur ein sehr oberflächliches Interesse am Thema des Wettbewerbs. Hier habe ich dann aber doch etwas gefunden, was etwas Begeisterung in mir Wecken konnte. Erstmal finde ich die Zeitperiode (Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert) sehr spannend, dann dürfte das Fertige Modell ein toller Anblick sein, knuffig, knallbunt und mit ca. 1m Länge, und der Detaillierungsgrad erscheint mir genau richtig für mich, nicht zu viel, nicht zu wenig.

    Im Bogen habe ich etwas über 1700 Teile gezählt. Wenn ich mal grob überschlage, was ich sonst so pro Woche an Teilen schaffe, reicht die Zeit vorne und hinten nicht. Aber das schöne ist, ich kann einfach mal mit der Lok anfangen und dann schauen, ob die Zeit noch für die Wagen reicht, und wenn ja, wie viele.

    Der Bogen ist grösstenteils von Jan Kołodziej (hui?) konstruiert, bei der Lok hat Adrian Wandtke (pfui?) mitgewirkt. Ich bin ja mal gespannt was da auf mich zukommt. Die Anleitung wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas mager, die Modellfotos im Inneren stimmen mich aber positiv. Zusätzlich zu den skizzen, sind noch 1,5 Seiten Polnischer Textanleitung dabei.

    Der Bogen selbst besteht aus 15 Stück A3-Bögen mit Teilen. "Moderne Computergrafik mit frischer Farbgebung" würde es wohl ganz gut treffen :D

    Hier eine Übersicht über die Bögen:

    ...

    Danke Chris :thumbsup:

    Als nächstes war das Seitenruder dran. Die Klappen kann man entweder gedruckt lassen, oder plastisch darstellen, eigentlich sogar beweglich machen. Ich versuche mich an letzterem.

    Bei Zusammenbau habe ich gepennt. Ich habe fleissig alles verklebt, beim Versuch das ganze über den vorhandenen Spant zu schieben wollte es aber rein physikalisch nicht mehr so recht aufgehen...

    Also habe ich den Spant kurzerhand etwas frisiert. Ist auch so alles robust genug! Die Klappe wäre wie gesagt theoretisch beweglich. Sie passt aber mit 0 Spiel in die Aussparung, also habe ich sie doch gleich fest verklebt. Damit rumspielen würde ich eh nicht.

    Für die Sidepods ist ein komplettes Spantengerüst vorgesehen. Das habe ich aber später wieder zertrennt und nur jeweils die vordersten und hintersten vertikalen Spanten benutzt.

    An die Baureihenfolge habe ich mich etwas herangetastet. Erst nach und nach habe ich verstanden, was der Konstrukteur sich hier gedacht hat.

    Aber gedacht hat er sich was und so fügt sich wieder alles wunderbar aneinander. Das Spantengerüst habe ich wie gesagt teilweise weggelassen. Es ist mir auch so alles stabil genug und ich hatte sorgen, dass es mir plötzlich im Weg sein würde.

    Ich dachte ich mach den Flieger noch fertig, bevor ich beim KBW mitmische. Teilemässig bin ich aber hier erst etwa in der Hälfte angelangt und ich fürchte, dass mir andererorts die Zeit ausgehen würde, also lege ich bei dieser Baustelle jetzt eine Pause ein!

    LG Lorenz

    Hallo

    Das ist eine sehr erschütternde Nachricht. Ich konnte Michael bei verschiedenen Treffen als unheimlich aufgestellten Menschen kennen lernen. Seine positive Sicht auf die Dinge und seine lebensfrohe Art, werden mir lange in Erinnerung bleiben.

    Mein tiefstes Beileid,

    Lorenz

    Nachtrag:

    Das Bild, das Dieter gepostet hat, stammt wohl aus dem Buch "Der Böhmerwald" von Josef Wenzig, aus dem Jahr 1860 (danke Reverse Image Search).

    Weil durch das Alter der Kopierschutz verfallen ist, kann das Buch kostenlos in digitaler Form bei Archive.org gelesen werden. Das auch mal als allgemeiner Tipp, falls jemand mal alte Literatur sucht.

    Bei dem Foto im Bogen (rechts), das auf 1880-82 datiert ist fehlt die Treppe bereits.

    Im Buch steht zur Kirche zwar nur eine oberflächliche Beschreibung, die ist aber trotzdem schön:

    "Von äußerst ausfallender Gestalt, die nicht leicht anderswo vorkommen mag, ist die Kirche. Sie ist in der Form eines Sternes gebaut, sehr niedrig und wird von einer ungeheueren Kuppel bedeckt, sodaß sich diese wie ein Riesenkopf auf einem Zwergleibe ausnimmt. Das Innere befriedigt duch den Eindruck sorgsamster Reinlichkeit."

    :D

    LG Lorenz

    Hier ging's ein bisschen weiter.

    Im Rumpf sollen Spanten für eine Steckverbindung der Flügel eingeklebt werden. Die Markierungen dafür sind an zwei verschiedenen Stellen. Wenn man den Flügelspant dranhält, sieht man aber, welche die richtigen sind (die in der Horizontalen).

    Und so kann es dann verklebt werden.

    Die nächsten zwei Hüllensegmente hab ich diesmal vor dem Anbau zusammengeklebt, damit die Naht schöner wird. Wer genau hinschaut, sieht, dass die händische Beschriftung der kleinen Anbauteile einmal "L" und einmal "R" lautet, obwohl beide auf der rechten Seite sind. Die Markierungen habe ich von den Bauteilnamen übernommen, ich bin mir also relativ sicher, dass die gerundeten Einbuchtungen im Bogen (Teil 35aL / 35aR) seitenverkehrt beschriftet ist. Hier also aufpassen!

    Die Spalte für die Flügelspanten habe ich erst am Schluss ganz aufgeschnitten, was das verkleben einfacher macht.

    Alles fügt sich fast von alleine ein, auch die Einbuchtungen für das Fahrwerk. Lasercut und ausgeschnittene Teile in Symbiose :love:

    Der hintere Stutzen des Triebwerks wird stumpf aufgeklebt, muss also möglichst gut vorgeformt werden. Es lief nicht ganz reibungslos, eine Klebestelle musste ich noch einmal ganz auftrennen weil ein deutlicher Spalt zu sehen war.

    Die Passgenauigkeit ist eigentlich ziemlich gut, verzeiht einem aber keine Ungenauigkeiten. Also für mich ziemlich herausfordernd das alles, aber so soll es ja sein.

    Hier noch einmal die aktuelle Gesamtansicht, jetzt geht es ans Seitenruder.

    LG Lorenz

    Mensch, da steige ich beim Forumstrend Flugzeugbau ein und plötzlich bauen alle Eisenbahn! Also jetzt muss ich mich aber spurten, sonst ist der Zug für den KBW abgefahren.

    Also schleunigst das Skelett einpacken! mit der Front wird angefangen, das Näsle hab ich schonmal vorweggebaut.

    Auf die Stelle hinter dem Cockpit hatte ich schon hingewiesen, jetzt wo ich die Verkleidung mal dranhalten konnte, zeigt sich auch, wo der Fehler ist.

    Also kommt wieder die Rasierklinge zum Einsatz und der Deckel wird etwas tiefergelegt. Und schon passt alles vorzüglich. Naja, etwas Spielraum bleibt seitlich, aber das deckt hoffentlich die Haube nachher ab.

    Die Innenwände im Cockpit bekommen noch einige Details, die ich im Voraus eingeklebt habe.

    Da wo der Zahnstocher drinsteckt, darf aber kein Kleber hin, damit die Klebelaschen vom hinteren Segment dazwischen eigefädelt werden können.

    So wird sich dann nach vorne gearbeitet, auf der Unterseite befinden sich zwei Lufteinlässe.

    Die Spitze werde ich erst später verkleben. Erstens ist das Modell schon nicht mehr so handlich und ich würde die Nase sicher früher oder später beim Hantieren eindrücken, zweitens bleibt so noch eine Stelle offen, wo ich Gewichte unterbringen kann, solle es denn nötig sein.

    Die Passgenauigkeit ist weiterhin super, ganz spaltfrei konnte ich die Segmente aber leider trotzdem nicht befestigen. Die Baureihenfolge verhindert, dass man beim Zusammenbau von der Innenseite Gegendruck geben kann. Und da die Klebelaschen aus 80g-Papier sind, kann man da auch keinen Widerstand erwarten.

    Jetzt geht es nach dem gleichen Schema an den Hinterteil des Rumpfes.

    LG Lorenz

    Hallo Wolfgang

    Für die "Z-Biegung" kannst du die (Rück-)Seite der Biegehilfe benutzen, etwa so:

    Ob das wirklich besser funktioniert, als von Hand, wie du es gemacht hast, ist aber fraglich.

    Ansonsten: sehr schöner Baubericht, freut mich immer, wenn es hier weitergeht!

    LG Lorenz

    Ich benutze statt Olfa, NT Cutter. einfach weil für mich einfacher zu beschaffen. An der Qualität habe ich rein gar nichts auszusetzen, ich behaupte das Ding hält ein Leben lang.

    Die sind ebenfalls made in Japan, und ich denke es gibt keine Spürbaren Unterschiede zwischen NT Cutter und Olfa, habe aber nicht beides ausprobiert!

    Ich benutze den AD-2P (oben) für und den D-400 (unten) je nach Lust und Laune. Letzteren vor allem für runde Schnitte, da man ihn einfach zwischen den Fingern drehen kann.

    45°-Klingen haben für unsere Zwecke keine Vorteile gegenüber den 30°-Klingen, behaupte ich. Ausser bei besonders garstiger Graupappe, da verschwindet die äusserste Spitze der 30°-Klingen bei mir gerne mal in der Schneidematte.

    Ob Olfa, NT Cutter oder vergleichbares, die "Investition" ist es auf alle fälle wert.

    Danke Chris und Wanni :thumbsup:

    Also so ein Halinksi-Cockpit hat ja auch absolut seine Reize, finde ich, aber da würde ich vermutlich einen Monat lang dran sitzen. Insofern finde ich es auch völlig in Ordnung, wenn nicht alle Modelle versuchen, das zu imitieren.

    Es geht an die Fahrwerkschächte, im gleichen Stil. Es ist als gefalzte "Wanne" konstruiert, deren Flächen sind aber alle deckungsgleich mit den Spanten, das würde also nicht passen. Ich habe es in einzelteile zertrennt und verkleinert wo nötig.

    Das gleiche bei den Hinteren Fahrwerkschächten.

    Auch hier wieder, einfache, aber wirkungsvolle Konstruktion. Die Spanten habe ich mit weisser Acrylfarbe angemalt, damit es nicht so schäbig wirkt. Einseitig wird ein Kasten und ein Zylinder (Tankstutzen?) eingebaut.

    Noch ein ENTSCHEIDENDES Detail, das ich mittlerweile festgestellt habe: Das Flugzeug wurde erst 1962 in F-11 Tiger umbenannt, wo es schon nicht mehr im Dienst war. Die Navy-Version die ich gerade baue stammt aber vom Ende der 50er-Jahre. Genaugenommen wird das hier also eine F11F-1 Tiger.

    Nochmal die aktuelle Gesamtasicht.

    LG Lorenz

    Hallo nochmal,

    ja Chris, die F-11 ist eher ein Underdog, hat also nicht Legendenstatus, aber dafür einen Sympathiebonus :)

    Ich folge bei der Baureihenfolge bisher einfach der Bauanleitung. Die gibt jetzt erste Details am Spantengerüst vor. Als erstes wird das Triebwerk ausgeschmückt.

    Hier ein kleiner Makel im Bogen: ein runder Spant mit zwei abgeflachten Segmenten wird über den Auspuff gesteckt. Für die untere Stelle (Blau) ist vom Bogen her eine Aussparung in der Röhre, bei der Oberkante (Rot) kommt wieder die Rasierklinge zum Einsatz. Dann wird alles ins Spantengerüst eingebaut.

    Das Cockpit ist relativ einfach gehalten. Die zwei seitlichen Griffe des Sitzes sind im Lasercutsatz enthalten, müssen also nur angemalt werden.

    Den etwas eigenartigen Steuerknüppel habe ich aus Polystyrol, statt Draht hergestellt, er entspricht aber trotzdem der Schablone im Bogen.

    Bezüglich Passgenauigkeit holpert es ein wenig. Der untere der zwei horizontalen Spanten über den Pedalen war z.B. zu breit und mit der Abdeckung hinter dem Sitz stimmt auch etwas nicht:

    Bisher alles nichts schlimmes, aber ich bin ja wirklich gespannt, wie gut nachher die Hülle um den Rumpf passt.

    Jetzt heisst es aber erstmal fröhlich weiter schnippeln, im Zweifelsfall muss ich sonst halt Hand anlegen :thumbsup:

    LG Lorenz

    Hallöchen

    Die Flugzeugabteilung ist hier aktuell ziemlich aktiv und da es mich schon länger juckt, mal etwas in 1:33 zu bauen, habe ich jetzt dem Drang nachgegeben. Ausgesucht habe ich einen Bogen, der mir vom Detaillierungsgrad genau richtig erschien, gebaut wird mit allen verfügbaren Komfortoptionen.

    Das Vorbild,

    die Grumman F-11 Tiger, hatte nach ihrer Einführung 1956 nur eine kurze Militärkarriere von vier Jahren, bevor sie wegen Triebwerksproblemen ausgemustert, und von der überlegenen F-8 Crusader ersetzt wurde. Von Flugschulen und den "Blue Angels" wurde sie noch bis in die späten 60er-Jahre eingesetzt.

    Grumman versuchte auch, die Luftwaffen von Deutschland, Japan und Kanada von dem Kampfjet zu überzeugen, die entschieden sich aber schlussendlich für die F-104 Starfighter.

    Der Bogen

    ist nicht übermässig detailliert. Die Basics, wie Cockpit, Fahrwerkschächte und separate Ruder, sind aber dabei. Ich habe 586 Teile (inkl. 131 Spantenteilen und 24 Schablonenteilen) gezählt, die meisten der Teile sind gefühlt im Fahrwerk. Der Bausatz umfasst 3 Seiten A3 auf 180g/m² und 2 Seiten A3 auf 80g/m². Der Lasercutsatz ist aus 1mm "Nudelkarton" bzw. teilweise etwas festerem 0.5mm-Karton.

    Die Konstruktion stammt von Krzysztof Wagner, über den ich noch nicht viel weiss, ausser dass er wohl leider schon verstorben ist.

    Den Anfang

    macht erstmal das Spantengerüst. Durch den LC-Satz ist dieser Teil im Bogen zwar eigentlich obsolet, einige Hinweise befinden sich aber trotzdem noch darin, z.B. zu den optionalen Rudern und Kanten, die geschliffen werden sollen. Mit einer Rasierklinge gind das Zuspitzen aber schneller, einfacher und Atemwegschonender, als mit Schleifpapier.

    Dank dem Lasercut hat man ziemlich schnell ein Ergebnis. Ganz ungewohnt für mich, gleich zu Anfang die Dimensionen des Modells zu sehen.

    Beim Vorderen Bereich gibt es erste Kartonteile, die später "sichtbar" bleiben.

    Damit ist das Grundgerüst des Rumpfes schon fertig. Der Längsspant ist interessant und sollte Verwindung im Rumpf vorbeugen. Wie genau das ganze später mit den Rumpfsegmenten zusammenpasst wird sich zeigen. Mein Ersteindruck ist aber sehr positiv. Bis auf eine verrutsche Klebemarkierung passt alles wirklich absolut genau. Karton- und Papierstärke scheint ersteinmal berücksichtigt worden zu sein.

    Liebe Grüsse

    Lorenz

    Das hört man doch sehr gerne Andreas, und ja, Ich kann das so unterschreiben ^^

    Folgende Teile aus Karton sind übriggeblieben: Terrain und die Turmspitzen.

    Für die Turmspitzen habe ich mir 3D-gedrucktes Zubehör gegönnt, das man beim Verlag aus Tschechien bestellen kann. Es war für mich nicht richtig vorstellbar, wie filigran so etwas wirklich sein kann, also wollte ich das mal ausprobieren.

    Zum Einkaufserlebnis beim Verlag (modely-vystrihovanky.cz) kann ich auch nur positives sagen. Alles war professionell und sauber verpackt, hilfsbereit und schnell abgewickelt. Es waren einige fehldrucke von 3D-Kreuzen beigelegt, damit man das Bearbeiten und bemalen der Teile üben kann.

    Die Halterung der gedruckten Teile dient gleichzeitig als Deckel der Verpackung. Die Stützen werden abgetrennt, so kann man die Teile bepinseln, bevor sie ganz vom Sockel getrennt werden. Wie man sehen kann, die Teile sind wirklich sehr filigran.

    Das Terrain habe ich aus Isolation geschnitzt, mit Modellbaumörtel geglättet, bemalt und zuletzt begrünt.

    Das sieht vielleicht nach einer kurzen Angelegenheit aus, der Prozess hat aber bei mir mehrere Monate in Anspruch genommen :D

    Irgendwie muss ich mir bei so etwas immer einen Ruck geben, bevor etwas passiert. Dann rutscht es aber und es ist relativ schnell erledigt.

    Für den gepflasterten Weg zum Eingang habe ich mich an anderer Stelle des Verlagsportfolios bedient und als kleinen Farbtupfer noch ein wenig Zubehör aus Karton improvisiert.

    Den Sockel des Modells habe ich mit schwarzem Tonkarton verkleidet und zu guter Letzt noch den Umschlag zerlegt und in Teilen unter das Modell geklebt.

    Damit ist das Modell abgeschlossen! Ein schlichter aber schöner Bogen von einem interessanten Vorbild. Der eigentliche Grund das Modell zu bauen, war, wie eingangs erwähnt, die Umgebungsgestaltung zu üben. Nachdem ich mich dann endlich überwunden hatte, war das ein befriedigender Prozess und so ein bisschen grün drumherum macht halt schon einen ganz anderen Eindruck, als eine gedruckte Rasenfläche, finde ich.

    Die Zwiebel deckt nur einen Bruchteil des Grundrisses ab, der Rest wird von einem sehr facettenreichen Dach bedeckt. Das besteht nur aus drei Teilen, hat aber mindestens 1000 (eintausend) Knicke.

    Noch ein letzter Blick unter das Dach, bevor alles vereint wird.

    Das Dach muss, wie oben zu sehen, um den Sockel des Zwiebeldachs geklebt werden. Wer die Kirche nachbaut, sollte unbedingt darauf achten, das Dach so eng anliegend wie Möglich um den Sockel zu kleben. Es ist genau konstruiert, leider aber mit 0 Spiel. Klebelaschen tragen allerdings auf. Es ist das gleiche Problem wie mit den umlaufenden Simsen bei Modellen von Ondrej Hejl. Vermeidbar, aber man muss es früh genug erkennen.

    Bei mir war das umlaufende Dach durch diesen Umstand minimal zu kurz, weshalb kleine Spalten zum "Verbindungsdreieck" entstehen (siehe rechtes Bild). Das bleibt aber zum Glück kaum sichtbar, ich hätte es selbst schon wieder vergessen, wenn ich nicht darüber schreiben würde.

    Über dem Eingang prangt ein (Glocken?)Türmchen mit einem weiteren Zwiebeldach. Hier weicht die Kirche doch noch von der schlichten Bauweise ab und es dürfen einige gedoppelte Zierelemente verbaut werden.

    Das Ziffernblatt sollte man vermutlich nicht verdoppeln, obwohl der Bogen das eindeutig so vorgibt. So wird es als separates Teil vorbereitet, nur um dann wieder mit der Fassade zu verschmelzen. Sieht trotzdem gut aus, das nur als weiterer Hinweis für Nachbauer :D

    Für das Dach des Turms gehe ich gleich vor wie beim Hauptdach. Ich war allerdings erstaunt, wie viel schwieriger das kleine Dach zu bauen war!

    Dann war der Kartonteil des Modells fast fertig und erstmal lange Pause. Vorteil dieses Bauberichts ist, dass ich im gleichen Tempo weitermachen kann, also bis in Kürze :)

    Liebe Grüsse

    Lorenz