Ulli+Peter
Moin Ulli!
Vielen Dank, dass Du den Anfang gemacht hast. Mir fehlte irgendwie
der Ansatz, die Stimmung richtig wiederzugeben.
@All
Zugegeben, mein
ursprünglicher Text war mehr ein "Lessons learned" zum
Thema "Wie veranstalte ich eine Modellbauausstellung". Das
werde ich ggfs an anderer Stelle nochmal zusammenfassen, denn außer
einen Text von Herrn Müller (aka CFM-Müller) hatte ich nicht viele
Informationen, an was alles zu denken ist.
Ich fange trotzdem mal ganz am Anfang an:
Der Veranstaltungssaal, in dem die Ausstellung stattfand, befindet
sich im sog. Molenfußgebäude im Sassnitzer Stadthafen. Nebenbei:
Die Stadt Sassnitz hat zwei Häfen: Den Stadthafen und den in den
80er Jahren gebauten Fährhafen in Mukran, der einen Liniendienst für
Eisenbahnfähren in die Sowjet-Union gewährleisten sollte.
Das Molenfußgebäude liegt am Fuß der bis vor wenigen Jahren
längsten Hafenmole Europas. Es wurde nach der Wende gebaut und der
Veranstaltungssaal ist ein Teil davon. Da er mit EU-Mitteln gebaut
wurde, darf er eigentlich nur für nicht-kommerzielle Veranstaltungen
genutzt werden. Auf dieser Basis dort attraktive Veranstaltungen
durchzuführen grenzt an die Quadratur des Kreises. Es dürfte nicht
sonderlich viele Idealisten (aka Bekloppte) geben, die sich dort 4
Tage hinsetzen, um Einheimischen und Urlaubern das Heil in Form des
Kartonmodellbaus zu bringen. Zuletzt wurde der Saal in der
Hauptsaison von einem Netzwerk von Kunsthandwerkern der Insel
genutzt. Als Martina und ich vor zwei oder drei Jahren über die
Ostertage in Sassnitz waren, war der Raum eigentlich ungenutzt. Das
ließ bei mir die Idee einer Modellbauausstellung aufkommen. Den
Bildern von Ulli kann man ja das geniale Flair des Raumes entnehmen.
Ich will uns die ausführliche Beschreibung des zweijährigen Hin
und Hers ersparen, aber bis zuletzt konnte ich selber kaum glauben,
dass wir hier eine doch recht erfolgreiche Veranstaltung hinbekommen
würden. Schließlich müssen am Ende ja mindestens drei Fraktionen
zufrieden sein:
- Unsere Mitaussteller ( Ulli+Peter und Peter samt
Ehefrau, die zufällig auch noch Ulli heißt, was die Kommunikation
immer etwas erschwerte), die wir immerhin aus dem Stuttgarter und
Frankfurter Raum an das andere (aber sehr schöne) Ende der Republik
gelockt hatten,
- die Stadt Sassnitz, die uns mit kostenlosen Stühlen und Tischen
sowie einer ausgesprochen moderaten Saalmiete unterstützte,
- die Besucher, die wir mit allerlei Tricks (aka Werbung) dazu
verleiteten, einen Teil ihres Osterurlaubs in unserer Ausstellung zu
verbringen.
Von den drei erwähnten Gruppen hat jedenfalls keiner fluchend das
Lokal verlassen, was ich als Erfolg werte. Herr Kräusche
(Bürgermeister von Sassnitz) hat sogar ausdrücklich um unser
erneutes Erscheinen im nächsten Jahr gebeten.
Von Martinas Leuchtturm wurden immerhin 70 Stück entweder vor Ort
„verbastelt“ oder gegen eine kleine Spende mitgenommen.
Erwartungsgemäß konnte meine Strandkorb-Konstruktion da nicht
mithalten.
Einen wesentlichen
Beitrag hat Ulli in Ihrem Bericht allerdings unterschlagen: Sie hat
nämlich an drei von fünf Abenden für die kalorische Versorgung in
Form von Maultaschen mit Kartoffelsalat und Kartoffelsuppe sowie dem
abschließenden Reste-Essen gesorgt. Von diesen abendlichen
Zusammenkünften habe ich leider selber keine Bilder gemacht, Ulli
(die von Peter) hat aber einige stimmungsvolle Aufnahmen in die
WhatsApp-Gruppe gestellt. Mal sehen, ob wir davon noch die eine oder
andere hier in den Thread kriegen.