HMS Repulse / GreMir / 1:200

  • Moin,


    ein "Fleckerstand" ist ein erhöhter Beobachtungsstand zur Flakführung. Normalerweise gehören da nur der Flakleitoffizier und ein Gehilfe rein.


    Bei den Briten ist das Ding natürlich größer - da muß dann auch noch der Inder für die Zubereitung des 5-Uhr Tees rein und die entsprechende Teeküche.
    Auch das Schränkchen für den Gin gegen Malaria muß noch ein Platz finden.


    Viele Grüsse
    Michael

  • Moin,
    nö, mit Flak hat das eher weniger zu tun. Den Begriff "Fleckerstand" kannte man bereits bei der Kaiserlichen Marine, als man an Flak noch gar nicht dachte. Damit wurde ein etwas größeres Krähennest bezeichnet, von dem aus der Fleckeroffizier die Lage des eigenen Feuers beobachtete und an den Artillerieoffizier (AO) weitermeldete. Im weiteren Verlauf der Entwicklung hat man dann im Vormars einen größeren Artillerieleitstand geschaffen, von dem aus dann der AO im Normalfalle sein Schießen leitete. Ganz gut kann man die Entwicklung nachvollziehen, wenn man einmal auf Bildern den vorderen Mast der SMS DERFFLINGER nach der Indienststellung mit dem Dreibeinmast nach der Reparatur der Schäden aus der Skagerrakschlacht vergleicht. Aus dem relativ kleinen Fleckerstand ist ein recht geräumiges Gebilde mit Basisgerät geworden. Und wenn man sich dann den Vormars beispielsweise der BISMARCK ansieht, dann wird deutlich, wie dort die Entwicklung weitergegangen ist. Wobei nicht zu vermuten ist, daß dort Teeküche oder Minibar untergebracht waren... ;)
    Gruß von der Elbe
    Fiete

  • Moin Fiete,


    die Bismarck hatte keinen Fleckerstand. Dies wurde explizit im AVKS-Schlußbericht als Mangel erwähnt. Während des zweiten Weltkrieges zumindest war es immer ein Stand für den Flakoffizier. Ursprünglich über der Drehhaube des Entfernungsmessers angebracht. Die Flak hatte halt einen anderen Blickwinkel als der Rest der Artillerie.


    Was natürlich nicht ausschließt, dass der Stand früher auch für Nicht-Flak verwendet wurde.


    ...und was ein "Flecker" ist, wissen wir immer noch nicht :(


    Viele Grüsse
    Michael

  • Tut mir leid, wenn ich mich mißverständlich ausgedrückt habe. Ich habe nicht sagen wollen, BISMARCK habe einen Fleckerstand gehabt.
    Das mit dem Begriff "Flecker" klären wir auch noch, ich meine da etwas im Bücherregal zu haben. Falls nicht jemand schneller ist, als ich...
    Gruß
    Fiete

  • Hallo, Hans Gerd,


    wunderschöne Ergebnisbilder zeigst Du uns hier wieder. Ein Schmuckstück, eher Museumsmodell, entsteht und Du läßt uns daran teilhaben. Diese Meisterklasse ist natürlich auch ein Anreiz für mich, als mäßig begabter Kartonverbieger nach derartiger Perfektion zu streben.


    Aber mal neugierig gefragt: Produzierst Du auch manchmal 'Schrott', und müssen die Wände des Hobbyraums manchmal ob wilder Flüche zart erröten? Meine Güte, wenn ich daran denke, was sich der Teppichboden bei mir wegen versteckter Kleinteile schon alles anhören musste.


    Totzdem, ein Genuß, Dein Modell und die Fotos. Weiter so
    Friedrich

    Fülle Deine Tage mit Leben und nicht Dein Leben mit Tagen.

  • Hi Friedrich,


    also, geflucht wird ne ganze Menge, auch ich verbringe nicht unbeträchtliche Zeit auf allen Vieren und suche heruntergefallene Teile. Selten muss ich Teile nochmals bauen, es sei denn, ich habe sie verschludert.
    Bei der Repulse habe ich aber das Problem, dass die Bauanleitungen mit den Ansichten auf verschiedenen Bögen sind, es kommt häufiger vor, dass ich eine Baugruppe abschliesse und anschliessend auf einer anderen Skizze noch Teile finde, die dazu gehören; nach dem Motto: ach, da gehört das hin. Da ich die Bögen zweimal ausgedruckt habe,(wegen zu verdoppelnden Teilen) passiert es öfters, dass ich Teile finde und verbauen will, die ich schon gebaut und angebracht habe.


    Da hilft halt kräftiges Fluchen, zurücklehnen und ein Schluck aus dem Glas,
    aber ich denke das gehört dazu.


    Ich schau mal zu, dass ich die Repulse, wenn auch unfertig, mit nach Mainz bringe.


    Ansonsten, bis morgen in Mannheim,


    Hans Gerd

  • ZHallo Hagen,


    das mit Robert Lembke ist genial!



    Holzfußboden hat übrigens auch so seine Tücken, wir wohnen in einem Altbau, wo sich der Fugenkitt zwischen den Brettern seit Jahrzehnten verabschiedet hat und rate mal, wo die Kleinteile am liebsten hinfallen ?? !!


    Ich finde die im Übrigen meistens wieder, wenn ich sie unter Fluchen neu gebaut habe.


    Zaphod




    Übrigens sollten wir in den kommenden Wochen verstärkt bei den polnischen Verlagen reinschauen, Slawomir hat darauf hingewiesen, dass ab Mitte September wegen einem polnischen Verlagswettbewerbe mit etlichen wohl auch nennenswerten Neuerscheinungen zu rechnen ist (seit 2005 kursiert das Gerücht, Halinski arbeite an einem wirklich großen Flieger, vielleicht die Lancaster??!!).

  • Hallo Hans Gerd,


    ich lese soeben, daß Du die Repulse mit nach Mainz bringen willst. Toll, ich freue mich schon, die in Natura zu sehen. Der Baufortschritt gegenüber unserem Treff bei Peter ist ja gewaltig. Ich komme am Sonntag und hoffe, daß Du dann auch dan bist.


    Grüße Wolfgang.

  • Hallo Hans Gerd,


    ich habe soeben nochmals Deinen Baubericht von der Repulse durchgesehen. Auf der Seite zwei dieses Berichtes, Datum vom 17. 6. 2006, ganz unten auf der Seite, schreibst Du vom Unterwasserrumpf und der Verwendung von Porenfüller und Flüssigspachtel.


    Da ich gerade den Unterwasserrumpf der Arizona lackiere (um eine glatte, geschlossenen Fläche zu erhalten) interessieren mich die beiden obigen Hilfsmittel. Bei der Arizona habe ich jetzt schon die dritte Lackschicht aufgetragen und die Nähten der Bordwände sind immer noch zu erkennen.


    Ich denke, daß das mit Deinen Mitteln besser geklappt hat. Wie heißen diese beiden Hilfsmittel und wo bekomme ich die?


    Gebe mir bitte Nachricht, vielleicht geht es dann bei mir auch besser.


    Besten Dank im Voraus und Gruß


    Wolfgang.

  • Hi Gemeinde,


    Danke für die Blumen, es ist halt doch was anderes, "öffentlich" zu bauen, anstatt im stillen Kellerlein vor sich hinzuwursteln :D.


    @Wolfgang,


    ich bringe die Hilfsmittel mit nach Mainz, dann kannst du sie dir in Ruhe anschauen.


    So, trotz Mainz-Vorbereitungen wurden noch 6 102mm Einzelgeschütze gebaut. Die Rohre sind über 0,5mm Stahldraht gezogene Q-Tips., ansonsten ohne Ergänzungen aus dem Bogen gebaut.


    Viele Grüsse


    Hans Gerd

  • Hallo Gerd,
    deine Geschütze sehen echt klasse aus. Sind die genau abgezählt oder rechnest du mit einen gewissen Schwund morgen in Mainz :D :D :D :D


    Bis morgen :prost:


    Grüße


    Volkmar

    U.S.S. Ticonderoga
    Shipyard HMS Alert 1:72

  • Hallo Volkmar,


    lese Dein Posting erst jetzt, ja, sie sind abgezählt, aber ich habe sie schon festgeklebt. :D.


    So, Mainz ist Geschichte und die Pötte sind unbeschädigt wieder im Hafen eingelaufen.


    Also konnte die Bautätigkeit wieder aufgenommen werden:


    Pom-Poms.


    sie wurden nach Plan gebaut, die Löcher für die Rohre wurden mit der Rai-Ro-Stanze ausgestochen, nachdem der Karton auf beiden Seiten mit Klarlack gefestigt wurde. Verwendet wurden Fertigrohre von GPM. Für die Kreisvisiere habe ich Kupferlitze um einen entsprechend dimensionierten Strahldraht geschlungen und verdrillt. (das dazu passende Foto ist leider unscharf)
    Die Reling besteht aus gezogenen Giessästen.


    Grüsse


    Hans Gerd

  • Hallo Docrox,


    die Pom Poms sehen höllisch gut aus. Der Kauf von Rohren für die Flak ist absolut lohnend.
    Im Einsatz waren diese Geschütze nicht so toll, ein Schütze von der Repulse, der im Dezember 41 dabei war, berichtete, dass die Munition sich vor dem Abfeuern in ihre Komponenten zerlegte und dann die Rohre blockierte.


    Wie haben die eigentlich die 10,2 cm Geschütze synchron geladen und abgefeuert?


    Zaphod

  • Hi Hagen,


    obs ein Aufstieg ist, spielt keine Rolle, ist für mich auch kein Grund zum Nase-hoch-strecken.
    Ich möchte nur, dass dieses Forum in dieser Form bestehen bleibt.


    Schade, dass es für dich ein sehr weiter Weg nach Mainz ist, aber nächstes Jahr gibts ja wieder Oberschleißheim.


    in diesem Sinne, bis denne


    Hans Gerd

  • Hi Hagen
    Bhv habe ich mir schon im Terminkalender rot angestrichen, jedenfalls habe ich keinen Notdient, wie dieses Jahr.


    Schönen Abend, ich geh jetzt Volleyball spielen,


    Grüsse


    Hans Gerd

  • Hallo Gemeinde,


    Den Bau der anderen 2 Pom Pom-Geschütze brauchte ich euch nicht noch mal zu zeigen.


    Heute habe ich 2 Vickers Vierlings-Mg hergestellt. Die Rohre bestehen wieder aus gezogenen Gießästen. Sie erscheinen zu dick, aber im Original waren die Rohre ummantelt (Wasserkühlung?). Zusätzlich habe ich zwei Handräder aus Ätzteilen und ein Visier aus Kupferlitze spendiert. 2 sind noch zu bauen.

  • Hallo Gemeinde,


    nachdem ich letzte Woche nicht allzuviel zum Basteln kam und mich dann noch mit den Einzelflak-Geschützen rumgeplagt habe, wollte ich am Wochenende mal wieder etwas grösseres in Angriff nehmen.


    Zunächst war ein Balsa-Floss zu bauen; der sittliche Nährwert von so einem Ausrüstungsteil hat sich mir noch nicht erschlossen, in Anbetracht der vielen Carley-Flössen an Bord!

  • Danach waren 5 Kutter zu bauen.


    Den Bogen, an der Stelle mit den Rümpfen, habe ich, vor dem Ausschneiden, auf der Rückseite mit Revell-Farbe bemalt.
    Die Ruderbänke wurden gedoppelt und die Zwischenräume ausgeschnitten.
    Bevor die Teile komplett ausgeschnitten wurden, habe ich den Bord von hinten mit Sekundenkleber gehärtet, nach dem Trocknen wurden auch noch die Schnittkanten gefärbt, und dann erst die Teile mit einer Rasierklinge ausgestanzt.


    Den Bugbereich der Rümpfe habe ich nach dem Trocknen mit einem Pinselstiel auf einer Hartgummimatte geformt.


    Zum Schluss habe ich den Kuttern noch Lasercut-Riemen spendiert.


    Grüsse


    Hans Gerd

  • Das Balsafloss ist wahrscheinlich kein "Rettungsmittel".
    Es dient wahrscheinlich, geschleppt an extra langer Leine, als Traeger fuer eine Zielscheibe fuers Uebungsschiessen. Balsa ist gut fuer diesen Zweck, weil selbst wenn eine Uebungsgranate mal das Floss statt der Scheibe trifft, geht das Floss nicht sofort auf Tiefe.


    Bernhard

    Ewig währt am längsten.

  • Hallo Bernhard,


    das macht Sinn. Danke, wieder was gelernt, man lernt ja nie aus!.


    Viele Grüsse


    Hans Gerd

  • Servus, Doc,


    ich bin immer wieder fasziniert über Deine Fortschritte! Was mich im Moment am meisten erstaunt, ist Dein Tempo - ich krieg ja gerade mit, wie lang das Kantenfärben dauern kann und wenn ich mir anschaue, wie Du hier die Teile nach und nach aus Deinen Produktionslinien wirfst - :respekt:


    Dein Baubericht ist für mich ein toller Anhalt, was noch bei meinem S-Schiff kommen wird. Und so relativiere ich meine Aussage von "nur" ca. 2000 Teilen - das wird viel mehr Aufwand als ich gedacht hatte ;-)


    Weiter so, ich komm durch diesen Bericht sicher auf weitere nette Ideen für meine Zwecke!


    der Rutz

    Gründungsmitglied der HobbyModel-Gang und Luft46-Gang

  • Hi Rutz,


    was das Bautempo betriff: das Fernsehprogramm ist halt sch....!; und wenn ich mal am Schippeln bin, vergeht die Zeit recht schnell.


    So, das Bootsdeck füllt sich langsam, es kamen noch eine "Launch" und ein schnelles Motorboot dazu, sind aus dem Bogen gebaut.


    Dann zeigte es sich mal wieder, dass man nicht zu schnell sein soll:
    ich hatte die 5 Kutter mit Riemen ausgestattet, jetzt stellte sich heraus, dass auf zweien von ihnen nochmals je ein Boot gelagert war, also wurden hier die Riemen wegoperiert, um Platz für die Bootslagerungen zu haben.


    Grüsse


    Hans Gerd

  • Hi Hagen,


    da Flakbewaffnung ist in der Tat, für die damalige Zeit recht beeindruckend,war jedoch nicht so wirksam; die Pompoms hatten noch kein gutes Leitsystem und die Vierlings-Mgs verschossen keine Explosivgeschosse.


    Viele Grüsse


    Hans Gerd

  • Hallo Gemeinde,


    weiter gehts.


    Es waren noch drei Motorboote zu bauen. Die einzige Modifikation: die Haltestangen wurden mit gezogenen Gießästen dargestellt. Ansonsten nach Bauanleitung, passte alles recht gut; trotz langer, stumpfer Klebenähte.


    Das Bootsdeck ist jetzt komplett gefüllt.


    Es fehlen noch die Davids, um die 2 verbleibenden Kutter aufzuhängen.


    Grüsse


    Hans Gerd

  • Hallo Gemeinde,


    die Kirmes in unserem Dorf ist überstanden !


    Ich kam sogar zum Bauen.


    Zuerst die Davits nebst Zubehör. Die Kreuzpoller sind nicht im Bausatz, sind aber auf allen Zeichnungen von Bootsdavits zu sehen.
    Die Davits selbst sind nach dem Ausschneiden mit Sekundenkleber auf beiden Seiten gehärtet, es fehlt noch die Takelung.

  • hallo Hans Gerd Oder DOKTOR ?


    eine kleine Frage?


    Baust du diese Super Schiff RESPEKT davor, eigentlich bei deiner Nachtwache in der APO oder am Tag ???


    Viele Grüße
    Ernst

  • Hi Ernst,


    meistens baue ich am Abend zu Hause, da ich nur morgens in der Apotheke bin, springt ab und an auch mal nachmittags etwas Zeit heraus.
    Die meisten Fotos mache ich am Abend, zum Schluss, und stelle sie dann morgens ins Forum.


    Gruss nach München


    Hans Gerd