Hafenfähre "Hasse" / HMV / 1:250 [Fertig]

  • Hallo!


    Hier mein erster Baubericht in diesem Forum.
    Es handelt sich um die Hadag-Fähre "Hasse" aus dem Bogen "4 Hamburger Hafenfähren" vom HMV.


    Ich habe das Modell mit durchbrochenen Fenstern gebaut.
    Hierzu wurde erstmal das Spantengerüst oberhalb des Decks gekappt.
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    Dann wurde ein Fußboden eingeklebt, der auch als Anschlag zum Verkleben der Seitenwände diente.
    Die in inflationärer Anzahl vorhandenen Klebelaschen habe ich abgeschnitten.
    Die Fenster wurden alle mit dem Cutter ausgeschnitten. Die Gitterstreben in den Vorderfenstern wurden mit einem feinen Edding gezogen.




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    Ein großer Teil des Innenraumes wird durch den Schacht des Maschinenraumes eingenommen. Hier wurden Fahrpläne und Plakate angedeutet, damit es etwas zu sehen gibt, falls doch mal ein Blick durchs Fenster fällt.


    Auf dem Bild kann man auch erkennen, dass die Durchbrüche an Innen- und Aussenteil des Schanzkleids nicht zusammenpassen.



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    So, nun ist das Aufbaudeck drauf.
    Der erste Fahrgast hat auch schon Platz genommen.
    Der Handlauf soll übrigens eigentlich innen bis zum Bug verlaufen. Das habe ich allerdings erst gesehen, als ich die Teile schon geschnitten und entsorgt hatte.



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    Hier nun die ausgeschnittenen Wände der oberen Aufbauten.
    Auch hier habe ich wieder alle Klebelaschen abgeschnitten.
    Gefalzt werden die Teile erst nach dem Verglasen.



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    Die Aufbauwände zusammengebaut.
    Der Steuermann, ein Maschinentelegraf und ein LC-Steuerrad sind auch schon vorbereitet.



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    Hier alles zusammen.
    Die Schiebetüren sind unterschiedlich weit geöffnet dargestellt.
    Die Verglasung der Halbscheiben und der Schiebetüren erfolgte mit hauchdünner Verpackungsfolie.



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    Das Oberlicht für den Maschinenraum wurden auch verglast und geöffnet dargestellt.
    Der Blick geht aber nicht in den Maschinenraum, sondern man sieht hier nur schwarz.
    Die Abdeckfläche habe ich in Streifen zerschnitten und einzeln aufgeklebt, um die Fläche etwas lebhafter erscheinen zu lassen.



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    Das ganze montiert.



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    Die Reling habe ich aus einer Lasercut-Reling zusammengestückelt. Das ging überraschend gut. Beim nächsten Mal wird es bestimmt noch sauberer werden. Um die relativ große Materialstärke der Reling etwas zu kaschieren, habe ich nur die Vorderseite gefärbt.



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    Das im Bogen enthaltene Rettungsboot war für mich nicht baubar.
    Ich habe mir ein Neues gezeichnet, das ich auch gleich eine kleine Idee größer machte.
    Als Vorlage diente mir die kleine Zeichnung auf dem Umschlag des Bogens. Den Bootskran habe ich durch ein zylindrisches Teil erhöht, damit die Aufhängung des Bootes noch Platz fand.



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    Dieser Blick durch die Messlupe zeigt den halbfertigen Flaschenzug für das Beiboot. Ich habe zwei Scheiben mit lösungsmittelhaltigem UHU auf ein Stück Pappe geklebt. Dann die Papierstreifen mit Weißleim auf die Scheiben geklebt; ebenso die Seile und ein zweites paar Scheiben zur Abdeckung. Nach dem Trocknen des Weißleims konnte ich das Werk mit ein paar Tröpfchen Aceton (Nagellackentferner) im Ganzen von der Unterlage lösen. Leider habe ich vergessen noch ein weiteres Bild zu machen.



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    Hier das Schiff, fast fertig.
    Man beachte die Farben der Positionslampen. Ich habe sie einfach so angebaut und freue mich daran, dass nicht nur mir solche Fehler passieren ;) Die Lüfter beim Schornstein habe ich nach hinten gedreht, da sie nicht neben den Schornstein passen wollten.



    Der Käptn hat seine Position auf der Brücke bezogen.


    [Blocked Image: http://www.schlag-zeug.de/kartonbau/hasse_bild_15_k.jpg] [Blocked Image: http://www.schlag-zeug.de/kartonbau/hasse_bild_16_k.jpg]


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    Beste Grüße
    Christian

  • Hallo Christian,


    dieses toll gebaute Modell zeigt uns wieder einmal, das ein Modell nicht immer 1,5m lang und mit zig Tausend Teilen bestückt sein muss.


    Wirklich ein sehr schönes Kleinod. =D> =D> =D> =D> =D>


    Schöne Grüsse


    René


    Kartonbau.de ... Mein Forum

  • Hallo Christian,


    feines kleines Schiff hast du da gebaut nur noch das =D> =D> =D>


    Frage bist du auch am Ende dieses Monats in der Ausstellung in der Flugwerft Schleißheim ?


    Grüße
    Ernst

  • Hallo Christian,


    kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: ganz große Klasse! Besonders wertvoll in meinen Augen: die Idee mit der zweiten Bodenplatte für die Aufbauten, um das korrekte Positionieren zu erleichtern. Bin gespannt auf weitere Projekte!


    Gruß,


    Simon

    Wiedereinstieg in den Kartonbau nach vielen Jahren ...

  • Moin Christian,


    ich bin wirklich begeistert von Deinem Modell. Da kann man nur sagen "klein aber fein" !


    Ganz erstaunlich was Du aus dem Bausatz gemacht hast.


    Meinen Glückwunsch zu diesem wirklich wunderschönen Schiff.


    Grüße aus Namibia


    Günter

  • Hallo alle zusammen,


    Vielen Dank für die netten Worte :)


    @Ernst: Ich hab schon vor nach Schleißheim zu kommen.
    Und ein, zwei, drei kleine Modelle werde ich auch mitbringen.


    Beste Grüße
    christian

  • Hallo Christian


    "Großer" Modellbau auf wenigen Zentimetern, einfach Spitze!!!


    Übrigens, Deine Miniaturmesser sind auch nicht von schlechten Eltern, ich bin mal der Adresse von deinen Bildern nachgegangen :D


    Herzliche Grüße
    Robert

  • Hallo Christian,


    es ist immer wieder erstaunlich was aus relativ einfachen Modellen heraus zu holen ist. Spitzenklasse!

    Gruß


    Willi




    In allen Köpfen entstehen dumme Gedanken -
    die Klugen führen sie nicht aus.

  • hallo christian!


    "liebling hast du mein modell geschrumpft?". so kommts mir vor, wenn ich deine bilder betrachte. so winzige teile kann man doch gar nicht ausschneiden! zumindestens ich nicht, mit meinen "wirschtlfinga".


    kompliment aus köln, robert

  • Hallo Christian,


    mein Kompliment, wirklich gelungen - auch der Bericht.


    Dem Zitat von Rene


    Quote

    Original von René Blank
    Hallo Christian,


    dieses toll gebaute Modell zeigt uns wieder einmal, das ein Modell nicht immer 1,5m lang und mit zig Tausend Teilen bestückt sein muss.


    René


    kann ich nur beipflichten. Bei einem Modell dieser Größe hat man schon viel früher als bei einem Groß-Modell sein Erfolgserlebnis. Und das kannst Du mit diesem Modell haben!!


    Viele Grüße


    Hans-Jürgen

    Viele Grüße


    Hans-Jürgen
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    Früher oder später, aber gewiss immer wird sich die Natur an allem Tun der Menschen rächen, das wider sie selbst ist. (Johann Heinrich Pestalozzi -1746 - 1827)

  • Es macht mir wirklich Freude, dass Euch mein Schiffchen so gut gefällt!
    Vielen Dank nochmal!


    @Robert: die Minaturmesser sind zwar toll, aber nicht von mir, sondern von Wolfgang Schlag, meinem Onkel. Die Messer sind alle nach historischen Vorbildern im Maßstab 1:10 gefertigt. Ich habe ihm Grüße von Dir bestellt :D


    Beste Grüße
    Christian

  • Hallo Christian,


    zunächst möchte ich den Hut ganz ganz tief vor Deiner Arbeit ziehen, bis auf den Boden! Diese doch äußerst schwierigen Fenster derart sauber auszustechen, das ist schon mehr als bemerkenswert, es grenzt ans Unglaubliche!
    Ich selber habe zwei dieser netten Schiffchen gebaut, allerdings mit "gedruckten" Fenstern, nur die Scheiben des oberen Passagier-Raumes sind durchsichtig und hinterglast, weil ich den speziellen Ätzsatz benutzt habe (siehe PMP 82). Das ergibt ein nicht so harmonisches Bild, wie bei Dir. Auf den Ätzsatz mußte ich übrigens 2 Jahre warten.
    Und weil Du hier einige Unzulänglichkeiten des Modells benannt hast, will ich gleich mal für alle, die diese Modelle auch bauen wollen, eine "Gefahren-Warnung" anfügen - die HMV-typischen Schlampereien:
    wer den Handlauf auf die vorderen Schanzkleider setzen will, muß erst den weißen Schanzkleid-Aufsatz am Bug abschneiden, dann den Handlauf draufkleben und hernach die abgechnittenen weißen Teile oben drauf.
    Die beidseitigen Leinen-Klüsen stimmen bei Schanzkleid-Innenseite und Außenseite nicht überein. Hier muß man bei der Innenseite zwei "Abteile" zwischen den Stützen anschneiden und vertauschen, dann stimmt "Innen" mit "Außen" wieder überein. Allerdings am falschen Ort, der wäre dort, wo er auf der Innenseite aufgedruckt ist, und dort müßten auch noch Poller hin.
    Bei allen 4 Modellen verlaufen die Abdeckungen für die Ruderseile neben dem Ruderhaus so, daß die Schiebetüren sich nicht mehr öffnen lassen, denn die Seilführungen sitzen auf Stützen - und damit zu hoch. Ursache: beim Original ist das Deck gewölbt, hier aber nicht. Abhilfe: die Stützen weglassen, die jetzt freie Fläche mit Aquarellstift kaschieren, dann die Seilführung auf den Boden kleben, nach achtern hin leicht hochbiegen, dann stimmt's auch mit der Tür. Die End-Rollen dieser Seilführung am Heck sind auch nicht stimmig: die eine Rolle ist mittig zentriert (falsch), die andere weist nach innen, und nur das ist richtig. Dieser Fehler wurde natürlich auf den Ätzsatz übertragen. Apropos Ätzsatz: die Brückenreling von LICHTWARK/BRINCKMANN ist zu kurz, denn sie wurde von der gedruckten Reling übernommen, aber nicht vom äußeren Radius, sondern vom inneren, und nun ist sie zu kurz.
    Bei allen 4 Modellen sind, wie Christian auch eindrucksvoll zeigte, die Positionslampen farbverkehrt. Und für das Problem Schornstein/Lüfter empfehle ich folgende Lösung (jedenfalls habe ich es so gemacht): 1. den Schornstein und die Lüfter in der Höhe des Daches zerschneiden. 2. den unteren und oberen "Sockel" verkehrtherum aufkleben, also die bedruckte Seite nach unten, die unbedruckte nach oben. 3.Schornstein- und Lüfter-Teile erst des oberen Bereiches aufkleben, dann des unteren, vorher aber mit einem spitzen Bleistift nach einigen "Tockenproben" den Sitz markieren, wobei der Schornstein ca. 1/2 mm nach vorne wandern sollte, die Lüfter ca. 1/2 mm nach hinten und außen. Da muß man ein wenig tüfteln, bis oberer und unterer Schornsteinteil eine Linie bilden. Das ist etwas mühsam, funktioniert aber gut. Und wenn man die Lüfter auf hauchdünnem Papier ausdruckt, wird's noch besser.
    Und für alle, die es ganz genau machen wollen: die Schornsteinfarbe der HADAG-Schiffe war nicht grau, sondern ungefähr silberfarben, Revell "Aluminium" gibt das sehr gut wieder. HMV will oder kann diese Farbe nicht drucken - im Gegensatz zu Halinski und anderen polnischen Verlagen, die können es. Dies betrifft übrigens auch die BISMARCK. Deren Schornsteinkappe war nicht hellgrau, sondern silbergrau. HMV hätte das wenigstens in der Bauanleitung vermerken sollen, wenn man es denn nicht drucken will oder kann.


    Schöne Grüße noch


    Jochen