Linienschiff S.M.S. FRIEDRICH DER GROSSE, zweites Schiff der KAISER-Klasse
Bereits beim Auspacken habe ich einen Unterschied zu den bisherigen Bögen dieses Verlages bemerkt und entgegen meiner Gewohnheit man kennt sich ja aus und kann loslegen erst mal ein intensives Studium der Bögen und der Anleitung vorgenommen. Das war auch gut so!
Das Modell vom polnischen JSC-Verlag Nr. 269 auf 8 DIN-A3-Bögen ist jüngeren Datums und erscheint auf den ersten Blick besser detailliert und von höherer Qualität als die älteren polnischen Bausätze. Die Farbgebung ist durchgehend gleich am gesamten Modell, also kein dunkler Rumpf und hellere Aufbauten wie gewöhnlich. Der Karton ist nicht mehr so grob, sondern wie von Möwe oder HMV gewohnt. Der erste Eindruck also positiv, aber: Die Außenhaut ist nicht auf Karton, sondern auf dünnerem Papier, wie soll das gehen ? Zweitens: Normalerweise aus mehreren konzentrischen Röhren bestehende Geschützrohre sind in einem Stück gedruckt und auch nur auf Papier! Drittens: Wo steckt die Grundplatte ? Also nochmals alle Bögen durchsuchen nichts! Nun also lesen!
Die Bauanleitung liegt auch in Deutsch vor und wird durch Skizzen in Draufsicht und Seitenansicht ergänzt, ist aber nicht immer fehlerfrei aus dem Polnischen übersetzt und liest sich teilweise befremdlich, manches muß gedeutet werden. Bezüglich der Übersetzung war ich ja durch die gerade erst fertiggestellte KÖNIG-Klasse vorgewarnt, aber daß man mit so wenig Anleitung auskommen soll, hat mich denn doch überrascht. Der ist Text an vielen Stellen äußerst knapp und setzt Modellbau-Erfahrung voraus, beispielsweise bei der Verarbeitung der Bordwände, die aus weißem Karton-Unterbau und dünnpapierigem farbigen Auflagen bestehen, mehrere Baugruppen mit 18 Teilenummern umfassen: fünf Zeilen Text reichen bei weitem nicht aus, dem Ungeübten diese unbekannte Verarbeitungsweise zu erklären.
Nun denn also: Eine neue Herausforderung das kann ja heiter werden! Aber so gehts:
Der Grundaufbau ist ungewohnt, weil die Grundplatte und der Mittelträger fehlen und das Spantengerüst anders gefertigt wird. Die Teile 1, 2 und 3, dreieckiges Brett genannt, werden das Rückgrat des Spantengerüsts. Der Anleitungs-Aufforderung, man solle gradlinig arbeiten, ist unbedingt Folge zu leisten. Ein großes, ausreichend langes und breites und völlig ebenes Brett, auf dem man alles auch mal liegen und aushärten lassen und komplett beiseite räumen kann, ist als Unterlage für die Fertigung des Rumpfes sehr hilfreich. Wo das Einfärben von Schnitt- und Knick-Kanten erforderlich wurde, habe ich graue Filzstifte Stabilo Pen 68 Art.No. 68/94 und 68/96 benutzt.
Teile 1, 2 und 3, Träger:
Die aus vier Rippen bestehenden Mittelträgerteile zu einem Dreikant verkleben und noch nicht miteinander verbinden. Die unten liegenden Knicklaschen von Teil 1 und 3 sind abzuschneiden, weil Teile 6/8 bzw. 23/24 sich sonst nicht ganz einschieben lassen.
Teile 1 und 8, Vorderer Träger und Spant:
Klebelaschen zeigen zum Bug zum Spant 7 der auf dem Vorsteven 6 L/R steckt. Teile 6 L/R werden bis an diese Klebelasche in 1 hineingeschoben.
Ship-of-the-Line SMS Friedrich der Grosse, second vessel of the Kaiser-Class
First I had to make a complete study of the, JSC developed a totally new design. Except for its new design, the kit shows more details and better quality then older kits by JSC. Other differences are the unisono grey tone (older kits show a lighter grey for the upper parts), the cardboard resembles more like those used by WMV or HMV.
The first impression is positive, but very new to me, the outer hull is on thin paper. Also the gunbarrels are made out of one piece and also on thin paper. And: where is the waterline plate???? Ive got to study this.......
The Instructions are accompanied by drawings in topview and sideview. Having modeling experience will help you through this kit, especially with assembling the hull, which exists out of the white cardboard inner hull and the coloured paper outer hull. An unexperienced modeler should not take this kit for a start.
Well, this a challenge, lets take off!
The unconventional construction shows no backbone rib or a waterline plate, as mentioned before. The triangular bar, constructed out of parts 1,2 and 3 is the backbone of the construction. KEEP THE CENTRE LINE STRAIGHT, so the instructions are telling us......(otherwise......).
Parts 1, 2 and 3, backbone:
You have to cut the tabs from the backbone parts 1,2 and 3 away, otherwise parts 6 L/R and parts 23 L/R wont fit into them. Do not join the backbone parts yet.
Parts 1, front backbone rib, and 8, rib:
Tabs are pointing in the bow direction towards 7, rib, which is clipped on bow rib 6 L/R.