Lasercutter Creality Falcon 2 Pro, hat jemand Erfahrung ?

  • Moin Leute, ich habe mir nun endlich einen Lasercutter gegönnt.

    Es ist ein Creality Falcon 2 Pro mit einem 20 W Laser

    Mit diesem will ich einige Arbeiten an meinen Modellen vereinfachen und eher filigrane Teile schneiden

    und meine Teile für die Modelle "from scratch" ausschneiden.

    Ich benutze eigentlich ausschlieslich Linux und bin nicht sicher ob die Lightburn auch unter Linux läuft.

    Gbt es hier im Forum Erfahrungen mit Lasercuttern ?



    Viele Grüße

    Wolfgang

  • Moin Wolfgang,

    das sagt meine rechnende Denkhilfe dazu:

    Leider bietet Creality für die Falcon2 Pro S Software keine native Linux-Unterstützung an. Die offizielle Falcon Design Space Software ist nur für Windows und macOS verfügbar.

    Alternativen für Linux-Nutzer:

    •TF-Karte-Betrieb: Du kannst Designs auf eine TF-Karte speichern und den Lasergravierer unabhängig vom PC betreiben – das funktioniert ohne Software.

    •LightBurn: Diese beliebte Alternative unterstellt Linux-Unterstützung, allerdings berichten Nutzer von Verbindungsproblemen mit der Falcon2 Pro S.

    •Überprüf mit dem Hersteller: Da sich die Linux-Kompatibilität ändern kann, empfehle ich dir, direkt bei Creality nachzufragen, ob inzwischen stabilere Linux-Lösungen verfügbar sind.

    Der TF-Karten-Betrieb ist die zuverlässigste Option für Linux-Nutzer.

    Erfahrungen habe ich nicht, beschäftige mich aber mit einer Anschaffung.

    Beste Grüße

    Ernst

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    „Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.“ Sokrates, griechischer Philosoph (469-399 v. Chr.) 🥸

  • Hallo Ernst, vielen Dank für die Infos.
    Inzwischen habe ich einige Opensource Lösungen gefunden.

    1. Inkscape mit G-Code Plugin für Lasercutter (Soll etwas sperrig in der Anwendung sein)
    2. Lasergrbl https://lasergrbl.com
    3. OpenBuilds Control https://github.com/OpenBuilds/OpenBuilds-CONTROL (bin gespannt ob ich das zum laufen bekomme)
    4. Lightburn-Core für Linux (Soll problemlos laufen)


    Ich werde in der nächsten Zeit die Anwendungen Testen und hier berichten.

    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Moin Wolfgang,

    wie gesagt, ich habe kaum Erfahrung und liebäugel mit einer Anschaffung. Als Steuerung ist bei mir ebenfalls ein Linux-Rechner vorgesehen, welcher sonst nur als Staubfänger hier fungiert. :S

    Deshalb verfolge ich diesen Thread hier mit Interesse weiter. Es wird auch Zeit meine Kenntnisse aus der Studienzeit wieder aufzufrischen.

    Beste Grüße

    Ernst

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    „Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.“ Sokrates, griechischer Philosoph (469-399 v. Chr.) 🥸

  • Ich habe den Vorläufer ohne das Gehäuse und bin sehr zufrieden…. Man muß zwar immer austesten ob die Parameter zum Brennen / Schneidern passen…. Auch mit den Durchläufen ausprobieren (weniger Leistung, mehr Geschwindigkeit, 2 oder 3 Läufe ) …


    Ich benutze Windows und Lightburn….

  • Ich hab mir vor einiger Zeit einen Sculpfun S9 zugelegt. Hab zuerst mit LaserGRBL versucht, war nicht zufriedenstellend. Hab dann auf Lightburn gewechselt (ja, kostet) , top Software. Achja, Windows 11!

    Gruß

    Roni

  • Hi zusammen,

    Ich habe/hatte einen Atomstack A5 M50 mit 5,5W. Mit dem war ich aber nicht richtig zufrieden, denn der hat nicht so exakt gelasert, oder ich war zu doof dafür.

    Ich habe mir jetzt einen Xtool M1 zugelegt, und was soll ich sagen? Der ist um längen besser und einfacher zu bedienen und ist richtig exakt. Der hat auch ne Kamera verbaut und man könnte mit dem dadurch sogar gedruckte Sachen schneiden, das habe ich jedoch noch nicht versucht.

    Alles in allem bin ich mit dem echt super zufrieden und kann den auch weiter empfehlen.

    Ach ja, er hat einen 10W Kopf und er kann auch noch plottern.

  • Ich wollte berichten wie es weiter geht mit dem Lasercutter.

    Das gerät wird morgen erst aufgebaut und in Betrieb genommen.

    In der Zwischenzeit habe ich mir die Handbücher zur Einrichtung und Kalibrierung durchgelesen.

    Überall wird Lightburn genutzt und die Anleitung ist auch mit Lightburn beschrieben.

    Nun habe ich die Linux variante und die Windows Version zu Einrichtung heruntergeladen.
    Auf meinem Laptop habe ich eine Virtuelle Maschine mit Windows 10 die ich für Lightbrun unter Windows nutzen kann, falls Lightburn unter Linux nicht laufen sollte.

    Inzwischen habe ich mich mit Inkscape angefreundet, da ich ja auch skalierbare Logos damit entwerfen kann.
    Ich habe für mein nächstes Mini-Projekt schon die Teile als "Brenn-Datei" für den Laser vorbereitet.

    In Inkscape kann man über die Erweiterungen die svg-Datei in Pfade für den Cutter aufbereiten.
    Mit der Erweiterung für "GCode" Werkzeuge und dann das Untermenü "Pfad für Plasma oder Laserschneider vorbereiten"


    In dieser Erweiterung wird die Vektorgrafik in Pfade für den Cutter umgewandelt.

    Wichtig ist das die Teile die geschnitten werden sollten müssen eine Umrandung in rot haben: Farbwert 255,0,0 oder FF 00 00 (Hexadezimal)
    Die Teile die nur graviert werden sollen, haben den Farbwert blau 0,0,255 oder 00 00 FF (Hexadezimal)

    Damit muss man unten am Rand die Konturfarbe festlegen (rechte Maustaste Taste auf die rote Farbe und danach im Kontextmenü "Kontur" auswählen.

    Leider kann ich dazu keine Screenshots liefern (Im Moment) da ich wenn ich die Tastenkombination für Screenshot drücke und ich mich im Inkscape Fenster bewege,

    wird leider kein Screenshot ausgelöst.

    Die damit erzeugten Dateien werde ich versuchen nach der Einrichtung in 1mm Graupappe zu brennen.


    Weitere Berichte folgen.

    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Moin Wolfgang!

    Ich verwende Lightburn (allerdings direkt unter Windows - Linux ist bei mir die virtuelle Kiste) und Inkscape. Ich importiere die SVG-Dateien direkt in Lightburn. Für jede Farbe, die ich meinen SVG-Elementen zuordne, kann ich in Lightburn eigene Brennparameter einstellen. Dadurch kann man auch die Reihenfolge der Ausführung steuern.

    Irgendwelche Inkscape GCode-Werkzeuge sind dazu gar nicht notwendig. Den GCode erzeugt Lightburn direkt aus den importierten SVGs. Den Zwischenschritt brauchst Du nicht explizit selber zu machen.

    Gruß

    Eberhard

    Scheiße ist, wenn der Pups was wiegt!

    In der Werft: V1102 Lützow (Mannheimer Modellbaubogen), Seenotkreuzer ERNST MEIER-HEDDE und HERMANN RUDOLF MEYER-Klasse der DGzRS (Passat-Verlag)

  • Danke für den Tipp.

    Ich bin ja am testen ob man ohne Lightburn auskommt, da ich kein Freund von Properitärer Software bin.

    Zudem hat Leightburn die weiterentwicklung von Lightburn für Linux eigestellt was ich persönlch für einen Fehler halte.
    Es gab schon andere gute Software die für Linux entwickelt wurde und die Hersteller haben die Entwicklung eingestellt obwohl die

    Software auf Linux weit verbreitet war (z.B. Adobe Reader) Bei Lightburn ist es leider auch so.
    Und langfristig wird Lightburn für Linux irgendwann nicht mehr funktionieren, da auch Linux als Betriebssystem ständig weiterentwickelt wird.

    Wie gesagt ich fange ja erst an mit der Lasercutterei.
    Wenn es wirklich so einfach ist dann werde ich wohl viel Spass haben mit dem Teil.


    Der Cutter funktioniert ja auch offline. Bin gespannt wie das alles funktioniert.



    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,

    man kann mit einem Laser und Lightburn verdammt viel Spaß haben, wenn man sich das Leben nicht selber schwer macht.

    Den größten Teil der Konstruktiven Seite erledige ich mittlerweile in LB selber.

    Höre vor allem auf, um irgendwelche Ecken zu denken und versuche einfach. wenns dann doch noch Fragen geben sollte, dann einfach stellen. Alles andere bringt nix.

    Beste Grüße von Andy, dem Railgoon

  • Hallo Andy,

    man kann mit einem Laser und Lightburn verdammt viel Spaß haben, wenn man sich das Leben nicht selber schwer macht.

    auch wenn ich den Standpunkt von Dir verstehen kann - ich werde es genauso wie Wolfgang machen.

    Zum einen ärgert mich proprietäre Software gewaltig, einfach weil Du Dich dem Software-Anbieter weitestgehend wehrlos auslieferst, zum anderen, weil Du nicht weißt, ob die nicht irgendeinen Scheiß im Hintergrund machen. Und das dann noch auf Windoof!!!

    Das kann Dir mit OpenSource-Software nicht passieren.

    Und dann ist der Weg von Wolfgang vielleicht umständlicher, aber wenn er Erfolg hat, kennt er den gesamten Verarbeitungsweg aus dem FF, was gerade bei Problemen und deren Lösung mehr als sinnvoll sein kann. Die Kombination Inkscape und GCode-Plugin finde ich richtig spannend.

    Wolfgang: Ich bin echt gespannt, wie es weiter geht.

    Servus, Woody

  • Moin Leute, ich finde es großartig wie sich diese Diskission emtwickelt.


    Ich habe heute den Cutter im Keller an seinem Platz aufgestellt und versucht mit Lightburn für Windows in einer VM mit durchgereichtem USB Bus hat er den LC gefunden. Die Kiste springt an und das Teil ist überraschend laut. (die Lüfter)


    Leider scheitert die Einrichtung bisher an der Kalibrierung der Kamera im Deckel.


    Das eine "offline Software" zum Einrichten eine funktionierende Internet Verbindung zur Cloud benötigt überzeugt mich immer mehr eine andere Software zu nutzen. Zudem habe ich erst einmal die 30 Tage Testlizenz aktiviert.


    Somsieht das Setup im Moment aus.


    Im Moment geht es also noch nicht bis die Hardware eingerichtet ist.

    ich habe noch ein Gimmik gebaut für die Papp-Verarbeitung habe ich eine M10 Gewindestange an den beiden Enden plan gefeilt und anstatt der Schienen ganz vorne eingedetzt.

    Damit kann ich die Pappe mit 2 flachen Neodym Magneten fixieren.


    Auf dem Bodenblech habe weisse Markierungen für das Material angebracht.

    Die Gewindestange ist hier noch roh, ich habe sie aber matt schwarz lackiert.

    Ich berichte weiter


    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Ich habe den Lasercutter unter Lightburn für Linux jetzt ansteuern können aber die Kamera will noch nicht so recht.

    Das Teil startet wenn man Lightburn anmacht und der Cutter fährt hoch. Die Lüfter springen an.

    Zuerst muss man in den /etc/udev/rules.d/ eine neue Datei anlegen mit den USB Setting für den Lasercutter. (Linux Mint 22.3)
    bei mir heisst es /etc/udev/rules.d/99_falcon2.rules (wichtig is die Endung.rules der Dateiname davor kann eigentlich beliebig sein.
    Die 99- bei den Rules sagt dem Betriebssytem das die Datei zuletzt geladen wird nach allen anderen deren Nummern kleiner sind.

    Diese Arbeiten sollte man als user "root" machen oder die vorigen Sachen jeweils mit sudo davor ausführen.

    Ich persönlich logge mich unter Linux Mint / Ubuntu mit dem Befehl "sudo su -" als root ein.


    In die Datei 99-falcon-pro.rules kommt folgender Ihnalt:

    # Falcon2 Laser serieller Anschluss
    SUBSYSTEM=="tty", KERNEL=="ttyACM*", MODE="0666", GROUP="dialout"
    SUBSYSTEM=="tty", KERNEL=="ttyUSB*", MODE="0666", GROUP="dialout"
    ATTR{idVendor}=="303a", ATTR{idProduct}=="4001" MODE="0666", GROUP="users" , TAG+="uaccess"

    #Falcon2 Camera
    ATTR{idVendor}=="1bcf", ATTR{idProduct}=="0b19" MODE="0666", GROUP="users" , TAG+="uaccess"
    SUBSYSTEM=="video4linux", MODE="0666", GROUP="video"


    Wenn die Datei gespeichert wurde, kann man mit zwei befehlen das udev-subsystem aktuelisieren ohne den Rechner neu starten zu müssen.

    Normalerweise werden die udev-rules beim booten eingelesen.

    sudo udevadm control --reload-rules
    sudo udevadm trigger

    Damit sind die Udev-Rules aktiv und die USB-Geräte werden sauber erkannt.

    Damit der Benutzer diese aus benutzen darf muss der User in folgende Gruppen:

    sudo usermod -aG video dialout tty USERNAME (Name des Benutzers mit dem Ihr angemeldet seid)

    Damit sind die voraussetzungen geschaffen das die LC Software funktioniert (Lightburn etc, alle haben das gleiche Problem)


    Bei mir waren es gleich mehrere Probleme auf einmal warum Lightburn für Linux nicht funktioniert.

    1. Lightburn wird seit 2024 nicht mehr weiter entwickelt.
    2. Lightburn benutzt alte Programmbibliotheken, die nicht mehr mit den aktuellen Video-Codecs zusammen passen
    3. Lightburn in flatpak installiern (flatpak bringt eigentlich alles mit was die Anwendung benötigt unabhängig vom Betriessystem)
    4. Die Installation in Virtualbos hat soweit funktioniert das ich den Cutter ansteuern konnte. Aber auch hier wieder das Problem das der
      Einirchtungs-Assisten nicht die Kamera kalibrieren konnte und dann stehen geblieben ist.

    Bei allen bei mir probierten Varianten hat es nicht funktioniert die Kamera zu kalibrieren und die Linse.
    Die Kamera hat funktioniert, da das kleine Programm "Cheese" sofort ein Kamerabild übermittelt hat.


    Damit hat sich Lightburn vollständig disqualifiziert.

    Ich werde Lightburn wieder deinstallieren und alles löschen.


    Viele Grüße


    Wolfgang

    Edited once, last by O-Brian (October 11, 2026 at 8:03 PM).

  • Ich habe nach dem Desaster mit Lightburn eine freie Software gefunden mit der mein Creality Falcon2 Pro funktioniert.
    Rayforge lässt sich aus dem Anwendungsmanager von Linx Mint installieren.
    Leider kommt auch diese Software als Flatpak Pakte daher.

    Aber hier habe ich relativ schnell einen Erfolg gehabt.
    Auch hier hat der Einrichtungsassitent versagt, da die automatische Kalibrierung der Kamer nicht funktioniert hat.
    Allerdings konnte ich durch etwas herumprobieren mit den Einstellungen der Kamera eine manuelle Kalibrierung vornehmen.
    Eine Manuelle Kalibrierung gibt es bei Lightburn nicht im Menü. (habe da keine gesehen)

    Das ist noch nicht ganz optimal gelungen aber ich konnte schon einmal die Pappe gravieren anstatt schneiden ^^

    Ich habe per KI verschiedene Einstellungen für verschiedene Materialien "vorausberechnen lassen"

    z.B. Pappe 1mm 25% Leistung und 3500 mm/Min Vorschub. Den Air-Assistant sollte man immer an schalten.

    Leider hat der Laser nur die Umrisse meiner erzeugten Objekte abgefahren und die Umrisse graviert.
    Ich denke das ist jetzt nur noch ein Problem des Grafik-Formats.


    Auf jeden Fall kann ich mit Rayforge jetzt arbeiten.


    Eine Anleitung mit Screenshots folgt noch.

    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Hi Wolfgang

    Das eine "offline Software" zum Einrichten eine funktionierende Internet Verbindung zur Cloud benötigt überzeugt mich immer mehr eine andere Software zu nutzen. Zudem habe ich erst einmal die 30 Tage Testlizenz aktiviert.

    siehst Du, genau das habe ich mit "ob die nicht irgendeinen Scheiß im Hintergrund machen" gemeint - ich habe es so was von satt, dass mittlerweile bei fast jeder Windoof-Software sofort die Warnungen von der zentralen Firewall kommen! Manchmal frage ich mich, ob ich mich mehr gegen die Angreifern von außen oder von innen wehren muss! ;( :thumbdown:

    Aber vielen Dank für Deine ausführliche Beschreibung Deiner Vorgehensweise - das wird mir weiterhelfen.

    Servus, Woody