Tach und Moin!
Wo geiht dat hier hen? To mien Hoff - un dorlangs? Von mien Hoff wech ...
Und damit ist eigentlich alles gesagt, was man wissen muss über die norddeutsche Mentalität - damals zuminst, als ich im Elbe-Weser-Dreieck am Ende eines Dorfes - heute Kleinstadt - groß? geworden bin.
Nein, ich bin es immer noch nicht; Dinge aus der Kindheit treten im Alter immer mehr in den Vordergrund. Der Mensch lebt von Erinnerungen; den guten wie den schlechten. Manchmal ist es ein Geruch, der einem in die Nase kommt und ich erinnere mich an Kartoffelfeuer nach der Lese, die ich als Kind erlebte oder die Schnitter, die mit der Sense - in Reihe - den Roggen mähten; barfuss über die Stoppeln ... verstecken in den Hocken, die aus drei Garben gestellt wurden. Kornmuhme ... Kornblumen, der Klatschmohn. Und dann die Heimfahrt auf den Hof, wo meine Großmutter wohnte, die in Rehburg untergekommen war - nach der Vertreibung aus Schlesien ... den endlos langen Sommer damals, die Schläfrigkeit, wenn man einen Hof betrat; irgendwo eine Katze, der Hund lag mit Kette vor seiner Hütte... Türen, die weit offen standen, wie es damals üblich war ... irgendwo krähte ein Hahn und Wäsche hing zwischen abgespanten Stangen im Sommerwind zum Trocknen ... erinnert sich jemand? Unbeschwerte Kindheit ...
So, nun ist aber gut - ich will hier keinen Roman schreiben über meine Kindheit ... aber vielleicht eine Erklärung, warum ich dieses Thema in Verbindung mit Modellbahn aufgegriffen und ihm mittlerweile hoffnungslos verfallen bin. Und weil ich Sprache mag, die sich in Erzählungen ausdrückt, Gedanken formuliert zu Tage treten läßt; Dinge, die irgendwann abgelöst wurden und werden ... durch Sprachlosigkeit.... ![]()
Wenn ich ein Thema aufgreife, um es ins Modell zu setzen, mich entschlossen habe, mannoman... die Kommata werden langsam knapp auf meiner Tastatur - also, dann befasse ich mich intensiv mit der Thematik und da, habe ich mittlerweile einen ganz schönen literarischen Fundus; ![]()
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Die Hofstelle, um die es hier geht, liegt bei mir quasi um die Ecke; ob sie noch existiert, keine Ahnung.
Wer sich für alte Bauernhäuser interesiert und Zeichnungen sucht, dem sei dass nicht ganz preiswerte Buch und die dazugehörige Planmappe anempfohlen.
Da ich nicht nur in Erinnerungen schwelge, sondern auch die entsprechenden antiquierten Werkzeuge und meinen Restverstand nutze, sieht es dann erst einmal so aus:
Rechts der gedruckte Plan und auf der linken Seite der Ausdruck, der nach dem Skalieren mittels Scanner, erfolgte ...
Ich erwarte kein grosses Interesse bei dieser Thematik; Exoten sind nicht sehr beliebt, aber ich finde, es gehört sich, in einem Forum nicht nur zu konsumieren, sondern auch ab un zu etwas Gehaltvolles?
beizutragen. Forenleben ist nicht nur, etwas zur eigenen Belobigung abzusondern, sondern auch am Forenleben mit Kommentaren bei anderen Themen und Kollegen teilzunehmen.![]()
Gruß
kartonskipper