SHINKAI 6500 ein Tiefsee U-Boot M 1:48 free download

  • Zeit, mal wieder einen neuen Modellbau vorzustellen.

    Hallo zusammen.

    Nach dem Kauf eines neuen Tintenstrahl Druckers der Firma Canon habe ich überrascht festgestellt, daß im so genannten "creativ park" sehr interessante Papiermodelle zum kostenlosen Download verfügbar sind. Meine Auswahl fiel auf das japanische Tiefsee U-Boot SHINKAI 6500. Die 6500 steht für die maximale Tauchtiefe des von Mitsubishi Heavy Industries gebauten Fahrzeugs aus dem Jahr 1990.

    Der Bausatzumfang ist mit 5 Seiten recht übersichtlich.

    Der Tintenverbrauch ist gering.

    Der große Maßstab lässt ausserdem die ein und andere zusätzliche Detailierung zu. Fotografien vom Original sind nicht soo zahlreich zu finden. Wohl aber gibt es ein Kunststoff Modell der Firma Bandai, ebenfalls in 1:48, hochpräziese modelliert und mit vielen Details. Hier habe ich mir bei den Kollegen des Plastikmodellbaus sehr hilfreiche Anregungen abgeguckt, um den Papiernachbau plastischer zu gestalten.

    Die Bauanleitung ist gut verständlich und beschreibt den Bau in aufsteigender Nummerierung.

    Pro Baubogen ein Anleitungsblatt. Da kann man nix falsch machen. The content cannot be displayed because it is no longer available.

    Grundsätzlich gilt: INNERHALB der SCHWARZEN Konturlinien schneiden!

    AUSSERHALB der ROTEN Konturlinien schneiden!

    Die Passgenauigkeit der Bauteile ist hervorragend. Sehr schade ist aber die "Überlappungs-Klebetechnik" der Einzelteile. Es werden KEINE Klebelaschen an den Bauteilen hinterklebt, um einen flächenbündigen Stoss zu bekommen, wie ich das von Fachverlagen kenne.

    Also habe ich die Rumpfbauteile noch einmal ausgedruckt, um hieraus dann Klebelaschen zu schneiden.

    So nahm dann die Bugsektion mit Beobachterkugel ( -Fragment ) schnell seine Form an.

    Hier habe ich mir dann die Mühe gemacht, die Bullaugenringe auszuschneiden und mit Folie zu hinterkleben.


    So entsteht der Effekt von etwas mehr Tiefe der Beobachtungsbullaugen, die auch in der Original Druckkapsel nicht plan eingesetzt sind.

    Bevor die Druckkapsel(hälfte) auf den Spanten 1-8,9,10 verklebt in die Bugsektion eingesetzt wird, ist vorab das "Bugstrahlruder" aus dem Teil 1-11 zu bauen. Propeller-und Motoratrappe habe ich mit 0,5mm Finnpappe hinterklebt. So ergibt sich für's Einkleben ins Strahlrohr etwas mehr Klebefäche. Die Passgenauigkeit ist perfekt.

    Auf der Oberseite der Bugsektion wird noch Teil 1-4 aufgedoppelt. Hier habe ich den Lukendeckel auf 1mm Finnpappe plastischer gebaut, mit einem Scharnierrohr und einem Kunststoff Handrad versehen.

    Aus den Teilen 2-4 bis 2-15 werden die Kamera und Beleuchtungsgeräte gebaut. Mittels Zahnstocher lassen sich die Rundungen gut ausformen. Man könnte die Beleuchtung mittels 2mm LEDs auch sicher funktionsfähig ausführen. Ich habe aber darauf verzichtet.


    Als nächster Bauabschnitt werden nun die massiven Arbeitsarme aus den Teilen 2-16 bis 2-23 in Angriff genommen

  • Es ist schon faszinierend aus welcher Abwicklung heraus der Roboterarm 2-16 und 2-18 entsteht!

    Die Aufnahmen für die Arme lassen sich ebenso sehr exakt falten und kleben. Das macht richtig Spaß.

    Die Probensammelkörbe 2-30,31 machen die Roboterarme dann komplett. Verbunden werden die beiden Einheiten mit dem Tei 2-28.Hier habe ich mit dem cuttermesser die geschwärzten Felder ausgeschnitten. Das bringt mehr "Transparenz" in das Teil. An die Bugsektion werden die Roboterarme aber noch nicht angeklebt.

    Es fehlt noch der "Turm" mit seinem Sonarfeld auf dem Bauteil. Hier habe ich einige Teile aus der eindimensionalen Druckabbildung mit KU-Röhrchen und 0,3mm Draht plastisch dargestellt.

    Als Abschluss dieser ersten Bauphase wird Alles mit Revell email Mattlack imprägniert und final mit Glanzklarlack gestrichen.

  • Vielen Dank für freundlichen:thumbsup:

    Weiter geht der Bau des SHINKAI = Tiefsee U-Bootes mit der Hecksektion und den Teilen der Baugruppe 3.

    Die Heckflosse ist schnell verklebt.

    Interessant ist wieder die Abwicklung der Stabilisierungsflossen.

    Sauber ausgeschnitten und genau auf der Strichlinie gefalzt legen sich die Teile fast von selbst in die erforderliche Form.

    Am eigentlichen Hecksegment 3-7 werden die Klebelaschen abgetrennt und durch hinterklebte Kopien ersetzt. Die rot markierten Ausschnitte sollte man mit einem "frischen" Skalpell so exakt als möglich heraustrennen. Sie sind formgebend für die Finne und die Stabiflossen!

    Das Bauteil wird jetzt auf einer Schaumunterlage gut vorgerundet. Ich benutze hier Holzstäbe und div. Kugelwerkzeuge.

    Nun werden die Finne, die Stabiflossen und die Aufnahmen für die Antriebe (3-12,13) eingeklebt sowie das Heckstrahlruder 3-14 analog zum Bugruder geformt und geklebt.

    Das Strahlrohr soll durch das Einkleben das Segment formgebend stabilisieren. Im Bug hat das hervorragend geklappt - hier jetzt in der Hecksektion: MURKS!:cursing:. Nach etlichen Versuchen hab ich das Rohr einfach durchgeschnitten, etwas eingekürzt und so in den Rumf geklebt.

    Den Spant 4-15 habe ich mit 1mmFinnpappe verstärkt und wieder separate Kebelaschen angebracht. Er wird eingesetzt wenn das Bodenbauteil 4-14 verklebt ist.........

    FORTSETZUNG folgt

  • Hallo, liebe Bastelfreunde

    Der U- Boot Bau geht gut voran! Getreu dem Motto: 3x probieren, 1x kleben ist die Hecksektion mit dem Bodenteil 4-14 verschlossen und mit dem Spant in Form gebracht. Nun fehlen nur noch die beiden Antriebsmotoren mit den Strahldüsen.


    Die zu rundenden Teile werden auf der Innenseite etwas angefeuchtet, dann ist auch der kleine Durchmesser beim Einrollen mit dem Zahnstocher kein Problem. Und die Form bleibt nach dem Trocknen schön erhalten.

    Die Propeller sind von beiden Seiten erkennbar (Kopie!), denn ich verzichte auf Teil 4-3 ! Statt dessen modelliere ich einen knapp 2mm breiten Ring um Teil 4-1. Nach der Verbindung des Motors mit der Schiffschraube werden 3 schmale Streben zwischen 4-4 und4-1 verklebt. So stehen die Antriebsdüsen schon recht "original" aus.

    Am Ende werden 2mm Pappscheiben aufgeklebt und der Motor letztlich noch mit Silberlack vorbildgerecht gefärbt. Mittels der weißen Montageblöcke 4-11 werden die Gondeln später an ihren Platz geklebt. Die Hecksektion ist fertig!


    Die Verbindung von Bug und Heck erledigt das Teil 4-16. Hier sind nur die Ausschnitte der vertikalen Schubdüsen sauber auszuschneiden.

    Ich habe an diesem Teil jedoch zusätzlich den großen Deckel auf der Lauffläche ausgeschnitten und plastisch hinterklebt. Auch die 2 Verkleidungen an beiden Seiten habe ich herausgeschnitten und durch kopierte Teile ersetzt. Diese sind auf aufgedoppelte Papierstreifen geklebt. Dadurch erscheinen sie ( wie auf Ori-

    ginalbildern erkennbar) zurückliegend.

    Fehlen nun noch die beiden Stahlrohre und das Bodenelement 5-12.

    Fortsetzung folgt......

    Noch einen schönen Sonntag, liebe Kartonisten

  • Hallo "Hape" Warum hast du denn die Propeller der Düsen nicht ausgeschnitten ?

    Beim Turmaufbau hast Du doch auch aus "2D" "3D" gemacht.

    Ich mache das Übrigens auch gern bei meinen Modellen, 2 Dimensionale Drucke mit 3D Elementen zu verfeinern.

    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang

    Ja, da hast Du Recht. Manchmal "spare" ich noch an der falschen Stelle. Zumal der Propellerdurchmesser dann auch etwas kleiner geworden wäre. Dadurch rutscht deretwas weiter nach Vorn in der Kortdüse und der zusätzliche Ring für die 3 Stützen wäre "originalgetreu" nicht nötig.

    Idee: ich baue die Teile einfach nochmal.:thumbsup:

    Gruß Hape

  • HaPe September 23, 2026 at 4:32 PM

    Added the label Completed
  • Hallo liebe "Follower"

    Nun, ich habe dann mal die Hauptantriebe mit ausgeschnittenen Propellern noch mal neu gebaut. Sieht plastischer aus.


    Im nächsten step werden die zwei vertikalen Schubdüsen gebaut. Hier ist es sinnvoll erst die kurzen "tubes" ( 5-1,3,4,6) zu bauen. Diese werden in die langen Rohre 5-2,5 eingesteckt. Das klappt besser, wenn das lange um das kurze Rohr geformt wird. Ich habe dann die beiden fertigen Rohre in Teil 4-16 (Mittelsektion) eingeklebt und Bug und Heck daran angeschlossen. Das passt alles sehr gut zusammen.

    Bevor die Bodenplatte 5-12 gebaut wird habe ich jetzt die Roboterarme am Bug befestigt.

    Die Teile 5-9,10 (Standkufen) sind nochmal etwas knifflig in der Knick- und Klebeform. Origami lässt grüßen :).

    Einmal das System erkannt klappt die zweite Kufe spielend leicht.

    Teil5-11 verschließt den Rumpf. Hier habe ich die " Abwurfgewichte" noch verdoppelt ( sieht aber eh Keiner:().

    4 Teile fehlen noch, dann ist SHINKAI 6500 fertig.

    Die "Hebebolzen" 5-6 und die beiden Messinstrumente 5-7.

    Hier habe ich noch kleine Details ergänzt.

    Den Modellständer habe ich in zwei Varianten (Original und begradigt) gebaut. Der "Kopfstand" des Modells gefällt mir nicht wirklich.

    Fazit:

    Aus den Papierbögen lässt sich ein sehr naturgetreuer Nachbau des Tauchbootes erstellen. Die Rundungen sind bei etwas angefeuchtetem Papier problemlos formbar.

    Ein empfehlenswert download


    Vielen Dank für's Interesse und "liken"

    Viel Freude und Erfolg bei den eigenen Projekten.

    Hape