Birger hat in seinem Beitrag "Japanische Schulschiffe" auf eine Website der JMETS (Japanische technische Schule für maritime Erzeihung) hingewiesen, auf der man 7 japanische Schulschiffe findet. Es sind recht einfache Modelle, die zuerst wohl für Kinder und Jugendliche gedacht sind, die man als seemännischen Nachwuchs heranziehen möchte.
Die jetzige Einrichtung der Seemannsausbildung geht in Japan auf das Jahr 1939 zurück. Heute ist sie in insgesamt sieben Ausbildungsschulen gegliedert und besitzt fünf große Ausbildungsschiffe, darunter einen Großsegler. So wie ich es verstehe dürften die einzelnen Schulstandort ihre eigenen Schulungsboote besitzen, auf denen die die angehenden Seeleute ihre erste Erfahrungen mit Seemannschaft machen. Die Ausbildung scheint sehr straff durchorganisiert zu sein. Ich musste mich bei der Recherche natürlich auf den Übersetzungsdienst bei Wiki verlassen.
Die Modelle sind im Maßstab 1:100 gehalten. Die 7 Originalschiffe sind mit etwas Abweichung um die 20m lang und sehen sehr ähnlich aus. Mal variiert die Farbgebung, dann die Brückenform, oder ein Schiffchen besitzt ein zweites Oberdeck.
Als erstes habe ich mich an das Boot Koboyu Maru gemacht.
Das Modell soll für mich als Protopyp dienen, um mich in die Bauweise des Konstukteurs zu gewöhnen. Es gibt keine Spantengerüst. Unter der Back und der Poop bleibt der Boden offen. Es fällt auf, dass das Hauptdeck an der Oberkante der Reling abgeknickt werden muss. Unten wird der Boden durch zwei überlappende Teile gebildet. Wobei ich den größeren unter den kleineren gebracht habe, damit die genaue Breite erzielt werden konnte. Das größere Teil schlägt nun von innen an die Bordband der kleineren Lasche. Die Rundungen am Heck, dort müssen Keile ausgeschnitten werden, habe ich mit Zigarettenpapier unterklebt.
Am Bug habe ich die Klebelaschen unterklebt , so dass eine Bugseite dann gut aufliegend an die andere Bordseite stoßend befestigt werden konnte.