Fortschritt - HTS 100.27 Vakuumtankwagen; agromodels.cz Nr. 034/2025; Maßstab 1:32

  • Moin,

    den Güllewagen hab' ich beim Werkstatt-Treffen in Bremen angefangen.


    Damals bin ich nur in ungefähr so weit gekommen:

    Der Grund dafür: Ständig wurde ich von diversen interessierten Ausstellungsbesuchern vom Basteln abgehalten, die mich in hochpolitische Diskussionen über die Güllethematik im Allgemeinen und damit einhergehende Geruchsproblematiken im Speziellen verwickelten :D Diverse hochkreative Anregungen zum Supern durch benachbarte Mitbastler verschweige ich an dieser Stelle mal :whistling:

    ;)


    Danach ist das Thema ziemlich eingeschlafen. Irgendwann im späten Frühjahr habe ich noch die Radaufhängungen gebaut:


    Und gestern habe ich dann einen ziemlichen Rappel gekriegt und mich in der Folge dem wahren Stein des Anstoßes gewidmet :thumbup: Zunächst baut man ein massives Spantengerüst. Unter den Pappplättchen verstecken sich noch insgesamt vierzig Stückchen Schaschlikspieß (!!!).

    Das Gerüst habe ich dann gut verschliffen, was bei der Stabilität kein Problem darstellt :thumbsup: Das große Außenhautteil wurde dreigeteilt, damit sich die Endstücke in angemessener Größe gut stumpf verkleben lassen 8o

    Die großen Klebekanten habe ich mit Zigarettenpapier hinterklebt und mit einem Acrylstift in passender Farbe von innen nachgefärbt, damit kein Weiß durchblitzt :cool: Das gut verschliffene Spantengerüst sitzt schön eng in der Außenhülle, die ich dann mit den Blendstreifen an den selbstgewählten Schnittstellen verschlossen habe:

    Das Spantengerüst ist nicht mit der Außenhaut verklebt, das hielt ich bei der gegebenen Klemmkraft und Passgenauigkeit für unnötig :thumbup: Eigentlich hätte man das auch ohne Spantengerüst bauen können, aber bei der Montage des Behälters auf dem Fahrgestell wurde mir klar, warum das Teil von innen derart "ausbetoniert" ist:

    Man muss nämlich ordentlich Druck ausüben, damit das alles gut aufeinandersitzt. Mit einer "seelenlosen" Außenhülle wäre das mächtig in die Hose gegangen. Beim hier vorhandenen massiven Klotz löst dieses Druckmanöver jedoch höchstens ein Bisschen Schulterzucken aus :rolleyes:


    Ich war die ganze Zeit der Meinung, daß ich hier ein massives metallenes Güllefass baue, bis ich dann auf "Kleinanzeigen" das hier...

    ...gefunden habe ;( Sollte das ganze riesige Monster etwa in der Realität aus Plastik gebaut sein ?(


    Und ich hätte noch eine Frage in die Runde: Für die Deckel hinten und obendrauf sollen "kleine Muttern" und Draht verwendet werden. Letzteres ist kein Problem, aber die Muttern sind nicht im Bogen, das ist eher so eine wohlgemeinte Empfehlung :cursing:

    Weiß jemand, ob man irgendwo kleine Muttern, sagen wir mal mit 2 oder 2,5 mm Durchmesser und Loch in der Mitte zum Ausdrucken runterladen kann? Auf 0,5 mm Karton, gedoppelt und mit Acrylstift metallisiert wären das genau die Teile, die ich mir hierfür vorstelle 8o


    Gruß,

    Daniel.

  • Moin Daniel,

    Quote


    Diverse hochkreative Anregungen zum Supern durch benachbarte Mitbastler verschweige ich an dieser Stelle mal :whistling:

    Mich kannste damit ja nicht gemeint haben. ?(:whistling:


    Aber schön das die Gülle bald aufs Feld gefahren werden kann.
    Sieht richtig gut aus.

    Beim unserem norddeutschen Dealer solltet es Muttern in verschiedenen Größen geben, musste mal nachsehen.


    Gruß aus Bremen
    Stephan

  • ......Daniel, die " Lasercut" Muttern 1.5 bis 2mm sind ja schon eine Herausforderung herauszutrennen, du möchtest die ausdrucken und ausschneiden....... Respekt. Dann ziehe ich wieder den Hut vor dir.

    Viele Grüße Andreas

  • Mich kannste damit ja nicht gemeint haben. ?( :whistling:

    Nö, das war Frank ;)


    didibuchGenau sowas :thumbsup: Vielen Dank! Die Gelaserten habe ich hier, in etwas kleiner. Die sind völlig unbrauchbar, weil sich ständig der Karton aufspaltet :cursing:


    die " Lasercut" Muttern 1.5 bis 2mm sind ja schon eine Herausforderung herauszutrennen, du möchtest die ausdrucken und ausschneiden.......

    Für die Deckel vom Güllefass brauche ich irgendwas zwischen 2 und 3 mm. Ich nehme dünneres Papier (vielleicht 200 Gramm oder so ?(), steche zuerst das Loch durch, versiegle es mit Lack/Kleber und das Ausschneiden besteht aus acht geraden Schnitten. Dann wird das zusammengedoppelt, verklebt und mit Acrylstift angemalt. In meinem Kopf ist das ein sehr solides Konzept 8o Mal sehen, was die Realität dazu sagt 8| Vom Aufwand her geht das, ich brauche irgendwas zwischen 16 und 20 Muttern. Nicht über zweihundert kleine Achtecke, wie später noch beim Reifenprofil ;(


    Gruß,

    Daniel.

  • Hallo Daniel ,

    Direkt Plast war das nicht .

    So weit ich weiß war das so eine Art Glasfaser ,Recht dick .

    Auf unserer LPG war so ein Tank aufgeschnitten und als Tränke für die Kühe in die Erde eingelassen .

    Sieht Klasse aus Dein Modell.

    Grüße Andreas

    Es gibt bei kriegen keine gewinner ,Die Einzigen die Gewinnen sind Rüstungskonzerne !

  • So weit ich weiß war das so eine Art Glasfaser ,Recht dick .

    Danke für deine Expertise :thumbsup: Also ungefähr sowas wie ein Kunststoff-Heizöltank. Damit hätte ich tatsächlich nicht gerechnet, klasse :thumbup:

    Auf unserer LPG war so ein Tank aufgeschnitten und als Tränke für die Kühe in die Erde eingelassen .

    Na da konnten aber viele Kühe trinken, im Vergleich zum Siku-Fass im gleichen Maßstab ist das tatsächlich ein ziemlich riesiges Monster 8o


    Wenn fertig, bitte Bastelzimmer gut durchlüften :D

    Das ist halt ein Bisschen witzlos, wenn gleichzeitig draußen gerade ganz reell Gülle gefahren wird ;(

    ;)

    Diese bösartige Atemluftvergiftung ist jedoch nicht der Grund für meine lange Abstinenz von diesem Baubericht :pinch: Hierbei geht es eher um ein nicht mehr feierliches Maß an Frickelei, das in den folgenden Bauabschnitten lauert 8|

    Zunächst habe ich den "Ausguss" angefertigt, was durch das stumpfe Aufeinanderkleben verschiedener Wölbungen direkt am großen Behälter recht sportlich wird:


    Anschließend kamen meine Muttern zum Einsatz, bei denen ich mich gegen aufspaltende und für zusammenzuleimende Papierschichten entschieden habe (schlussendlich mit Acrylstift "Gun Metal" eingefärbt) :cool:

    Dieser Deckel ist ein Kunstwerk für sich und obendrein mal wieder flapsig konstruiert :cursing: Die Muttern sind gar nicht im Bogen drin, dafür aber ein Hinweis, daß sie unbedingt gebraucht werden. Hurra, allerseits :thumbdown: Darüber hinaus ist die Situation rund um das Deckelscharniergelenk sehr unklar, weswegen ich verschiedenartigst rumgestümpert und schlussendlich etwas aus falschen Ersatzfarben zusammengeklebt habe 8| Ich baue übrigens nicht "funktionabel", sondern nur im Modus "überhaupt irgendwie zusammenleimen". Das reicht an Herausforderung völlig aus :S

    Neben dem Deckel stellt der Kompressor (?() eine mindestens genauso heftige Geduldsprobe dar. Hier ist die Zeichnung auch echt mies, die Zusammensetzung der Teile erschließt sich aber schließlich nach mehrtägiger Grübelei:

    Und der obere Querbalken ist so konstruiert, daß er überhaupt nicht drauf passt. Ich habe es am Ende so umgesetzt, wie es in der Zeichnung aussieht.


    Eine Frage hätte ich noch, falls jemand von euch den Bogen ebenfalls liegen haben sollte. Ich habe ganz am Anfang dieses kleine Kästchen hier zusammengeklebt, damit es nicht weiter zerfällt oder wegkommt:

    Jetzt fliegt es mir ständig zwischen den Fingern rum und ich habe gar keine so richtige Idee, wo es hingehören könnte, zumal ich auch keine Bauteilnummer notiert habe und obendrein schon seit einem halben Jahr an diesem Modell rumleime :thumbdown: Besteht die Möglichkeit, daß ein Ebenfalls-Bogenbesitzer mal in selbigen reinschaut und mir Nummer und Positionierungsidee zu diesem Teil mitteilt?


    Gruß,

    Daniel.

  • Moin,

    Nu geit dat eeeennelk an dat Güllefass wieder !

    Wart ok tied !

    Dat grote Fass löppt schon bald över, dammich !

    Un kiek to dat dat nich stinken deit.

    Grötens van Frank.

    ... I just sit here and watch the river flow ...

    Edited once, last by Frank_N (August 31, 2026 at 10:30 PM).

  • Moin,

    ich habe mich in der Folge um das "Geländer" und die beiden seitlichen Gerümpel-Ablagen (?() gekümmert.

    Hier kam einmal mehr das "Löten mit flüssigem Sekundenkleber" zum Einsatz, das ich mir letztes Jahr in meiner schnell wieder verflogenen Eisenbahnbegeisterung angeeignet habe.


    Danach habe ich die Seitenteile angebracht. Hierzu habe ich mich an der vorderen Markierung orientiert und dann gemerkt, daß weiter hinten alles irgendwie nicht mehr passt, obendrein waren auch noch Klebelaschen an der falschen Seite platziert :thumbdown:

    Ich habe alles passend gemacht und weitergebaut. Nachdem die hinteren Schmutzfänger auch nicht mehr markierungskonform waren, habe ich dann begriffen, daß ich mal wieder auf eine falsche Markierung reingefallen bin :cursing::cursing::cursing:

    Eine schlußendliche Passprobe mit einer Reifenscheibe zeigte, daß selbige nicht mehr unter die Seitenteile passen würden. Reparaturversuch endete in einer Katastrophe, Gülle geht in den Mülle :thumbdown::thumbdown::thumbdown:

    Sehr später Bauabbruch, riesige Zeitverschwendung.

    Gruß,

    Daniel.

  • Hi Daniel,

    Abbruch ist keine Option !

    Auf dem Land wird einfach alles irgendwie zusammen gebaut. Und wenns mit kleineren Rädern oder abgesägten Schutzblechen oder angehobenen Achsen ist ... Landmaschinenschlosser sind da völlig improvisationsfähig ! 👍👍👍

    Schalt mal den Schlosser in Dir ein ... Flex, U-Stahl und Schweissgerät !

    Anfeuernde Grüße von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Moin Daniel,

    Frank nimmt mir die Worte aus dem Mund. Wenn was kaputt geht, dann wird schnell ein Profil- oder Flachstahl drüber gebraten, vielleicht noch eine Lage Zinkspray drüber und dann geht´s weiter. Die Maschine muss laufen. Also Schmutzfänger weg flexen, dann hat sich das mit den Reifen. Die werden im real existierenden Leben auch häufiger mal weggewämst, wenn die gerade stören. Dann noch ein grünes Folgekennzeichen und ein 25 km/h- Schild dran, dann musst du damit auch nicht mehr zum TÜV. Nach einmal seriös Güllefahren sieht man von dem Pfusch eh nichts mehr, weil der Anhänger so verdreckt ist und sauber machen kostet ja nur unnötig Zeit, nach der nächsten Fuhre ist der schließlich wieder im gleichen Zustand.


    Viele Grüße
    Cariño

  • Da schließe ich mich Frank an


    Was nicht passt wird passend gemacht.


    Ich finde auch das Du weiter bauen solltes.

    Gerade in diesem recht grossen Maßstabt, sollte es doch kein Problem sein was zu Ändern.

    Das ist doch irgendwie der Reiz am Modellbau, mal was eigenes bauen und nicht immer nur nach Vorlage.
    :D



    Viele Grüße


    Wolfgang