Ich war heute mit meiner Frau im Schiffsmuseum Roskilde und habe viele interessante Fakten über den Bootsbau vor über 1000 Jahren erfahren.
In einer seichten Bucht vor Roskilde wurden in den 50er Jahren 5 dort versenkte Schiffswraks gefunden.
Zur eigentlichen Bergung wurden Spundwände (nicht Soundwände) eingerammt, das Areal leer gepumpt und die Archäologen haben über 100.000 Holzteile und Nägel geborgen.
Es waren 5 verschiedene Schiffstypen. 2 Lastsegler mit breitem und tiefen Rumpf, 2 verschieden große Langboote und ein Fscherboot.
Alle Boote wurden über die Jahre rekonstruiert und fahren in der Bucht vor dem Museum von Roskilde.![]()
Das große Langboot hatte platz für ca. 80 Krieger(ca28m lang), das kleinere für ca 30 Krieger(ca 15m lang)
Das Holz war hauptsächlich Eiche. Es wurde aber auch Birke, Esche und Hainbuche verbaut. Die Boote wurden überlappend beplankt (Klinkertechnik)
Um die Holzplabken mit dem Rumpf zu verbinden benutze man ca. 25-30mm durchmessende Holznägel. Um die Planken miteinender zu verbinden wurden Nägel und 4-eckige Plättchen mit einem Loch in der Mitte geschmiedet. Danach wurde der Nagel vom innen durch die Planke und die 4eckige "Unterlegscheibe" gesteckt und kalt vernietet, bzw der herausstehende Nagel mit einem eisernen Hammer halbrund geschlagen. (wie ein Niet)
Letztes Bild Nachbau "Neubau" eines Langbootes
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Viele Grüße
Wolfgang