ЯК-9Т; AKM Nr. 5; Maßstab 1:33

  • Moin,

    ich habe mich neulich von so einer Online-Vorschau völlig mitreißen lassen 8o Und obwohl ich eigentlich knallhart die Meinung vertrete, daß die einzig ernstzunehmenden Kartonmodellflugzeugbausätze von Halinski und Kartonowa Kolekcja stammen, habe ich mir die sehr faszinierend aufgemachte Yak bestellt :thumbup:

    Auf der Rückseite ist das sehr gut zusammengebaute Testmodell zu sehen, was erstmal einen einigermaßen seriösen Eindruck vermittelt :thumbup:


    An Zubehör habe ich nur die Kanzel und den Lasercut.

    Und wie das immer so ist mit den Russen, konnte ich Letzteren auch gleich unbenutzt in die Tonne kloppen :cursing::cursing::cursing: Es verhält sich nämlich so, daß exotischerweise sämtliche Spanten ausschließlich mit 0,5 mm Pappe verstärkt werden. Das macht die Sache sehr angenehm zum Ausschneiden, andererseits habe ich ein paar Fragen zum Durchdrückverhalten der sehr dünnen Spanten, die sich wohl erst beantworten, wenn es an die Außenhautmontage geht ?(

    Der LC-Satz ist aber stur auf einen Millimeter Finnpappe gelasert und alle Steckverbindungen sind dabei korrekterweise für 0,5 mm plus Bastelbogenkarton dimensioniert :thumbdown: Das war jetzt meine Premiere in Sachen halbgarer Lasercut :cool:


    Ob wir es generell mit einer faszinierenden und passgenauen Konstruktion oder aber Modellbau für den etwas stabileren Magen zu tun haben, wird sich im Folgenden zeigen :D Da der Lasercut nur dazu geeignet ist, die Füllhöhe der Papiertonne zu erhöhen, muss natürlich erstmal ein Spantengerüst geschnippelt und in der Folge zusammengesteckt werden. Dabei gibt es eine Besonderheit: Die Kanone, die durch den Propeller feuert, wird schon jetzt ins Spantengerüst eingearbeitet, bzw. ich lasse sie während der innenarchitektischen Arbeitsphase erstmal links liegen:

    Negativ aufgefallen ist mir, daß sich das Material extrem sperrig eng rollen lässt ;( Aber da ich mittlerweile diese tollen Acrylstifte habe, sieht die beim Rollen zuvor arg verhunzte Kanone nun besser aus, als je zuvor :thumbup: Als kleinen Vertrauensvorschuss für diese ungewöhnliche Konstruktion habe ich die Klebelasche entfernt und über einen Großteil der Bauteillänge einen Draht eingefügt. Ich bin gespannt, wie sich das am Ende ausgeht. Zumindest hat der Konstrukteur ein paar kreative Ideen, die für etwas Abwechslung sorgen :thumbsup:


    Die seitliche Gitterstruktur des Cockpits muss zwingend mit Sekundenkleber verstärkt werden. Der ist mir dann natürlich an einigen Stellen durchgesuppt, trotz sehr vorsichtiger Bauweise :cursing: Das ließ sich jedoch gut kaschieren, Acrylstift sei dank. Absurderweise ist die fast passende Farbe hierfür das ganz und gar nicht sowjetische "RLM 76" :D

    Das Spantengerüst ist nun zusammengesteckt, jetzt muss es ein Bisschen mit Leben gefüllt werden 8o


    Gruß,

    Daniel.

  • Seo-by-the-BayIt's an interesting concept 8o We'll see if it works, later in the process :huh:

    Ein alter Russe... Wie schön :)

    Ein unförmiger Kasten wird das. Das macht die Geschichte überhaupt interessant :thumbup: Ich hab' mir gerade noch die MiG-3 vom gleichen Konstrukteur geordert, das ist auch so ein völlig verformtes Pummelchen 8o


    Alte Beutebestände an Farbe sind aufzubrauchen...... :D !

    Klingt logisch, aus der Perspektive hab' ich das noch gar nicht betrachtet :D Ich hab' auch noch einen Acrylstift "Russian Cockpit Tourquise" und dachte eigentlich, daß der hier zum Einsatz kommt, von wegen einheitliches Farbschema und so ?( Aber nee, wir pinseln mit dem erbeutetem RLM-Eimer, muss ja :thumbup:


    Das Cockpit ist schön detailliert, hält aber nicht so elendig auf, wie ein Halinski. Man kann sich einigermaßen zügig durch die Arbeitsschritte durchfräsen und am Ende ist das Ergebnis trotzdem ansprechend. Die Skizzen haben mir bisher absolut alle Fragen beantwortet, das muß auch nochmal positiv hervorgehoben werden :thumbsup: Hoffentlich bleibt das auch so...


    Ich habe mich nicht an den Bauteilnummern gestört und erstmal die Seitenteile mit den Nummern 7 und 8 gebaut, wobei die Nummerierung der Baugruppen sich völlig intuitiv erschließt :thumbup:

    Anschließend wurde das Instrumentenbrett gebaut, das leider nicht verglasbar ist. Neben dem völlig versemmelten LC-Satz erst das zweite kleine Manko überhaupt. Ebenfalls habe ich schon mal die ineinander zu steckenden Sitzschalen vorgefertigt und eine Probesteckung vorgenommen.


    Besagte Sitzschalen passen übrigens wunderbar ineinander. Trotzdem habe ich den fertigen Pilotensitz nochmal mit Beute-RLM angeacrylstiftet, um die Klebelinien zu kaschieren:

    Das ist für ein Kartonmodell fast schon too much 8| Ich muss aufpassen, daß ich es nicht übertreibe. Ein weiterer Einsatzort für die Acrylstifte werden später die Auspuffrohre sein. Ich habe mir überlegt, daß ich die gleich auf links zusammenkleben und dann völlig "nahtlos" einfärben kann 8o

    Aber das ist noch Zukunftsmusik...


    Gruß,

    Daniel.

  • Chris A.Die Bilder in Slawomirs Shop wirken auf mich irgendwie "pummelig". Vielleicht habe ich das falsche Wort gefunden, aber auch diese Kiste wirkt einigermaßen verproportioniert, in welche Richtung auch immer 8| :thumbup:


    Zurück zur Yak 8o Als Nächstes habe ich den Steuerknüppel und die Ruderpedale gebaut und zusammen mit dem Sitz schon mal eingeklebt:

    Der Steuerknüppel soll einen Millimeter Durchmesser haben. Ich habe aber keine Lust, mich mit so einem dicken Draht rumzuquälen und habe ein etwas dünneres Exemplar in Form gebracht, mit Zigarettenpapier umwickelt und den Rest erledigen dann wieder die Acrylstifte :thumbup: Anschließend wurde alles zusammenmontiert, was ich schon vorgefertigt hatte:

    Zur Befestigung der Antenne war ursprünglich ein minikleiner Spalt oben im Mittelspant vorgesehen, der sich dann aufgespaltet hat, sobald ich einen Draht testweise reingesteckt habe :thumbdown: Aber wenn wir schon so ein massives Spantengerüst haben, können wir die Antenne auch ordentlich befestigen 8o Deshalb habe ich den entsprechenden Bereich weggesäbelt und ein massives Stück Korken mit Unmgengen von Weißleim stattdessen angebracht :cool: Was auch noch ganz wichtig ist: Die Rückenlehne des Pilotensitzes darf noch nicht oben am Bauteil mit dem Funkgerät angeklebt werden, da sich das Gesamtbauteil noch eine Weile lang querverwinden können muss, bis die Außenhaut irgendwann die Endpositionierung herstellt :thumbup:

    Die Teile auf dem zweiten Bild kommen oben auf die Gitterstruktur und müssen somit erstmal warten, bis sich die Außenhautmontage bis zum Cockpit hin durchgearbeitet hat :S


    Ich habe mir heute Nachmittag noch die Textanleitung übersetzen lassen, um vielleicht Anhaltspunkte für das Anbringen der Außenhaut zu erhalten. Aber leider stehen da nur "Profitipps" drin, à lá "Orientiere dich beim Zusammenbau stets an der Mittelinie, um einen symmetrischen Zusammenbau zu gewährleisten." :cursing: Dafür sind die Zeichnungen um so besser und die Baureihenfolge erschließt sich dann nochmal beim Betrachten der Bauteile. Das Rumpfsegment hinter dem Cockpit ist das Einzige, das Klebelaschen in beide Richtungen hat...

    ...somit gehe ich davon aus, daß hier der Anfang gemacht werden muss und man sich dann im Anschluss jeweils nach vorne und hinten weiterwurschtelt ?( Es gibt bei diesem Modell generell keine Zentriermarkierungen. Aber bei der Außenhautmontage kann man sich wunderbar an der Unterkante des Mittelspants orientieren, das sollte funktionieren. Die erste Anprobe am Spantengerüst zeigte übrigens eine ziemlich bombastische Passgenauigkeit, zumindest mal für dieses Segment :thumbsup: Wie's damit weitergeht, wird sich zeigen :huh:


    Gruß,

    Daniel.

  • Servus Daniel,

    ich wurde so viele Rumpfsegmente wie möglich zusammenbauen und dann auf den gut verschliffenen Rumpf schieben. dadurch werden die Markierungen und Rumpfübergänge perfekt. Als Markierung kannst Du die Mitte des Längsspants nehmen.

    LG René

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  • Hallo zusammen,

    eine Rücksprache mit meiner persönlichen russischen Exilregierung hat ergeben, daß dieser Flieger ein böses Propagandavehikel ist :thumbdown: Da steht in etwa "befreiter Donbass" auf dem Rumpf. Das ist zwar alles historisch und ebenso korrekt, jedoch im aktuellen Kontext sehr schwer verdaulich, auch und erst recht wenn man ein Bisschen Kenntnis davon hat, wie die russische Propaganda den 2. Weltkrieg für ihre Zwecke instrumentalisiert und ausschlachtet. Kernaussage: "Jemand, der wirklich dagegen ist, konstruiert nicht in 2024 so ein Modell. Es gibt über Neuntausend Yak-9's zur Auswahl, warum wählt man ausgerechnet dieses hier aus?" Die Argumentation hat mich überzeugt und ich hätte eigentlich auch von selbst drauf kommen können, aber ich hab' mich rein von der Konstruktion begeistern lassen ;( Somit geht es hier nicht weiter, mit dem Vogel könnte ich mich nicht guten Gewissens auf Ausstellungen blicken lassen :thumbdown:

    Insgesamt bin ich aber der Meinung, daß auch die Sowjets zum Spektrum des Modellbaus gehören, wenn man einen Schwerpunkt auf Warbirds setzt. Nur dieser hier ist ein Bisschen too much. Es gibt auch andere Exemplare, mit weniger direkt mißbrauchbaren oder gar keinen Inschriften.

    Nur zur Information. Bevor es hier zu blöden Diskussionen kommt, schließt bitte den Thread!

    8|

    Gruß,

    Daniel.

  • René Pinos September 6, 2026 at 9:23 PM

    Closed the thread.