UHL Fable, Eigenbau in 1/250, geb. von Cariño

  • Moin zusammen,

    nach dem Modell ist vor dem Modell, weiter geht es bei mir mit einem Schwergutschiff. Der Typ UHL F900 Ecolifter wurde in zwei Baulosen zwischen 2015 und 2024 in China gebaut, ich habe mich für das 19. und letzte Schiff dieser Serie entschieden. Diese fahren für die Hamburger United Heavy Lift, sind ca. 150 m lang, 25,6 m breit. Die beiden Kräne an Backbord haben ein Hubvermögen von je 450 t, kombiniert bis zu 900 t. Mehr zu dem Typ gibt es auf der Internetpräsenz der Reederei, dort gibt es auch eine schöne Animation von dem Schiff: https://unitedheavylift.de/f900-eco-lifter/

    Für mehr Impressionen hier noch ein Videozusammenschnitt von der Taufe der UHL Fable.

    Das Spantengerüst ist gezeichnet und besteht aus 5 Seiten, nun geht es ans Ausschneiden.

    Viele Grüße

    Cariño

  • Endlich sprüht wieder dein Innovationsgeist, Renke.

    Ich bin neugierig auf deine Umsetzung in´s Modell und freue mich auf deinen Baubericht.


    Gruß
    Roland

  • Moin,

    da bin ich auch dabei. Eine Eigenkonstruktion eines Schiffes interessiert mich immer. Danke dass wir daran teilhaben können.

    Beste Grüße

    Ernst

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    „Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.“ Sokrates, griechischer Philosoph (469-399 v. Chr.) 🥸

  • Moin zusammen,

    da hat sich ja schnell ein ordentlicher Kreis an interessierten Zuschauen gebildet. Darum möchte ich euch nicht zu lange auf die nächsten Bilder warten lassen. Das Spantengerüst habe ich nun zusammen gebaut, das passte ganz gut. Beim letzten Dampfer hatte ich noch ein Dreikantprofil zur Stabilisierung verwendet, bei diesem habe ich zwei zusätzliche Längsträger eingefügt, um zu schauen, wie sich das so verhält. Das ist schon stabil, aber das letzte Modell war noch ein Ticken torsionssteifer. Das Gerüst ist übrigens so ausgelegt, dass ich theoretisch auch ein Wasserlinienmodell bauen könnte. Aber sowas will ich ja nicht.

    Im nächsten Schritt werde ich nun die Außenhaut abwickeln. Fürs Überwasserschiff nutze ich wieder die Methode nach „Neubert“ (es gibt dazu einen guten Beitrag von Henning), für das Unterwasserschiff werde ich die Butterbrotmethode verwenden.


    Viele Grüße

    Cariño

  • Überzeugendes Konstruktions- und Bauergebnis, Renke!

    Die Kartonstärke der Spanten erscheint mir, bezogen auf die Modellgröße, relativ dünn - geschätzt 0,5 - 0,8mm?


    Gruß
    Roland

  • Das ganze Gerüst habe ich auf 160 g Karton gedruckt und mit gleichstarkem Karton verstärkt.

    ...das wären dann ca. 2 x 0,2mm = 0,4mm...

    Das erscheint mir sehr flexibel. :whistling:


    Gruß
    Roland

  • Ahoi,

    ...das wären dann ca. 2 x 0,2mm = 0,4mm...

    Das erscheint mir sehr flexibel. :whistling:

    Ja, dass kommt hin. Mit den drei Längsspanten geht das, einer allein wäre zu wenig. Die Erfahrung hatte ich schon beim ersten Entwurf für die Hurst Point gemacht.


    Viele Grüße

    Cariño

  • Moin zusammen,

    vielen Dank an die ganzen Daumengeber. In der Zwischenzeit habe ich die Außenhaut fertig bekommen. Hier die Bilder.

    Das Schiff hat zwei Freibordmarken. Eine für den Normalbetrieb mit geschlossenen Lukendeckeln und eine für die Fahrt mit geöffneten Lukendeckeln, die etwas tiefer liegt. Bei Open Top wird ein höheres Freibord verlangt. Die jeweils gültige Freibordmarke ist in weiß gehalten, die andere wird in Außenhautsfarbe übergestrichen. Ich habe versucht beide darzustellen, aber die Open Top Marke, die in einem anderen Rotton gehalten ist, sieht man kaum. Ist bei der Linienstärke auch nicht weiter verwunderlich und der Drucker druckt auch nicht in der höchsten Auflösung, wie man auch an der Ahming sieht.


    Viele Grüße

    Cariño

  • Bist du mit dem bisherigen Bauergebnis zufrieden, Renke?


    Gruß
    Roland

  • (...)

    Das Schiff hat zwei Freibordmarken. Eine für den Normalbetrieb mit geschlossenen Lukendeckeln und eine für die Fahrt mit geöffneten Lukendeckeln, die etwas tiefer liegt. Bei Open Top wird ein höheres Freibord verlangt. Die jeweils gültige Freibordmarke ist in weiß gehalten, die andere wird in Außenhautsfarbe übergestrichen. Ich habe versucht beide darzustellen, aber die Open Top Marke, die in einem anderen Rotton gehalten ist, sieht man kaum. Ist bei der Linienstärke auch nicht weiter verwunderlich und der Drucker druckt auch nicht in der höchsten Auflösung, wie man auch an der Ahming sieht.

    Moin Cariño,

    spricht man hier noch von Volldecker und Schutzdecker bzw. Wechselschiff? Ich dachte, dieses System gibt es seit den 60ern nicht mehr. Das ist wieder alles sehr interssant, bei Dir hier!

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Bist du mit dem bisherigen Bauergebnis zufrieden, Renke?

    Moin Roland, bislang schon. Hier und da sind ein paar Macken, aber das hat das Vorbild auch.

    spricht man hier noch von Volldecker und Schutzdecker bzw. Wechselschiff? Ich dachte, dieses System gibt es seit den 60ern nicht mehr.

    Moin Klaus,

    nicht im klassischen Sinn der Begriffe. Für einen Schutzdecker fehlt die Vermessungsluke und bei den Wechseldeckern ging es darum die Gebühren für den Reeder zu drücken. Bei einem Schwergutschiff kann es auch mal vorkommen, dass die irgend was sehr großes und sperriges transportieren sollen, was für eine Verladung an Deck schon zu hoch ist. Naturgemäß können die Lukendeckel dann nicht geschlossen werden und bei Fahrt mit offenen Deckeln ist dann neben anderen Sachen auch ein größeres Freibord vorgeschrieben und die andere Lademarke wird genutzt.

    Viele Grüße
    Cariño

  • . . . . arbeitest Du rund um die Uhr ? . . . oder wie machst Du das?

    Ich kriege mit Müh und Not in 14 Tagen einen Fischkutter zusammengeleimt und Du konstruierst einen kompletten Rumpf in der Zeit. Unfaßbar!

    Dein "Wohnturm" steht übrigens noch, bin heute 6x dran vorbei gefahren:D

    Gruß

    Ralph

  • Very interesting I hadn't come across the use of two load lines depending on the state of the hatches. It makes sense, do you know when it was introduced.

    I remember an unusual modification to a load line when China refused to allow the use of Valemax (over 400,000 dwt) ore carriers in 2012. Vale reregistered them with a reduced dwt. The ban was lifted in 2015 and they have returned to their original dwt.

    Doug

  • Moin zusammen,

    vielen Dank wieder an die ganzen Daumengeber und an Ralph und Doug.

    . . . . arbeitest Du rund um die Uhr ? . . . oder wie machst Du das?

    Naja, in der Woche hatte ich tagsüber viel Zeit, die Kollegen sind ja alle Arbeiten und haben abends erst Zeit was zu starten. Beim Überwasserschiff habe ich ca. eine Stunde gebraucht, da hatte ich die drei Teile konstruiert. Dann habe ich noch ca. 1,5 Stunden darauf verbraten, dass das mit der Schrift und den Symbolen alles so hin haut, wie ich mir das vorstelle. Das UWS hat dann was länger gedauert die ganzen Segmente mit der Butterbrotmethode abzuzeichnen, einzuscannen, abzuzeichnen, ausdrucken, .... Wird Zeit, dass ich mich in ein entsprechendes CAD- Programm einarbeite. freeShip/ delftShip kann mir wohl die Spanten ausgeben, für die Außenhautabwicklung brauche ich dann aber die nicht gerade billige Vollversion.

    Very interesting I hadn't come across the use of two load lines depending on the state of the hatches. It makes sense, do you know when it was introduced.

    I remember an unusual modification to a load line when China refused to allow the use of Valemax (over 400,000 dwt) ore carriers in 2012. Vale reregistered them with a reduced dwt. The ban was lifted in 2015 and they have returned to their original dwt

    Unfortunately, I do not know which was the first heavy-lift vessel with two load lines. However, I recently noticed another unusual change to the load line of a Neopanamx container ship. It has two load lines and two deadweights. The second, larger deaweight is used exclusively in certificates to achieve certain advantages in terms of compliance with some air pollution regulations.


    Liebe Grüße

    Cariño

  • Sehr gut!

    Wieviele Liegestütze müssen denn die Figuren auf Deinem Werktisch noch machen? Und: warum? :D

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

    Edited once, last by Klaus (August 13, 2026 at 7:46 PM).

  • Moin zusammen,

    zuerst einmal wieder vielen Dank an die ganzen Daumen sowie an Klaus und HaJo für eure Beiträge. Was die Liegestütz anbelangt, so hat die Bauaufsicht gewettet davon mehr als Chuck Norris zu schaffen. Ich habe denen gesagt, dass das ein aussichtslosen Unterfangen ist, aber die dickhäutigen Dickköpfe wollten nicht hören und jetzt sind sie immer noch dabei. Mal sehen, wie lange die noch durch halten. Wetteinsatz ist übrigens den Papierkorb zu leeren.


    Was die UHL Fabel anbelangt, so habe ich mit dem Lukensüll weiter gemacht, auch die Lüfter an Steuerbord sind schon an Ort und Stelle. Hier zwei Bilder:

    Viele Grüße

    Cariño

  • Die vielen Stützen wie auf #24 unteres Bild zu sehen anzubringen, ist eine Geduldsarbeit. Aber sie lohnt sich.

    Ulrich

                                                                                   Artikel 1 GG:

    Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt


  • Moin zusammen,

    vielen Dank erst einmal für die ganzen Daumen, das spornt doch gut an. Vielen lieben Dank für deine Anerkennung, Ulrich. Insgesamt waren es ca. 220 Stützen. So genau kann ich das nicht sagen, ich habe nicht nach gezählt. Da das Rechtecke von 3 * 11,5 mm sind, hatte man beim Kantenfärben genug zum anpacken und durch die Form gab es beim einkleben kein oben/ unten/ vorne/ hinten zu bedenken. Stumpfe Fließbandarbeit, zeitaufwändig aber nicht nervenzerfetzend.

    Zuerst einmal ein paar Kleinteile gefertigt. Ihr wisst ja, man kann nie genug Teile haben.

    Weiter geht es mit den Lukendeckeln. Statt alle einzeln zu bauen, habe ich eine lange Box konstruiert und dann aufgeklebt und trocknen lassen. Da musste ich auch eineinhalb mal bei, weil ich die Deckplatte glatte 12 mm zu lang gezeichnet habe. Ursache war eine falsche Skalierung beim Import der Vorlage in CorelDraw. Ließ sich aber dort schnell beheben.

    Hier ist die Schachtel noch neben dem Kasko:

    Und nun von ein paar Seiten aus gesehen:


    Viele Grüße

    Cariño

  • Moin Cariño,

    Das ist wieder ein hochinteressantes Modell und Baubericht. Ist allerdings gut bei der grauen Flotte versteckt:S. Spät gefunden, aber nicht zu spät :P . Danke fürs Zeigen:thumbup:

    Weiterhin erfolgreiches Schaffen und viele Grüße, Johannes

  • Moin zusammen,

    vielen Dank erst einmal vielen Dank für dein netten Worte, Johannes. Da habe ich den BB doch tatsächlich in der falschen Rubrik eingestellt, Asche auf mein Haupt. Naja, wenigstens mal ein froher Farbklecks im Einheitsgrau. Auch wieder ein Dankeschön für die ganzen Daumen.

    In der Zwischenzeit habe ich die achtere Manöverstation ausgerüstet und mit den seitlichen Plattformen angefangen. Da habe ich als erstes die Stützen am Heck angebracht. Parallel habe ich für die Steuerbordseite die Stützen mit der Reling hinterklebt und die Plattform im rechten Winkel angebracht. In meiner bisherigen Laufbahn müsste das die längste Baugruppe sein, die ich bislang gefertigt habe.

    Als nächstes entstehen nun Schornstein sowie die Sockel für die Kräne.


    Viele Grüße

    Cariño

  • Moin zusammen,

    vielen Dank wieder für die Daumen. Nun habe ich die Teile angebracht, die ich beim letzten Mal vorbereitet habe. Die Plattform an Steuerbord anzubringen war etwas fitzelig und zeitaufwendig, nun ist sie aber da, wo ich sie haben möchte.

    Noch ein paar Worte zu den Kransockeln. Den exzentrischen Übergang von eckig auf rund habe ich händisch/ geometrisch abgewickelt. Zur Orientierung habe ich mich an Erklärvideos bei YouTube gehalten, was sehr zeitaufwendig war. In der Zeit hätte ich mich auch in FreeCAD oder vergleichbar einarbeiten können. Mal sehen, vielleicht werde ich das für das nächste Modell tun.

    Hier nun die Bilder.


    Viele Grüße

    Cariño