Fregatte NIEDERSACHSEN (Meko 200 DEU)/ 1:250/ Eigenkonstruktion

  • Hallo Modellbaugemeinde !

    Das Abblasen des F 126-Projektes und statt dessen die Beauftragung von 8 Fregatten des Typs Meko 200 DEU war in den letzten zwei Wochen sicher das Marine-Top-Thema. Für mich durchaus nachvollziehbar : Während unsere Marine für jede neue Serie neu entwickelte Designerfregatten fordert, bringt es die US-Navy fertig, ein neues Los von Zerstörern der gut 30 Jahre alten ARLEIGH BURKE -Klasse in Auftrag zu geben.

    Nun soll sich unsere Marine also auch mit dem Exportmodell von TKMS zufrieden geben. In Bremerhaven wurden bereits vier davon für die ägyptische Marine gebaut- die ersten Kriegsschiffe nach dem zweiten Weltkrieg, wenn man mal von den Marine-Schleppern der Schichau-Werft absieht. Ich habe damals schon mit diesem Modell geliebäugelt und Unterlagen zusammengesucht. Nun, wo sechs weitere Fregatten bei Stahlbau-Nord gebaut werden sollen, will ich auch damit anfangen.

    In den letzten heißen Tagen habe ich viel gezeichnet. Basteln konnte ich nicht, weil mir die Brille mit dem Lupenvorsatz von der Nase gerutscht ist. Meine bisherigen Bemühungen haben zu folgendem Ergebnis geführt:

     

     


    Ich hoffe, euch interessiert mein neues Thema !

    Henning

  • cool, mich interessieren diese neuen Schiffe extrem, mag die glatte Form.

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.

    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • .....mich interessiert brennend alles was aus Papier entsteht, auch wenn du die "Niedersachsen" als Origami falten würdest. :):)

    Viele Grüße Andreas

  • Moin, moin Henning,

    klasse :thumbup:......und man kann durchaus erahnen, das die K 130 (s. Passat-Modell) auch aus der MEKO-Familie abgeleitet wurde.

    Und Designer-Klamotten sind ja immer deutlich teurer.......:D


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat! Es lebe der Zentralfriedhof.......

  • Tatsächlich bin ich mit dem Ding auch schon angefangen (Zeichnung) … aber erst einmal die anderen 5 fertigstellen…

    ... racepaper.de (2000-2025)

    racepaper.de --- streetpaper.de - bexs-town.de - Bremen

  • Aber selbstverständlich ist das interessant 👍👍. Und ich gehe davon aus, dass deine Fregatte zum einen rechtzeitig fertig und zum anderen auch ohne Probleme funktionieren wird.

    Viele Grüße aus Laboe

    Dirk

  • Oha,

    da bin ich aber gespannt. Aber wie ich Dich kenne, wird das wieder ein super Modell.

    Viel Erfolg! Ich hatte in diversen Flotten-Weyern versucht herauszufinden, wer von diesen Meko 200 und Geschwistern was abbekommen hat . . . . Interessant!

    Gruß

    Ralph

  • Die Bordwände bestehen aus drei Teilen: Der achtere Teil ist krümmungsfrei, die Abwicklungen der beiden vorderen Streifen habe ich wieder geometrisch nach der Dreiecksmethode konstruiert.

     

  • Moin Henning,

    Sie entwickelt sich sehr gut. Klasse!:thumbup:

    Habe ne Frage zur Namensgebung. Auf Wikipedia sind die MEKO-Fregatten noch nicht mit Namen versehen. Du baust diese als die Niedersachsen, wohl in der Annahme, dass die Namen von der gestrichenen F126er Klasse übertragen werden.
    Ist das bereits so entschieden, oder gehst Du in logischen Ableitung davon aus?


    Liebe Grüße

    Peter

  • Moin Pitje !

    Ich habe bei uns in der Nordsee-Zeitung gelesen, dass die erste Fregatte der bereits in Bau befindlichen Klasse 126 die "Niedersachsen" werden sollte. Diesen Namen habe ich übernommen.

    Gruß

    Henning

  • Moin Henning,

    keine Frage - auch für mich sehr interessant ! Gutes Gelingen.


    Günter

    Auf der Werft: EGV Ffm; Fregatte Brandenburg

    Meine letzten fertigen Modelle:

    S.M.S Nassau, F216 Scheer, MS Wappen v Hamburg, S 13, S 100, P 6059 Jaguar,
    KWdGr mit UWS, A 63 Main, S72 Puma, WFS Planet, St. Lorenz Nürnberg; HMCS Agassiz; PzKanBt Natter; Hermes; SMS Breslau; MS Clement; MS Iserlohn; Dio Kleine Werft; W4,W8,W21,W22; P 6148 Löwe; A 52 Oste; MS Finnmarken; LKr Nürnberg; MS Mellum; Z 1; Tender Donau; Grumman Albatross; Fairey Gannet; BiMiSuBo Freya und Amazone

  • Zum geschlossenen Rumpf gehört auch der Heckspiegel. Er ist schwarz, vermutlich weil hier die Abgase ausgestoßen werden.

    In den letzten zwei Tagen habe ich mich mit dem achteren Aufbau beschäftigt. Zwar hat dieses Schiff weder Sprung noch Bucht, was das Konstruieren erleichtert, aber keine Aufbauwand steht senkrecht, was wiederum das Zeichnen deutlich komplizierter macht.

     

  • Anfang dieser Woche hat TKMS ein Modellfoto und eine Silhouette von der Meko 200-Fregatte für die Deutsche Marine veröffentlicht. Gegenüber den zuletzt für die ägyptische Marine gebauten Fregatten ist der achtere Turm gestrichen, dafür ist der vordere Turm noch voluminöser geworden. Außerdem ist der Vorbau auf dem Backdeck verlängert worden, sodass der Launcher für die Flugabwehrraketen ein Deck aufgestiegen ist.

    Im Rohbau ist bei meinem Modell jetzt auch der vordere Aufbau fertig.

     

  • Hallo Henning,

    das ist ein sehr schönes Projekt. Ich denke, daß es bei den Freunden der deutschen Marine großes Interesse geben dürfte, den fertigen Bogen käuflich zu erwerben.

    LG

    Kurt

    Wer zufrieden ist, kann niemals wirklich zugrunde gerichtet werden.
    Laotse

  • Hallo Henning,

    Wie hast Du denn den Spantenriss gezeichnet? Nur aus der Übersichtszeichnung abgeleitet, das ist eine echte Herausforderung! Ich bin echt schwer beeindruckt, mit so wenig Information so eine komplexe Geometrie abzuwickeln, das ist schon Champions League!

    Nebenbei, Dreiecksmethode? Sagt mir leider nichts, deswegen habe ich es gleich gegoogelt. Aber Google hat mir darunter nur einen "Flirt-Trick" erklärt;(! Also, wie hast Du das gezaubert?

    Ich bin supergespannt auf die weitere Konstruktion!

    Schönen Gruß

    Henner

  • Moin Henner,

    manchmal muss man gar nicht googeln, die Suchfunktion im Forum kann auch helfen (ggf. mehrfach versuchen, hakt manchmal) ;) Henning hat die Methode meines Erachtens mehrfach beschrieben, in Prosa auf jeden Fall hier.

    Viele Grüße, Nils

  • Keine Modelle sehen im Rohbauzustand so ärmlich aus, wie die von Kriegsschiffen. Die schiffbautechnischen, elektronischen und waffentechnischen Ausrüstungen dominieren den Eindruck. Ich bin jetzt angefangen mit den Relings, Rettungsinseln und Lampenschirmen.

       

  • Die einzige Waffe, die ich neu konstruiert habe, ist der Seezielflugkörper RBS 15 von Saab. Hiervon kommen acht Batterien auf das Zwischendeck. Alle anderen Waffen kann ich von der F 125 übernehmen.

    Edited once, last by Konpass (July 19, 2026 at 9:34 AM).

  • Kleine Baufortschrittsmeldung:

    Ich habe eines der beiden Boote gebaut. Es ist eine verkleinerte und vereinfachte Version des Sturmbootes der F 125. Außerdem sind ein Proviantkran und weitere Rettungsinseln dazugekommen.

  • Ich bin jetzt fertig geworden mit der schiffbautechnischen Ausrüstung. An Bb. ist eine "einfache" Barkasse, die wie das Sturmboot an Stb. von einem Teleskop-Davit bewegt wird. Zur schiffbautechnischen Ausrüstung gehören auch die 45 Lampenschirme, die zu bauen nicht sehr interessant ist, die aber eine willkommene plastische Wirkung erzielen. Ankerwinde, Verholwinden, Königsrollen, Poller und Leinentrommeln fehlen. Sie sind unter Deck nicht sichtbar.

    Der nächste Bauabschnitt wird sich mit der Bewaffnung beschäftigen. Angefangen bin ich mit dem Flugabwehr-Raketensilo auf dem Vorschiff. Ob alle Einheiten damit ausgerüstet werden wie 124-Klasse, weiß ich nicht.

     

  • Die verborgene Decksausrüstung spart das aufwändige Rollen der Poller und Winden am Modell. Im Original dient es, in Kombination mit der speziellen Rumpfform, dem praktischen Zweck der Reduzierung unerwünschter Radarreflektionen. Daher werden bei dieser Bauweise nach dem Stealth-Konzept auch Schotten und Klappen mit der Außenhaut möglich bündig abschließend eingesetzt.

  • Auf dem Backdeck steht jetzt ein 12,7 cm-Geschütz von OTO Melara, achtern über dem Hangar ein RAM-Starter für die Flugkörperabwehr. Alle bisher mit den RAM-Startern ausgerüsteten Fregatten und Korvetten hatten zwei dieser Starter an Bord. Jetzt ist es nur noch einer, möglicherweise hat sich die Bedrohungslage geändert.