Bohrinsel "Bredford Dolphin" / JSC / 1:400

  • NAbend Freunde,

    ich möchte heute meinen Baubericht zur Ölbohr-Plattform "Bredford Dolphin" (JSC/1:400) starten. Dieses Projekt anzugehen war nicht selbstverständlich; den Bogen nebst LC-Satz hatte ich zwar, aber kann ich mich wirklich für ein solches "Ungetüm" begeistern?
    Von wegen "Ungetüm", eher ein spannendes technisches Vehikel. (und wenn mir noch jemand zeigen kann, wie man Senkrecht-Bilder einstellen kann, ohne übelste Verrenkungen vorzunehmen, wäre ich dankbar :D )

    Den letzten Anstoß zum Bau gaben die Bauberichte von Wolfgang (1:400) und Manfred (1:250) an denen ich mich orientieren werde.

    Mit dem Bau habe ich schon vor einigen Tagen begonnen.
    Aber ich wollte erst einmal schauen, wie weit ich mit diesem Bausatz komme ohne evtl. entnervt abzubrechen. Es ist schließlich meine erste Bohrinsel überhaupt :)

    Hier noch ein Link zur Vorstellung des Bogens von JSC und ein kurzes Video zum Original (das man dank der Suchroutinen kaum auf Youtube findet; stattdessen werden einem bei der Suche zig Videos zum tragischen Unglück der Byford Dolphin angezeigt).
    Weiter geht es mit den ersten Pfeilern:



    Die Anleitung sieht vor, einen 1,0mm Draht als Innenleben der Streben (auf dünnem Papier gedruckt zum mehrfachen "Ummanteln") zu verwenden; ich habe den Draht nach dem Runden und Verkleben der Streben wieder herausgezogen. Wolfgang (danke für die Vorwarnung) hatte ja schon den "Spaß" mit herausragenden Drähten ;)

    Schönes Wochenende, bis bald und LG

    Lars

  • NAbend zusammen,

    danke euch für die erhobenen Daumen ;)
    Weiß denn niemand, wie ich Hochkant-Fotos hier so einfügen kann, dass sie nicht im Querformat erscheinen? Das stört mich schon ziemlich. Auf meinem PC werden die Fotos richtig angezeigt, aber beim Einfügen hier sind alle im Querformat...

    Noch eine kleine Info zum Kanten-Färben: Bisher kamen die Dürer Aquarellstifte Nr. 115 (Kadmiumorange dunkel) und 233 (Kaltgrau IV) zum Einsatz.

    Die Bezeichnung der vorderen und hinteren Pfeiler sind im Bogen leider falsch; man sollte daran denken, dass die heckseitigen Pfeiler Markierungen an den Seiten haben, wo später noch Gerätschaften montiert werden. Also aufpassen, welche Säule wo verbaut wird:

     

    Übrigens rate ich davon ab, jetzt schon die waagerechten Verstrebungen unten an den Pfeilern anzubringen, wie es eigentlich die Anleitung vorgibt. Wenn man das macht, kommt man nur noch schwer an die Unterseite der Plattform heran. Und dort sind noch jede Mengen schmale Stützstreben anzbringen.
    Größtenteils passen diese Streben gut; ich musste nur an wenigen Stellen etwas kürzen. Jedenfalls ist man mit dieser Streifen-Orgie eine Weile beschäftigt :D

     

    Am Schluss sollte es dann so oder so ähnlich aussehen:

    Bis zum nächsten Mal und ich wünsche weiterhin ein schickes Wochenende ;)

    LG

    Lars

  • Moin Lars,

    Weiß denn niemand, wie ich Hochkant-Fotos hier so einfügen kann, dass sie nicht im Querformat erscheinen? Das stört mich schon ziemlich. Auf meinem PC werden die Fotos richtig angezeigt, aber beim Einfügen hier sind alle im Querformat...

    Das Problem habe ich, unter anderem, hier erklärt und auch einen Workaround geliefert:

    Johannes Gründling
    April 21, 2026 at 10:18 PM

    Eine echte Lösung scheitert leider auf absehbare Zeit an selbiger.

    Mfg
    Johannes

  • Danke Johannes, habe die betreffenden Pics neu eingestellt jetzt bekomme ich keinen Drehwurm mehr, wenn ich mir die Fotos anschaue ;)

    LG Lars

  • Lars W. June 14, 2026 at 12:01 AM

    Changed the title of the thread from “"Bredford Dolphin" / JSC / 1:400” to “Bohrinsel "Bredford Dolphin" / JSC / 1:400”.
  • Moin zusammen,

    lieben Dank für die "Daumen hoch", das spornt an ;)
    Wolfgang: Danke dir, ich bin auch gespannt. Bis zur Fertigstellung wird es aber noch dauern...

    Weiter im Text; es kamen nun die unteren Streben unters Messer.
    Eigentlich nicht besonders schwierig, aber den dicken Karton auf dieser Länge in "runde Formen" zu bekommen, war nicht ganz ohne:



    Die im 45-Grad-Winkel zu verbauenden Streben waren dann wieder aus einer Papiervorlage um einen 1,0mm Draht zu rollen (Ummanteln). Auch hier habe ich den Draht nach dem Verkleben wieder entfernt:

    Tja und dann... sollten Laufstege unterhalb der Plattform angebracht werden. Lt. Anleitung befindet sich unter den Fenstern der Frontseite eine entsprechende Konstruktion. Auf diesem Foto vom Original kann man den Steg erahnen :)
    Anhand der Schablonen-Vorlage im Bogen habe ich aus übrig gebliebenen Ätzteil-Relingen die hängenden Streben "geschnitzt" (einfach die mittleren Segmente der Reling abgetrennt):

    Der Laufsteg selbst ist aus dem Bogen; eine schmale Plattform am Pfeiler nebst Ätzteil-Steigleiter war auch noch anzubringen:



    Manfred hat in seinem Baubericht erwähnt, dass diese Laufstege unter der Plattform vermutlich nicht vollständig im Bogen realisiert wurden (Fotos vom Original zeigen dies auch). Er hat bei seinem 1:250-Modell Ergänzungen vorgenommen und weitere Laufstege hinzu gefügt (klasse :thumbsup:). Bei meiner 1:400er Version bin ich jedoch der Bogenvorlage gefolgt.
    Demnächst folgen noch ein paar weitere Details unter der Plattform, stay tuned :cool:

    Guten Wochenstart und LG

    Lars

  • Moin Lars...

    Schön wieder etwas von Dir zu lesen und zu staunen.

    Und der Beginn der Bohrinsel lässt auf einen spannenden Baubericht hoffen.

    Ach ja, bist Du in Hemer dabei?

    Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Hallo Lars,

    viel Spass mit Deinem Projekt.

    Da steckt ja schon ne Menge Arbeit drin. Mir gefällt, was ich sehe

    Grüße aus Rostock

    Herbert

    Die letzten Arbeiten: Neben vielen anderen Schiffs- Flug- und Fahrzeugmodellen Scandlinesfähre BERLIN, Fährschiffe Mecklenburg-Vorpommern, Knudshoved, Kronprinz Frederik, Estonia, Bereisungsschiff EMS, Fähren Deutschland. Diana, Robin Hood, Dampfer SÖDERHAMN, Diorama Alter Hafen mit Fischmarkt, Fährschiff Copenhagen, Fährschiff STARKE, MS Likedeeler, Oil Rig (Ölbohrinsel)

    In Arbeit: ?

  • Moin ;)

    freue mich sehr über eure Likes, lieben Dank :thumbsup:
    @Renee: Danke und ja, ich habe mich für Hemer angemeldet. Thomas (ToKro) kommt auch :)
    Herbert: Danke dir; wem sagst du das, mit der Menge an Arbeit ;)
    Lars: Danke, ja, ich bin mittlerweile froh, dass ich Ätzteil-Reste nicht gleich entsorgt habe, man kann sie noch für vieles Filigranes nutzen :)

    Es ging nun weiter mit einer gelb einzufärbenden Konstruktion (LC-Teile!) unterhalb der Haupt-Luke für den Bohrkopf-Einsatz. Leider habe ich noch nicht genau herausgefunden, wozu diese Vorrichtung dient, aber vielleicht weiß jemand mehr...?

    Jedenfalls sieht die Bogenvorlage nur eine gedruckte Version vor, während im LC-Satz 2 enthalten sind. Hier ist der Zusammenbau der LC-Variante zu sehen:

    Beide Vorrichtungen sind in der Anleitung dargestellt und liegen sich gegenüber; außerdem habe ich noch einen Laufsteg montiert...

    ...genau so wie 2 weitere Mechanismen, die nur aus dem Bogen heraus gebaut wurden:

    Ich vermute, dass diese Teile zur Arretierung des Bohrkopfs genutzt wurden, aber ich bin kein Experte. Und die Anleitung schweigt sich darüber leider aus.

    Hier noch 2 Aufnahmen von "down under" und einem Blick von oben :D

    Zu guter Letzt wurden noch die "Pontons" unter der Plattform gebaut. Die Propeller heckseits (ja, das Original war manövrierfähig :D ) habe ich bewusst noch nicht angebracht, da man diese leicht abreißt, wenn man das Modell dreht und wendet:

    Soviel zum Bau für heute; bis bald und LG

    Lars

  • NAbend zusammen ;)

    @all: Vielen Dank für eure Likes :thumbsup:

    Wer sich schon immer gefragt hat, wie man bei einer solchen Ölbohr-Plattform "von oben nach unten" gelangt: Hier die Antwort :D
    Vorab: Es scheint diese Art der Treppenkonstruktion beim Original auf beiden Seiten der Bohrinsel zu geben; der Bogen sieht diese jedoch nur an der Backbord-Seite vor. Ich habe im Netz ein Foto gefunden, bei dem man diese Konstruktion auch auf der Steuerbord-Seite vermuten kann. Es würde ja auch Sinn machen, denn vom Backbord-Ponton nach Steuerbord zu schwimmen, ist sicher nicht im Sinne des Erfinders gewesen :cool:

    Allerdings hat mich dieser eine Abstieg doch einige Nerven gekostet; die Anleitung zeigt das alles so:

    Alles klar oder?
    Sitzt man erst einmal vor dem Modell (und dem EINEN Pfeiler, an dem dieses Auf und Ab anzubringen ist), bekommt man ein paar ??? auf der Stirn.
    Dreht das Ganze mal...

    Beide Ansichten im Blick, kann man dann doch ein halbwegs schlüssiges "Treppenhaus" zusammen basteln Die Plattformen stammen aus dem Bogen, die Leitern aus 1:250 Ätzteil-Überresten (nach Vergleich mit den gedruckten 1:400-Kartonleitern aus dem Bogen ist da kein großer Unterscheid festzustellen).
    Eigentlich habe ich 1:400 LC-Leitern in rot von JSC bei fentens Kartonmodellbau / HMV bestellt (lieferbar in 3-4 Tagen), aber auf die warte ich nun schon seit über 2 Wochen... Da kamen mir die "Ätzteil-Überreste" gelegen. Gefärbt habe ich sie mit Aqua Color Revell "Feuerrot" und "Hellgrau"

    Für eine ähnliche Tortur an der Steuerbordseite (ohne Markierungen am Pfeiler und ohne die passenden Bauteile im Bogen!) fehlte mir dann doch der Nerv. Ich bin zufrieden, so wie es ist. Man kann sich ja vorstellen, wie es gegenüber aussieht :D

    Schönen Abend noch und LG

    Lars

  • Hallo Lars,

    wenn man das "Treppenhaus" so sieht, wird eimem erst einmal klar welche Dimensionen das Teil hat. Man muss zu Fuss in den 8. oder 9. Stock.

    Das dürften locker 35 bis 40 m in der Semkrechten sein. ;(


    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Moin Lars,

    ich erinnere mich auch noch dunkel an die Pfriemelei mit dem Niedergang, von mir damals als "Freestyle" bezeichnet ... Deine Lösung mit Ätzteilen und in grau wirkt aber nochmal wesentlich besser. Und dass Du Dir die zweite Treppe gespart hast kann ich sehr gut nachvollziehen ... fällt nachher auch nicht mehr auf, dass da im Vergleich zum Original etwas fehlt.

    Gruß
    Wolfgang

  • NAbend Freunde,

    Wolfgang: Mit den 35-40m liegst du schon richtig. Diese Dimensionen faszinieren mich auch bei diesem Modell, zumal ich es nicht im (für mich) gewohnten Maßstab 1:250 baue.
    Wolfgang: Danke dir, die Idee mit der grauen Treppe im unteren Bereich stammt aus Manfreds 1:250 Baubericht ;) Ich werde wohl auch die weiteren Niedergänge/Treppen aus meinem Ätzteil-Fundus bauen.

    Nachdem nun der Bereich "unter der Plattform" größtenteils abgeschlossen ist, habe ich die Plattform temporär mit 2 Krepp-Klebestreifen auf meiner altbewährten Modellbau-Hilfe (sprich Regalbrett :D ) montiert. So muss ich es nicht mehr anfassen und kann das Brett für die weitere Montage drehen und wenden wie ich es brauche.

    Dann habe ich oberhalb der Pfeiler weiter gebaut.
    Da waren zunächst rundum die Deck-Plattformen anzubringen:

     

    Ich musste an den vorderen und hinteren Ecken der Plattformen auch ein bisschen "unterfüttern", weil sie nicht 100%ig mit dem oberen Abschluss der Pfeiler übereinstimmten. Wolfgang hatte das ja auch schon in seinem Baubericht angemerkt.

    Kurze Info zu den beiden mittig angebrachten, bug- und heckseitigen schmalen Plattformen: Dies sind Zugänge zu den später zu bauenden Freifall-Rettungsbooten 1-4.

    Hier ein kleiner Ausblick, wie es weiter geht:

    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, LG

    Lars

  • Moin zusammen,

    @all: Danke euch für die Likes, freue mich sehr :)

    Wie ihr ja schon auf der Anleitungsskizze im vorigen Beitrag erkennen könnt, folgen nun die ersten Aufbauten. Namentlich ist es der Unterbau des großen Bohr-Turms. Hier soll zunächst ein offener Hangar mit Zugang an der Bb-Seite entstehen: Darin wird eine Krankonstruktion aus dem LC-Satz untergebracht (lackiert wurde das Teil mit Revell Aqua Color Nr. 330 "Feuerrot"):

    Bevor man den Aufbau auf der Plattform befestigt, sollte man diesen Kran unbedingt schonmal vorher platzieren; durch die Hangarpforte bekommt man ihn nämlich nicht mehr geschoben, sobald der Aufbau drauf ist. Neben der Hangarpforte ist ein weiterer "Klotz" inkl. einer kleinen Plattform nebst Ätzteil-Leiter (Farbe Nr. 15 "Gelb") angebracht:

    Das bugseitige, schräge Dach 154 ist leider nicht breit genug; ich habe einen passenden Streifen aus Reservekarton benutzt (davon ist netterweise von jeder Farbe des Bogens was beigefügt):

    Jetzt wurde es nochmal knifflig; die obere Kanzel, von der aus vermutlich die Bohr-Vorrichtungen gesteuert und überwacht wurden, war dran. Ich war mir erst nicht sicher, ob ich diese auch "verglasen" möchte, habe mich aber dann doch dazu durchgerungen. Die Scheiben bestehen aus dunkler Acetat-Folie, die ich im Nachhinein etwas zu dunkel finde. Aber eine Not-OP wollte ich nicht durchführen, das hätte die schmalen Stege zwischen den Fenstern bestimmt beschädigt.
    Abgestützt wird die Kanzel mit 2x 1mm rot lackierten Messingdraht-Streben (Schablone "G" im Bogen):

    Auf der anderen Seite wurden kleine Plattformen und rote Ätzteil-Leitern angebracht; außerdem noch ein Gang, der auf einer Plattform (zunächst in der Luft schwebend) endet:

    Demnächst geht es mit den Unterküften für die Besatzung weiter; diese befinden sich bugseitig an der Backbordseite:

    Bis demnächst, schönen Abend und LG

    Lars

  • Moin moin,

    @all: Vielen Dank für eure Likes :thumbup:

    Bei der aktuellen Hitze herrschen ja nicht die besten Bastel-Bedingungen; irgendwie klebt alles dort wo es nicht soll :D

    Die Unterkünfte der Besatzung waren relativ unspektakulär zu bauen. Die Fenster habe ich wieder mit Antistatik-Folie verglast, für die Niedergänge kamen erneut Ätzteil-Leitern aus der Reserve zum Einsatz. Bei dem herausragenden Segment 192/193 (s. Skizze im vorigen Beitrag) stimmen die Markierungen am Deck nicht mit denen der Aufbauwand überein, aber da man dies später nicht mehr sieht, ist es halb so schlimm (wer mag, kann den Streifen an der Aufbauwand noch orange pönen):

    Die Plattform backbords habe ich mit WonderWire abgestützt:

    Wenden wir uns der nächsten Großbaustelle zu:

    Viel zu tun; die Hauptleitungen und den ersten Aufbau habe ich aus dem Bogen gebaut:

    Kommt gut durch die Hitzewelle und lasst es ruhig angehen :cool:
    Stay tuned und LG ;)

    Lars

  • Toll - vor allem das Du bei dieser Hitze überhaupt etwas baust. :thumbup:

    Ich bin froh wenn ich so einigermaßen durch den Tag komme. 8|

    Und die Nächte werden auch immer schlimmer. :cursing:

    Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • NAbend Freunde,

    @Renee: Vielen Dank; im Moment geht es mir aber so wie dir. Fürs Basteln ist es zu heiß, ich zehre daher noch davon, den Baubericht "up-to-date" zu bringen :)
    @all: Lieben Dank für eure Likes :thumbsup::thumbup:

    Ich hatte eigentlich gedacht, dass es heute mit der Hitze vorbei sein könnte; leider ist hier noch keine Gewitter-Zelle durchgezogen, die die Schwüle rausbefördert (schon komisch, man wünscht sich Gewitter herbei!).

    Nunja, ein paar Fotos habe ich noch, um den Baufortschritt auf Stand zu bringen.

    Die Brücke (wenn man die so nennen kann) habe ich mit Antistatik-Folie ausgestattet:

    Nun waren 3 sog. "mud pumps" (Schlammpumpen) zu bauen:

    2 davon sind direkt neben dem Unterkünfte-Aufbau zu montieren, eine zwischen den Rohrleitungen und dem mittigen Aufbau. Dort kam auch noch eine zusammengezimmerte Umrahmung eines Tanks hinzu (aus lackiertem Messingdraht; s. Skizze 20, "L, M, N"):

    Ein weiteres Konstrukt. bestehend aus 4 langen Röhren, habe ich aus lackierten und abgelängten Zahnstochern gebaut. Der Durchmesser passt, aber das "Lackier-Ergebnis" überzeugt leider nicht so sehr. Das Holz wird an einigen Stellen rau und uneben. Vielleicht ändere ich das später noch. Die Umrahmung habe ich wieder aus WonderWire gebaut:

    Weiß jemand, was dies genau sein soll? Sind es Lüftungsrohre, Schlote? Die Anleitung schweigt sich leider aus...

    Schönes Wochenende euch und bis zum nächsten Mal :)

    LG

    Lars

  • Nabend zusammen,

    @all: Habe mich wieder sehr über die erhobenen Daumen gefreut, danke :thumbsup::thumbup:

    Ja ich weiß, heute ist eigentlich WM-Abend für die Deutschen, aber da ich an Fußball nicht sooo sehr interessiert bin, muss der Live-Ticker ausreichen (Schande über mein Haupt :D ).

    Auch wenn ich den Sinn und Zweck der Röhren-Konstruktion aus vorigem Beitrag noch nicht kenne, geht es mit weiteren Kleinteilen weiter. Es kamen einige Lüfter und weitere Aufbauten hinzu; der Bau ist eher unspektakulär. Manche Bauteile sind auf 80g-Papier gedruckt, damit das Runden leichter fällt. Ein Lüfter hinter dem weißen Container-Aufbau musste etwas versetzt montiert werden; die Decksmarkierung hat offenbar nicht den Lüfterkopf mit berücksichtigt ;)

    Dann habe ich mal wieder die Schablonen des Bogens genutzt, um das steuerbordseitige Regal für die Aufbewahrung von Stickstoff-Tanks zu bauen. Der Rahmen besteht aus 1mm gebogenem Messingdraht, in Mittelgrau Nr. 43 lackiert. Die Tanks selbst habe ich aus blauem Tonpapier geformt (Maße abgenommen und Vorlagen in Corel Draw gezeichnet). Die Endkappen wurden mit dem 2mm-Einsatz des japanischen Lochbohrers gestanzt und mit dem Kopf einer Stecknadel leicht gewölbt:

    Die hinteren 6 Zylinder wurden dann mit 2 weiteren Messingdraht-Streben umfasst, die dann mit dem vorderen Rahmen per Weißleim zusammengeführt wurden:

     

    Das fertige Gestell wurde dann an Bord geholt:

    Stickstoff wird auf der Plattform vermutlich zur Sicherheit (Explosionsschutz) und für die Kompensatoren gelagert.
    Demnächst geht es weiter mit 6 sog. "compensators", die rund um die Mitte angebracht werden; dies sind Vorrichtungen, die den Bohrkopf bei Wellengang in seiner Position halten sollen.
    Schonmal vorab: es geht "in Blau" weiter :D

    Schönen Abend noch und LG

    Lars

  • NAbend Freunde,

    @Renee: Danke dir für die Lorbeeren :thumbup:
    Johannes: Ja, mittlerweile bin ich froh, das Modell in 1:400 angeschnitten zu haben, 1:250 wäre ein echtes Platzproblem :D
    @all: Lieben Dank für euer Interesse am Bericht und die vielen erhobenen Daumen :thumbsup:

    Wie angedroht, geht es mit den Kompensatoren weiter. Es gibt insgesamt 6 davon.
    Zunächst habe ich die Aufhängungen und die Wartungs-Plattform für die ersten beiden gebaut:

    Zugehörig dazu ist der linke Part dieser Anleitungsskizze; die Aufhängung links muss jedoch weiter nach rechts gezogen werden (s. Markierungen am Aufbau):

    Anhand der folgenden Skizze habe ich mit dem Bau der Kompensatoren begonnen (auch hier wurden die schmalen Rohre aus blauem Tonkarton gebaut). Man beachte die Skizze: Oben links ist die Anordnung der Röhren bei den 4 "kleinen" Kompensatoren zu sehen, rechts ist die Anordnung für die 2 großen:

    Die oberen Umlenkrollen sind zwar im LC-Satz enthalten, aber ich habe mich bewusst dazu entschieden, "aus dem Bogen" zu bauen und auch nicht die Zwischenräume der Speichen auszusticheln. Mir gefiel die Textur des Bogens einfach besser. Die fertigen Kompensatoren wurden nun an Bord geholt:

    Hinzu kamen dann noch weitere Plattformen/Stege und Ätzteil-Steigleitern (gelb gepönt). Leider musste ich den oberen Laufsteg anpassen, da er sich nicht um die Kompensatoren legen ließ (kann sein, dass ich bei diesen nicht den richtigen Winkel getroffen habe):

    Nun kam noch der erste "dicke Brummer" dran, der Kompensator mit 6 Röhren:

    Ab damit an Bord:

    Man kann sagen: Es wird bunter :D
    Demnächst geht es mit der anderen Seite und den letzten 3 Kompensatoren weiter.

    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, LG

    Lars

  • Mal ne Frage am Rande, von welchen Maßen reden wir bei 1/400 bzw. 1/250 ? Ggf. Kann das ja jemand beantworten

    Beste Grüße

    Eike

    „Grass wächst nicht schneller, wenn man daran zieh“ Jean Piaget

    Aktuelle Projekte:
    Schreiber; Marksburg
    PaperShipwright; MV Wedel

  • Hallo Eike, das kann man an der Größe der Türen ermitteln.

    Bei einem Maßstab von 1:250 ist eine 2m Tür 8mm hoch.
    Auf einem Schiff sind die Türdurchbrüche durch die Dichtungskanten bei den Schotten bzw. Wasserdichten Türen nur ca. 190 cm (ca. 7,5 mm in 1:250)

    Beim Maßstab 1:400 sind die 2m Türen nur noch 5 mm hoch.


    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Mal ne Frage am Rande, von welchen Maßen reden wir bei 1/400 bzw. 1/250 ? Ggf. Kann das ja jemand beantworten

    Beste Grüße

    Eike

    Wenn du ins Thema gehst und in den ersten Beitrag von Lars schaust, wirst du ganz dick den Maßstab lesen:cool:

    Ich sag es Dir 1:400:D

    Deshalb Hut ab Lars

    Gruß Herbert

    Die letzten Arbeiten: Neben vielen anderen Schiffs- Flug- und Fahrzeugmodellen Scandlinesfähre BERLIN, Fährschiffe Mecklenburg-Vorpommern, Knudshoved, Kronprinz Frederik, Estonia, Bereisungsschiff EMS, Fähren Deutschland. Diana, Robin Hood, Dampfer SÖDERHAMN, Diorama Alter Hafen mit Fischmarkt, Fährschiff Copenhagen, Fährschiff STARKE, MS Likedeeler, Oil Rig (Ölbohrinsel)

    In Arbeit: ?

  • Ich glaube die Frage anders gemeint.

    O Brien hat schon geantwortet.

    So long,

    Frank

    Im Bau / under construction:

    --- Cap Arcona, HMV, 1:250 ---


    zurückgestellt bis zum Renteneintritt ich wieder mal Lust darauf habe
    --- KRAZ 255 B 6x6, 1:25 ---

    --- StuG III, 1/25, GPM ---


    und vergesst nicht, es ist nur ein Papiermodell........

  • So war die Frage, da ich mit diesem Monster liebäugel, ist es die Frage, habe ich überhautp den Platz dafür. Daher die Frage wie sind die maße des Modells in den Maßstäben :) ggf. Hat ja einer das Modell in 1:250 und kann mal nen Meterstab dran halten

    :thumbsup:

    „Grass wächst nicht schneller, wenn man daran zieh“ Jean Piaget

    Aktuelle Projekte:
    Schreiber; Marksburg
    PaperShipwright; MV Wedel

  • Moin ;)

    @Renee: Wozu die Kompensatoren sind, steht im Beitrag #19 ;)
    Ayjax: Das Modell misst in 1:400 ca. 27/18/26cm (Länge/Breite/Höhe), demnach dürften es dann in 1:250 43/29/42cm sein.
    Man muss sich schon überlegen, ob man das unterbringen kann; außerdem sollte man bedenken, dass das Modell in 1:400 konstruiert wurde. Die 1:250-Variante ist einfach skaliert (soweit ich weiß), was schonmal zu Problemen führen kann, da die Kartonstärke eben nicht mit skaliert. Vielleicht kann Manfred dazu etwas sagen.

    LG

    Lars

  • NAbend zusammen,

    heute Abend möchte ich noch die restlichen 3 Kompensatoren zeigen:

    Wer sich übrigens fragt, wie diese Teile genau funktionieren: Ich habe im Netz ein recht aufschlussreiches Video dazu gefunden:

    External Content www.youtube.com
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.

    Mir fällt zwar nicht ein, wie man das ohne weitere Skizzen/Fotos bei DIESEM Modell umsetzen soll, aber das Video finde ich trotzdem echt interessant.

    Dann kam noch ein weiteres Lager inkl. Stickstoff-Tanks auf der Backbordseite hinzu. Lt. Anleitung sollen die Tanks eigentlich zur Mitte der Plattform zeigen, aber das hätte aufgrund der Plattform nebst Steigleiter an dieser Stelle nicht gepasst. Man hätte das Regal dafür deutlich weiter von der Mitte weg platzieren müssen und dann wäre der Rahmen "freischwebend" gewesen und hätte nicht mehr unter den darüber liegenden Gang montiert werden können. Ich habe mich daher entschieden, die Tanks nach außen zeigend anzubringen:

    Demnächst geht es mit dem großen Lagerbereich weiter, der in der Anleitung als "pipe, riser and casing rack" bezeichnet wird. Ich vermute, dass dort Rohr- und Bohr-Gestänge, und weiteres Zubehör gelagert wird:

    Schönen Abend euch und habt einen guten Wochenstart morgen ;)

    LG

    Lars

  • Hallo Lars,

    was hängt denn an den Kompensotoren ?


    Hängt da der Bohrturm dran oder das Bohrgestänge ?


    Das sieht aus wie riesiege Stoßdämpfer....


    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Danke Renee,

    wer lesen kann ist klar im Vorteil... :D

    Macht natürlich Sinn das der Bohrkopf bzw das Bohrgestänge von den Bewegungen der Plattform entkoppelt werden.
    Ich könnte mir vorstellen, das die Bohrungen bei schwerem Wetter bzw. Seegang wohl auch unterbrochen wurden.

    Bei dem Seegang gehst du net zur Arbeit: ;(

    External Content youtu.be
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    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Moin :)

    ich bin auch noch auf ein spannendes Video gestoßen, wo man die Plattform (bzw. eine ähnliche, hier die "Borgland Dolphin") auch mal "von oben" sieht:

    External Content www.youtube.com
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    Schönen Abend, bis demnächst und LG

    Lars

  • Hallo Lars, danke für das Video.

    Die brauchen ja richtig viele Schlepper um den Kollos zu bewegen.

    Bei 17,111 Tonnen haben die ganz schön was zu schieben.

    Viele Grüße


    Wolfgang

  • NAbend Freunde,

    Wolfgang: Ja, beim Manövrieren solcher Plattformen reicht ein Schlepper einfach nicht aus ;)
    @all: Lieben Dank für eure Likes :thumbsup::thumbsup:

    Sooo... es geht also weiter mit dem großen Lagerplatz ;)
    Der Bauteil-Reihenfolge nach soll zunächst eine fragile Plattform am Rand des Lagers installiert werden. Die Streben sind im LC-Satz enthalten und wurden wieder in "Feuerrot" gepönt. Die Plattform selbst habe ich verdoppelt (die Unterseite habe ich aus dem beigegebenen, farbigen Reserve-Karton geschnitzt). Rückblickend würde ich empfehlen, vor dieser Plattform erst alle anderen Arbeiten rund um den Lagerplatz zu erledigen. Spart Nerven :D

    Es folgten schmale Streben, die das Lagergut an seinem Platz halten sollen. Sie stammen auch aus dem LC-Satz und ließen sich mit verdünntem Weißleim gut anbringen:

    Die LC-Relinge rund um den Lagerplatz habe ich nach der Bogenvorlage in Gelb gepönt. Etwas fürs Auge :D
    Da die Reling unter der Plattform mit deren Stützstreben kollidierte, habe ich den obersten Zug der Reling abgetrennt, dann passte es; das fällt später nicht mehr auf.
    Auf der Stb-Seite mussten noch ein paar senkrechte LC-Pfeiler angebracht werden...:

    ...und so schaut das Ganze nun aus:

    Das war es erstmal für heute; ich wünsche euch einen schönen Abend, bis demnächst und LG :cool:

    Lars

  • Moin Lars,

    Dein Modellbau und Dein Baubericht sind wie gewohnt beeindruckend gut! Und Schritt für Schritt erhält man Einblicke in die so ungewohnt wirkende Konstruktion einer Bohrinsel. Auch die Videos animieren, sich etwas näher mit diesem Thema auseinanderzusetzten, sehr spannend!

    Viele Grüße

    Lars

  • Moin zusammen,

    Manfred: Vielen Dank :cool: ^^
    Lars: Danke, das Kompliment gebe ich gerne zurück, danke dir für deine tollen Modelle/Berichte hier im Forum :thumbup::thumbsup:
    Was das (auch für mich) ungewohnte Projekt angeht: Auch für mich ist es spannend, sich mit den Funktionen und der Konstruktion der "Bredford Dolphin" auseinander zu setzen :)  
    @all: Danke für eure Likes ;):thumbsup:

    Ich möchte heute Abend mit 4 Gesamtansichten der Plattform beginnen; es ist einfach ein super-interessantes Modell, wie ich finde:

    Am Lagerplatz wurde nun ein Förderband montiert; teilweise stammen die Teile aus gelb gepönten LC-Teilen:

    Bei der Montage sollte man auf einen nahtlosen Anschluss zum mittigen Aufbau hin achten:

    Als nächstes stehen ein paar Bauteile rund um die offene "Luke" an:

    Ich werde berichten ;)
    Habt ein schönes Wochenende und LG

    Lars