• Absolut toll!!! Das is besser als es mancher aus Holz geschnitzt hinbekommt!

    Sind die beiden Damen beidseits des Oberspiegels so abständlich zum Schiff, weil es der Bogen so vorsieht? Ich meine den Spalt zwischen Oberkörper und Spiegel? Kann ja alles sein. Ich hatte eher erwartet, dass sie sich ein wenig unter dem Hackbord ducken und sich mehr mit der Aussenkante des Oberspiegels verbinden. So wie hier:

    Mitglieder - ihre Schiffe - MAX EMANUEL - Kurfürstliche Jaghd von 1711 - Arbeitskreis historischer Schiffbau e.V.

    Ich will Dich aber nicht kirre machen, das ist sehr toll was Du gebaut hast.

    Vor einer Weile habe ich Dir eine PN mit einem vielleicht hilfreichen Bildinhalt geschrieben. Schau doch mal bitte oben in Deiner blauen Leiste wenn Du hier ins Forum gehst.

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Ihr Lieben,

    Vielen herzlichen Dank für die Kommentare und die vielen Likes, das motiviert wirklich!

    Klaus: Ja, die beiden Damen. Der Punkt ist, sie passen einfach nicht darunter! Ich habe alle möglichen Positionen probiert, aber es passt nicht. Sie sind einfach zu lang, um direkt an die Kante zu gehen. Ich hatte schon versucht, sie direkt auf dem Spiegel zu plazieren, aber nach meinen Recherchen an alten Bildern stehen derartige Figuren immer an der Ecke. Ich könnte sie nur runterskalieren und in verkleinerter Version anbringen. Zugegeben, dafür war ich zu faul! Mal sehen.

    Wegen der PN: Sorry, ich habe das nicht gemerkt. Ich lerne die ganzen Funktionen gerade so nach und nach. Als absoluter Neuling (Foren-Azubi im ersten Lehrjahr) habe ich noch nicht gewusst, wie man das sieht bzw. was eine PN überhaupt ist (persönliche Nachricht?). Also, war kein Desinteresse sondern Unvermögen.

    Zum Bild: Kannte ich nicht. Ist super interessant, auch wenn ich die Funktion der Rah darauf noch nicht verstanden habe. Kommt aber auf zeitgenössischen Bildern häufiger vor, ich muss da doch mal tiefer einsteigen.

    So, jetzt nochmal kurz die Stimmbänder mit der Schruppfeile etwas aufrauhen und dann geht's nach

    WACKEEEEEEEEN !!!

    Der Bau ruht im Moment!

  • WACKEEEEEEEEN !!!

    -🤘🤘🤘🤘

    Beste Grüße

    Ernst

    ________________________________________________________________________________________________________________________

    „Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß alles besser.“ Sokrates, griechischer Philosoph (469-399 v. Chr.) 🥸

  • Hallo Liebe Falter und Kleber,

    es ging nach kurzer Erholungsphase wieder in kleinen Schritten weiter (die Teile werden kleoner und die Fortschritte mit ihnen).

    Wie schon angekündigt, sollte es an die 8 Kanonen gehen. Und die kriegen jeweils 3 Einfach- und 3 Doppelblöcke nebst Rundösen für Deck, Lafette und Schanzkleid. Und da bin ich so richtig Baden gegangen. Irgendwann habe ich entnervt aufgegeben und mit was Anderen weitergemacht. Die Blöcke für die Kanonen wurden verschoben, dazu später mehr.

    Also Alternativprogramm: Mal was Nettes, die Galionsfigur. Geht los mit den Teilen auf dem ogen, die wie gehabt aufgedoppelt werden.

    Danach grobes Auschneiden:

    Dann kommen die Beine von Pferd und Reiter oben drauf

    Uns die Arme und dann wird das Ganze nach bewährter Methode mit Kittyfix geglättet und mit Minidremel nachgearbeitet.

    Am Ende das Ganze anpönen, Zügel dran und in Position bringen. Ach ja, in diesem Zuge wurden auch die Verzierungen an der Galion und die Köpfe vor den Ankerklüsen montiert.

  • Weiter geht es mit der Verdrängungsstrategie: Anker machen: Die kriegen ja auch je einen Einfachblock am Ankerkran, das Thema Blöcke bleibt also akut.


    Die Anker werden wie gehabt aufgedoppelt und ausgeschnitten, danach ebenso die Flunken und aufgeklebt. Kein Akt!

    Aber dann wurde es blöd: die Ankerstöcke sind gekrümmt und verjüngen sich zu den Enden hin. Das Ganze soll einfach als Kasten stumpf zusammen geklebt werden, was sich als äußerst schwierig herausstellte. Mit Verkleben von ganz kurzen Abschnitten und Halten beim Trocknen mit zwei Pinzetten ging es dann. Siehe rechts unten.

    Daher habe ich beim zweiten Ankerstock gleich von vorneherein "Spanten" aufgeklebt, damit gings in einem Bruchteil der Zeit.


    Am Ende alles zusammensetzen, die Ringe einsetzen und einfärben, die Eisenbänder neben Stock und vor die Enden und fertig sind sie zur Montage.

    Edited once, last by Deichfrosch (August 17, 2026 at 2:29 PM).

  • So, nun also zu den Blöcken:

    Ich habe keinen Laserset mit Blöcken und Jungfetn für die Große Jacht. Gibt es, aber so wie es mir scheint, sind da nur die Blöcke für die Takelage, nicht die 48 weiteren für die Kanonen drin. Vielleicht irre ich mich da, aber das heißt erstmal: selber machen.

    Zu Größe: mit den beiden vorderen Taljen wurde die Kanone nach dem Laden nach vorne gegen das Schanzkleid bzw. einen Anschlag davor gezogen. Mit der hinteren Talje wide die Kanone nach dem Schuss in hintere Lage festgehalten, um geladen werden zu können. Die Kanonen sind klein, die Taljen düften Blöcke mit maximal 20 cm Länge haben. In 1:100 also 2 mm lang. Das ist echt klein! Und die Blöcke hatten darüber hinaus einen Eisenrahmen mit Haken zum Einhaken in Lafette oder Fußring im Deck.

    Meine Versuche, das aus dem Bogen auszustechen und dann zusammenzubasteln sind kläglich gescheitert. Also doch mit dem Laser machen, was bei der Anzahl von 48 Stück eigentlich schon zwingend ist. Da ich den Laser neu habe, bin ich da noch nicht so geübt. Angefangen habe ich mit einer Anleitung von Heiner aus 2015 (Vielen Dank dafür, hat extrem geholfen bei den ersten Gehversuchen!!!)

    Die verschiedenen Fehlversuche erspare ich Euch, im Folgenden nur die Vorgehensweise, die nach dem (teilweise mühsamen) Rumprobieren rausgekommen ist:

    Mit Inkscape eine (äußere )Ebene eines Block mit zusätzlichen Ästen nach außen zeichnen. Den Block kopieren und 10 Stück in eine Reihe legen. Einen Rahmen um die Reihe mit den 10 Blöcken machen.

    Diese Reihe kopieren und zweite (Zwischen-)Ebene des Blocks (die mit der Rolle) aus dieser Kopie machen. Damit hat man schon alles, was man braucht. Der Rest ist Kopieren und Platzieren.

    Einfachblock: zwei äußere und eine Zwischenebene

    Doppelblock: drei äußere und zwei Zwischenebenen.

    Das ganze auf einem Blatt positionieren und mit dem Laser ausschneiden.

    Ich will hier nicht mit den Details nerven, wie das genau geht, weil das echt zu weit führt und die meisten Leute vermutlich eh nicht interessiert. Wer das genau wissen will, bitte Bescheid geben. Dann kann ich es so schreiben, dass man es genau nachvollziehen kann.

    Das Ergebnis ist jedenfalls hier zu sehen: Das Blatt für 10 Doppelblöcke.

    Die Streifen werden aufeinander geklebt, und dann herausgetrennt. Der Abstand der einzelnen Blöcke innerhalb einer Ebene und bei allen Ebenen muss exakt gleich sein. Das Aufeinanderkleben muss ebenfalls absolut exakt sein. 0,5 mm Versatz ist bei einer gesamten Länge eines Blocks von kurz über 2 mm schon Ausschuss. Deshalb habe ich mir eine Vorrichtung zu genauen Verkleben gemacht.

    Hier werden die einzelnen Streifen eingelegt und verklebt. Das Teil habe ich mit TinkerCad gemacht (ist echt simpel, hat wirklich nur eine Viertelstunde gedauert) und mit meinem Bambulab A1 ausgedruckt (40 min). Und so geht die Montage:

    Einen Streifen mit einer äußeren Ebene einlegen. Den nächsten Streifen mit riner Zwischenebene mit Sekundenkleber einstreichen und den Klebeüberschuss mit Nadel o.ä. abwischen und den Streifen umgekehrt einlegen. Er legt sich automatisch richtig hin (WICHTIG: die Rahmen jedes Streifen müssen natürlich exakt gleich sein. Deshalb immer nur kopieren und nicht jedesmal neu zeichnen! Ich habe 80 mm Länge und 10 mm Breite gewählt und bleibe jetzt für meine Sachen dabei!) und wird mit der zweiten weißen Klotz, der da auch genau reinpasst, festgedrückt. Und dann die nächste Ebene und die nächste und die nächste...

    Und so sieht das nach dem Zusammenkleben aus:

    Wie oben beteits gesagt, die Blöcke kriegen eine Rahmen und eine Haken bzw. eine Öse. Ich mache sie aus schwarzem Faden. Dünnen Messingdraht habe ich ausprobiert, hat sich nicht bewährt!

    Dazu in den Faden eine Schlaufe machen (offiziell: Rundtörn mit halbem Schlag), auf die Spitze einer kleinen Rundzange ziehen, ein Tröpfchen Sekundenkleber auf den Knoten und einen zweiten Knoten (halben Schlag) darüber. Festziehen und in Form ziehen, von der Zange runterpulen und die Öse nochmal mit Sekundenkleber tränken. Auf dem Bild ist einmal Faden auf der Zangenspitze und einmal fertige Öse zu sehen. Davon jetzt 10 Stück machen.

    Die Öse kann nun auf den Rohling des Blockes geklebt werden. Einfach wieder ein Tröpfchen Sekunden kleber auf das obere Ende des Blockes und die Öse aufsetzen. Kurz halten bis der Kleber fest ist.

    Das mit allen Blöcken machen. Geht problemlos, weil ja die Blöcke alle noch fest im Rahmen sitzen. Eine "dritte Hand", kleiner Schraubstock oder so was ist natürlich schon nötig!

    Und dann kann man die Halteäste direkt an den Blöcken durchtrennen und so die Blöcke aus dem Rahmen herauslösen. Die Klinge vom Cutter sollte neu oder zumindest noch richtig scharf sein.

    Und am Ende sind 10 Blöcke fertig zum Einbau:

    Der ganze Vorgang für so einen Satz von 10 Blöcken aus einem fertig geschnittenen Blatt dauert etwa eine Stunde plus Kaffeetrinken etc. Mit Übung vielleicht etwas schneller. Einfachblöcke gehen nicht schneller, weil das Zusammenkleben in der Vorrichtung das schnellste dabei ist. Ach ja, mit dem Laser komme ich inzwischen auch ganz gut klar. Learning by Doing!

    Ok, nun habe ich Eure Geduld genug strapaziert. Falls einer mehr darüber wissen will, oder vielleicht die eine oder ander Datei haben will, bitte Bescheid geben! Ist ja nun fertig.

    Bis zum nächstem Mal

    Henner

  • Je nun, Blöcke und kein Ende!

    Aber im Einzelnen:

    Blöcke waren hergestellt, sogar eine ganze Menge davon. Also ran an den Speck! Bzw. ran an die Kanonen. Erstmal habe ich die Ringe gemacht und angebracht, an denen die Brooktaue und die Vorhol- und Rückholtakel ansetzen werden. Wurden aus Faden über die Spitzzange geknotet, mit Sekundenkleber gefestigt und auf Augenmaß geschnitten. Eine wichtige Sache nur: die Löcher für die Ringbolzrn in Deck und Schanzkleid sollte man schon viel früher bohren, solange man Platz hat. Beim jetzigen Bauzustand ist das erstens nur noch begrenzt möglich und zweitens birgt es die Gefahr, etwas zu beschädigen.

    Weiter geht's mit den Kanonen:

    In der Literatur und im Internet gibt es eine ganze Menge dazu, auch über die Unterschiede zwischen englischer und kontinentaler Bauweise.

    Allerdings handelt es sich hier um Dreipfünder, also eher Kanönchen. Für eine Seeschlacht war die Grosse Jacht wohl nicht gedacht (wären auch die schönen Verzierungen danei kaputt gegangen).

    Zu den Kanonen ist nicht viel zu sagen. Die Lafetten sehen stimmig aus, also zusammenbauen (stumpf zusammen kleben), nochmal komplett überpinseln und ergänzend die Ringe für die Takel anbringen.

    Wie man sieht, habe ich bei den Rohren gemogelt und fertige aus Messing genommen. Im Bogen sind schwarze Röhrchen, die geometrisch ein langgezogener Kegelstumpf sind. Hat mich nicht begeistert. Zumal bei so einem Schiff sicherlich keine einfache Gusseisenkanonen an Deck standen sondern schöne aus Bronze. Also war das Ziel, so was wie Bronze hinzukriegen. Dazu habe ich die Messingteile einige Tage in Essig eingelegt, um die Oberfläche zu oxidieren. Brüniermittel wollte ich nicht nehmen, weil damit Messing sehr schnell ganz schwarz wird und es außerdem schweinegiftig ist. Aber so bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden.

    Leider kam nun das böse Erwachen (und der Grund, warum ich mich so lange nicht mit neuen Fortschritten gemeldet habe). Ich habe meine schönen Blöcke, auf die ich so stolz war, mal zu Probe neben die Kanonen gehalten und gesehen, dass das völlig verheerend aussieht.

    Es sieht aus, als würden sechs Eimer um das Kanönchen herumstehen. So von der Größe her der 10l-Standardtyp aus dem Baumarkt. Katastrophe!!! Geht definitiv überhaupt nichz!

    Erstmal habe ich die Kanonen auf das Deck montiert, hilft ja nichts sich über den gescheiterten Versuch mit den Blöcken zu ärgern. Dann die Brooktaue an den Lafetten angebracht und schön mit Schleife auf Deck am Schanzkleid befestigt.

    Also mussten neue, kleinere Blöcke gemacht werden, und zwar deutlich kleinere. Ich habe rumprobiert und habe die Grenze (meine Grenze!) bei ca. 1,5 mm Länge erreicht. Das kriege ich mit meiner Vorrichtung noch montiert, die Löcher für den Faden sind allerdings naturgemäß nur noch 0,5 mm groß und müssen mit einem 0,5 mm-Bohrer nachgebohrt werden, weil der Kleber beim Zusammenkleben immer zumindest zum Teil reinläuft.

    So sieht der Block jetzt aus, der Vergleich mit dem letzten Post zeigt, dass da noch eine deutliche Verkleinerung möglich war. Leider gelingt nicht jeder Block, maximal jeder zweite ist am Ende verwendbar. Bei den Doppelblöcken ist die Quote noch schlechter weil da zwei Löcher nachzuarbeiten sind.

    Aber damit ging es nun endlich an die erste Kanone. Das Ergebnis mit Brooktau, zwei Vorhol- und einem Rückholtakel:

    Jetzt frage ich mich doch, wie es Menschen schaffen, ganze Linienschiffe in diesem Maßstab zu bauen. Ich komme hier schon an meine Grenzen. Und der Bogen ist vom Verlag mit Schwierigkeitsgrad 4 von 5 eingestuft.

    Mein Respekt vor diesen Könnern wächst in den Himmel!

    Jetzt tauche ich wieder ab und melde mich, wenn die Kanonen fertig geriggt sind.

    Bis dahin

    Henner

  • Hallo Henner, die Arbeit mit den kleinen Blöcken hat sich gelohnt. Die Blöcke wirken sehr realistisch. Halt durch, das ist aisgezeichnete Modellbauarbeit.


    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Hallo Kleber, Falter und Schnipsler,

    Wie angekündigt wollte ich mich wieder melden, wenn die Takelung der wohl mehr oder weniger pro forma auf der Grossen Jacht vorhandenen Kanonen abgeschlossen ist. Und das ist nun geschafft.

    Be- und gefestigt wurde alles mit Sekundenkleber.

    Ich hatte im Internet ein Foto eines Modelles der Grossen Jacht gefunden, das beim Internationalen Kartonmodellbautreffen 2024 dabei war. Hervorragend gebaut, die Messlatte hängt hoch! Aber nun zu den Kanonen: Die losen Enden der Kanonen-Takel müssen irgendwo bleiben, und meistens, wie auch auf dem genannten Modell werden sie aufgeschossen und an Deck abgelegt dargestellt. Also habe ich nicht groß nachgedacht sondern das auch so angefangen.

    Im Nachhinein erscheint mir das nicht sinnvoll, da die Kanonen so nicht sicher festgelegt sind sondern sich Bedarfsfall losreißen und selbständig machen können. Und das hat man auf einem Segelschiff garantiert nicht zugelassen. Also habe ich das lose Ende durch das Decksauge bzw. Lafettenauge gezogen und tue mal so, als ob es da angelascht wäre. Ich denke inzwischen, dass es richtiger wäre, das lose Ende durch den Ring zu führen und von da direkt an der Talje mit ein paar halben Schlägen zu sichern und aufzuschießen. Zu spät.

    Was sich als unschön erwies, ist das Befestigen der Fäden auf dem Deck. Ich habe sie mit Sekundenkleber festgeklebt, dann wieder ein Stück nachgesetzt und wieder festgeklebt usw. Jetzt habe ich jede Menge Flecken vom Sekundenkleber auf dem Deck. Sehr unschön! Und ein richtig aufgeschossenes Ende sieht auch definitiv anders aus.

    Die bereits vor einer ganzen Weile fertigestellten Anker wurden gleich mit angebracht und an Klampen angebändselt. Natürlich mit einem Kopfschlag, wie sich das gehört. Das Vorluk ist gleichzeitig die Öffnung zum Kabelgatt. Vielleicht etwas eigenwillig, aber wohl tatsächlich korrekt.

    Als nächstes kommt die Laterne am Heck an die Reihe, und dann werfen Bugspriet und Mast die ersten Schatten voraus. Und dann ist es auch an der Zeit, den Bauständer zu verlassen, und das Modell auf seinen richtigen Ständer zu bringen. Also, noch jede Menge zu tun!

    Bis dahin

    Henner

  • Moin Henner,

    Deine Blöcke und die Herstellung mittels Hightech sind der absolute Superkracher! :thumbsup:

    Ich finde, die Geschütztakelungen hast Du vorbildgerecht hinbekommen. Die Kanonen sind in Schussposition, die Brooktaue hängen durch um den Rückstoß nach dem Schuss aufzufangen und die Seitentakel sind gespannt um den Ballermann auszurennen. Auf dem Marsch wurden die Kanonen binnebords gezogen und das angehobene Rohr oberhalb der Stückpforte gegen die Bordwand bewegt. Mit den Seitentaljen und einigen Taklings wurde das ganze dann gegen Bewegungen gesichert. Ein Zustand, den ich bisher nur selten auf Modellen gesehen habe.

    Auch die losen Buchten der Leinen an Deck passen für mich. Diese super sauber aufgeschossenen Leinen kamen erst mit dem Beginn des modernen Jachtsports im 19. Jahrhundert auf (als die Mannschaften einheitliche Kleidung bekamen, Messing geputzt wurde und die Decksplanken fast schneeweiß gescheuert wurden, usw.).

    Dennoch, so eine repräsentative Jacht des Großen Kurfürsten wird sicherlich auch schon Anklänge an diese Mode gehabt haben und auf gewisse Ordnung und Reinheit wird man bestimmt auch damals schon wert gelegt haben.

    Das Kablegatt vorn ist üblich. Meist laufen die Ankerleinen über sog. „Schulpen“ in die Luke (Halbrunde, rohrartige Konstruktionen die ein Einlaufen den Kabels in die geschlossene Luke ermöglichen).

    Die Anker sind toll. Nur leider hast Du die Stöcke falschherum auf den Schaft gebracht. Der Bogen des Stocks sollte nach oben zeigen. Vielleicht lässt sich das noch korrigieren? Wäre schade, wenn Dein bisheriges Meisterstück mit vorbildlicher Pinnenführung bei solchen markanten Details wie den Ankern schwächeln würde.

    Die Seitenschwerter kommen bald an die Reihe, oder? Oder erst Mast und Bugspriet? Auf Deinen Modellsockel bin ich gespannt. Da lässt Du Dir bestimmt wieder was tolles einfallen.

    Viele Grüße

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Vielen Dank für das große Lob und die vielen Likes, auch beim letzten Post! Ich fühle mich in höchszem Maße angespornt!

    Klaus: Die Seitenschwerter liegen fertig bereit, kommen aber erst ganz am Ende dran. Erstens, damit sie nicht im Weg sind oder Schaden nehmen (die Pumpe habe ich irgendwann für die Kanonen auch entfernt und danach wieder montieren, weil ich sie zweimal beschädigt hatte) und zweitens (wichtiger), weil ich noch nicht weiß, welches das aufgeholte Luvschwert und welches das abgesenkte Leeschwert wird. Wenn alles am Rumpf fertig ist, möchte ich schauen, welche Seite des Modells besser ist und die soll die Luvseite werden, also die freiere Sicht auf den Rumpf geben. Dem folgen dann die Schwerter.

    Zu den Ankern: ich hatte nachgelesen, wie die ungeraden Stöcke montiert wurden. Der Grund für die Unsymmetrie ist mir nicht klar geworden und ich dachte tatsächlich, so wäre es richtig herum. Ich checke das auf jeden Fall, und wenn es falsch ist wird es geändert. Vielen Dank für den Hinweis!!!

    Zum Kabelgatt: Ja, der Lukendeckel hat diese Schulpen. Darüber kommt ein geschmiedetes Verschlussband, das ich noch machen muss. Hat der Konstrukteur doch tatsächlich vergessen!🧐

    So, jetzt checke ich das mit den Ankerstöcken.

    Bis dahin

    Henner

  • Oh ich Rindvieh!

    Tatsächlich waren, wie Klaus ganz richtig erkannt hat die Ankerstöcke falsch herum. Wenn ich nicht vorher geschaut hätte, wie sie sein müssen, wäre es noch ok. Hätte ja schauen können. Aber vorher nachsehen und es dann trotzdem falsch machen, das ist schon professionelle Blödheit!

    Aber, (fast) nichts ist irreversibel. Also die Verzurrung abpulen, dabei gingen natürlich die Klampen über die Wupper, die Ankerstöcke am Ankerschaft aufschneiden und vorsichtig heraustrennen, umdrehen und wieder festkleben. Neue Klampen anbringen (schön wenn man ein paar in Reserve hat), die Innenseite des Schanzkleides reparieren und dann die Anker wieder verzurren.

    Die Ankertaue waren drangeblieben, die Taljen vom Ankerkran kamen danach als erster neuer Schritt dazu.

    So, nun sieht das Vorschiff schon recht vollständig aus:

    Die Ankertaue verschwinden jetzt auch über die Öffnungen im Lukendeckel im Kabelgatt.

    So, kleiner Fortschritt aber wieder auf der richtigen Bahn! Nochmals Dank an Klaus, wenn das erst nach der Takelage aufgefallen wäre, wäre es wohl kaum noch zu korrigieren gewesen, weil ich die Verzurrung mangels Zugänglichkeit nicht mehr hätte erneuern können.

    Lesson learned: Erst schauen, dann denken und dann (richtig) machen.😳

    Bus demnächst

    Henner

  • Vielen Dank für das Lob und die vielem Daumen!

    So langsam sindes nur noch Restarbeiten, die am Rumpf noch anstehen, daher habe ich schonmal mit dem künftigen Standbrett begonnen. Aber wie gesagt, Restarbeiten sind noch zu machen. Erstmal die Hecklaterne:

    Einige Kleinteile, aber kein echtes Problem. Die Fenster wurden ausgestochen, dahinter kam dann die Verglasung. Gemäß dem guten Tipp aus dem Fenster eines Briefumschlages. Mit der Folie von einer Pralinenschachtel bin ich leider nicht so gut klargekommen, obwohl die wasserklare Folie natürlich eine super Lösung wäre. Aber wie gesagt, ich habe das nicht zufriedenstellend hingekriegt. Deshalb also das Brieffenster. Geht recht einfach und sieht ganz gut aus.

    Noch ein bischen Deko-Schickimicki aus KittiFix auf die Kanten und dann vergoldet. Die Position war aus der Bauanleitung nicht richtig ersichtlich, also habe ich mich an dem Ölschinken der Brandenburger Flotte, auf dem die Grosse Jacht zu sehen ist, orientiert. Und da ist die Laterne nun angebracht.

    Jetzt geht es an den Flaggenstock am Heck und seine etwas übertriebene Halterung.

  • Heute war Umzugstag! Die Grosse Jacht hat von der Pappdeckel-Montagehilfe auf ihren endgültigen Liegeplatz auf einem Holzbrett verholt.

    Die Säulen hatte ich schon vorher gemacht, nun wirde das Standbrett aus ein paar Holzabfällen zusammengeklebt, kantengefräst, geschliffen und lackiert. Zur Bestimmung der genauen Position wurde noch der Bugspriet montiert. Dann gebohrt, geschraubt und geklebt und feddich isses!

    Nun gehts an die Takelage!!!