Gouvernementschiff "Komet" (1911) in 1/250 konstruiert von Michael Bauer (2012)

  • Bei der Hotchkiss hat sich noch nicht viel getan, wäre es möglich, alle fünf Läufe nachzubilden?


    Aber die restlichen Beiboote konnten fertiggestellt werden:


    Teil 96-97 (Brandungsboote) (2x 10 = 20 Teile)

    Die Teile sind identisch, es war unnötig, zwei Nummern zu vergeben.

    Diese Boote wurden wohl geschleppt, jedenfalls haben sie keine Riemen.

    Ich habe immer Probleme mit den Bodenbrettern. Diese lassen sich nur sehr schwer waagrecht an den Seiten des Bootskörpers anbringen. Dann sollen sie auch noch möglichst weit unten eingeklebt werden, denn ansonsten passiert es schnell, dass der Abstand zur Ducht lächerlich gering wird, immerhin pendelten die Beine der Matrosen vom Knie abwärts von der Ducht bis zu den Bodenbrettern. Am besten, man verklebt hier mit UHU, das erlaubt noch Korrekturen und so lässt sich das Teil ggf. auch leicht wieder herausnehmen, wenn es gar nicht klappt.

    Vorbereiteter Rumpf mit Bodenbrett:

    Hier, wie bei der vorhergehenden Booten gelang es mit nicht (z.T. nicht einmal ansatzweise) die Ducht 1mm tief zu versenken.


    Der Blick von oben:


    Wunderbar konstruiert sind die Scheuerleiste und das Dollbord, beide passen exaktest.


    Der unten angesetzte Kiel wurede vorne und hinten etwas angeschrägt, ein plötzlicher, stufenartiger Übergang erschien mir nicht realistisch:



    Die Anleitung macht nicht klar, wo Teil „j“ hinkommt. Der Probebau von Michael Bauer schon: oben auf das Ruder.

     


    Am Ende ein brauchbares Ergebnis:

  • Teil 98 (Gig) (8+1 = 9 Teile)

    Der Rumpf bereit zum Einbau des Bodenbretts:


    Die eingesetzte Ducht, links muss noch Kleber appliziert werden, bevor sie angedrückt werden kann:

    Das Dollbord, verklichen mit der anderen Booten sehr viel schmaler und für mich grenzwertig austzschneiden:

    Die Scheuerleiste musste vorne in zwei Teile getrennt werden. Das folgende Bild zeigt, wie weit sie übersteht:

    Der Kiel - niemals kann es gelingen, durch rillen und rückseitiges Verkleben diesen hauchdünnen Kiel mit Ruder erträglich zur Deckung zu bringen. Separat ausschneiden und dann vorsichtig verkleben. Beim Übergang vom Ruder zum Rumpf soll man drei winzigste Einschnitte machen, so dass das Ruder dann tatsächlich nur mit seinen drei schwarzen Streifen Kontakt zum Rumpf bekommt – prost Mahlzeit, was für eine Miniaturarbeit.

    Und falls der Kiel nicht gebogen und vorne hochgeführt werden sollte (die Anleitung sagt nichts dergleichen), ist er erheblich zu lang.

    So wie die Rückenlehne "h" zu breit ist:


    Fertig optisch recht gut, aber wie das letzte Bild zeigt, mit Gefühl und Wellenschlag. Übrigens sind auch diesem Beiboot keine Riemen beigegeben.

       

  • Dann entstand noch die Reling um die Niedergänge, nach kurzer Überlegung nicht aus geknickter Lasercutreling, sondern mit Polysterolstäbchen:

    Als Vorlage für die Abstände der Stützen diente eine Kopie:

    unter die Reling geklebte Polysterolstäbchen:

     


    Macht sich gut:

         


    Und an Deck zusammen mit einer stattlichen Lüfterparade:

     

    Hier sieht man auch die ersten Unterteile der Davits, ebenfalls Polysterolstäbchen.

  • Und in Vorbereitung der MIttschiffsreling kamen auch die ersten Lüfter an Bord.

    Hier hatte ich bei den größerern Lüften seitlich auch Weißleim aufgetropft und das Ganze dann weiß gestrichen. Anders als bei den Davits gelang hier die Rundung ganz gut.

    Hier sind einige der Lüfter in der Überarbeitung. Auf dem linken Bild links fertige Exemplare und daneben welche in Arbeit:


    Hier vorne links auf der Pappe (die Lüfter wurden mit Marabou provisorisch aufgeklebt) das Ausgangsprofil, das mir zu kantig war:


    Und erste Exemplare an Bord:

     

  • Die dem Modell beigegebene Maschinenkanone konnte wie gesagt auf keinem Foto vom Original nachgewiesen werden. Hier ist vielmehr eine 37mm Hotchkiss Revolverkanone zu sehen, die auch heute noch in Sydney im Museum zu bewundern ist (minus dem einen oder anderen Lauf):

    https://artilleryhistory.org/artillery_register_new/nsw/gun_garden_island_37mm_hotchkiss_gun.html


    Also wurde unter Verwendung von Teilen der Chanzy ein Exemplar scratch gebaut.

    Der Sockel blieb, auf ihn wurde dem Foto entsprechend eine kleine Scheibe von einem Polysterolrörchen geklebt


    Gabel und hinterer Verschluss wurden von der Chanzy übernommen.

    In den hinteren Verschluss wurden nach seinem Zusammenbau als Läufe dünne Drahtabschnitte eingeklebt, leider passten nur vier, aber es fällt kaum auf.

     


    Es folgte die Montage auf dem Sockel (Sekundenkleber). Im folgenden Bild ist auch schon das hintere Visier aufgeklebt.

     

    Anschließend wurde vorne ein kleiner Bogen aufgeklebt und dann aus gezogenem Gussast das zweite Visier aufgesetzt (Sekundenkleber).

     

    Die Visiere wurden später noch in der Länge angepasst.


    Es folgte rechts hinten die beim Original zu sehende Scheibe, diese stellte nur einen Kreisausschnitt dar, doch das habe ich beim besten Willen nicht mehr geschafft.

    Schließlich eine Art Griff hinten unten, aus zwei Kartonwinkeln und einem braun gestrichenen Polysterolröhrchen improvisiert.

  • Und dann noch eine Halterung für die Geschosse aufgesteckt. Diese fiel beim Original ziemlich klobig aus:

    Hotchkiss Revolving Cannon from San Juan Hill
    Benjamin Hotchkiss was an American artillery designer who moved to Paris in 1867 in hopes of building a business for his improvements in artillery shells. He...
    www.youtube.com

     

    Das ließe sich sicherlich an einigen Ecken noch verbessern. Der Griff unter dem Geschütz sollte nach vorne rücken, das dicke Ende vom Geschütz müsste bis zur Gabel reichen, wenn man den Durchmesser etwas erhöht, geht auch der fünfte Lauf rein (wie man die Läufe aber auf einen gleichmässig Abstand bekommen könnte, da habe ich keine Idee).

    Immerhin eine annehmbare Annäherung an das Original.

  • Teil 65 (MG) (7 + 1 = 8 Teile)

    Das MG war schon vor einiger Zeit fertiggestellt worden.

    Die fast unsichtbaren Teile, insbesondere „f“ und „h“ lassen sich tatsächlich vorsichtig ausstechen. Der Kühlmantel „e“ erhielt als Lauf ein Stück gezogenen Gussast als Kern, der vorne passend abgelängt wurde. Orange empfand ich für dieses Teil als unpassend, es wurde schwarz überstrichen.

    Die Einzelteile zeigen schon: Das wird eine Fuzzelarbeit.

     


    Mit Mantel und Lauf sieht das schon nach MG aus:

    Oberteil fertig, beim Sockel klafft die Naht leider wieder auf:


     


    Fertig:


     

  • Derzeit werden Relingabschnitte vorbereitet und an den Masten gewerkelt.

    Vorläufig habe ich mich für Ätzteile entschieden, mal sehen, ob die sich angemessen in Form bringen lassen. Wenn nicht, wird auf Lasercut umgeschwenkt.