CAP ARCONA, Bilder vom Baufortschritt (Peter Brandt für den HMV, 1: 250)

  • Meine Signatur hat es vielleicht schon verraten.

    Nach der BREMEN ist vor der CAP ARCONA...

    Vor einem halben Monat habe ich mit dem Modell dieses schönen Südatlantikliners angefangen und heute den Rumpf (mit der Verdopplung der Plankengänge) fertiggestellt. Ich baue direkt aus dem Bogen, den mir sehr liebe Freunde zum Geburtstag geschenkt haben, und ich werde auch den original Ätzsatz verwenden.

    Übrigens: Im nächsten Jahr vor einhundert Jahren hat die CAP ARCONA ihre Jungfernreise nach Südamerika angetreten.

    Alle Fenster und Bullaugen sind ausgeschnitten und mit schwarzer Folie hinterklebt.

    Leider kranken offenbar alle Bögen der CAP ARCONA (jedenfalls die, die ich kenne,) mehr oder weniger an der "Zebrakrankheit" oder, für die Modebewußten, am "Stresemann-Streifeneffekt". Der Verlag scheint es nicht hinbekommen zu haben, alle Bordwandteile in einer genau gleichen Farbe drucken zu lassen. Dieser "Patchworklook" stört je nach Beleuchtung - aber man gewöhnt sich auch daran. Und ich hoffe, dass später die vielen anderen Details hiervon ablenken werden.

    Die Abwicklung der Bordwand vorn und achtern ist zumindest schwierig... Besser, als dies Peter und Ulli in ihrem ausführlichen Baubericht hier beschrieben haben, kann man das nicht darstellen.

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • Baufortschritte an meiner CAP ARCONA:

    Bei den Aufbauten ist die Passgenauigkeit gut.

    Bei den Decks, obwohl die Teile aus demselben Bogen stammen, erkennt man, wie schon bei der Bordwand, unterschiedliche Farbsättigungen (2 Deckteile, das vordere ist heller).

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • CAP ARCONA, Peter Brandt (HMV)

    Langsam geht es mit der CAP ARCONA weiter.

    Hier ein paar Bilder von der Brücke:

    Und eine Gesamtansicht:

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • Es gibt in diesem Forum schon einige Bauberichte zu diesem Modell.

    Sehr ausführlich ist die Ausarbeitung zum 90. Geburtstages des Vorbilds von Ulli und Peter aus dem Jahr 2017.

    Michael (Hanseatic) konnte sein Modell leider nicht mehr vollenden...

    Und aktuell zeigt Frank Unger Bilder seines im Bau befindlichen Modells.


    Bisher hatte ich ein paar Bilder meiner CAP unter "an welchem Modell arbeitest Du" gezeigt. Dieser Sammelsuriumsthread lässt aber natürlich auch Einzelbeiträge sehr schnell in der Masse untergehen. Deshalb fasse ich die Beiträge hier zusammen und werde in unregelmäßigen Abständen in diesem Thread über den Fortgang berichten.

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • Bei mir geht es mit dem Modell nur langsam vorwärts.

    Leider hat sich herausgestellt, dass im (ansonsten sehr feinen) Ätzsatz etliche Fenster fehlen; einige habe ich bereits aus Relingteilen passend geschnitten und eingesetzt. Die unzureichende Stückzahl finde ich ziemlich erstaunlich, zumal in den 4 Platinen eine ganze Reihe von Teilen enthalten sind, die man mit etwas Geschick und Sorgfalt problemlos aus dem Bogen herstellen kann (zum Beispiel das im obigen Post gezeigte Lagergestell für die Ladebäume).

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • Helmut,

    Deine Bauausführung ist erstklassig, da kann ich nicht mit.

    Mir fehlt da die Geduld.

    So long,

    Frank

    Im Bau / under construction:

    --- Cap Arcona, HMV, 1:250 ---


    zurückgestellt bis zum Renteneintritt ich wieder mal Lust darauf habe
    --- KRAZ 255 B 6x6, 1:25 ---

    --- StuG III, 1/25, GPM ---


    und vergesst nicht, es ist nur ein Papiermodell........

  • Das stimmt, mal wieder eine ganz tolle Bauausführung. Eine wahre Freude, dabei zuzusehen.

    Gruß

    Jochen

    Übrigens, war es im alten Forum auch möglich, den Bildvergrößerungsfaktör auch zu scrollen?

  • Das Backdeck ist nun vollständig bestückt, bis auf die Ankerketten (hab noch keine passenden).

    Außerdem will ich noch Schanzkleidstützen anbauen, die im Bogen fehlen.

    Ich glaube, ich hab wohl noch nie ein so voll gestelltes, "dicht besiedeltes" Backdeck gesehen.


    Merkwürdigerweise sind bei den Trompetenlüftern die Nähte vorn... Ich habe sie mit einem schmalen Streifen aus 80 gr-Papier abgedeckt.

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • .... was sollst du dazu sagen? Ganz einfach: ein weiterer Helmut @

    Günter

    Auf der Werft: EGV Ffm

    Meine letzten fertigen Modelle:

    F. Baden-Württemberg, MiSuBo Paderborn und Passau, F 213 Scharnhorst, ZKrz Helgoland, S.M.S Nassau, F216 Scheer, MS Wappen von Hamburg, S 13, S 100, P 6059 Jaguar,
    KWdGr mit UWS, A 63 Main, S72 Puma, WFS Planet, Kirche St. Lorenz Nürnberg; HMCS Agassiz; PzKanBt Natter; Schlepper Hermes; SMS Breslau; MS Clement; MS Iserlohn; Dio Kleine Werft; W4,W8,W21,W22; P 6148 Löwe; A 52 Oste; MS Finnmarken; LKr Nürnberg; MS Mellum; Z 1; Tender Donau

  • Vielen Dank für das Interesse an diesen bebilderten Baufortschritten und Euch, Günter und Peter, besten Dank für das Lob und die Vorschusslorbeeren.

    Es stimmt; der vorderste Bereich der CAP ARCONA war für Passagiere eigentlich nicht zugänglich. Er diente aber neben der Manöverstation als Freizeitbereich für die Besatzung.


    Ich hatte schon einmal erwähnt, dass für die vielen Fenster zu wenig Ätzteile in der Platine waren.

    Ganz liebe Freunde haben sich sofort bereit erklärt, die fehlenden Fenster zu lasern.

    Und hier seht ihr das Ergebnis:




    Die gelaserten Fenster können mit den Teilen auf der Ätzplatine mehr als mithalten... Ich bin echt begeistert!

    Im Aufbau hinter dem ersten Schornstein befand sich das Haupttreppenhaus, das tagsüber durch ein großes Oberlicht erhellt wurde.
    (Kludas, Die Cap-Schnelldampfer der Hamburg-Süd)

    Da ich natürlich auch hier die Scheiben transparent machen wollte, sollte natürlich der Blick von oben nicht auf eine weiße Fläche fallen.




    Also habe ich zum Malkasten gegriffen und einen verschwommenen Blick ins Treppenhaus gepinselt.



    Und so sieht es jetzt fertig aus:

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • Klaus-Dieter und HaJo, besten Dank für eure Kommentare und danke auch allen, die den Daumen gehoben haben.

    Es ist etwas weitergegangen.

    Hier eine kurze Übersicht über die bisherigen Aufbauten des A-Decks ("Sportdeck"):


    Auch für das Oberlicht des Wintergartens musste ich ein Innenleben bauen; so ging es gar nicht:

    So sah der Wintergarten dagegen innen aus:

    (Kludas aaO)

    Wie es Ulli schon in dem Baubericht von 2017 beschrieben hat, war die Decke des Wintergartens eine Art "Doppelkuppel".

    Innen gab es ein bemaltes Glasdach im art deco-Stil, das sehr wahrscheinlich mit Milchglasscheiben ausgeführt war, um die durch das Oberlicht einfallende Helligkeit möglichst gleichmäßig zu streuen.

    Diese Konstruktion wurde durch das mehr als 13 m lange und rund 7 m breite Oberlicht überwölbt.


    So habe ich versucht, das Oberlicht nachzubilden:

    Die "Innendecke" ist aus Seidenpapier geschnitten, das ich mit Aquarellstiften trocken in etwa nach der Fotografie bemalt habe.

    Von außen sieht man im Grunde bei flüchtiger Betrachtung nur das "milchige" Seidenpapier, aber bei genauerem Hinsehen erkennt man eine Art Bemalung. Ich schätze, dass es so in etwa tagsüber auch beim Original aussah. Bei Nacht dürfte es spektakulär geleuchtet haben.


    Weiter gehts demnächst mit dem hinteren Treppenhaus und daran anschließend den Sockel für den 3. Schornstein.

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • Hallo Helmut,

    die Cap Arcona wird sich gut in Deine Sammlung schöner Liner einreihen.

    Im WK II diente sie als Wohnschiff für Nachrichtenhelferinnen. Mein Lieblingsonkel sang oft mit Inbrunst:

    "Cap Arcona, Du bist das größte H#renschiff in Bremerhaven. Cap Arcona, in Deiner Koje hab ich manche Nacht geschlafen.."

    LG

    Kurt

    Wer zufrieden ist, kann niemals wirklich zugrunde gerichtet werden.
    Laotse

  • Hallo Kurt,

    während des 2. Weltkriegs lag die CAP ARCONA nicht in Bremerhaven, sondern in Gdynia, das die Nazis nach dem Überfall auf Polen 1939 in "Gotenhafen" umbenannt haben.

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • Servus Helmut,

    einfach Wahnsinn, wie Du selbst bereits sehr detaillierte Modelle noch "verfeinerst" in einer Art und Weise, auf die man erstmal kommen muß. Außergewöhnlich schön.

    Günter

    Auf der Werft: EGV Ffm

    Meine letzten fertigen Modelle:

    F. Baden-Württemberg, MiSuBo Paderborn und Passau, F 213 Scharnhorst, ZKrz Helgoland, S.M.S Nassau, F216 Scheer, MS Wappen von Hamburg, S 13, S 100, P 6059 Jaguar,
    KWdGr mit UWS, A 63 Main, S72 Puma, WFS Planet, Kirche St. Lorenz Nürnberg; HMCS Agassiz; PzKanBt Natter; Schlepper Hermes; SMS Breslau; MS Clement; MS Iserlohn; Dio Kleine Werft; W4,W8,W21,W22; P 6148 Löwe; A 52 Oste; MS Finnmarken; LKr Nürnberg; MS Mellum; Z 1; Tender Donau

  • (…) Und ich hoffe, dass später die vielen anderen Details hiervon ablenken werden. (…)

    Das ist doch eines der schönen Dinge beim Bau von Schiffsmodellen: Irgendwas folgt immer um Macken zu füllen oder zu überdecken :D

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Vielen Dank, Günter, Klaus und HaJo.

    Ich finde die Idee gar nicht so besonders... Man kommt doch eigentlich automatisch drauf, wenn man die Oberlichter ausschneidet. Zumindest muss man doch die weiße Fläche darunter schwärzen.


    ______________


    Die CAP ARCONA hatte zwei Treppenhäuser (und in direkter Nähe zu den Treppen jeweils einen Aufzug).

    Hier das achtere Treppenhaus (gebaut wie das vordere) und der Sockel für den achteren Schornstein.

    Beidseits des großen Oberlichts waren noch zwei "Hochterrassen" aufgebaut. Die ergaben sich simpel aus der Deckenhöhe des Wintergartens von rund 4,5 m.


    Dann standen die Schornsteine an. Ulli und Peter haben dazu einiges geschrieben, so dass ich hierzu nichts zu wiederholen brauche. Hierzu einfach nur ein paar Bilder vom Modell des vorderen Schornsteins:




    Das Rohr für die Dampfpfeife ist im Bogen in Gelb dargestellt. Dies entspricht nicht dem damaligen Erscheinungsbild. Das Dampfrohr war weiß und lediglich die Pfeife selbst war in Messing (?) ausgeführt (kann jemand, der es genauer weiß, etwas zu dem Material schreiben?).


    (Kludas aaO)


    Der Bau der Schornsteine braucht schon etwas Zeit - die kann man, wenn sie schön werden sollen (und das sollen sie ja, die Schornsteine sind ja der Blickfang des Modells, finde ich), nicht einfach so "zusammenkloppen".

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • Das Dampfrohr war weiß und lediglich die Pfeife selbst war in Messing (?) ausgeführt (kann jemand, der es genauer weiß, etwas zu dem Material schreiben?).

    Da ist der Gießereiingenieur gefragt.

    Messing ist nur bedingt Seewasserbeständigt, da es zu Zinkauswaschungen kommt. Für solche Bauteile wurde/wird Bronze verwendet, z.B G-CuSn10 (10% Zinn). Heute verwendet man ausschließlich Aluminiumbronzen, die kein Zinn mehr enthalten, z.B. G-CuAl10Ni (10% Aluminium).

    Die Briten nannten ihr Material, zur Zeit als große Seefahrernation, Admirality Bronze.

    KS-Modus aus.

    Liebe Grüße
    René

    Demokratie ist alternativlos!

    An opinion without 3.14 is an onion. You'll understand.

  • Vielen Dank, René!

    Von "Admirality Bronze" hatte ich noch nie etwas gehört. Auch das Problem der Zinkauswaschungen bei Messing kannte ich nicht.

    Danke für Eure erhobenen Daumen. Schön, dass diese Bilder vom Baufortschritt so viel Interesse finden, obwohl es hier im Forum mehrere (zum Teil sehr gute) Bauberichte zur CAP ARCONA gibt.


    _______________


    Inzwischen sind die 3 Schornsteine an ihrem Platz.

    Der Bau der ersten beiden hat je etwa 3 Stunden gedauert, auch, weil ich den Verklebungen jeweils genügend Zeit zum Trocknen gegeben habe.

    An der Rückseite jedes Schornsteins befindet sich ein Lüftungsrohr. Alle 3 Rohre können nicht ohne Änderung verbaut werden, da sie (bei Schornstein 1 und 2) jeweils zu lang sind und genau angepasst werden sollten.

    Das Rohr am 3. Schornstein weist unten einen Bogen auf, dessen Konstruktion allerdings misslungen zu sein scheint. Ich habe die Biegung etwas umgebaut und dem Vorbild entsprechend unten nicht auf dem Sockel, sondern am (im) Schornsteinmantel enden lassen.

    So sah es beim Original aus:

    (Umschlagfoto des Buches "Stefan Ineichen, Cap Arcona von 1927 - 1945")

    Meine Umsetzung mit einer superscharfen Rasierklinge und etwas Glück:

    Beim 3. Schornstein hatte sich bei mir noch ein weiteres Problem ergeben. Die Neigung (der "Fall") stimmte nicht; er war deutlich stärker nach achtern geneigt als die beiden vorderen. Ich habe also das Innengerüst überarbeitet und den Mittelspant vorn um etwa 1 mm gekürzt. Jetzt kommt es gut hin, finde ich.

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • Hallo Helmut,

    das Thema "Neigung der Schornsteine" scheint doch ein allgemeines zu sein. Von den "Drei- und Vierschornsteinern" die ich bisher gebaut habe waren die Neigungswinkel nie identisch. Da treffen die Eigenschaften des Kartons mit der individuellen Ungenauigkeit wohl irgendwie zusammen.

    Wie dem auch sei. Tolle Arbeit deiner Werft.

    Günter

    Auf der Werft: EGV Ffm

    Meine letzten fertigen Modelle:

    F. Baden-Württemberg, MiSuBo Paderborn und Passau, F 213 Scharnhorst, ZKrz Helgoland, S.M.S Nassau, F216 Scheer, MS Wappen von Hamburg, S 13, S 100, P 6059 Jaguar,
    KWdGr mit UWS, A 63 Main, S72 Puma, WFS Planet, Kirche St. Lorenz Nürnberg; HMCS Agassiz; PzKanBt Natter; Schlepper Hermes; SMS Breslau; MS Clement; MS Iserlohn; Dio Kleine Werft; W4,W8,W21,W22; P 6148 Löwe; A 52 Oste; MS Finnmarken; LKr Nürnberg; MS Mellum; Z 1; Tender Donau