Moin in die Runde,
ich hatte schon erwähnt, dass ich die SUSANNE baue und möchte nun den Baubericht dazu beginnen. Meine Beweggründe, die SUSANNE auszuwählen lagen in der modernen Form des Schiffes und, später in der Beschreibung konnte ich das lesen, die Vielfältigkeit der Ladung für die das Schiff geeignet ist. Damit schien es geeignet zu sein mein Fantasia zu ergänzen. Doch dazu später.
Ich habe zwei der bereits geschriebenen Bauberichte gelesen, die mich auf einige Zusatzaufgaben aufmerksam gemacht haben, wofür ich natürlich dankbar bin. OldLady58 und Herbert haben neben anderen die SUSANNE schon gebaut und beschrieben. Erstaunlich, dass das eine Modell eine völlig andere Bordwand mit weißem Schriftzug hat als meins oder das von Herbert.
Weil ich wieder geöffnete Ladeluken - bzw. in diesem Fall nur eine - bauen wollte, war mir zunächst der Bericht wichtig, in dem das schon beschrieben ist. Die dort erwähnten Herausforderungen habe ich mir gleich zueigen gemacht. Das hat sich sehr bewährt. So, nun möchte ich aber die Beschreibung/Bebilderung beginnen:
Bei diesem Foto ist auffällig, dass Bodenplatte sowie Spantengerüst entfallen. Wie bei JSC üblich wird die Stabilität des Rumpfes durch andere Konstruktionen gewährleistet. Es wird ein 'Innenrumpf' gebaut auf den später die Bordwände geklebt werden. Das ist sehr stabil, führt aber bei mir dazu, dass ich ohne Bodenplatte und mit einem Deck, dass nur aus zwei schmalen Streifen besteht, ein kleines Wunder vollbringen muss - das ist natürlich etwas übertrieben und auch bei einem Spantegerüst ist der Rumpf zunächst sehr labil.
Der Konstrukteur hat vorgesehen, dass die Bordwände des Innenrumpfe mittels Dreikantröhren stabilisiert werden. Die muss ich dort, wo ich den Laderaum öffne, entfernen. Ich lasse jedoch Laschen stehen, mit denen ich die von mir geschnittene Bodenplatte befestigen kann.
Auf diesem Foto erkennt ihr gut den Übergang vom Laderaum zum Heck. Das Modell liegt hier auf dem Deck. die Laschen für die Bodenplatte sind gut erkennbar. Die Ladeluke ist noch nicht ausgeschnitten.
Drehen wir das Ganze mal um. Der Bugbereich wird von der Bodenplatte ausgehend gebaut. Das Backdeck wird mittels der Laschen von oben eingeklebt. Der vordere und der achtere Teil werden im weiteren velauf mehr oder weniger inneinander geschoben. Die Laderaumverkleidung liegt schon berreit, genau wie die Bodenplatte, die ich von unten gegen die Laschen klebe. Die Ladeluke habe ich bisher nicht ausgeschnitten, um mehr Stabilität zu behalten. Aber ...
... nun ist es soweit. Die schmalen Streifen Graupappe klebe ich zur Stabilisierung unter die Seitendecks. Nun wird der vordere Rumpf mit dem achteren vereinigt. Dabei achte ich besonders darauf, dass der Rumpf am Stoß keinen Knick bekommt. Laschen und Bodenplatte werden als erstes verklebt. Danach wird die Graupappe unter die Decks klebt. Ein Innensüll wird das verstärkte Deck 'verkleiden'.
Zum Durchtrocknen gibt es eine formstabilisierende Belastung, bei der ich gerne Schaumstoff für eine gute Lastverteilung verwende. Alle Klebungen habe ich mit UHU FF schwarz gemacht - bzw. mit deren Inhalt, damit ich ausreichend Zeit für Korrekturen habe und damit mir nicht der Karton aufquillt. Der gefällt mir übrigens sehr gut. Er scheint etwas dicker, aber nicht schwerer zu sein und er ist auch nicht grell-weiß.
Nach dem Durchtrocknen baue ich - wie bisher insgesamt - mit der Sicherungskopie probeweise den Bug. Es ist wunderbar - geradezu glänzend - geworden. Die ausgeschnittenen Ankerklüsen machen meine SUSANNE zu einer Hohläugigen -, nicht zu einer Schwarzäugigen Susanne (Gruß an die Hobbygärtner)
Die Passform am Backdeck ist sehr gut.
Die Sache mit dem großen Laderaum scheint zu funktionieren. Auch insgesamt ist der Innenrumpf sehr gut gelungen, sodass ich nun entscheide, dass ich den Rumpf nicht noch einmal aus dem Originalbogen bauen werde, sondern diesen weiter verwenden.
Dazu ist es gut, dass ich die Borwände nur mit Fix-o-Gum fixiert habe. Nun löse ich diese wieder ab und fange an zu überlegen, was ich alles bedenken muss, wenn ich das Originaldeck auf das vorhandene Klebe und dann die Bordwände aus dem Originalbogen fixiere.
Soweit zufriedene Grüße aus Hannover.