Susanne - KüMo 1:250 JSC 2026

  • Moin in die Runde,

    ich hatte schon erwähnt, dass ich die SUSANNE baue und möchte nun den Baubericht dazu beginnen. Meine Beweggründe, die SUSANNE auszuwählen lagen in der modernen Form des Schiffes und, später in der Beschreibung konnte ich das lesen, die Vielfältigkeit der Ladung für die das Schiff geeignet ist. Damit schien es geeignet zu sein mein Fantasia zu ergänzen. Doch dazu später.

    Ich habe zwei der bereits geschriebenen Bauberichte gelesen, die mich auf einige Zusatzaufgaben aufmerksam gemacht haben, wofür ich natürlich dankbar bin. OldLady58 und Herbert haben neben anderen die SUSANNE schon gebaut und beschrieben. Erstaunlich, dass das eine Modell eine völlig andere Bordwand mit weißem Schriftzug hat als meins oder das von Herbert.

    Weil ich wieder geöffnete Ladeluken - bzw. in diesem Fall nur eine - bauen wollte, war mir zunächst der Bericht wichtig, in dem das schon beschrieben ist. Die dort erwähnten Herausforderungen habe ich mir gleich zueigen gemacht. Das hat sich sehr bewährt. So, nun möchte ich aber die Beschreibung/Bebilderung beginnen:

    Bei diesem Foto ist auffällig, dass Bodenplatte sowie Spantengerüst entfallen. Wie bei JSC üblich wird die Stabilität des Rumpfes durch andere Konstruktionen gewährleistet. Es wird ein 'Innenrumpf' gebaut auf den später die Bordwände geklebt werden. Das ist sehr stabil, führt aber bei mir dazu, dass ich ohne Bodenplatte und mit einem Deck, dass nur aus zwei schmalen Streifen besteht, ein kleines Wunder vollbringen muss - das ist natürlich etwas übertrieben und auch bei einem Spantegerüst ist der Rumpf zunächst sehr labil.

    Der Konstrukteur hat vorgesehen, dass die Bordwände des Innenrumpfe mittels Dreikantröhren stabilisiert werden. Die muss ich dort, wo ich den Laderaum öffne, entfernen. Ich lasse jedoch Laschen stehen, mit denen ich die von mir geschnittene Bodenplatte befestigen kann.

    Auf diesem Foto erkennt ihr gut den Übergang vom Laderaum zum Heck. Das Modell liegt hier auf dem Deck. die Laschen für die Bodenplatte sind gut erkennbar. Die Ladeluke ist noch nicht ausgeschnitten.

    Drehen wir das Ganze mal um. Der Bugbereich wird von der Bodenplatte ausgehend gebaut. Das Backdeck wird mittels der Laschen von oben eingeklebt. Der vordere und der achtere Teil werden im weiteren velauf mehr oder weniger inneinander geschoben. Die Laderaumverkleidung liegt schon berreit, genau wie die Bodenplatte, die ich von unten gegen die Laschen klebe. Die Ladeluke habe ich bisher nicht ausgeschnitten, um mehr Stabilität zu behalten. Aber ...

    ... nun ist es soweit. Die schmalen Streifen Graupappe klebe ich zur Stabilisierung unter die Seitendecks. Nun wird der vordere Rumpf mit dem achteren vereinigt. Dabei achte ich besonders darauf, dass der Rumpf am Stoß keinen Knick bekommt. Laschen und Bodenplatte werden als erstes verklebt. Danach wird die Graupappe unter die Decks klebt. Ein Innensüll wird das verstärkte Deck 'verkleiden'.

    Zum Durchtrocknen gibt es eine formstabilisierende Belastung, bei der ich gerne Schaumstoff für eine gute Lastverteilung verwende. Alle Klebungen habe ich mit UHU FF schwarz gemacht - bzw. mit deren Inhalt, damit ich ausreichend Zeit für Korrekturen habe und damit mir nicht der Karton aufquillt. Der gefällt mir übrigens sehr gut. Er scheint etwas dicker, aber nicht schwerer zu sein und er ist auch nicht grell-weiß.

    Nach dem Durchtrocknen baue ich - wie bisher insgesamt - mit der Sicherungskopie probeweise den Bug. Es ist wunderbar - geradezu glänzend - geworden. Die ausgeschnittenen Ankerklüsen machen meine SUSANNE zu einer Hohläugigen -, nicht zu einer Schwarzäugigen Susanne (Gruß an die Hobbygärtner)

    Die Passform am Backdeck ist sehr gut.

    Die Sache mit dem großen Laderaum scheint zu funktionieren. Auch insgesamt ist der Innenrumpf sehr gut gelungen, sodass ich nun entscheide, dass ich den Rumpf nicht noch einmal aus dem Originalbogen bauen werde, sondern diesen weiter verwenden.

    Dazu ist es gut, dass ich die Borwände nur mit Fix-o-Gum fixiert habe. Nun löse ich diese wieder ab und fange an zu überlegen, was ich alles bedenken muss, wenn ich das Originaldeck auf das vorhandene Klebe und dann die Bordwände aus dem Originalbogen fixiere.

    Soweit zufriedene Grüße aus Hannover.

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

    Edited once, last by Dirk H. (March 19, 2026 at 12:24 PM).

  • Ich will Euch nicht weiter auf die Folter spannen und noch den Rest zu Thema Rumpf erzählen. Ich habe mich also entschieden den "Proberumpf" weiter zu verwenden. Wenn ich nun das Originaldeck auf das Kopierte klebe, erhalte ich eine größere Höhe des Decks über der Wasserlinie - eine Kartonstärke zuzüglich nen kleinen Aufschlag für Ungenauigkeiten. Ich schneide also die Wasserlinie ein wenig außerhalb der gedruckten Linie und überstreiche das schwarz. Funzt! (Hab ich geschrieben, weil es auf den Fotos nicht zu sehen ist)

    Ich klebe das Deck auf den Innenrumpf. Passt wie durch ein Wunder (haha) und versteift den Rumpf noch weiter. Das Backdeck schiebe ich etwas nach vorn, damit die Fuge zwischen Bordwand und Deck nicht so groß ist wie beim "Probebau", aber ohne dass ich den Rumpf nach vorne damit verlängere! Die an der Luke entstehende etwas größere Naht werde ich mit dem Lukensüll abdecken können.

    Nun bin ich allerdings überrascht, dass die Ankerklüsen von der Numerierung her nicht zur Bordwand sondern zum Innenrumpf gehören. Mist, übersehen!

    Es ist aber ein glücklicher Umstand, dass ich das übersehen habe, denn nun kann ich an den Klüsen die Korrektur "nach oben" vornehmen, was mir sicher nicht so leicht gelungen wäre, wenn sie bereits innen verklebt wären.

    Bei genauer Betrachtung seht ihr unten einen etwas größeren Spalt. Bei sehr genauer....

    Die Ecken der Klüsen des Innenrumpfes schneide ich schräg ein und drücke die Ränder etwas nach innen bevor ich die Klüse nun endgültig von außen aufklebe. Ich kann so die Klüsen etwas nach innen drücken, damit die Laschen die Bordwände nicht nach außen beulen. Wenn ich mir vorstelle wie die Naht zwischen Bordwand und Klüse aussahe, wenn nach der Konstruktion gebaut würde. Ich glaube das is nix.

    Die vorderen Bordwände lassen sich optimal auf dem Innenrumpf fixieren, wie beim Probebau. Alle Korrekturen haben den gewünschten Erfolg gebracht. Es folgen also die achteren Bordwände. Und ....!

    Trotz der vom Konstrukteur vorgesehenen Reserve ist die Bordwand zu kurz! Bb ca 1,5, Stb ca 2mm und es ist egal, wo ich die achtere Bordwand bündig ansetze:

    Der Spalt bleibt entweder am Stoß oder am Heckspiegel. Das ist sehr ärgerlich, weil solche Fehler zu beheben, nicht meine Stärke ist. Die Farbanpassung und das passgenaue Zuschneiden - mhm!

    Ich entscheide mich für den Stoß, weil ich vermute, dass ich am Heck mit der Fummelei 'um die Ecke anpassen' genug zu tun habe.

    Das Ergebnis entspricht meinen Erwartungen, aber es hätte schlimmer kommen können. Der Bau geht weiter...

    Im Nachihnein muss ich feststellen, das bei Herbert ebenfalls die 'Reserve' nicht gereicht hat, den Konstruktionsfehler auszugleichen. Auch OldLady58 berichtet von fehlender Länge der Bordwände, wie ich aus erster Quelle erfahren habe. Ich frage mich, was ich hätte anders machen können, wenn ich das vorher gewusst hätte, bzw. was ich Nachbauern raten soll: vielleicht Obacht geben und früh nach einer Lösung suchen!

    Nun ist der Rumpf außen fertig. Mit demselben Tonkarton wie die Innengestaltung des Laderaumes verstärke ich den Süll des Originalbogens. Der Tonkarton steht nach unten ca 1,5mm über.

    So verdeckt er die Verstärkung der Seitendecks. Das echte Schiff hat sicherlich einen ziemlich hohen Decksaufbau, um die enormen Kräfte des seitwärtigen Drucks aufnehmen zu können. Auf einem Foto von Bb-oben sieht es so aus als ob die Bordwand einen Hohlraum birgt. Das Seitendeck wirf keinen Schatten in den Laderaum.

    Der Rumpf ist nun wunderbar stabil und kann in eine Baupause gehen, denn die Werftbesetzung muss jetzt für Rostock packen.

    Beste Grüße aus dem sonnigen Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Moin, moin Dirk,

    die nunmehr auf der "Innenbordwand" aussen liegenden Laschen der Ankerklüse tragen auf......das könnte ein oder der Grund sein, dass die Bordwände nun ein Stückerl zu kurz sind.

    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat! Es lebe der Zentralfriedhof.......

  • "Zu kurze" Bordwände:

    Eine der Ursachen für fehlende Bordwandlängen könnte sich auch aus minimalen Ungenauigkeiten beim Ausschneiden der Spanten ergeben. Gezeichnet wird ja immer Mitte Linie und so soll auch ausgeschnitten werden. Wenn jedoch beim großzügigen Ausschneiden des Spantes die Linie (oder mehr) bestehen bleibt, ist er mindestens eine halbe Strichstärke zu groß. In der Addition dieser Winzigkeiten ergibt sich schnell mal ein fehlender Millimeter an Bordwandlänge. Es wird nicht immer helfen, aber ich schneide die äußeren Konturlinien der Spanten vollständig ab statt mittig auf der Linie. Eine kleine Lücke zwischen Spant und Außenhaut lässt sich durch Kleber leicht überbrücken, während fehlende Bordwandlängen fast immer zu unschön sichtbaren Notlösungen führen.

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.

  • "Zu kurze" Bordwände:

    Eine der Ursachen für fehlende Bordwandlängen könnte sich auch aus minimalen Ungenauigkeiten beim Ausschneiden der Spanten ergeben. Gezeichnet wird ja immer Mitte Linie …

    Dieser Rumpf hat aber kein Spsntengerüst, Manfred.

    Zur Zeit im Bau:

    CAP ARCONA, Peter Brandt, HMV

  • Moin,

    die Werftbesatzung ist heil und gesund wieder aus Rostock zurückgekehrt. Eine schöne Veranstaltung mit leider etwas wenig Resonanz in der Öffentlichkeit, obwohl es nicht an Zeitungsnotizen dazu gefehlt hat. Aber der Austausch unter den Kollegen war humorvoll und informativ.

    Außerdem ist es jetzt mal Zeit, dass ich mich für die vielen Daumen und die freundlichen Kommentare bedanke. Einer der Gründe, warum ich hier weiter berichte. Helmut B. und Manfred sei bemerkt: Ich habe die Öffnung für die Ankerklüse an den Ecken eingeschnitten, so dass ich den blauen "Einsatz" so weit hineinschieben konnte, dass die Laschen nicht mehr überstanden. Leider habe ich davon kein Foto mehr gemacht. Die anderen Kollegen hatten mit dem selben Problem zu kämpfen und darum möchte ich mit Gewissheit behaupten, dass hier eine unzulässige Verkürzung der Bordwände vorliegt. Zum Glück ist mir die Retuschierung des Schadens einigermaßen gelungen.

    Nun komme ich aber zu neuen Herausforderungen. Die Lukendeckel sollen einzeln gebaut werden und wenn ich dann irgendwann festgelegt habe, wie ich das Schiff beladen will, möchte ich sie auch noch umbauen können.

    Zunächst baue ich aus der Sicherungskopie drei Deckel zur Probe. Wenn dann alles geklappt haben sollte .....

         

    Da ich den Rumpf tlw. mit der Sicherungskopie gebaut habe und nun mit dem Originalbogen weiterbaue, kontrolliere ich nochmal das Längenmaß der Ladeluke. (ich denke mit Schrecken an mein böses Erwachen beim Bau der Olivia Winter) Die Missweisung hier ist ein akzeptabler Näherungwert und so kann es ungebremst weitergehen.

    In diesem Bogen ist es üblich, dass alles, was gedoppelt werden soll, einzeln ausgeschnitten wird, um dann übereinander geklebt zu werden. Ritzen, dann rückseitig zusammenkleben und gemeinsam ausschneiden gibt es hier nicht. Auf dem Foto sind alle Deckel noch aneinander. Die höheren Teile werden gedoppelt und aufgeklebt.

    Das gesamte Bauteil wird noch einmal gedoppelt. Dazu wird ein weiteres Teil daruntergeklebt. Eine prima "Knickhilfe" sind die breiten Streifen mit der Schere drauf: erst rillen und knicken, dann abschneiden. Das funktioniert wunderbar.

    Außerdem ist die Kartonstärke ausreichend berücksichtigt so das "Weiß" prima unter "Rot" passt.

    Jetzt noch prüfen, ob die gesamte Konstruktion über die Luke passt: perfekt!

    Auch von der Seite ein überzeugendes Ergebnis.

    Also fertige ich die drei Proben an. Dazu lasse ich die Verstärung an der hinteren Kante minimal hervorschauen. Auch "in echt" überlappen natürlich die Deckel, damit sie regendicht abschließen.

    Der erste (und der letzte) Deckel erhält einen besonderen Abschluss, damit auch am Bug (und vor dem Aufbau) die Lukendeckel sauber schließen. Dies ist vom Konstrukteur nicht so vorgesehen.

    Eine 'Stellprobe' zeigt, dass sich die Lukendeckel gut stapeln lassen. Allerdings muss ich wohl noch eine Verstärkung vorsehen, damit die Deckel nicht durchbiegen.

    Damit ist der Probenbau der Lukendeckel abgeschlossen und ich kann nach der nächsten Pause die Originale bauen.

    Gedeckelte Grüße aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

    Edited 2 times, last by Dirk H. (March 24, 2026 at 10:08 PM).

  • So die Osterferien sind beendet und das Team Öffentlichkeitsarbeit ist aufgefordert, den Baubericht weiter zu vervollständigen.

    Nachdem sichergestellt ist, dass die Ladeluken sauber und auch funktionsfähig hergestellt werden können, Lohnt es sich an die Verfeinerung der Ladeluke und des Rumpfes zu machen:

    Die Stützen für den Lukensüll sind vom Bogen vorgesehen. Auf dem Foto ist der große fast ebenmäßige Laderaum zu sehen. Auf später gefundenen Fotos des Originals habe ich gesehen, dass der Laderaum vom Süll abwärts keinen Versatz hat, was bedeutet, dass es einen Hohlraum zwischen Bordwand und Laderaum geben muss. Für eine Änderung bei meinem Modell war es zum Zeitpunkt dieser Entdeckung jedoch leider zu spät.

    Weil ich den kleinen Portalkran für das Versetzen der Lukendeckel in Aktion darstellen möchte (und weil es besser aussieht) bekommen die Stützen als oberen Abschluss die Schienen für den Kran. Natürlich stabilisiert die Schiene auf dem echten Schiff auch den Süll. Auch beim Modell ist inzwischen ein richtig stabiler Rumpf entstanden.

    Das Vorschiff erhält neben bzw. eher auf den Schanzkleidstützen noch einen Schandeckel - als Zugabe von der Werft.

    Und wo wir gerade dabei sind alles schick zu machen: das Achterschiff erhält sie und ihn ebenfalls. Nun ist die Susanne ja nicht gerade groß, aber doch überraschend steht schon der Aufbau und die Brücke auf dem Programm.

    Die Verglasung der großen Fenster erfordert eine Inneneinrichtung und eine Wandvertäfelung. Der Reeder bestand auf einer Zweiteilung, wobei im unteren Bereich scheuerfestes(?) Holz verwendet wurde.

    Die Brücke ist ein halbes Deck höher gelegen, so musste einzusätzlicher Boden eingefügt werden, der einen edel graugestreiften Teppichbelag erhielt.

    Der großzügig bemessene Platz auf der Brücke lässt sich hier auf dem Foto erahnen. Zum Glück sehen ja alle Komandobrücken der Welt gleich aus (Spaß), so dass ich mir aus den freien Downloads für dieses Thema passende Einrichtungsgegenstände ausgewählt habe, um den leeren Raum der Brücke zu füllen.

    Im Sonnenlicht lässt sich schon etwas erahnen...

    im Drohnenvorbeiflug erkennt man genau den Steuerplatz hinter dem mittleren Fenster.

    Der Konstrukteur des Bogens arbeitet gerne mit verdoppelten Decks. Darum habe ich rund um das Brückendeck einen schmalen Streifen 'weiß' geklebt, um den 'Spalt' zwischen den beiden Lagen zu verdecken. Das macht etwas her, finde ich.

    Oh je, schon wieder 10 Foto eingestellt und beschrieben. OK - Mitternacht. Schnell noch einmal querlesen und dann abschicken. Ich hoffe es macht Euch weiterhin Spaß. Bisher haben Eure viele Daumen die Vermutung nahegelegt und (!) mich motiviert. Dafür herzlichen Dank.

    Beste Grüße aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Moin Dirk,
    wird immer besser, das Susannchen.
    Kleiner Hinweis: Schau Dir mal auf dem beigefügten Foto den Laderaum genauer an...
    Ansonsten weiter so und beste Grüße,
    Manfred

    Quelle: MarineTraffic, Copyright: Howard Harrison

    Es muss nicht alles perfekt sein, was gut tut.

  • Moin und danke Manfred. Ja, das Foto habe ich im Verlauf und mit Hinweisen dann auch gefunden. Leider war zu dem Zeitpunkt schon alles so weit gediehen, dass ich nix mehr ändern konnte/wollte. Ein super Foto!

    Danke auch für die vielen Daumen als treue Begleiter. Ich werde in Kürze weiter berichten!

    Beste Grüße aus einer kurzen Pause, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Moin in die Runde,

    vielen Dank für die vielen Daumen. Ihr wisst alle, wie viel Motivation das bringt. Mir auch und ich will schauen, dass ich den Bericht zu einem guten Ende bringe. Die nächsten Fotos belegen die weitere Ausstattung der Decks mit Lüftern, Niedergängen, Pollern etc.

    Die "Krückstocklüfter" habe ich aus passenden PU Profilen gebogen. Ab 1mm wird es sportlich einen engen Bogen zu schaffen ohne dass die Stäbchen brechen.

    Poller exemplarisch auf dem Backdeck präsentiert. Die rechteckigen Sockel habe ich zusätzlich gebaut. Sie sind nur aufgedruckt vorgesehen.

    Bei Pollern kam die Assoziation festmachen auf. Ja, aber wo? in Fantasia wird es schon wieder eng. Bisher konnte die Wasserfläche immer weiter geschmälert werden. Das scheint nun nicht mehr zu reichen. Das Investitionsprogramm muss reaktiviert werden, fürchte ich. Antrag an den Stadtrat - alternativlos!

    Aber zunächst ist noch der Platz am Ausrüstungskai belegt. Rettungsboot und die ersten Relings werden montiert. Die Lücke im Schanzkleid für den Lotsen und andere honorige Menschen schließe ich mit einem verschiebbaren Gitter.

    Die blaue Tafel steuerbords auf dem Peildeck weist Entgegenkommer darauf hin, an dieser Seite zu passieren. Auf dem Rhein ist dies zum Beispiel ein probates Mittel Biegungen des Flusses optimal zu befahren zu können - und zwar für Tal- als auch Bergfahrt unter optimaler Ausnutzung der Strömungsunterschiede auf der Innen- und Außenseite.

    Die Reling entlang des Lukensülls habe ich ähnlich den Original zweimal unterbrochen. Dort werde ich noch je einen Einzelpoller einbauen. Wer genau schaut, kann ggf noch die Stabilisierung für die Süllstützen auf halber Höhe erkennen.

    Ankerwinde und eine etwas schwächliche Ankerkette zieren das Backdeck. Die Ketten werde ich noch durch stärkere ersetzen.

    Nun baue ich die Lukendeckel entsprechend meiner Erfahrungen aus dem Probebau. Sie werden wunderbar gerade und....

    ..... sie passen exakt aneinander und schließen wie gefordert die gesamte Luke wasserdicht ab.

    Meine Zusatzforderung nach der Beweglichkeit erfüllen sie ebenfalls perfekt. Ich kann also auch nach Fertigstellung der Susanne bestimmen, mit welcher Ladung ich wie verfahren möchte.

    Soweit liegt also alles im Plan. Nun folgt noch der kleine Portalkran zum versetzen der Lukendeckel. Aber... schon wieder 10 Fotos beschrieben. Also geht es erst im nächsten Beitrag weiter.

    Beste Grüße aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Die "Krückstocklüfter" habe ich aus passenden PU Profilen gebogen. Ab 1mm wird es sportlich einen engen Bogen zu schaffen ohne dass die Stäbchen brechen.

    Moin Dirk,

    bei den PS Profilen solltest du mal mit etwas Wärme nachhelfen und dann biegen ?

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.

    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Moin, moin Dirk,

    kleine Durchmesser der Schwanenhals-Lüfter (Entlüftungen von Bunkern, Tanks und Zellen) lassen sich gut aus Messing- oder Kupferdraht biegen. Den Draht vorher anpönen und an jedem Ende ein längeres Stück zwecks besserer Handhabung lassen; wenn fertig an beiden Enden wie benötigt ablängen.


    Gruß

    HaJo

    Exercitatio artem parat! Es lebe der Zentralfriedhof.......

  • Moin Robert und alle anderen,

    auf die Sache mit der Wärme hätte ich ja auch mal selbst kommen können. So habe ich meinen CO² Fußabdruck durch erhöhten Abfallanfall unnötig vergrößert. Zu Spät.

    Nun kommt die Sache mit dem Portalkran:

    Um die Lukendeckel anheben und versetzen zu können, besitzt die Susanne einen kleinen Portalkran. Da ich inzwischen gelernt habe, dass der gebrannte Teufel im Weihwasser sitzt, habe ich gemessen (!), ob der Kran über die Luken passt. Meine Modellbauvorbilder sind an dem Problem vorbeigeschilittert. Bei ihnen steht er achtern hinter den Luken, was auch seine originale Ruheposition ist. Das will ich nicht und stelle fest, dass ich den Kran komplett neu konstruieren muss, weil er nicht breit genug ist.

    Also noch einmal messen und los geht´s. Ich habe auch mit PS-Stäben experimentiert (rechts), aber es ist nicht schön geworden und so geht es mit klassischem Sticheln weiter.

    Mir ist auch klar geworden, dass der originale Kran eine andere Liftanlage hat, als das Modell, aber auf den Fotos kann ich die Details nicht gut genug erkennen, so das ich mich an die Vorgaben des Bogens halte.

    Der sieht ein Windensystem(?) vor, dass auf der Traverse montiert ist.

    Aber was vor allem wichtig ist: mein Kran kann (theoretisch) drei Lukendeckel übereinander stapeln! Damit kann ich glaubhaft darstellen, die Luke weitgehend öffnen zu können.

    Voilá, das gefällt mir ziemlich gut. So kann ich später bei der Integration in Fantasia alle möglichen Kombinationen von Liegeplatz und Ladegut versuchen. Sollte mir das gelungen sein, verspreche ich Euch die Galeriefotos.

    Hier gibt es nur die vier Seitenansichten als Beweis für "fertig" Viel Spaß beim Betrachten.

        

         

    Die Susanne ist ein sehr schönes Original und durch den Konstrukteur in einen wunderbaren Bogen umgewandelt worden. Wenn die Fallstricke erkannt und berücksichtigt werden, wird daraus ein sehr hübsches Modell, dass mich auch durch seine kompromisslose Form begeistert. Ich wünsche allen Nachbauern viel Spaß bei der Umsetzung.

    Fazit: Sehr zu empfehlen!

    Zufriedene Grüße aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Dirk H. April 20, 2026 at 10:34 PM

    Added the label Completed
  • Ein liebevoll gebautes Modell und sehr informativer Baubericht, Dirk!

    Kümos sind das Rindfleisch in der Bohnensuppe!


    Gruß
    Roland

  • Moin, moin Dirk,

    Nicht nur ziemlich......bestens :thumbup: !


    Gruß

    HaJo

    Stimmt :thumbup: :thumbsup:

    Die letzten Arbeiten: Neben vielen anderen Schiffs- Flug- und Fahrzeugmodellen Scandlinesfähre BERLIN, Fährschiffe Mecklenburg-Vorpommern, Knudshoved, Kronprinz Frederik, Estonia, Bereisungsschiff EMS, Fähren Deutschlan, Flugboot Do 24, Opel Kleintransporter

    In Arbeit: ?

  • Moin Dirk,

    wie immer, vom Feinsten! Gratuliere zur Fertigstellung :)

    Die Vorbeifahrt der SUSANNE an der OLIVIA WINTER, oben in Fantasia zu sehen (#13), zeigt eindrucksvoll die Weiterentwicklung und den Fortschritt im Schiffbau.

    Bin schon sehr auf die nächsten hafenbaulichen Umgestaltungen gespannt, Dir fällt bestimmt wieder etwas richtig gutes ein!

    Viele Grüße

    Lars

  • Bin schon sehr auf die nächsten hafenbaulichen Umgestaltungen gespannt,

    Moin Lars, ich kann deine Ahnung nachvollziehen und steigere nun noch die Spannung: Ja, es gibt Überlegungen.....

    Jedoch wirft Mannheim seine Schatten voraus. Da möchte ich auch ein wenig zeigen. Und Slawomir hat es lukratives Angebot.....

    Fast mystische Grüße aus Hannover, Dirk ^^

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun