Zuckerfrachter Meringa, JSC, 1:250

  • Moin alle Interessierte,

    nachdem ich mit dem Bau des Bogens der Iserlohn/Marburg des Passat-Verrlags, die ich in ihren letzten Jahren als Leo Star gebaut habe, definitiv meine Grenzen der Feinmotorik errreicht bzw. überschritten habe, steht nun ein einfacheres Modell an. Ich liebäugele schon länger mit dem Bogen Meringa und Sugar Exporter von JSC. Nachdem mir bei der Leo Star insbesondere die Takelung des Ladegeschirrs Probleme bereitet hatte und ich mit dem Ergebnis unzufrieden bin, war die Entscheidung leicht, welches der beiden Schiffe gebaut wird. Es ist die Meringa, ein klassischer kleiner Bulker ohne Ladegeschirr. Das recht farbenfroh gestaltete Modell ist offenbar die skalierte Version des ursprünglich in 1:400 veröffentlichten Bogens und dementsprechend einfach gehalten. Der Spantensatz ist als Lasercut mitgeliefert. Auf den erhältlichen separaten Lasercutsatz werde ich verzichten und auf Standardteile zurückgreifen.

    Kurz zur Historie des Schiffs: Sie wurde 1958 in Aberdeen für die Adelaide Steamship Co. gebaut und für den Zuckertransport in Australien eingesetzt. Nach verschiedenen Eignerwechseln ging sie 1979 nach Panama, später nach Malta und wurde 1993, noch immer unter ihrem alten Namen, abgewrackt. Der Bogen stellt das Schiff im Bauzustand 1978-79 dar, es passt also in mein bevorzugtes Zeitfenster der 70er und 80er Jahre. Ich überlege, das Modell im Zustand von1979 bis 1988 unter Panama - Flagge zu bauen, habe aber bisher keinerlei Farbfotos gefunden, die mir bei einer realistischen Farbgebung für diese Zeit behilflich sein könnten, alles nur in schwarz-weiß. Auch Information zur damaligen Reederei Grandamar S.A. waren bisher nicht zu bekommen. Vielleicht hat ja jemand noch einen Tipp für mich, würde mich freuen.


    Das Spantengerüst ist dank Lasercut schnell und passgerecht gebaut. Ich möchte mir aber die Option offenhalten, das Modell mit einer oder mehrerer offener Luken darzustellen, daher habe ich die Luken im Hauptdeck ausgeschnitten. Zwischen den einzelnen Luken habe ich aus Stabilitätsgründen zusätzliche Spanten eingesetzt.

    Luke 1 wird geschlossen dargestellt, der Umbau des Spantengerüsts im Vorschiff war mir zu aufwändig.

    Offenen Luken werden bei diesem Modell auch nur realistisch wirken, wenn sie mit Ladung gefüllt sind, denn das Modell stellt den voll abgeladenen Zustand dar und ich gehe davon aus, dass in der Zuckerfahrt keine Zwischendecks in den Luken vorhanden waren. Mal sehen, wie ich das gestalte.

    Der Weiterbau wird sporadisch erfolgen, das gute Wetter zieht nach draußen und wird ausgenutzt.

    Edited once, last by 1zu250: Ein Beitrag von 1zu250 mit diesem Beitrag zusammengefügt. (March 8, 2026 at 10:53 AM).

  • Du hast mich als Beobachter an Deiner Seite. Ich baue gerade die 'Susanne', die irgendwie eine Mischung zwischen Binnenschiff und Kümo ist. Auch als Bulker zu betrachten. Da brauche ich Input für die Gestaltung der Ladung!

    Folgende Grüße aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Da brauche ich Input für die Gestaltung der Ladung!

    3 TL Zucker... :D

    "Ich glaube nicht, dass der Shitstorm die Weiterentwicklung der Demokratie ist." (Wolfgang Schäuble)

    Wer "Remigration" wählt, wird "Endlösung" ernten.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Artikel 1 Grundgesetz)

  • 3 TL Zucker... :D

    dann aber Puderzucker, passt besser zum Maßstab. ;) Frage mich nur, wie der zu stabilisieren ist.


    Der Bau ging etwas weiter, dabei ist mir gleich ein Fehler unterlaufen. VomHauptdeck gibt es Zugängen zum Bereich unter dem Vordeck. Diese sind im Bogen nur schematisch dargestellt, graue Flächen. Da sich dort keine Türen befinden, wollte ich den Bereich gerne offen gestalten. Das habe ich aber leider zu spät gemerkt und die Öffnungen im Spant nun nachträglich ausgestichelt.

    Ein erstes Manko ist mit bei der Bauanleitung aufgefallen, hier fehlt die detaillierte Darstellung der Rumpfbeplankung. Sie ist doppellagig ausgeführt, die erste Lage hat noch zusätzliche Kleblaschen, die auf dünnem Papier gedruckt sind. Diese stehen aber gefühlt sehr weit über, Ich werde sie für den Weiterbau kürzen.Den Rumpf habe ich von unten mit dünnem Papier verschlossen. Die Decks passen sehr gut.

    Edited once, last by 1zu250: Ein Beitrag von 1zu250 mit diesem Beitrag zusammengefügt. (March 10, 2026 at 4:00 PM).

  • Moin,

    was macht denn einen Zuckerfrachter zum Zuckerfrachter? Welche Besonderheiten der Laderäume hatte so ein Schiff? Wurde der Zucker als Rohzucker in Schüttgutladung gefahren? Oder wie habe ich mir das vorzustellen?

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Also keine äußerlich sichtbaren Unterschiede zu anderen Frachtern. Ich habe jetzt den Begriff 'Räumte' gelernt. So oder so wieder was neues erfahren. Ich will mich mal erkundigen, ob es im Hamburger Hafen auch Zuckerfrachter gibt.

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Dieser Frachter hatte komplettes Ladegeschirr und dürfte kein reiner Bulker mit sich nach oben verengenden Laderäumen gewesen sein.

    Ich kann mir nicht vorstellen dass die Laderäume in späteren Jahren auf Bulk umgebaut wurden.

    Bei Schüttgut wurden in jeden Laderaum Längsschotte eingesetzt. Die Längsschotte reichten bis unters oberste Deck.

    Da Rohzucker (Stichwort Schüttgutdichte) sehr schwer ist, dürfte der Frachter nicht bis "oben" abgeladen gewesen sein.

    In solchen Fällen wurde das Schüttgut mit Planken oder Plane abgedeckt und darauf kamen in diesem Beispiel mindestens 3 Lagen mit Zucker befüllte,

    gut verschlossene Säcke.

    Das möchte man ja nun nicht darstellen?

    Wenn also nur der Rohzucker gezeigt werden soll, könnten 3 bis 4mm bis zum Deck frei gelassen werden. Die durch die Lukenöffnungen sichtbaren Längsschotte könnte man gut zeigen. Auf jeder Seite wäre 1 Schott zu sehen.

    Soll ein realistischer Tiefgang dargestellt werden, könnte der Schiffsrumpf nach unten verlängert werden. 4mm sind wohl ausreichend und auch gut machbar.

    Quellen: Matrosen ABC, 1963

    F. W. Achilles, Seeschiffe im Binnenland, Seeunfall der ANTJE OLTMANN

    Gruß Johannes

  • Danke Johannes für die ausführliche Antwort. Die Verlängerung der Rumpfes nach unten ist ein guter Tipp, das werde ich mir überlegen. Ich weiß noch nicht, wie viele Luken ich ggfls. geöffnet darstellen möchte, das liegt auch daran, wie es mit den geöffnet dargestellten Lukendeckeln klappt. Dazu habe ich ein Foto gefunden, das die Meringa mit geröffneten Deckeln zeigt. Werde mir auch die bauberichte zu anderen, mit geöfneten Deckeln gebauten Schiffe genauer anschauen. Die Meringa ist tatsächlich ein Bulker ohne Ladegeschirr gewesen, hier irritert das von mir eingestellte Titelbild des Bogens. Dieses stellt die ebenfalls enthaltene Sugar Exporter dar, die mit Ladegeschirr ausgestattet war und von der Karibik nach England fuhr. Zur Klarstellung stelle ich noch die ebenfalls zum Bogen gehörenden Modellfotos ein.

    viele Grüße Manfred

  • Jo, Manfred

    Was ich geschrieben hab, gilt nur für die SUGAR EXPORTER.

    Und dabei ist mir noch ein Fehler unterlaufen: Die Ladelinie wird erreicht, auch wenn die Laderäume wg. des Rohzuckergewichtes nicht bis zur Oberkante

    voll sind. Es braucht also keine Vergrößerung des Rumpfes nach unten.

    So ist das, wenn man zwischen 2 Terminen, im Café sitzend, schreibt.

    Vielleicht recherchierst Du noch mal zu Bulkern.

    Wahrscheinlich sind zwischen den Ladeluken Querschotte. Dann wären es 4 getrennte Laderäume die sich wahrscheinlich nach oben zum Deck verjüngen. Ob dann noch Längsschotte nötig sind???
    Auch hier sollten die Laderäume nicht bis "oben" befüllt werden.

    Vielleicht findet sich noch jemand der genaueres weiß.

    Es ist ein interessanter Frachter der 50iger und ein schönes Modell.

    Viel Erfolg :thumbsup: , Johannes

  • Ob dann noch Längsschotte nötig sind???

    Ich bin sicher, dass Längsschotte erforderlich sind! Sonst könnte bei Rollbewegungen des Rumpfes die Ladung verrutschen und im schlimmsten Fall zum Kentern führen. Das gilt meines Wissens auch - vielleicht sogar besonders - bei schweren Schüttgütern und darum nicht bis oben gefüllten Laderäumen.

    Beste Grüße aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Wenn das Zuckerohr direkt verschifft wurde, waren es wohl 2-4m lange gebündelte Stangen mit 2-5cm Durchmesser mit vermutilch weniger als 300kg/m³.

    Wie könnte man diese Ladung im Modell realistisch darstellen ?

    Vielleicht haben sie auch Melasse in Fässern transportiert.

    Soviel ich weiß wurde am europäischen Festland seit Napoleon Rübenzucker verwendet. Daher vermute ich weniger Zuckerrohr Importe zu uns.

  • Wahrscheinlich sind zwischen den Ladeluken Querschotte. Dann wären es 4 getrennte Laderäume die sich wahrscheinlich nach oben zum Deck verjüngen. Ob dann noch Längsschotte nötig sind???
    Auch hier sollten die Laderäume nicht bis "oben" befüllt werden.

    Vielleicht findet sich noch jemand der genaueres weiß.

    Es ist ein interessanter Frachter der 50iger und ein schönes Modell.

    Viel Erfolg :thumbsup: , Johannes

    Ahoi,


    ohne das Schiff selbst zu kennen, zwischen den Ladeluken sind Querschotte, die das Schiff in 4 Laderäume unterteilen. Typischerweise haben Schüttgutfrachter so einen Mitschiffquerschnitt:


    Zusätzliche Längs- und Querschotte sind auf Schüttgutfrachter, insbesondere nicht bei Selbsttrimmern, nicht vorgesehen. Auf Stückgutfrachter und auf MPP- Schiffen schon, aber die haben auch eine andere Laderaumgestaltung und transportieren typischerweise auch unterschiedliche Ladegüter im gleichen Raum. Aber das ist eine andere Geschichte.


    Bei der Lagerung von Schüttgut im Laderaum ist das richtige Trimmen von überagender Bedeutung, um ein Verrutschen der Ladung und somit ein Verlust der Stabilität zu vermeiden. Beim Verrutschen der Ladung wird zwischen zwei Fällen unterschieden:

    - das trockene Verrutschen. Bei Überschreiten eines bestimmten Winkels fängt die Ladung an zu verrutschen. Einfach mal in der Küche die Zuckerdose etwas hin und her kippen. Erst leicht, dann mehr. Man stellt fest, bei kleinen Winkeln passiert nichts, bei größeren schon. Ist mit der Ladung nicht anders.

    Draus ergibt sich, dass die Ladung nur mit leichtem Böschungswinkel - die Werte hängen vom Art der Ladung ab- gefahren werden dürfen und Toträume in den Ecken zu vermeiden sind. Zusätzlich sind viele Schuttgutfrachter als Selbsttrimmer gebaut.

    - Verrutschen durch Verflüssigung. Besonders gefährlich, da diese unvermittelt auftreten kann. Durch Feuchtigkeit in der Ladung und Vibrationen, die es auf einem Schiff nun mal reichlich gibt, wird aus dem festen Schüttgut ein flüssiger "Brei", der entsprechend hin und her fließen kann, wodurch der Fall der freien Oberfläche eintritt.

    Zucker zieht Wasser in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit aus der Luft. Bis ca 80 % passiert kaum was, danach schlägt das schlagartig um und es wird viel Wasser gezogen. Daher ist eine gute Laderaumbelüftung notwendig.


    Der maximal Füllstand der Laderäume ergibt dann aus dem Gewicht der Ladung und der Tragfähigkeit des Schiffes. Bei Zucker als Ladung kann man davon ausgehen, dass die Laderäume auch alle voll sind.


    Viele Grüße

    Cariño

  • Wenn das Zuckerohr direkt verschifft wurde, waren es wohl 2-4m lange gebündelte Stangen mit 2-5cm Durchmesser mit vermutilch weniger als 300kg/m³.

    Wie könnte man diese Ladung im Modell realistisch darstellen ?

    Vielleicht haben sie auch Melasse in Fässern transportiert.

    Soviel ich weiß wurde am europäischen Festland seit Napoleon Rübenzucker verwendet. Daher vermute ich weniger Zuckerrohr Importe zu uns.

    Ahoi,


    es verhält sich etwas anders. Ca. 80% der Weltproduktion an Zucker stammt aus Zuckerrohr, ca 20 % von der Zuckerrübe. Wobei in Deutschland tatsächlich Zucker aus der Zuckerrübe überwiegt.

    Große Mengen an Zuckerrohr über den Atlantik zu transportieren ist unwirtschaftlich und wenig sinnvoll. In der Karibik und Südamerika werden die von den Blättern befreiten Stängel sofort gepresst, um den wertvollen Saft mit hohem Zuckergehalt zu gewinnen. Bei längerer Lagerdauer trocknet das Rohr und Ausbeute und Qualität leidet sehr. Dieser Saft wird gekocht und es entsteht Melasse und Rohzucker. Diese werden anschließend getrennt/ gereinigt/ getrocknet. Der Rohzucker ist es, was mit dem Schiff transportiert wird. In den Raffinerien wird dieser Rohzucker dann aufbereitet, um Lebensmittelqualität zu erhalten.


    Viele Grüße

    Cariño

  • noch ein Nachtrag: Rohzucker 0,95 kg/l

    Eisenerz 1,6 - 3,20 kg/l

    Der Laderaum könnte gut gefüllt werden.

    Und wenn man will, ließe sich trotzdem die "Schräge" oben am Lukensüll darstellen.

    Grüße in die Runde

    Johannes

  • Herzlichen Dank Euch allen für eure Mühe und die viele wertvollen Informationen. Das motiviert mich, irgendwier weiter zu machen, auch wenn ich aktuell gerade recht unzufrieden bin. Ich habe meine Probleme mit dem recht dicken Karton, der sich gerade am Rumpf schlecht verarbeiten ließ. Auch beim Druck zeigen sich an Knick- und Schnittstellen leichte Abplatzer und die Farbe scheint auch nicht besonders abriebfest zu sein. Ich habe von JSC vor einiger Zeit den Bogen der Imme Oldendorff verbaut, dort allerdings aufgrund von Änderungen überwiegend selbst ausgedruckte Teile verwendet. Dabei traten diese Probleme nicht auf.

    Hier Bilder vom aktuellen Stand:

    Die Innenschanz am Bug fehlt im Bogen, ich habe sie aus der farblich passenden Reservefläche gefertigt. Die Stützen fehlen leider ebenfalls.

    Bei den Mängeln, die sich mittlerweile am Rumpf eingestellt haben (auf Detailaufnahmen verzichte ich lieber, denn es sind auch meine Fehler), muß ich mir überlegen, wie es weitergeht. Ich finde das Modell zu interessant, um es komplett aufzugeben, möchte es aber so aktuell nicht weiterbauen. Jetzt steht ohnehin erstmal eine Auszeit an, danach sehe ich weiter.

    Grüße Manfred

  • Moin Manfred,

    Das mit dem Karton ist schon ärgerlich. Ich hoffe aber, dass du aber beizeiten das Jucken in den Fingern findest an diesem interessanten Schiff weiter zu bauen. Es wäre Schade drum.

    Viele Grüße

    Cariño

  • Herzlichen Dank für die vielen Informationen und die hilfreichen Tipps. Sie haben mich motiviert, doch noch weiter zu machen. Die selbstverursachten Mängel am Rumpf konnte ich weitgehend beheben, indem ich den Rumpf mit ausgedruckten Sicherungsscans auf dünnem Papier überklebt habe. Das hat den Eindruck verbessert. Ich sehe diesen Bericht jetzt auch als Möglichkerit, mich weiter zu entwickeln. Allein das häufige Fotografieren veranlasst mich dazu, manche Stellen, die ich bisher akzeptiert hätte, zu korrigieren.

    Das gelingt nicht überall, aber mal sehen, wie es sich entwickelt

    .

    Das Vorschiff jetzt mit den selbstgeschnitzten Schanzkleidstützen und Pollern, die ebenfalls nicht im Bogen enthalten sind.

    Anschließend noch das Achterdeck, auch hier die Poller selbst ergänzt.

    Prinzipiell verzichte ich weitestgehend auf Fremdmaterialien (außer Garn) wie Holz- und Kunststoffteile, daher habe ich auch die Welle der Winsch, die sich auf dem Schablonenbogen befindet, aus dünnem Karton gerollt. Die Ankerkette sowie die Reeling aus Standard- Lasercutsätzen fehlen hier noch.

    Auf Anregung von Reinhard Lachmann (vielen Dank dafür) habe ich versucht, das Achterschiff mit einer Balkenbbucht darzustellen. Diese ist auf den wenigen Bildern, die ich im Netz gefunden habe (z.B. auf https://emuseum.aberdeencity.gov.uk) gut zu erkennen. Dazu habe ich beim Hauptdeck in der Mitte Kartonstreifen aufgeklebt und darauf dann den Ausdruck eines Sicherungsscans geklebt. Das ergab allerdings an der Vorkante des Brückaufbaus eine unschöne Stelle, die ich durch das (leicht erhöhte) Schanzkleid etwas kaschieren konnte. Die Aufbauwände habe ich dann in meinem alten Bildbearbeitungsprogramm im Rahmen meiner Möglichkeit umgestaltet und neu ausgedruckt. Dabei habe ich dann auf der Grundlage der Bilder auch noch kleinere Veränderungen am Aufbau vorgenommen und u.a. die Windleitbleche an der Brückenschanz ergänzt. Dummerweise hat mich dieser Umbau mit vielen Fehlversuchen so sehr in Anspruch genommen, dass ich es völlig versäumt habe, zwischendurch Bilder vom weiteren Fortschritt zu machen.:(

    .

    Hier jetzt die aktuellsten Bilder. Einige kosmetische Korrekturen werde ich sicher noch durchführen.

    An Aufbauwänden sind einige Rundungen vorhanden. Diese konnte ich schwer sauber und ohne Knicke anfertigen, bei den eigenen Ausdrucken ging das deutlich besser. Daher ist für mich die Qualität des Originalkartons nicht ganz zufriedenstellend. Positiv ist hervorzuheben, dass kleine, zu rollende Teile (z.B. Seiltrommeln) sowohl auf Karton, als auch auf dünnerem Papier (Schablonenbogen) vorhanden sind. Da kann man probieren, womit man besser klarkommt. Auch die zweiteilige Konstruktion der Decksaufbauten mit Grundplatte mit Klebelaschen und separaten Wänden mit oberer Klebelasche für das darauf folgende Deck hat mir Probleme bereitet. Die Konstruktion neigt zu Verwindungen. Ich hätte besser mit selbstgemachten, auf dem Deck angebrachten Klebelaschen arbeiten sollen. Die Passgenauigkeit der Aufbauteile, insbesondere auch beim Kniffligen Übergang von Brückenfront zu Seitenteilen ist jedoch sehr gut.

    Beim Achterschiff habe ich den Fehler gemacht, die Reeling des Hauptdecks nicht sofort einzubauen, sondern erst nach Aufsetzen des Poopdecks. Mit dem mit viel Mühe erzielten Ergebnis bin ich nicht zufireden, das bleibt aber so. Für den Bau der seitlichen Wände einschl. Deckstützen gibt es zwei Varianten, einmal ein Komplettteil mit Randstreifen vom Poopdeck und integrierten Stützen, einmal nur separate Stützen sowie der vordere Bereich bei den Gangways. Ich habe die erste Variante gebaut, ergänzt um die separaten Stützen (Schablonenbogen, aus Papier gerollt), um eine bessere Stabilität zu erhalten. Die Niedergänge sind aus Standard- Lasercutteilen von HMV).

    Das Backdeck, das ich ebenfalls mit einer leichten Bucht gebaut habe, hat die Ankerwinde bekommen, die Ketten werden noch eingefädelt. Das Podest für den Reserveanker habe ich auf der Basis eines Fotos erhöht dargestellt.

  • Am Aufbau hat sich jetzt etwas getan. Den Schornstein habe ich modifiziert. Auf Fotos sind seitliche Anbauten erkennbar, m.E. ggfls. Ein- bzw. Auslässe von Lüftungsanlagen. Zu Darstellung konnte ich auf den im Bogen enthaltenen (!) Ersatzschornstein zugreifen (Dadurch konnte ich mir das mühsame Anpassen der Farben bei einem neuen Ausdruck sparen). Da ich keine Abmessungen hatte, habe ich das nach Gefühl gebaut. Die Abgasrohre habe ich plastisch dargestellt. Die nur zweidimensional im Bogen enthaltenen kleinen Maschinenraumlüfter sind aus verkleinerten Scans der größeren Lüfter gebaut . Ein Fehler in der Bauteilkennzeichnung ist nicht weiter tragisch, da die Skizze der Bauanleitung richtig ist: Auf dem Peildeck ist die Teilnummer 125 eingetragen, dieses Oberlicht gehört jedoch hinter den Schornstein. Auf das Peildeck gehört Teil 131.


    das Lukensüll ist nur lose aufgelegt. Luke 1 bleibt aber auf jeden Fall geschlossen.