RoRo- Schiff "Hurst Point", 1/250, Eigenkonstruktion

  • Moin zusammen,

    einige von euch haben mich ja in Bremen bereits ein Spantengerüst ausschneiden gesehen, daher weiß ich, dass es Leute gibt, die heiß auf diesen BB sind. Die Point-Klasse basiert auf dem Entwurf RoRo 2700 der Flensburger Schiffbau-Gesellschaft und umfasst 6 Einheiten. 4 wurden 2002/ 2003 in Flensburg gebaut, zwei weitere bei Harland & Wolff. Die „Anvil Point“ war dann auch das letzte Schiff, das auf der traditionsreichen Werft in Belfast gebaut wurde. Auftraggeber war die britische A.W.S.R. Shipping (firmiert jetzt als Foreland Shipping Limited), die vom Ministry of Defence den Auftrag erhalten hatten

    Kombinierte RoRo-Containerschiffe zu bauen und für 25 Jahre fürs MoD bereit zu halten, da dieses in den 90ern unter dem Mangel an kurzfristiger Chartertonnage zu leiden hatten. Bei Fahrten fürs MoD sind diese rein Britisch besetzt, in Friedenszeiten/ wenn diese nicht benötigt werden, agieren die Schiffe mit multinationaler Besatzung auf den zivilen Chartermarkt.

    Hier einmal kurz die wichtigsten Daten: Länge über alles: 193 m, Breite 26 m, Tiefgang max. 7,4 m, Tragfähigkeit 13 300 tdw, 2606 Spurmeter, Unterkünfte für 12 Passagiere, 2 Hauptmotoren MaK 7M 43 mit zusammen 12 600 kW.

    Für weitere Informationen zu diesem Schiff verweise ich auf Wikipedia. Dort ist auch eine Verlinkung zu einer Broschüre der Werft mit Zeichnungen zu diesem Schiffstyp zu finden.

    Ich baue hier das erste Schiff dieser Serie, die "Hurst Point". Aktuell ist eine Veröffentlichung nicht vorgesehen, da ich auf meine Anfragen per Mail keine Rückmeldung erhalten habe und mir am Telefon gesagt wurde, ich solle eine Mail schreiben. Und ohne Genehmigung werde ich den Bogen nicht weiter geben können (Ich verweise auf diese kürzlich erfolgte Diskussion: Lizenz für Firmenlogos).

    Los geht es mit dem Spantengerüst. Der Spantenabstand beträgt 2 cm. Das Hauptdeck bildet die Grundplatte. Um eine hohe Torsionssteifigkeit zu erhalten, wir der Längsspant durch zwei Stützen abgefangen. Zusätzlich habe ich einen Stringer in Höhe der Wasserlinie eingezogen. Dieser ist alternativ auch Teil einer potentiellen Bodenplatte für eine mögliche Wasserlinienversion. Hier die ersten Bilder:


    Viele Grüße

    Cariño

  • Moin in die Runde,

    zuerst einmal vielen Dank für die ganzen Daumen, die sich in der kurzen Zeit schon eingefunden haben. Und auch vielen lieben Dank an Renee für deine lobenden Worte.

    Hier geht es jetzt mit der Außenhaut weiter. Während ich das das Verfahren nach Neubert für das Überwasserschiff genommen habe, habe ich für die Unterwasserhaut nach der Butterbrotmethode abgewickelt. Dazu habe ich Proberumpf gebaut, der jetzt hier in der Ecke rum oxidiert. Die eingescannten Bauteile habe ich dann in CorelDraw durchgezeichnet und nach dem Probebau eingezeichnet.

    Hier der Proberumpf:

    Die Außenhaut besteht aus zwei Bögen fürs ÜWS und dreieinhalb Bögen fürs UWS:

    Zuerst die Laschen auf Höhe der Wasserlinie, Oben ist die Verdopplung fürs Deck ausreichend als Klebekante:

    Die einzelnen Segmente der Außenhaut forme ich gründlich vor, bis die sich von selbst ans Gerüst schmiegen.

    Zuerst klebe ich die Segmente achtern und am "Flensburger Knick" an. Ddas Mittelsegment habe ich mit etwas Zugabe gezeichnet, um eventuelle Ungenauigkeiten aus dem Bau ausgleichen zu können.

    Und hier das Tagewerk:

    Viele Grüße
    Cariño

  • Moin Hajo,

    da warst Du schneller als ich. Damit man als Nichtflensburger eine konkrete Idee von Renkes Rumpfkonstruktion haben kann braucht man "nur" den EGV- Rumpf anzusehen. Renke hatte dazu auf den "Flensburg-Knick" hingewiesen. Die strömungsgünstige Konstruktion soll sich übrigens eine ostasiatische Werft unter den Nagel gerissen haben.

    Gruß

    Ralph

  • Moin zusammen,


    vielen Dank für die ganze anspornenden Kommentare.

    Weiter geht es mit dem Unterwasserschiff. Das beplanke ich von achtern nach vorne. Wie immer gilt es gut vorzuformen. Eigene Klebelaschen sehe ich nicht vor, ich verbinde die Segmente mittels Butterbrotpapier, das ist dünner. Hier zeigt sich auch, dass ich mit der Butterbrotmethode noch nicht so vertraut bin. Hier und da sind die Segmente 0,5 zu groß und ragen etwas rüber. Aber abschneiden ist ja bekanntlich leichter als dran kleben, daher wird das schon werden. Hier zwei Bilder:


    Viele Grüße

    Cariño

  • Moin Renke,

    ich verbinde die Segmente mittels Butterbrotpapier

    ich hätte noch einen Tipp für Dich, solange Du noch nicht mit dem Butterbrotpapier verheiratet bist. Ich verwende Seidenpapier, das ist deutlich flexibler! Reißfestes - oder zumindest nahezu - findest Du in Schuhkartons bei Neukauf. :cool:

    Beste Grüße aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Moin Dirk,

    Moin Renke,

    ich hätte noch einen Tipp für Dich, solange Du noch nicht mit dem Butterbrotpapier verheiratet bist. Ich verwende Seidenpapier, das ist deutlich flexibler! Reißfestes - oder zumindest nahezu - findest Du in Schuhkartons bei Neukauf. :cool:

    Beste Grüße aus Hannover, Dirk

    vielen Dank für den Hinweis. Seidenpapier werde ich beim nächsten Mal gerne ausprobieren. Wobei ich mit meinem Papier auch noch keine Probleme hinsichtlich Reißfestigkeit oder mangelnde Flexibilität hatte.

    Viele Grüße

    Cariño

  • Moin zusammen,

    es geht weiter.

    Moin Renke,

    was ist das für eine UWS-Farbe? warst Du letzte Woche etwa im Vatikan? und hast Dich anstecken lassen? ;) :D ;) :D

    Na denn

    R.

    Ahoi Ralph,

    du kennst meine Schiffe, da wäre ich etwas enttäuscht gewesen, hättest du nichts gesagt. Kurz zur Einordnung, sonst habe ich immer Tonpapier genommen, wobei die Farbtonauswahl durch das Angebot beschränkt ist und ich dann irgendwas hübsches genommen habe. Zumal die anderen Schiffe manchmal nicht komplett vorbildgetreu sind. Hier bei diesem Schiff kommt nun erstmals alles aus meinem Drucker und ich könnte dir das Foto vom Original verlinken, welches ich als Farbquelle genutzt habe. Aber das würde dich ja nicht zufrieden stellen und tatsächlich hat die UWS- Farbe auch eine tiefere Ebene und da lagst du mit deiner Einschätzung schon nicht ganz verkehrt. Wie einigen bekannt ist, sind alle Krankenhäuser in dieser altprotestantischen Stadt seit Monatsanfang in katholischer Hand. Eine Institution, die hier oben über Jahrhunderte ausgestorben war. Und um dieses Vorgang zu symbolisieren, ist mein Unterbau ebenfalls in den Farben des Vatikans gehalten. Aber keine Sorge, ich habe mich nicht anstecken lassen und auch keine Absichten zu diesem Verein zu wechseln.


    Nun aber zurück zum Modell. Der Rumpf ist inzwischen geschlossen. Dazu habe ich mich Stück für Stück nach vorne durch gearbeitet und festgestellt, dass das Ergebnis für das erste Mal, dass ich die Butterbrotpapiermethode benutzt habe, schon akzeptabel ist. Zum Glück waren ein Teil der Segmente an einigen Stellen nur zu groß und nicht zu klein. Wegschneiden geht besser als dranschneiden. Beim Bugstrahlruder habe ich zuerst das Steuerbordsegment der Außenhaut vorgeformt und angebracht. Danach das Rohr durchgeschoben und den Propeller in die Mitte gepackt. Abschließend habe ich auch die Backbordseite geschlossen. Parallel dazu habe ich mit den beiden Verstellpropellern angefangen. Die kleinen Sortierkästchen sind schon eine echte Bereicherung auf meinem Arbeitsplatz.

    Viele Grüße

    Cariño

  • Moin Renke,

    schicker Rumpf, als Modell richtig elegant, könnte eine Kollegin der Finnjet sein.

    Ja, Johannes V.`s Kästen sorgen für Übersicht am Arbeitsplatz. Ne gute Idee.

    Thema Farbe: ich hoffe, daß sich konkret diese auf keinen Fall durchsetzt ( Es gibt dazu einen nicht druckreifen Spruch).

    Bis bald

    R.

    p.S: und daß da eine positive Zusage kommt, daß das Schiff als Modell herausgebracht werden darf !! wäre doch klasse!

  • Ahoi,

    zuerst einmal vielen Dank für die ganzen Daumen und den Beitrag von Ralph.

    ...

    schicker Rumpf, als Modell richtig elegant, könnte eine Kollegin der Finnjet sein.

    .....

    p.S: und daß da eine positive Zusage kommt, daß das Schiff als Modell herausgebracht werden darf !! wäre doch klasse!

    Tja, die Hoffnung, das von der Reederei noch was kommt, habe ich schon fast aufgegeben. Selbst auf das Angebot im Gegenzug zusätzlich noch eine einfache Wasserlinienversion in 1/500 für die Besatzung/ als Werbemodell für deren Verwendung zu konstruieren, gab es keine Reaktion. Sonst muss ich die auf Finnlinesoptik umändern. FSG NB# 719, indienstgestellt als "Longestone" und Nummer fünf dieser Serie, war ja eine Zeit als "Finnmerchant" unterwegs, fährt jetzt aber in Charter für die Niederländische Marine.

    Hier geht es erst einmal weiter mit den Propellern und den beiden Rudern. Zuerst die Wellenleitung gefertigt, dann in die Wellenhose gesteckt und das ganze aufgebockt. Und daran dann die beiden Verstellpropeller. Mit dem Farbverlauf der Propeller bin ich gut zufrieden.

    Die Ruder sind auf Höhe der Propellerwelle mit einer Costa-Birne ausgestattet, um Energie einzusparen. Um die Außenhaut für den Bock zur Lagerung der Ruderblätter abzuwickeln, habe ich ein Modell in 1/50 genutzt. Nach dem Einscannen das ganze entsprechend verkleinern und die Linienführung ist viel feiner und eventuelle Fehler entsprechend mit verkleinert. Viel Spaß beim Betrachten


    Viele Grüße

    Cariño

  • Moin in die Runde,

    zuerst einmal wieder vielen Dank für die ganzen motivierenden Daumen.

    Weiter geht es mit dem ganzen Kleinkram für die vordere Manöverstation. Von der Entstehung einer kombinierten Anker- und Verholwinde stelle ich ein paar mehr Bilder ein, um einen etwas tieferen Einblicke in den Bauprozeß zu gewähren.


    Zuerst enstehen der Getriebekasten und die Ankerwinde:


    Und parallel dazu dann die Verholwinde mit den beiden Trommeln.

    Und zuletzt der E- Motor, der Spillkopf der Verholwinde sowie die Stangen (in den Wäscheklammern) zum öffnen und schließen der Bremsen. Dies ist übrigens auch aus Karton ausgestichelt, welches ich nur entsprechend noch gepönt habe:


    Drei Ansichten der fertigen Winde. Im Hintergrund schon das ausgeschnittene Deck.


    Und hier dann das ganze Sammelsurium:


    Viele Grüße

    Cariño

    Edited 2 times, last by Cariño (March 7, 2026 at 1:20 PM).

  • Moin zusammen,

    wieder einmal vielen Dank für die ganzen Daumen. Hier geht es Schlag auf Schlag weiter, wie bei der FSG zu besten Zeiten.

    Zuerst haben ich das Deck aufgezogen.

    Danach kamen die beiden Aufbauten am Bug dran, die hauptsächlich als Lüfterschacht dienen, drauf.

    Auf diesem kam der Unterbau für die beiden Flume- Tanks (Im Modell nur zusammengefasst ohne Innenleben). Diese dienen dazu die Rollbewegungen im Seegang zu dämpfen. Hier zwei Videos zur Funktionsweise:

    Einmal als einfaches Modell:

    Flume Roll Stabilization
    Flume Roll Stabilization
    www.youtube.com

    Und einmal anhand eines Modells im Schleppkanal:

    Hoppe FLUME Tank Model Test on a 9000 TEU CV
    Enjoy the videos and music you love, upload original content, and share it all with friends, family, and the world on YouTube.
    www.youtube.com

    Anschließend die Außenhaut für die Back, Nachdem diese fest war kamen dann die ganzen vorgefertigten Kleinteile für die vordere Manöverstation aufs Deck.

    Nachdem dann ober der Deckel drauf war, habe ich schon einmal angefangen das Schanzkleid anzubringen. Dieses ist nur vorne, aber nicht über die ganze Länge direkt am Deck angebracht. Nach hinten wird es mittels Stützen gehalten. Zufälligerweise haben meine Lineale die Dicke, die ich zum Abstandhalten brauche. Also erst Streifen vorne befestigen, nach hinten abstützen und danach die ganzen Stützen angeklebt.

    Und hier der aktuelle Zwischenstand:

    Viele Grüße

    Cariño

  • Moin zusammen,

    Welch ein Jammer, daß man die schön gebaute Manöverstation gar nicht mehr sehen kann.

    An sich schon, aber komplett weg ist sie ja nicht. Man kann immer noch von achtern und von den Seiten durch die Öffnungen reinschauen. Und es gibt ja Fotos.

    Nun geht es weiter mit den Aufbauten, zuerst einmal wieder die schon vorbereiteten Teile ausdrucken:

    Und dann ging es los die Seitenteile vorzubereiten und Fenster auszusticheln. Auf der Steuerbordseite sind auf Höhe des Wetterdecks Stringer und Spanten einzuziehen.

    Die vorbereiteten Wände bilden dann einen Kasten.

    An den Seitenwänden sind an den Stellen, wo das Brückendeck nach außen raus ragt, kleine Aussparungen von ca. 0,2 mm Tiefe vorgesehen. So schließt das Deck bündig mit den Außenwänden.

    Brückeneinrichtung spare ich mir mal, da sieht man später eh nicht mehr viel bis gar nichts

    Womit wir folgenden Zwischenstand haben.


    Viele Grüße

    Cariño

  • Ahoi,

    zuerst einmal vielen Dank für die ganzen Daumen und an Dirk für deine lobenden Worte. Ich bin dadurch sehr motiviert euch nicht zu lange auf die nächsten Bilder warten zu lassen.

    Weiter ging es mit den Aufbauten. Diese brauchen noch ihre Ausstattung an Kleinkram wie Antennen, Lüftern, Rettungsinseln oder auch einem Proviantkran. Für den Mast habe ich mir eine Anleitung geschrieben, damit ich nicht vergesse, wie was gemeint ist. Als nächstes kommt dieser Block dann auf den Rumpf.


    Viele Grüße

    Cariño

  • Moin zusammen,

    nun sind die Aufbauten mit dem Rumpf verheiratet. Außerdem habe ich noch ein paar Modellmeter Reling und Schanzkleid verteilt. Ein kleiner Schritt, aber eine große Wirkung auf das Modell.




    Viele Grüße

    Cariño

  • Moin in die Runde,


    hier mal wieder eine Wasserstandsmeldung. Weiter ging es mit dem Schanzkleid vor den Aufbauten, den beiden Gangways sowie dem Kran. Der Sockel ist das einzige Bauteil mit innenliegenden Knicklinien, was ich habe. Um den Übergang Rechteck auf Rund hinzubekommen erschien mir dies die einfachste Variante.

    Den Kran habe ich mit Garn getakelt, von dem Vorgang habe ich ein paar mehr Bilder gemacht, wie ich die Fäden schrittweise spanne und unter Zug mit einem Klebertropfen fixiere. Es gäbe sicherlich auch andere Varianten, da muss jeder für sich selbst entscheiden, wie man vorgeht.


    Die Enden werden dann abgeschnitten und mitm Klebertropfen der Rolle folgend nach "Innen" weggesteckt.

    Vorne kam noch etwas Reling und die Backbord- und Steuerbordlaterne dran.


    Viele Grüße

    Cariño

  • Man man, Du haust ja n ganz schön Schlach rein!

    Wenn man so bedenkt, dass Du erst vor gerade mal drei Wochen in Bremen alle Spanten lose zusammen gesteckt hast!

    Schaut richtig gut aus!

    Viele Grüße

    Lars

  • Und wenn Du dann nochn Bild von schräg 30grad machst (von vorne und von achtern) , dann kann man glatt glauben man steht gegenüber an der Kante vom Volkspark und blickt auf die Werft mit dem schicken Neubau. Irgendwo in meinem Bilderfundus hab ich solche Aufnahmen vom 1:1 Schiff. Und auch vom Stapellauf von einem der Schwesterschiffe. muß ich mal rauskramen und Dir zeigen.

    Denk dran: Akkord ist Mord, da will ich Lars gerne Recht geben :D

    na denn

    Ralph

  • Die Idee mit dem "Laborgestänge" zum Gegenhalten beim Spannen der Takelage finde ich klasse! Es ist oftmals das Problem die Gegenspannung zu halten.

    Beste Grüße aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Die nördlichen und südlichen UWS-Fan-Pflöcke scheinen eingeschlagen. Jetzt müssen wir nur noch alle Kartonmodellbauer dazwischen missionieren, Renke!


    Gruß aus dem Süden

    Roland

  • ich hätte noch einen Tipp für Dich, solange Du noch nicht mit dem Butterbrotpapier verheiratet bist. Ich verwende Seidenpapier, das ist deutlich flexibler! Reißfestes - oder zumindest nahezu - findest Du in Schuhkartons bei Neukauf.

    Ich hätte da noch eine weitere Verbesserung.

    Langes GIZEH Extra FineZigarettenpapier nur 14 g/m², erstaunlich reißfest, 34 Blättchen, 106x38 mm +6 mm Kleberand, ca. 2,20€ an jeder Tanke.

    René

    Demokratie ist alternativlos!

    An opinion without 3.14 is an onion. You'll understand.

  • Moin zusammen,

    wo kommen denn auf einmal die ganzen Kommentare her? Das ist ja wunderbar. Vielen Lieben Dank euch allen für euer Lob und eure Anerkennung, Andreas und Jochen, Renee und Lars, Ralph und Dirk, Roland und René.

    Man man, Du haust ja n ganz schön Schlach rein!

    Wenn man so bedenkt, dass Du erst vor gerade mal drei Wochen in Bremen alle Spanten lose zusammen gesteckt hast!

    Schaut richtig gut aus!

    Naja, ich nehme mir die Zeit auch, weil ich das Projekt endlich abschließen möchte. Mit allen Vorbereitungen ging das ja schon letztes Jahr im April los. Alles ist schon einmal als Weißmodell probegebaut, daher kenne ich die ganzen Handgriffe schon.

    Und wenn Du dann nochn Bild von schräg 30grad machst (von vorne und von achtern) , dann kann man glatt glauben man steht gegenüber an der Kante vom Volkspark und blickt auf die Werft mit dem schicken Neubau. Irgendwo in meinem Bilderfundus hab ich solche Aufnahmen vom 1:1 Schiff. Und auch vom Stapellauf von einem der Schwesterschiffe. muß ich mal rauskramen und Dir zeigen.

    Denk dran: Akkord ist Mord, da will ich Lars gerne Recht geben

    Vom Volkspark hat man wirklich einen guten Blick auf die FSG, oder FSG Shipyard, wie die seit der Übernahme durch Rönner heißt. Und was heißt hier Akkord. Ich baue doch nur so 6 h am Tag, also eher Lifestyle- Teilzeit :whistling: Nichts im Vergleich zu meiner ersten Reise damals in der Ausbildung. Da war das Motto, wer im Monat nicht mindestens 120 Überstunden macht, ist als faul zu betrachten. Da hat man wenigstens noch was weggeschafft. Bei dem Tempo hätte ich schon das nächste Schiff fast fertig.

    Die Idee mit dem "Laborgestänge" zum Gegenhalten beim Spannen der Takelage finde ich klasse! Es ist oftmals das Problem die Gegenspannung zu halten.

    Das freut mich. Die Löthilfe/ Dritte Hand habe ich im Modellbauladen zum Spannen der Takelage gekauft. Ursprungsidee war, mit den Klemmen die Fäden zu halten, was aber nicht funktioniert hat, da die Fäden nicht gerade sondern gebogen in den Klemmen eingespannt werden. Wenn ich aber eine selbstschließende Pinzette nutze, um den Faden zu halten, und die Pinzette mit der dritten Hand halte, geht das auch. Diese Konstruktion nutze ich aber nur selten, wenn der Faden speziell zu führen ist.

    Die nördlichen und südlichen UWS-Fan-Pflöcke scheinen eingeschlagen. Jetzt müssen wir nur noch alle Kartonmodellbauer dazwischen missionieren, Renke!

    Modellbauer aller Länder, vereinigt euch! Wir stehen Seite an Seite zusammen im Kampf für vollständige Modelle. :thumbsup:

    Ich hätte da noch eine weitere Verbesserung.


    Langes GIZEH Extra FineZigarettenpapier nur 14 g/m², erstaunlich reißfest, 34 Blättchen, 106x38 mm +6 mm Kleberand, ca. 2,20€ an jeder Tanke.

    Vielen Dank für den Tipp. Als Nichtraucher habe ich nicht so die Berührungspunkte zu diesen Utensilien. Werde ich aber mal ausprobieren. Zigarettenpapier habe ich auch noch irgendwo liegen, ich werde mal nachschauen, ob das die gleiche Marke ist.

    Bilder kommen gleich.

    Viele Grüße

    Cariño

  • Ahoi,

    weiter geht es mit Kleinteilen. Erst einmal die letzten beiden Seiten ausdrucken:

    Davon habe ich zuerst das Freifallrettungsboot in Angriff genommen.

    Dazu habe ich noch einen kleinen Davit für die Rettungsinseln, die an Backbord kommen, gebaut.

    Viele Grüße und bis zum nächsten Mal

    Cariño

  • Moin zusammen,

    vielen Dank erst einmal wieder an die Daumengeber.

    Und schon geht es weiter, dieses Mal habe ich die Winden und Poller für die achtete Manöverstation. Wieder ein paar Kleinteile näher am Ziel.


    Viele Grüße

    Cariño

  • Bei dir bilden Insiderwissen + Gestaltungskraft eine sehr fruchtbare Koalition, Renke!

    Jedenfalls ist seit Bremen meine Begeisterung für deine innovative Modellbauarbeit ungebrochen.


    Zum Thema Butterbrot-, Seiden-, oder Zigarettenpapier als Verbindungslaschen für z.B. UWS-Segmente noch ein paar eigene Erfahrungswerte:

    Die o.g. Papiere eignen sich aus meiner Sicht fallweise sehr gut, für z.B. zusätzliche Laminierungen an stumpf verleimten Bordwandabschnitten, am Heck, oder ähnlichen Bereichen. Also überall dort, wo während des Klebevorgangs keine Relativbewegungen beider zu verbindender Bauteile mehr erforderlich werden könnten.

    Als Verbindungslaschen für beispielsweise UWS-Segmente erfüllen sie ihre Aufgaben aus meiner Erfahrung heraus nicht.

    Begründung.

    Verleime ich z. B. zwei UWS-Segmente, trage ich einen homogene UHU-Kraft Film auf die Kontaktlinie, die mit der Verbindungslasche des anschließenden Segments verklebt werden soll. Dann kurze Prüfung, ob der Kleber keine Antrocknungsstellen zeigt, gegebenenfalls Leim nachtragen. Dann wird das zu verklebende Teil mit ca. 2 - 3mm Abstand zur Trennnahtauf die Klebelasche aufgesetzt und vorsichtig in Richtung Trennaht geschoben. Exakt ausrichten, beidseitig gut Druck aufbringen, fertig.

    Aber genau diese Schiebebewegung, die verhindern soll, dass überflüssiger Leim aus der Trennnaht quillen kann, oder erforderlich Korrekturen, sind bei Papieren mit ungenügender Eigensteifigkeit (dazu zählen die o.g. Sorten) kaum möglich. Diese Papiere falten bei Verschiebungen oder erforderlichen Korrekturen oft ziehharmonikamäßig, was exakte Positionierungen der Bauteile meist unmöglich macht.

    Aus diesen Erfahrungen heraus und mit befriedigenden Ergebnissen, nutze ich für Eigenbau-Laschen ausnahmslos 80g/m² Kopierpapier.


    Gruß

    Roland

  • Moin zusammen,

    zuerst wieder vielen Dank an die ganzen Daumengeber sowie an Roland und Klaus für eure Beiträge. Ich kann deine Argumentation gut nachvollziehen, Roland. Bei diesem Modell habe ich die von dir gennanten Erfahrungen nicht gemacht, wobei ich selbstkritisch gestehen muss, dass es zwei Stellen gibt, wo ich zu viel Kleber aufgetragen habe und dieser dann hervor gequellt ist.

    Hier geht es nun weiter mit dem Fast Rescue Boat (den Probebau hatte ich an anderer Stelle schon einmal gezeigt). Weiterhin habe ich die Kleinteile aufs achtere Deck gebracht und die Davitanlagen fürs FRB sowie fürs Freifallrettungsboot gebaut. Viel Spaß beim betrachten.

    Viele Grüße

    Cariño

  • Moin zusammen,

    zuerst einmal wieder vielen Dank für die fleißigen Daumengeber. Hier gibt es nun ein paar weitere Bilder. Fertig sind die beiden Anker, von denen man leider auch nicht mehr so viel sieht, der Vormast, ein paar Niedergänge hoch zum Turtledeck. Weiterhin ist der Schornstein am entstehen.

    Viele Grüße

    Cariño

  • Ist das Vielleicht die graphische Darstellung eines Korbes zum Aufnehmen einer Leine? Solche Körbe gibt es zumindet auf Binnenschiffen.

    Ulrich

                                                                                   Artikel 1 GG:

    Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt