Schlepper BRAKE, K.-D. Brunßen, 1:250

  • Moin zusammen!

    Der Bau der beiden Schiffseinzelteile war durchaus interessant, nun wird aber wieder ein vollständiges Schiff entstehen!

    Da demnächst ein deutlich größerer Pott folgen soll, fehlt mir noch ein weiterer, leistungsfähiger, moderner Schlepper.

    Klaus-Dieter Brunßen hat mit seiner BRAKE, der Schleppreederei Lütgens & Reimers, Hamburg, ein passendes Modell konstruiert.

    Neben der BRAKE können wahlweise auch die PROMT (Baujahr 2013) und die PERFEKT (Baujahr 2014) gebaut werden.

    Technisch (auffindbare) Daten des Originals (ohne Anspruch auf Richtigkeit):

    Länge: 24.47 m

    Breite: 11,33 m

    Tiefgang: 5,54 m

    Pfahlzug: 71 Tonnen

    Geschwindigkeit: 13 Knoten

    Leistung: zwei Dieselmotoren mit 2100 kW, 1600 Umdrehung pro Minute

    Bruttoraumzahl: 268

    Baujahr 2014

    IMO 9684768

    Klaus-Dieters Modell-Umsetzung ist perfekt gelungen. Mal schauen, was sich mit einfachen Bordmitteln umsetzten lässt, ich bin gespannt...

  • Moin Lars,

    Ich wünsche Dir viel Spaß bei dem Modell. Vor längerer Zeit habe ich Klaus-Dieters Brake auch schon bauen dürfen. Ich hatte seiner Zeit auch hier im Forum einen Baubericht dazu geschrieben. Das Modell macht irre viel Spaß und ist sehr detailliert. Da kannst Du Dich austoben.

    Ich bin mal auf Dein Ergebnis gespannt, und werde den Bau natürlich gerne verfolgen.

    VG

    Christof

  • Ähnlich Fietes Baubericht der ACCURAT möchte auch ich mich zunächst für Eure "Vorschusslorbeeren" bedanken, denn bis jetzt ist hier ja nun wirklich nicht viel spannendes passiert :)

    Dank Dir Christof, dass Du an Deinen Baubericht der PERFECT erinnerst, da liegen jetzt auch schon wieder zehn Jahre dazwischen! Ich werde mit Sicherheit darauf zurückgreifen. Den Link zu Deinem Bericht möchte ich hier noch ergänzen, eine ausführlichere Beschreibung kann man sich gar nicht wünschen:

    [Fertig] Kontrollbau: Schlepper "Perfect", 1:250, Konstruktion: Klaus-Dieter Brunßen

    Ich versuche mich hier mal etwas kürzer zu halten und werde ab und zu über den Baufortschritt berichten. Die ersten Schnitte sind bereits getan.

    Aktuell härtet der Klebstoff in Ruhe unter dem Hauptdeck aus, die Lastprobe wird derzeit bestanden...

  • Mittlerweile ist der Rumpf dicht und auf dem Hauptdeck wurde die Innenverschanzung stumpf aufgesetzt.

    Klaus-Dieter empfiehlt in seiner Anleitung, die Bordwände zunächst vorzuformen und erst im Anschluss die Ankertaschen endgültig auszuschneiden.

    Hilfreich war für mich ein Schnitt an der leicht gerundeten Oberkante der Ankertasche, welchen ich vor dem Ausschneiden der Bordwände bereits vorbereitet hatte. Nach dem Runden brauchte ich nur noch die Seiten einschneiden und das Teil sauber entfernen.

         

    Hier die Ansicht mit den aufgesetzten Innenschanzteilen,

               

    sowie die Ansichten der Scheuerleiste und des Bugfenders.

               

    Aus den Teilen 14 - 14c entstehen die seitlichen Scheuerleisten. Zunächst werden verdoppelte Leisten angebracht, welche mit jeweils einem kleinen Streifen oben und seitlich abgedeckt werden. Darauf kommt anschließend Teil 14c, welches zuvor zu einem halbrunden Profil geformt wird.

    Die gesamte Rumpfsektion ist absolut passgenau und sollte mit etwas Ruhe verarbeitet werden. Mir ging es (mal wieder) nicht schnell genug und somit ist mir die Klebenaht der Stb. Bordwand am Bug unten minimal in Richtung Mittelspant verrutscht. Zu sehen ist davon später am fertigen Modell nichts, man sollte dem Keber aber (wie immer) genügend Zeit zum Aushärten geben, dann klappts besser! ;)

  • achtern habe ich die detaillierte Version gewählt und die innenliegenden Poller eingebaut.

    Weiß jemand warum diese Poller im Schanzkleid eingebaut sind? Wird eine mögliche Leinenführung nach achtern bei Vorausfahrt des Schleppers nicht zu sehr über den Winkel des Schandeckels belastet oder gespannt? Und gleich die nächste Frage, welche Funktion haben die vier waagerechten Pollerpaare seitlich, vorne und achtern? (hier auf dem Foto als weiße Punktmarkierungen achtern Stb und Bb zu sehen).

    Im weiteren Verlauf kam die Außenschanz am Heck hinzu:

                     

               

  • Ein weiteres spannendes Teil, die erste Heckfenderrolle befindet sich in Vorbereitung:

    Jedes einzelne Segment wird beidseitig eingeschnitten. In der Mitte sollen ca. 1,5 mm stehen bleiben...

         

    Die Rolle wird aus diesen drei Teilen zusammen gesetzt.

         

    Nach dem Kantenfärben wird nun langsam die gewünschte Form gerollt.

         

    Edited once, last by Lars G. (March 15, 2026 at 11:51 AM).

  • Moin Lars,

    sehr schön gebaut, gefällt mir sehr. Hab hier Bilder gefunden zu deinen "Pollern". Wenn du weit nach unten scrollst, findest du ein paar Bilder, wo die Innenseite der Heckpartie gut zu erkennen ist. Das sind , vermute ich, Entlüftungsventile, oben gehört eigentlich noch ein kleines Handrad drauf, das hatte ich weggelassen, zu klein.

    Viele Grüße

    Klaus-Dieter

    Edited once, last by Klaus-D. (March 14, 2026 at 11:59 PM).

  • Moin Klaus-Dieter,

    danke für die Erläuterung und den Link, damit kann ich etwas anfangen!

    Ich schaue mal in der LC- und Ätzkiste, ob sich da noch etwas brauchbares finden lässt :)

    Vielen Dank auch allen Begleitern hier im Bericht! Es freut mich sehr, dass auch dieses Thema wieder gut aufgenommen wird! - Schlepper geht anscheinend immer!

    Mit Bildern vom fertigen Fender kann ich aktuell noch nicht dienen, es müssen noch ein paar Segmente verklebt werden.

  • Der sonntägliche Werfteinsatz zeigt erste Fortschritte:

    Zunächst wurde der Spant mittig in die vorbereitete Rolle geklebt. Anschließend Segment für Segment am Spant befestigt, zuerst oben, danach unten. Die enden werden mit einer kleinen Scheibe verschlossen.

               

    Entgegen der Anleitung habe ich nun zuerst die Abdeckplatte (20c) an der Außenschanz befestigt und erst danach den Fender eingesetzt. Somit war ein Anschlag gegeben und ein fester Abstand zur oberen Kante definiert. Unten muss das Speigatt offen bleiben!

                      

         

  • Bevor es jetzt mit dem steuerbordseitigem Fender weiter geht, wurden noch vier Handräder ergänzt. Da es später kaum noch sichtbar sein wird, hier die Fotos dazu.

    (LC-Teil: HMV, Handräder, schwarz, Nr. 5013, Ø 1 mm)

               

  • Fiete war mit seiner ACCURAT und dem Schandeckel etwas schneller, auf der BRAKE konnte zumindest schon der hintere Teil aufgebaut werden.

    Die filigranen Streifen ließen sich problemlos mit einer 72er Klinge von Martor ausschneiden.

                     

  • Gestern Abend wurden dann noch die Stützen der vorderen Fenderrolle gegen die Innenschanz gesetzt. Selbst für den gerade einmal 1 mm hohen Streifen, welcher an der unteren Kante auf das Deck geklebt wird, ist eine minimale Aussparung an den Stützen vorgesehen. Da muss man schon sehr genau hinsehen, um diesen halben Millimeter an der Stütze überhaupt erkennen zu können.

               

               

    Im nächsten Schritt wird wieder geschnitten und gerollt. Ich bin gespannt, wie der Bugfender wird...

  • Tja, das mit dem Rollen ist so eine Sache, 37 Segmente wollen zusammengefügt werden, 17 sind bereits geschafft. Noch ein kurzer Überblick, dann ist Feierabend für heute!

    Der vorbereitete Bugfender, mit eingefärbten Kanten im Rohzustand. Die Segmente werden analog den Heckfendern beidseitig eingeschnitten, in der Mitte bleiben wieder ca. 1,5 mm stehen.

         

    Langsam und vor allem sehr vorsichtig wird der Karton nun gerollt. Hierfür kamen 20 cm lange Stricknadeln, mit 2,5 mm und 2,0 mm Durchmesser zum Einsatz. Gerollt habe ich lediglich "auf der Hand" bzw. auf dem Finger. Die gezeigte Rundung genügt zum Verkleben der Segmente.

          

    Um schnellstmöglich wieder eine gewisse Stabilität zu erreichen, habe ich von der Mitte aus wechselseitig mit dem Kleben begonnen. Zugegeben, mit einer gewissen Grundskepsis meinerseits ergibt sich jetzt tatsächlich langsam das, was ich mir vorgestellt – und Klaus-Dieter vorgesehen hat.

    Dass es umsetzbar sein muss, belegen die Modelle von Klaus-Dieter und Christof aufs eindrucksvollste! Also, nicht herumjammern, sondern einfach weiter drehen und abwarten, wie es wird... morgen! ;)

                      

  • Was für ein Geduldsspiel. Mein lieber Scholly!

    Weiterhin gutes Gelingen wünscht mit

    besten Grüßen aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Moin Dirk! Das Geduldsspiel hat ein Ende!!!

    Und was soll ich sagen? - gerade nichts - ich freue mich einfach nur, dass dieses Teil endlich fertig ist und den Bug der BRAKE ziert :)

    vorsichtshalber habe ich vor dem Anbau des Fenders dem Schanzkleid noch etwas schwarze Farbe verpasst, um später ja keine hellen Blitzer zu riskieren.

    ob es gelingt?

    ja. es passt wirklich!

                     

         

    Sorry, ich wollte bei diesem Baubericht ja "nur kurz" berichten, aber bei diesen spannenden Teilen sind es doch ein paar Fotos mehr geworden. Ist gerade meiner Euphorie geschuldet. :cool:

    Die optische Wirkung der Fender hat mich schon immer bei den bekannten Modellen von Klaus-Dieter fasziniert. Jetzt, wo das eigene Modell hier vor mir steht, und die eigene Umsetzung hinter mir liegt, ist das gerade noch einmal ein Grund, diese gute Konstruktion hervorzuheben. Klaus-Dieter, was Du hier erdacht hast, ist einfach genial! – oder anders gesagt: Das Teil ist einfach nur geil!!!

  • Moin zusammen vielen Dank für Eure Daumen und Kommentare, das motiviert ungemein!

    Der Bauabschnitt des Bugfenders wird mit den beiden oberen Abdeckstreifen komplettiert. Damit erhält der Rumpf sein finales Aussehen.

               

  • Als Nächstes folgt das Spantengerüst für die Aufbauten. Der Aufbau wird zunächst separat gebaut und erst später auf dem Hauptdeck befestigt.

    Weil die Fenster ausgeschnitten werden, bekamen die Spanten etwas Farbe verpasst. Im Anschluss wird das Brückendeck verklebt.

         

    Etwas aufwendiger wird jetzt wieder die Fertigung der Aufbauwand (Teile 29-j). Die genaue Beschreibung findet Ihr bei Christof (s. Link #6), hier nur ein paar Bilder:

                

               

    Zur plastischen Darstellung der Wanddicke werden im Bereich der Fenster verdoppelte Streifen hinterlegt.

  • Verglast wurde mit grauer Farbfilterfolie (Kartonmodell Gründling)

                     

    Stellprobe auf dem Deck:

         

    Eine kleine Lücke muss vorne beim Einschnitt des Niederganges geschlossen werden. Das lässt sich einfach mit einem 3 mm breiten Streifen lösen. Die gesamte Aufbauwand passt sehr genau auf das Spantengerüst. Verklebt habe ich zuerst die Frontwand und im Anschluss die Seiten, zunächst oben am Brückendeck, dann unten an der Grundplatte.

         

  • Moin Lars,

    Zur plastischen Darstellung der Wanddicke werden im Bereich der Fenster verdoppelte Streifen hinterlegt.

    hier werden Maßstäbe gesetzt. Es ist tatsächlich sehr plastisch und mit der dunklen Folie sehen die Fenster rrichtig gut aus.

    Beste Grüße aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Gestern nutzte ich die Gunst der (Sonnen)stunde aus, um noch ein paar Aufnahmen ohne Kunstlicht einzufangen.

    Nach der Stellprobe (ja es passt immer noch) wurde der Aufbau mit den Rettungsmitteln, den Planrollen für die Feuerschutzanlagen, Schaltkästen und beidseitigen Landstromanschlüssen aufgerüstet:

                           

    und der obligatorische Größenvergleich

  • Nach der Anleitung soll der Aufbau nun auf dem Hauptdeck verklebt werden. Ich fand es etwas einfacher, zuerst noch die Rückwand einzubauen, um das Teil besser ausrichten zu können.

    Ach hier wird das Bullauge oberhalb des Schaltkastens mit verdoppeltem Karton hinterlegt.

                     

         

    Als Nächstes folgen jetzt die beiden Abgasschächte, welche als profilgebende Teile gefaltet und stumpf zusammengeklebt die letzten Öffnungen des Deckshauses verschließen werden.

  • Als Nächstes folgt das Brückenhaus. Hier muß ich mir erst einmal Gedanken machen, wie ich die Scheiben möglichst sauber eingesetzt bekomme, heute wird das nichts mehr!

    Der zur Verfügung stehende Fensterrahmen bietet nicht gerade die größte Klebefläche. Etwas erleichtert wird das Ganze durch die Schablonen der Fensterflächen, welche auf dem Bogen 4 abgebildet sind.

    Zum Knicken der Bauteile kam wieder die Biegehilfe zum Einsatz.

               

    Auch hier bleibt es spannend, wie sich dieser Bauabschnitt realisieren lässt...

  • Moin Lars!

    Ich bereite mich gerade auf eine ähnliche Herausforderung vor und habe die Fensterrahmen vor dem Ausschneiden und nach dem Rillen schon chemisch versteift. Was ich plane: die Scheiben aus Geschenkpapier-Folie mit Klebestift (quillt nirgends heraus, zieht keine Fäden) von hinten aufkleben, die Rahmen dann verglast ausschneiden und erst dann in Form bringen. Die Spannung bleibt allerdings die selbe wie bei Dir!

    "Ich glaube nicht, dass der Shitstorm die Weiterentwicklung der Demokratie ist." (Wolfgang Schäuble)

    Wer "Remigration" wählt, wird "Endlösung" ernten.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Artikel 1 Grundgesetz)

  • Moin Lars,

    Kannst Du nochmal den Typ/ Hersteller der Biegehilfe benennen ? Ich komm auch immer mehr dahin sowas gebrauchen zu können. Die Vorführung in Bremen war durchaus überzeugend !

    Ansonsten ... wieder ein tolles Modell in einer Premiumwerkstatt ...

    Gruß von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Helmut B. : Den Viererpack "Einhorn" aus dem T€di für (ich glaube) 1,- EUR. Hatte ich mir eigentlich eher zum Zusammenheften mitgenommen, in der Erwartung "fällt sowieso gleich wieder ab" - statt dessen hat beim Abnehmen das angeheftete Teil gleich noch die Oberfläche der Unterlage mit abgerissen.

    Die Klebekraft mag sich noch verlieren, der Stift ist noch sehr frisch, aber falls das so kommt, habe ich noch 3 in Reserve. Und mit der Folie hat er nicht viel zu tragen, dafür kann ich aber voll-"flächig" den ganzen Rahmen verkleben.

    Wie gesagt: wird ein Versuch, ich habe keine Garantie, aber ich werde mal Bilder zeigen, wenn ich damit fertig bin.

    Zurück zu Lars...

    "Ich glaube nicht, dass der Shitstorm die Weiterentwicklung der Demokratie ist." (Wolfgang Schäuble)

    Wer "Remigration" wählt, wird "Endlösung" ernten.

    Die Würde des Menschen ist unantastbar. (Artikel 1 Grundgesetz)

  • Moin zusammen!

    die Fenster sind anscheinend über Nacht noch nicht von alleine fertig geworden, liegen hier immer noch so, wie gestern zurückgelassen - komisch :whistling:

    aber eine Antwort habe ich für Dich, Frank:

    Die Biegehilfen stammen von MasterTools, mit den Bezeichnungen:

    Photo Etched parts Bender (S), Best. Nr.: 09933 (58 mm * 58 mm)

    Photo Etched parts Bender (M), Best. Nr.: 09932 (58 mm * 79 mm)

    Photo Etched parts Bender (L), Best. Nr.: 099311 (161 mm x 79 mm)

  • Moin Lars,

    Das ist nicht nur bei dir so.

    Ausgeschnitten, vorgeformt und geknickt.

    Sogar eine offene Klebstoffflasche stand daneben - und was ist passiert?

    NIX !

    Ich hab sogar ein ganzes Wochenende gewartet.

    Meld dich nochmal deswegen wenn’s bei dir geklappt hat.


    Gruß aus Bremen

    Stephan