Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop, Faltplatte auf 1:250 skaliert
Zum Original:
Der gigantische Schiffsaufzug wurde in 5 Jahren von 1894 bis 1899 erbaut und am 11. August 1899 feierlich von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht. Das Ruhrgebiet entwickelte sich in dieser Zeit zum industriellen Zentrum dank der geförderten Steinkohle, die ideal zur Stahlgewinnung gebraucht wurde. Um die riesigen Mengen der hergestellten Industriegüter nach ganz Deutschland und in die Welt zu bringen brauchte man ein entsprechendes Verkehrsnetz. Über Wasserwege konnte dies erreicht werden. So entstand ein groß angelegtes Kanalnetz. Von Dortmund aus beginnend entstand der Dortmund Ems Kanal, der das Ruhrgebiet mit der Nordsee innerhalb Deutschland verband. 15 km von Dortmund entfernt musste eine Geländestufe von 13,5 m überwunden werden. Da Schleusen bei dieser Höhe bei der Schleusung viel Zeit brauchen entschied man sich zur modernsten technischen Lösung: einen „Aufzug“. Mit der Ein- und Ausschleusung und der Hubzeit wurden nur 45 Minuten benötigt. Zum dem war der Wasserverlust beim Schleusen sehr gering. Dies war wichtig, das Wasser über Dortmund hinzu geführt werden musste. Ab dem Hebewerk verzweigte sich das Kanalsystem in den weiterführenden Dortmund Ems Kanal, den Rhein – Herne Kanal, der quer durchs Ruhrgebiet führt, den Datteln Hamm Kanal und Weser – Datteln Kanal. Der Knotenpunkt wird offiziell Kanalkreuz Dattel genannt. Von den Schiffern und uns Anreinern wird es liebevoller Dattelner Meer genannt. Von der „Waltroper Loreley“ aus, einer kleinen Anhöhe, kann der Zusammenfluss von Rhein – Herne und Dortmund – Ems Kanal sehr schön betrachtet werden.
Über die technische Ausführung des Hebewerks kann man gerne bei Wikipedia oder bei der Website des LWL-Industriemuseum - Schiffshebewerk Henrichenburg nachlesen. Noch besser ist es im Museum des Schleusenparks die Funktionsweise des Hebewerks genau zu sehen.
Bis 1969 blieb das alte Hebewerk fast störungsfrei in Betrieb. Nach der Außerbetriebnahme verfiel die ganze Anlage zunehmend und sollte sogar abgerissen werden. Durch eine Bürgerinitiative konnte alles erhalten werden. Mit Übernahme des Hebewerks durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe wurde das Schiffshebewerk als Industriemuseum für die Nachwelt erhalten und kann von oben bis unten besichtigt werden.
Im Laufe der Zeit wurde der Schleusenpark erweitert. Ab 1908 wurde eine Schachtschleuse dazu errichtet, die 1914 in betrieb genommen wurde. Sie konnte eine größere Schiffskapazität aufnehmen und sicherte bei möglichen Störungen den weiteren Schifffahrtsbetrieb. Bis zum Ende der 1950er Jahre war diese Schleusungs - Kombination bis auf maschinentechnische Erneuerungen unverändert in Betrieb. Erst 1962 wurde ein neues Schiffshebewerk dazu in Betrieb genommen. 1989 wurde für die neuen und noch größeren Kanalschiffe eine weitere Wassersparschleuse mit einer Nutzungslänge von 190 m eröffnet.
Auch der gesamte Schleusen-park kann besichtigt werden. Es ist ein wirklich lohnendes Ausflugsziel!
Zum Modell:
Das Modell ist recht einfach gehalten. Bei meiner Vergrößerung will ich es detailreicher Gestalten. So soll der Wassertrog und das dazugehörige Trägerwerk extra gebaut werden.
Einige Impressionen eines Modells des Hebewerks habe ich mir in der Zwischenzeit bei Peter (Pitje) bei seiner
Hafenanlage Neu-Ulm, 1:250, diverse Verlage; Portalkran Hafen Karlsruhe, HS Design, 1:250
und bei Kurts (Mainpirat) Modell in 1:350, das ich bei der 56. Euregio (s. im gelben Forum) betrachten konnte, eingeholt.
Zuerst habe ich die Grundplatte ausgeschnitten.
Dann habe ich mich an den Trog herangemacht.
Hier stehen die Teilnehmer der AGK Vereinsversammlung von 2019 im Trog.
Die Innenwände konnte ich so belassen.
Für die Außenwände habe ich erst mal das grüne Trägerwerk weg retuschiert. Damit die Wandstruktur besser hervor kommt sind die Kästchen aus gestichelt und dann aufeinander geklebt.