Royal Navy Fregatte ANDROMEDA (Leander class) / 1:250/ Eigenkonstruktion

  • Hallo Modellbaugemeinde !

    Seit vielen Jahren schwirrt bei mir im Kopf die Fregatte der LEANDER-Klasse herum. Ich hatte immer gehofft, dass mir einmal ein Bauplan in die Hand fallen würde, aber das ist erst letztes Jahr soweit gewesen, als mir Wilfried einen Bauplan hat zukommen lassen. Was mich an diesem Schiff fasziniert, ist die Eleganz, mit der sich die LEANDER-Klasse vor allem von neueren Fregatten-Typen wohltuend abhebt. Wikipedia schreibt, die Silhouette der LEANDER-Klasse sei zum Symbol der Royal Navy geworden.

    Quelle: Wikipedia

    Die Fregatten der LEANDER-Klasse wurden ab 1963 in Dienst gestellt, von ihr wurden 26 Schiffe gebaut, nicht nur für die Royal Navy. Sie verdrängten 2.350 t und liefen max. 27 kn. Aufgrund der langen Laufzeit wurde die Bewaffnung und die Sensorik mehrfach geändert. Mein Modell wird sich an der ursprünglichen Konfiguration orientieren. Im Hinblick auf die U-Jagd waren die LEANDER-Fregatten von Anfang an mit U-Jagd-Hubschraubern ausgerüstet. Damit waren sie den deutschen Zeitgenossen (Köln-Klasse und Hamburg-Klasse) weit voraus.

    Ich habe mich nach längerem Nachdenken dazu entschieden, das Modell bis auf Spantgerüst und Decks aus grauem 120g-Tonerkarton zu bauen. Dafür sprechen zwei wesentliche Vorteile: Ich kann mir das lästige Kantenfärben sparen und der 120g-Karton lässt sich leichter runden, was bei den abgerundeten Deckskanten des Rumpfes hoffentlich eine große Hilfe sein wird.

    Schon beim Aufsetzen des Hauptdecks musste ich eine Ausrüstungsentscheidung treffen. Auf dem Achterdeck befindet sich in einer abdeckbaren Absenkung ein u-Jagd-Raketenwerfer. Die Abdeckung wurde bei Flugbetrieb geschlossen. Da ich aber einen Hubschrauber bauen will, bleibt auch bei meinem Modell die Abdeckung dicht. Mir ist im Hinblick auf Bewaffnung und Sensorik zwar noch nicht alles klar, aber das kann ja -vor allem mit eurer Hilfe- noch kommen.

      

    Ich hoffe, es gibt unter euch noch ein paar alte Säcke von Marineliebhabern, denen ich mit meinem Baubericht eine Freude machen kann.

    Henning

  • Moin Henning,

    endlich einmal eine Umsetzung der "ikonischen" Leander-Class. Mal sehen was ich das so finden kann.

    Liebe Grüße

    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.

    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Schon beim Aufsetzen des Hauptdecks musste ich eine Ausrüstungsentscheidung treffen. Auf dem Achterdeck befindet sich in einer abdeckbaren Absenkung ein u-Jagd-Raketenwerfer. Die Abdeckung wurde bei Flugbetrieb geschlossen. Da ich aber einen Hubschrauber bauen will, bleibt auch bei meinem Modell die Abdeckung dicht.

    Nur eine Kleinigkeit: Limbo ist kein raketenwerfer sondern ein (Dreifach-)Mörser.

    Und wegen des Hubis: Die Westland WASP gibts bei E-Card Models in Paket 1 und Paket 2.

    Wenn es jetzt raschelt und kracht, das bin ich mit meiner Chipstüte in der ersten Reihe. Die Leanders sind mir nämlich mit die liebsten Schiffe, schon seit ich als Zwerg zum ersten mal einen Airfix-Katalog in den Händen hielt und da drin das 1:600er Modell gesehen hatte!

    ROMANES EVNT DOMVS !

  • Schluchz!!!!!

    Seit Jahren sammele ich jeden Fetzen, den ich zu den Schiffen kriegen kann. Irgendwann wollte ich sie mal selber konstruieren. Auf youtube gibt es auch noch eine britische Fernsehserie, die auf einer Leander spielt.

    Gerade das Vorschiff scheint mir besonders herausfordernd. Ich bin sehr gespannt auf Dein Ergebnis und drücke die Daumen.

    Gruß

    Eberhard

    Scheiße ist, wenn der Pups was wiegt!

    In der Werft: V1102 Lützow (Mannheimer Modellbaubogen), Seenotkreuzer ERNST MEIER-HEDDE und HERMANN RUDOLF MEYER-Klasse der DGzRS (Passat-Verlag)

  • Hi Henning

    I apologise for writing in English (I am unfortunately in a hurry) but hope that Google translate will help you understand what I am saying.

    The Leander Class is on the Paper Shipwright "possible" list but it is probably never going to be something I design. So I am pleased to see your model.

    A book I would recommend is 'Modern Combat Ships 1: "Leander" Class'. This link will give you the ISBN etc. :-

    https://www.abebooks.co.uk/Leander-Class-…/31402989179/bd. Lots of history, lots of photo's (including showing the decks) and information on weapons and radars, etc.

    I look forward to seeing progress on the model.

    Greetings

    David

  • ... Ich hoffe, es gibt unter euch noch ein paar alte Säcke von Marineliebhabern, denen ich mit meinem Baubericht eine Freude machen kann...

    Aber und wie!!

    Wie oft bin ich auf einem dieser Schiffe gewesen, wenn die Hamburg besuchten und "open ship" war...

  • .... auch ich bin dabei ... klaro

    Auf der Werft: EGV Ffm; Fregatte Braunschweig

    Meine letzten fertigen Modelle:

    S.M.S Nassau, F216 Scheer, MS Wappen v Hamburg, S 13, S 100, P 6059 Jaguar,
    KWdGr mit UWS, A 63 Main, S72 Puma, WFS Planet, St. Lorenz Nürnberg; HMCS Agassiz; PzKanBt Natter; Hermes; SMS Breslau; MS Clement; MS Iserlohn; Dio Kleine Werft; W4,W8,W21,W22; P 6148 Löwe; A 52 Oste; MS Finnmarken; LKr Nürnberg; MS Mellum; Z 1; Tender Donau; Grumman Albatross; Fairey Gannet; BiMiSuBo Freya und Amazone; Frg Brandenburg

  • Ich habe mich sehr über euer großes Interesse und eure Hinweise gefreut !

    Zunächst habe ich das Deck mit einem neuen dunkleren und nicht mehr so blauen Ausdruck überklebt. Die dadurch entstandene etwas höhere Kante zu Bordwand ist kein Beinbruch, weil vor diese Kante später die Ätzteil-Reling geklebt wird.

    Der gerundete Übergang zwischen Deck und Bordwand wird durch ebenfalls gerundete Verbindungslaschen sichergestellt.

    Die Rumpfform ist im Bugbereich recht kompliziert. In der Wasserlinie verläuft die Bordwand konkav, auf Höhe des Decks konvex. Der Stringer sollte die Spannung der zweidimensionalen Krümmung etwas mindern. Trotzdem ist der Rumpf nicht ganz beulenfrei, was auch an dem dünnen 120g Tonerkarton liegt.

      

    Der Buchstabe und die Ziffern der taktischen Kennung haben einen weißen Rand, den ich nicht drucken konnte. Deshalb habe ich die Kennung auf weißem Papier ausgedruckt und aufgeklebt.

  • Es ist mir gelungen, die Beule am Bug (Stb.) zu beheben. Ich brauchte dafür nur die Bordwand da, wo die Beule war, von der Grundplatte zu trennen, und schon hat sich die Bordwand zurecht gezogen. An Bb. habe ich die beiden Abwicklungsstreifen nacheinander an das Spantgerüst geklebt. Daduch entstanden weniger Spannungen, die beim ersten Versuch zu den Beulen geführt haben.

      

  • sehr schön, gefällt außerordentlich

    Liebe Grüße

    Robi

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.

    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Solche Übergänge vom Deck zur Bordwand bedingen immer Kompromisse. Es sei denn, man arbeitet später mit Acrylfeinspachtel und schleift; und legt zur sauberen Abgrenzung der Kanten noch ein separates Deck auf - was manchmal durchaus der Realität entsprechend .. Ablaufrinnen. Den Rumpf anschliessend bemalen oder mit der Luftbürste farbig behandeln - hängt immer von Bulleyes ab, aber in diesem Falle wäre es kein Problem. Ich scheue mich vor solchen Aktionen - bisher. Was die Beule angeht, hin und wieder hilft eben doch ein L-Profil auf der Grundplatte an kritischen Stellen.

    Ich habe bei Tonpapier immer die Schnitt- und Begrenzungslinien auf 50 Prozent Tonwert schwarz gesetzt ...

    Gruss

    kartonskipper

    MAGA: Make America Go Away :thumbup:

    Und die Geschichte meines Fletchers ist hier zu lesen: D170 alias Z1

    Edited 2 times, last by kartonskipper (January 31, 2026 at 6:58 PM).

  • :thumbsup: So Senkrechtstarter sind immer eine sichere Bank. :thumbsup:

    Es macht Spaß Deinem Bericht zu folgen.

    Beste Grüße aus Hannover, Dirk

    Kun dat nich sien as dat mutt - mutt dat sien as dat kun

  • Moin Henning!

    Großartige Konstruktion und Ausführung!

    Neben dem markanten Vorschiff und den "lustigen" 11,4cm-Doppeltürmen fand ich die einmalige Brückenkonstruktion von den Leander-Fregatten immer besonders bemerkenswert: Komplette Rundumsicht von der geschlossenen Brücke aus und in die Nock geht es jeweils ein halbes Deck den Niedergang runter. Eigentlich eine tolle Idee. Ich wüsste zu gerne, welchen Nachteil das hatte, denn das war offenbar eine einmalige Sache.

    Weiterhin frohes Gelingen!

    Gruß

    Eberhard

    Scheiße ist, wenn der Pups was wiegt!

    In der Werft: V1102 Lützow (Mannheimer Modellbaubogen), Seenotkreuzer ERNST MEIER-HEDDE und HERMANN RUDOLF MEYER-Klasse der DGzRS (Passat-Verlag)

    Edited once, last by Eberhard H. (February 5, 2026 at 9:34 PM).

  • Richtig schöne Silhouette

    Jean Luc Picard ( USS Enterprise): Die Summe der Intelligenz auf dem Planeten bleibt immer gleich, nur die Bevölkerung wächst.

    Andere haben Flugzeugträger, wir haben die Gorch Fock.

    I´m a Billiever, #17, Go Buffalo

  • Ich habe jetzt das Vorschiff bis zum Aufbau fertiggestellt. Neu sind die beiden Wellenbrecher, hinter denen sich ein paar Lüfter versammeln. Meine Hoffnung, dass die stark ins Augen fallende Kante zwischen Deck und abgerundeter Bordwand durch die vorgeklebte Reling weitgehend überdeckt wird, hat sich einigermaßen erfüllt. Auch die Klüsen lenken ein wenig ab von der schwierigen Rundungs-Konstruktion. Nur eine Stelle an Bb. gefiel mir nicht. Hier musste ein alter Fender ran, um den wenig befriedigenden Übergang zwischen Bordwand und Deck zu vertuschen - meine Art von Qualitätsmanagement !

      

  • Dear David !

    Thank you very much for your information about the railings in the area of the flight deck ! As you know, the origin of my model ist a plan of the ANDROMEDA. This plan shows usual railings on either side of the flight deck. I was sorry about this, because the New Zealand-fregates of the leander-class looked very good with the collapsible netting, and because I have a metal plate of a flight deck railing. So I was glad to install them.

      

    Thanks again

    Henning

  • An der Brückenfront sind beidseitig Gestelle, deren Funktion mir unbekannt ist. Sie könnten etwas mit dem Geschütz zu tun haben.

    Auf dem Bootsdeck sind neu: Die Positionlaternen, der Scheinwerfer, die 6 Rettungsinseln, ein Antennenhalter, die Davits, zwei Spinde, der Täuschkörperwerfer, nochmal zwei Rettungsinseln und darüber weitere zwei Spinde.

      

  • Ja, ich denke auch, dass das abklappbare "Galgen" für das RAS-Manöver-Geschirr sind (Spanwire-Verfahren). Die Übernahmestation für z.B. Kraftstoff wird wohl zwischen Geschützturm und Brückenfront sein und dann mit einem entsprechenden Übernahmestutzen mit Schnelltrennkupplung ausgerüstet.

    HaJo

    Exercitatio artem parat! Es lebe der Zentralfriedhof.......

  • Moin,

    diese "Galgen" finden sich auch bei der "Oliver Hazard Perry"-Klasse.

    Sie werden im Generalplan als "Hinged Outrigger" für die "RPNSM-Station" beschrieben.

    Ich vermute dahinter verbirgt sich die Replenishment-Station an der Vorkante Brücke und mit Hilfe der Galgen wurde die 'High-Line' gespannt.

    Thomas