P-40E in 1/33 von Halinski

  • Dieser vor über 20 Jahren erschienene Bogen weist bereits viele der typischen Eigenschaften eines ausgewachsenen Halinskis auf:

    --hohe bis sehr hohe Detaillierung

    --vorzüglicher Druck mit dezenten Gebrauchsspuren

    -- hohe Passgenauigkeit (denke ich)

    Aktuelle Übersetzungsprogramme erlauben eine weitgehend klare Übertragung des polnischen Textes. Es wird sich zeigen, wie aussagekräftig dieser ist.

    Eine Schwäche ist leider zu konstatieren: Die Bildanleitung ist eine Zumutung. Die stark verschatteten 3D-PC-Bilder machen es schwer den Anbringungsort aller Teile zu erkennen.

    Mit Bezug auf die Bildanleitung beginne ich den Baubericht mit einer Entschuldigung: 2022 erhielt ich ein pdf-Dokument mit dem Namen "Halinski P-40 Montagezeichnungen". Hier hatte sich jemand die Mühe gemacht, sämtliche Skizzen zu überarbeiten, was deren Lesbarkeit dramatisch verbessert hat. Aber leider habe ich vergessen, wie ich an diese Datei gekommen bin.


    Was für ein Schatz die üb erarbeitete Anleitung ist, zeigen einige Gegenüberstellungen:

      


      


    Cockpit (Teile 1-9)

    Das mit römisch I gekennzeichnete Gerüst wird zunächst nur bis zum Teil Ig zusammengesetzt. Danach muss die Bodenplatte arabisch 1 eingesetzt werden, auf sie kommen dann die Teile Ih und Ii.

    Hier sehen wir die Bodenplatte beim Probesetzen:


    Ein bisschen mulmig kann einem beim Blick auf die Teile 1h werden – diese bleiben weiß. Sind sie nachher wirklich nicht mehr sichtbar?

        

    Zur Sicherheit vorne einfärben, das Grün muss noch besser durchgeschüttelt werden. Manchmal hilft bei den Valejo-Farben nur einen Tag auf den Kopf stellen.


    Ist arabisch 1 montiert, kann das Gerüst abgeschlossen werden:

    Auf die das eigentliche Cockpit hinten abschließende Platte Ia kann vor deren Montage schon 1a geklebt werden.

    Im Vordergrund des vorhergehenden Bilds Teil 1e, das noch auf Ii zu kleben ist.

    Edited once, last by Zaphod (January 25, 2026 at 8:34 PM).

  • Bei verschiedenen Teilen findet sich ein Symbol und der Hinweis „zuschleifen“. Gemeint ist, dass hier eine Kante des Teils schräg geschliffen werden muss. Der Sinn dieser Operation besteht darin, dass keine Kante des Gerüstes so (über)steht, dass sich später beim Aufziehen der Rumpfhülle Dellen oder Rillen ergeben. Leider geht weder aus den Bauskizzen noch aus der Textanleitung („Das Gerüst wird sorgfältig geschliffen.“) klar hervor, welche Kante dies ist, also muss man sich jeweils in die entsprechenden Teile hineindenken. Ich persönlich bevorzuge hier den Schnitt mit schräg gestellter Klinge. Dieser ist natürlich nur so möglich, dass die Schräge von oben nach unten verläuft, d.h. dass das Teil nach unten hin schmaler wird.

    Hier sieht man das entsprechend mit Schräge ausgeschnottene Teil Ii, man beachte den Übergang zur Platte Ig ganz vorne, dort wird die Anschrägung sichtbar:

      

    Ein Blick von oben, die Teile 3/3a kommeen auf die beiden runden Markierungen, die beiden Striche im rechten Winkel zueinander markieren den Platz des Steuerknüppels und die beiden kleinen runden Markierungen links zeigen, wo der Sitz des Piloten verankert wird.

    Aber noch ist Teil 1 nicht abgeschlossen, es fehlen die beiden Fußrasten des Piloten. Die Konstruktion ist klar genug, mit einer Ausnahme: die eigentlichen Fußrasten 1d müssen unten gerollt werden, so dass ein Kreis entsteht, der exakt von dem auf den hochzuklappenden Seitenteilen abgedeckt wird.

    Die Originalanleitung lässt einen hier optisch ziemlich im Stich (Die Textanleitung schweigt sich ganz aus):

    Wie man sieht, hatte ich zuerst gedacht, dass die Seitenteile von 1d nach hinten zu knicken sind (was bei dem recht dicken Karton ohnehin ein abenteuerliches Unterfangen ist, aber da man das Ganze später kaum sieht, habe ich aufs Abtrennen und stumpf wiederankleben verzichtet)

    Die überarbeitete Anleitung macht es klarer:


    Vorsichtig um einen Draht rollen und rückseitig stumpf verkleben, danach die Seiten hochklappen und verkleben:

       

    Teil 1b wird zu einer Art Kantholz verklebt und die verdoppelten Teile 1c mit Sekundenkleber stumpf unter dieses geklebt:

    Dann werden die Fußrasten im richtigen Winkel eingesetzt, bei Original ließen sie sich sicherlich nach Bedarf des Piloten verstellen

    Und eingesetzt:

    Wie das Bild zeigt, sind auch schon die beiden "Deckel" 3/3a aufgeklebt

  • Noch ein Bild der montierten Fußrasten:


    Der Steuerknüppel (Teil 2):

    Wie man sieht, sind sind zu den 11 Kartonteilen drei Stangen aus Draht oder Polysterolstäbchen zu fertigen.

    Über deren Farbgebung war ich mir unschlüssig. Ich habe die eigentlichen Steuerknüppel oliv gefärbt und die am Boden verlaufenden Stangen metallic:

    Die Kartonteile:


    Der Zusammenbau beginnt:

        

    Auf drei Teile reduziert:


    Stange "C" mit dem Steuerknüppel verbunden:

      

    Der kleine graue Kasten vorne am Steuerknüppel saß nicht exakt gerade und musste noch einmal abgenommen werden.

    Wie die Bauskizze zeigt, soll die Stange „C“ mit einem Streifen „2c“ ummantelt werden und das Ganze dann in die nach unten zeigende Gabeln „2d/2e“ geklebt werden. Das kommt niemals hin. Wie das vorhergehende Bild zeigt, habe ich schon das Innenteil der Gabel „2e“ in drei Teile zerlegt (links unten). Von diesen wurde das Mittelteil weggelassen. Trotzdem passte „C“ gerade so rein.

    Auch der vorgegebene Abstand der beiden Teile „2g“ ist etwas zu klein, um die Stange „B“ glatt passen zu lassen.

  • Und auch die Stange "B" mit ihrer Halterung 2g/2h ist an Ort und Stelle:


    Der montierte Steuerknüppel:

      


      

    So weit ist die P40E erst einmal gediehen. Wie einige der Bilder zeigen, ist auch der Sitz des Piloten in Arbeit.

  • Servus Zaphod!

    Wünsch Dir viel Erfolg bei dem Bau! Meine P-40 ist ja schon eine Zeit lang her, daher erinnere ich mich auch nicht mehr an alle komplizierten Stellen und basteltechnisch würde ich inzwischen wohl auch das eine oder andere anders machen. Den Flieger gibts bei mir noch in der Vitrine, aber die Farben sind leider bereits etwas heller geworden, daher empfehle ich, je nach späterer Aufbewahrung, dem Modell ein Lackfinish (Zaponlack) zu spendieren.

    Lufteinlass ist tatsächlich etwas tricky, aber machbar, gerade für Dich mit Deiner Erfahrung seh ich kein Problem. Die hinteren Cockpitscheiben bei der Wölbung habe ich auch noch in Erinnerung, da muss man sich die passende Technik überlegen. Ansonsten: Halinski vom Feinsten - gute Detaillierung, aber noch nicht gar so überdetailliert wie manch neuere Modelle. Mir hat der Bau damals jedenfalls Spaß gemacht.

    Falls es eine Hilfe ist, hier ist mein inzwischen schon recht alter Baubericht!

    Liebe Grüße,
    Walter

  • Moin Zaphod,

    ich soll mir das gar nicht anschauen, mir juckt's auch schon wieder halinskimäßig in den Fingern, obwohl ich noch drei angefangene Baustellen liegen hab' :pinch:

    Schön, daß du dich dieses Fliegers in deiner gewohnt ausführlichen Berichtsweise annimmst :thumbsup: Mit dieser Hilfestellung schaffe ich ihn vielleicht auch nochmal bis zum Ende erfolgreich hinzustellen 8o Das wäre dann Versuch Nr. 3, bei mir :pinch:

    Ich schau' mir das jetzt trotzdem an, obwohl ich das gar nicht sollte 8|

    ;)

    Gruß,

    Daniel.

  • Hallo Walter,

    vielen Dank für Deinen Überblick über die P40, Deinen Baubericht habe ich als Referenz in meiner Lesezeichenleiste, er wird sicher manchen guten Tipp hergeben.

    Die Scheiben hinter dem Cockpit sind auf jeden Fall der erste kniffelige Punkt.

    VG

    Zaphod


    Hallo Daniel,

    jetzt machst Du mir etwas Angst, zweimal bis Du die P40 angegangen? Dann dürfte die doch recht trickreich sein.

    VG

    Zaphod

  • Heiho,

    ach, cool...
    Diese Mühle hatte ich auch irgendwann mal. Was ich dann gebaut hatte, war die Aleuten.Version von Grzelczak (? Glaube ich...) und eine silberne von Cycinski (glaube ich).
    Ich bin gespannt.

    Is das Kunst, oder kann das wech?

  • zweimal bis Du die P40 angegangen? Dann dürfte die doch recht trickreich sein.

    Ach, I wo :D Einmal hab' ich mich mit dem Halinskibogen blöd angestellt und der Rumpf hat sich nach vorne hin seitlich verzogen :pinch: Liegt jetzt aber schon ein paar Jahre zurück, das Ding ist nichts für Anfänger, dazu ist der Lufteinlauf mit dem Gebiss dann doch ein Bisschen zu schwierig. Und der zweite Versuch war mit dem Card Army-Reprint, wo der Druck so eine "Qualität" hat, daß sich beim Bauen die Farbe abrubbelt :cursing: Da hatte ich dann auch keinen Bock mehr...

    Da stecken keine allgemeingültigen Fehler drin, glaube ich. Das war mein eigenes Kopfkino, warum das nicht geklappt hat ;(

    Gruß,

    Daniel.

  • Weiter im Text, Teil 4, der Sitz des Piloten.

    Beim Pilotensitz wird zuerst derselbe zusammengesetzt -seine Rückseite sollte oliv gestrichen werden-, anschließend werden die Stangen „D“ und „E“ auf seine Rückseite geklebt und dann folgen die diversen Gurte. Das olive Innenteil der dreieckigen Schnallen kann ausgestochen werden, allerdings sieht man davon später nichts mehr.

    Der Sitz, die Seiten erst einmal hochklappen, dann genau ausschneiden, so klappt es besser:

    Teile des Sitzes in der Vorbereitung:

        


    Der Sitz ist zusammengesetzt, es folgen die Gurte:

      

    Auf dem rechten Bild sieht man das ausgestochene Dreieck beim Gurt.

    Die Stangen "E" in der Vorbereitung:

    Die Punkte auf zwei Gurten können ausgestochen werden, ich habe allerdings darauf verzichtet.

    Der fertige Sitz:

        

    Die runden Markierungen für die Enden der Stangen „E“ auf dem Cockpitboden sollten überstrichen werden, es ist sehr schwer, hier eine exakte Deckung zu erzielen und dann drohen Blitzer.

    Edited once, last by Zaphod (February 2, 2026 at 12:43 PM).

  • Noch ein paar Bilder vom fertigen Sitz:

        

    Und hier kommt er hin:

    Die Markierungen für die Stangen "E" sind übermalt.


    Der montierte Sitz, mittlerweile war auch schon das Paneel an der linken Seite fertig und durfte probesitzen (es passt splendid):

      

  • Die Seitenpaneele 5L und 5R werden mit etlichen Kästen, Instrumenten und Streben, u.a. der Teilgruppe 9-9b, versehen.

      

    Die Paneele selber gleich passend wölben und diese Wölbung durch die Montage der Teile 5a und 5b fixieren.

       


    An den Rändern die weißen Flächen übermalen, um Blitzer zu vermeiden:

    Und dann mit den entsprechenden Kästen etc. bekleben

    Links:

      


    Die Köpfe der Schalthebel wurden wieder mit Weißleim aufgetropft, um dabei gut an die Hebel zu kommen, wurden diese mit Überlänge ausgeschnitten, die Kanten gefärbt und dieser "Rohling" dann stumpf auf ein Stück Papier geklebt:

  • Hier einmal der kleine Schaltkasten mit dem gelben Hebel aus der Nähe:


    Das rechte Paneel:

      


    füllt sich:

    Wie man sieht, wurde die Strebe 5a hier nicht gleich angebracht, denn ich hatte Bedenken, ob der Kasten 5j glatt zwischen die Streben passen würde - in der Tat wurde es d eng, so dass es gut war, die Strebe erst nach 5j zu montieren.

    Rechtes Paneel fertig:


    Doch Vorsicht, es darf noch nicht montiert werden.

    Zuerst muss der Hebel "G" auf den Boden des Cockpits geklebt werden:

    In der Entstehung:

      

    Fertig:

  • Der kleine Schaltkasten 9 sollte erst in der Endmontage angebracht werden, bei geschlossener Kanzel 44 unmittelbar vor deren Montage.

    Hier die Teile:

    9c kommt auf eine der Leisten 6. Es wäre besser gewesen, 9c als "6d" zu führen.

    In der Montage und fertig:

        

  • die Frontpartie ist in der Tat respektheischend, ich hoffe, ich packe das.

    Trocken Anpassen, sachte arbeiten, immer alle Markierungen prüfen und im Zweifel nochmal einen kleinen Schleif am Spantengerüst machen, dann wird das schon. Die Konstruktion hat ja nix an Problemen.

    Ich war damals fahrig, hatte es zu eilig und dann ist mir eine Markierung verloren gegangen, womit das Schlamassel seinen Lauf nahm. Außerdem hab' ich die Tragflächenhinterunterkante vermasselt. Die hat auch weiter nix, ist aber schwierig zu Formen . Aber mit etwas Erfahrung in den Knochen ist das alles machbar...

    Gruß ,

    Daniel .

  • Bei der Führungsschiene für das Cockpitdach (Teilgruppe „6“) lässt einen die mitgegebene Bildanleitung vollkommen im Stich (Und die Textanleitung beschränkt sich auf „Kleben Sie die umgekehrt L-förmigen Elemente 6-6c gemäß den Montagezeichnungen auf.“ Höre ich da einen hämischen Unterton?)

    Zum Glück sieht das bei der überarbeiteten Anleitung ganz anders aus:

          

    Aus je 4 Streifen ist eine "L-förmige" Komponente zu bilden. Bei den Streiben 6b und 6c empfiehlt es sich, die Pfeile neben den Teilen auf deren Rückseite zu übertragen und diese zuerst nur die Teile für L oder R auszuschneiden, um Verwechslungen zu verhindern.

    M.E. ist es keine gelungene Konstruktion, die Teile 6 und 6b hätten auch ein Teil bilden können, das zu knicken wäre. Danach hätte man die Teile 6a und 6c auf die weißen Flächen kleben können.

    Die Teile:

    Rechte Seite in der Vorbereitung:


    Die senkrecht stehenden Paneele 6/6a in der Montage, zuerst wurden nur 6L bzw. 6R eingeklebt. Ich dachte, dass ich so an 6a ggf. erforderliche Korrekturen vornehmen konnte, aber die Ausrichtung von 6 wurde durch dieses Vorgehen erschwert, so dass ich es nicht empfehlen kann.

    Die Teile 6a montiert, rechts auch schon 6b/6c aufgeklebt:

      

    Damit war ich bei der Instrumententafel angelangt. Diese bereitet mir etwas Kopfzerbrechen.

    Edited once, last by Zaphod (February 2, 2026 at 8:41 PM).

  • Erhebliche Probleme bereitete mir Teil 7. Dies betraf die Positionierung des eigentlichen Armaturenbretts (7e/7f) unter seiner Abdeckung (7c/7d).

    Hier einmal die Teile:

      

    Und die Anleitung:

      

    Wie man sieht, stellt die Montage der Teile 7 bis 7b kein Problem dar. Diese bilden die Wand, an und auf der die Abdeckung 7c/7d anzubringen ist.

    Doch die entscheidende Frage bleibt: Wo genau ist die Instrumententafel 7e/7f unter die Abdeckung zu kleben und

    Die übersetzte Anleitung hilft hier nicht wirklich weiter:

    „Kleben Sie die Instrumententafel Teil 7f auf das mit Karton beklebte Teil 7e. Wir kleben die Teile der Instrumententafelabdeckung 7c und 7d zusammen und kleben dann von unten die Tafel 7e, 7f auf. ACHTUNG! Die Tafel sollte nur im oberen Teil mit Teil 7c in Kontakt kommen.

    Demzufolge sollen die beiden schrägen Seiten der Instrumententafel NICHT an die Abdeckung geklebt werden. Ich halte dies für nicht machbar. Die entstehende Klebung ist viel zu schwach.

    HInzu kommt, dass die Abdeckung des Armaturenbretts wohl in verschiedene Richtungen gebogen werden muss, leider ohne entsprechende Markierungen an den Teilen.


    Die Innenseite dieser Abdeckung (grün) weist eingerückt einen Doppelstrich auf, hier gehört wohl das Armaturenbrett hin. Günstiger wäre eine komplette Markierung gewesen, da das Armaturenbrett wohl nicht senkrecht unter die Abdeckung gehört, sondern schräg.

    Hier können wir schwach die Doppelstrichmarkierung auf der Innenseite der Abdeckung erkennen. Ich habe deren MItte ausgemessen und mit einem winzigen Tupfer heller Farbe merkiert, um beim Kleben einen genauen Ansatzpunkt zu haben.

    Die Verbindung von Abdeckung und Armaturenbrett (für das übrigens keine Verglasung vorgesehen ist) gestaltete sich schwierig. Das dicke Teil 7c/7d ließ sich nur widerspenstig in die korrekte Form biegen und hielt diese nicht.

    Schlussendlich wurde das Armaturenbrett auch an die Seiten der Abdeckung geklebt und hinten mit zwei Klebelaschen und einem Pappklotz versehen, um überhaupt eine haltende Verbndung zwischen beiden Teilen herzustellen:

      

    Das Probesitzen im Cockpit zeigte ein weiteres Problem:

    Die markierten Abschnitte der Seiten waren zu breit, um ins Cockpit zu passen, sie bogen sich nach vorbe, da dies später fast unsichtbar ist, habe ich nichts weiter unternommen.


    Es wäre schön gewesen, wenn sich die Anleitung darüber geäußert hätte, wie sich der Kontakt zwischen den beiden vorstehenden schrägen Flächen der Teile römisch I-h zum Armaturenbrett verhält. M.E. muss dieses die Schrägen vollständig abdecken, allerdings reichte das Armaturenbrett (zumindest bei mir) nicht tief genug in das Cockpit. Vielleicht hätten die Schienen 6b/6c nicht AUF, sondern AN 6/6a geklebt werden sollen. Römisch I-h wurde entsprechend beschnitten.

  • Soweit ist die P-40E gediehen, jetzt geht es an den Rumpf.

    Hier soll recht bald (Teil 11) der vordere Teil der Kanzel montiert werden. Ich hatte mir für das Modell keinen Kanzelsatz besorgt, wenn ich mir aber Teil E und die dazugehörige Schablone ansehe, könnte dies zu einer Herausforderung werden:

    Hier einigermaßen zu erkennen, der dünne Rahmen für das Vorderteil der Kanzel, formgebend wirkt der sicherlich nicht.

    Die Schablone:

    Das Einsetzen der Platte aus Panzerglas (S3 und S4) verkompliziert die Sache noch.

  • Das Cockpit ist mit Teil 7 fürs Erste fertiggestellt.

    Gebaut wurde noch das Reflexvisier (Teil 8), das aber erst in der Endmontage angeklebt werden wird.

    Hier ergab sich ein Problem, wie die Skizze zeigt, müssen die Teile 8 und 8c, an denen das Visier ans Instrumentenbrett geklebt wird, genau in einer Linie enden.

    Das tun sie mitnichten, 8C steht viel weiter über:

    Da hilft nur Anstückeln bei 8:


    Charmant ist ansonsten noch das vierfach zu rillende und knickende Teil 8e (und das mit dem recht dicken Halinski-Karton):

    Und Teil 8b verlangt die von mir abgelehnte Wickeltechnik. Hier wurde stattdessen eine hohle Röhre geformt und der Überstand weggeschnitten:

      

    Das fertige Visier:

      

    Und rechts am oberen Rand des Cockpits fehlte noch eine Kurbel:


      

    Aus zwei Polysterolröhrchen erstellt und passend bemalt.

  • Nach dem Cockpit wäre recht bald die Kanzel 11 dran, aber die stelle ich erst einmal zurück. Sieh wird ohnehin erst in der Endmontage angebracht werden.

    Nun also der Rumpf in der Mitte und nach hinten, d.h. die Teile 10 sowie 12-15.


    Probleme

    Mit den Teilen 10 und 12 beginnt die Beplankung des Rumpfes und damit stellt sich die alte Frage: Wo und wie sauber ausrichten? Da ich mit den Möglichkeiten, die Teil 10 bietet, nicht glücklich war, hinten kann man es m.E. nur ahnen und vorne verschiebt sich alles leicht und gerne, zumindest beim trocknen Anhalten, wurden zuerst beide Teile erstellt. Tatsächlich erlaubt Teil 12 m.E. einen klaren Ansatz: Oben muss das Profilteil Ia exakt abgedeckt werden.

    Aber zunächst zur Erstellung der Teile:

    Beim Teil 10 wundern die je zwei Teile 10a und 10b.
    Ohne den Bericht von Walter wäre ich hier aufgeschmissen gewesen, denn weder Bild- noch Textanleitung geben einen Hinweis auf deren Platzierung. Diese Teile müssen zunächst paarweise aufeinander und dann mit der grünen Seite nach oben innen in den Bogen von 10 geklebt werden. Abgesehen davon, dass das Aufeinanderkleben von zwei identischen Teilen zum Zweck der Verdopplung immer eine schlechte Idee ist, war mir die ganze Idee nicht geheuer. Immerhin entsteht so ein ziemlich dicker Abschnitt, der das saubere Aufkleben von 10 auf das Spantengerüst deutlich erschweren kann.

      


    Bei Teil 12 bieten die beiden einzulassenden Scheiben die größte Herausforderung. Halinski liefert hierzu die Schablone S-5, ein riesiges Teil, mit dem man die ganze obere Hälfte von 12 auskleiden soll.

      

    Dies war mir absolut nicht geheuer. Solche Teile sperren gerne wieder auf, auch hätte man die Abdeckungen 12aL und 12aP ganz auf das Plastik kleben müssen (auch noch stumpf, das hält nie und nimmer).

    Stattdessen wurden mit einem aus 12 ausgeschnittenen Profil von 12a als Schablone zwei am Rand umlaufende ca. 1,5mm breitere Teile aus Folie geschnitten. Das erste aus einen sehr dünnen Verpackungsfolie, das zweite aus einer Overheadfolie.

    Diese Teile wurden mit Uhu vorsichtig aufgeklebt. Hinter sie kommen die Teile 12a, doch die stumpf auf das Plastik zu kleben, funktioniert nicht. Auch in den anderen Bauberichten wurde diese Vorgabe von Halinski als riskant empfunden. Deswegen erhielten die Teile 12a hinterklebte, ca. 3mm breite Rahmen aus einer Kopie des Bogens auf dünnem Papier. Das gab eine anständige Klebefläche und die gewünschte Stabilität. Wie sich zeigte, war die dünnere Folie durchaus nicht leichter zu handhaben und klebte zudem auch lange nicht so gut am Uhu.

    Die erste angebrachte Folie:



    Hier der aus einer Kopie erstellte Rahmen für 12a:

     

    Und beide Teile verbunden:


    Das Ergebnis ist nicht unbedingt überwältigend, die dünne Folie war keine gute Wahl:
       






  • Das solchermaßen vorbereitete Teil 12 -es kamen noch zwei Klebelaschen hinzu, die vier Stege 12b und 12c folgten allerdings erst später- ist wegen der Plastikteile recht sperrig anzupassen, auch wenn man das eigentliche Teil gut vorgeformt hat. Der Knackpunkt waren bei mir die oberen Kanten der Fenster, hier lösten sich Folie und Papier angesichts der erforderlichen leichten Rundung wieder voneinander und es musste nachgeformt werden, um den unschönen Anblick einigermaßen zu verdecken. Verklebt wurde bei 12 eine Seite nach der anderen.

      


    Die linke Seite wird verklebt:

    Sehr erfreulich ist die hier Passgenauigkeit, der Bogen von 12a schmiegt sich auch ohne Kleber schon sehr gut in die Ausnehmung des Profils Ia:


    Da musste nur noch ein wenig Weißleim appliziert werden und das Ganze passte.


    Der obere Steg musste noch etwas nachgerundet werden, da drückten sich natürlich leicht die Kanten der Scheiben bzw. der von mir hinzugefügte Rahmen durch:


    Die rechte Seite von 12 angeklebt, der untere Rahmen des Fensters ist nicht ganz sauber gelungen:

      

    Und noch unangenehmer, das unterschiedlich dicke Plastik der Scheiben erzeugt eine unterschiedliche Wölbung des angebrachten Teils 12:

  • Um die Hälften von 12 möglichst so zu positionieren, dass das Teil unten schließt, musste erheblicher Zug ausgeübt werden, das führte zu Einrissen bei 12 unten, allerdings kann man das gut hunnehmen, der gesamte Abschnitt unter der dünnen horizontalen Linie unterhalb des Tigers wird später von den Kehlblechen verdeckt.

    Unten schloss das Ganze eher knapp, aber auch hier ist später alles unsichtbar:


    Teil 10 schließt sich nun vorne an. Hier zeigten schon Trockenproben, dass verschiedene Ecken dieses Teils bei der Montage in verschiedene Richtungen arbeiten würden. Insbesondere Teil 10 vorne glatt an das Profil Ig anzupassen, sollte sich als schwierig herausstellen. Montier wurde in folgender Reihenfolge: Hinten rechts Teil 10 exakt an 12 anpassen und bis zur Kante des Instrumentenbretts verkleben. GRÜNDLICH durchtrocknen lassen. Teil 10 vorne über das Cockpit ziehen und auf der linken Seite den Übergang zu 12 kleben. Hierbei muss erheblicher Zug auf 10 ausgeübt werden, damit der glatte Übergang zu 12 gelingt. Danach 10 vorne an Ig kleben, rechts unter beginnen und sich abschnittweise vorarbeiten.

    Der Übergang von 10 zu 12 links:


    Vorne abschnittweise verkleben:

    Und die in verschiedene Richtung wirkenden Kräfte schlugen auf dem letzten Abschnitt zu, ein hässlicher Knick entstand:


    Es wurde versucht, diesen abzumildern, indem er aufgeschnitten und eine Winzigkeit Material von den Schnittlanten entfernt wurde. Anschließend Kanten färben und das Ganze vorsichtig andrücken. Ob es besser aussieht?

      

    Naja, schön ist anders. Hoffenlich gelingen mir die Segmente nach hinten ohne weiteren Fehler.

  • Hallo Till,

    ja, besser ging nicht, bin noch mit einem Stab ein paar Mal rübergerollt, um das Ganze möglichst flach zu bekommen.

    Liegt definitiv an mir, nicht an der Konstruktion.

    VG

    Zaphod

  • Jaja, der Teil des Rumpfes ist ein Hund, die Fenster hinten haben mich damals schon recht gehunzt. Aber glaub mir, da Du das jetzt gut geschafft hast, ist der Rest vergleichsweise relativ einfach. Die gewölbten Teile innen mit Laschen zu befestigen ist eine gute Idee, würde ich sicher bei einem Neubau auch aufgreifen. Die stumpfe Verklebung hält wirklich schlecht und hat sich damals bei mir auch gelöst - von der Konstruktion vom Hr. Halinski nicht so glücklich gelöst. Ansonsten gilt hier wie bei allen Halinskis: wer genau baut, kann sich auf die Passgenauigkeit verlassen, Fehler werden aber leider bestraft und sind dann nur schwer auszumerzen - aber bei Dir mach ich mir keine Sorgen!

  • Moin Zaphod,

    ich habe meinen alten Baubericht gefunden (Klick!!!). Ich erinnere mich, daß ich diese innere obere Cockpitumrandung damals vergessen hatte, worüber ich mich maßlos aufgeregt habe :pinch: :whistling: Dem Problem, dass du hattest, bin ich allerdings nicht begegnet, vielleicht war mein "Weglassen" dieser Teile ja ursächlich dafür, daß das Problem nicht aufgetaucht ist ?( Nur so eine Vermutung, es ist aber auch schon lange her, dass ich da dran war 8|

    Gruß,

    Daniel.

  • Hallo Walter,

    danke für die anerkennenden Worte !

    Ich hatte gehofft, heute bis Teil 15 nach hinten zu kommen, aber gerade die Nr. 15 ist kniffelig. Da ich die Maschine im Flug baue, setze ich die Öffnung für das Spornrad zu und verzichte auf das entsprechende Innenleben. Damit habe ich mir aber die Frage eingehandelt, wo genau die Profilscheiben III und IIIb hinkommen.

    Wenn ich die Fotos von Deinem Modell richtig deute, schließt IIIb das Segment 15d hinten NICHT bündig ab, sondern steht von dessen Ende 2-3mm vorne.

    Kann es sein, dass IIIb etwas zu groß ist, um hinten glatt in 15d zu passen? Trocken habe ich es jedenfalls nicht so reinbekommen, dass es 15d schließt.


    Um das einmal mit Bildern zu erklären:

    Die rosa eingekringelten Abschnitte bilden einen Überstand, der das Seitenruder umgibt (aber nicht mit ihm verklebt wird)

    Und der sehr krakelig umrandete Abschnitt wäre dann der Bereich, wo die Scheibe IIIb eingeklebt wird?!

    Die Anleitung gibt hier leider nichts her.

    Edited 2 times, last by Zaphod (February 15, 2026 at 5:32 PM).

  • Hello Seo,

    you bet they are!

    The second one shows where IIIb fits in, now this is perfectly clear. I still have the impression IIIb is too large. I have made copies frim 95% down and will produce some smaller parts and try which one gives a smooth fit.

    And the photographs from the undercarriage, I needed to know, how the openings for the cartridges look like, now I know, they will be cut open and possibly need some kind of frame at the edges.

    KInd regards

    Zaphod

  • Zaphod

    I recommend when you made this part do not cut out the hole for the landing gear bay.

    You would need this part because it is a frame part as well.

    Just put this part without cutting out the hole.

    It could be your frame when you glue the landing gear bay cover.

  • Hello Seo,

    unfortunately it is too late. I cut out the outer part already. I hope I can despise of the inner part with exception to its front part which I will need to connect parts 14 and 15.

    I need to experiment with some shrunken parts IIIb and hope to post some progress in a couple of days.

    KInd regards

    Zaphod

  • Hi Zaphod!

    Normalerweise würde ich sagen, ändere nichts am Halinski Bogen, der muss stimmen, aber bei dem Heck Endteil hatte ich wohl auch meine Schwierigkeiten, die habe ich schon verdrängt - steht aber letzten Endes auch in meinem Bericht von damals. Der Endspant ist wohl wirklich zu groß, sonst hätte ich da nicht auch den Spalt auszwickeln müssen...
    Bin Dir hier leider nicht die große Hilfe, der Bau ist doch schon lange her...

  • Hallo,

    Die sich nach hinten anschließenden Rumpfsegmente 13-15 sollten eigentlich Routine sein. Dennoch waren hier einige Probleme zu verzeichnen.

    Ärgerlich finde ich, dass die Anleitung nicht erwähnt, wie weit die Profilscheiben eingeschoben werden sollen. Wie wir alle wissen, kann es hier auch bei exaktem Ausstechen zu leichten Abweichungen von der Ideallinie kommen (abgesehen von der Frage, ob außerhalb, auf oder innerhalb der Begrenzungslinie zu schneiden ist). Das wiederum führt dazu, dass so eine Scheibe bezüglich ihrer Positionierung schon 1-2mm Spiel haben kann.

    Warum stellt das ein Problem dar? Wird eine Profilscheibe zu weit nach hinten geschoben, kann sie das Segment etwas weiten, so dass sich das anschließende Segment nicht mehr glatt auf die Klebelasche schieben lässt. Ich hatte dieses Problem beim Übergang von 13 zu 14. Hier ergab sich oben eine optisch unschöne Aufwellung.

    Hier zuerst das aufgesteckte Segment 13:

      

    Für die korrekte Ausrichtung der Profilscheibe II ist es hilfreich, auf beiden Seiten eine Linie zwischen den beiden Orientierungspunkten zu zeichnen und natürlich auch auf der Innenseite der KLebelasche eine entsprechende Markierung anzubringen.

    Vor der Montage (14/15 sind nur gesteckt), bei 15 fehlt noch das Innenleben:

    Steckproben verhießen nichts Gutes, deswesen wurde in II eine FLäche ausgeschnitten, in der Hoffnung, durch leichten Druck auf 13 ließe sich dem entgegenwirken:

    Das nicht sonderlich befriedigende Ergebnis:

         

      

    Oben erzeugt die zu weit hinten sitzende Profilscheibe dann ein echtes Problem.

    FAZIT: Ich persönlich bevorzuge eine Konstruktion, bei der die Scheiben an die Kante der Klebelasche hinten im Segment stoßen soll. Das erlaubt eine exakte Positionierung und schließt gleichzeitig das Risiko, dass die Scheibe nicht gleichmäßig auf einer Linie geklebt wird.