Moin zusammen,
wie gestern geschrieben, ist das Schnellboot fertig und steht wohlverwahrt im Regal. Und wie zum Abschluss des WIESEL-Berichtes geschrieben geht es mit dem nächsten Modell Richtung Nordfriesland…
Seit einem gemeinsamen Besuch beim „Tag der Seenotretter“ in Maasholm im Sommer 2023 ist einer unserer Enkel ein absoluter Fan der DGzRS. Als die Familie im weiteren Verlauf des Jahres 2023 wieder mal bei uns zu Besuch war und die Jungs natürlich auch meine Modellvitrine inspizierten, kam prompt von besagtem Enkel die leicht empörte und typisch norddeutsch Feststellung: „Opa, du hascha gar kein Modell vonne Seenoodrädder!“
Diese - leider absolut zutreffende - Aussage führte damals zunächst einmal zu dem Bau des Rettungsbootes HÖRNUM (siehe hier) für besagten Enkel. Und während ich mich in der Zeit danach zunächst einmal um die SANTA INÉS gekümmert habe, blieb natürlich die Aussage meines Enkels im Hinterkopf hängen. Warum also nicht eines der etwas moderneren Fahrzeuge der DGzRS in Angriff nehmen? Der HMV-Bausatz, aus dem die HÖRNUM stammte, ist ja eher eine Sammlung von altgedienten Fahrzeugen der DGzRS, sozusagen „Rettungskreuzer-Urgestein“; alle schon a.D.…
Ich hatte mir den Bausatz seinerzeit tatsächlich nur zugelegt, weil mit dem Erwerb eine Spende an die DGzRS verbunden war...
Der Passat-Verlag hatte hingegen durchaus modernere Fahrzeuge auf seiner Angebotspalette; u.a. einen Bausatz mit den Rettungskreuzern ERNST MEIER-HEDDE (28-m-Klasse) und HERMANN RUDOLF MEYER (23-m-Klasse). Und auch Passat führte für jeden verkauften Bausatz einen Betrag als Spende an die DGzRS ab; seinerzeit ebenfalls ein gutes Argument, sich den Bausatz zuzulegen.
Fragt sich also nur, welches der beiden Schiffe man als Erstes in Angriff nimmt. Eine Art „Auslöser“ war ein Moment bei unserem Föhr-Urlaub im März 2025. Als wir am Abreisetag am Fähranleger in Wyk standen, lief die ERNST MEIER-HEDDE von der Station Amrum ein und machte gegenüber vom Fähranleger beim Hafenamt fest. Ich stieg kurz aus dem Wagen und machte ein paar Aufnahmen - auch für den o.g. DGzRS-Fan -
…
…und damit war für mich dann auch klar, welches Modell als erstes aus besagtem Bausatz umgesetzt wird: es wird die ERNST MEIER-HEDDE, das Typschiff der 28-m-Klasse.
Ein paar Angaben zum Original: Das Schiff wurde bei Fassmer in Berne gebaut, ist 27,9 m lang, 6,2 m breit und hat einen Tiefgang von 1,95 m. Angetrieben wird es von zwei Dieselmaschinen mit einer Leistung von 3.916 PS (2.880 kW), die dem Schiff eine maximale Geschwindigkeit von 24 kn (44 km/h) verleihen.
Das Schiff verfügt auch über ein Tochterboot, die LOTTE. Das Boot ist 8,2 m lang, 2,9 m breit und hat einen Tiefgang von 0,80 m. Angetrieben wird das Boot von einem Motor mit einer Leistung von 231 PS (170 kW), der dem Boot eine Geschwindigkeit von 19 kn (35 km/h) verleiht.
Die Besatzung besteht aus 4 Personen. Das Schiff wurde 2015 in Dienst gestellt und ist seitdem in Amrum stationiert.
Genug der Vorrede, gehen wir es an. Der Kiel ist gelegt…
…weiter geht es demnächst - wie üblich - mit dem Spantengerüst.
Bis demnächst in diesem Theater, beste Grüße aus dem halbhohen Norden
Fiete