Die BR 38 auf Basis von A. Pirling

  • So, los geht's mit der BR 38 (Ruhrtalbahn aus Bochum)…

    Nachdem ich die 10 Seiten Lok sowie 6 Seiten Tender auf 1:45 skaliert hatte,

    ging's ans Eingemachte. Die Räder wollte ich in 3D darstellen, wodurch einiges umkonstruiert werden mußte.

    Und weil ich ein paar Pappröhrchen (Ø6,5 außen, Ø3,5 innen) beim Aufräumen fand, kam mir der Gedanke an Achsen mit beweglichen Rädern.

    Auch das mußte konstruktiv umgesetzt werden. Begonnen hab ich dann wie bei meiner ersten Lok (BR 23) mit den Rädern vom Tender.


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Dann mußte der Kasten für das erste Drehgestell gebaut werden.

    Dann wurden die Räder montiert und die Spannung stieg.

    Yepee... - die erste Achse lässt sich schon mal drehen.


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Es folgten die Räder der zweiten Achse und danach der Test. Und was soll ich Euch sagen?

    Potzblitz das Drehgestell lässt sich auf den Schienen fahren.

    Ich melde mich wieder, wenn das zweite Drehgestell auch soweit ist.

    Bis dahin sind noch Arztbesuche und eine Jahresabschluss Fahrt vom Square Dance nach Gifhorn geplant.

    Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

    Edited once, last by Reinhard Fabisch ().

  • Hallo Reinhard,


    Eine Pirling P8 mit detaillierten Rädern in 1:45 ... ein Volltreffer, ich bin sehr interessiert.

    Wünsche gutes Gelingen und viel Spaß beim Bau. Das erste Drehgestell sieht super aus !


    Beste Grüße von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Was für eine Teileschlacht für ein "paar" Eisenbahnräder...


    Wow Hut ab.


    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Weiter ging's mit der ersten Achse vom zweiten Drehgestell.

    Und nun geht's zur Clubfahrt über's Wochenende nach Gifhorn :D

    Bis nächste Woche, Euer Renee


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

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  • Die zweite Achse...

    Eigentlich alles wie schon gehabt.

    Und da stehen sie nun, die zwei Drehgestelle für den Tender.

    Und nun muß ich flugs noch eine Nikolaus-Katze für Schatzi bauen.

    Euer Renee


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Federn, Bremsen usw...

    All diese Teile, sowie auch die Halterung dafür wollte ich, genau wie die Räder in 3D erstellen. Anders hätte das auch einen Stilbruch ergeben.

    Dazu mußte es wie immer zuerst konstruiert werden. Eine Change mich mit der neuen Corel Draw Version SE 24 einzuarbeiten.

    Dann wurden die Teile gedruckt und geschnitten. Danach ging's Stück für Stück an den Zusammenbau.

    Dabei hätte ich fast die Halterung verkehrt herum angebaut. Zum Glück viel es mir auf, bevor der Leim abgebunden hatte.

    Das wurde umgehend korrigiert und nun passt alles. Damit ist das erste Drehgestell komplett.


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Jetzt noch das Drehgelenk und fertig. :thumbsup:

    Nächste Woche geht's an den Aufbau.

    Bis dahin, Euer Renee


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Jetzt wurde zunächst eine Skizze gezeichnet, wie ich die Drehgestelle mit dem Rahmen verbinden könnte.

    Und zwar insoweit beweglich, dass sich der Radius meines gebogenen Schienenstranges befahren ließe.

    Dazu mußte der Rahmen allerdings überarbeitet werden. Dann ging's an den Zusammenbau.

    Zuerst die Drehgelenke durch den verstärkten Boden des Rahmens einführen.

    Dann die Sperrscheibe aufkleben. Sie verhindert das "Rausrutschen" der Drehgestelle beim Anheben.

    Darauf wurde der Drehpunkt gesetzt. Er gibt die Distanz zwischen dem Boden des Rahmens und dem Drehgestell an.

    Hier wäre ein größerer Durchmesser, wegen des möglichen seitlichen Schaukelns besser gewesen.

    Abschließend wurde der Rahmen mit der Rahmenteil-Oberseite (Unterseite des Wasserkastens) geschlossen.


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Nun fehlten noch die Werkzeugkisten, die rechts/links neben und unter dem Rahmen montiert sind.

    Und damit ist das nächste Etappenziel erreicht. :thumbsup:

    Gruß, Euer Renee


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Wasserkasten und Kohlenwanne...

    Zunächst wurden alle Teile ausgeschnitten, wo nötig Kantengefärbt und gerillt.

    Los ging's dann mit den verstärkten Innenteilen des Wasserkastens.

    Die wurden nun, hinten und vorne auf den Rahmen geklebt. Dann die Seitenteile.

    Es folgten die Schotte und danach konnten die Flächen von Außen beklebt werden.

    Bei den Seitenteilen hab ich noch eine Typenbeschreibeng hinzugefügt, die ich im Netz gefunden hatte.

    Dann war der obere Abschluß mit dem Ausschnitt für die Kohlenwanne an der Reihe.

    Dabei wurden auch gleich die umlaufenden Ränder eingeklebt.


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  • Der Kohlenkasten gestaltete sich danach als etwas schwierig. :S

    Für die Schräge im Boden mußte ich eines der Schotten einschneiden und anpassen.

    Bei den Seiten fehlten mir zusätzliche Klebelaschen an den Schotten, was sich leider erst beim Einbau und Verkleben bemerkbar machte. :sleeping:

    Auch das Einkleben des Bodens war mit Schwierigkeiten verbunden, weil man an die dafür vorgesehenen Klebelaschen nicht mehr heran kommt.

    Und da mir das Ganze doch etwas zu windig erschien, habe ich es zusätzlich an den inneren Kannten verleimt. ;)

    Das wirkt zwar etwas unschön, wird aber später von der Kohle verdeckt. Vermutlich geht's hier erst nach den Feiertagen weiter.



    Und nun Allen eine frohe und hoffentlich friedliche Weihnachtszeit, :thumbsup:

    Euer Renee


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  • Weiter geht's...

    Vorne wurden die beiden Kästen und das Podestbrett angebaut.

    Hinten gab's den Einfüllstutzen, ein Brett und eine Werkzeugkiste. Die wurde mit zusätzlichen Türen versehen.

    Dafür kann ich den roten Drucklufttank weglassen. Der ist beim Tender der Ruhrtalbahn so nicht vorhanden.

    Weiter ging's mit den Lampen, wobei die dritte ergänzt werden mußte.

    Dann wurde die Pufferbohle bestückt. Wobei der linke Puffer, vom Heck ausgesehen, ballig sein sollte.


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Dann kam der Haken mit der Kupplung.

    Bei meinem Schienenbus war es mir gelungen, die beweglich zu bauen. Das wollte ich hier wiederholen.

    Zunächst alle Teile ausschneiden und die Gelenke mit einer kleinen Bohrung versehen.

    Durchmesser ca. 0,8 mm. Den Haken, bis auf die Klebelaschen, auf insgesamt ca. 1,5 mm verdoppeln und zusammenkleben.

    Danach alle Teile mit 0,8 Drahtachsen zusammenbauen. Eine pure Geduldsarbeit.

    Und siehe da, es klappt.


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Mit all diesen Teilen wurde nun der hintere Teil des Tenders bestückt.

    Die Nummer der Ruhrtalbahn hab ich von einem original Foto und lautet 38 2267.

    Vorne hab ich noch ein Kohlebrett eingefügt, um die Kohle zu bändugen.

    Dann ging's an die beiden vorderen Leitern. Dabei wurde offenbar, das die hinteren Leitern vergessen wurden.

    Die hab ich, wie de vorderen, nur etwas kürzer gebaut.


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  • Und damit ist der Tender soweit fertig.

    Das Etappenziel, Weihnachten, wurde zwar überschritten, aber es hat noch im alten Jahr 2025 geklappt.


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  • Inzwischen wurde auch der Tender auch noch mit Kohle befüllt, aber seht selbst.

    Das neue Jahr und damit auch die Zamma 2026 kann kommen.

    Ach ja, die Kupplungsbohle zur Lok wird erst später, zusammen mit der Lok angebaut.

    Euch allen einen guten Rutsch und viel Gesundheit.

    Wir sehen uns wieder in 2026 und dann geht's hier weiter.

    Euer Renee


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Unvorstellbar Top Arbeit - Respekt ! Überhaupt nicht nach einem Kartonmodell ersichtlich . Ganz große Arbeit ...Der Jammer nur , man baut und baut und baut ..dan ist das gute Stück fertig , wie all die anderen Modelle hier ..und dan , stehen sie im Schrank , und kaum jemand interessiert es ..und wir - wir bauen und versuchen noch detailreicher und präziser zu werden ...Na egal - auf jeden Fall ein hochwertiges Top Modell - kein Markel . Besten Gruß Peter

  • Hi Peter...

    Das freut mich doch, wenn's Dir gefällt.

    Dann hat es sich schon gelohnt.

    Gruß, Renee

    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Die P8, später die BR 38 ist quasi der Vorläufer der BR 23 aus der die BR 35 hervorging. Ebenfalls eine von mir gebaute "Pirling-Lok".

    (*Charakteristisch für die P 8 ist der größere Abstand zwischen dem mittleren und dem hinteren Kuppelradsatz. Zu Anfang hatten die P 8 nur einen Dampfdom hinter dem Sandkasten, später kam ein vorderer Speisedom hinzu; es gab aber auch die Anordnung mit einem Dampfdom vor dem Sandkasten oder mit zwei Sandkästen. Weitere bauliche Veränderungen betrafen u. a. die Führerhausdächer, die Windleitbleche, die Aufbauten. Die P 8 war eine sehr sparsame Lokomotive, die keine großen Ansprüche an das Können der Lokführer und der Heizer stellte.) *aus Wikipedia

    Ich versuche hier BR 38 2267 (Ruhrtalbahn, Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen) zu basteln.

    Los geht's mit dem Rahmen, der zuvor an meine Bedürfnisse angepasst wurde.


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • So wurde unter anderem das Drehgestell beweglich gestaltet. Beim Funktionstest gab es allerdings ein großes Erschrecken.

    Ich hatte übersehen :cursing: das die Räder beim Einschlag an den Rahmen stoßen und damit das Drehgestell außer Betrieb setzen würden.

    Das wurde nun umgehend geändert. Ist schließlich nicht meine erste "Operation am offenen Herzen".

    Nachdem ich die Radtaschen eingebaut hatte, sollte es eigentlich funktionieren. :D


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Eigentlich...

    Denn als ich den Rahmen digital auf mein gebogenes Schienensegment positionierte,

    gab's ein noch viel größeres Erschrecken. :cursing: :evil: :cursing:

    Das wird so nie und nimmer funktionieren. Aber seht selbst.

    Vielleicht hat ja ein Eisenbahner dazu eine Erklärung?


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  • Hi Reinhard,


    darum gibt es bei der "großen" Eisenbahn ja auch nur Riesenradien.


    Sobald es enger wurde, mussten spezielle Maschinen gebaut werden. Da wurden Achsen beweglich eingebaut, auf den Spurkranz verzichtet und Mallet-Loks erfunden. Oder aber man baute in Schmalspur, wo wieder alles viel gedrungener war.


    Kurze Erklärung ohne viel Philosophie.


    Fast vergessen: Der Tender sieht Spitze aus!

    Beste Grüße von Andy, dem Railgoon

  • Moin,

    Da wurden Achsen beweglich eingebaut,

    Tendenziell ja sowieso eine gute Idee :D


    Wie Andy schon sagte: Das Problem sind die unrealistischen Modellradien. Ich hab mal versucht das grob zu schätzen und bin zum Ergebnis gekommen, das du wohl etwa einen 100 m Radius geplant hast. Selbst die kleinsten (heute) regulär verbauten Weichen haben aber schon einen Abzweigradius von 190 m. Entweder du planst den Radius nochmal um, oder du musst ein bisschen tricksen.


    Du könntest die Achsen zB seitlich etwas verschiebbar bauen, den Drehzapfen vom Drehgestell etwas kleiner als die aufnehmende Öffnung bauen (so dass es dann am Stück seitlich verschoben werden kann), oder einen Trick anwenden, der früher wohl tatsächlich auch bei der echten Bahn Anwendung fand: In engen Kurven hat man gerne mal die Spurweite etwas aufgeweitet um sich dadurch mehr Spielraum zu verschaffen.


    Mfg

    Johannes

  • Ich hab jetzt erst mal die Beleuchtung für das Feuerloch eingebaut.

    Das geht später mit den Anbauten nicht mehr so gut.

    Wie schon bei meiner BR 23 besteht sie aus einer 10er Lichterkette.

    Das Bedienteil passt so gerade noch in den versteiften Rahmen.

    Funktionstest = sie brennt.


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  • Dann ließ es mir doch keine Ruhe, wie es sich wohl mit den Radien beim Gleisbogen verhält.

    In einem Eisenbahnerforum fand ich den entsprechenden Hinweis. Aber seht selbst.

    Zumindest ging die Idee von Andy und Johannes in die richtige Richtung.

    Mein Gleisbogen ist einfach zu klein. Für den Schienenbus hat's aber gereicht.


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  • Dann wurde der Rahmen hinten und vorne verschlossen.

    Dabei konnten auch weitere Teile, wie die Puffer- und die Kupplungsbohle,

    sowie der Lampenträger und der Führerhausboden angebracht werden.

    Mal schau'n wie und womit es jetzt weiter geht.

    Euer Renee


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  • Der Stehkessel...

    Hier bin ich wieder erheblich vom Baubogen abgewichen.

    Ich wollte das Feuerloch, nämlich wie bei der BR 23 beleuchtet gestalten. Dabei ist es wichtig das Ganze lichtdicht zu bauen.

    Das bedeutete weitere Verstärkungen bzw. Abschottungen sowie ein entsprechender Hintergrund der beleuchtet wie glühende Kohle wirkt.


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  • Dann ging's an die Bestückung mit dem Klappenmechanismus und diversen Bedienelementen.

    Dabei wurden die Anzeige-Manometer und Handräder zum Schluß angebracht.

    Bei all dem hab ich mich an eine Skizze vom Fahrstand einer BR 38 aus dem Internet angelehnt. :rolleyes:

    (https://www.gartenbahn-werksta…-wittmann/baureihe-38-p8/)

    Wenn das Bild (Screenshot) Probleme macht, bitte sofort entfernen. :S  

    Zum Schluß noch einmal mit bzw. ohne Beleuchtung. :)

    Als nächstes ist nun die Konstruktion der Räder dran.

    Euer Renee


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  • Reinhard, das sieht großartig aus.

    Ich bin auch ein Freund von solchen Details. :thumbsup:


    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Hallo Reinhard,


    Beeindruckend, was Du aus diesem Modell zauberst !

    Höchste Anerkennung 👍👍👍, ein herrlicher Baubericht.


    Beste Grüße und viel Spaß weiterhin wünscht Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Weiter geht's...

    Zunächst habe ich aber das Drehgestell noch einmal bearbeitet.

    Hier mußten noch Freimachungen für die Zylinder geschnitzt werden.

    Auch wenn es auf meinem Schienenradius nicht funktionieren wird, will ich so tun als ob.


    Im Wald boten sich mir zwei Wege dar.

    Ich nahm den, der weniger betreten war!

  • Nun wurden die Räder konstruiert und ausgedruckt.

    Ich werde sie ähnlich, wie schon bei meiner BR 23 in mehreren Schichten aufbauen.


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    Ich nahm den, der weniger betreten war!