PZL.44 „Wicher“ - Angraf Nr. 151, 1:33

  • Die PZL.44 „Wicher“ (Wirbelwind) wurde als ein modernes Passagierflugzeug konzipiert und sollte in Polen die DC-2 übertreffen und ersetzen. Der Prototyp hatte aber die in ihn gesetzten Hoffnungen nicht erfüllt, sodass die Bestellung von 10 auf 4 Maschinen reduziert wurde, wodurch sich die Produktion wesentlich verteuert hatte und keine Konkurrenz zum Lockheed L-14H (die schließlich für LOT gekauft wurden) darstellte. Der einzige Prototyp wurde nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nach Lwów (Lemberg) und dann nach Moskau evakuiert, wo sich seine Spuren endgültig verlieren.




    Das Modell wurde von Herrn Andrzej Maciejczak konstruiert. Diesmal werde ich strikt nach der Bauanleitung vorgehen und keine eigenen „Verbesserungen“ einfügen. Mit dem Bausatz habe ich auch die LC Spanten bestellt.

    Na dann los – Rumpfbugteil. „Klassische“ Baumethode, ein Segment mit Spanten vorne und hinten, dann Spant zu Spant zusammengeklebt – nicht gerade meine Welt…


  • dann Spant zu Spant zusammengeklebt – nicht gerade meine Welt…

    Dat is auch nicht von dieser Welt ... 😵


    ... eher direkt aus der Hölle ... 😈


    Aber dafür wirklich gut 👍

    Dieses weiße Teil da (die Nase) , ist aber ein Fremdteil, oder 🤔

  • Gute Auswahl,Henryk! Wie bist du denn mit den Bauzeichnungen von Herrn Maciejczak zufrieden? Ich hatte damit bei seinen Modellen immer meine Probleme...

    Noch viel Spass!


    Steffen

  • Der Bug ließ mir keine Ruhe, war doch „zu rund“ – habe ich neu gemacht; Finnpappescheiben zusammen geklebt, mit Schleifpapier (mithilfe von Bohrmaschine) in Form gebracht und neu lackiert. Meines Erachtens sieht es besser aus, vor allem aber entspricht es jetzt dem Original.


  • .......gefällt mir auch sehr gut, aber was war denn nun die "Wachteleischale" ursprünglich für ein Teil.....


    Viele Grüße Andreas

  • Danke!


    Black Hole – die Bauanleitung ist „gerade so“ – man bracht schon „ein bisschen“ Erfahrung, um gefahrlos weiter zu kommen.

    Andreas, die "Wachteleischale" war irgendeiner Verschluss von „was Kosmetischem“ (Shampoo? Bodylotion?). Ich sammle solche Sachen leidenschaftlich, man weiß nie, ob und wann so etwas gebraucht wird. :D


    Das Leitwerk. Die Nummer 38P ist auf dem Teil, (nicht einmal auf dem richtigen) und nicht (wie es sich gehören würde) neben dem Teil gedruckt!!! Man muss es jetzt irgendwie kaschieren.


  • Andreas, die "Wachteleischale" war irgendeiner Verschluss von „was Kosmetischem“ (Shampoo? Bodylotion?). Ich sammle solche Sachen leidenschaftlich, man weiß nie, ob und wann so etwas gebraucht wird. :D

    Du bist schon ziemlich cool, Henryk :)
    Ich bin ja auch immer noch auf der Suche nach einfarbig transparenten Zahnbürsten, um Positionsleuchten daraus zu schnitzen, aber überall nur diese ergonomisch gestalteten Dinger aus 6 Sorten Kunststoff...

    P.S.: Die Nase ist klasse!

    Is das Kunst, oder kann das wech?

  • Spornrad; die Konstruktion und die völlig unzureichender „Zeichnungen“ sind für mich unverständlich. Ich würde sagen (das Rad sollte während des Fluges zur Hälfte in den Rumpf eingezogen werden), dass die dafür vorgesehene Öffnung im Rumpf „andersrum“, d.h. die größere Aussparung hinten und die kleinere Richtung Bug platziert sein sollte. Wie auch immer; zum Glück (ist doch unten ) sieht man davon sowieso nichts.


    Ich glaube nicht, dass das Sponradbein wie auf Foto 22 gezeigt halten könnte - deshalb habe ich meine eigene Konstruktion angefertigt (Foto 23).


  • Der Mittelflügel. Hier gibt es eine weitere (für mich) interessante Besonderheit: Der Mittelflügel-Kasten (Teil 36) wird nicht auf die Flügelholme (Teil 16a) geschoben, sondern die Flügelholme werden auf die Kasten geklebt! Für mich (obwohl ich beruflich weit davon entfernt bin, Ingenieur zu sein) ist das unverständlich und widerspricht meinem Verständnis von Lastübertragung. Wie dem auch sei, nachdem die Flügel endgültig montiert sind, ruhen sie ohnehin auf den Holmen. :)



    P.S.

    Die „Stifte“, die die Flügel mit dem Mittelflügel verbinden, sind meine Idee; diese Teile sollen im Originalbausatz „an Stoß“ zusammengeklebt werden – eine solche Lösung birgt jedoch (aus meiner Erfahrung) das Risiko, dass die Flügel nach einigen Monaten „Involutionserscheinungen“ vorweisen, also nach unten neigen…

  • Hallo Henryk,


    da pflichte ich dir vollkommen bei, eine merkwürdige Konstruktion.


    Die Stifte sind m.E. unverzichtbar, bei meinem ersten größeren Flieger habe ich entsprechendes Lehrgeld bezahlt und achte seither auf eine stabile Längs-Verbindung der verschiedenen Flügelteile.


    VG


    Zaphod

  • Hallo Henryk,

    das sieht doch gut aus...


    Sehr gelungener Tragflächensatz.


    Viele Grüße


    Wolfgang

  • Danke Wolfgang und Steffen!


    Flügel mit Querrudern.

    Keine Ahnung, warum an den Flügeln die zivilen (SP-BPJ) und die militärischen (Kokarden) Abzeichnungen zugleich vorhanden sind –was (meines Erachtens) wohl ungewöhnlich ist…


  • Thank you Mariusz!

    Sternmotoren – wesentlich vereinfacht umgesetzt; ein „Attrappenmotor“ – anstelle von Zylindern gibt es „abgerundete Vorsprünge“ einer Kartonscheibe, die Zylinder optisch imitieren. Das „Innenleben“ der Fahrwerkschächte gibt es nicht – das hatte der Konstrukteur nicht bedacht. Ich habe Teile der Innenverkleidung selbst lackiert. Die Gondelkonstruktion an der kritischen Stelle an der Flügelunterseite ist so empfindlich, dass man sie leicht versehentlich verbiegen und beschädigen kann – man muss äußerst vorsichtig sein!


  • Hauptfahrwerk. Eine sehr einfache, wenn nicht gar „zu simple“ Konstruktion - die Radachse sollte mit Sekundenkleber an die Fahrwerksbeine „auf Stoss“ geklebt werden – ich habe es auf meine Art gemacht. Die Antenne (Teil 71) ist nicht als farbiges Teil im Bausatz enthalten, es gibt nur eine „Gesamtansicht“ als schwarz-weiß Zeichnung auf dem Blatt mit Spanten – ich musste es zusätzlich anfertigen.



    Das Modell ist nun fertig. Ich verzichte auf eine Rezension des Bausatzes. Ich kann nur sagen, dass ich es (wenn ich ein Konstrukteur wäre – was ich nicht bin :) ) anders gemacht hätte. Insgesamt bin ich nur mit einer Sache zufrieden: dass ich ein Modell eines weiteren Flugzeugtyps der LOT habe. Ich benötige noch zwei weitere Typen, um das Kapitel der LOT vor dem Krieg abzuschließen…


    Sobald sich das Wetter beruhigt hat, wird es eine abschließende Galerie geben.

  • Henryk

    Added the Label Completed
  • Die Antenne ist festgeklebt, Fotos wurden gemacht. Nur das Pitotrohr fehlt (es war nicht in dem Bausatz vorgesehen), und ich konnte es auf den wenigen vorhandenen Plänen und Fotos nicht finden.


    Hier geht es zur Fotogalerie.

  • Welche denn ? 🤔

    (fragt da ein ganz neugieriger Wanni 🥹)

    Hallo Wanni,

    das war, wie ich jetzt sehe eine fake news! In Wirklichkeit sind es sogar drei; Fokker F.VIIa/1m, De Havilland DH-60 Moth und RWD-5. Die Fokker habe ich (Bausatz vorsorglich kopiert :cool: ) als 3m gebaut, jetzt nur noch etwas mit CAD umkonstruieren – die Unterschiede sind aber überschaubar. Die zwei anderen habe ich auch, aber in „fremde“ (also nicht von LOT) Bemalung – muss ich es also umspritzen. Solche Arbeit mit Bildbearbeitungsprogrammen mag ich aber außerordentlich!