3-Achs-Umbauwagen B3yg - 1:45 - konstruiert von Stephan

  • Moin,

    ich melde mich mal sehr gern wieder mit einem Baubericht an, der wohl einiges an Zeit beanspruchen wird.

    Stephan, der besonders im gelben Forum aktiv ist, hat das Modell konstruiert und ich darf es hier frisch vorstellen.

    Er hat sich den 2.Klasse 3-Achs-Umbauwagen B3yg in 1:45 vorgenommen. Die Vorbilder als 3- und 4 Achser prägten in den 50er bis 70er Jahren das Alltagsbild der Personenzüge, kombiniert mit allen Arten von Loks von der P8 über die V100 bis zu E41ern ... alles passte davor. Als Eisenbahninfizierter hab ich davon auch etliches in H0, von den alten Märklinwaggons bis hin zu kurzgekuppelten perfekt detaillierten Versionen ... auch die uralten Märklin Abteilwagen als Fahrwerkspender nach dem 2WK rattern hier rum.




    Als Stephan mich fragte, ob ich Lust hätte, seinen ersten Waggon zu bauen, dachte ich, Weihnachten wäre vorgezogen ...

    Kommt noch besser : In unserem Verein "Dampflokfreunde Osnabrück", wo ich zwei Tage die Woche an der Aufarbeitung der 41 052 mitarbeite, haben wir mehrere Waggons davon im Einsatz als Museumszug.

    Einer von ihnen hat die Kennung "89 141 Mst" ... und genau diese mit der Beschriftung unseres Waggons hat mir Stephan erstellt.





    Das Modell ist sehr schön detailliert und durchstrukturiert ... Profiqualität, mit Bauanleitung und Stückliste. Einen Fotoblick auf Stephans eigenes Modell konnte ich schon werfen ... erste Sahne !


    Das Deckblatt :




    Ein diagonaler Blick über die verschiedenen Bögen (auf meiner Retrobahn ... da hatte ich am meisten Platz) :




    Die ersten Bauabschnitte sind die Bodenplatte und die Rahmenverstärkungen darunter, alles tiefschwarz, matt. Alles paßt perfekt, die Querstreben kann man auf passendes Maß kürzen.

    Die Bodenplatte :





    Der Rahmenunterbau - sieht sehr echt aus. Um die Klebestellen und die Ponal V-Nähte zur Versteifung zu kaschieren habe ich ihn innen mit Revell Aqua Color Schwarz matt 08 übergemalt. Dadurch, daß vorher alles mit Firnis überzogen war, hat sich nichts gewellt oder verzogen. Sieht wie frisch vom Werk aus.

    Die Kanten habe ich mit Edding 400 schwarz gefärbt. Passt farblich perfekt dazu, da alle Teile hier wirklich tiefschwarz und nicht nur anthrazit sind. Wie im Original.

    Einzelne Bauschritte habe ich hier nicht extra fotografiert, da sie nach der Bauanleitung und der Reihenfolge der durchnummerierten Teile logisches Kartonbauhandwerk sind.




    Vom Feinsten noch die Rahmenbeschriftung unserer ODF-Waggons :





    Nächster Bauabschnitt sind dann die Achsen, Achslager mit Aufnahmen und Federn und die Bremsen.


    Beste Grüße von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Hi Daniel,


    Stephan plant keinen professionellen Verkauf davon. Evt. einen Download, aber, ich denke, dazu wird er hier irgendwann noch was reinschreiben.

    Im Nachbarforum hat er sich schon geäußert, aber noch nicht zu der Zukunft des Modells. Erstmal hatte er ... zu meiner großen Freude ... nur Lust dazu, dieses Modell zu konstruieren.


    Schauen wir mal ... jedenfalls trifft dieses Modell als Alltagswaggon der 50er bis in die 80er Jahre zu 150% meinen Geschmack. Kenne ich die doch noch aus der eigenen Vergangenheit mit V100, V160 und V200 in Oldenburg, neben den Schienenbussen. Damals fand man die Silberlinge viel schicker ... heute freut man sich über gut erhaltene Umbauwaggons jeden Typs.


    Noch ein Gruß von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Moin,

    Als nächstes waren nun die Achsen an der Reihe. Interessant, dass jeder Konstrukteur da etwas anders rangeht. Stephans Konstruktion ist da wieder etwas anders als die von Hartmut oder Andreas ... und liefert auch ein perfektes Ergebnis.

    Die Bauteile und die Anleitung :




    Ein Eindruck über die Einzelteile, jeweils immer zwei Reihen übereinander für einen Radsatz in verschiedenen Vorbereitungsstufen.




    Zuerst wird ein Ring auf die Radscheibe geklebt, beide um 1mm verstärkt. Dann folgt die Lauffläche, die um beide sehr passgenau geklebt wird. Nun wird diese Vorbaugruppe auf die Radrückseite mit Spurkranz geklebt :





    Die Achse besteht als Kern aus einem 2mm Holzstab, 44mm lang. Um die Mitte wird ein 29mm breiter Kartonstreifen geklebt, mit der die Achse etwa 5,5mm dick wird. Nun können die vorbereiteten fertigen Räder angeklebt und ausgerichtet werden, auf die dann noch ein weiterer schmaler aufgerollter Kartonstreifen aufgeklebt wird.

    Der Kartonstreifen, aufgerollt und zusammengeklebt ... natürlich ohne Kleber auf der Achse :




    Die Teile für eine Achse :




    Erstes Rad an Achse :




    Zweites Rad an Achse :




    Der fertige Radsatz :




    Alle drei, die Achsen noch schwarz übergemalt ... sieht noch besser aus. Problem nur ... mattschwarz läßt sich mit meinem Handy nur mäßig gut fotografieren, die Konturen sind nur schwer erkennbar, daher auch die Schneidmatte als Hintergrund.




    Die Spurweite ist genau passend, die Achsen machen durch ihre Vollmaterialbauweise einen wertigen Eindruck, laufen schön rund und sehen wieder gut aus.

    Als Equipment hab ich hier nur einfache Werkzeuge verwendet, Schere, Skalpell, meine Holzlehre, keine Kreisschneider oder Laser. Hab ich nicht, geht ohne. Kleber : Ponal Express und UHU Alleskleber.


    Freu mich auf den nächsten Bauabschnitt ...

    Beste Grüße von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Moin, guten Abend,


    Vielen Dank wieder für die vielen Likes zum Umbauwaggonbaubericht.


    Es ging nun mit den Bremsen, den Achslagern und Haltern und Federpaketen weiter.

    Teile und Anleitung :





    Blick auf die Bremsen, mit 1mm Karton verstärkt. Die mittlere Achse ist wegen der Seitenverschiebbarkeit im Original ungebremst





    Achslagerhalter und Bremsen eingebaut :




    Zwischendurch ... Eine Achse schon eingeachst mit Achslagern :





    Alle Achsen und die mittleren Federpakete drin :




    Fahrgestell fertig, und passt gut auf die Schiene :





    Geht nun mit dem Aufbau weiter.


    Beste Grüße von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Moin,

    Ging nun mit der ersten Seitenwand weiter.

    Die Bauteile :




    Die Aussenwand wird gedoppelt, und in der Doppelung sind passende Aussparungen für die Scheiben drin :




    Doppelung verklebt und mit Scheiben versehen :




    Dann folgt eine Lage mit den Fensterrahmen innen :




    Hab ich in drei Teilen verklebt, damit der Kleber nicht zu schnell abbindet und ich einfacher ausrichten kann :




    Die Innenverkleidung :




    Und verklebt :



    Damit ist die erste Seitenwand fertig :




    Geht sofort weiter ...

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • ... erste Seitenwand an den Aufbau :




    Verklebt :





    Man sieht, was es wird :




    Die Trennwand zwischen den Abteilen, auch wieder mit Aussparung für die Scheibe :




    Einbaufertig :




    Eingebaut :





    Geht nun mit dem ersten Schwung Armlehen, Aschenbecher und Tischen vorm Fenster weiter, dann folgt die zweite Seitenwand.

    Beste Grüße von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Moin Frank!


    Klasse!! Besonders die kritischen Übergänge - Fenster-Gummieinfassung - sind Dir ausgezeichnet gelungen!


    Viele Grüße

    Lars

  • Moin, guten Abend,


    heute hab ich einen vollen Basteltag eingelegt ... war einfach zu neugierig, wie das mit den Seitenwänden wird und ob ich das hinkriege. Immerhin hab ich als Vorlage in der Bauanleitung Stephans Modell, und das ist simply perfekt !


    Danke noch für die vielen Likes und die wohlwollenden Kommentare, freu mich sehr darüber.


    Erstmal gabs Aschenbecher, Armlehnen und Tischchen vorm Fenster, hatte ich bei der ersten Seitenwand noch vergessen :




    Die Aschenbecher für die erste Seite :



    An der Seitenwand :




    Dann die zweite Seitenwand; hier sieht man, in welchen Segmenten ich die zusammengebaut habe :




    In der Aushärtung, damit alles schön eben wird. Da die Seitenwände 5-lagig sind sind sie sehr schön stabil und fühlen sich wertig an.




    Einbaufertig mit den Kleinteilen :




    Und am Waggon angebaut :




    ... geht gleich weiter ...

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    Edited once, last by Frank_N ().

  • ... mit den Stirnwänden.


    Hier ist spannend, ob die Ecken so sauber werden, als wären sie nicht verklebt ... mit der Laschentechnik.

    So habe ich, etwas abweichend von Stephans Vorgabe, die Stirnwände vorbereitet :


    Vorderseite :




    Rückseite :




    Aussenseite angeklebt - Ecken sehen wie gewünscht und erhofft aus ... Erleichterung :






    Innenseite angepaßt (- ca 2/10mm an einer Seite) :





    Nach derselben Prozedur auf der anderen Seite :





    Ach ja ... alles superpassgenau konstruiert - Sonderpunkte für den Konstrukteur !

    ... geht nochmal weiter ...

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • ... noch paar Kleinigkeiten :


    Die Wände vom Örtchen; eine Toiletteneinrichtung hat Stephan nicht vorgesehen, wäre auch nicht zu sehen durchs Milchglasfenter.

    So könnten potentielle Spur 0 Menschen dort zur Zeit nur hingehen um in Ruhe ein' fahren zu lassen ...




    Heizung gibts auch an den Seiten; im Original Dampfheizung.

    Die vier Heizungen, eine schon fertig :




    Eingebaut :




    Und so siehts nun aktuell aus :






    Bin gut zufrieden ... macht Riesenspaß. Als nächstes folgt viel Fleissarbeit, die Bänke und Gepäcknetze ... umfangreich !


    Beste Grüße von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Moin Frank,


    erklär bitte einem Laien, was der Begriff 'Umbauwagen' bedeutet. Ist das ein alter Wagen der durch Umbau aktualisiert wird?


    Viele Grüße aus Hamburg

    Klaus

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Hallo Klaus,


    genau so ist es !

    Nach dem Krieg verfügte die neu gegründete Deutsche Bundesbahn über eine Vielzahl von alten Personenwaggons, größtenteils noch aus Länderbahnzeiten.

    Diesen wurde der Aufbau entfernt, die Rahmen auf einheitliche Länge gebracht und mit neuen einheitlichen Aufbauten versehen.

    Varianten waren die 4-Achs-Umbauwagen, teils mit alten, teils mit neuen Minden-Deutz Drehgestellen, und eben diese Dreiachser, die es als 2. Klasse, 1./2. Klasse und Gepäckraum/2. Klasse gab. Die Dreiachser wurden, um ihre zulässige Höchstgeschwindigkeit von 85km/h auf 100km/h zu erhöhen, paarweise fest miteinander mit einer Vorspannkraft von 3t gekuppelt. Sie prägten allesamt das Bild des Eisenbahnnahverkehrs in den 50er bis 80er Jahren und wurden später auch zahlreich zu Bahndienstwaggons umgebaut, die man an dem meist blauen Anstrich erkennen konnte.

    Bei uns im Osnabrücker Eisenbahnverein gibts von den Dreiachsern auch noch einen Schwung, einige betriebsfähig für den Museumsverkehr, andere warten auf die Aufarbeitung.


    Die 3-Achser im Museumszug - der oben gebastelte ist auch dabei :




    Die anderen in Wartestellung befindlichen Waggons, zusammen mit meinem schon mal hier vorgestelltem Hohmann Margarine Waggon :




    Alles weitere an Details und Stückzahlangaben findet man einfach im Google unter "Umbauwagen".


    Beste Grüße von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

    Edited once, last by Frank_N ().

  • Super! Vielen Dank für die Erklärung. Du bist nicht nur Eisenbahnfan und ein sehr toller Modellbauer,, Du kannst auch gut erklären :thumbsup:

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Moin,


    vielen Dank wieder für die vielen Likes und fürs Reinschauen in den Baubericht.


    Letzten Sonntag hab ich dann dem Original-Vorbild noch einen Besuch mit dem Rad abgestattet, wollte noch ein paar Details anschauen und fotografieren. Vor allem schauen, ob der Schriftzug "Hier Handbremse" am richtigen Ende an meinem Modell ist. Und, Glück gehabt, Murphy hat nicht zugeschlagen, es passte ... am Ende ohne Toilette :




    Noch ein schönes Foto vom 98141 Mst :




    Als ich dann zurückradeln wollte war das HInterrad am Fahrrad platt und ich hatte kein Flickzeug mit ... bedeutete 3km Spaziergang zur nächsten Bushaltestelle und Rücktransport später hinten auf dem Auto.


    Es folgte die Arbeit, die man gut machen kann, wenn man eingeschneit ist ... die Sitze für 62 Personen. 17 insgesamt, jeder besteht aus 7 Teilen. Ich bin auch noch nicht ganz fertig, die 6-Sitzer fehlen noch.


    Die 8 Zweisitzer, der erste als Vorabmodell gebaut und eingesetzt :




    Die Anfertigung der weiteren Sitze :




    Eingebaut :




    Die 4-Sitzer :




    Fertig zum Einbau :




    Der aktuelle Stand :




    Geht nun mit den letzten 5 x 6er Sitzgruppen weiter, danach die Einstiege des Aufbaus.

    Wünsch Euch einen schönen sonnigen Donnerstag.


    Gruß von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • An diese Sitze mit rostroten Kunststoffüberzügen und Stahlfedern im Inneren kann ich mich noch erinnern...

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»

  • Moin,


    Vielen Dank wieder fürs Reinschauen, Kommentieren und Liken ... freu mich drüber !

    Ich bin nun mit der Fleissarbeit "Sitze-basteln" fertig ... 17x7 Teile ... aber die Wirkung der Inneneinrichtung gefällt mir bestens. Der Aufwand lohnt sich absolut.


    Die 5 6-Sitzer :




    Einbaufertig :




    Schraub, schraub ... drin :




    Geht nun an die Einstiege, die ähnlich aufgebaut sind wie die anderen Aufbauteile; heißt, daß es eine Zwischenlage für die Scheiben gibt. Dadurch sind die Wände schön steif und die Scheiben zeichnen sich aussen nicht ab. Ich habe hier auch keine Laschen vorgesehen, sondern alles exakt so gebaut wie Stephan das vorgesehen hat. Funktioniert gut !


    Die Einzelteile der Einstiegstüren :




    Eine fertig, eine noch unverklebt :




    Eingebaut :





    Blick in den Innenraum durch die Tür ... seltene Fotografiergelegenheit :





    Und noch die Beschriftung des ODF-Waggons - Vergleich siehe oben ... alles nimmt nun weitere Gestalt an :




    Geht nun mit den Stirnseiten weiter ... und morgen eine kleine Reise zum Bremer IG-Kartonbautreffen, da darf er mit.


    Beste Grüße von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Moin zusammen,


    Vielen Dank wieder für das große Interesse an diesem Allerweltswaggon der 50er bis 80er Jahre, freu mich sehr darüber !


    Es ging nun mit den Einstiegen weiter und der Waggon sieht damit schon fast fertig aus.


    Die vorbereiteten Bauteile für die Stirnseiten :

    Die Rolltür wird zwischen den einzelnen Streben eingerillt und sieht damit sehr echt aus




    Innenteil mit Fensterfolie :




    Vorbereitet mit seitlicher Führung zum Einbau der Rolladentür :




    Die einbaufertige Stirnwand :





    Eingebaut :





    Zum Aushärten senkrecht gestellt und leicht belastet, die Decke des Einstieges ist auch schon eingebaut :




    Unterseite mit Revell schwarz nachgestrichen :




    ... geht sofort weiter ...

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  • Nach dem ersten Einstieg hatte ich Lust aufs Puffer-bauen ... hab die etwas von der Reihenfolge her vorgezogen.

    Die Einzelteile in verschiedenen Bauabschnitten :




    Vier fertige Puffer :




    Der Waggon nun mit beiden Einstiegen und den Puffern :





    Die Unterseite, schwarz bemalt, mit Puffern :




    Geht nun mit dem Dach weiter; da das abnehmbar sein soll gehen mir noch paar Lösungswege durch den Kopf. Vielleicht schieb ich auch erst noch weitere Anbauteile durch, Kupplungen und Co, mal schauen.


    Beste Grüße von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Moin Frank,

    macht Spaß, dir zuzuschauen. Hab den Wagen ja auch schon in Bremen bewundern dürfen, wirklich ein sehr schönes Modell.


    Viele Grüße

    Klaus-Dieter

  • Moin Frank,

    immer wieder beeindruckt von Deiner präzisen Arbeitsweise....Toll!

    Viele Grüße


    Mathias

    :cool: Alles hinterfragen und niemals aufgeben! (James Dyson)

  • Moin,


    Besten Dank wieder fürs Reinschauen und Liken ... das hält die Motivation noch höher ... die ist sowieso hoch bei diesem Modell !

    Danke an Klaus-Dieter und Mathias für Euren Zuspruch, freu mich sehr.


    Es gab das Rohr für den Schiet :




    War mir gemäß dem Original etwas zu einfach, da hab ich dann noch den Trichter ergänzt :




    Etwas die Geometriekenntnisse aufgefrischt, Zirkel und Winkelmesser :




    Nun weiß der Schiet auch, wo er hinfliegen soll ...


    Hab mich dann weiter vorm Dach gedrückt und noch paar weitere Anbauteile gefertigt : Übergangsbleche, Batteriekasten und Druckluftbehälter :

    Die Übergangsbleche :





    Batteriekasten und Druckluftbehälter :





    Eingebaut :





    ... geht gleich weiter ...

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  • ... nun also doch - das Dach !


    Hab lange überlegt, wie ich das aufbauen soll. Wunsch war, daß es wegen der schönen Inneneinrichtung abnehmbar sein sollte. Stephan hatte hier schon eine Version vorgelegt, wo das Dach zweiteilig ist, mit den Lampenattrappen darunter. Ich hatte nun etwas Sorge, das ich das so nicht formgenau hinkriege und hab dann eine andere Lösung probiert. Die Originalteile von Stephan hab ich aber gut weggelegt.


    Meine Überlegung war dann, das Dach - ohne Änderungen am Waggon - einteilig auszuführen und der Stabilität den Vorrang vor dem Blick nach innen/oben zu geben. Dazu hab ich Segmente über die Enden und die Fahrgasträume aus Finnpappe gebastelt.


    Das erste Segment, einfach mal losgelegt und ausprobiert :





    Mit Leitz-Ordnerkarton wegen der schönen Farbe und der passenden Kartonstärke überklebt :





    Und draufgelegt :




    Das erste Endstück in ähnlicher Weise gefertigt :





    Beide Teile abgenommen :




    ... geht gleich wieder weiter ...

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  • ... mit dem Dachteil im Abteil mit der Toilettenabtrennung :








    Das zweite Endstück :




    Unterbau fertig :






    Nun das Ganze zu einem Dach verbinden ... folgt sofort ...

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  • Die Dachteile hab ich nun, auf dem Waggon aufliegend, mit dünnen Papierstreifen miteinander über die Abtrennungen der Abteile hinweg miteinander verbunden/verklebt :






    Das eigentliche Dach hab ich dann aus 160g Tonkarton gefertigt und die Streifen manuell nach der Vorlage des Originaldaches aufgemalt :








    Damit sind alle gefühlten "Bergprüfungen" geschafft und es müssen die letzten Zubehörteile abgearbeitet werden. Vor allem die 13 Kofferträger über den Sitzen brauchen noch mal einiges an Zeit. Ob ich die Dachprozedur beim hoffentlich nächsten Waggon auch so ausführen würde weiß ich noch nicht, der Aufwand war aber überschaubar und das Ergebnis erfreut.


    Beste Grüße von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Moin Frank,


    Das mit dem Trichter.....man riecht es förmlich :D .


    Der Rest ist einfach tolle Arbeit und absolut präzise. Der Wagen sieht schon jetzt aus wie echt!! :thumbup: :thumbup:

    Schöne Grüße aus dem Dümmerland!


    Horst

  • Moin Frank!


    Der Umbauwagen sieht sehr schön aus! Hätte nicht gedacht, das so ein guter Detaillierungsgrad vorgesehen ist. Einfach toll!


    Gruß

    Lars

  • Moin,


    Allein dieser Bericht macht wegen der netten Beteiligung schon Spaß, besten Dank dafür !


    Stephan hat im gelben Nachbarforum schon den BD- und AB-Umbauwagen angekündigt ... ich freu mich schon drauf ! Ich kann dann gut einen Monat pro Waggon rechnen. Wenn der Zug dann vierteilig wäre kommt langsam das Frühjahr. Wenn ich noch die ADW-86 dazu baue, kommt das übernächste Frühjahr ... falls ich die hinkriegen würde ...

    Daß die ADW-86 baubar ist, hat hier im Forum Roland Scholz schon beindruckend gezeigt !


    Die Kupplungen :




    ... wirken super !


    Die Bremsschläuche mit Ventilen und die Übergangsbälge :






    Scharniere, Griffstangen, Türgriffe und Rücklichter :




    Alles zusammen eingebaut :





    Eine Änderung mußte ich noch wegen der geänderten Dachkonstruktion vornehmen ... die Lüftungseinlässe für die Frischluft an den Dachenden. Stephan und ich haben erst gerätselt, was die "Dinger" für eine Funktion haben. An einem Schadwaggon auf unserem Gelände, dem die Deckenverkleidung fehlt, konnte ich dann sehen, daß von den "Dingern" Luftkanäle zum Fahrgastraum führen. Sind also Einlassöffnungen für Frischluft. Findet man nur bei den Dreiachsern, die Vierachser sind da anders ausgeführt.

    Da ich das Dach aus einem anderen Karton wegen der Einteiligkeit gefertigt hatte, hätten die Teile aus dem Bogen farblich nicht mehr gepaßt. Außerdem mußte ich das Original teilen :





    Die schwarzen Dachenden werde ich noch von schwarz auf hellgrau ändern, sieht wahrscheinlich besser aus.

    Geht nun wirklich auf die Zielgerade, es fehlen nur noch die Gepäckablagen über den Sitzen und die Einstiegsstufen. Stephan hat auch noch die Fensterrahmen als zusätzliche Aufklebeteile vorbereitet; die sind allerdings sehr filigran, muß mal schauen, ob ich die anklebe oder evt doch weglasse ...


    Beste Grüße von Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • .....danke für die "Übergangsbälge" brauch

    ich aber in 1: 87 . :) :)

    Hallo Andreas,


    die Breite des Streifens ist Durchmesser des Rohres mal 3,14 (pi), die Form der Enden sind Sinuskurven. Bei der T-förmigen Verklebung 2 Kurven, Amplitude ist halber Rohrdurchmesser. An den freien Enden nur eine Sinuskurve, Amplitude der gewünschte Höhenunterschied.

    Der Rest siehe Wikipedia ... oder ausprobieren.


    Viel Erfolg wünscht Frank

    ... I just sit here and watch the river flow ...

  • Die Übergangsbälge: Sind das bloße Rohre ohne Inhalt? Oder werden darin die Übergangsbälge gelagert? Oder beim Einsatz befestigt?


    Fragt der Eisenbahnnichtkenner Klaus...

    »Gib jedem Schiffsmodell die Chance, das schönste deines Lebens zu werden!»