17. KBW - Tenderlokomotive der Baureihe ČSD 310.0 "Kafemlejnek" (Kaffeemühle)

  • Moin,

    dann will ich auch mal mein KBW Projekt beginnen. Ich habe mir dafür die "Kaffeemühle" ausgesucht. Eine ursprünglich für die k.k. Österreichischen Staatsbahnen als Baureihe 97 gebaute Tenderlok, hier allerdings in einer späteren Version als Baureihe 310.0 der tschechischen ČSD. Den Spitznamen "Kaffeemühle" hat sie dank dem markanten kastenförmigen Aufbau mit dem Schornstein, den man als Hebel interpretieren kann. Wer mehr über das Original erfahren möchte wird zB bei Wikipedia fündig: https://de.wikipedia.org/wiki/KkStB_97

    Michal Maňas, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

    Das Modell ist als zweites Modell vom Konstrukteur Aleš Cupák unter dem Label "AC models" erschienen. Herausgegeben hat das Modell aber ein anderer tschechischer Verlag, der dem ein oder anderen hier sicherlich aus dem Bereich der Architekturmodelle bekannt sein dürfte: Ondřej Hejl.

    Das Modell liegt mit einem Format von 230x325 mm genau zwischen A4-B4 und wurde mit einer Klebebindung gebunden (keine rostanfälligen Tackernadeln hier :thumbup: ). Abgesehen vom Cover befinden sich auf dem Umschlag knapp drei Seiten mit Text übers Original - allerdings natürlich nur in tschechisch.

    Das Modell selbst kommt dann auf 14 Bögen daher. Als Grammatur habe ich 175 g/m² errechnet/erfühlt. Dazu kommt ein Bogen mit Drahtschablonen (in 11 verschiedenen Stärken, spätestens hier wird klar das der Konstrukteur es ernst meint :wacko: ) und zwei Bögen mit Schablonenteilen. Ich zeige jeweils immer nur einzelne Bögen:

    Wer die Bögen mit dem Skalpell heraustrennen möchte muss vorsichtig sein: Da die ersten mm verklebt sind, liegen die Teile sehr nahe an der Schneidekante!

    Wie für tschechische Bögen üblich sind die Teile stellenweise extrem dicht angeordnet. Und wo gerade mal kein Teil ist, ist Beschriftung:

    Uff :wacko:

    Wer keine Lust auf Schablonenteile hat, für den gibt es einen LC Satz mit 5 Bögen (zwei sind kleiner, ansonsten haben die das gleiche Format wie der Bogen selbst auch) in zwei unterschiedlichen Stärken: 0,5 und 1mm. Der LC-Satz enthält allerdings wirklich fast nur die Schablonenteile, gravierte Schilder o.ä. sucht man leider vergebens:

    Beim Zusammenbau helfen 13 Seiten Anleitung mit CAD Ansichten, Explosionszeichnungen und schematischen Zeichnungen, wobei die letzten beiden Seiten dann "nur" isometrische/orthogonale Ansichten der Lok zeigen:

    Wirklich positiv aufgefallen ist mir folgendes:

    Der Konstrukteur hat sich offenbar mal ein paar echte Gedanken zum Thema verstärken gemacht. Und durch die Kombination aus Text und Zeichnungen kann das auch jemand ohne tschechische Sprachkenntnisse problemlos verstehen :thumbup: (Es bleibt allerdings noch abzuwarten, ob er das bei der Konstruktion selbst dann auch so gut umgesetzt hat...)

    Das auf Stärken >1mm verzichtet wurde ist auch schön, das lässt sich immer so doof schneiden.

    Angeschnitten habe ich den Bogen gestern Abend, die ersten Teile vom Rahmen sind auch schon ausgeschnitten und fürs zusammenkleben vorbereitet. Das zeige Ich Euch aber erst beim nächsten mal ;)

    Mfg

    Johannes

    p.s. Ich hab ehrlich gesagt keine allzu großen Hoffnungen rechtzeitig fertig zu werden. Aber man muss sich ja auch mal ehrgeizige Ziele setzen...

  • Uff :wacko:

    Ich sehe an deinem Bild, daß auch bei diesem Bogen die Teile zwar sehr eng, aber scheinbar ziemlich chronologisch angeordnet zu sein scheinen ?(

    Wenn dem tatsächlich so sein sollte, ist das ein sehr angenehmes Bauerlebnis, weil man, aufgrund der logischen Anordnung, eben gerade nicht seine kostbare Lebenszeit mit "Teile Suchen" verplempert :thumbup:

    Einschüchternd ist nur der erste Eindruck, wenn man das Gewusel nicht gewöhnt ist. Ich habe bisher nur positive "Wimmelbild-Erfahrungen" gesammelt, mit den Agromodels und diversen Rennwagen :thumbsup:

    Gruß,

    Daniel.

  • Also wer keinen Bock hat einen Roman zu lesen, kann auch ersatzweise diesen Bausatz angucken. Was die Bastelzeit sicher in ungeahnte Regionen treibt, ist dass die unterschiedliche Dickenanforderung der Bauteile nebeneinander den Platz teilen. D. h. wenn neben einem 2 Stern Teil liegt nahe bei vielleicht ein 3 Stern Teil, da heißt jedes Teil muss zum Verstärken extra behandelt werden. Aber detailreich ist die Mühle..., einfach der Hammer. Ich wünsche Dir wirklich alles Gute beim 3-D aufpusten dieses Bausatzes, Du wirst einen langen Atem brauchen!

    Herzliche Grüße
    Gerald

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    Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht. @K. Valentin

  • Ich sehe an deinem Bild, daß auch bei diesem Bogen die Teile zwar sehr eng, aber scheinbar ziemlich chronologisch angeordnet zu sein scheinen ?(

    Wenn dem tatsächlich so sein sollte, ist das ein sehr angenehmes Bauerlebnis, weil man, aufgrund der logischen Anordnung, eben gerade nicht seine kostbare Lebenszeit mit "Teile Suchen" verplempert :thumbup:

    Bisher kann ich den Eindruck bestätigen. Nur die Teile 51, die zu den Achsaufhängungen gehören, wirken auf Bogen 1 zunächst etwas fehl am Platz (ansonsten sind alle Teile <=14). Allerdings werden die natürlich am Rahmen befestigt und kommen entsprechend auch schon auf den ersten beiden Anleitungsseiten vor. Sie sind also auch nicht komplett woanders platziert.

    Was ich zusätzlich gut finde ist die Tatsache, das immer auch die Anzahl daneben steht. Man weiß also auch ohne in die Anleitung zu gucken, ob man alle Teile ausgeschnitten hat, oder noch eins suchen muss. Das hatte ich so konsequent umgesetzt bisher auch noch nicht gesehen. Ist hier aber sehr hilfreich.

  • Moin,

    keine Sorge, ich habe noch nicht aufgegeben ;)

    Die Post hält nur einige Materialien in Geiselhaft (hoffentlich nur noch bis morgen), weswegen ich bisher nicht in der vorgegebenen Baureihenfolge arbeiten konnte. Damit ich nicht nichts mache, habe ich schonmal einige spätere Schritte vorbereitet. Beim zeigen will ich mich aber doch an die korrekte Reihenfolge halten. Nur so viel vorab: Das Modell ist nur knapp einem Desaster entgangen :wacko:

    Was ich derweilen auch gemacht habe ist mir eine neue fixe Idee in den Kopf zu setzen. Schaut Euch mal dieses Foto hier an:

    Herbert Ortner, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

    Bei genauerer Betrachtung fallen Euch vielleicht diese vier Schilder auf, die beim Original offenbar aus Messingguss* bestehen (das Modell kommt allerdings aus einer anderen Fabrik):

    *oder Messingfarben bemaltes Gusseisen.

    Insbesondere bei der Nummer ist die 3D haftigkeit schon sehr markant zu sehen. Die Papierteile haben zwar eine schöne Grafik (man kann zB das Fabrikschild sehr bequem lesen), aber sie sind natürlich nur 2D und der Messingeffekt ist natürlich auch nicht vorhanden.

    Was aber hätte einen 3D Effekt und würde gleichzeitig von Natur aus nach Messing aussehen? Richtig, Ätzteile aus Messingblech 8o

    Nach einer kurzen Mail an den Konstrukteur (damit ich ihm nicht versehentlich auf die Füße trete, falls er etwas ähnliches geplant hat) hatte ich nicht nur die Erlaubnis einen Schildersatz zu machen und kommerziell zu verwerten, sondern sogar die Originalzeichnungen von allen fünf Schildern! :thumbup: (Eins hatte ich nämlich übersehen)

    Das hat mir die Sache natürlich deutlich vereinfacht und so konnte ich schnell eine Platine zusammenstellen:

    Nun ist es natürlich so, das Ätzen ätzend teuer ist. Und da das 0,2er Messingblech sein muss, kann ich es auch nur schlecht mit anderen Projekten für 0,15 Neusilberblech kombinieren (wobei mir zumindestens eine andere Idee im Kopf rumschwirrt). Von daher lohnt sich das Unterfangen für mich nur, wenn ich genügend potentielle Abnehmer finde. Ich werde daher bald einen kleinen Crowdfunding Aufruf starten und hoffe, das der ein oder andere von Euch Interesse daran hat. Der Verkaufspreis würde vrsl. zwischen 5-10€ liegen, je nachdem wie viele Interessenten sich melden.

    Mfg

    Johannes

  • Quote from Johannes Gründling

    Ich hab ehrlich gesagt keine allzu großen Hoffnungen rechtzeitig fertig zu werden

    Na wenn man seine "kostbare Lebenszeit" mit dem " 3-D aufpusten dieses Bausatzes" verbringt, kann das natürlich passieren :cool: :cool: :cool:

    Aber im Ernst, toll was du allein hier schon bei den Schildern zeigst :thumbsup: Wünsche dir langen Atem zu diesem Projekt :thumbup:

    Bin begeistert, dass es nun endlich wieder mal zu einem Wettbewerb kommt, und der sich sich dazu noch so vielgestaltig zeigt. (Wobei für mich der Wettbewerbsgedanke nicht so im Vordergrund steht, sondern mehr das gemeinsame Basteln!)

    Gruß Harald

  • Moin,

    Na wenn man seine "kostbare Lebenszeit" mit dem " 3-D aufpusten dieses Bausatzes" verbringt, kann das natürlich passieren :cool: :cool: :cool:

    Apropos...

    Exkurs: Nieten

    Die Kaffeemühle hat natürlich auch wieder eine gehörige Anzahl an Nieten. Und ihr kennt mich: Die müssen natürlich auch 3D dargestellt werden. Bei meiner Cn2t "Las" hatte ich damals LC Nieten benutzt. Eine Heidenarbeit, aber das Ergebnis überzeugt:

    Jedenfalls solange, bis man sich das mal aus der Nähe anguckt und feststellt, das die Nieten Herstellungsbedingt natürlich nur Zylinderförmig sind. Und selbst das durch das trennen aus der Platine nur annähernd. Passt man mal nicht auf, spalten sich die Nieten dann auch noch gerne :S

    Also war ich seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer Alternative. Beliebt ist die Methode mit gefärbtem Weißleim. Eine sehr einfache Methode mit gutem Ergebnis, aber damit sind die Nieten natürlich nur annähernd gleich groß. Außerdem hat man keine Chance die Position später nochmal zu korrigieren. Daher hat mir die nicht so recht zugesagt. Am Ende bin ich dann im Bereich Nailart bei einer der großen chinesischen Ramschplattformen fündig geworden. Dort gibt es Halbkugeln in verschiedenen Durchmessern, die man sich auf die Nägel kleben kann. Oder eben auf eine Lok...

    Insbesondere gibt es dort auch 0,8 und 1,0er Halbkugeln aus Metall, sowie ab 1,5 mm alle möglichen Durchmesser in 0,5 mm Schritten aus ABS. Abgesehen von 1,2 mm sind also alle typischen Größen für Nieten in 1:25 vorhanden :thumbup: Es gibt noch ein ähnliches Produkt bei dem die Teile nur aus einem Blech gestanzt sind, da gibt es dann auch 1,2mm - aber da die eine andere Form haben und das auffallen würde, bleibe ich einfach bei diesen vier Größen. Dazu später auch nochmal mehr.

    Der Verarbeitungsprozess ist der gleiche, wie für die LC Nieten: Nietenköpfe auf ein bisschen Masking Tape kleben, anmalen, vorsichtig vom Tape trennen und später einzeln aufkleben.

    Das das wieder eine Heidenarbeit ist, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Würde ich das Modell am Ende mit der Airbrush bemalen, könnte ich mir diesen umständlichen Prozess natürlich auch sparen. Aber ich mag halt den Papierlook und hab generell keine sonderlich große Lust auf airbrushen...

    Das Ergebnis kann sich mMn dann allerdings wirklich sehen lassen:

    Im Gegensatz zu LC Nieten sind die hier wesentlich unempfindlicher und können mit der Pinzette gut gegriffen werden (jedenfalls ab 1,0 mm aufwärts). Manchmal kratzt man etwas Lack ab, aber die Stellen kann man dann nach der Montage vorsichtig wieder anmalen.

    Soviel zum Exkurs Nieten. Dann kann ich jetzt endlich auch mal mit dem eigentlichen Bau anfangen:

    Begonnen wurde mit den 6 Teilen für die beiden Längsträger.

    Hier gab es leider gleich eine unschöne Überraschung: Der LC-Satz passt nicht perfekt, die Träger sind etwas zu lang:

    Der Überstand mag klein wirken, verursacht aber später tatsächlich Probleme. Also drauf achten und abschneiden.

    Danach habe ich die ersten Querträger vorbereitet. Zusammen mit den beiden Platten bilden die vorne eine Art Würfel:

    Mfg

    Johannes

  • Moin,

    nach einigen vorbereitenden Arbeiten die ich später zeigen werde und beinahe meinem zweiten Arbeitsunfall in ebenso vielen Wochen :pinch:

    waren irgendwann die Nieten da und ich konnte richtig loslegen. Die obere der im letzten Beitrag erwähnten Platten bekam auf der Unterseite die ersten Muttern spendiert:

    Die hatte ich aus dem Bogen gebaut, war aber nicht so richtig zufrieden mit dem Ergebnis. Denn wirklich gleichmäßig sind die nicht geworden. Da es auch Stellen gibt an denen Pflichtmuttern (grau hinterlegt; im Bogen enthalten) direkt neben optional zu supernden Muttern liegen (graue Umrandung; nicht im Bogen enthalten) und ich die eh aus LC Standardteilen bauen muss, habe ich mich entschlossen einfach direkt alle Muttern aus LC-Teilen zu bauen.

    Die passen dann farblich zwar nicht ganz so gut zum restlichen Modell, aber dann haben alle eine einheitlichere Form und Muttern/Nieten passen farblich zusammen.

    Die Platten bekommen ein umlaufendes L-Profil spendiert, mit dem sie später an die Längs-/Querträger befestigt werden. Unbedingt auf die spätere Ausrichtung achten!

    Das sind dann übrigens knapp 100 Teile, die man später nur von unten sehen könnte :D

    Auch der vorderste Querträger wird mit zwei L-Profilen an die Längsträger geklebt. Die sieht man dann nur, wenn man von hinten und unten durch einen der beiden Durchbrüche schielt.

    Den Baufortschritt zu fotografieren gestaltet sich als schwierig, mein Handy hat mit den vielen Schatten und dem Schwarz auf Schwarz so seine Probleme...

    Ich erwähnte im letzten Beitrag ja auch, das ich nochmal auf die Nietengröße zu sprechen komme:

    Die 1,0 mm Nieten passen perfekt, bei den 1,5ern bleibt der graue Rand größtenteils sichtbar. Die 1,5er Nieten sind im Vergleich zu den Markierungen also etwas zu klein. Und 1,2er Nieten habe ich nicht. Daher habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen die Nieten einmal hochzustufen: 1,0 bleibt 1,0. Statt 1,2er Nieten klebe ich 1,5er auf und statt 1,5ern nehme ich 2,0er. Vielleicht nicht mehr maßstabsgerecht, aber das stört mich weniger als der graue Rand und den überall zu übermalen muss echt nicht sein. Dann werd ich auch zum 250 jährigen noch nicht fertig sein. Selbes gilt übrigens für die LC Muttern. Die sind vermutlich auf exakt 1mm gezeichnet, durch das Lasern aber etwas kleiner geworden. Also nehme ich statt 1,0ern zukünftig 1,2er. Die 1,5er passen relativ gut.

    Mfg

    Johannes

  • Das sieht so gut aus Johannes, da könntest du doch die Bezeichnung in Braille gleich mit aufbringen? :thumbup:

    Duck und wech :D

    Gruß

    Klaus

    Wir bleiben immer Kinder, und,
    so klug wir auch sein mögen, wir behalten immer die Lust,
    mit scharfen Messern und spitzen Scheren zu spielen.

    Wilhelm Raabe (1831 - 1910)

    Meine Modelle auf ecard

    und bei Kartonmodell Gründling

  • Super !

    Diese Art der Nietendarstellung überzeugt. DANKE

    Werd ich mir besorgen :thumbsup:

    ________________________

    Herzliche Grüße, Dieter

    ______________________________________________________
    Fertig:
    US-Diesellokomotive CFA-16, HS-DESIGN
    Sporadisch: Eigenbau E-Lok ES09 in 1:45

  • Hallo Johannes,

    jetzt bin ich schon fast froh, dass Deine Nietenersatzstoffe mir erst jetzt bekannt wurden, andererseits soviele Nieten hat der Adler garnicht, aber sieht echt echt stark aus, eine wohlfeile Kaffeemaschine.

    Herzliche Grüße
    Gerald

    ---------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Wo alle dasselbe denken, wird nicht viel gedacht. @K. Valentin

  • Moin,

    vorne wird noch eine Art Balken angebracht und auf dem ersten Querträger zwei Platten, auf denen später die beiden seitlichen Tender aufliegen werden. Auch hier gibt es wieder jede Menge Nieten, die man später nur von unten sieht:

    Und so sieht es zusammengebaut aus:

    Von der vorgegebenen Reihenfolge her würden würden jetzt eigentlich auch noch ein paar L-Profile an den Enden der Längsprofilen folgen. Aber die ragen etwas nach unten, ich könnte den Rahmen also nicht mehr eben lagern. Daher hebe ich mir die Teile für später auf.

    Stattdessen geht es mit den nächsten beiden Querträgern weiter. Beim ersten sind die äußeren Teile theoretisch auch als LC verfügbar, weil die Teile aber nicht im Bogen markiert sind, ist mir das erst zu spät aufgefallen :S

    Beim zweiten Querträger ist unten noch eine zusätzliche Querstange verbaut. Normalerweise würde ich die etwas länger schneiden um sie anpassen zu können. Der Bausatz ist aber bisher so exakt konstruiert, das ich darauf verzichtet habe. Und was soll ich sagen: Die Stange hat perfekt gepasst :thumbup:

    Allerdings habe ich hier auch den ersten Fehler im Modell gefunden: Der Träger hat wieder zwei Auflageflächen für die Tender. Die Nummerierung ist hierbei aber vertauscht worden. Solange man die Darstellung in der Anleitung und den Hinweis CZ:vpřed = DE:vorwärts beachtet, kann aber eigentlich nichts schief gehen. Die beiden vorherigen Auflageflächen haben die korrekte Nummerierung.

    Und hier sind die beiden Träger dann zusammen verbaut:

    Und hier nochmal einzeln:

    Mfg

    Johannes

  • Ah! Da sind sie also, die vielen Nieten vom Samstag!

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph


    "Der Mensch ist nur da in der vollen Bedeutung des Wortes Mensch wo er spielt und er spielt nur da, wo er Mensch ist."
    Friederich Schiller

    :!: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es den "Hohenhof" in Hagen als Kartonmodell geben soll :!:

  • Dann mal: Glück auf! Johannes

    Mit besten Grüßen aus Hagen

    Christoph


    "Der Mensch ist nur da in der vollen Bedeutung des Wortes Mensch wo er spielt und er spielt nur da, wo er Mensch ist."
    Friederich Schiller

    :!: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es den "Hohenhof" in Hagen als Kartonmodell geben soll :!:

  • Moin,

    für den Rohbau vom Rahmen fehlt jetzt nur noch der Unterbau vom Führerstand. Der besteht aus mehreren Dreiecken, diversen L-Profilen und insgesamt ~250 Nieten. Und schon waren es nur noch ~190 :wacko:

    Und verbaut:

    Hier habe ich auch wieder ein paar Teile übersprungen. 43 hat das gleiche Problem wie 13 im letzten Beitrag. Und 32 jetzt anzubringen wäre vollkommener Schwachsinn:

    Die sollen mit der schmalen Seite auf eine Kante vom L-Profil geklebt werden. Abgesehen davon das das ziemlich instabil wäre, ist die exakte Position nicht angezeichnet...

    32 kommt also erst dann dran, wenn ich den Fußboden vom Führerstand angeklebt habe. Da ist die Position dann auch eingezeichnet.

    Als nächstes wären der Nummerierung und den Bauzeichnungen nach die Federn -> Achslager -> Achsen -> Räder dran. Die Federn sitzen auf den Achslagern, die kann ich also auch erst dann anbringen, wenn die Achslager angebracht sind. Wenn ich aber die Achslager anbringe, ist es unmöglich die Achse einzubauen, da die in der Mitte dicker ist als an den Enden. Ich werde also wie folgt vorgehen: Achslager vorbereiten -> Achse bauen -> Achslager auf Achse stecken und schließlich beides zusammen an den Rahmen kleben. Das verkleben mit dem Rahmen könnte dann nochmal spannend werden.

    Für die Achslager hat der Konstrukteur zwei Varianten vorgesehen:

    Eine einfache (Obr. 8) und eine komplexe (Obr. 9). Ihr kennt mich: Wenn ich die Wahl habe eine einfache Version zu bauen die nur minimal schlechter aussieht, dafür aber viel einfacher zu bauen ist, entscheide ich mich natürlich immer für die einfache Variante :thumbup:

    ...

    Nicht. Und da diese Woche das nächste Semester losgegangen ist, wird es bis zum nächsten Update wohl ein wenig dauern...

    Mfg

    Johannes

  • Moin,

    es wird Zeit für ein kleines Lebenszeichen. Wirklich weiter gekommen bin ich nicht. Aber spannend ist das Update (meiner Meinung nach) trotzdem.

    Der ein oder andere erinnert sich sicher düster an meine Pläne eine Ätzplatine für die Schilder zu machen:

    Ich werde daher bald einen kleinen Crowdfunding Aufruf starten und hoffe, das der ein oder andere von Euch Interesse daran hat. Der Verkaufspreis würde vrsl. zwischen 5-10€ liegen, je nachdem wie viele Interessenten sich melden.

    Es kommt ja bekanntlich immer anders als man denkt und so hat meine bisherige Ätzerei soviel gesagt wie "ist zu fein, kriegen wir nicht hin" :pinch:

    Aber hilft ja nicht, also musste eine neue her. Und die hat es sich zugetraut (mit einer asymetrischer Ätzung), hat aber auf einer Probeplatine bestanden. Das habe ich dann einfach mal gemacht...

    Und so konnte ich Heute nach gerade einmal 2 Wochen diese Platinen aus dem Briefkasten fischen:

    Joa, kann man wohl nicht meckern :thumbup:

    Die eine Platine habe ich schonmal eingefärbt. Das ist in der Theorie sehr einfach, in der Ausführung hingegen... Naja, sagen wir es mal so: knapp 2h hab ich dafür wohl gebraucht :S

    Die Theorie sieht wie folgt aus: Die Platine großzügig mit Farbe einschmampeln, warten bis die Farbe angetrocknet ist und die Farbe auf den blanken, hochliegenden Stücken mit einem leicht angefeuchteten Papiertuch wieder abstreifen. Easy.

    Das Problem liegt im Timing: ist man zu ungeduldig, wischt man die flüssige Farbe auch von den tiefen Stellen. Und wartet man zu lange, wird die Farbe zu fest und man kriegt sie kaum noch ab. Mehr als einmal musste ich auf Isopropanol zurückgreifen - was dann natürlich wieder viel zu viel angelöst hat. Alles in allem ziemlich viel Arbeit, aber man kann die Teile wenigstens kaum kaputt kriegen, die sind ziemlich solide.

    Irgendwann war es dann aber geschafft und das Ergebnis überzeugt. Hier mal ein Vergleich mit den Originalfabrikschildern:

    Und hier nochmal die Originalbilder, die mir den Floh ins Ohr gesetzt haben:

    Aber - und es gibt bei sowas ja immer ein aber - ich kann den angedachten Preis definitiv nicht halten :(

    Das funktioniert in der Qualität wohl nur bei ziemlich kleinen Blechen und das asymmetrische Ätzen ist natürlich auch etwas aufwändiger als das normale. Damit ich überhaupt kostendeckend bin, muss eine Platine schon >10€ kosten. Und da sind die Verpackungskosten, oder die Kosten für den Film noch nichtmal mit eingerechnet...

    Als realistischen Verkaufspreis muss ich daher 15€ ansetzen. Ich halte aber an meiner ursprünglichen Crowdfunding Idee fest: Ich sammle ein paar Vorbesteller ein und je nachdem wie viele da zusammenkommen, kann ich für den ersten Schwung sicher auch nochmal 1-2€ am Preis schrauben. Am Ende gehts mir ja auch um den Spaß an der Sache :rolleyes:

    Die Ätzerei hat mir übrigens auch noch etwas anderes angeboten: Die können die Platinen auch schon einfärben. Coole Idee, aber der Aufpreis ist happig. Auch wenn ich den 1:1 weitergebe, sind es +10€/Platine. Das werde ich für die Vorbesteller also als Option anbieten, aber wohl nicht ins reguläre Sortiment nehmen.

    Wer also Interesse hat: Augen aufhalten, ich werde das noch vor Weihnachten starten und dann vrsl. Ende Januar die Platinen ordern :)

    Mfg

    Johannes