Hallo zusammen,
rechtzeitig zu diesem generalstabsmäßig angebahnten Wettbewerb
bin ich irgendwie ordentlich in Eisenbahnlaune geraten und hab' nochmal einen Ministapel Bögen nachgeordert ![]()
Und eigentlich wollte ich so eine vorsowjetische russische Western-Dampflok bauen ![]()
...aber die Dinger sind so dermaßen durchdetailliert, daß man theoretisch auch einen Strohhalm reinstecken und sie auf 1:25 aufpusten könnte ![]()
Daher bin ich zu der Erkenntnis gelangt, daß ich erstmal "klein" anfange (Schwierigkeitsgrad 4, anstelle von 5, hauptsache gesund
), um so ein Bisschen ein Gefühl für Maßstab, Konstrukteur und Schwierigkeitsgrad zu kriegen. Und rein zufällig hab' ich die klassische sowjetische Rangierlok gleich auch noch mitbestellt, aus dem selben Verlag und ebenfalls in 1:87, aber nicht so ein krankes Teilemonster, wie die Dampfloks ![]()
Diese Lok ist mir im Original in Russland und Weissrussland begegnet und es gibt zu dem Thema auch einen ziemlich ausführlichen Wikipedia-Artikel ![]()
Sie als Papiermodell umzusetzen ist daher ziemlich naheliegend. Die im Bogen vorliegende Variante ist ein Exemplar der ukrainischen Staatsbahnen.
Gleich zu Anfang ist mir aufgefallen, daß das Teil FR-21 nur sechs mal im Bogen vorhanden ist, obwohl acht Exemplare benötigt werden
Also hab' ich die sechs Teile auf meinen sehr schlechten Kopierer gelegt und das Ergebnis davon rückseitig auf eine leicht abgeschälte schwarze Orlik-Pappe geklebt, um dann aus den halbgaren Kopien irgendwie die benötigten Teile zu zaubern ![]()
Da mein Kopierer echt mies ist, war das alles nur so zur halben Zufriedenheit
Nachdem meine Reserven an schwarzem Orlik-Karton aufgebraucht waren, hab' ich mal den Verlag über die Wayback-Machine ausfindig gemacht, weil mir schon bekannt war, daß er gar nicht mehr real existiert
Dort habe ich dann das hier ausfindig gemacht: FR-21_CHME3.pdf
Das ist natürlich ein Segen, da die Teile sehr knifflig sind. Aber dank dem Ersatzteilbogen kann ich das jetzt so oft bauen, bis es gut ist. Nur die zwei Tage Rumstümperei mit halbgaren Kopien hätte ich mir schenken können ![]()
Das nächste Thema, das bei dieser und den anderen Modeller-Loks zu bewältigen ist, sind die Geländer/Handläufe, von denen ich dachte, daß man sie löten muss
Aber irgend so'n Russe hat in einem sehr verrufenen Forum geschrieben, daß man diese Teile auch mit Sekundenkleber kleben, sich so die Lötwissenschaft sparen und den Schwierigkeitsgrad massiv runterdrehen kann
Da wird man natürlich gleich ein Bißchen hellhörig und muß das doch mal ausprobieren ![]()
Die Drähte werden in Position gebracht, das durchgehende Geländer oben ist mit Weißleim auf der (imaginären) kopierten Schablone fixiert und die senkrechte Strebe wird vor dem Kleben mit einer Klemmpinzette fixiert. Dann kommt da ein Tropfen flüssiger Sekundenkleber drauf und man lässt die Geschichte ein Bisschen Einwirken/Trocknen
Ergebnis: Es hält tatsächlich
Die Stabilität ist zwar nicht vom anderen Stern, aber ausreichend, um ein Geländer nach Schablone zu kleben. Wenn das Teil dann irgendwas zwischen 10 und 12 Klebepunkte hat, steigert sich die Gesamtfestigkeit ja auch nochmal und dann wird ja auch noch mit irgendeiner Revellfarbe drübergemalt... Ich glaube, das ist praktikabel und weit einfacher, als der Crashkurs in angewandter Lötereiwissenschaft
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Nach diesen ganzen Vorarbeiten und Grundlagenstudien hab' ich jetzt mal mit der Grundplatte angefangen, die zunächst noch mit ein Bisschen Gewicht zur Schneidematte druckgetrocknet wird:
Die ganze Logik hinter der Konstruktion ist irgendwie sehr angenehm, bis jetzt macht das echt Spaß ![]()
Gruß,
Daniel.