Schnelles Minensuchboot Typ 55 - Kl. 340/341 (SCHÜTZE-Klasse) / 3 Boote / Whv - Lehrmittelinstitut / 1:250

  • Moin, moin zusammen,


    für die letzte Ausstellung der "Modellbauwelt" in Rheine (30.-31.08.2025) suchte ich wieder ein etwas kleineres und nicht so schwieriges Kartonmodell für das publikumswirksame Basteln und da fielen mir in der hintersten Schublade meiner kartonalen Asservatenkammer diese drei alten Modelle in die Hände. Eines aus der Erstauflage und zwei aus einer frühen Nachauflage, da beide Titelkästen noch ohne Bestellnummer waren. Die Modelle waren schon aus den beiden früheren Bögen herausgeschnitten worden, so dass ich keinen alten Komplettbogen aus meinem Archiv anschneiden musste. Und......basteln kommt vor dem Wegschmeißen......


    Als Vegesacker Junge habe ich diese Boote gegenüber in Lemwerder bei der Werft Abeking&Rasmussen damals in meiner Kinder- und Jugendzeit "life" im Entstehungsgang gesehen.......also ein für mich sehr Vertrauter Bootstyp, der später in Flensburg an der Nachbar-Pier lag.


    Was gibt es noch über die Boote zu sagen........Kl. 340 mit zwei 16-Zyl. Mercedes-Motoren, Kl. 341 mit zwei 16-Zyl. Maybach-Motoren. Ursprünglich mit Voith-Schneider-Antrieb vorgesehen, wurde mit dieser Antriebsform die geforderte Geschwindigkeit nicht erreicht und ab und zu lösten sich auch Antriebsmesser. Nur SCHÜTZE und KREBS hatten anfangs diese Antriebsform, wurden aber 1960/61 auf die konventionelle Antriebsform mit zwei Wellen und Verstellpropellern von Escher-Wyss umgerüstet. Bei SCHÜTZE und KREBS sowie vier weiteren Booten im fortgeschrittenen Bauzustand wurde die ursächliche für den Voit-Schneider-Antrieb vorgesehene Form des achteren Unterwasserschiffes beibehalten.


    Ursprünglich waren für die Boote anstatt der achteren großen Kabeltrommelwinde ein zweites 40mm Bofors-Geschütz vorgesehen, die Planung wurde aber 1959 zugunsten der Kabeltrommelwinde und damit einer umfassenderen Minenräumausrüstung geändert. Gleichwohl fuhren GEMMA, PEGASUS, WAAGE, REGULUS, DENEB und ATAIR bis Mitte der 60er Jahre mit je zwei 40mm Geschützen als Wachboote ohne jegliche Minenräumausrüstung. So, genug erzählt........


    Der Bogen in seiner Komplettform aus meinem Archiv.....hier bereits eine Nachauflage mit blauer Bestellnummer.....



    Die Kiellegung in Rheine.......das gesamte Spantengerüst samt Grundplatte und Hauptdeck verdoppelt, die Grundplatte wurde von ihren Laschen befreit und die Höhe des Spantengerüsts angepasst.



    Und soweit war ich dann in Rheine gekommen.


         

    Exercitatio artem parat!

  • Wieder daheim ging es an die Bordwände. Erstmal durchnummeriert ^^ ......


         


    Dann die Bordwände sauber ausschneiden, vorformen und umfangreiches Kantenfärben, die Streifen im Bugbereich mit kleinsten Mengen Weißleim stumpf verkleben und dann anbauen.....

    Erst an der Grundplatte.....dann am Hauptdeck und auch an den beiden vordersten Spanten (hier mit UHU schwarz), die der Bordwand dann etwas Hohlform verpassen.

    Den Mittelspant habe ich vorne marginal gekürzt, da er durch die Verdoppelung etwas aufträgt, sich die Bordwände dann gut "rumholen" und sich sauber mit einer "Bugnaht" verkleben lassen.

         


    Beim zweiten Modell musste vorne an der Bb.-Bordwand ein leichter "Knitterschaden" stabilisiert werden.........naja, nach fast 65 Jahren Umstapelei.....


         


    Und......passt......


         

    Exercitatio artem parat!

  • Nun zum Heckspiegel.


    Der ist etwas zu breit ausgefallen und muss an beiden Seiten gekürzt werden. Wenn man die beiden Seitenlinien innen wegschneidet, kommt man in die richtige Richtung.......anhalten, etwas nacharbeiten und das Färben der neuen Schnittkanten nicht vergessen. Bei der Verarbeitung der senkrechten Scheuerhölzer ist Konzentration beim Schneiden mit dem Skalpell gefragt......und auch hier die Schnittkanten passend einfärben und sauber auf dem Heckspiegel aufkleben.


              


              


    Zwei Boote sind nun dicht.......das dritte Boot kommt noch :thumbsup: !


         



    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Super sauber :)

    Auf der Werft: EGV Ffm

    Meine letzten fertigen Modelle:

    F. Baden-Württemberg, MiSuBo Paderborn und Passau, F 213 Scharnhorst, ZKrz Helgoland, S.M.S Nassau, F216 Scheer, MS Wappen von Hamburg, S 13, S 100, P 6059 Jaguar,
    KWdGr mit UWS, A 63 Main, S72 Puma, WFS Planet, Kirche St. Lorenz Nürnberg; HMCS Agassiz; PzKanBt Natter; Schlepper Hermes; SMS Breslau; MS Clement; MS Iserlohn; Dio Kleine Werft; W4,W8,W21,W22; P 6148 Löwe; A 52 Oste; MS Finnmarken; LKr Nürnberg; MS Mellum; Z 1; Tender Donau

  • Guten Abend zusammen,


    @ Jochen, Fiete und Günter: Recht herzlichen Dank für eure Rückmeldungen :) .....ja, dieser alte Bogen weckt natürlich Erinnerungen an die Anfänge unseres kartonalen Lebens.....und es macht mir wirklich viel Spaß und Freude, diese kleinen Modelle zu bauen.


    Und Dank für die vielen Daumen......... :thumbup:. Das gibt einen gehörigen Motivationspuffer, falls diese mal einbrechen sollte.


    So, kleine Wasserstandmeldung. Beim gestrigen Digi-Stammtisch habe ich begonnen, die Bordwände für das dritte Boot vorzubereiten. Nach einem kräftigen Abendessen wurden sie dann noch angebaut......und schwups war wieder Mitternacht vorbei ^^ . Morgen werde ich die Rümpfe mit Universalfirnis von Schmincke (Nr. 50594) einsprühen.....will die Modelle ja schließlich noch vererben...... 8o :D.


         


         



    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin HaJo,


    toll, wie gleichmäßig du die Rümpfe hinbekommen hast. Warum manche über diese alten WHV-Modelle lästern erklärt sich mir beim Betrachten der Bilder überhaupt nicht.

    Weiter viel Spaß damit.


    Günter

    Auf der Werft: EGV Ffm

    Meine letzten fertigen Modelle:

    F. Baden-Württemberg, MiSuBo Paderborn und Passau, F 213 Scharnhorst, ZKrz Helgoland, S.M.S Nassau, F216 Scheer, MS Wappen von Hamburg, S 13, S 100, P 6059 Jaguar,
    KWdGr mit UWS, A 63 Main, S72 Puma, WFS Planet, Kirche St. Lorenz Nürnberg; HMCS Agassiz; PzKanBt Natter; Schlepper Hermes; SMS Breslau; MS Clement; MS Iserlohn; Dio Kleine Werft; W4,W8,W21,W22; P 6148 Löwe; A 52 Oste; MS Finnmarken; LKr Nürnberg; MS Mellum; Z 1; Tender Donau

  • ... die Möllenbergsche Räumflottille - wo die Flotte hinfährt, sind wir schon gewesen! :D Und, habt ihr noch einen Fisch übergelassen? Nö, aber im Neptun, da haben sie noch nicht geräumt, und die haben auch gerade Rostocker Kümmel, schwarz gebrannt ... gebrannt? Ja, wie?, haste den noch nie als Kehlenreiniger?

    Daß Leben als Binnenländer und Schluchtenscheisser kann manchmal ganz schön hart sein .... 1970 waren 40 Prozent der Angehörigen der Bundesmarine aus Bayern ... stimmt! Die wollten auch mal was anderes sehen ... :D :D :D

    Gruss

    kartonskipper ... wo ist eigentlich die Heckkennung? :D

  • Moin Hajo,

    Was haben die jungen Leute eigentlich gegen die alten (!!!) WHV-Bögen?

    Früher haben wir die Dinger im Akkord zusammengeschustert ( damals im Kalten Krieg mußten wir schon aufrüsten) und heute genießen wir das Zusammenbauen (und in Erinnerung schwelgen).

    Ich sehe mir das genau an was Du so treibst, vielleicht motiviert mich das, so ein Bötchen als Zwischendurcharbeit zu bauen.

    Übrigens: im Monat September habe ich die Fliegerfraktion unterstützt, 2 Helis in 1:250 und die Fairy Gannet von WHV . Das erste 1:50 Flugzeug seit mehr als 50 Jahren! Aber hat funktioniert :) .Nimmt aber zu viel Platz weg.

    Gruß

    Ralph

    Edited once, last by ralph.e: Klammer vergessen ().

  • Hallo Hajo,

    ich mag diese WhV Modelle auch. Mit etwas Änderung werden schöne Modelle daraus. Habe aus den WHV und Passat eine Mischform gebaut.

    Viel spass beim Weiterbau.

    L.G:Günther

  • Moin, moin zusammen,


    @ Günter: Ja, die drei Rümpfe sind durchweg gelungen. Das ist ja immer so eine Gratwanderung, wenn man an der Grundplatte die Laschen abschneidet, diese dann und alle Spanten sowie das Hauptdeck verdoppelt. Dann muss das ganze Spantengerüst auf der Hauptdecksebene entsprechend gekürzt werden, damit dann die Bordwände nachher nicht zu niedrig sind. Genau messen und Augenmaß.......dann klappt das schon. Dafür liegen dann unten wie oben die Bordwände exakt an der Grundplatte wie auch am Hauptdeck an. Die Bordwände habe ich nur unten und oben mit sehr geringen Mengen an Weißleim verklebt (mit dem Zahnarzthaken aufgebracht).....also nicht an den Spanten. Nur im Vorschiffsbereich habe ich mit UHU schwarz die Bordwände an den ersten beiden formgebenden Spanten verklebt, damit der Bug etwas schnittiger daherkommt.


    @ Wilfried: :D ...... und..... mal gucken, was man in Sachen Hull-Number (u.a.) aus dem Passat-Bogen "klauen" kann. Da werde ich mir auch noch die Brückenfenster angucken, weil die Whv`ner Fenster etwas zu klein sind, wie Henning irgendwo mal richtig angemerkt hat......da muss ich etwas "großzügiger" aussticheln.


    @ Ralph (Ede): Recht herzlichen Dank für deine Rückmeldung. Ja, die alten Whv`ner machen einfach Spaß. Man baut mit ihnen nochmals die Vergangenheit mit den heutigen Möglichkeiten und die "unschönen" Whv`ner "Erkennungsmerkmale" sollten einen dabei nicht stören.......sie weisen einfach daruf hin, dass das ein sehr alter Bogen ist. Aber die so gebauten Ergebnisse können sich doch trotzdem sehen lassen......


    @ Günther: Das mache ich genauso. Die alten Modelle kann man durchaus mit Klein- und Ergänzungsteilen aus anderen Bögen etwas "anböschen", das steht ihnen sehr gut und vervollständigt die Grundlage.


    So, etwas vollmundig hatte ich das Lackieren der drei Rümpfe mit Universalfirnis angekündigt.......dabei sollte man vorher noch unbedingt das ganze Scheuerleistengedöns ausschneiden und anbauen. Dann werden die gefärbten Schnittkanten der verdoppelten und sehr schmalen Leisten gleich versiegelt, denn sie neigen dazu, sich zu spalten.


    Zu den Scheuerleisten.......die sind mit Skalpell und Stahllineal auszuschneiden und ca. 0,8 mm breit. Dazu sollte man pro Boot immer eine neue Klinge nehmen.


              


    und dann anbauen. Auch hier mit Weißleim, aufbebracht mit dem Zahnarzthaken......


         

    Exercitatio artem parat!

  • Und so sieht`s dann aus........


         


    Hier sieht man sehr gut, wie plan die Bordwände an der Grundplatte ohne Laschen anliegen......


         


    .......und noch eine Gesamtansicht.......


         


    .....inzwischen habe ich dann den Universalfirnis auch aufgebracht......jetzt muss alles über Nacht trocknen.



    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Servus HaJo,


    auch ich bevorzuge ja bei den Minis die Verdoppelung von Grundplatte und Deck. Was für tolle Ergebnisse man dabei erzielen kann, zeigen ja deine drei Rümpfe.

    Die von mir noch umzusetzenden Binnenminensuchboote werden auch so entstehen.


    Macht Spaß, zuzugucken.


    Günter

    Auf der Werft: EGV Ffm

    Meine letzten fertigen Modelle:

    F. Baden-Württemberg, MiSuBo Paderborn und Passau, F 213 Scharnhorst, ZKrz Helgoland, S.M.S Nassau, F216 Scheer, MS Wappen von Hamburg, S 13, S 100, P 6059 Jaguar,
    KWdGr mit UWS, A 63 Main, S72 Puma, WFS Planet, Kirche St. Lorenz Nürnberg; HMCS Agassiz; PzKanBt Natter; Schlepper Hermes; SMS Breslau; MS Clement; MS Iserlohn; Dio Kleine Werft; W4,W8,W21,W22; P 6148 Löwe; A 52 Oste; MS Finnmarken; LKr Nürnberg; MS Mellum; Z 1; Tender Donau

  • Moin, moin zusammen,


    @ Günter: Danke Günter :) !


    In der Zwischenzeit wurden die Rümpfe mit Universalfirnis gesprüht und durften dann gut durchtrocknen. Zwei, drei Tage......weil der Firnis nicht so schnell verdunstet. Die Farben des Drucks werden dadurch marginal dunkler, Scheuerleisten und andere kleine Papierteile, die sich gerne aufspalten wollen, verfestigt.


    Die Rümpfe wurden für das Aufsetzen der Aufbauten vorbereitet. Bei den Aufbauwänden habe ich auch die Laschen abgeschnitten und mit kleinen Leisten aus Graukarton als Ersatz entsprechende Anschläge auf das Hauptdeck geklebt. Man hätte sich auch kleine Winkel (s. Passat-Modelle) schneiden können, aber mit diesen Graukartonleisten hatte ich schon beim Bau des Geleitbootes KÖLN gute Erfahrungen gemacht.


         


    Die Fenster wurden ausgestichelt, nach oben etwas vergrößert (da zu schmal) und verglast.


              


    Alles sauber ausschneiden, Kanten färben und zusammenbauen. Das Modell ist zwar nicht schwer zu bauen, aber an der einen oder anderen Ecke muss man schon genau hinschauen und aufpassen. Bei den handgezeichneten Modellen können immer marginale Differenzen zwischen linker und rechter Wand sowie den einzusetzenden Innenteilen auftreten......da muss ggf. ein klein wenig angepasst werden (es geht nur um 10-tel Millimeterchen).


    Ohne die Laschen sitzen die Wände sauber auf dem Hauptdeck auf.


              

  • Der vordere Aufbaubereich und der Schornstein wurden ergänzt.


    Gerade der Schornstein kommt beim Whv`ner Modell im Vergleich zum späteren Original etwas zu schmächtig daher. Dabei muss man berücksichtigen, dass die Konstruktion des Modells (1958/59) eigentlich fast parallel zum Bau der ersten Boote erfolgte und der Modell-Konstrukteur sicherlich über keinerlei offizielle Planlagen verfügte, denn die waren damals beim Aufbau der Bundesmarine ja sowas von geheim. Also orientierte er sich an an Planskizzen, ersten Fotos usw.

    Da kann es gut sein, dass der Schornstein ursprünglich mal so angedacht war, aber später vergrößert wurde, weil z.B. irgendwelche Schalldämpfer oder auch Wärmetauscher noch mehr Platz benötigten - alles Spekulation......ich weiß es auch nicht so genau. Aber beim Bau der ersten Boote ist noch sehr viel geändert worden.


    Das "Schornsteinoberdeck" mit den dort endenden Abgasrohren habe ich dunkelgrau eingefärbt........das sieht realistischer aus. Die Öffnungen der Abgasrohre wurden ausgestanzt. Auch beim Einbau des Schornsteins musten marginale Anpassungen erfolgen.


              


    Jetzt noch der Aufbau.....


         


    .......und dann das Boot insgesamt.


         


    So, nun müssen ersteinmal die beiden anderen Boote bis zu diesem Ausrüstungsstand nachgezogen werden. Das hier gezeigte Boot ist aus einem Bogen der Erstauflage von 1959. Die beiden anderen Boote sind aus einer Nachauflage (geschätzt Anfang der 60er), die Druckfarben sind einen Ticken heller.


    Ich bedanke mich natürlich auch für die vielen "Daumen" :) !


    Gruß von der Ostsee

    HaJo

  • Wenn du die seitlichen Fenster der Kdo-Brücke vergrößerst, dann musst du es auch mit den Frontfenstern so machen. Das WHV-Modell entspricht , so wie du es auch schon gesagt hast, einem Planungszustand, der so nicht realisiert wurde.

  • Moin Hajo,

    ich bewundere die Arbeit deiner Werftgrandis; also, wenn man das Holzdeck scannen und auf beigen Tonpapier .. der Rest ist nämlich sehr gut nach den Jahren. Ich weiss nicht, woher meine Decksphobie stammt ... vermutlich, weil ich seit mehr als 30 Jahren hier die alten grauen Teak-Dinger bei mir absitze und abliege .. :D

    Mir gefallen diese M-Böcke; Ich hatte beim Stammtisch in Hamburg ja mal meine Rumpfversion dieser Klasse mitgebracht; darauf werde ich mal aufbauen und dann den wahnsinnigen Ätzsatz von Peter Hurler zum Einsatz bringen. Den kennt nämlich auch kein Schwein ... :D

    Der könnte übrigens auch Dein Modell aufwerten ...

    Mit einem lieben Gruss und ich pass' auf Dich auf ... :D :D :D

    Mit einem ganz lieben Gruss

    kartonskipper

  • Moin, moin Henning,

    ......dann musst du es auch mit den Frontfenstern so machen.

    Isch ´abe auch die Frontfenster nach oben vergrößert......gut, ist noch ein bißchen Luft nach oben.....bei den beiden anderen Booten noch einen Ticken mehr......


    Moin, moin Wilfried,

    .....wenn man das Holzdeck scannen und auf beigen Tonpapier.....

    Tja, natürlich ....könnte man das machen. Aber der Clou an diesen alten Whv`nern ist doch, dass man sie einerseits etwas nach heutiger "Norm" anböscht, aber andererseits die damaligen "Fehler" wie Decksfarben, Plankenbreite, dreieckige Lüfterformen (immerhin besser als platte), irgendwo die Möwe usw. aus Gründen des Wiedererkennungswertes und der damit verbundenen Nostalgie belässt. Ich weiß, das ist immer so eine Gratwanderung, aber das ist es dann doch, was diese so entstandenen Modelle so liebenswert macht........finde ich zumindest. Außerdem muss das dann doch auch zum kleinen Bruder Küstenwachboot W 22 HANSA passen......so in etwa soll es dann auch bei den drei SM-Booten werden.


    .....dann den wahnsinnigen Ätzsatz von Peter Hurler zum Einsatz bringen. Den kennt nämlich auch kein Schwein.....

    Klar kenne ich den, liegt hier zweimal.......für den Passat-Bogen......der ist auch noch dran. Für das etwas "gröbere" Whv`ner Modell wären diese feinen Teile etwas überkandidelt, weil das dann m.E. doch zu sehr absticht. Mal gucken.......aber besser sind die Teile dann wohl doch beim Passat-Modell aufgehoben.


    So.....das nächste Boot bekommt den Aufbau......gibt noch was zu tun.....


    Gruß von der Ostsee

    HaJo

  • Guten Abend zusammen,


    hier ein kleines Update zum Bau der drei SM-Boote. Die Boote Nr. 2 und 3 habe ich in den letzten Tagen, was den Rüstzustand angeht, zu Nr. 1 nachgezogen.

    Bei den vorderen Brückenfenstern habe ich versucht, diese noch etwas größer auszusticheln als bei Nr. 1.



    Und hier die Drillinge......wobei gut zu erkennen ist, dass bei Nr. 1 (hinten) der Erstauflage von 1959, das helle Grau des Aufbaus einen Ticken dunkler ist.


         


    Ansonsten geht`s mit Kleinteilen weiter und auch die fehlenden Griffstangen für die Aufbauten müssen angefertigt werden. In diesem Bauzustand kann man sie noch gut platzieren.


    Hier noch ein Vergleich des Wellenbrechers zu dem des Passat-Modells. Schon etwas sehr wuchtig/rustikal ^^ ausgeführt, da werde ich oben etwas kürzen müssen.



    Ich bedanke mich für die vielen Daumen und freue mich, dass diese Modelle aus dem vorigen Jahrhundert noch immer so viel Zuspruch finden.



    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Die Vergrößerung der Brückenfenster machen sich prima - ne Kleinigkeit - aber wirkungsvoll.

    Auf der Werft: EGV Ffm

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  • Moin, moin zusammen,

    Die Vergrößerung der Brückenfenster machen sich prima - ne Kleinigkeit - aber wirkungsvoll.

    Günter, das finde ich auch. Zumal jetzt auch die entsprechenden Schleuderscheiben besser hineinpassen.......die kommen noch!


    Ich habe mir überlegt, dass drei gleiche Modelle irgendwie langweilig sind. So bau ich das erste Modell in einer etwas spartanischen Ausstattung, so wie die Boote mal gplant waren und der Bogen das vorsieht.......natürlich trotzdem etwas mit Details angeböscht.


    Beim zweiten Boot geht`s dann ein kleines Stück in Richtung des Ausrüstungsstandes des Passat-Modells.....ohne letzteres in irgendeiner Weise kopieren zu wollen, denn das geht ja überhaupt nicht.....vielleicht noch ein paar mehr Details......mal sehen, was die Foto-Lage so hergibt.


    Das dritte Modell wird dann als reines Wachboot ausgestattet, also ohne jegliche Minenräumausrüstung. Dafür aber achtern auf dem Platz der großen Kabelwinde mit einer zweiten 40mm BOFORS. Bis Mitte der 60er sind einige Boote so gefahren. Fotos dazu sind sehr rar und zeigen hauptsächlich die DENEB........also wird es die wohl werden. Leider keine Fotos der Draufsicht (wie zumeist.....) also muss man gucken, was man so erkennen kann und die Dinge entsprechend platzieren.....wie z.B. die zusätzlichen Spinde für die Bereitschaftsmunition der achteren Wumme.


    So die Planung (Planung = ersetzen des Zufalls durch den Irrtum..... :D) . In den letzten Tagen stand nun viel Pulkram an......wie man in Flensburg so sagt. Da musste ich mich richtig zusammenreißen, denn z.Z. geht alles sehr schleppend (diesen Beitrag wollte ich schon längst geschrieben haben.....).


    Ersteinmal kamen vorne die Mun-Bereitschaftsspinde auf die Back.



    Der Wellenbrecher ist bogenseitig sehr wuchtig und hoch ausgefallen, deshalb habe ich ihn oben und unten etwas gekürzt. Er ist immer noch einen Ticken zu hoch, passt aber jetzt gut zum restlichen Modell und wirkt nicht unnatürlich.


    Weiter ging es mit dem vorderen Ankerspill.


              

    Danach dann noch der Arbeitsspill zwischen dem Aufbau und der großen Kabelwinde, also auf dem Mittelschiff.


              

  • Jetzt fehlte noch der achtere Niedergang zum Mannschaftsdeck mit den kleinen Skylights links und rechts sowie den kleinen Lüftern.......diese waren für mich grenzwertig zu bauen. Was mir auffiel: selbst bei den kleinen Röhrchen-Durchmessern spaltete sich der über 60 Jahre alte Karton nicht und ließ sich wunderbar runden, obwohl er einen Ticken dicker ist als der heutige 160g-Karton.


              


    Hier sieht man die bereits so leidlich "dicht" gesetzten Flächen für die nicht zu montierenden Winden beim Wachboot DENEB. Auch die Lukendeckel habe ich bei allen Booten aufgedoppelt. Das ist zwar an der Realität etwas vorbei, weil die Lukendeckel mit dem Rest des Decks bündig abschließen, aber ich wollte dem flachen Holzdeck etwas mehr Kontur für das Auge geben.



    Und noch eine Gesamtsicht auf den derzeitigen Bauzustand der drei Modelle.



    So, das war es erstmal.......ich bedanke mich für die rege Anteilnahme an diesen alten Dergeln!



    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin HaJo,


    Klasse Idee, die Boote in unterschiedlichen Versionen umzusetzen. Geht aber wohl nur mit dem entsprechenden "Vorwissen".


    Günter

    Auf der Werft: EGV Ffm

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    KWdGr mit UWS, A 63 Main, S72 Puma, WFS Planet, Kirche St. Lorenz Nürnberg; HMCS Agassiz; PzKanBt Natter; Schlepper Hermes; SMS Breslau; MS Clement; MS Iserlohn; Dio Kleine Werft; W4,W8,W21,W22; P 6148 Löwe; A 52 Oste; MS Finnmarken; LKr Nürnberg; MS Mellum; Z 1; Tender Donau

  • Moin, moin zusammen,


    @ Fiete: Danke, danke......die Werft bemüht sich ;) !

    @ Günter: Ich versuche das mal. Leider gibt es von der Wachboot-Variante nur sehr wenige Fotos und auch nicht im Detail. Da muss ich mich ggf. mit "qualifizierten Annahmen" an diesen Rüststand herantasten.


    Nach einer kleinen gesundheitlich bedingten Bastelauszeit ging es mit "Boot 1" weiter mit der großen Kabelwinde. Bei den beiden oberen Abdeckstreifen der Seitenteile fehlt an der achteren geraden Kante die hellgraue Druckfarbe.....das erschließt sich mir nicht....und auch beim geänderten Nachdruck des Jade-Verlags ist das so geblieben; ich habe das weiße Stückchen nach der Knicklinie eingefärbt.



    Wie gut zu erkennen, sind die Seitenwände der Winde etwas "flach" und insofern hatte ich die Idee, die "Struktur" aufzudoppeln. Versuch macht kluch.....und eine ruhige Hand.....


         


         


    Und dann den ganze Pulkram zusammengedengelt......


         


    .....und an Bord montiert.



    Morgen geht`s weiter mit der achterlicheren kleinen Winde.


    Gruß von der Ostsee

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin, moin zusammen,


    @ Fiete: In der Tat.......so kleine Detailspielereien verbessern eindeutig die Optik :) .


    So, inzwischen ist auch die kleine Winde fertig.....


         


         


    .....und an Bord gebracht.


         


    Jetzt muss "Boot 2" mit den beiden Winden ausgestattet werden.......bei "Boot 3" entfallen diese (:thumbsup:), da es als Wachboot über keinerlei Minensuchausrüstung verfügte.


    Gruß von der Ostsee und meinen Dank für die vielen "Motivationsdaumen" :) !

    HaJo

    Exercitatio artem parat!

  • Moin Hajo,

    ich finde es bemerkenswert, wieviel Zeit und Mühe Du in die Wiederbelebung dieser alten Möwen steckst; ja, sie gewinnen deutlich. Ich habe hier auch noch diverse Kilo der alten Möwen in den Kästen und Schubladen - aber, ein Albatros werden sie niemals mehr. :D Viele dieser alten Bogen gehören für mich hinter UV-Schutzglas, gerahmt an die Wand. So wie die der alten Meister. Nein, ist nicht böse gemeint, eher Anerkennung für die Kinderschuhe des Kartonmodellbaus, deren wir aber eigentlich entwachsen sein sollten? Wenn Du magst, spendiere ich Dir gerne eine Kabelräumwinde im Farbton der alten Meister?


    Trau' Dich ... ist gar nicht schwer, und irgendwo ist hier im Forum noch eine Bildbauanleitung in rudimentärer Form vorhanden?!


    Mit wohlmeinenden Grüssen

    kartonskipper

  • Also, mir gefallen die Umbauten der WHV. Übrigens: Kinderschuhe sind etwas sehr Teueres und müssen sehr präzise und sachkundig hergestellt werden, denn sonst passen sie nicht..

    Ulrich

                                                                                   Artikel 1 GG:

    Die Würde des Menschen ist unantastbar.

    Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt



  • Moin HaJo,


    die Ergänzung der Winde überzeugt mich. Darf ich sie bei der Umsetzung der Binnen-MiSuBo kopieren - oder steht dafauf ein "copyright" ?


    @ kartonskipper: wahnsinnig schön, diese Winde aus Deiner Konstruktion und Umsetzung. So eine hätte ich auch gerne - aber:

    Paßt die wirklich auf diese "Oldies"? Ich meine eher nicht, denn sie sticht dann doch vom übrigen Aussehen der WHV-Oldies zu sehr ab.

    Da setze ich dann eher auf auf vergleichbgares Niveau als auf ein Herausstechen! Aber entscheiden kann und muß das jeder für sich selbst.


    Günter

    Auf der Werft: EGV Ffm

    Meine letzten fertigen Modelle:

    F. Baden-Württemberg, MiSuBo Paderborn und Passau, F 213 Scharnhorst, ZKrz Helgoland, S.M.S Nassau, F216 Scheer, MS Wappen von Hamburg, S 13, S 100, P 6059 Jaguar,
    KWdGr mit UWS, A 63 Main, S72 Puma, WFS Planet, Kirche St. Lorenz Nürnberg; HMCS Agassiz; PzKanBt Natter; Schlepper Hermes; SMS Breslau; MS Clement; MS Iserlohn; Dio Kleine Werft; W4,W8,W21,W22; P 6148 Löwe; A 52 Oste; MS Finnmarken; LKr Nürnberg; MS Mellum; Z 1; Tender Donau

  • Hallo Hajo,

    mir gefallen deine Ergänzungen.

    Ich bin aber nicht so streng mit "alt und jung" wie mein Namensvetter aus MFranken und baue sogar gemixt auf ein Schiff.

    Sicher ein Sakrileg für die Historiker, aber wenn es macht mir halt manchmal Spass..

    Ich würde das Angebot von Wilfried sofort annehmen und auch einbauen. Seine Winden sehen toll aus.

    l.G.Günther

  • Moin Günther,

    lieben Dank für Deine Zeilen; ich bin schon lange nicht mehr missionarisch unterwegs; jeder sollte es mit dem Alten Fritz halten, dem der Friseur dereinst sagte, ein jeder sollte die Haare nach seiner Façon tragen ... in diesem Sinne verstand ich mein Angebot auch eher als Anregung, denn als Druckmittel :D

    Gruss

    kartonskipper